EcoFlow DELTA Pro 3 – Neue Powerstation ausprobiert

EcoFlow hat mit der Delta Pro 3 eine neue Powerstation auf den Markt gebracht, die in puncto Leistung und Kapazität neue Maßstäbe setzt. Mit einer beeindruckenden Kapazität von 4.096 Wh und einer Dauerausgangsleistung von 4.000 W (Spitzenleistung 8.000 W) zielt sie klar auf Nutzer ab, die mehr als nur ein paar Gadgets mit Strom versorgen wollen. Ich habe mir das Kraftpaket genauer angeschaut.

Die Delta Pro 3 ist mit Abmessungen von 693 x 341 x 410 mm und einem Gewicht von 51,5 kg ein echtes Schwergewicht. Das Gerät kann mit zusätzlichen Batterien, die ebenfalls 4096 Wh mitbringen und 33 kg wiegen, auf eine Gesamtkapazität von 12 kWh erweitert werden. Der Hersteller hat dem Gerät Räder und einen ausziehbaren Trolley-Griff spendiert, was den Transport zumindest auf ebenen Flächen erleichtert. Dennoch sollte man sich keinen Illusionen hingeben: Dies ist kein Gerät, das man mal eben für ein Picknick mitnimmt. Zendure hat mit der Superbase V ein Pendant im Programm, das ähnlich ausgestattet ist, jedoch noch einen Motor zur Bewegung mitbringt. Das hat EcoFlow nicht verbaut. Das Design kommt mit dem üblichen EcoFlow daher – futuristisch, aber nicht aufdringlich. Man hat die Designsprache generell etwas abgeändert und kommt jetzt etwas moderner um die Ecke. Die silberne Farbgebung und die klaren Linien verleihen dem Gerät einen angenehmen Look.

Die Anschlussvielfalt ist beeindruckend: Vier Schuko-Steckdosen und eine CEE-Buchse (alle 230V/16A), zwei USB-C-Ports mit je 100W Leistung, zwei USB-A-Anschlüsse und diverse DC-Ausgänge. Die Anschlüsse sind gut zugänglich und durch Klappen geschützt, die sich praktischerweise ins Gehäuse schieben lassen.

Im Alltag zeigt die Delta Pro 3 ihre Muskeln. Ich konnte problemlos mehrere Haushaltsgeräte gleichzeitig betreiben – von der Kaffeemaschine über den Staubsauger bis hin zu leistungshungrigen Heizlüftern. Mehrere Geräte parallel sind ebenfalls kein Problem. Die X-Boost-Technologie ermöglicht kurzzeitig sogar Lasten bis zu 6.000W, was für so ziemlich alle gewöhnlichen Haushaltsgeräte oder Werkzeuge ausreicht. Den Härtetest bestand die Powerstation beim gleichzeitigen Betrieb von Beamer, Soundanlage, Laufband und Kontaktgrill ohne Probleme.

Auch die Ladegeschwindigkeit ist sehr zufriedenstellend: Mit bis zu 2.900W über die Steckdose ist die Powerstation in etwa zwei Stunden wieder voll – die Zeit verlängert sich logischerweise, wenn man eine Extrabatterie angeschlossen hat. Solar-Enthusiasten freuen sich über eine maximale Solar-Eingangsleistung von 2.600W, aufgeteilt auf zwei Eingänge (1.600W und 1.000W). In der Praxis bedeutet das, dass man mit einem guten Solarpanel-Setup die Station an einem sonnigen Tag komplett aufladen kann. Die Möglichkeit, verschiedene Ladequellen zu kombinieren, ist ein echter Pluspunkt für Flexibilität. Im Test nutzte ich die Powerstation vorwiegend auch am Powerstream, obwohl das mehr oder weniger fast ein Overkill ist. In diesem Setup kann das Gerät problemlos als Zwischenspeicher genutzt werden und den gewonnenen Strom kann man etwa in der Nacht wieder ins Hausnetz einspeisen.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Lautstärke der Lüfter, besonders beim Laden und unter hoher Last. Mit bis zu 30 dB ist die Delta Pro 3 deutlich hörbarer als kleinere Modelle – etwas, das man bei der Platzierung berücksichtigen sollte. In einem Wohnzimmer oder Schlafzimmer könnte das Gerät durchaus störend sein. Dort werden wohl die wenigsten Käufer dieses Monstrum platzieren.

EcoFlow setzt auf LFP-Akkus (LiFePO4), die für ihre Langlebigkeit und Sicherheit bekannt sind. Mit einer versprochenen Lebensdauer von über 4.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität ist die Delta Pro 3 auf jahrelangen Einsatz ausgelegt. Das rechtfertigt auch den höheren Preis gegenüber Modellen mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. In der Praxis bedeutet das, dass selbst bei täglicher Nutzung die Powerstation über 10 Jahre lang zuverlässig ihren Dienst tun sollte.

Die bereits erwähnte Möglichkeit, die Kapazität durch Zusatzakkus auf bis zu 12 kWh zu erweitern, macht die Delta Pro 3 zu einer ernst zu nehmenden Option für die Notstromversorgung ganzer Haushalte. Mit dieser Erweiterung könnte man theoretisch tagelang ohne Netzstrom auskommen – vorausgesetzt, man hat eine Möglichkeit zum Nachladen, etwa durch Solarpanels. Problem: Das Smart Home Panel 2, das gebraucht werden würde, um die Powerstation direkt ins Hausnetz einzubinden und eine echte Notstromversorgung zu gewährleisten, ist für die EU nicht vorgesehen.

Die EcoFlow-App bietet umfangreiche Einstellungs- und Überwachungsmöglichkeiten. Von der Steuerung einzelner Ausgänge bis hin zur Anpassung von Ladeparametern lässt sich alles bequem vom Smartphone aus regeln. Die WLAN- und Bluetooth-Konnektivität ermöglicht obendrein eine Fernüberwachung, was besonders für den Einsatz als Heimspeicher interessant ist.

