#StartupsToWatch – 7 spannende Startups aus Köln, die derzeit abheben

#StartupsToWatch

In der Domstadt Köln gibt es auch in der zuletzt schwierigen Investmentlage Startups, die große Investments einsammeln. Zu den spannenden Startups, Scaleups und Grownups aus Köln, die auf dem Sprung nach ganz oben sind, gehören epilot, mogenius und DeepSkill.

7 spannende Startups aus Köln, die derzeit abheben

Mittwoch, 24. Juli 2024VonTeam

In Köln lässt es sich gut leben, feiern und vor allem gründen. Trotz Krisenstimmung in der deutschen Startup-Szene konnten in den vergangenen Wochen und Monaten auch wieder einige spannende Kölner Startups, Scaleups und Grownups durch millionenschwere Investmentrunden oder umfangreiche Seed-Investitionen auf sich aufmerksam machen. Hier einige spannende Kölner Startups, Scaleups und Grownups, die auf dem Sprung nach ganz oben sind.

epilot


Das Kölner Startup epilot, 2017 von Michel Nicolai, Szilard Toth und Rolf Benken gegründet, hilft Energieversorgern und Netzbetreibern bei der Vermarktung ihrer Produkte. Expedition Growth Capital investierte zuletzt 10 Millionen Euro in das Unternehmen. In den vergangenen Jahren sammelte das Team bereits rund 7 Millionen ein. Zu den Anteilseignern des Unternehmen gehören insbesondere die Essener Beteiligungsfirma ATV Energie und das Energieversorgungsunternehmen badenova. Mehr über epilot

Vytal


Das Kölner GreenTech Vytal, 2019 von Tim Breker und Sven Witthöft gegründet, setzt auf eine “software-basierte Lösung für Mehrwegverpackungen”. Zielgruppe waren zunächst  Take-away- und Delivery-Dienste. Inzwischen setzt das Team verstärkt auf “Flughäfen, Einkaufs- und Stadtzentren, Messen, Festivals und andere Veranstaltungs- und Unterhaltungsorte”. Emerald Technology Ventures, Ventis sowie Altinvestoren wie Grazia Equity, Kiko Ventures und Rubio investierten zuletzt 6 Millionen Euro in Vytal. Mehr über Vytal

mogenius


Das Kölner Startup mogenius, 2021 von Behrang Alavi, Benedikt Iltisberger, Herbert Möckel, Jan Lekspy und Gerrit Schumann gegründet, verspricht seinen Nutzer:innen ein “einfaches Setup und Management” der eigene Cloud-Infrastruktur. Conceptum, seed speed Ventures und Smart Infrastructure Ventures investierten zuletzt 2,5 Millionen in das Unternehmen. STS Ventures, Smart Infrastructure Ventures, Inovexus Ventures und mehrere Business Angels investierten zuvor bereits eine siebenstellige Summe in mogenius. Mehr über mogenius

DeepSkill


Das Kölner EdTech-Unternehmen DeepSkill, 2020 von Miriam Mertens und Peter Goeke gegründet, kümmert sich um “emotionale Skills und ganzheitliche Personalentwicklung”. Angel-Investorinnen aus dem encourageventures-Netzwerk, Ex-Lufthansa-CHRO Bettina Volkens sowie die Altinvestoren High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Kienbaum investierten zuletzt 1,5 Millionen Euro in DeepSkill. Mehr über DeepSkill

Jupus


Das Kölner LegalTech Jupus, von René Fergen, Tarek Stolz und Ralf Riesen gegründet. möchte “als juristisches KI-Sekretariat” die Mandatsaufnahme bei Rechtsanwälten automatisieren – “vom ersten Kontakt bis zur vollständigen Akte, ohne dabei die persönliche Betreuung durch den Rechtsanwalt zu ersetzen”. High Tech Gründerfonds (HTGF), Combination VC, Business Angels und Altinvestoren wie Foodpanda-Gründer Felix Plog investierten zuletzt 1,3 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Jupus

Hellgrün


Beim Kölner FinTech Hellgrün, von Lucas Josten, Wenzel Gerstner und Roman Steigertahl gegründet, dreht sich alles um Investments in Solarenergie. “Wir kümmern uns um alles: von der Objektsuche, über die Planung und Installation mit erfahrenen Fachbetrieben bis hin zur Vermarktung des Stroms und Betrieb der Anlage”, teilt das Team mit. Angel Investoren wie Joan Dyckhoff-Schlieker, Hans-Peter Villis, Florian Meyer-Delpho, Philipp Waldstein, Moritz Waldstein und Tobias Schütt investieren zuletzt in die Jungfirma. Mehr über Hellgrün

W1NNAS


W1NNAS aus Köln, 2022 von Pablo Klüppelberg und Ben Decker gegründet, setzt auf Sports-Nutrition. “Our performance pouches are designed for the champions of today and tomorrow, providing powerful support with zero nicotine or tobacco”, teilt das Team mit. Business Angels wie Willy Umland, Thomas Sailer, Lucas Teuchner, Arndt Wippert, Johannes Meyer, Christian Zott, Florian Hoffmann und Stefan Bauer investierten zuletzt in W1NNAS. Mehr über W1NNAS

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Shutterstock

#Interview – “Brenne für deine Idee. So bleibst du am Ball, auch wenn es schwierig wird”

Das junge Kölner EdTech-Unternehmen DeepSkill, das 2020 von Miriam Mertens und Peter Goeke gegründet wurde, kümmert sich um “emotionale Skills und ganzheitliche Personalentwicklung”. Das Team möchte Mitarbeiter:innen “durch personalisierte Lernprogramme mit passgenau gematchten Coaches” unterstützen. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Kienbaum und Angel-Investor:innen wie Anna Kaiser investierten bereits in die Jungfirma.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht das DeepSkill-Team unter anderem über Verunsicherungen, Multitasking und Diversität.

