Forza Horizon 6 im Test: Raserei in Japan

„Forza Horizon 6“ ist da. Das Open-World-Rennspiel steht ab sofort für den PC und die Xbox Series X|S bereit. Für die Sony PlayStation 5 erscheint der Titel aber ebenfalls im weiteren Jahresverlauf. Dieses Mal kurvt ihr mit dem Auto eurer Wahl, über 550 Modelle stehen zur Auswahl, durch eine komprimierte Version von Japan. Dabei geht es nicht nur quer durch Stadt und Land, sondern auch durch unterschiedliche Jahreszeiten. Ich habe mir den neuen Titel der Xbox Game Studios einmal für euch angeschaut.

Entwickelt hat „Forza Horizon 6“ genau genommen wieder Playground Games. Was einmal als Spin-off von „Forza Motorsport“ begonnen hat, überflügelt die Hauptreihe inzwischen im Erfolg deutlich. Das wundert mich nicht wirklich. Seien wir ehrlich, die Zielgruppe eines offenen Rennspiels im Arcade-Stil ist deutlich größer, als die einer Simulation. Zudem haben die Entwickler geschickt Social-Elemente zentral gemacht und immer lebendigere Spielwelten gestaltet. Kann auch das neueste Spiel diese Tradition fortführen?

Mir hat schon der Vorgänger „Forza Horizon 5“ extrem gut gefallen, auch wenn die Weiterentwicklungen gegenüber „Forza Horizon 4“ eher dezent gewesen sind. Auch der neue Teil ist insgesamt eher eine Evolution, die vielfach nach dem Prinzip „Bigger and Better“ operiert. Etwa ist die offene Welt in Japan nochmals deutlich größer als die Szenarien der Vorgänger. Dazu kommen neue Missionstypen, die fast schon an „GTA“ erinnern – etwa das Ausliefern von Essen oder Story-Nebenquests, die ihr für „Freunde“ erfüllt.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)

„Forza Horizon 6“: Darum geht es

Wie in den Vorgängern, so arbeitet ihr euch als Newcomer und Teilnehmer des Horizon Festivals hoch. So könnt ihr vom unbekannten Rennfahrer zum Star auf der Piste aufsteigen. Dabei schaltet ihr neue Kapitel des Festivals frei, indem ihr entsprechende Punkte sammelt. Das erledigt ihr z. B. über Dirt-Rennen, Time-Attacks, Straßen-Wettkämpfe und mehr. Zurückgekehrt sind auch die Blitzer, die ihr mit möglichst hohen Geschwindigkeiten durchfahren müsst, Foto-Aufgaben und versteckte Scheunen mit exklusiven Fahrzeugen. Nach dem Prolog füllt sich die Karte von „Forza Horizon 6“ in Windeseile mit einem Sammelsurium von Symbolen.

Das kann auch etwas überladen wirken, gerade wenn man die Icons am Anfang noch gar nicht klar zuordnen kann. Dafür hilft euch die digitale Assistentin Anna und schlägt z. B. Aktivitäten vor, um möglichst effizient Punkte zu sammeln. Zusätzlich ergattert ihr mit jedem einzelnen Auto spezifische Erfahrungspunkte durch Aktionen. Die gibt es für so gut wie alles, was ihr macht: haarscharf anderen Fahrern ausweichen, Objekte in der Landschaft ummähen oder besonders lange driften. Als Belohnung erhaltet ihr ab einem gewissen Punktestand fahrzeugspezifische Boni. Obacht jedoch: Eure Punktesträhne kann jederzeit durch eine Kollision unterbrochen werden.

Die unterschiedlichen Autos könnt ihr zudem auch noch optisch sowie in Bezug auf Motor und Co. tunen. Das geht dann schon sehr in die Tiefe. Glücklicherweise könnt ihr das je nach Schwierigkeitsgrad und gewählten Assistenzeinstellungen aber auch links liegen lassen. Selbiges gilt auch für den Ausbau eures Anwesens. Im Spielverlauf erhaltet ihr recht früh nach Abschluss einiger Nebenmissionen Zugriff auf ein eigenes Grundstück. Das könnt ihr, gegen erspielte In-Game-Währung, mit allerlei Tand ausbauen. Mich selbst hat das allerdings so gar nicht gereizt. Wer jedoch Spaß daran hat, ein virtuelles Zuhause haarklein auszustatten und zu optimieren, wird hier seine Freude haben.

Nicht nur das ist neu, auch ist mir aufgefallen, dass ihr dieses Mal tatsächlich öfter eure Spielfigur außerhalb des Fahrzeugs zu sehen bekommt. Etwa gibt es deutlich öfter Story-Cutscenes, in denen der von euch in einem Editor erstellte Hauptcharakter mit seinen Freunden interagiert. Echte erzählerische Tiefe solltet ihr zwar dennoch nicht suchen, tatsächlich kommt dadurch aber etwas mehr Charme in das Drumherum. Manchmal plappern die anderen Charaktere aber auch etwas zu ausgiebig – etwa wenn sie bei einem Scheunenfund marketingwirksam mit vielen „Wow!“-Ausbrüchen die Historie eines Autos runterrasseln.