Besonders nützlich ist die Möglichkeit, Ladezeiten zu planen und den Energieverbrauch zu optimieren. So kann man beispielsweise festlegen, dass die Powerstation nur zu Zeiten günstiger Stromtarife lädt – insofern ihr einen dynamischen Tarif nutzt. Die Integration in Smart-Home-Systeme ist ebenfalls möglich, was die Delta Pro 3 zu einem flexiblen Baustein in der häuslichen Energieverwaltung macht.

EcoFlow hat bei der Delta Pro 3 großen Wert auf Sicherheit gelegt. Das Batteriemanagementsystem überwacht ständig Temperatur, Spannung und Strom und greift ein, bevor es zu kritischen Situationen kommen kann. Die IP65-Schutzklasse des Batterieblocks ist gegeben, auch wenn das Gesamtgerät nicht wetterfest ist. Ein konstanter Platz an der Sonne und damit auch im Regen ist also nicht möglich. Hier gibt es also noch Verbesserungspotenzial für zukünftige Modelle. Gerade für Nutzer, die damit den großen Camper betreiben, ist das sicher ein Thema. Diesen Klotz möchte man eventuell nicht permanent im Camper stehen haben.

Die UPS-Funktion (Uninterruptible Power Supply) mit einer Umschaltzeit von weniger als 10 ms ist ein weiteres Feature. Sie ermöglicht es, empfindliche Geräte wie Computer oder kritische Geräte / Ausrüstung ohne Unterbrechung zu betreiben, auch wenn der Netzstrom ausfällt. In puncto Einsatzmöglichkeiten ist die Delta Pro 3 ein Tausendsassa. Als Notstromlösung für Haushalte ist sie dank ihrer hohen Kapazität und Leistung hervorragend geeignet. Für Handwerker oder mobile Arbeiter bietet sie genug Power, um auch anspruchsvolle Werkzeuge zu betreiben. Camper und RV-Enthusiasten werden die Möglichkeit schätzen, autark Strom zu erzeugen und zu speichern.

Mit einem Preis von aktuell knapp 2.900 Euro ist die Delta Pro 3 sicherlich keine Anschaffung, die man leichtfertig tätigt. Allerdings muss man diesen Preis in Relation zu den gebotenen Leistungen und der Langlebigkeit sehen. Verglichen mit kleineren Powerstations oder gar traditionellen Notstromaggregaten bietet die Delta Pro 3 deutlich mehr Flexibilität und Nutzungsmöglichkeiten. Für Nutzer, die regelmäßig viel Leistung benötigen oder eine zuverlässige Backup-Lösung suchen, könnte sich die Investition bezahlt machen. Insbesondere, wenn man die möglichen Einsparungen durch intelligentes Energiemanagement und die lange Lebensdauer berücksichtigt.

Die Delta Pro 3 ist definitiv kein Gerät für gelegentliche Campingausflüge oder als reine Notfalllösung für kurze Stromausfälle. Hier wären kleinere, leichtere Modelle wie die Delta 2 Max vermutlich die bessere Wahl.

Für wen lohnt sich also die Anschaffung? Ich sehe die Delta Pro 3 als ideale Lösung für Menschen, die:

  • eine zuverlässige und leistungsstarke Notstromversorgung für ihr Haus suchen
  • regelmäßig mit leistungshungrigen Geräten abseits des Stromnetzes arbeiten
  • ihr Tiny House oder Wohnmobil mit einer robusten Stromquelle ausstatten wollen
  • nach einer Möglichkeit suchen, überschüssigen Solarstrom oder günstigen Strom (dynamischer Stromtarif) effizient zu speichern

Für diese Zielgruppen ist die EcoFlow Delta Pro 3 ein tolles Stück Technik, das zeigt, was im Bereich mobiler Stromversorgung heute möglich ist.

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Insta360 Link 2: KI-Webcam der nächsten Generation im Test

Insta360 hat mit der Link 2 den Nachfolger seiner beliebten KI-Webcam auf den Markt gebracht. Ich konnte mir das neue Modell bereits genauer anschauen.

Design, Verarbeitung und Technik

Die Link 2 kommt im bekannten Design mit 2-Achsen-Gimbal daher. Das Gehäuse besteht aus hochwertigem Kunststoff und macht einen robusten Eindruck. Mit Abmessungen von 71,3 x 58,9 x 38 mm und einem Gewicht von 101,5 g (ohne Halterung) ist die Kamera etwas klobiger geworden. Das liegt vor allem am Gimbal und dem jetzt sehr präsenten Kopf der Kamera.

Ein nützliches Feature ist die neue magnetische Halterung, die auch die Tiny 2 von OSBOT besitzt. Sie ermöglicht eine flexible Befestigung am Monitor oder auf dem Schreibtisch und bietet zusätzlich einen 1/4-Zoll-Anschluss für Stative. Das macht die Link 2 deutlich vielseitiger einsetzbar. In meinen Tests hielt der Magnet die Kamera selbst an geneigten Flächen zuverlässig fest.

Herzstück der Link 2 ist der große 1/2″-Sensor, der für hervorragende Bildqualität sorgt. Die Webcam unterstützt Auflösungen bis 4K bei 30 fps im Quer- und Hochformat. Für flüssigere Bewegungen lässt sich auch 1080p mit 60 fps nutzen. Die f/1.8 Blende und HDR-Unterstützung sorgen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen für gute Ergebnisse.

Besonders gut ist die KI-gestützte Rauschunterdrückung der Mikrofone. In meinen Tests lieferte die Link 2 selbst in lauter Umgebung erstaunlich klaren Ton. Die drei Audioprofile (Sprachfokus, Sprachunterdrückung und Musik) machen die Kamera für verschiedenste Szenarien einsetzbar. Wenn die Kinder zu Hause und im Nebenraum sind, kann der Geräuschpegel schon mal höher werden. Die Kamera nimmt da gut was weg.

Bildqualität und Performance

Die Bildqualität der Link 2 ist hervorragend. Dank des großen Sensors, HDR und KI-Bildoptimierung liefert sie auch bei schlechtem Licht scharfe und rauscharme Aufnahmen. Die Farben sind natürlich und der Dynamikumfang einwandfrei. In meinen Tests konnte ich selbst feinste Details wie Hautstrukturen erkennen. Ob das ein Vorteil ist, sei mal dahingestellt. 😀

Besonders beeindruckt hat mich die Lowlight-Performance. Selbst bei schwacher Schreibtischbeleuchtung – die in der jetzigen Jahreszeit oft gegeben ist – lieferte die Link 2 noch erstaunlich gute Bilder. Rauschen setzt logischerweise ein, hielt sich aber in Grenzen und die Farben blieben natürlich. Hier zeigt sich deutlich der Vorteil des großen Sensors.

