iPhone 16 Pro und iPhone 16 im Test: Die Qual der Wahl

Seit kurz vor dem Marktstart begleiten mich zwei neue iPhones, einmal das iPhone 16 Pro und einmal das normale iPhone 16. In diesem Beitrag geht es einmal kurz um meine Erfahrungen mit dem iPhone 16 Pro im Vergleich mit dem iPhone 16. Den Beitrag möchte ich bewusst kurz halten. Was technisch in den neuen Geräten steckt und wie sie sich von ihren Vorgängern unterscheiden, das verrieten wir bereits in mehreren Beiträgen. Ansonsten gibt es hier die flotte Übersicht der Modelle.

Unspannend, aber sicherlich wichtig: Apple hat sich keine Blöße gegeben und verarbeitet beide Modelle gewohnt wertig. Das iPhone 16 Pro gibt es auch in einem Titanrahmen, das ist vielleicht etwas für Leute, die ihr iPhone nicht unbedingt in eine Hülle stecken wollen. Der Rahmen wirkte in den letzten Wochen robust und kratzfest. Im Gegensatz zum Titanrahmen des iPhone 16 Pro verwendet das iPhone 16 einen Rahmen aus Aluminium. Aluminium ist zwar nicht so robust wie Titan, aber dennoch ein hochwertiges Material, das in der Smartphone-Herstellung weit verbreitet ist.

Das iPhone 16 ähnelt im Design dem iPhone 16 Pro, einschließlich der Verwendung von Glas für die Vorder- und Rückseite. Allerdings bietet das iPhone 16 die meiner Meinung nach bessere Farbauswahl. Kleiner Ausreißer in den Bereich der Hüllen: Apple bietet nun auch Beats-Hüllen an, warum auch immer. Gut verarbeitet, fest und sicher wirkend – allerdings gefühlt auch rutschiger als das Silikon-Case. Bei den Hüllen sicherlich nicht überraschend: Apple-Preise. Da werden sicherlich viele zu Alternativen greifen, wobei auch relativ „kleine“ Player mittlerweile ordentlich zuschlagen.

Wenn wir bei der äußeren Verarbeitung sind, müssen wir auch über die neue Kamerasteuerung sprechen. Die habe ich schon separat mit den Neuerungen der Kamera in einem Beitrag vorgestellt und „getestet“. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche (kapazitive) Schaltfläche an den iPhones, über die man die Kamera und deren Funktionen steuern kann. Das Ganze ist kein simpler Knopf, sondern eher eine Art Trackpad, wie man es auch aus den MacBooks kennt. Vielleicht nicht ganz etwas für Aus-der-Hüfte-Fotografierer, eher eine Pro-Funktion, die es tatsächlich in beiden Geräten gibt. Funktioniert wirklich gut und wird auch sicherlich etwas für die Profis sein – oder Menschen, die sich beim Machen von Fotos Zeit lassen (können).

Ich bin da nun schon einige Wochen mit unterwegs gewesen und für mich hat das noch Touchbar-Vibes. Ich erwische mich weiterhin, dass ich die Kamera wie bisher bediene. Das ist weiterhin möglich. Egal wie ich es drehe und wende, die Funktionen über die Taste wollen weder in mein Muskelgedächtnis, noch „mag“ ich es derzeit wirklich. Ich kann nicht sagen, ob sich das zukünftig ändert, Stand jetzt hätte ich persönlich wohl drauf verzichten können. Ich kann mir aber vorstellen, dass Fotografen das mögen, es ist recht viel machbar, nicht nur in Bezug auf Bilder, sondern auch Video. Übrigens, hier einmal der Unterschied der Kameras:

iPhone 16 iPhone 16 Pro
Kamerasystem Fortschrittliches Zwei-Kamera-System (48 MP Fusion und 12 MP Ultraweitwinkel) Pro Kamera-System (48 MP Fusion, 48 MP Ultraweitwinkel und 12 MP Tele)
Fusion 48 MP, ƒ/1.6 Blende 48 MP, ƒ/1.78 Blende
Ultraweitwinkel 12 MP, ƒ/2.2 Blende 48 MP, ƒ/2.2 Blende
Tele 12 MP, ƒ/2.8 Blende
Bildstabilisierung Optische Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung Optische Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung der 2. Generation
Zoom-Optionen 0,5x, 1x, 2x optische Zoom-Optionen 0,5x, 1x, 2x, 5x optische Zoom-Optionen
Blitz True Tone Blitz Adaptiver True Tone Blitz
Photonic Engine Ja Ja
Deep Fusion Ja Ja
Smart HDR Smart HDR 5 für Fotos Smart HDR 5 für Fotos
Porträtmodus Porträts der nächsten Generation mit Fokus- und Tiefen-Kontrolle Porträts der nächsten Generation mit Fokus- und Tiefen-Kontrolle
Porträtlicht Porträtlicht mit sechs Effekten Porträtlicht mit sechs Effekten
Nachtmodus Ja Ja
Nachtmodus Porträts Ja
Fotografische Stile Fotografische Stile der neuesten Generation Fotografische Stile der neuesten Generation
Makrofotos 48 MP Makrofotos
Räumliche Fotos Ja Ja
Antireflex-Beschichtung Antireflex-Objektivbeschichtung (Fusion) Antireflex-Objektivbeschichtung
Apple ProRAW Ja

Zum Display: Das iPhone 16 Pro verfügt über ein 6,3-Zoll-Display, im Vergleich zum 6,1-Zoll-Display des iPhone 15 Pro. Der Größenunterschied ist hauptsächlich auf einen schmaleren Rahmen zurückzuführen, wodurch Apple ein größeres Display einbauen konnte, ohne die Gesamtgröße des Telefons wesentlich zu verändern. An der Helligkeit hat man nicht geschraubt, allerdings gibts eine neue Minimalhelligkeit von 1 Nit. Sowohl iPhone 16 Pro als auch iPhone 16 kommen mit Apples „Super Retina XDR Dis­play“, einem OLED, daher, gleiche Helligkeits-Eckdaten und auch der Kontrast passt, allerdings gibt es dennoch Unterschiede.

Das iPhone 16 kommt ohne Always-On-Display daher. Das Pro hat zudem einen 120-Hz-Bildschirm, beim iPhone 16 sind es 60 Hz. So ein Bildschirm mit Standard-Bildwiederholfrequenz wirkt Ende 2024 natürlich schon komisch, da gibt es schon mehr. Merkt man das? Sicher, allerdings nur im direkten Vergleich. Das menschliche Auge ist extremst flexibel, wenn ich an meinen älteren Testgeräten arbeite, merke ich das natürlich.

iPhone 16

Wer ein Mehr nicht kennt, der macht nichts falsch mit dem Display (gerade, wenn man früher ein anderes Non-Pro hatte). Dennoch: Hätte schon mehr sein dürfen. In meinem täglichen Leben unterwegs (und auf kurzen Trips) hat das nun nicht so den großen Unterschied gemacht.