Hervorragende Technik

„Forza Horizon 6“ bietet am PC neben modernen Schmankerln wie DLSS-Upscaling auch Frame-Generation. Die ist aber gar nicht unbedingt nötig, denn ohne Ray-Tracing konnte ich das Game auf meinem Rechner auf extremen Einstellungen sogar ohne DLSS mit 60 fps und nativer 4K-Auflösung zocken. Will ich auf Nummer sicher gehen und kleine Ruckler in seltenen Szenarien komplett vermeiden, reicht DLSS Quality. Ray-Tracing lohnt sich vor allem bei Fahrten durch Tokio. Denn die Metropole mit ihren vielen spiegelnden Fensterfronten sieht tatsächlich ohne Ray-Tracing etwas kahl aus.

In der weiteren Spielumgebung ergibt sich auch ohne die State-of-the-Art-Beleuchtung ein fantastisches Bild. Da fliegen Kirschblüten durch den Wind, Vögel steigen am Horizont auf, stimmungsvoller Nebel rankt sich in der Ferne um Berge und mehr. Auch die Schäden an den Autos, welche nach einem turbulenten Rennen gerne auf der Karosserie prangen, wirken noch glaubwürdiger als bei den Vorgängern. Das liegt sicher auch daran, dass „Forza Horizon 6“ die vorherige Konsolengeneration im Gegensatz zum Vorgänger hinter sich gelassen hat.

In „Forza Horizon 6“ wirken sich für mein Empfinden Wind und Wetter viel deutlicher auf das Fahrverhalten aus. Bei Regen schlittert man nicht nur selbst eher um die Kurven, auch bei Rivalen ist das zu beobachten. Allerdings reihen sich die KI-Fahrer immer noch zu sauber hintereinander auf. Überraschende Karambolagen oder Fahrmanöver sind extrem selten zu beobachten. Im Übrigen habt ihr die Wahl, ob ihr quasi ohne menschliche Gegner (Horizon Solo) durch Japan hastet oder Duelle mit der Community sucht (Horizon Life).

Während meiner Vorab-Testphase waren jene Aspekte natürlich noch eingeschränkt. Aus diesem Grund konnte ich z. B. auch noch an keinen Car-Meetings teilnehmen. Das sind Punkte in der Spielwelt, in denen ihr und andere Gamer ihre Fahrzeug-Designs für alle zur Schau stellen können. Diese Funktion ist von realen Autotreffen inspiriert. Dafür bin ich in „Forza Horizon 6“ des Öfteren auf die neuen Aftermarket-Cars gestoßen. Das sind quasi „Gebrauchtwagen“, auf die ihr in der Spielwelt stoßen könnt. Da lohnt sich eigentlich immer ein Blick.

Im Übrigen weiß auch die Soundkulisse zu gefallen. Ihr könnt zwischen verschiedenen Radiosendern wechseln (oder ohne Musikuntermalung fahren) und die sehr lebendige Abmischung in Dolby Atmos sucht im Gaming-Bereich ihresgleichen. Da bekommt jedes Audiosystem etwas zu tun. Das Motorengeräusch empfand ich persönlich allerdings als etwas zu laut, sodass es Radio und Kommentare meiner digitalen Freunde fast unverständlich gemacht hat. Glücklicherweise kann man das im Menü separat herunterregeln.

„Forza Horizon 6“ macht jede Menge Spaß

Im Gesamtbild liegt mit „Forza Horizon 6“ das wohl ausgereifteste Spiel der gesamten Reihe vor. Das Einzige, was mich bei längeren Sessions gestört hat, ist immer noch eine gewisse Monotonie. Weniger wäre manchmal mehr gewesen, denn von den vielen, sich teilweise am Ende des Tages ähnlich anfühlenden Renntypen, hätte man einige zusammenführen können. Dafür gibt es auch neue Impulse, wie etwa durch den Nebenjob als Essenslieferant. Jede Fahrt bringt da eigene Einschränkungen mit. Mal sollt ihr z. B. eine bestimmte Geschwindigkeit nicht unterschreiten, ein anderes Mal dürft ihr keinen Schaden nehmen oder sollt ganz im Gegenteil auf dem Weg zum Kunden möglichst viel Chaos stiften.

Dabei gibt es in „Forza Horizon 6“ immer eine gewisse Leichtigkeit. Man merkt dem Open-World-Racer an, dass die Entwickler Spaß an ihrer Arbeit hatten. Somit ist der Titel genau das Richtige für ein oder zwei Stunden Zocken am Abend, um runterzukommen. Die idyllische Spielwelt, der filigran durch Assistenzen und Fahrverhalten der Gegner anpassbare Schwierigkeitsgrad und die riesige Auswahl an Autos und Belohnungen tun ihr Übriges, um lange bei Laune zu halten.