Der Phase Detection Auto Focus (PDAF) arbeitet schnell und präzise. Auch wenn ich Objekte nah vor die Kamera hielt, fokussierte die Link 2 in Sekundenbruchteilen nach. Sicherlich vorwiegend für die Menschen praktisch, die oft Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung zur Kamera präsentieren. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Fokussierung abermals verbessert worden.

Das KI-Tracking funktioniert zuverlässig und hält einen stets perfekt im Bild. Auch schnelle Bewegungen meistert die Kamera souverän – manchmal ist die Bewegung etwas hektisch, auch bei langsamer Einstellung. Der neue Gruppen-Tracking-Modus ist praktisch für Calls mit mehreren Personen – zum Beispiel dann, wenn man die Kamera auf dem Stativ mit im Meetingraum hat. Hier zeigt sich der Vorteil des Gimbals gegenüber rein softwarebasierten Lösungen deutlich. Die Bewegungen wirken flüssig und natürlich, nicht abgehackt wie bei manch anderer Webcam.

Besonders gefallen hat mir der verbesserte Whiteboard-Modus, der Whiteboards jetzt automatisch erkennt und entzerrt darstellt. Der Vorgänger wollte noch Aufkleber sehen, die man vorher auf das Whiteboard klebte. Sehr nützlich für Online-Präsentationen und digitalen Unterricht.

Software und Bedienung

Die Link-Controller-Software bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Neu sind unter anderem die Pause-Track-Areas. Die kann man definieren, wenn die Kamera das Tracking des Körpers oder des Gesichts stoppen und den kompletten Bereich erfassen soll. Das ist eher für die nützlich, die bei einer Präsentation im Raum herumlaufen und beispielsweise einen bestimmten Bereich im Raum komplett im Bild haben möchten.

Ein nettes Extra ist der integrierte Hintergrund-Ersetzer, den viele Tools ohnehin schon im Bauch haben. Die Ergebnisse sind zwar nicht ganz auf dem Niveau dedizierter Greenscreen-Setups, für den üblichen Einsatz aber durchaus brauchbar. In gut beleuchteten Umgebungen war die Trennung zwischen Person und Hintergrund erstaunlich präzise – besser als Teams das etwa kann. Je schlechter die Beleuchtung, desto schlechter der Ausschnitt. Der DeskView-Modus, der eine Draufsicht auf den Schreibtisch ermöglicht, funktioniert ebenfalls gut. Die Entzerrung des Bildes klappt zuverlässig, sodass Dokumente oder Objekte auf dem Tisch gut erkennbar sind. Für Produktdemonstrationen oder das Zeigen von Dokumenten ist das eine praktische Funktion.

Die Link 2 funktioniert problemlos mit allen gängigen Videokonferenz- und Streaming-Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams und Co. In meinen Tests wurde die Kamera sofort erkannt und ich konnte direkt loslegen. Ein großer Pluspunkt für alle, die verschiedene Plattformen nutzen.

Screenshot

Besonders gut ist die Vielseitigkeit der Link 2. Ob für professionelle Videokonferenzen, Livestreaming oder Online-Unterricht – die Kamera macht in allen Szenarien eine gute Figur. Der Porträt-Modus in 4K ist vor allem für die nützlich, die Videos für Social Media produzieren. Die Bildqualität ist hier deutlich besser als bei den meisten Smartphones.

Für Streamer bietet die Link 2 mit ihrem 4K-Sensor und den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten eine hervorragende Basis. Die Möglichkeit, verschiedene Szenen und Kameraeinstellungen vorzudefinieren und per Geste zu wechseln, macht das Streaming deutlich komfortabler – auch bei schlechterem Licht.

Fazit

Die Insta360 Link 2 ist eine rundum gelungene Weiterentwicklung der ohnehin schon sehr guten Vorgängerin. Die exzellente Bildqualität, der zuverlässige Autofokus und die cleveren KI-Funktionen machen sie zur idealen Wahl für alle, die bei Videocalls, Streaming oder Online-Unterricht professionell auftreten wollen. Besonders gefallen haben mir die Vielseitigkeit durch die verschiedenen Modi, die exzellente Lowlight-Performance und die intuitive Bedienung. Auch die Audioqualität ist für eine integrierte Lösung erstaunlich gut, wenngleich sie natürlich nicht an dedizierte Mikrofone heranreicht.

Der Preis von 229,99 Euro ist zwar kein Schnäppchen, angesichts der gebotenen Leistung und Funktionsvielfalt aber durchaus gerechtfertigt. Im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Konkurrenzprodukten wie der Obsbot Tiny 2 (299 Euro) bietet die Link 2 sogar ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – kommt im direkten Vergleich auch besser weg.

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Beelink GTi12 Ultra mit Intel Core i9-12900H mit Dockingstation ausprobiert – Ein kleines Kraftpaket

Mini-PCs haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Waren früher nur klobige Tower-PCs oder bestenfalls All-in-One-Systeme der Standard, so hat spätestens Apples Mac mini gezeigt, dass auch kleinere Kisten ordentlich Power liefern können. Doch nicht nur Apple mischt in diesem Segment mit – auch im Windows-Bereich gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Herstellern, die kompakte Kraftpakete anbieten. Einer davon ist Beelink, dessen GTi12 Ultra ich mir nun für eine Weile genauer anschauen konnte. Das Besondere: Für diesen und für den noch besseren GTi14 Ultra ist eine separate Dockingstation erhältlich, mit der ihr den kleinen Rechner mit einer Desktop-GPU aufrüsten könnt. In meinem Fall fiel die Wahl auf eine ASUS DUAL RTX 4070 OC 12G. Aber bleiben wir vorerst bei dem Rechner als solchem, denn der kann auch eigenständig betrieben werden.