Zur Leistung: Unter der Haube sieht es im direkten Vergleich besser aus. Der diesjährige Chipsatz des iPhone 16 zählt zur gleichen Serie wie jener der Pro-Modelle. Und da wird es unspannend für Anwender, die vielleicht noch mit iPhone-Modellen der Generation 14 oder 15 unterwegs sind. Der A18-Chipsatz und etwas zusätzlicher RAM bewältigen alle alltägliche Aufgaben sowie Spiele problemlos. Das Mehr an Hardware ist natürlich drin, weil Apple sicherlich sein Apple Intelligence in alle Märkte bringen will – und man weiterhin schaut, dass Nutzer ihre iPhones vielleicht 4, 5 Jahre oder länger nutzen. Deshalb wirklich mein vorgezogenes Fazit: Wer von den direkten Vorgängern kommt, kann echt noch warten! Alle anderen sollten abwägen, ob sie die Pro-Funktionen wirklich brauchen. Klar, wenn Geld kein Thema ist, dann ist man immer der Meinung, dass es das Pro sein muss, andernfalls würde ich persönlich prima mit dem iPhone 16 auskommen.

Was beide können:

„Fotografische Stile der neu­esten Gene­ra­tion“. Generell gibts die Stile schon seit ein paar Jahren, die neuen sind anders, die auch nachträglich geändert werden können. Ein echtes Schmankerl beim Fotografieren. Funktioniert standardmäßig, wenn HEIF aktiviert bleibt. Der grundlegende Prozess bleibt beim iPhone 16 im Wesentlichen derselbe wie beim iPhone 15, jedoch ist das Tone Mapping nun einer der letzten Schritte.

Wenn ein Nutzer ein Foto in einem bestimmten Stil aufnimmt, wird dieses so gespeichert, aber das iPhone kann einen kleinen Datenblock zur Bilddatei hinzufügen, der es ermöglicht, den Stil rückgängig zu machen und das Bild auf den Standardzustand zurückzusetzen. Dadurch kann der Nutzer Stile jederzeit anpassen oder sogar vollständig ändern. Ihr habt vorgefertigte Stile, die ihr beim Fotografieren nutzen könnt – oder in der Nachbearbeitung.

Das sind also nicht nur Filter, sondern man verschiebt Farben und Intensitäten. Funktioniert aber nur so in der Apple’schen Kamera. Und falls ihr die Stile umändert, dann bleibt eure Änderung für später erhalten, kann aber oben neben der Anzeige mit den Werten über den Rückgängig-Button wieder in den Ursprungszustand gesetzt werden (siehe mittiger Screenshot in diesem Part des Textes). Echt tippi toppi, eine Sache, die Spaß macht, wenn man Freude daran hat, seine Fotos derart anzupassen.

Zum iPhone 16:

Viel Power, welche nicht zum Pro-Modell schielen lässt. Gutes Display, allerdings mit 60 Hz. Die Kameraergebnisse sind nicht überraschend sehr gut, allerdings fehlt das eigene Tele im Vergleich. Im Vergleich zum iPhone 16 Pro ist das iPhone 16 übrigens leichter (170 zu 199 Gramm). Im normalen Knipser-Alltag habe ich keine anderen Ergebnisse als mit dem Pro erzielen können.

Das iPhone 15 bietet eine ausgezeichnete Sprachqualität. Die Audioqualität ist durchweg positiv, und auch mein Gesprächspartner äußerte sich lobend über das Mikrofon. Die neue Sprachisolierung sorgt zudem für klare Telefonate, selbst bei lauten Umgebungsgeräuschen.

Die Fotos der Kamera sind ausgezeichnet und erreichen fast die Qualität des Topmodells. Unterschiede zeigen sich hauptsächlich bei schwachem Licht. Die Bilder sind farblich nah am Original, scharf und weisen viele Details auf.

Akkutechnisch ein starkes iPhone, wenn auch etwas unter dem Pro-Modell liegend. Ich könnte euch jetzt etwas von x Stunden bei Laborwerten erzählen, aber das wäre Quark. Schaue ich lediglich Videos, hält es natürlich wesentlich länger als bei der Nutzung von Games. Und wer, so wie ich, in sozialen Medien unterwegs ist, hier und da recherchiert, oft refresht, der kann froh sein, wenn er über den Tag kommt. Alles andere ist einfach gelogen. Wer nicht nur dauernd am Handy hängt, der kommt aber sehr gut über den Tag, locker sogar – und dies länger als mit dem Vorgänger. Wollt ihr laden, dann müsst ihr rund 2 Stunden für die Vollbetankung rechnen. Unterm Strich für mich: Eines der besseren Basismodelle. Allerdings sind sie das unter der Haube vermutlich nur, weil Apple mehr Power für sein Apple Intelligence benötigt. Dennoch: Wer nun von seinem Altgerät aktualisiert, wird jahrelange Freude haben. Das reguläre iPhone 16 startet bei 949 Euro.

Ach und hier, das könnt ihr nun auch machen:

Jugendfreie Hüft-Fotos aus dem iPhone 16:

Zum iPhone 16 Pro:

Beim Pro sehe ich wirklich die Möglichkeiten für Menschen, die das Ganze professioneller angehen können oder wollen. Gerade, wenn diese dann auch zu Dateiformaten wie ProRES, Log-Video, ProRAW oder Farben im Academy Color Encoding System greifen wollen, geht kein Weg um das Pro. Die Lautsprecher klingen Apple-typisch wirklich gut, ebenso soll das MIkrofon sehr gut sein, wie mir attestiert wurde.

Die typische Helligkeit des Displays liegt bei 1.000 nits, die Spitzenhelligkeit bei 1.600 nits (HDR) und im Freien schafft das Display bis zu 2.000 nits.

Damit hat man auch bei Sonneneinstrahlung keine Lesbarkeitsprobleme. Auch sonst macht das Panel einen sehr guten Eindruck mit natürlichen Farben und einer hervorragenden Blickwinkelstabilität.

Zoomer fahren mit diesem Modell besser, denn optischer Zoom wird mit 0,5x, 1x, 2x und 5x geboten, den 5x-Zoom bietet das iPhone 16 nicht. Bekommt man gute Fotos hin?

Auf jeden Fall. Bekommt man schlechte hin? Aber sicher das. Ich war neulich in den Niederlanden, Indoor-Kirmes, grundsätzlich dunkel, außer eben künstliche Beleuchtung der Fahrgeschäfte, da kann es bei schnellen Bewegungen vor der Kamera beim Aus-der-Hüfte-schießen auch mal verwaschen werden. Da wird dann keiner wissen, ob du mit dem 14 Pro oder dem 16 Pro unterwegs warst. Fans von Ultraweitwinkwel werden bei schwachem Licht auch nicht immer die besten Ergebnisse hinzaubern können, dies am Rande erwähnt.

Als neuer iPhone-Nutzer darf man sich da von den grundsätzlichen Möglichkeiten nicht blenden lassen. Einer, der wirklich gar kein Auge und keine Geduld hat, der wird auch aus der besten Kamera nichts holen – auf der anderen Seite lässt mich ein Fotograf alt aussehen, der mit einer Kartoffel fotografiert, während ich ein iPhone 16 Pro nutzen. So ist das manchmal im Leben.

Wie jedes Jahr gilt: Mit diesem Gerät erhaltet ihr Hardwareressourcen, die für viele Jahre ausreichen werden. Wer keinen stark fordernden Videoschnitt betreibt, wird das Smartphone wahrscheinlich nie an seine Grenzen bringen.

