Dyson HushJet Purifier Compact im Test

Luftreiniger stehen dem einen oder anderen sicher schon eine Weile auf der Liste der Geräte, die man sich mal genauer ansehen möchte. Besonders im Winter kann das ein Thema sein, wenn die Fenster geschlossen bleiben und Kochen, Staub und Haustiere ihren Beitrag leisten. Der Frühling bietet mit seinem Pollenflug direkt den nächsten Grund. Dyson hat mit dem HushJet Purifier Compact ein Gerät auf den Markt gebracht, das optisch aus der Reihe tanzt und mit einem ungewöhnlichen technischen Ansatz aufwartet. Ich habe mir das Ganze mal etwas genauer angesehen.

Design und erster Eindruck

Das Erste, was man beim Auspacken merkt, ist, dass das Gerät im Vergleich zu seinen Schwestermodellen tatsächlich kompakt ist. Mit 47 cm Höhe und einem Durchmesser von 23 cm passt es problemlos auf den Schreibtisch oder Nachttisch. Dyson hat sich optisch auch etwas Neues getraut. Statt dem bekannten ringförmigen Luftauslass der Purifier-Reihe setzt der HushJet auf eine sternförmige Düse, die sich vom Rest des Gehäuses abhebt. Der Vergleich mit einem Düsentriebwerk ist nicht nur Marketing-Sprech, sondern tatsächlich Programm.

Das Design fügt sich ansonsten in Dysons typische Formsprache ein. Dunkler Kunststoff, klare Linien, ein kleines Display am Gehäuse und der gewohnte Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei, da gibt es nichts zu meckern. Mit 3,15 kg ist das Gerät leicht genug, um es im Raum umzustellen, ohne dass es zum Gewichtheben wird.

Die HushJet-Technologie

Das Herzstück des Geräts ist die titelgebende HushJet-Technologie. Dyson hat sich dabei akustische Prinzipien aus der Luft- und Raumfahrttechnik geliehen. Die sternförmige Düse ist so gestaltet, dass sie Turbulenzen im Luftstrom unterdrückt, ähnlich wie Schalldämpfer an Triebwerken. Das Ergebnis soll ein kraftvoller, aber leiser Luftstrom sein.

Und das funktioniert in der Tat. Im Maximalmodus kommt das Gerät auf lediglich etwas mehr als 40 dB. Das ist etwa die Lautstärke eines leise geführten Gesprächs. Im Sleep-Modus sind es etwas mehr als 20 dB, was im Prinzip fast Stille ist. Wer nachts einen Luftreiniger im Schlafzimmer betreiben möchte, ohne davon wachgehalten zu werden, findet hiermit einen guten Kandidaten.

Dazu kommt, dass die sternförmige Düse den Luftstrom vertikal nach oben ausbläst und dadurch die gereinigte Luft effizient im Raum verteilt, auch in größeren Räumen. Dyson gibt eine Raumabdeckung von bis zu 100 m² an, was für ein derart kompaktes Gerät schon sehr ordentlich ist.

Der HushJet Purifier Compact arbeitet mit zwei Filtern:

  • 360° elektrostatischer Filter: Entfernt 99,97 % der Partikel bis 0,3 Mikrometer, also Allergene, Pollen, Schimmelpilzsporen und Viren. Dyson verspricht eine Lebensdauer von fünf Jahren, was die Folgekosten überschaubar hält.
  • 360° Aktivkohlefilter: Zuständig für Gerüche von Haustieren, Kochen, Zigarettenrauch und Co. und schädliche Gase wie NO2.

Das gesamte Gerät ist vollständig versiegelt. Was reinkommt, kommt nicht wieder raus. Das ist ein Punkt, den Dyson gegenüber günstigeren Wettbewerbern immer wieder betont. Technisch nachvollziehen konnte ich das nicht, dazu fehlt mir das Test-Equipment.

Der integrierte Sensor erkennt automatisch PM2,5-Partikel und reagiert entsprechend. Im Auto-Modus arbeitet das Gerät also nur dann auf höchster Stufe, wenn es auch wirklich nötig ist. Das spart Energie und verlängert die Filterlebensdauer.

Alltag und App-Anbindung

Die Bedienung ist unkompliziert. Ein kleines Display am Gerät zeigt die aktuelle Luftqualität in Echtzeit an. Das ist farbkodiert von Grün (gut) bis Violett (schwerwiegend). Wer das Gerät aus der Ferne steuern möchte, nutzt die MyDyson-App. Dort lassen sich Lüftungsstufen anpassen, Timer einstellen, historische Luftqualitätsdaten abrufen und Filterstandsmeldungen im Auge behalten. Auch Amazon Alexa, Google Assistant und Siri werden unterstützt. Die Kopplung erfolgt erst über Bluetooth. Nachdem man das Gerät ins WLAN gehängt hat, findet man es im Netzwerk.

Die Dyson-App ist solide. Sie ist übersichtlich aufgebaut, lädt zügig und liefert sinnvolle Daten. Die personalisierten Monatsberichte zur Luftqualität sind ein nettes Extra aber kein Must-have.