Der GTi12 Ultra kommt mit einem Intel Core i9-12900H als Prozessor, 1 Terrabyte Speicherplatz und 32 GB DDR5-RAM. Als GPU steht die integrierte Intel Iris Xe zur Verfügung.

Design und Verarbeitung

In Sachen Design macht Beelink keine wilden Experimente. Der GTi12 Ultra präsentiert sich in einem äußerst kompakten Formfaktor mit Abmessungen von nur 158 x 158 x 56 mm. Das Gehäuse besteht aus hochwertig verarbeitetem Metall und macht einen robusten Eindruck. Die schlichte silberne Optik lässt den Mini-PC wenig auffallen. Der Powerbutton ist mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet, der auch mit Windows Hello kompatibel ist. Am Boden des Gerätes ist unter einer Gummiabdeckung der Anschluss für die Dockingstation versteckt.

Im Lieferumfang findet man neben dem PC selbst ein Netzteil, ein HDMI-Kabel und das Netzkabel. Eine VESA-Halterung gibt es bei diesem Modell (leider) nicht. Andere Modelle konnte man damit direkt an den Rücken eines Monitors befestigen und damit mehr Platz auf dem Schreibtisch schaffen.

Anschlüsse und Konnektivität

Der GTi12 Ultra trumpft mit einer Vielzahl von Anschlüssen auf. An der Vorderseite finden wir einen Powerbutton, einen USB-C und einen USB-A Port sowie einen Kopfhöreranschluss nebst einem SD-Kartenleser. Die Rückseite bietet einen neben einem Thunderbolt-4-Anschluss einen HDMI-Port, einen DisplayPort, vier weitere USB-A-Ports und sogar zwei 2,5 Gigabit Ethernet-Anschlüsse. Insgesamt ist die Ausstattung also üppig.

Für die kabellose Verbindung sorgen Wi-Fi 6 (AX200) und Bluetooth 5.2. Die verbaute NVMe SSD unterstützt PCIe 4.0, was für flotte Ladezeiten sorgt.

Leistung und Benchmarks

Auf dem Mini-PC ist Windows 11 Pro vorinstalliert und bereits aktiviert. Nach der Einrichtung wird schnell klar: Dieser kleine Zwerg hat es faustdick hinter den Ohren. Der Intel Core i9-12900H ist sicher nicht der Neueste, aber eigentlich für leistungsstarke Laptops konzipiert, verleiht dem GTi12 Ultra aber ordentlich Dampf. Im Alltag flutscht alles, sei es Office-Arbeit, Multitasking oder sogar anspruchsvollere Aufgaben wie Videobearbeitung.

Auch beim Gaming schlägt sich der Mini-PC wacker, wenn auch mit Einschränkungen. Die integrierte Intel Iris Xe Grafik ist zwar kein Ersatz für eine dedizierte Grafikkarte, reicht aber für ältere Titel (Rocket League, Fortnite etc.) oder weniger anspruchsvolle Spiele in mittleren Einstellungen aus. Für aktuelle AAA-Titel (siehe Screenshot Black Myth) sollte man die Erwartungen allerdings nicht zu hoch schrauben.

Hier ein paar Benchmark-Ergebnisse:

3DMark Steel Nomad Light (Graphics Score): 1318

GeekBench Single Core: 2140

GeekBench Multi Core: 10885

GeekBench OpenCL Score: 16070

Sehr gut ist, wie gut Beelink die Kühlung im Griff hat. Beim normalen Arbeiten, Surfen oder Medienkonsum ist der GTi12 Ultra kaum wahrnehmbar. Selbst unter Last wird er zwar hörbar, bleibt aber auf einem angenehmen Niveau. Das ist besonders lobenswert, wenn man bedenkt, wie viel Leistung hier auf engem Raum untergebracht ist. Ein weiterer Pluspunkt des GTi12 Ultra ist seine Aufrüstbarkeit. RAM und SSD lassen sich relativ einfach tauschen oder erweitern. Das macht den Mini-PC zukunftssicher und erlaubt es, ihn an wachsende Anforderungen anzupassen. Womit wir auch direkt bei der Dockingstation wären.

Die Dockingstation benötigt einen separaten Stromanschluss (max. 600W), denn die Desktop-Grafikkarte will natürlich auch mit ordentlich Saft versorgt werden. Das kann bei einer hochwertigen Grafikkarte wie einer RTX 4090, die hier auch unterstützt wird, natürlich mal ordentlich viel werden. Doch die Station bringt nicht nur einen PCIe X16 Slot mit und die dazugehörigen zwei 8-Pin-Anschlüsse. Es gibt noch zwei USB-Anschlüsse und zwei Antennen für die Wi-Fi-Karte, die sich einbauen lässt. Schraubt man die Station auf, kann man standardmäßig eine PCIe-4 SSD einbauen. Die Wi-Fi-Karte kann man einbauen, opfert dann aber den SSD-Slot.

Der Einbau ist relativ schnell erklärt. Ihr zieht den Gummi-Schutz am Boden des GTi 12 Ultra ab und schiebt diesen dann auf den dazugehörigen Slot. Eine kleine Metallplatte inklusive Schrauben schützt dann davor, dass der Mini-PC herausrutschen kann. Nun wird noch die Grafikkarte eingesteckt, verkabelt und dann mit einer Metallhalterung fixiert. Denn sonst könnte die Karte relativ einfach wegbrechen. Das war es dann auch schon und ihr könnt loslegen. Was mir im Betrieb aufgefallen ist: Ihr müsst erst die Dockingstation anschalten und dann den Mini-PC, sonst erkennt der GTi 12 Ultra die Karte und Dockingstation nicht. Das ist meiner Meinung nach etwas umständlich. Der Mini-PC sollte angehen, wenn ich die Dockingstation anschalte. Hier gibt es aber wiederum keinen Fingerabdrucksensor. Das ist aus meiner Sicht ein Kritikpunkt.

Großer Vorteil des Setups ist die offene Kühlung, die auch gleichzeitig ein Nachteil ist. Die Karte bekommt zwar immer Frischluft, ist aber auch allem Staub, eventuell vorhandenen Katzen etc. ausgeliefert. Obendrein sollte man dann eben mit Gegenständen aufpassen, die in die Lüfter gelangen könnten. Der Schutz der Karte ist eben wenig gegeben.