In Kombination mit Apples Strategie, iOS-Updates über vier Jahre oder länger bereitzustellen, ist dieses Gerät eine langfristige Investition. Leistungstechnisch ist man besser aufgestellt, das 16er hat den A18 mit 6-Core-CPU und 5-Core-GPU, während das Pro den A18 Pro mit 6-Core-CPU und 6-Core-GPU verbaut hat.

Im Bereich des Akkus liegt man über dem Vorjahresmodell und logischerweise auch über dem iPhone 16. Wer mehr spielt, wird deutlich weniger Laufzeit erzielen als jemand mit gemischter Nutzung wie ich (Social Media, Surfen, Messaging, Video, Kamera). Ist der Akku mal leer, kann über USB-C oder drahtlos geladen werden.

Ihr könnt auch mit eurem iPhone ein anderes iPhone, einen Androiden oder USB-C-Zubehör laden. Hier ist anzumerken, dass das Pro auch USB-3 unterstützt, was bei der Übertragung großer Videomenge für kürzere Wartezeiten sorgt. Weitere Vorteile des Pro: hier gibt es das fünffache Teleobjektiv, professionelle Videoformate, die neueste 4K-Zeitlupenfunktion und eine ausgefeiltere Mikrofonausstattung. Ebenso ist es halt ein bisschen größer, ohne zu groß zu wirken. Muss man sich durchrechnen, das Pro kostet 249 Euro weniger in der Grundausstattung als das iPhone 16. Das sind bei 3 Jahren Nutzung fast 23 Cent Aufpreis pro Tag 😉

Ein abschließendes Fazit?

Zumindest für mich wäre es dieses Mal die Qual der Wahl. Klar, neuer ist imer besser und Pro eben Pro. Aber ein Pro macht mich nicht zwingend zum Pro. Apple macht es clever und bietet jedem etwas an. Dem Pro, aber auch dem angehenden Pro – und Einsteiger sind auf Jahre eh fein raus. Im Test haben mir beide iPhone-Modelle wirklich gut gefallen – und ich könnte mit allem, was ich so treibe, mein Ziel erreichen, ob iPhone 16 oder iPhone 16 Pro. Schaut man knallhart aufs Geld und gesteht sich ein, dass man die Pro-Funktionen eher nicht nutzt, dann bekommt man mit dem iPhone 16 feinste, leistungsstarke Hardware, die dicke ausreicht. Da muss man allerdings schauen, woher man kommt. Hat man vielleicht das Modell 14 oder 15, kann man gar noch ein Jährchen pokern – zumindest beim Pro.

iPhone 16, 128 GB: 949 Euro

iPhone 16 Pro, 128 GB: 1.199 Euro

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OnePlus Open: Das erste Foldable von OnePlus ausprobiert

Vor über drei Jahren hatte ich erstmals ein Foldable ausführlich getestet, das Surface Duo. Mittlerweile hat sich der Markt der klappbaren Smartphones weiterentwickelt. Hierzulande dominiert da vor allem Samsung, inzwischen sind jedoch auch Google und OnePlus mit ernstzunehmenden Foldables am Markt vertreten. Ich konnte mir in den letzten Monaten das OnePlus Open etwas ausführlicher anschauen. Es ist recht ähnlich wie das OnePlus 12 (dazu hier einige Worte), aber eben mit besonderem Formfaktor und eben auch erst hierzulande verfügbar, seit OnePlus wieder seine Smartphones in Deutschland verkauft.

Das OnePlus ist im ausgeklappten Zustand 5,8 Millimeter dick und bringt 239 Gramm auf die Waage. Ausgestattet ist das Foldable mit zwei 2K-AMOLED-Displays mit 2K-Auflösung und 120 Hz. Das äußere Display misst 6,31 Zoll (20:9) und soll mit einer Spitzenhelligkeit von 2800 Nits aufwarten (1400 Nits im High-Brightness-Betrieb). Im aufgeklappten Zustand kommt man beim inneren Display auf einen 7,82 Zoll (ca. 20 cm) großen Haupt-Screen. Jener ist durch drei Schutzschichten verstärkt: Ultra-Thin-Glass sowie eine TPU-Schicht als Schutz vor Stößen und eine Displayschutzfolie, um den Verschleiß zu reduzieren.

Als SoC werkelt der Snapdragon 8 Gen 2, dem 16 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5X) und 512 GB Speicherplatz (UFS 4.0) zur Seite stehen. Man unterstützt Dual-SIM (jeweils mit 5G) und Wi-Fi 7.

Beim Kamera-Setup setzt man auf einen Sony-Sensor mit 48 Megapixeln als Hauptkamera: SONY LYTIA-T808 „Pixel Stacked“. Zur Seite steht ein Periskop-Teleobjektiv mit 64-Megapixel-Sensor, sechsfachem Zoom und optischer Bildstabilisierung. Die 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera ist mit Autofokus ausgestattet. Vorhanden sind zudem zwei Selfie-Kameras, eine außen (32 Megapixel) und eine innen (20 Megapixel). Vorhanden ist ein 4805 mAh großer Akku, der das Foldable mittels SuperVOOC-Aufladung mit 67 Watt in 42 Minuten vollständig wieder befüllt.

Ausgepackt & angefasst: Rückseite aus veganem Leder

Mir liegt die Variante Voyager Black für meinen Testbericht vor. Hierbei handelt es sich um eine Rückseite aus veganem Leder. Im Zeitalter der Glas-Rückseiten war das doch eine erfrischende Anmutung. Die Verarbeitung ist wie gewohnt gut und die Leder-Rückseite verleiht dem Smartphone einen gewissen Grip, was es zum Handschmeichler macht. Ich bin große Smartphones gewohnt und nutze unter anderem auch ein Pro-Max-Modell der iPhones. Überraschend: Rein gewichtstechnischer Natur fällt da das OnePlus Open gar nicht so sehr aus der Reihe. Und auch einhändig ist das Gewicht ausbalanciert. Die Dicke von 11,9 Millimetern (zum Vergleich: iPhone 15 Pro Max 76,7 mm) fällt da schon eher „ins Gewicht“, gerade was das Unterbringen in (Hosen)-Taschen angeht. Gerade weil es im zusammengeklappten Zustand recht schmal ist, ist die Dicke bei der normalen Nutzung jedoch kein Problem.

Der Kamera-Buckel auf der Rückseite ist immens. Für mich jedoch ein Pluspunkt, dass alle Linsen unter einer gemeinsamen Glasabdeckung stecken. So sammelt sich hier nicht so viel Staub an, wenn man das Gerät in der Hosentasche transportiert ist das bei diversen anderen Geräten so ein Ding. Großes Manko: Mit dem Bump auf der Rückseite kann man das Gerät schlicht nicht flach auf den Tisch legen.

Im ausgeklappten Zustand kommt mit den knapp 7,82 Zoll (ca. 20 cm) dann ein kleineres Tablet zum Vorschein. Größentechnisch, als auch vom verbauten Panel stellte sich hier ein gewisser Wow-Effekt ein. Das Display ist hell und knackig scharf, mit stabilen Blickwinkeln. Das Gerät macht auch bei Sonneneinstrahlung im Außenbereich noch Spaß. Mit den 120 Hz Bildwiederholrate werden Inhalte zudem butterweich wiedergegeben. Das gilt übrigens auch für das Außendisplay.