Wie würdest Du Deiner Großmutter DeepSkill erklären?


Goeke: Fachliche Fähigkeiten sind wichtig, reichen aber heute und in Zukunft alleine nicht mehr aus. Bei Themen wie digitale Transformation, Wettkampf um Talente, Wertewandel reicht es nicht mehr, nur neue Prozesse und neue Tools einzuführen. Man muss auch die Menschen mitnehmen – und das geht über emotionale Fähigkeiten. Dafür bieten wir eine digitale Lernplattform an, die E-Learning und digitales Coaching perfekt verzahnt. Durch den Mix an Methoden, Formaten und Inhalten können alle Mitarbeitenden erreicht werden.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Mertens: Wir haben 2020 gegründet, zum Start der Corona-Krise. Teamaufbau und Teambuilding mussten am Anfang rein digital und remote vollzogen werden. Und natürlich war in Zeiten der Verunsicherung auch die Mitarbeiter-Rekrutierung eine Herausforderung. Hier merken wir aber, dass gerade die sinnstiftende Mission von DeepSkill, die Arbeitswelt menschlicher zu machen, viele Talente anzieht.

Goeke: Für mich haben sich zusätzlich noch private Hürden ergeben durch meinen Umzug mit meiner Familie inmitten der Pandemie 2020 von Hamburg zurück nach Bonn. Meine Frau und ich mussten eine Wohnung und einen Kitaplatz finden. Und ich habe parallel auch noch gegründet. Da war sehr viel Multitasking und Organisationstalent gefragt.

Wo steht DeepSkill derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?


Mertens: Uns gibt es seit April 2020 und wir wachsen stetig. Unser Team besteht aktuell aus 16 Mitarbeitenden und wir planen für dieses Jahr auch weitere Stellen im Tech-, Content- und Sales-Team zu besetzen. Wir konnten bereits über 3500 Teilnehmenden mithilfe unserer maßgeschneiderten Programme zu verstärkten emotionalen Fähigkeiten verhelfen.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Goeke: Brenne für deine Idee. So bleibst du am Ball, auch wenn es mal schwierig wird. Und kannst andere viel besser und authentischer begeistern.

Miriam: Setze auf Diversität im Team, so generiert ihr die besten Ideen und baut euch ein Netzwerk auf. Dafür ist die Teilnahme an Accelerator-Programmen sehr hilfreich. Uns hat der Digitalhub und das Xdeck sehr geholfen.

Wo steht DeepSkill in einem Jahr?


Mertens: In einem Jahr möchten wir vor allem unsere digitale Plattform und die gesamte Tech weiterentwickelt haben. Wir arbeiten aktuell mit Hochdruck daran, den Algorithmus für unseren Programmkonfigurator zu optimieren, unsere Plattform weiterzuentwickeln, und unsere Content-Datenbank auszubauen.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?


Goeke: Köln liegt in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik und somit liegen viele kluge Ideen auch im Westen Deutschlands. Generell also ein sehr starker Standort mit einem großen Gründer:innen-Netzwerk. Es gibt tolle Accelerator-Programme und Venture Capital Firmen. Da hat der Standort Köln in den letzten Jahren stark aufgeholt. In Köln im spezifischen trifft man zudem auf eine Mentalität, in der einem mit rheinischer Offenheit und Herzlichkeit entgegengekommen wird. Da gründet es sich direkt leichter.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?


Mertens: Köln steht für uns vor allem für Zusammenhalt in der Startup-Szene. Das haben wir besonders bei unserer Teilnahme an den Accelerator-Programmen des Xdeck oder des Digitalhubs gemerkt. Die Nähe zu weiteren Großstädten verstärkt das Netzwerkpotenzial zusätzlich.

Goeke: Mein erstes Venture, eine MarTech-Plattform für Influencer, habe ich in Hamburg gegründet. Dort steht eine wirklich ausgezeichnete Infrastruktur für Gründer:innen zur Verfügung. Eine einfachere Vernetzung zwischen Wirtschaft, Gründer:innen und Investor:innen erfahre ich aber in Köln. Mir hilft einfach die rheinische fröhliche Art der Menschen hier, um in Kontakt zu kommen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Goeke: Erstens: Noch mehr Sichtbarkeit im nationalen, aber auch internationalen Kontext. Zweitens: Mit Capnamic, dem Tech Vision Fonds, oder auch dem HTGF gibt es schon einige tolle Wagniskapitalgeber in und um Köln herum. Gern noch mehr davon. Drittens: Noch mehr mutige Rheinländer.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Talento Today

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