Während des Tests konnten wir feststellen, dass der HushJet seine Arbeit wohl ziemlich gut macht. Vor allem die Gerüche von Essen und Co. verschwanden relativ zügig aus dem Raum, ohne das Fenster zu öffnen. Generell haben wir im Haus und in unserer Gegend jedoch mit relativ wenig schlechter Luft zu kämpfen.

Was fehlt, was stört

Der HushJet Purifier Compact ist ein reiner Luftreiniger. Er kühlt nicht, er heizt nicht. Wer ein Kombigerät sucht, etwa mit Ventilationsfunktion für den Sommer, muss zu anderen Modellen aus dem Dyson-Portfolio oder von Konkurrenten greifen. Das ist keine Schwäche des Geräts an sich, aber ein Punkt, den man beim Kauf im Kopf haben sollte. Da der Luftzug nach oben gerichtet ist, spürt man diesen auch nicht.

Ein weiterer Punkt könnte eher die Überwachungsjunkies betreffen. Der Lüfter gibt in den Dateninsights nur Infos über die Luftqualität, PM2.5 und PM10 aus. Weitere Daten zur Partikelbelastung wie man sie etwa von anderen Modellen kennt, gibt es hier nicht.

Fazit

Der Dyson HushJet Purifier Compact ist ein ordentlicher und mobiler Luftreiniger, der sein Kernversprechen (leise, kompakt, leistungsstark) einhält. Der Knackpunkt ist wie so oft bei Dyson der Preis. 399 Euro für einen reinen Luftreiniger ist eine Hausnummer. Da kann man natürlich auch für deutlich weniger Geld einen funktionalen Luftreiniger bekommen. Wer aber Wert auf geringe Lautstärke legt, sich ein gut aussehendes und kompaktes Gerät wünscht und das Dyson-Ökosystem ohnehin schon nutzt, bekommt hier ein ausgereiftes Produkt ohne nennenswerte Schwächen. Für alle anderen lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz, bevor man den Geldbeutel zückt.

Bestseller Nr. 1

Bestseller Nr. 2

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Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact im Test: Gaming-Tastatur mit magnetischen Switches

Der deutsche Hersteller Cherry hat unter seiner Gaming-Marke Xtrfy eine neue Tastatur vorgestellt: die K5 Pro TMR Compact. Wie der Name es ja verrät, so handelt es sich um ein Gaming-Keyboard im kompakten 65-%-Format. Spannend ist hier aus meiner Sicht aber vor allem die Kombination aus 8K-Abtastrate und magnetischen Switches. Deswegen habe ich dieses Modell dann auch für euch in den letzten Wochen ausprobiert.

Das Gaming-Keyboard Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact nutzt Schalter auf Basis von Tunnelmagnetoresistenz (TMR). Dies kommt für höherwertige Tastaturen, aber auch Controller immer mehr in Mode. Die TMR-Technik ist im Grunde eine Weiterentwicklung der Hall-Effekt-Sensoren. Es kommen magnetische Schalter zum Einsatz, was direkte Kontakte und damit den Verschleiß reduziert. Zudem ergeben sich niedrigere Reaktionszeiten und eine höhere Eingabepräzision. Dies kombiniert Cherry hier mit einer 8K-Abtastrate, was die Xtrfy K5 Pro TMR Compact zum Preis von 149,99 Euro zu einer interessanten Option für kompetitive Spieler mit Auge aufs Budget macht.

Eigenschaft Spezifikation
Modell CHERRY K5 Pro TMR Compact
Formfaktor 65 % (Kompakt-Design)
Tastenanzahl 68 (ISO-Layout) / 67 (ANSI-Layout)
Schaltertechnologie Magnetische CHERRY MK Crystal Switches (Hot-swappable)
Sensortechnik TMR (Tunnel-Magnetowiderstand) mit 0,01 mm Präzision
Abfragerate (Polling Rate) 8.000 Hz (Super-Scan-Technologie)
Besondere Funktionen Rapid Trigger, Dynamic Key Travel, SnapKey, Mod Tap
Beleuchtung Anpassbare RGB-Einzeltastenbeleuchtung Strip-LED
Anschluss USB (abnehmbares 2-m-Kabel, geflochten)
Tastenkappen Hochwertige ABS-Caps mit Laser-Gravur und UV-Beschichtung
Gehäuse-Features Integrierte Metallplatte, Mehrschicht-Dämpfung, geschmierte Stabilisatoren
Abmessungen (BxTxH) 328 x 114 x 35 mm
Gewicht ca. 568 g

Wer die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact voll ausreizen möchte, benötigt die Begleit-Software MagCrate. Die erlaubt es euch als Besonderheit der TMR-Technik, auch die Auslösepunkte millimetergenau anzupassen. Ganz ehrlich, das ist schon richtig genial. Zusätzlich könnt ihr über die App z. B. auch mehrere Funktionen auf eine einzige Taste legen und bestimmen, was genau wann greift. Auf diese Weise können bestimmte Features ausgelöst werden, je nachdem, wie weit oder wie lange eine Taste gedrückt wird.

Ausstattung und Verarbeitung der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact

Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact nutzt im Inneren eine Metallplattenkonstruktion mit Multi-Layer-Dämpfung und vorgeschmierten, auf der Leiterplatte montierten Stabilisatoren. Von außen betrachtet ist sie allerdings mit einem reinen Plastikgehäuse versehen. Wegen des 65-%-Formats fehlt nicht nur der Ziffernblock, auch die obere Funktionsleiste ist der Schere zum Opfer gefallen. Der reduzierte Platzbedarf soll es beim Zocken bequemer machen, die Tastatur eng neben einer Maus zu verwenden.