Mit der 4070 wird aus dem kleinen Kasten ein fast vollwertiger Desktopersatz. EA FC25 lässt sich in den höchsten Einstellungen bei 1080p komplett flüssig mit fixierten 120 FPS spielen. Den Black Myth Wukong Benchmark habe ich auch mal laufen lassen und komme da ebenfalls auf sehr ansehnliche Ergebnisse (siehe Screenshot). Gerade Titel, die DLSS 3 unterstützen, sind dann ohnehin Spiele, die sehr gut laufen.

Fazit

Der Beelink GTi12 Ultra ist zweifellos ein gutes Stück Technik, vor allem wenn man ihn mit der Dockingstation und einer Grafikkarte kombiniert. Er packt die Leistung eines potenten Laptops in ein winziges Gehäuse und macht dabei eine ausgezeichnete Figur. Die Verarbeitung ist top, die Anschlussvielfalt üppig und die Performance für die meisten Anwendungsszenarien mehr als ausreichend.

Mit einem Preis von rund 750 Euro (je nach Konfiguration) ist der GTi12 Ultra sicherlich kein Schnäppchen. Allerdings muss man bedenken, dass man hier ein komplett einsatzbereites System bekommt, das im Hinblick auf Leistung und Kompaktheit seinesgleichen sucht.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen leistungsstarken Desktop-Ersatz, eine kompakte Workstation oder einen potenten HTPC zuzulegen, sollte den Beelink GTi12 Ultra definitiv auf dem Schirm haben. Er bietet eine gelungene Mischung aus Kompaktheit, Leistung und Flexibilität. Rechnet man die Dockingstation für rund 150 Euro und eine RTX 4070 für knapp 500 Euro hinzu, dann liegt man oberhalb dessen, was man sich ohnehin als Desktop-PC mit gleichwertigen / besseren Komponenten bauen kann. Wer Stück für Stück aufrüsten will und eine kompakte Lösung sucht, ist hiermit aber sicher gut aufgehoben.

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Amazfit T-Rex 3 im Test: Outdoor-Smartwatch mit verbessertem Design

Amazfit hat Anfang des Monats mit der T-Rex 3 eine neue Outdoor-Smartwatch vorgestellt. Das Nachfolgemodell der T-Rex 2 ordnet sich unterhalb der T-Rex Ultra ein und kostet 299,90 Euro. Punkten soll das Wearable mit hoher Widerstandsfähigkeit und zahlreichen Fitness-Funktionen. Ich habe mir diese neue Smartwatch von Amazfit im Test einmal für euch angeschaut.

Punkten will Amazfit inzwischen im Übrigen auch mit KI-Zusatzfunktionen, die aber derzeit eher Spielerei als wirklich hilfreich sind. Da verweise ich auf meinen Test der Amazfit Balance, in dem ich diese Features besprochen habe. Sie sind, unter anderem in Form von KI-Chatbots in der Zepp-App, auch an der neuen T-Rex 3 nutzbar. Unten findet ihr erst einmal die wichtigsten, technischen Eckdaten der Smartwatch.

Technische Daten Amazfit T-Rex 3

  • Display: AMOLED, 1,5 Zoll, 480 x 480 Pixel, Touchscreen
  • Integrierter Speicherplatz: 32 GByte
  • Buttons: 4
  • Akkulaufzeit: bis zu 27 Tage bei typischer Nutzung
  • Eigenes GPS: Ja
  • Weitere Schnittstellen: Bluetooth 5.2 (BLE), Wi-Fi (2,4 GHz)
  • BioTracker-PPG-Sensor zur Messung der Herzfrequenz, Schätzung des Blutsauerstoffgehalts
  • Weitere Sensoren: Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, geomagnetischer Sensor, barometrischer Höhenmesser, Umgebungslichtsensor, Temperatursensor
  • Ladedauer: ca. 3 Std.
  • Wasserdichtigkeit: bis 10 ATM
  • Besonderheiten: Mikrofon, Lautsprecher, 177 Sport-Modi, intelligente Erkennung von 25 Krafttrainings und 8 weiteren Workouts
  • Offizielle Begleit-App: Zepp
  • Freitauch-Zertifizierung: EN13319, ISO 6425, GB/T 18828 für Freitauchen bis 45 Meter
  • Materialien: Lünette aus Edelstahl, Mittelrahmen aus Polymer
  • Maße / Gewicht: 48,5 x 48,5 x 13,75 mm / 68,3 g
  • Lieferumfang: Smartwatch, Armband, magnetische Ladestation, Anleitung
  • Preis: 299,90 Euro

Ihr könnt die Amazfit T-Rex 3 auch mit peripheren Trainingsgeräten wie einem Herzfrequenzgurt verbinden. Überdies lassen sich die Daten der Smartwatch auch mit Apps von Drittanbietern wie Strava, adidas Running, komoot, Relive, Google Fit und Apple Health synchronisieren. Leider ist die Uhr für Bluetooth-Telefonate nicht geeignet. Es stehen zwar sowohl ein Mikrofon als auch ein Lautsprecher zur Verfügung, der Speaker gibt aber, das erinnert an alte PC-Speaker, nur Piepgeräusche von sich, wenn ihr z. B. ein Training beginnt oder beendet.

Ausstattung und Verarbeitung der Amazfit T-Rex 3

Die Amazfit T-Rex 3 erhöht im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell die Akkukapazität und vergrößert das AMOLED-Display von 1,39 auf 1,5 Zoll Diagonale. Obendrein nutzt man nun eine verbesserte Standorterkennung. Ebenfalls wächst die Anzahl der erfassbaren Sportarten an und der Speicherplatz hat sich drastisch erhöht – von 512 MByte auf 32 GByte. Dazu kommt ein von 32 auf 64 MByte verdoppelter RAM. Zusätzlich dient ein neuer Chip als Basis. Die Systemperformance ist sehr flüssig und da habe ich nichts zu Meckern.