Das Innendisplay des OnePlus Open weist für ein faltbares Gerät eine kaum spürbare und nur von der Seite sichtbaren Falz in der Mitte auf. Im Vergleich zur Konkurrenz hat man hier echt die Nase vorn, auch wenn diverse Hersteller da mittlerweile aufschließen. Auch haptisch fasst sich die Oberfläche des Innendisplays wie Glas an. Weiße Bereiche werden jedoch, je nach Blinkwinkel, eher etwas bläulich dargestellt – schaut man frontal drauf hat man das nicht. Die Displayränder sind flach und symmetrisch. Eine Innenkamera gibt es sowohl beim Innen- als auch beim Außendisplay in einer Punch-Hole-Aussparung.

Die Kanten am Open sind flach, dadurch liegt das Gerät griffig in der Hand. Vorteil gegenüber diversen Konkurrenz-Geräten ist, dass das OnePlus Open im geschlossenen Zustand komplett flach schließt.

Performance: Kraftpaket mit ausreichend Leistung unter der Haube

Mit dem Snapdragon 8 Gen 2 sowie 16 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5X) hat man performante Hardware verbaut. Es gibt derzeit wohl kaum ein Flaggschiff-Gerät, bei dem man groß über die Performance schimpfen könnte. Moderne Chips tun da wirklich einen guten Job und im Zusammenspiel mit einem 120-Hz-Display wirkt das alles wirklich sehr fluffig und Apps starten schnell. Auch das Ansteuern zweier Displays tut da keinen Abbruch.

Diverse Optimierungen auf dem großen Screen

Das OnePlus Open setzt auf OxygenOS 14.0 auf der Basis von Android 14. Bedeutet: Einige optische Anpassungen – inzwischen auch wesentlich einheitlicher – und diverse Zusatz-Funktionen. Damit das Entsperren für beide Nutzungsmodi (Innen- und Außendisplay) gleichermaßen funktioniert, setzt man übrigens auf einen schnellen Fingerabdruckscanner im Power-Button.

Viele Apps schöpfen vom Potenzial des größeren Displays. So ist es gar bei der Messaging-App Telegram praktisch, dass man da wie beim Desktop beim großen Display die Seitenleiste mit weiteren Chats bekommt, im zugeklappten Zustand aber eben nicht. Da gibt es dann eben einen Mehrwert, anstelle „nur großgezogen“. Beim Chrome-Browser werden beispielsweise dann mehrere Tabs angezeigt, wie man das vom Desktop kennt.

Videos, wie etwa von YouTube im gängigen 16:9-Format sind nicht bildschirmfüllend, dafür ist das Display eher weniger gemacht. Größentechnisch gibt es hier nur marginal mehr Größe, als vom formatfüllenden Querformat eines gängigen Smartphones – der Rest ist durch schwarze Balken gefüllt.

Das Display-Format und auch die Software sind optimiert auf die Nutzung im Splitscreen. So kann man praktisch zwei Apps nebeneinander platzieren und hat quasi zwei Smartphone-Bildschirme nebeneinander (nicht nur links/rechts, sondern auf Wunsch auch oben/unten). Eine der beiden Apps lässt sich zudem auch beiseiteschieben, damit eine App fast bildschirmfüllend verwendet werden kann, die andere aber nur eine Wischbewegung entfernt ist. Es lassen sich per Klick die Seiten tauschen oder auch sogenannte App-Gruppen anlegen. Hierbei handelt es sich um eine Homescreen-Verknüpfung, die dann beide Apps in der entsprechenden Splitscreen-Anordnung öffnet. Auch zwischen drei Apps lässt sich problemlos hin- und herwechseln – ganz ohne App Switcher. OnePlus hat hierfür auch die Gesten entsprechend angepasst. Schade: Vom Chrome-Browser können beispielsweise keine zwei Instanzen geöffnet werden. So sind zwei Webseiten nebeneinander mit identischem Browser nicht möglich. Da gibt es durchaus noch Ausbaupotenzial – was aber eher auf der Systemseite von Android liegt.

Weitere Besonderheit: Auf der Unterseite gibt es ein Dock. Hier lässt sich zwischen mehreren App-Gruppen wechseln. Außerdem lassen sich neue Apps direkt aus dem Dock starten oder auf eine Bildschirmhälfte ziehen. Zudem gibt es auch noch freischwebende Fenster. Alles in allem sind die Multitasking-Möglichkeiten hier wirklich auf einem hohen Niveau, welches Android bei Tablets auch länger nicht derartig an den Tag legte.

Übrigens: Der Übergang zwischen Außen- und Innendisplay ist fließend. Ist eine App geöffnet, dann ist sie quasi per sofort nach einer winzigen Gedankensekunde beim Aufklappen auf dem großen Display verfügbar und vice versa.

Kamera: Ähnlich zum OnePlus 12 und damit auf hohem Niveau für ein Foldable

Der große Kamera-Buckel bringt in seiner Usability freilich das eine oder andere Manko mit. Und auch wenn die Kamera sicherlich nicht im Fokus stehen soll, sondern vielmehr der Fokus, so ist sie doch ein wichtiges Kriterium für viele bei der Smartphone-Auswahl. Vorneweg: Mit dem OnePlus Open muss man sich nicht für den Formfaktor und gegen hochwertige Kamera-Linsen entscheiden. Das ist also kein Widerspruch. Ein paar Worte will ich zur Kamera dennoch verlieren.

Das Kamera-Setup ist quasi identisch zum OnePlus 12 (vieles deckt sich also mit dem Testbericht vom OnePlus 12). Und entsprechend gut liefern die Linsen im Zusammenspiel mit der Software auch als Gesamtpaket ab. Es gibt scharfe Aufnahmen mit ansprechenden Farben und ausgeprägtem, natürlichem Bokeh. Vor allem bei HDR-Aufnahmen weiß OnePlus zu punkten. Eine Auswahl an Aufnahmen direkt vom Open findet ihr hier.

Während der Hauptsensor auch bei schlechteren Lichtverhältnissen gut arbeitet, sind bei der Ultraweitwinkel-Linse und der Tele-Linse eher die Abstriche zu suchen. Aber auch da gibt es ordentliche Resultate und vor allem das Teleobjektiv ist, wenn auch unterdurchschnittlich im Vergleich zur Konkurrenz, nett für diesen Formfaktor. Die Ultraweitwinkel-Linse dient zudem auch für Makro-Aufnahmen.

Weiteres? Die Stift-Unterstützung mit dem Stylo (jener vom Tablet) konnte ich nicht erproben. Finde ich aber prinzipiell cool, dass es die gibt, auch wenn der Stift nicht „am“ bzw. im Gerät transportiert werden kann. Logisch, umso mehr man das Innendisplay benutzt, umso mehr leidet die Nutzungsdauer beim Akku. Das Gerät lässt sich mit seinen 67 Watt aber OnePlus-typisch rasend schnell wieder aufladen.

