Dyson HushJet Purifier Compact im Test

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Luftreiniger stehen dem einen oder anderen sicher schon eine Weile auf der Liste der Geräte, die man sich mal genauer ansehen möchte. Besonders im Winter kann das ein Thema sein, wenn die Fenster geschlossen bleiben und Kochen, Staub und Haustiere ihren Beitrag leisten. Der Frühling bietet mit seinem Pollenflug direkt den nächsten Grund. Dyson hat mit dem HushJet Purifier Compact ein Gerät auf den Markt gebracht, das optisch aus der Reihe tanzt und mit einem ungewöhnlichen technischen Ansatz aufwartet. Ich habe mir das Ganze mal etwas genauer angesehen.

Design und erster Eindruck

Das Erste, was man beim Auspacken merkt, ist, dass das Gerät im Vergleich zu seinen Schwestermodellen tatsächlich kompakt ist. Mit 47 cm Höhe und einem Durchmesser von 23 cm passt es problemlos auf den Schreibtisch oder Nachttisch. Dyson hat sich optisch auch etwas Neues getraut. Statt dem bekannten ringförmigen Luftauslass der Purifier-Reihe setzt der HushJet auf eine sternförmige Düse, die sich vom Rest des Gehäuses abhebt. Der Vergleich mit einem Düsentriebwerk ist nicht nur Marketing-Sprech, sondern tatsächlich Programm.

Das Design fügt sich ansonsten in Dysons typische Formsprache ein. Dunkler Kunststoff, klare Linien, ein kleines Display am Gehäuse und der gewohnte Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei, da gibt es nichts zu meckern. Mit 3,15 kg ist das Gerät leicht genug, um es im Raum umzustellen, ohne dass es zum Gewichtheben wird.

Die HushJet-Technologie

Das Herzstück des Geräts ist die titelgebende HushJet-Technologie. Dyson hat sich dabei akustische Prinzipien aus der Luft- und Raumfahrttechnik geliehen. Die sternförmige Düse ist so gestaltet, dass sie Turbulenzen im Luftstrom unterdrückt, ähnlich wie Schalldämpfer an Triebwerken. Das Ergebnis soll ein kraftvoller, aber leiser Luftstrom sein.

Und das funktioniert in der Tat. Im Maximalmodus kommt das Gerät auf lediglich etwas mehr als 40 dB. Das ist etwa die Lautstärke eines leise geführten Gesprächs. Im Sleep-Modus sind es etwas mehr als 20 dB, was im Prinzip fast Stille ist. Wer nachts einen Luftreiniger im Schlafzimmer betreiben möchte, ohne davon wachgehalten zu werden, findet hiermit einen guten Kandidaten.

Dazu kommt, dass die sternförmige Düse den Luftstrom vertikal nach oben ausbläst und dadurch die gereinigte Luft effizient im Raum verteilt, auch in größeren Räumen. Dyson gibt eine Raumabdeckung von bis zu 100 m² an, was für ein derart kompaktes Gerät schon sehr ordentlich ist.

Der HushJet Purifier Compact arbeitet mit zwei Filtern:

  • 360° elektrostatischer Filter: Entfernt 99,97 % der Partikel bis 0,3 Mikrometer, also Allergene, Pollen, Schimmelpilzsporen und Viren. Dyson verspricht eine Lebensdauer von fünf Jahren, was die Folgekosten überschaubar hält.
  • 360° Aktivkohlefilter: Zuständig für Gerüche von Haustieren, Kochen, Zigarettenrauch und Co. und schädliche Gase wie NO2.

Das gesamte Gerät ist vollständig versiegelt. Was reinkommt, kommt nicht wieder raus. Das ist ein Punkt, den Dyson gegenüber günstigeren Wettbewerbern immer wieder betont. Technisch nachvollziehen konnte ich das nicht, dazu fehlt mir das Test-Equipment.

Der integrierte Sensor erkennt automatisch PM2,5-Partikel und reagiert entsprechend. Im Auto-Modus arbeitet das Gerät also nur dann auf höchster Stufe, wenn es auch wirklich nötig ist. Das spart Energie und verlängert die Filterlebensdauer.

Alltag und App-Anbindung

Die Bedienung ist unkompliziert. Ein kleines Display am Gerät zeigt die aktuelle Luftqualität in Echtzeit an. Das ist farbkodiert von Grün (gut) bis Violett (schwerwiegend). Wer das Gerät aus der Ferne steuern möchte, nutzt die MyDyson-App. Dort lassen sich Lüftungsstufen anpassen, Timer einstellen, historische Luftqualitätsdaten abrufen und Filterstandsmeldungen im Auge behalten. Auch Amazon Alexa, Google Assistant und Siri werden unterstützt. Die Kopplung erfolgt erst über Bluetooth. Nachdem man das Gerät ins WLAN gehängt hat, findet man es im Netzwerk.

Die Dyson-App ist solide. Sie ist übersichtlich aufgebaut, lädt zügig und liefert sinnvolle Daten. Die personalisierten Monatsberichte zur Luftqualität sind ein nettes Extra aber kein Must-have.

Während des Tests konnten wir feststellen, dass der HushJet seine Arbeit wohl ziemlich gut macht. Vor allem die Gerüche von Essen und Co. verschwanden relativ zügig aus dem Raum, ohne das Fenster zu öffnen. Generell haben wir im Haus und in unserer Gegend jedoch mit relativ wenig schlechter Luft zu kämpfen.

Was fehlt, was stört

Der HushJet Purifier Compact ist ein reiner Luftreiniger. Er kühlt nicht, er heizt nicht. Wer ein Kombigerät sucht, etwa mit Ventilationsfunktion für den Sommer, muss zu anderen Modellen aus dem Dyson-Portfolio oder von Konkurrenten greifen. Das ist keine Schwäche des Geräts an sich, aber ein Punkt, den man beim Kauf im Kopf haben sollte. Da der Luftzug nach oben gerichtet ist, spürt man diesen auch nicht.

Ein weiterer Punkt könnte eher die Überwachungsjunkies betreffen. Der Lüfter gibt in den Dateninsights nur Infos über die Luftqualität, PM2.5 und PM10 aus. Weitere Daten zur Partikelbelastung wie man sie etwa von anderen Modellen kennt, gibt es hier nicht.

Fazit

Der Dyson HushJet Purifier Compact ist ein ordentlicher und mobiler Luftreiniger, der sein Kernversprechen (leise, kompakt, leistungsstark) einhält. Der Knackpunkt ist wie so oft bei Dyson der Preis. 399 Euro für einen reinen Luftreiniger ist eine Hausnummer. Da kann man natürlich auch für deutlich weniger Geld einen funktionalen Luftreiniger bekommen. Wer aber Wert auf geringe Lautstärke legt, sich ein gut aussehendes und kompaktes Gerät wünscht und das Dyson-Ökosystem ohnehin schon nutzt, bekommt hier ein ausgereiftes Produkt ohne nennenswerte Schwächen. Für alle anderen lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz, bevor man den Geldbeutel zückt.

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