Das Design der Smartwatch wirkt insgesamt sehr wuchtig, aber hochwertig. Für zierliche Handgelenke dürfte die Amazfit T-Rex 3 allerdings nichts sein. Die Armbänder sind im Übrigen austauschbar, das läuft aber als Standard nicht über einen Schnellverschluss, sondern ein System mit einem Metallsteg, was etwas fummeliger ist. Ein Adapter für Schnellverschluss-Systeme liegt immerhin bei. Die Bedienung der Smartwatch erfolgt sowohl über den Touchscreen als auch vier Buttons, deren Funktionen auch auf der Lünette prangen. Das funktioniert recht komfortabel, sobald man sich eingeprägt hat, welcher Button was genau bewirkt.

Was die Materialien betrifft, so kombiniert Amazfit Metall, etwa für die Lünette und die vier Buttons, mit Polymer. Ihr könnt die T-Rex 3 auch zum Schwimmen und sogar Freitauchen einsetzen. Als Betriebssystem dient hier ab Werk Zepp OS 4. In meinem Testzeitraum ist die Smartwatch dabei auch schon mit zwei Updates versorgt worden. Kombinieren könnt ihr die kluge Uhr sowohl mit Android- als auch mit iOS-Geräten. Notwendig ist allerdings die Zepp-App und in dieser auch ein eigenes Konto. Falls ihr euch kein spezielles Zepp-Account anlegen wollt, müsst ihr euch über einen Account von Google, Facebook oder Xiaomi anmelden.

Praxistest

Die vorinstallierten Zifferblätter der Amazfit T-Rex 3 empfand ich allesamt als recht überladen, ihr könnt da allerdings Abhilfe schaffen und über die Zepp-App aus einem ganzen Sammelsurium von Alternativen wählen. Es ist theoretisch auch möglich, via NFC und Zepp Pay mit der Smartwatch zu bezahlen. Allerdings sind hier bislang nur wenige Banken im Boot – am ehesten werden da wohl Leser über Curve Erfolg haben. In Anspruch genommen habe ich beim Laufen die Steuerung der Musikwiedergabe am verbundenen Smartphone. Alternativ bestückt ihr den internen Speicherplatz der Smartwatch mit eigener Musik, insofern ihr über eine passende MP3-Sammlung verfügt.

Amazfit hat auch bei den Benachrichtigungen Fortschritte gemacht. Etwa könnt ihr euch an der T-Rex 3 auch viele Emojis, Sticker und sogar Fotos anzeigen lassen. Antworten könnt ihr auf Nachrichten aus Messengern auch, aber nur mit kurzen, vordefinierten Antworten wie „Na ja“ und Ähnlichem. Wie bei der Balance, lässt sich auch an dieser Smartwatch eine simple Sprachsteuerung nutzen, über die ihr etwa Workouts starten könnt. Alexa oder den Google Assistant könnt ihr hingegen nicht einspannen.

Beim Laufen mit meiner Frau erfasste die T-Rex 3 die Laufstrecke sehr gut, wich allerdings leicht von den Ergebnissen der Amazfit Balance ab. Welches Modell da exakter gewesen ist, kann ich aber nicht einwandfrei sagen, da die T-Rex 3 eine verbesserte Ortung nutzt, spricht das im Zweifelsfall für das neuere Modell. Unter den trackbaren Sportarten sind nicht nur verbreitete Workouts wie Outdoor- und Indoor-Jogging, sondern z. B. auch illustre Beispiele wie Bauchtanz, Brettspiele, Fallschirmspringen, Hip-Hop-Tanz, Offroad-Motorrad, Poledancing oder Wingsuitfliegen. Vom Denk- bis zum Extremsport deckt man da also einiges ab.

Das Erfassen der Workouts und auch des Schlafes erfolgte zuverlässig, wobei ich die T-Rex 3 beim Schlafen dann doch etwas zu klobig fand. Man bemerkt diese Smartwatch eben doch sehr am Handgelenk. Ihr robustes Design mag für Outdoor-Sport cool sein, am Computer oder eben beim Schlafen würde ich sie aber nicht gerne auf Dauer tragen. Im Übrigen könnt ihr natürlich justieren, wie oft z. B. euer Puls gemessen wird und ob ihr ein Always-on-Display nutzen wollt. Ein medizinisches EKG erstellen kann die T-Rex 3 aber im Gegensatz zu neuen Modellen von Withings z. B. nicht.

Hilfreich finde ich die Option, in der Zepp-App Ruhezeiten festzulegen, in denen das Display auch dann ausgeschaltet bleibt, wenn ich meinen Arm bewege. Statt unverhofft im Dunkeln zu funzeln, habe ich etwa eingerichtet, dass der Screen von 22 Uhr bis 7:30 Uhr ausgeschaltet bleibt, es sei denn, ich aktiviere ihn manuell. Kritisieren muss ich aber einmal das Zyklus-Tracking, mit dem meine Frau in letzter Zeit etwas genauer experimentiert hat. Dieses zeigt beim ersten Zyklus noch korrekte Daten an, stellt danach aber in unserem Fall völlig irrsinnige Prognosen zur kommenden Periode sowie den fruchtbaren Tagen auf.

Die Amazfit T-Rex 3 kann auch auf Atemprobleme im Schlaf hinweisen sowie bei abnormaler Herzfrequenz warnen. Einigen Lesern ist das wichtig: Auch einen Pomodoro-Timer könnt ihr z. B. nutzen. Der Funktionsumfang ist hier also wirklich breit. Willkommen ist auch die Chance, während des Trainings Benachrichtigungen zu blockieren. Das AMOLED-Display der Amazfit T-Rex 3 ist erstklassig – scharf und auch bei Sonnenlicht sehr gut ablesbar. Ihr könnt, solltet ihr mal im Dunkeln unterwegs sein, auch einen Nachtmodus zuschalten, der dann auf schwarzem Hintergrund alles in einer Farbe, wahlweise Grün, Orange oder Rot) anzeigen kann. Ob man das in der Praxis je benötigen wird, steht auf einem anderen Blatt.