Einzig, wer eine erhebliche Weiterentwicklung der Serie erwartet, wird vielleicht auf hohem Niveau enttäuscht sein. „Forza Horizon 6“ ist eine konsequente Evolution des Vorgängers im von Fans lange gewünschten Japan-Setting. Es gibt zwar dezente Gameplay-Optimierungen und Erweiterungen, aber im Kern ist das Feeling nur in Nuancen verändert worden. Das Ergebnis ist ein großartiges Open-World-Rennspiel mit hohem Umfang, das sich beim nächsten Mal aber ruhig noch etwas mehr trauen darf.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Anthbot Genie 800 im Test

Ich hatte in den letzten Jahren schon einige Mähroboter im Garten, Mammotion und Konsorten inklusive. Was sich in dieser Kategorie in den vergangenen drei Jahren getan hat, ist aber wirklich bemerkenswert. Kein Begrenzungsdraht, kein stundenlanges Verlegen im Dreck, stattdessen RTK-GPS, LiDAR, KI-Kameras und App-Mapping. Anthbot ist eine der neueren Marken in diesem Segment, doch das Unternehmen hat offenbar echte Substanz. Mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der Sensorentwicklung und Algorithmen, die bereits in über sechs Millionen Saugrobotern stecken. Seit Kurzem ist Anthbot auch in Deutschland direkt vertreten und hat einen Standort in Neuss eröffnet.

Der Genie 800 ist das mittlere Modell der Genie-Serie, die auch als 600E, 1000 und 3000 erhältlich ist. Die Zahl steht grob für die empfohlene Rasenfläche in Quadratmetern, wobei der Hersteller beim 800er theoretisch sogar bis zu 1.500 m² als Maximalleistung angibt. Das Testgerät ist jedenfalls für mittelgroße Gärten gedacht.

Auspacken und erster Eindruck

Anthbot nutzt offenbar eine Universalverpackung für die ganze Genie-Serie, der Modellname findet sich nur auf einem kleinen Aufkleber. Wer also mehrere Modelle kauft, sollte genau hinschauen.

Der Roboter selbst macht den in diesem Segment üblichen funktionalen Eindruck. Grau-schwarzes Gehäuse, sauber verarbeitet, gleichmäßige Spaltmaße, kein Knarzen, kein Klappern. Mit 12,5 kg ist er für seine Klasse angenehm leicht. Die vier KI-Kameras (zwei vorne, eine links, eine rechts) sind gut ins Gehäuse integriert. Die RTK-Antenne ist erfreulich kompakt, gerade im Vergleich zu den teils klobigen Konstruktionen älterer Mitbewerber. Die Ladestation ist zweckmäßig und aus leichtem Kunststoff, was bei dieser Geräteklasse leider Standard ist.

Im Lieferumfang steckt alles Notwendige: Roboter, Ladestation, RTK-Antenne mit Montagestab, Stromkabel, Verlängerungskabel, Erdschrauben und ein Satz Ersatzklingen samt Schraubenzieher.

Aufbau und Inbetriebnahme

Beim Aufbau kann man auf die üblen Arbeiten verzichten. Kein Drahtbügeln, kein Graben, kein Profi-Installateur. Ladestation aufstellen, RTK-Antenne daneben in den Boden, Strom dran, App starten. Die Antenne bezieht ihren Strom direkt über die Ladestation, ein separates Netzteil entfällt. Wer eine bessere Sicht zum Himmel braucht, kann ein optionales Wandmontage-Set kaufen. Das ist ein Extra und nicht im Standard dabei, was ich schade finde, aber in der Praxis hat die Standardaufstellung bei mir problemlos funktioniert.

Die App führt gut durch die Einrichtung. Bluetooth-Kopplung, WLAN-Einrichtung, fertig. Beim Mapping stehen zwei Wege bereit: automatisch oder manuell per Joystick in der App. Die automatische Kartierung ist praktisch, aber nur für wirklich abgeschlossene und sauber abgegrenzte Gärten nützlich. Bei einem etwas verwinkelt geschnittenen Garten mit einem freien Fall über die Bachmauer, nutzt man lieber die manuelle Option. Ich bin mit dem Roboter spazieren gegangen und habe Grenzen und Zonen so gezogen, wie ich es wollte. Komplexere Grundstücke erfordern dann eher 20 bis 30 Minuten statt der vom Hersteller versprochenen zehn. Das ist aber immer noch ein Bruchteil dessen, was ein klassisches Kabelmodell abverlangt.