Eine Art Fazit

Das OnePlus Open ist derzeit wohl eines der besten Foldables, die auf dem Markt erhältlich sind. Es hebt sich von diversen Konkurrenten mit dem fast unsichtbaren Displayfalz und dem komplett schließbaren Scharnier ab. Die Benutzung des großen Bildschirms machen aufgrund der 120 Hz und einer wahnsinnigen Helligkeit mit der entsprechenden Performance unter der Haube richtig Laune. Werden die Geräte jetzt noch etwas dünner und leichter, dann könnte ich mir auch gut und gerne vorstellen, dass die Verbreitung wächst. Bis dahin werden die Foldables von dieser Machart wohl weiterhin eher eine Nische bedienen.

Trotz anderem Formfaktor macht OnePlus allerdings keine Abstriche: So gibt es schnelles Aufladen und eine ordentliche Kamera, die das Gesamtpaket abrundet. Hierfür muss dann allerdings auch die Reibung zwischen Zeigefinger und Daumen stimmen, denn ein Schnäppchen ist das Open freilich nicht. Sinken die Preise, dann könnte dies in meinen Augen ebenfalls ein Kriterium für die Verbreitung von derartigen Foldables auf dem Massenmarkt werden. Spaß machen die Geräte nämlich.

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Keychron Q5 Max: Mechanische Tastatur für Windows und macOS ausprobiert

Keychron ist vielen Lesern sicherlich ein Begriff. Der Hersteller bietet mechanische Tastaturen an – auch für Apple Macs. Und genau da ist die Auswahl deutlich kleinere als im Windows-Segment. Ich hatte ja schon hier im Blog vor einigen Jahren die Logitech MX Mechanical getestet. Nun habe ich mir für euch einmal als Konkurrenzmodell die Keychron Q5 Max mit QWERTZ-Layout angeschaut.

Grundsätzlich handelt es sich hier um eine mechanische Tastatur im Format 96 %. Die Tastatur ist also ein wenig kleiner als eine Fullsize-Tastatur, mit minimalen Abständen zwischen dem Ziffernblock und den Sondertasten. Geeignet ist die Tastatur sowohl für Windows- als auch macOS-Rechner. Wer auf Windows setzt, muss die entsprechenden Caps aber erst austauschen – sie liegen im Lieferumfang bei. Dank QMK VIA könnt ihr im Übrigen bei dieser Tastatur alle Tasten über den Web-Launcher frei umbelegen.

Es handelt sich bei der Keychron Q5 Max um eine kabellose Tastatur – ein entsprechender Dongle für 2,4-GHz-Verbindungen ist im Lieferumfang direkt enthalten. Alternativ sind auch Verbindungen per Bluetooth möglich. Bis zu drei Geräte könnt ihr da parallel koppeln. Preislich liegt die Keychron Q5 Max aktuell beim Hersteller selbst bei 213 Euro in der zusammengebauten Variante mit einem Knob. Alternativ gibt es auch eine Barebone-Version sowie eine mit seitlich beschrifteten Tasten.

Ausstattung und Verarbeitung der Keychron Q5 Max

Die Keychron Q5 Max ist eine sehr wuchtige Tastatur. Das Gewicht beträgt mit allem drum und dran ca. 2,1 kg. Das liegt vorwiegend an dem stabilen Metallgehäuse. Zum Testen hat mit der Hersteller die Variante in der Farbe Carbon Black mit Switches der Sorte Gateron Jupiter Red zur Verfügung gestellt. Im Lieferumfang findet ihr neben der Tastatur an sich und den bereits erwähnten Austausch-Switches für ein Windows-Layout auch einen USB-Dongle für 2,4 GHz – plus einen Adapter für den Dongle von USB-A auf USB-C.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind ein Verlängerungskabel für den Dongle, um ihn näher an der Tastatur zu platzieren oder die Tastatur damit aufzuladen und passende Werkzeuge, um die Tastatur zu öffnen und die Schalter zu tauschen. Im Übrigen kann die Keychron Q5 Max auch per Kabel betrieben werden. An der Rückseite sitzt entsprechend ein Schalter, um zwischen den drei Betriebsmodi (2,4 GHz, Kabel, Bluetooth) umzuschalten. Ein weiterer Regler wechselt zwischen macOS und Windows.

Das 96-%-Layout ist dabei anfangs für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen, gefällt mir aber mittlerweile sehr gut. Im Übrigen gibt es neben der Q5 Max auch weitere Ableger der Q-Serie wie die Q1 Max, Q2 Max oder auch Q6 Max, die primär jeweils unterschiedliche Formate nutzen. Keychron bewirbt die Modelle auch mit einem sogenannten „Gasket Mount“. Das meint im Grunde, dass zwischen der Tastaturplatte und dem Gehäuse kein direkter Kontakt besteht, da eine Art Dämpfung oben und unten dazwischen liegt. Dadurch entsteht beim Tippen ein deutlich sanfteres Gefühl und auch die Lautstärke kann sinken. Dazu verrate ich euch im Praxistest aber noch etwas mehr. Die Keychron Q5 Max verfügt auch über eine einstellbare Hintergrundbeleuchtung

Die Keychron Q5 Max ist schmaler aber deutlich höher als die Logitech MX Keys.

Die Keychron Q5 Max ist schmaler aber deutlich höher als die Logitech MX Keys.

Im Gesamtbild macht die Keychron Q5 Max nicht nur einen sehr wuchtigen, sondern auch optisch und besonders haptisch hochwertigen Eindruck. Es handelt sich hier um eine erstklassig verarbeitete und hoch anpassbare Tastatur, welche darauf ausgelegt ist, euch über viele Jahre zu begleiten. Ein kleiner ergonomischer Nachteil: Die Tastatur ist aufgrund des massiven Aluminiumgehäuses ziemlich hoch und bietet keine Möglichkeit den Winkel zu verstellen. Der Kauf einer Handballenauflage ist daher aus meiner Sicht absolute Pflicht. An der Unterseite der Tastatur sitzen dann vier Gummifüße, die sicherstellen, dass das Eingabegerät nicht verrutscht.

Praxistest

Die Keychron Q5 Max ist auch für Gamer geeignet und bietet euch die Chance, eine RGB-Beleuchtung für alle Tasten zu nutzen und die Beleuchtung anzupassen. Dank der Open-Source-QMK/VIA-Firmware könnt ihr die Tasten nicht nur neu belegen, sondern auch mit Makros versehen. Ich bin übrigens absolut kein Fan von Hintergrundbeleuchtungen bei Peripheriegeräten und habe sie daher deaktiviert. So empfinde ich das Ganze eher als ablenkend und unangenehm für die Augen. Ihr könnt aber auch die Intensität etwas herunterregeln und mit den ab Werk verbauten Keycaps und Schaltern sieht das Ergebnis auf niedrigster Stufe dann schon relativ dezent aus.

Keychron weist der Q5 Max eine Akkulaufzeit von bis zu 180 Stunden ohne und 100 Stunden mit RGB-Beleuchtung zu. Dies scheint aber eine Bluetooth-Verbindung zu meinen, denn mit 2,4 GHz kommt man nach meinem Eindruck nicht so lange hin. Übrigens empfiehlt Keychron da ja für eine stabilere Verbindung, das beiliegende Kabel als Verlängerung des Dongles zu nutzen – ich hatte an meinen Mac mini aber auch so keine Probleme. Dies ist aber natürlich auch ein ideales Szenario, da der Mini-PC direkt auf meinem Schreibtisch stehen kann. An einem Big-Tower, der neben eurem Desk ruht, mag das anders aussehen und das zusätzliche Kabel Gold wert sein, um die Stabilität der drahtlosen Verbindung zu garantieren.