Zur Akkulaufzeit: Die hängt sehr stark davon ab, ob ihr kontinuierlich den Puls messt, das Always-on-Display verwendet, die Standorterkennung für den Sport nutzt, etc. Nach meinem Eindruck kommen die Herstellerangaben gut hin und es dürfte einige Wochen dauern, bis ihr bei normaler Nutzung aufladen müsst. Ich persönlich gebe aber einen kleinen Minuspunkt dafür, dass Amazfit jetzt im Lieferumfang das USB-C-Kabel spart und nur noch eine reine Ladeplatte liefert. Auch müsst ihr bei der Musikwiedergabe damit leben, dass ihr zwar ca. 28 GByte an Speicherplatz befüllen könnt, aber eben keine Verknüpfung zu Musikstreaming-Anbietern wie Spotify möglich ist.

Mein Fazit zur Amazfit T-Rex 3

Die Amazfit T-Rex 3 ist eine sehr robuste Smartwatch mit reichlich Tracking-Funktionen und sehr guter Standorterkennung. Die Verarbeitung ist gelungen, allerdings ist die Uhr ziemlich klobig und nicht für zierlichere Handgelenke geeignet. Durch ihre Größe und das Gewicht kann sie beim Schlafen schnell stören. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls stark und es wird, außer bei sehr intensiver Nutzung mit GPS und allem Pipapo, einige Wochen dauern, bis ihr aufladen müsst.

Nachteile gibt es auch, wie etwa die fehlende Möglichkeit Musikstreaming-Anbieter wie Spotify direkt einzubinden, um Playlists herunterzuladen. Ihr könnt zwar reichlich Songs auf den internen Speicher hieven, da benötigt es jedoch eine eigene MP3-Sammlung. Auch verfügt die Amazfit T-Rex 3 zwar über ein Mikrofon, der Lautsprecher gibt aber nur Gepiepe aus, was an alte, interne PC-Speaker aus den 1980er-Jahren erinnert. Somit sind keine Telefonate à la Michael Knight am Handgelenk möglich.

Wer es aber auf eine Outdoor- und Sportuhr abgesehen hat, die einiges aushalten soll und zuverlässiges Tracking mit Standorterkennung auch bei ausgefallenen Sportarten bieten soll, der ist bei der Amazfit T-Rex 3 sicherlich an der richtigen Adresse.

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Im Vergleich: Roborock Qrevo Master & Qrevo Plus ausprobiert

Qrevo Plus

Im Frühjahr hatte ich mit dem Roborock Qrevo MaxV einen Saug- und Wischroboter aus dem Hause Roborock unter die Lupe genommen. Besagtes Modell kommt mit rotierenden Mopps, einer davon ausfahrbar und konnte im Praxistest durchaus überzeugen. Roborock hat inzwischen das Qrevo-Portfolio weiter ausgebaut: Einstiegsmodell ist der Qrevo S (649 Euro), gefolgt vom Qrevo Plus (699 Euro) und dem Qrevo Pro (799 Euro). Darüber siedeln sich dann der Qrevo MaxV (999 Euro) und der jüngst vorgestellte Qrevo Master (1099 Euro) ein, der als neues Flaggschiff-Modell die Qrevo-Reihe anführt. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich meist nur in Kleinigkeiten. Mit dem Qrevo Master konnte ich mir das neue Top-Modell, sowie ein Modell am unteren Portfolio-Ende, mit dem Qrevo Plus, anschauen.

Rein optischer Natur ähneln sich die beiden Modelle doch sehr. Die Änderungen sind vielmehr unter der Haube zu suchen: Der Qrevo Master unterscheidet sich vom Qrevo MaxV durch eine erhöhte Saugleistung von 10.000 Pa. Außerdem bringt er das FlexiArm-Design nicht nur zum Wischen, sondern auch – wie bei der S-Serie – für die Seitenbürste mit. Zudem wird auch das DuoRoller-Riser-Bürsten-Design der S-Serie adoptiert und die Dockingstation reinigt sich selbst.

Qrevo Plus

Im Vergleich zum Qrevo MaxV wird der Qrevo Plus nur mit 45 Grad Celsius heißem Wasser ausgespült. Zudem fehlt die automatische Schmutzerkennung. Die ausfahrbare Seitenbürste vom Wischen gibt es ebenso wenig, die ist dem Master vorbehalten. Auch ist diese nicht anhebbar. Aber einer der beiden Mopps ist seitlich ausfahrbar. Gegenüber dem Qrevo Pro gibt es übrigens nur kleine Abstriche bei der Absaug- und Reinigungsstation. Zudem setzt der Qrevo Plus auf Reactive Tech bei der Hindernisvermeidung. Das ist Roborocks Lösung ohne Kamera. Beim Qrevo MaxV und auch beim Qrevo Master kommt die kamerabasierte Reactive AI zum Einsatz.

Klingt auf dem Papier jedenfalls mal nach überschaubaren Unterschieden und wer da wohl wenig entscheidungsfreudig ist, der liegt mit dem Qrevo MaxV da auch weiterhin in der goldenen Mitte.

Der Qrevo Master und der Qrevo Plus sind beide, Roborock-typisch gut verarbeitet. Da merkt man erst einmal den beiden doch recht verschieden-teuren Geräten keinen Unterschied an. Auch zur Einrichtung sowie der App mit ihren unfassbar vielen Einstellungsmöglichkeiten will ich an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren, da verweise ich auf alte Testberichte. Für uns im Team ist es eine der besten Saugroboter-Apps am Markt. Roborock arbeitet an Matter-Kompatibilität für seine Saugroboter. Angekündigt ist hier für die Modelle aus dem Test noch nichts, ich hoffe aber, dass man hier ebenfalls früher oder später entsprechende Updates vorsieht.

Saugen: 10.000 Pa vs. 7.000 Pa – mehr Saugleistung vor allem auf dem Papier

Der Qrevo Master verfügt mit seinen 10.000 Pa gegenüber den 7.000 Pa des Qrevo Plus eine erhöhte Saugleistung. Die ist im Alltag, ganz egal bei welchem Untergrund, eher weniger spürbar und beide liefern mit ihrem Saugergebnis ab.