Ein kleiner Kritikpunkt beim Setup. Der Genie 800 unterstützt nur das 2,4-GHz-WLAN-Band, kein 5-GHz. Im Garten mag das wegen der Reichweite sinnvoll sein, aber zeitgemäß ist es im Jahr 2026 nicht mehr. Firmware-Updates klappen über 4G zudem nicht zuverlässig, die WLAN-Verbindung ist dafür zwingend. Und wer mehrere WLAN-Router im Haus hat, sollte wissen, dass das Gerät kein WLAN-Roaming beherrscht.

Navigation und Hinderniserkennung

Das ist das Herzstück des Genie 800, und hier liefert Anthbot wirklich ab. Die Kombination aus Full-Band-RTK-GPS und vier KI-Kameras funktioniert in der Praxis beeindruckend gut, WENN die Satellitenverbindung gut ist. Der Satellitenempfang war während meines Tests oft stabil, auch in schattigeren Gartenbereichen ohne direkte Himmelssicht. Und wenn das GPS-Signal tatsächlich einmal schwächelt, und das passierte leider oft, übernehmen die Kameras nicht immer nahtlos. Dann fährt er oft komische Runden, ohne jegliche Logik und findet sich nicht mehr zurück.

Die Hinderniserkennung überzeugt. Gartenmöbel, Bälle, Spielzeug, Haustiere, alles wird zuverlässig erkannt und umfahren. Laut Hersteller ist das System auf über 1.000 verschiedene Objekte trainiert. Sehr flache Gegenstände wie ein Gartenschlauch auf dem Boden können gelegentlich durchrutschen, und ein Tischtennisball ist definitiv zu klein. Aber das ist bei der gesamten Geräteklasse so, da bildet der Genie 800 keine Ausnahme.

Mähleistung

Der Mähteller hat 20 cm Breite und fünf Klingen, die Schnitthöhe lässt sich in der App zwischen 30 und 70 mm einstellen. Der Roboter fährt systematische Parallelbahnen und keine chaotischen Zufallspfade. Das Ergebnis sieht schon beim ersten Einsatz relativ gut aus. Gleichmäßig, sauber und mit hübschen Mähstreifen. Wer möchte, kann die Mährichtung festlegen und zwischen horizontalen und vertikalen Bahnen wählen. Gut ist auch der Kantenschnitt. Dank der guten Einstellungsmöglichkeiten für den Überfahrweg an Kanten bleibt kaum ein Rand stehen.

Mit Steigungen bis 45 Prozent kommt der Roboter auch mit anspruchsvolleren Gärten klar. Der Geräuschpegel liegt bei rund 58 dB. Das ist kaum störend.

Die App

Die Anthbot-App ist funktional und ausreichend. Multi-Zonen-Management für bis zu 20 Zonen, Zeitpläne je Zone, No-Go-Bereiche, Schnitthöhe und Mährichtung. Das alles erledigt dort und relativ einfach. Die deutsche Übersetzung ist ordentlich, was nicht immer selbstverständlich ist. MOVA hatte da seine Probleme mit. Nützlich ist auch, dass man die Grenzen nachträglich anpassen kann, ohne alles neu kartieren zu müssen.

Als Kritikpunkt kann man anmerken, dass das optische Design der App nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Wer die Apps von Mammotion, Ecovacs oder Segway Navimow kennt, wird hier einen Rückstand merken. Auch die Darstellung des aktuellen Mähfortschritts lädt nach dem App-Öffnen oft verzögert nach. Das ist keine Katastrophe, aber es stört den Workflow. Anthbot bringt regelmäßig Updates, und das Unternehmen ist bei Nutzerfeedback grundsätzlich ansprechbar. Doch wie üblich, sollte man sich nicht darauf verlassen. Vor allem, wenn man vor einer Kaufentscheidung steht.

Das Fazit

Wer einen mittelgroßen Garten, keine Lust auf Begrenzungsdraht hat und ein präzises Mähbild will, bekommt mit dem Anthbot Genie 800 einen potenten Kandidaten. Die Navigation funktioniert in der Regel zuverlässig, das Schnittbild ist sehr gut, die Kantenpräzision ebenfalls und die Einrichtung ist zügig erledigt. Schwächen gibt es bei der App-Optik, der WLAN-Konnektivität (nur 2,4 GHz) und vereinzelt bei der Erkennung sehr flacher Gegenstände. Der Preis liegt je nach Händler rund um 850 bis 900 Euro, was für den gebotenen Funktionsumfang fair ist.