Ausgeschaltet wirkt die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact schlicht und elegant, angeschlossen gibt es bei angeschalteter ARGB-LED-Beleuchtung den typischen Gaming-Look. Ihr könnt das Blingbling jedoch auch abschalten. Dank der Hot-Swap-Funktion lassen sich die magnetischen Switches einzeln wechseln. Generell bin ich geneigt, das Marketing-Versprechen von einem „sanften, vibrationsarmen Tippen“ voll zu bestätigen.

Größenvergleich mit der Fullsize GMMK 3

Größenvergleich mit der Fullsize GMMK 3

Tatsächlich war mir die TMR-Technik für Tastaturen natürlich schon länger ein Begriff. Es handelt sich hier aber um das erste Modell, das ich langfristig daheim unter die Lupe genommen habe. Und tatsächlich ist das Tippen und Zocken mit den kontaktlosen, magnetischen Schaltern schon der Hammer. Für den Office-Betrieb würden mir bei der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact zwar Tasten fehlen, da bin ich doch Liebhaber des 100-%-Layouts, aber beim Gaming ist das echt ein Traum. Doch ich will nicht zu weit vorgreifen, gehe also lieber zum Praxistest über.

Praxistest

Ich spiele privat meistens mit einem Controller, weil ich meinen Gaming-PC an den TV angeschlossen habe. Einige Titel, z. B. Strategiespiele oder First-Person-Shooter, steuern sich aber objektiv einfach mit Maus und Tastatur besser. Da habe ich also z. B. flugs für Games wie „Battlefield 6“, „Sid Meier’s Civilization VI“ oder auch „Pathfinder: Wrath of the Righteous – Enhanced Edition“ die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact mit der Razer Viper V4 Pro kombiniert. Die Polling-Rate von 8.000 Hz beherrschen beide Eingabegeräte, aber ehrlicherweise profitiere ich persönlich davon nicht.

Zum einen ist die Bildwiederholrate meines LG OLED G5 mit 165 Hz zu niedrig, um die niedrige Eingabeverzögerung über den Bildschirm zu gewährleisten, welche die ultrahohe Abtastrate praktisch erlebbar macht. Zum anderen bin ich kein Hardcore-Multiplayer-Spieler, der von diesen Nuancen ernsthafte Vorteile hat. So dürfte es allerdings auch dem Gros der Leser ergehen. Daher mein Praxistipp für andere Modelle mit Akkus: Stellt die Abtastrate auf 1.000 Hz an, das ist ein sinnvoller Wert für die meisten Systeme, und freut euch über die deutlich längere Akkulaufzeit.

Richtig stark finde ich, wie bereits angedeutet, die magnetischen Switches der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact. Zum einen ist der anpassbare Auslösepunkt natürlich eine extrem geniale Sache. Beispielsweise kann man sich daher auch für verschiedene Spiele und Anwendungsfälle unterschiedliche Profile anlegen. Das Tastengehämmer beim Armdrücken in „Crimson Desert“ geht da doch direkt mit minimalem Anschlagsweg leichter von der Hand. Zum anderen kompensiert die Option, je nach Dauer und Länge des Tastenwegs unterschiedliche Funktionen auszulösen, die fehlenden Tastenblöcke. Da können findige Gamer schon eine ganze Menge mit anstellen.

Für eine mechanische Gaming-Tastatur ist die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact wegen der magnetischen Schalter und der Dämpfung sehr leise. Die Tasten haben dabei eine spezielle Beschichtung, die sich ein bisschen wie Samt anfühlt. Schade ist natürlich, dass dieses Gaming-Keyboard ausschließlich kabelgebunden arbeitet. Das ist gerade in meinem Set-up am Smart-TV ein wenig nervig. Überdurchschnittlich finde ich wiederum Cherrys Begleit-Software MagCrate. Das Programm ist zwar visuell nicht so flashy wie z. B. Razer Synapse, dafür aber deutlich (!) übersichtlicher. Hier habe ich mich wirklich schnell zurechtgefunden. Eine willkommene Abwechslung von den überladenen Oberflächen anderer Hersteller.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Tippen an der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact sehr viel Spaß gemacht hat. Die TMR-Switches sind schon ein echter Mehrwert in Spielen. Da ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, da ihr für Shooter etwa einen sehr kurzen Anschlagsweg festlegen könnt, während ihr bei der Arbeit die Chance habt den Auslösepunkt zu verlängern, damit weniger Tippfehler auftreten – richtig stark.

Mein Fazit

Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact hat mich sehr positiv überrascht. Die TMR-Switches sind ein echtes Killer-Feature, das ich bei einer Gaming-Tastatur nicht mehr missen wollen würde. Die Chance, Tasten je nach Dauer der Betätigung und Länge des Anschlags mit verschiedenen Funktionen zu belegen, ist saustark. Zumal es eben möglich ist, unterschiedliche Auslösepunkte für z. B. Spiele, Office-Arbeit, Multimedia und mehr festzulegen. Dagegen ist die Abtastrate von 8.000 Hz primär für E-Sportler relevant.