Doch was ich noch gar nicht angesprochen habe: Die Keychron Q5 Max verfügt am rechten, oberen Rand ja über einen kleinen Drehregler (Knob). Wozu dient jener? Nun, dieser kann von euch selbst mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Als Standard regelt er bei der Medienwiedergabe per Drehung die Lautstärke. Er kann auch wie ein großer Button gedrückt werden und schaltet dann die Wiedergabe stumm.

Wo wir bei stumm sind: Mechanische Tastaturen sind üblicherweise ziemlich laut. Und auch die Keychron Q5 Max ist in Sachen Lautstärke nicht mit einer MX Keys vergleichbar. Doch die Dämpfung tut ihren Job und im Vergleich zu anderen, mechanischen Tastaturen ist dieses Exemplar in der Tat ziemlich ruhig im Betrieb. Der sehr leichte und angenehme Tastenschlag ist zudem wirklich ein Traum und gefällt mir unheimlich gut. Wer aber eher das Laptop-artige Tippen einer MX Keys gewohnt ist, wird sich erst einmal ordentlich umstellen müssen.

Die Keychron Q5 Max nutzt eine Polling-Rate von 1.000 Hz, was aber nur ausgenutzt werden kann, wenn ihr per Kabel oder 2,4 Hz verbindet. Was ich als recht coolen Bonus sehe: Wie schon angesprochen, könnt ihr die Keychron Q5 Max über VIA konfigurieren, was direkt über eine webbasierte Variante möglich ist – ihr müsst dann nicht einmal eine App verwenden. Nach der Konfiguration könnt ihr eure Anpassungen auf dem Onboard-Speicher der Tastatur festhalten.

Allerdings bin ich hier auch auf einen Bug gestoßen: Ich konnte zwar die Firmware der Tastatur aktualisieren, was auch bestätigt wurde – anschließend wurde mir aber doch wieder eine veraltete Firmware als installiert angezeigt. Erneute Versuche führten immer wieder zum gleichen Ergebnis, sodass es mir nicht möglich war ein Update aufzuspielen. Das Bluetooth-Modul ließ sich hingegen problemlos auf den neuesten Stand bringen.

Generell empfinde ich das Arbeiten mit der Keychron Q5 Max ansonsten als wirklich angenehm. Wie schon erwähnt: Ohne Handballenauflage wäre mir die Tastatur aber deutlich zu hoch.

Mein Fazit zur Keychron Q5 Max

Die Keychron Q5 Max kostet satte 213 Euro, bietet dafür aber auch eine ganze Menge: frei anpassbare Tastenbelegung, RGB-Hintergrundbeleuchtung, ein Metallgehäuse, Double-Gasket-Dämpfung, Windows- und macOS-Tasten, austauschbare Switches und Bluetooth- sowie 2,4-GHz-Verbindungen. Durch die Dämpfung ist die mechanische Tastatur im direkten Vergleich mit Konkurrenzmodellen recht leise und der Anschlag extrem sanft.

Dafür ist die Tastatur ziemlich schwer, über 2 kg, recht hoch und kann im Winkel nicht verstellt werden. Eine gute Handballenauflage solltet ihr also direkt dazu kaufen. Sollte euch das Gesamtpaket auf dem Papier bereits ansprechen, dann macht ihr aus meiner Sicht mit der Keychron Q5 Max mit all ihrer Flexibilität jedenfalls alles richtig. Gamer können allerdings bei aller Spieletauglichkeit die Option vermissen, für einzelne Spiele individuelle Konfigurationen zu speichern.

Als Allrounder ist die Keychron Q5 Max jedoch eine exzellente Tastatur, die von mir eine Empfehlung erhält.

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„Metaphor: ReFantazio“ im Test: Das beste JRPG des Jahres

Wer bislang noch nicht vom Freitag erschienenen JRPG „Metaphor: ReFantazio“ gehört hat, dem kann man die Beschreibung: „Persona“ goes Fantasy grob mit auf den Weg geben. Denn die Entwicklung hat ein Team gestemmt, das teilweise auch an „Persona 5“ und Co. beteiligt gewesen ist. Atlus und Sega behalten so auch weitgehend ihre Erfolgsformel bei. Es gibt aber genügend Auflockerungen, um auch Serienveteranen bei Laune zu halten. Im Test habe ich mir das Rollenspiel genauer für euch angesehen.

Grundlegend handelt es sich hier um ein streng lineares JRPG mit rundenbasierten Kämpfen. Ihr könnt die Geschichte also nicht durch Entscheidungen beeinflussen. Zwar wählt ihr in den Zwischensequenzen im Visual-Novel-Stil hin und wieder aus verschiedenen Antworten, das führt aber nur zu kleinen Abweichungen in den Gesprächen – nicht zu größeren Konsequenzen. Es obliegt jedoch eurem Einfluss, euch abseits der Hauptgeschichte Nebenaufgaben hinzugeben und die Beziehungen zu euren Begleitern zu vertiefen.

So findet ihr euch im mittelalterlichen Königreich Euchronia wieder. Menschen gibt es hier allerdings nicht, stattdessen verschiedene Stämme, die alle ein wenig etwas von Fabelwesen haben und z. B. wie Hybrid-Kreaturen aus Mensch und Tier wirken. Als Protagonist gehört ihr dem fast ausgestorbenen Stamm der Elda an, der weitgehend diskriminiert wird. Generell herrscht eine enorme Ungleichheit zwischen den einzelnen Bewohnern der Welt. Euer bester Freund, der Prinz, wollte dies ändern, ist aber vom charismatischen Erzmagier Louis verflucht worden, der nun selbst den Thron an sich reißen will. Ob ihm das gelingt, liegt an auch. Denn es kommt zu einer Art Wende und durch eine magische Intervention steht auch hier im Rahmen einer Art Beliebtheitswettbewerb jetzt auf der Liste der Thronfolger.

„Metaphor: ReFantazio“ unterstreicht Atlus Gespür für Stil

Ob ihr es schafft, das Volk trotz der gesellschaftlichen Vorurteile gegen die Elda für euch zu gewinnen und Louis zu überwältigen, entscheidet sich dann in den rund 80 – 100 Stunden Spielzeit. Richtig gelesen, „Metaphor: ReFantazio“ ist ein ähnlich umfangreicher Brocken wie z. B. „Persona 5“. Doch es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten. So pflegt ihr über sogenannte „Bonds“ die Beziehungen zu euren Begleitern und verfügt statt über verschiedene Personas über sogenannte Archetypen wie den Heiler, den Magier oder den Sucher. Alle bringen eigene Fähigkeiten und Zaubersprüche mit, können aber auch in begrenztem Maße Skills anderer Archetypen erben.

Für die jeweiligen Kämpfe kombiniert ihr dann die passenden Archetypen mit euren Mitstreitern. Beispielsweise ergibt es nicht viel Sinn, wenn alle Party-Mitglieder Heiler sind, weil es euch dann an Waffengewalt fehlt. Freilich sucht ihr, auch das ähnelt „Persona“, in den Kämpfen nach elementaren Schwachstellen der Feinde und greift diese an, um für eure Gruppe Bonusaktionen zu erhalten. Der eine Gegner ist etwa empfindlich gegenüber Wind-Zaubern, aber gegen Feuer resistent und so weiter. Neu ist, dass ihr vor den rundenbasierten Gefechten auf die Gegner draufhauen könnt. Initiiert ihr dann den Kampf, sind sie entweder in der ersten Runde gelähmt, wenn ihr sie genug geschwächt habt, oder könnten sogar ohne zusätzliches Scharmützel beseitigt werden, wenn sie deutlich schwächer sind als ihr.