Bestseller Nr. 1

Bestseller Nr. 2

Bestseller Nr. 3

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Invincible VS im Test: Rotzig, blutig – und knüppelhart

Die Animationsserie „Invincible“ ist für mich eine der besten Animationsserien überhaupt. So hat mich das Format bei Amazon Prime Video derart vom Hocker gerissen, dass ich mir die komplette Comicreihe von Robert Kirkman gekauft habe. Jetzt hat Skybound bzw. dessen Entwicklerstudio Quarter Up mit „Invincible VS“ ein neues 3v3-Kampfspiel veröffentlicht. Da konnte ich nicht widerstehen und habe für euch hereingeschaut.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich diesen Titel irrtümlicherweise erst innerlich aussortiert hatte, da ich „Invincible VS“ für ein Free-to-Play-Game hielt. Es handelt sich hier aber um einen (Quasi-)Vollpreistitel, der für PC und Konsolen zum Preis von 49,99 Euro zu haben ist. Ich selbst habe dabei die PC-Version ausprobiert. Übrigens bietet diese erstaunlich wenige Konfigurationsmöglichkeiten. Ihr könnt nur einige, wenige Optionen in Stufen von niedrig bis hoch regeln, habt aber kaum filigrane Möglichkeiten. Reicht allerdings für so ein Kampfspiel aus, zumal die Systemvoraussetzungen verhältnismäßig moderat ausfallen.

Wichtig zu wissen: Das Spiel verfügt über einen Story-Modus und viele, aber nicht alle, der englischen Originalsprecher vertonen erneut die Charaktere. Beispielsweise hört man erneut J.K. Simmons als Omni-Man, Gillian Jacobs als Atom Eve oder Michael Dorn als Battle Beast, aber Mark Grayson, Cecil oder Allen der Außerirdische werden von abweichenden Sprechern vertont. Zumindest hat man sich aber bemüht, die Ersatzmänner so auszuwählen, dass sie nahe ans Original kommen. Etwa ahmt Aleks Le in als Mark Grayson die Originalstimme aus der Serie, Steven Yeun, extrem gut nach. Eine deutsche Synchronisation fehlt hingegen – es gibt aber deutsche Texte und Untertitel.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)


Invincible VS - (PlayStation 5 ) (Amazon Exclusive Box Art)


Invincible VS – (PlayStation 5 ) (Amazon Exclusive Box Art)

  • Invincible VS ist ein brutales 3-gegen-3-Superheldenkampfspiel im Invincible-Universum, in dem du mit…
  • Diese Amazon Exclusive Standard Edition von Invincible VS bietet eine exklusive Spiel-Cover-Variante und…
  • Außerdem erhältst du eine gedruckte Controller-Guide-Karte, damit du direkt in Invincible VS einsteigen…

Blut und Spiele

„Invincible VS“ bietet euch dabei mehrere Spielmodi an. Etwa gibt es für Singleplayer sowohl einen Story-Modus, der im Aufbau an Titel wie „Mortal Kombat 1“ oder „Injustice 2“ erinnert. Zwischen Cutscenes, welche die Geschichte vorantreiben, steigt ihr also in Schlüsselszenen bzw. -Kämpfe ein. Die Zwischensequenzen sind hier zum einen saucool inszeniert und nutzen einen Animationsstil, der an eine Mischung aus der Serie und Titeln wie „Spider-Man: Across the Spider-Verse“ erinnert. Fühlt sich wirklich an, wie fehlendes Fragment der Prime-Video-Serie.

Bedauerlicherweise ist der Story-Modus von „Invincible“ aber auch in 1 bis 2 Stunden schon wieder durchgezockt, je nachdem, wie geschickt ihr euch bei den Kämpfen anstellt. Fighting-Games sind nicht für ellenlange Kampagnen bekannt, aber das ist dann doch eher enttäuschend. Somit bleibt Singleplayern nach diesem kurzen Vergnügen nur der Arcade-Modus. Klassischerweise könnt ihr natürlich auch aus mehreren Schwierigkeitsgraden wählen.

Da sei erwähnt: Selbst der mittlere Modus „Normal“ ist wirklich knüppelhart. Ich selbst bin bei Fighting-Games nur Gelegenheitsspieler, habe aber auch Zeit mit „Street Fighter 6“ oder dem bereits erwähnten „Mortal Kombat 1“ verbracht. Beide Spiele wirken wie ein Kindergarten, wenn man sie mit „Invincible VS“ vergleicht. Die Lernkurve ist dabei durchaus steil. So müsst ihr vor allem einen Kombobalken im Blick behalten, der sich füllt, je mehr Angriffe ihr beim Gegner landet. Intuitiv wäre, dass ihr diesen Balken füllen müsstet, um eventuell eine besonders fulminante Attacke vom Stapel zu lassen. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall.

Füllt ihr euren Kombobalken komplett, endet eure Kombo nämlich. Da kann es also sinnvoll sein andere Wege zu gehen – z. B. in diesem Tag-Fighter eine seiner zwei weiteren Figuren einzuwechseln. Diese könnt ihr im Übrigen auch für Assist-Moves einsetzen, sollte euer Gegner euch in die Ecke drängen. Charaktere, die gerade in „Invincible VS“ auf der Ersatzbank sitzen, regenerieren langsam Energie, sodass hier einiges an Taktieren angesagt ist. Gleichzeitig erhält der andere Spieler immer eine Chance, eine Kombo zu unterbrechen, wenn der andere Spieler einen Ersatzmann einwechselt. So ergibt sich ein durchdachtes Wechselspiel.