Die Tasten fühlen sich super an, sind aber anfällig für Fingerabdrücke - siehe die Enter-Taste.

Die Tasten fühlen sich super an, sind aber anfällig für Fingerabdrücke – siehe die Enter-Taste.

Selbst die Begleit-App MagCrate ist erfrischend aufgeräumt, wenn auch etwas hausbacken. Kleine Abzüge gibt es eher im Detail. Beispielsweise nutzt die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact zwar im Inneren eine Metallplatte, aber ein reines Plastikgehäuse. Wäre auch das Case auf Metall, würde dies direkt zu einem echten Premium-Feeling führen. Obendrein ist bei dieser Gaming-Tastatur leider nur der kabelgebundene Betrieb möglich, was Couch-Gamer wie mich etwas hemmen dürfte.

Im Gesamtbild ist die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact aber eine richtig tolle Gaming-Tastatur zum fairen Preis.

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Magic: The Gathering: „Geheimnisse von Strixhaven“ angespielt – das (bisher) beste Set des Jahres

Kaum ist das Set zu Teenage Mutant Ninja Turtles ein paar Wochen auf dem Markt, da ballert Wizards of the Coast für das Trading-Card-Game (TCG) Magic: The Gathering auch schon die nächste Erweiterung raus. „Geheimnisse von Strixhaven“ ist dieses Mal ein In-Universe-Set, stellt also zur Abwechslung kein Crossover mit einer bekannten Marke dar. Dafür lässt man sich auf grandiose Weise von der Vergangenheit des Kartenspiels inspirieren. Denn im Rahmen des Mystischen Archivs erstehen legendäre Zaubersprüche wieder auf.

Denn was Hogwarts im Universum von Harry Potter darstellt, ist Strixhaven in der Welt von Magic: The Gathering – eine legendäre Zauberschule. Doch es kehren nicht nur extrem mächtige Zaubersprüche als Teile des Mystischen Archivs zurück, es gibt auch Kreaturen, welche Classic-Spells „vorbereiten“. Das heißt, ihr könnt sie dann über die Kreaturen als Umweg sprechen. Da sind schon einige Hausnummern wie z. B. „Blitzschlag“ oder der „Dämonische Lehrmeister“ mit von der Partie. Teilweise ist dies sogar mehrfach möglich, denn unter bestimmten Bedingungen lassen sich die Sprüche neu vorbereiten.

„Geheimnisse von Strixhaven“ knüpft dabei quasi an das vorherige Set „Strixhaven: Akademie der Magier“ aus dem Jahr 2021 an. Dabei gibt es nicht nur zahlreiche neue Mechaniken, sondern auch traditionelle Fähigkeiten wie Bemannen, Rückblende und mehr, die zurückkehren.

Die Mechaniken von „Geheimnisse von Strixhaven“

Dass es in „Die Geheimnisse von Strixhaven“ Kreaturen mit vorbereiteten Zaubersprüchen gibt, hatte ich ja direkt erwähnt. Doch es warten noch weitere, neue Mechaniken. Beispielsweise wären das die Paradigma – das sind mächtige Zauber, deren Effekte am Ende jeder Runde wirken. Die Karten mit Schlagfertig hingegen verfügen über Effekte, die immer dann ausgelöst werden, sobald Spontanzauber oder Hexereien auf Kreaturen zielen. Die Fähigkeit Infusion wiederum löst unterschiedliche Effekte aus, sobald ihr Lebenspunkte erhaltet. Inkrement wiederum spendiert Kreaturen 1/ 1-Marken, wenn mehr Mana ausgegeben wird als ihre Stärke oder Widerstandskraft.

Fehlt noch Opus. Diese Fähigkeit löst verschiedene Grundeffekte aus, wenn ihr einen Spontanzauber oder eine Hexerei wirkt. Dazu gibt es aber stets auch einen noch mächtigeren Effekt, falls ihr fünf oder mehr Mana ausgegeben habt, um den Zauberspruch zu wirken. Dabei haut Wizards of the Coast diese Mechaniken aber nicht beliebig ins Spiel, sondern ordnet sie jeweils unterschiedlichen Fraktionen von Strixhaven zu – Silberkiel, Prismari, Blütenwelk, Kundhort und Quandrix. Diese entsprechen bestimmten Farben bzw. Farbkombinationen. Prismari steht z. B. für Rot/Blau.

Hier habe ich mir dann auch das auf dem Artikelbild zu sehende Commanderdeck „Prismari-Kunstfertigkeit“ einmal angesehen. Dieses kombiniert sehr mächtige, aber auch kostspielige, Zaubersprüche der Farben Rot/Blau mit allerlei Mitteln und Wegen, um jene vergünstigt oder schneller rauszuhauen. Nennt man im Fachjargon auch gerne Spellslinger-Deck. Die Kreaturen dienen in diesem Deck also weniger dazu, den Gegner direkt anzugreifen, sondern beschleunigen oder verstärken eure mächtigen Zaubersprüche.