Obacht jedoch: Kloppt ihr auf die Gegner, können diese sich mit Pech auf euch stürzen, bevor ihr aktiv den rundenbasierten Kampf startet. Dann seid ihr im Nachteil. Da ist also das richtige Feingefühl gefragt. Das gilt natürlich auch für die richtige Ausrüstung, die im Übrigen für jeden aktivierten Archetypen, der im Grunde verschiedenen Klassen entspricht, voneinander abweicht. Tragt ihr also etwa als Heiler einen Stab, dann könnt ihr diesen als Krieger-Archetyp nicht übernehmen, sondern wechselt zu einer anderen Waffe. Da solltet ihr also immer euer Equipment im Blick behalten.

Rollenspiel und Social-Sim in einem

Dabei spielt ein In-Game-Kalender eine Rolle, denn ihr müsst zu bestimmten Zeitpunkten gewisse Meilensteine erreichen. Dafür gilt es dann auch stets gewisse Dungeons zu meistern. In der Zwischenzeit bessert ihr z. B. eure Social-Stats auf, indem ihr mit euren Begleitern Aktivitäten begeht oder Nebenaufgaben verrichtet. So schaltet ihr euch neue Möglichkeiten für die Party frei. Eine erhebliche Rolle für die Atmosphäre spielt dabei der Anime-Grafikstil, der auch Elemente aus visuellen Darstellungen der Renaissance aufgreift. So erhält „Metaphor: ReFantazio“ einen Look, der in seiner durchgestylten Art einerseits durchaus an „Persona“ erinnert, andererseits aber seine eigene Identität findet.

Ich selbst habe dabei die PC-Version gespielt, die Stärken und Schwächen mitbringt. Zuerst zu den Makeln: So gibt es kaum eine Möglichkeit, direkt im Spiel weiterführende Grafikeinstellungen vorzunehmen. Im Wesentlichen stellt ihr generell den Detailgrad ein, wählt eine Auflösung und setzt bei Bedarf einen Framerate-Cap. Dennoch solltet ihr unbedingt V-Sync aktivieren, denn zumindest in meinem Fall kam es sonst zu extrem auffälligem Tearing.

Zusätzlich ist es möglich, verschiedene Skalierungen für die Rendering-Auflösung zu wählen. Dadurch könnt ihr „Metaphor: ReFantazio“ im Klartext mit Supersampling spielen. Das ist dringend notwendig, weil das Game nativ keinerlei Kantenglättung nutzt – sehr unverständlich. Ich habe zwar im Nvidia Control Panel manuell und titelspezifisch Anti-Aliasing aktiviert, Auswirkungen hatte das jedoch keine. Glücklicherweise ist das Spiel nicht sehr hardwarehungrig, sodass ich keine Probleme hatte, das Spiel z. B. mit höchsten Einstellungen in 4K-Auflösung bei 60 fps und 125 % Rendering-Auflösung zu spielen. Dann wird das Bild schon merklich ruhiger. Ich hätte mir aber mehr Einstellungsmöglichkeiten gewünscht.

Klasse ist, dass „Metaphor: ReFantazio“ ansonsten bei mir direkt zum Launch ohne Bugs gelaufen ist und meinen Rechner kaum zum Glühen brachte. Macht ihr bei Settings und Auflösung Abstriche, dann könnt ihr auch auf Ayaneo Kun, Asus ROG Ally X, Steam Deck und Co. problemlos loslegen. Kleine Anmerkung noch zur Sprache: Die Vertonung steht in englischer und japanischer Sprache zur Verfügung – Texte gibt es auch auf Deutsch. Die Sprecher machen dabei einen super Job, wie ich finde. Auch der orchestrale und oft mit bombastischen Chören garnierte Soundtrack hat mir exzellent gefallen.

„Metaphor: ReFantazio“: Ein Kauftipp für JRPG-Fans

So wie auch die „Persona“-Reihe ist „Metaphor: ReFantazio“ am Ende mehr als die Summe seiner Teile. Die Social-Sim-Elemente verleihen den Charakteren Tiefe, sorgen aber auch für Abwechslung von der rundenbasierten Taktik in den Kämpfen. Auch wenn das Spiel eine recht ernste und dramatische Geschichte erzählt, ist immer Platz für ein Augenzwinkern. Eines ist dabei aus meiner Sicht klar: Wenn ihr schon „Persona 5“ oder z. B. „Persona 3 Reload“ geliebt habt, werdet ihr auch von diesem Titel begeistert sein. Haben euch aber die erwähnten Spiele kaltgelassen, dann dürfte das auch hier der Fall sein – zu groß sind im Gameplay die Gemeinsamkeiten.

Ich selbst finde „Metaphor: ReFantazio“ richtig stark und die Kern-Party ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Es gibt auch einige Verfeinerungen gegenüber Atlus bisherigen JRPGs. Etwa besucht ihr regelmäßig neue Gebiete im Reich, was für visuelle Abwechslung sorgt. Erwartet hier aber keine offene Spielwelt. Die Areale sind zwar deutlich größer als etwa in „Persona 5“, aber immer noch in sich abgesteckt und durch kurze Ladebildschirme unterbrochen.

Übrigens webt „Metaphor: ReFantazio“, das habt ihr sicher anhand der Kurzbeschreibung der Story erahnt, auch eine gewisse Kulturkritik ein, übertreibt es damit aber nicht. Man geht sogar auf eine gewisse Metaebene, denn in der Welt von Euchronia gibt es Erzählungen über unsere reale Welt, die eher verklärend wirken. So regen sie auch ein wenig zum Nachdenken darüber an, ob man sich Fantasy-Welten nicht irgendwie immer idealisierend ausmalt.

Das wichtigste Fazit: Wer JRPGs, Anime und Fantasy mag, sollte „Metaphor: ReFantazio“ eine Chance geben. Hier wächst eine neue Marke heran, die im Rollenspiel-Bereich zum Besten gehört, was in den letzten Jahren so erschienen ist.

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„Silent Hill 2“ im Test: Remake trifft den richtigen Ton

Das Spiel „Silent Hill 2“ von Konami ist 2001 für die PlayStation 2 erschienen. Später folgten Portierungen für die Xbox und Windows-PCs. Fielen die Kritiken zum Launch noch teilweise gemischt aus, daran erinnere ich mich gut, so gilt der Titel heute nicht nur als bester der Spielereihe, sondern auch als absoluter Klassiker des Survival-Horrors. Das just erschienene Remake von Bloober Team tritt damit ein schweres Erbe an. Ich habe mir die PS5-Version für euch im Test angeschaut.