Auch Counter spielen natürlich eine Rolle, sodass simples Button-Mashing in „Invincible VS“ absolut hoffnungslos ist. Assists können euch auch aus Kombos rausholen, wenn ihr in der Defensive seid – kosten allerdings einen Teil einer Energiereserve sowie Gesundheit. Beides lädt sich nur langsam wieder auf, sodass ihr schauen müsst, was ihr wann und wie einsetzt. Am Ende ist das vor allem in Multiplayer-Partien extrem wichtig und wenn beide Spieler auf einem Level sind, ergibt sich fast schon ein psychologisches Spiel, bei dem derjenige siegt, der die Ruhe bewahrt und präzises Timing einsetzt.

„Invincible VS“ – Manchmal ein Geduldsspiel

Allerdings ist „Invincible VS“ auch manchmal weniger ein psychologisches und mehr ein Geduldsspiel. So ist es auch für unterlegene Spieler möglich, Partien hoffnungslos in die Länge zu ziehen, indem sie sich immer wieder aus Kombos durch Team-Assists befreien. Siegen werden sie mit dieser Taktik nicht, können aber das Unvermeidliche so herauszögern, dass erfahrene Gamer ins Gähnen geraten können, weil ein Match viel länger dauert als notwendig. Deswegen ergibt es übrigens für euch Sinn, unbedingt das Tutorial bis zum Ende zu zocken. Das führt grundlegend in alle Mechaniken ein.

18 Charaktere bietet euch „Invincible VS“ an. Mit dabei sind neben obligatorischen Charakteren wie Mark, Omni-Man und Allen auch andere wie Conquest, Dupli-Kate oder Powerplex. Jede Figur spielt sich anders, sodass es anfangs Sinn ergibt, erst einmal ein bis maximal zwei Favoriten zu meistern. Das ist komplex genug. Der generelle Flow ist aufgrund der Kombo- und Konter-Mechaniken langsamer als bei vielen anderen Kampfspielen und „zufällig“ durch Button-Mashing einen Sieg einfahren, das ist hier nahezu unmöglich. Wer also auf taktische Kampfspiele steht und die Präsentation im Stil der Serie schätzt, wird viel Spaß an dem Game haben.

Ein echter Kritikpunkt allerdings: Direkt zum Launch bieten die Entwickler hoffnungslos überteuerte Skins mit Preisen von bis zu 9,99 Euro an. Zudem sollen weitere Charaktere, natürlich ebenfalls als kostenpflichtige DLCs, noch folgen. Diese Salami-Taktik ist nicht mein Fall. Immerhin könnt ihr euch die Einzelkäufe sparen, wenn ihr zur Digital Deluxe Edition greift.

Mein Fazit

„Invincible VS“ ist für Fans der Comics bzw. der Serie ein gelungenes Kampfspiel, welches das zynische, blutige Flair der Vorlage gut widerspiegelt. Bedauerlicherweise ist der Story-Modus allerdings extrem kurz und der hohe Schwierigkeitsgrad wird Gelegenheitsspieler die Kinnlade herunterklappen lassen. Wer sich hier nicht genau in das Kombo- und Konter-System einfuchst, wird selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad kein Land sehen – und gegen menschliche Gegner schon gar nicht.

Wer darauf Bock hat, bekommt ein gutes Fighting-Game, das weit von Lizenzschrott entfernt ist. Ihr solltet allerdings primär auf die Multiplayer-Modi Bock haben, denn für Singleplayer gibt es wirklich wenig zu holen.


Invincible VS Collector's Edition - (Playstation 5) (Amazon Exclusive)


Invincible VS Collector’s Edition – (Playstation 5) (Amazon Exclusive)

  • Premium-Collector’s Edition, Amazon Exclusive und in limitierter Auflage, entwickelt für Fans von…
  • Enthält ein Steelbook mit dem vollständigen Basisspiel, alles in einer hochwertigen Sammlerbox…
  • Diese Edition umfasst außerdem einen Mini-Nachdruck des Comics Invincible #1 und vier hochwertige…

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Insta360 Quick Reader angeschaut

Ich habe in den letzten Tagen den Insta360 Quick Reader ausprobiert. Das ist ein kleines Gadget, das verspricht, den Datentransfer zwischen Action-Cam, Smartphone und PC deutlich zu vereinfachen. Gerade für Leute, die viel unterwegs sind und schnell große Videodateien sichern wollen, klingt das erstmal sinnvoll. Aber wie schlägt sich das Teil im Alltag?