Das Deck ist als Startoption eine ganz gute Sache, allerdings sind auch einige Karten enthalten, die sich nicht so recht in die Gesamtstrategie einfügen und durch anderweitige Upgrades ersetzt werden könnten. Beispielsweise wäre „Feen-Genie“ so ein Kandidat. Das ist an sich eine tolle und recht wertvolle Karte, also ein schöner Reprint. Das Ziehen von Karten ist in diesem Deck allein aber nicht so entscheidend. Die vorgefertigten Commander-Decks sind aber im Grunde stets als eine Art solide Basis gedacht, die euch auf Ideen bringen kann und nachträgliche Updates ermöglicht.

Das Highlight von „Geheimnisse von Strixhaven“ ist aber eben das Mystische Archiv. Das legt auch klassische Zaubersprüche wie „Willenskraft“ neu auf. Die Karten gibt es zudem in Sonderauflagen in japanischer Sprache mit speziellem Artwork. Die Krönung sind dann die sogenannten „Silver Scroll Foils“. Diese nutzen sogar eine sehr ansehnliche Prägung. Klar, so treibt Wizards of the Coast natürlich auch wieder den Sammelwahn an. Immerhin sind aber nicht nur viele der Karten aus dem Mystischen Archiv entweder sehr spielstark oder wunderschön gestaltet, sondern auch in jedem Booster zu finden. Das macht die abstrusen Graffiti-Designs von z. B. Ätherdrift doch gleich vergessen.

Mein Fazit

Magic: The Gathering mag durch Crossover mit Final Fantasy, Avatar: Herr der Elemente oder Teenage Mutant Ninja Turtles neue Spieler anlocken, aber ein klassisches Set wie „Geheimnisse von Strixhaven“ ist es, das Veteranen bei Laune hält. Das Mystische Archiv ist eine großartige Idee und die neuen Mechaniken wie die Vorbereitung von Zaubersprüchen bringen zugleich neue Kniffe ins Spiel wie sie auch auf die Vergangenheit anspielen.

Zu haben ist „Geheimnisse von Strixhaven“ in Form von Play-Boostern, Sammler-Boostern, Commander-Decks, Prerelease-Packs, Draft Night, Bundles und Kodex-Bundles. Ich selbst spiele Magic: The Gathering seit Mitte der 1990er-Jahre so on and off und erkenne in diesem Set eben auch mit viel Nostalgie Karten aus meiner Jugend wieder. Insofern lohnt es sich auf jeden Fall, sich diese Erweiterung anzuschauen.

Wichtiger Tipp jedoch: Habt ihr es auf einzelne Karten abgesehen, dann ergibt es in aller Regel mehr Sinn diese gezielt als Singles auf bekannten Plattformen von anderen Spielern zu kaufen oder in einem lokalen Fantasy-Laden zu ertauschen. Der Kauf von Boostern und Co. ist fürs gemeinsame Zocken, z. B. bei Draft-Nights, Sealed-Deck-Turnieren und mehr, gedacht.

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SwitchBot Standventilator: Smarter Windmacher mit Akku-Option kurz angeschaut

SwitchBot, früher eigentlich eher bekannt für ihre kleinen Roboter-Ärmchen zum Drücken von Lichtschaltern, hat mit dem „Standing Circulator Fan“ einen weiteren Kandidaten für das smarte Zuhause im Sortiment. Das Gerät ist ein Hybrid aus klassischem Standventilator und Boden-Zirkulator. Den fand ich ganz spannend für einen kleinen Test, allerdings kam es dann anders als gedacht, aber der Reihe nach.Optisch gibt es hier keine Experimente: weißes Plastik, gold- / bronzefarbenes Gitter, schlichtes Design. Dank modularer Stangen lässt sich das Ding in der Höhe verstellen, taugt also für den Boden oder den Schreibtisch. Der Clou ist der verbaute 3.600 mAh starke Akku. Damit ist man nicht auf eine Steckdose angewiesen, was beim Umstellen im Haus oder auf der Terrasse recht angenehm ist. Geladen wird zeitgemäß über USB-C, was im Zweifel auch den Betrieb an einer Powerbank erlaubt.

Der Ventilator bewegt sich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal (bis zu 90 Grad). Wer das Ganze kombiniert, bekommt eine 3D-Oszillation, die die Luft im Raum ordentlich durchmischt.

  • Lautstärke: Auf den niedrigen Stufen ist er mit rund 24 dB(A) tatsächlich sehr leise und schlafzimmertauglich. Dreht man ihn auf, hört man ihn natürlich, aber das Geräusch bleibt im Rahmen.
  • Akku-Leistung: SwitchBot gibt bis zu 12 Stunden an. Die Realität: Wer beide Achsen drehen lässt und volle Pulle gibt, zieht den Akku natürlich wesentlich flotter leer. Auf kleiner Stufe kommt man aber locker durch die Nacht.
  • Licht: Ein integriertes Nachtlicht ist an Bord. Nettes Feature, wenn man nachts nicht über den Standfuß stolpern will, aber sicher kein Kaufargument für sich.

Die „smarten“ Funktionen

Wie gewohnt spielt SwitchBot seine Stärken in der App aus. Man kann die Geschwindigkeit stufenlos von 1 bis 100 regeln. Wer einen SwitchBot Hub (z. B. Hub 2) besitzt, kann den Ventilator auch in Automationen einbinden („Wenn Temperatur > 25 Grad, dann Stufe 5“).