Die Grundgeschichte ist dabei natürlich gleich geblieben: Der Protagonist James Sunderland erhält einen Brief von seiner verstorbenen Frau Mary. Letztere bittet ihn, sie in der Stadt Silent Hill an ihrem besonderen Ort zu treffen. Entgeistert macht sich James auf den Weg in die Stadt, welche in einem mysteriösen Nebel versunken ist und heruntergekommen wirkt. Dort trifft er auch auf einige andere Menschen, die ähnlich orientierungslos wirken wie er selbst. Bizarre Monster lauern dabei im Verborgenen und James versucht den Verstand nicht zu verlieren, während er herausfindet, was wirklich hinter dem Brief steckt.

Auch wenn der Titel im Übrigen „Silent Hill 2“ lautet, ist keinerlei Vorwissen über das erste Spiel notwendig. Denn die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Eine Besonderheit von „Silent Hill 2“ ist, dass dieses Spiel sich im Gegensatz zu den anderen Teilen der Serie nicht auf Okkultismus oder andere, übernatürliche Phänomene fokussiert. Hier will ich nicht zu viel spoilern, aber es geht im Kern mehr um die Psyche der Hauptfigur und wie sich sein Innenleben nach außen hin manifestiert. Dies ist auch einer der Aspekte, der zum anhaltenden Ruf des Spiels beigetragen hat.


Silent Hill 2 - PS5


Silent Hill 2 – PS5

  • Nachdem er einen Brief von seiner verstorbenen Frau erhalten hat, reist James an den Ort, wo sie…

„Silent Hill 2“: Moderne Technik mit zeitloser Story

Das Gute ist, dass die Geschichte von „Silent Hill 2“ daher auch ziemlich zeitlos ist. Sie regt zum Nachdenken an und ist also alles andere als „dummer Horror“ mit Schockeffekten. Glücklicherweise ist das auch im Remake von Bloober Team so geblieben. In der Regel wurden sogar die Dialoge 1:1 so beibehalten wie im Original. Was sich allerdings grundlegend geändert hat: Die festen Kameraperspektiven sind einer zeitgemäßen Über-die-Schulter-Ansicht gewichen und die Technik wurde komplett modernisiert. Hier handelt es sich also wirklich um ein vollwertiges Remake, nicht um ein Remaster. Das sieht man ab der ersten Minute, etwa an den ausdrucksstarken Gesichtern der Charaktere.

Auch die Umgebungen wirken wesentlich detaillierter. War der die Sicht einschränkende Nebel eigentlich zu PS2-Zeiten ein Kunstgriff, um die technischen Grenzen der Konsole nicht offenzulegen, so ist er nun ein Stilmittel, das die Atmosphäre verdichtet. Allerdings sieht das manchmal so aus, als würde James den Nebel quasi „vor sich herschieben“, denn direkt um ihn herum ist immer perfekte Sicht. Wichtiges Spielelement bleibt dabei ein Radio, das immer dann Radau macht, wenn Gegner in eurer Nähe sind. Es schlägt allerdings im Remake auch bei kleinen Käfern aus, was ein zusätzliches Spannungselement verursacht.

Auch die gute alte Taschenlampe spielt nach wie vor eine Rolle. So sind die ersten Gebäude, die man in „Silent Hill 2“ ohne die Lampe noch extrem dunkel. Da war ich versucht, direkt an meinem TV die Gammaeinstellungen anzupassen. Doch das Streifen durchs Halbdunkel der verfallenen Gebäude ist ein zentrales Spielelement. Im Übrigen ist hier die Soundkulisse noch großartiger als im Original. Bei Surround-Sound hört ihr immer wieder plötzlich lautes Knarzen von Metall, das Streifen von Fleisch über Beton oder andere obskure Geräusche, welche durch die Stille schneiden.

Alles wird natürlich untermalt von der Musik von Akira Yamaoka, die zwischen Lärmkaskaden und sanften Melodien mühelos wechselt. Es wurde hier die Originalmusik neu aufgenommen. Teilweise gefallen mir dabei zwar die ursprünglichen Tracks noch etwas besser, aber ich kenne den Soundtrack auch schlichtweg mit Stücken wie „Promise“ oder „Laura’s Theme“ fast auswendig.

Kämpfe bleiben das schwächste Spielelement

Bloober Team hält sich auch in einem Punkt eng ans Original: Schon damals waren die hölzernen Kämpfe das schwächste Spielelement. Das gilt auch 2024 beim Remake von „Silent Hill 2“. Zwar fühlen sich die Nahkämpfe nun deutlich wuchtiger an, doch eigentlich wirkt die bedrohliche Stimmung immer dann am eindringlichsten, wenn man noch nicht weiß, was sich hinter der nächsten Ecke befindet. Kloppt man sich dann mit den bizarren Gegnern, ist man eher froh, wenn das Ganze wieder vorbei ist. Zumal die Scharmützel spielerisch recht anspruchslos sind: Ihr weicht im richtigen Moment aus, haut drauf und wiederholt das Ganze, bis euer Gegenüber zu Boden sinkt – und dort auch wirklich regungslos verharrt.

Schusswaffen gibt es auch, die Munition ist aber fast etwas zu reichlich verteilt – da gilt auch für Gesundheits-Power-ups. Dies liegt wohl auch daran, dass Bloober Team einige Umgebungen erweitert hat. Im Original verschlossene Shops und Räume können inzwischen betreten werden. Und so gut wie immer findet ihr dann dort auch Items, die ihr gebrauchen könnt. Wer sich also in den Kämpfen nicht komplett dusselig anstellt, hat schnell Health-Tränke und Munition im Überfluss.

Was hier aber wirklich gelungen ist: Das Remake von „Silent Hill 2“ bleibt dem Original treu und behält die triste, aber bedeutungsschwangere, Stimmung extrem gut bei. Auch gefallen mir die neuen Synchronsprecher sogar besser als im Original, da sie wesentlich professioneller wirken – speziell die Stimme von James Sunderland. Und dass eben die Kämpfe bis zu einem gewissen Grad genauso zwiespältig zu bewerten sind wie anno dazumal, passt in gewisser Weise auch zur Atmosphäre.

Mein Fazit zu „Silent Hill 2“

Gespielt habe ich „Silent Hill 2“ an der PlayStation 5 im Qualitätsmodus. Das Spiel läuft hier mit 30 fps in dynamischer Auflösung und sieht sehr ansehnlich aus. Ich bin gespannt, ob Bloober Team später noch einen Pro-Patch nachreicht. Als Fan des Originals empfinde ich das Remake als extrem gelungen. Es bleibt dem Original treu und erweitert es an den richtigen Stellen dezent. Die modernisierte Technik ermöglicht es, dass nun auch jüngere Gamer in einen Klassiker hereinschauen können, ohne sich von antiquierter Grafik abgeschreckt zu fühlen.

Ich hoffe, dass sich „Silent Hill 2“ gut verkauft und so entweder den Weg frei macht für ein Remake des ebenfalls noch sehr guten „Silent Hill 3“ oder gar ein komplett neues Game, das der Marke wieder würdig ist. So waren die letzten Versuche von Konami da eher nicht so der Hit. So oder so haben wir hier ein großartiges Survival-Horror-Spiel vor uns, das bei euch starke Nerven voraussetzt. Belohnt werdet ihr mit einer vielschichtigen Story und einem Erlebnis, das seit 2001 einer der Meilensteine der Gaming-Welt ist und 2024 hoffentlich eine neue Generation begeistert.

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