Nur das Master-Modell verfügt über die FlexiArm-Seitenbürste. Das kommt tatsächlich wesentlich besser in Ecken, um dort Schmutz hervorzukehren und diesen einzusaugen. Muss man letztlich wissen, ob man es (im Austausch zur Ersparnis) verschmerzen kann in den Ecken und wie verwinkelt letztlich da euer Grundriss ist.

FlexiArm-Seitenbürste vom Qrevo Master

Wer es mit Haaren zu tun hat, der wird mit der DuoRoller-Bürste ebenfalls netter haben. So verfügt diese an den Seiten zudem über ein kleines Messerchen, welches Haare durchschneidet. Im Alltag haben sich hier tatsächlich kaum noch Haare um die Bürsten gewickelt, das sah beim Plus-Modell etwas anders aus, da blieben mehr Haare verwickelt.

Auf der Unterseite gibt es mit den DuoRoller-Bürsten gleich zwei Bürsten beim Qrevo Master

Wischen: Beide Modelle setzen auf das FlexiArm-Design beim Wischmopp

Das Wischen mit den zwei rotierenden Wischmopps sagt mir mehr zu, als das vibrierende Wischpad der S-Reihe. Das dürfte insbesondere bei Untergründen die Wisch-Art der Wahl sein, bei der man keine Schlieren auf dem Fußboden sieht. Bei unseren Fliesen und auch dem Parkett stellt dies kein Problem dar.

Der Qrevo Master und der Qrevo Plus sind hier gleich auf. Beide verfügen über das Flexi-Arm-Design-Feature, welches ein Wischen mit ausfahrbarem Mopp bis zum Rand ermöglicht. Eine Funktion, die ich nicht mehr missen möchte. Der Qrevo Plus ist das günstigste Modell im Qrevo-Portfolio, welches dieses Feature mitbringt und weshalb ich sagen würde, dass ich den Qrevo Plus auf allen Fälle dem Qrevo S vorziehen würde. Alles andere sind dann eher kleinere (Detail-) Funktionen, bei denen ihr überlegen müsst, ob sich Vorteil und Mehrpreis da für euch die Waage halten. Außerdem kann die komplette Qrevo-Reihe den Mopp anheben, wenn der Saugroboter über einen Teppich fährt.

Qrevo Plus

Der Mopp des Qrevo Plus wird lediglich mit warmem Wasser ausgewaschen. Wer da ebenfalls 60 Grad Celsius heißes Wasser möchte, der kann aber auch zum anderen Dock, sprich dem Qrevo Pro greifen. Der Master verfügt zudem über eine Selbstreinigungsfunktion, aber auch hier muss man öfter mal die Schale zum Reinigen entnehmen – brachte für mich also keinen entscheidenden (Alltags-)Vorteil im Vergleich.

Reactive AI vs. Reactive Tech bei der Hindernisvermeidung

Zur Navigation setzen beide Testmodelle auf LDS, welches in einem Laserturm-Aufbau seinen Platz findet. Es findet eine Kartierung statt, die fortlaufend angepasst wird. Kennen wir bereits und das ist bei Roborock auf einem wirklich hohen Niveau.

Laserturm Qrevo Master

Anders sieht es bei der Hinderniserkennung aus. Da setzen auch die Modelle der Qrevo-Reihe auf unterschiedliche Ansätze, so auch der Qrevo Master und der Qrevo Plus. Während der Qrevo Plus mit Reactive Tech kommt, ist der Qrevo Master mit Reactive AI ausgestattet.

Qrevo Master – Reactive AI

Bei Reactive AI kommt strukturierendes Licht nebst Kreuzlaser und eine RGB-Kamera zum Einsatz. Die App bietet zusätzlich die Möglichkeit, die Kamera auch als mobile Überwachungskamera einzusetzen. Wer gerne auf eine Kamera in einem Gerät verzichten möchte, der hat zudem ebenfalls die Wahl.

Qrevo Plus – Reactive Tech

Reactive Tech arbeitet lediglich mit strukturiertem Licht zur Hinderniserkennung. Reactive AI kommt gegenüber Reactive Tech in meinem Test besser mit flacheren Gegenständen, wie Kleidungsstücken oder Kabeln klar, die sich auf dem Fußboden befinden. So hat sich der Qrevo Plus doch des Öfteren den Wischmopp an einem Kabel abgesäbelt. Klar, da kann man dann auch mit virtuellen Grenzen oder Hindernissen arbeiten. Hier wurden in diesem Zuge dann auch Kabelkanäle gesetzt, was das Problem aus dem Weg räumt. Zeigte aber auf, dass der Qrevo Master doch besser mit Hindernissen umgehen kann. Die S-Reihe hat bei der Hinderniserkennung jedoch weiterhin klar die Nase vorn. Das wäre für mich der einzige Bereich, den die Flaggschiff-Reihe von Roborock noch nicht in der doch inzwischen mit teuren Modellen besiedelten Qrevo-Reihe anbietet.

Unterm Strich?

Mit dem Qrevo Plus hat Roborock für 699 Euro einen Saug- und Wischroboter im Angebot, der durchaus in vielen Bereichen punkten kann und bei den großen Brüdern mitspielt. So sind Saug- und Wischleistung tadellos und Abstriche macht man eher bei Details der technischen Ausstattung wie der ausfahrbaren FlexiArm-Bürste. Die Qrevo-Reihe ist durch ihre Modellvielfalt inzwischen durchaus chaotisch, die geringen Abstufungen bieten dann aber eben auch eine flexiblere Modellwahl. Der Qrevo Plus macht für mich die richtigen Abstriche und in den meisten Haushalten dürfte dieser einen mehr als zufriedenstellenden Dienst verrichten. Sprich: Der dürfte den meisten reichen. Ob das „mehr“ an Features die 400 Euro Differenz zum Master-Modell aufwiegen – na ich weiß ja nicht. Roborock bietet mit dem Master, abseits der Hinderniserkennung, quasi alles, was das Herz begehrt und was man auch in der Flaggschiff-Reihe so im Angebot hat. Wer mehr bezahlt, der bekommt eben auch mehr – ob man braucht oder nicht. Preis-Leistungstechnisch hat das Plus-Modell für mich aber ganz klar die Nase vorn.

Qrevo Master

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