Matter-Unterstützung gibt es ebenfalls, allerdings nur über den Umweg des Hubs. Dann lässt sich der Fan auch in Apple Home, Google Home oder Alexa einbinden. Die physische Fernbedienung, die im Lieferumfang enthalten ist, wirkt im Vergleich zur App-Steuerung etwas klapprig, tut aber ihren Dienst. Und hier stolperte ich und musste den Support bemühen. SwitchBot hat zurzeit eh Probleme mit seiner App in Deutschland. Die ist aus dem App Store geflogen. Alternativ muss man aktuell zur Ausweich-App OneRobotics greifen, wenn man Neukunde ist.

Jedenfalls will ich auf die Matter-Einbindung klicken… und gelange auf eine Webseite, die sagt, dass der Inhalt nicht gefunden wurde. Also mal den offiziellen Support angeschrieben und mein Problem aller genauestens beschrieben. Was folgte, war eine völlig themenfremde Antwort, die sich auch um Amazon Alexa drehte. Richtiger Schwachsinn, und ich hoffe, dass nicht alle Support-Mitarbeiter dort so arbeiten.

Fast forward bin ich dann darauf gekommen, dass man zwar auf der Webseite von Matter spricht, aber nicht verrät, was genau beachtet werden muss. Denn der Ventilator spricht nur über Bluetooth mit dem SwitchBot-Hub, den man mal erst haben muss. Anbindung an andere Matter-Hubs? Mööp, Fehlanzeige. Und ja, ich habe das Unternehmen schon informiert, dass eine solche Info schon zwingend auf die Seite gehört. Das jedenfalls dazu.

Und sonst? Die Reinigung ist fummelig, da man das Gitter zwar abnehmen kann, aber die Rotorblätter fest verbaut sind, einfaches Abwaschen ist also nicht. Zudem ist der Preis mit rund 100 Euro eine Ansage für einen Ventilator dieser Größe. Mitbewerber bieten hier oft ähnliche Leistung für weniger Geld an.

Fazit: Ein solider Ventilator für Leute, die bereits im SwitchBot-Universum unterwegs sind und Wert auf Akkubetrieb und USB-C legen. Er macht, was er soll, ist leise und lässt sich gut automatisieren. Wer einfach nur Wind braucht, kriegt das bei der Konkurrenz günstiger. Wer das Ökosystem schätzt, macht wenig falsch.

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Saros 20 Sonic mit einziehbarem Laserturm ausprobiert: Das überarbeitete Wischsystem weiß zu gefallen

Roborock hat mit dem Saros 20 auf der diesjährigen CES ein Nachfolge-Modell für die Saros-Reihe und damit ein neues Flaggschiff-Modell aus dem Hause Roborock präsentiert. Mit seinen Ausstattungsdetails ist der Saros 20 (hier unser Testbericht) eher ein Nachfolgemodell des Saros 10R. Ich konnte im vergangenen Jahr den Saros 10 ausprobieren. In dessen Fußstapfen soll nun der Roborock Saros 20 Sonic treten, der als Nachzügler kürzlich vorgestellt wurde und seitdem hier seinen Dienst verrichtet. Beim Wischen setzt der Saros 20 Sonic auf ein vibrierendes Wischtuch. Zudem unterscheidet man sich weiterhin durch den einziehbaren Laserturm vom Geschwistermodell.

Der Saros 20 Sonic bietet eine Saugleistung von 36.000 Pa. Zum Wischen setzt man auf ein vibrierendes Wischtuch. Mit VibraRise 5.0 läutet man hier die neue Generation ein, die mit 4.000 Vibrationen pro Minute und einem erhöhten Abwärtsdruck von 14 N arbeitet und laut Roborock auch hartnäckige Verschmutzungen beseitigen soll. Mopp und Seitenbürste sind einziehbar. Auch wurde der Mopp-Vibrationsbereich für Ecken vergrößert.

Bei der Navigation setzt Roborock auf ein Lasersystem. Wie beim Vorgängermodell mit einziehbarem LDS-Turm. Dies schlägt sich in einer Bauhöhe von 7,95 Zentimetern nieder, womit er auch unter niedrige Möbel passen soll. Die Erkennung von Hindernissen an der Front erfolgt durch strukturiertes Licht und eine RGB-Kamera, auch seitlich setzt man strukturiertes Licht zum Ausweichen ein. Neu mit von der Partie ist, wie beim Saros 20, AdaptiLift Chassis 3.0. Hierdurch soll es möglich sein, auch Hindernisse mit bis zu 8,8 Zentimetern – bei Doppelschwellen mit jeweils etwa 4 Zentimetern – zu überwinden.

Im Gepäck kommt der Saug- und Wischroboter mit einer Docking-Station. Das RoboDock setzt auf automatische Selbstreinigung und Heißwasser-Moppwäsche (mit 100 Grad Celsius heißem Wasser) und bietet eine automatische Dosierung für eine Reinigungslösung. Nach dem Reinigungsvorgang wird der Staubbeutel selbst entleert und Mopps werden bei 55 Grad Celsius getrocknet.