Das Schöne am Insta360 Quick Reader ist, dass er dank des USB-C-Anschlusses sofort einsatzbereit ist. Kein Gefummel mit Adaptern oder zusätzlicher Software. Einfach anstecken, und schon wird der Speicher erkannt. Die Insta360-App auf dem Smartphone meldet sich direkt und bestätigt, dass der Quick Reader erkannt wurde. Mehr muss man nicht tun. Das macht den Workflow wirklich angenehm unkompliziert.

Im Vergleich zu einer klassischen microSD-Karte, für die man immer erst einen passenden Kartenleser braucht, ist das eine Erleichterung. Quick Reader in die Kamera, Fotos oder Videos aufnehmen, rausziehen und direkt ans Smartphone oder den Rechner anschließen, fertig.

Mit satten 512 GB Speicherplatz kann der Quick Reader auch als externe Speichererweiterung für das Smartphone dienen. Vor allem, wenn der interne Speicher knapp wird. Ihr könnt auch direkt auf den externen Speicher aufnehmen. Das ist gerade dann nützlich, wenn man Videos aufnimmt, die ohnehin zu einem separaten Projekt gehören und die später weiterverarbeitet werden sollen.

Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Durch die Bauform passt der Quick Reader nicht mit jeder Handyhülle. Mein Pixel 10A und das iPhone 17 Pro Max musste ich zum Beispiel erst aus der Hülle pellen, damit der USB-C-Stecker überhaupt ins Gerät passt. Hier hätte Insta360 etwas mehr Feingefühl beim Design zeigen können.

Ihr wollt natürlich wissen, wie schnell der Quick Reader wirklich ist. Laut Hersteller sind bis zu 420 MB/s drin. Im Test lag die Geschwindigkeit tatsächlich deutlich über klassischen microSD-Karten, aber weit unter aktuellen externen SSDs. Witzigerweise zeigt der BlackMagic Test hier falsche Werte beim Schreiben an. Mit einem anderen Tool bin ich bei knapp 380 MB/s rausgekommen. Zum Vergleich: Eine portable SSD schafft in der Regel um die 2.000 MB/s lesend und 1.800 MB/s schreibend. Das ist natürlich eine andere Liga.

Die Zugriffszeiten des Quick Reader sind okay, aber nicht rekordverdächtig. Für große Video-Backups reicht das aber aus. Im Alltag gab es beim Sichern von 4K- und 8K-Videos keine Probleme. Wer allerdings regelmäßig riesige Datenmengen verschiebt, ist mit einer schnellen SSD besser bedient.

Fazit

Der Insta360 Quick Reader ist eine ordentliche Lösung für alle, die viel mit Action-Cams oder 360-Grad-Kameras unterwegs sind. Die einfache Handhabung, die breite Kompatibilität und der große Speicher machen ihn zu einem Helfer im Alltag. Besonders gefällt mir das kompakte Design, auch wenn es mit manchen Handyhüllen Probleme gibt.

Die Geschwindigkeit reicht für die meisten Anwendungen aus, liegt aber eben zwischen microSD und SSD. Wer Wert auf unkomplizierten Workflow und viel Speicher legt, macht mit dem Quick Reader wenig falsch. Das Teil kostet 157 Euro, was für Größe und Speicher angemessen ist.

Bestseller Nr. 2


Insta360 X5 Quick Reader

Insta360 X5 Quick Reader

Nutzt USB-3.0 für schnellere Übertragungen großer Dateien.; Integrierter USB-C-Ladeanschluss zum Laden…

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Edifier M90 ausprobiert: So klingen die Lautsprecher

Edifier haut ab und mal Lautsprecher auf den Markt, wie kürzlich den M90. Nachdem die kleineren M60 bei vielen schon gut angekommen waren, steht nun der größere Bruder auf meinem Schreibtisch: die Edifier M90. Das Versprechen? Kompakte Maße, aber genug Wumms, um nicht nur vom PC, sondern auch vom Fernseher (und mehr) zu beschallen. Ich habe mir die Kisten mal genauer angeschaut (und angehört).

Das Erste, was auffällt: Die Dinger sind schwer. Für ihre knapp 21 cm Höhe bringen sie ordentlich Masse mit, was in der Audiowelt meistens ein gutes Zeichen für die Gehäusequalität ist. Sie wirken schlicht, fast schon unauffällig, wahlweise in Schwarz oder Weiß.

Ein kleiner Kritikpunkt direkt vorab, der mich im Alltag etwas nervt: Die Regler sitzen hinten. Das ist optisch schick, in manchen Situationen vielleicht ungeil. Beispielsweise, wenn man nicht über den PC regelt oder die Fernbedienung nicht gerade zur Hand hat. Die arbeitet übrigens mit 2,4 GHz und benötigt keinen Sichtkontakt.