Das wären die Daten auf dem Papier. Die Veränderungen zum Vorgängermodell fallen eher kleiner aus, entsprechend fokussiere ich mich bei meinen Erfahrungen hier auch vorrangig auf Verbesserungen. Durch die verbesserte Hinderniserkennung erhoffe ich mir einen besseren Umgang mit meinen Schwingstühlen im Esszimmer. Die waren auf lange Sicht dann doch teilweise der Endgegner vom Saros 10. Weitere Challenges, wie Haustiere oder Teppiche haben wir im Hause Frank keine. Die Räumlichkeiten sind entweder mit Fliesen oder Parkett versehen. Lediglich die langen Haare der besseren Hälfte stellen so manches Saugroboter-Modell auf die Probe. Zudem hoffte ich hier, auch in Sachen Umwicklungen, auf einfacheres Saubermachen durch den Wegfall der kleinen, rotierenden Seitenbürste.

Die Oberseite des Roboters sieht schick aus, zieht aber etwas viel Staub an. Von den Touch-Bedienflächen ist manwieder weggekommen, das ist schon eine gute Entscheidung. Der Saros 20 Sonic kommt mit einer eleganten Docking-Station. Die Frisch- und Schmutzwasserbehälter sind ordentlich verkleidet und machen einen aufgeräumten Eindruck. Zu schätzen weiß ich nach dem einen oder anderen Saug- und Wischrobotertest die geringe Höhe dieser – denn die passen direkt unter den Wasserhahn im Bad.

Das Türchen für den Staubbeutel ist beim diesjährigen Modell etwas anders gelöst und hält magnetisch. Da störte mich etwa beim Saros Z70 eine Blende, die man komplett abnehmen musste. Die Oberfläche hält man jetzt matt und damit weniger spiegelnd sowie anfällig für Staub oder Fingerabdrücke. (Der Klavierlack beim Vorgänger war da nicht ganz so mein Fall). Alles in allem eine – Wortspiel beabsichtigt – saubere Lösung. Weiterhin nicht zur Optik passt das graue Kabel beim schwarzen, mir vorliegenden, Modell.

Die Einrichtung des Saugroboters geht wie üblich flott vonstatten. Account einloggen, QR-Code scannen, WLAN verbinden, los kann es gehen. Nach einer schnellen Runde der Kartierung – welche dank Laser wirklich schnell und zielführend abläuft, kann es dann mit den ersten Reinigungen losgehen. Im Zuge der Kartierung werden inzwischen auch einige Möbelstücke erkannt, wenngleich die Raumnamen da, trotz hiesig typischer Bestückung mit Möbeln, nicht passen. Da muss man dann nochmals händisch ran – also alles unverändert.

Der Saros 20 Sonic navigiert präzise und systematisch durch meine Räumlichkeiten. Ich habe auch weiterhin das Gefühl, dass die Laser-Lösung zielführender navigiert (als etwa beim Saros Z70). Hindernisse werden sinnvoll und vorsichtig umfahren. Auf Wunsch macht er auch mit der verbauten Kamera Fotos der Hindernisse, die dann an der entsprechenden Stelle der Karte angezeigt werden. Ansonsten gibt es nur Symbole anhand der (sehr guten) KI-Erkennung. Auch Kabel, Stühle oder gar meine Waage werden dort vermerkt. Probleme mit rumfliegenden Kabeln hatte ich bis dato keine, da war der Saros 10 aber ja dank VertiBeam auch schon recht gut. Der Saros 20 Sonic fährt den Laserturm auch wirklich nur dann ein, wenn es sein muss. Wie sensibel er dabei sein soll, kann man in der App festlegen. Damit passt er haargenau dank einer geringeren Bauhöhe von unter 8 Zentimetern unter mehr Möbelstücke. Damit ist er der perfekte Kandidat, für alle die eine flache Bauweise mit einer gewohnt guten Laser-Navigation kombiniert haben wollen.

Ansonsten: Schwellen werden ebenfalls in der Karte verzeichnet. Da kann man dann (aus Sicherheitsgründen) auch festlegen, ob diese Stelle überwunden werden soll. Hier hatte er bei mir fälschlicherweise einen Bereich im Bad markiert, kann man aber auch jederzeit löschen. An den Schwellen-Stellen greift der Roboter auf seine neuen Kletterarme zurück. Das Chassis bei der Saros-20-Serie ist anhebbar und der Reinigungshelfer kann sich bei Bedarf aufbocken, um Schwellen mehrerer Zentimeter zu überwinden. Hier war er aber bei von mir künstlich erstellten Hindernissen doch oftmals zaghaft, diese zu überwinden und so versuchte er oftmals eher tänzelnd vor der Engstelle, ob sich eine Alternativroute auftut. Wenn er sich dann aber mal aufbockt, dann kann er Schwellen mit drei bis vier Zentimeter tatsächlich überwinden. Bisher hat er sich – anders als der Saros 10 – nicht auf den Füßen meiner Schwingstühle festgefahren, die erhoffte Verbesserung ist hier also eingetreten. Allerdings eher aufgrund von einer geänderten Hindernisumfahrung. Absichtlich zwischen die Stuhlbeine hineinmanövriert konnte er sich nicht eigenständig befreien – zugegebenermaßen teils auch aufgrund der Enge der Stuhlbeine ein Ding der Unmöglichkeit. In der App können übrigens verschiedenste Einstellungen zur Reinigung vorgenommen werden:

Im Praxistest muss sich ein solcher Reinigungshelfer vor allem bei der Putzleistung unter Beweis stellen. Der Saros 20 Sonic kann wahlweise Saugen, Wischen oder beides gleichzeitig. Beim reinen Saugen legt er seinen Wischmopp im Dock ab, das ist auch möglich, etwa um Teppiche zu reinigen. Ich könnte im alltäglichen Gebrauch nicht die (Mehr-) Saugleistung unterschiedlicher Modelle der letzten Jahre unterscheiden. Ob das nun 22.000 Pa (Saros 10) oder 36.000 Pa (Saros 20 Sonic) sind – geschenkt. Die Saugleistung der Roborock-Flaggschiff-Modelle kann überzeugen und mit der ausfahrbaren Seitenbürste sind auch Randbereiche von Staub und Haaren befreit. Mit den Duo-Divide-Bürsten habe ich auch mit langen Haaren nur noch wenige Probleme mit Verwicklungen. Das macht das manuelle Säubern des Roboters erheblich einfacher. Netter Nebeneffekt des regelmäßigen Saugens und Wischens, den ich hier mal allgemein und nicht modellspezifisch anbringen möchte: Ich muss kaum noch irgendwelche Möbel abstauben.

 Am meisten getan hat sich für meinen Geschmack bei der Wischfunktion. Im vergangenen Jahr war ich da etwas unglücklich über das Wischtuch und den kleinen Seitenmopp zur Kantenreinigung, der spazieren getragen wurde. Letzterer war auch nicht unbedingt so toll in der (manuellen) Reinigung. Was beim Vorgänger nicht ging: Den Wasserfluss stufenlos über die App einstellen. Da hat man hier nun nicht nur vier Stufen, sondern man kann hier viel feiner steuern. Auch lässt sich die Schrubbintensität unabhängig vom Wasserfluss einstellen. Der erhöhte Wischdruck lässt zumindest bei alltäglichen Verschmutzungen keine Wünsche offen. Streifen werden beim Wischen keine sichtbaren hinterlassen. Weder auf Parkett, noch auf den Fliesen. Aber besonders gelungen ist das neue Kantenwischsystem. Hierbei wird die Wischeinheit einfach zur Seite ausgefahren. Und zwar wirklich bis zur Sockelleiste. Da gibt es absolut keinen ungereinigten Bereich.

Das neue Kantenwischsystem

Trotz Reinigungssystem muss man hin und wieder selbst Hand anlegen und den Roboter sowie dessen Dock reinigen: Die Bodenplatte vom Dock muss hin und wieder von Staub und (je nach Wasser) auch Kalk befreit werden. Während sich die Wassertanks aufgrund ihrer Bauweise leichter reinigen lassen, fällt die Reinigung der Bodenplatte aufgrund diverser Selbstreinigungsfunktionen nicht ganz so einfach aus – sie ist auch nicht herausnehmbar, wie bei vielen anderen Modellen mit den rotierenden Wischmopps.

Unterm Strich? Der Roborock Saros 20 Sonic ist aufgrund seines einziehbaren Laser-Turms ein Modell, welches eine flache Bauweise mit einer hervorragenden Navigation vereint. Auch ansonsten lässt solch ein Modell aus der Flaggschiff-Klasse wohl kaum Wünsche offen. Eine Revolution darf man hier aber keineswegs erwarten. Man merkt aber, dass die Entwicklungen im Bereich Saug- und Wischroboter langsamer vorangehen und man nun eher auf konsequente Weiterentwicklungen mit kleineren Verbesserungen als neuen Top-Features setzt. Roborock hat für mich in diesem Segment weiterhin die Nase vorne, was die App und die Einstellungsmöglichkeiten angeht. Dank Matter-Unterstützung lässt sich der Saugroboter auch von anderen Smart-Home-Ökosystemen aus ansteuern oder automatisieren.

Während ich im Vorjahr vor allem das Wischen sowie das Kantenwischsystem monierte, bin ich in diesem Jahr hiervon wesentlich überzeugter. Das ausfahrbare Mopp-Pad kommt bei der Kantenreinigung besser an die Ränder, als den kleinen rotierenden Mopp des Vorgängermodells, oder auch die ausfahrbaren großen rotierenden Mopps. Das hat man sehr elegant gelöst. Bei seinen neuen Kletterfähigkeiten zeigte sich der Saros 20 Sonic eher zaghaft. Während die Esszimmer-Schwingstühle für den Saros 10 teils Endgegner waren und das Ende einer Reinigung bedeuteten, konnte ich nach zahlreichen Reinigungszyklen mit dem Saros 20 Sonic bis dato keine Probleme in diese Richtung feststellen, wenn auch nicht aufgrund der neuen Kletter-Skills. Ob die Verbesserungen die entsprechenden Aufpreise zu den älteren Modellen aufwiegen? Wohl kaum. Aber wer es nicht eilig zuzugreifen, der kann spätestens bei sinkenden Preisen hier für ein rundes Gesamtpaket beim Saros 20 Sonic zuschlagen. Ansonsten stellt sich natürlich immer die Frage, ob man denn alle (Flaggschiff-) Funktionen braucht, oder ob sich am, mit zahlreichen Modell-Diversifizierungen, überfüllten Markt nicht ein günstigeres Modell findet.

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