Warum sollte man sich die M90 holen und nicht irgendein anderes Set? Ganz klar: wegen der Anschlüsse. Edifier hat hier HDMI eARC verbaut. Das sieht man bei kompakten Regallautsprechern in dieser Preisklasse selten. Ihr könnt die Boxen einfach per HDMI an den Fernseher hängen. Die Boxen gehen mit dem TV an und aus, und die Lautstärke regelt ihr mit der ganz normalen TV-Fernbedienung. Dazu gibt’s USB-C für den Laptop, Optisch, AUX und Bluetooth 6.0 inklusive LDAC-Support für die Android-Fraktion.

Kommen wir zum Wichtigsten. Wie klingen die Teile? Hach. Alle Ohren hören anders. Ich war erst einmal null geflasht. Ich habe gute Kopfhörer – und haltet mich bitte nicht für bescheuert: Ich liebe die Speaker am Studio Display von Apple. Ausgewogen, raumfüllend und irgendwie immer gleich gut klingend, sodass ich nie einen Equalizer behelligen musste.

Die Edifier M90 klangen in den ersten Minuten absolut unrund dagegen. Also wirklich so, dass ich dachte: Sind die so schlecht – oder das Studio Display so gut? Konkret fehlten mir da meine gewohnten Höhen. Edifier bietet eine App mit Equalizer, da habt ihr Presets aber auch die Möglichkeit, eigene Einstellungen vorzunehmen. Ich bin da auf dem Mac mittlerweile Fan von FineTune. Eine echte Sound-Wollmilchsau mit den notwendigen Optionen für mich. Nachdem ich also wie ein Wilder echt lange die Lautsprecher auf meine Ohren justiert hatte, wurde es logischerweise besser. Ich beziehe mich hörtechnisch auf meine Settings, nicht auf die voreingestellten.

  • Mitten und Höhen: Stimmen sind glasklar. Wer Podcasts hört oder viel YouTube schaut, wird das mögen.
  • Der Bass: Für 4-Zoll-Treiber kommt da ordentlich Druck raus. Wer richtigen Tiefbass für das Heimkino will, wird um einen zusätzlichen Subwoofer nicht herumkommen, ein Anschluss ist an den Boxen dran. Der integrierte Bass wird irgendwann in den entsprechenden Frequenzbereichen aber nervig unschön, den würde ich nicht zu weit hochdrehen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Drei Dinge solltet ihr wissen:

  1. Gedenksekunde: Die Boxen brauchen beim Einschalten etwa 10 Sekunden, bis der DSP hochgefahren ist.
  2. Auto-Wake-Up: Per HDMI und Bluetooth wachen die Boxen brav auf, wenn ein Signal kommt. Wer sie aber per USB-C muss sie oft manuell per Fernbedienung wecken. Zumindest war dies bei mir der Fall, wenn ich den Mac aus dem Schlaf holte.
  3. Auto-Off: Standardmäßig schalten sie sich nach 15 Minuten ab. Das kann man in der App deaktivieren.

Die Edifier M90 sind vielleicht ein gelungenes Set für Leute, die ein System für alles wollen. Tagsüber am Rechner arbeiten und zocken, abends den Monitor zur Seite schieben und den Fernseher beschallen. Kommt natürlich immer drauf an, wie es bei euch daheim ausschaut, logisch.

Ein Fazit? Ich habe echt Schwierigkeiten, das für 300 Euro zu empfehlen. Klar, in Sachen der Konnektivität bekommt man viel geboten, (LDAC, HDMI eARC, App-EQ) – und auch der Sound stimmt „irgendwie“. Wer die sich in einen kleinen bis mittleren Raum stellt, kommt vielleicht gut klar. Da mag das passen. Als PC-Lautsprecher waren sie mir irgendwie zu… meh. Out of the box, fand ich den Klang nicht so gut.

Da musste ich schon echt zu lange fuckeln, um was Gescheites zu bekommen. Und letzten Endes war mir das alles zu unausgewogen, da ich echt von Song zu Song so klangliche Unterschiede hatte, die mich irgendwie störten.

VNV Nation war klanglich out of the box echt nicht schön anzuhören, andere Dinger wiederum schön. Und ich habe keinen Nerv, meinen Sound auf EQ-Basis zu regeln. Ist irgendwie eine typische „Depeche-Mode-Box“. Die klangen alle Sahne.

Ich schrieb das schon einige Male im Rahmen von Tests: Ich habe ein Teufel Motiv 2 im Haus. Das arbeitet als PC-Lautsprecher seit 2009 – 2 Boxen und 1 Sub. Unschlagbar. War damals preislich ähnlich. Wäre weiterhin meine Wahl, würde ich an meinem Schreibtisch auf ein Soundsystem setzen – bekommt man aber leider nur noch bei eBay oder Kleinanzeigen in der alten Form, dafür aber spottbillig (klar, da ist dann kein Bluetooth oder eARC dabei).

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies