Diablo IV: Vessel of Hatred im Test – Eine gute erste Erweiterung

Mit der Erweiterung Vessel of Hatred bringt Blizzard frischen Wind in die Welt von Diablo IV. Diese Erweiterung verspricht nicht nur neue Inhalte, sondern auch eine Rückkehr zu den Wurzeln der klassischen Blizzard-Erweiterungen.

Vessel of Hatred setzt direkt am relativ offenen Ende des Hauptspiels an. Die Handlung führt uns in die dichten Dschungel von Nahantu, wo die Geschichte um Neyrelle und Mephistos Seelenstein weitergeht. Die neue Kampagne bietet spannende Schauplätze und interessante Charaktere, auch wenn sie sich manchmal etwas kurz und unvollständig anfühlt. Ja, die Erzählung ist packend, aber es bleibt das Gefühl, dass dies nur der Auftakt zu einem größeren Abenteuer ist. Ein großer Kritikpunkt an der sonst so gut erzählten Geschichte: das Ende. Das hat mich etwas ratlos zurückgelassen, aber ich möchte hier nicht spoilern.

Ein Highlight der Erweiterung ist die Einführung der neuen Charakterklasse der Geistgeborenen. Diese Klasse bietet eine einzigartige Mischung aus Nahkampfwaffen und thematischer Magie, inspiriert von vier Dschungeltieren: Jaguar, Adler, Gorilla und Tausendfüßler. Die Möglichkeit, Fähigkeiten dieser Geistertiere zu kombinieren, bietet eine enorme Flexibilität im Spielstil. Besonders der Tausendfüßler, der mit Gift und Lebensraub arbeitet, hat sich schnell zu meinem Favoriten entwickelt.

Die Erweiterung bringt zahlreiche Verbesserungen im Gameplay. Das Level-Cap wurde auf 60 festgesetzt, gefolgt von 300 Paragon-Stufen, die nun über alle Charaktere hinweg geteilt werden. Diese Änderungen ermöglichen einen schnelleren Zugang zum Endgame und fördern die Experimentierfreude bei der Charakterentwicklung. Die Einführung von Runenwörtern und das neue Söldnersystem bieten zusätzliche Tiefe und strategische Möglichkeiten. Gerade bei den Söldnern hat man durch die verschiedenen Typen schöne Optionen, seinen eigenen Spielstil zu unterstützen.

Ein weiteres Highlight ist die Dark Citadel. Diese Instanzen erfordern Teamarbeit und strategisches Denken, um die Bosse zu besiegen. Die Einführung des Party Finders erleichtert es, Mitspieler zu finden und gemeinsam die Herausforderungen anzupacken. Meiner Meinung nach ein guter Versuch, Diablo IV um weitere Raid-Aktivitäten zu bereichern.

Grafisch bleibt Vessel of Hatred hübsch anzusehen. Die Umgebungen sind detailreich und atmosphärisch, und die neue Fauna von Nahantu bietet eine Menge Vielfalt. Das Spiel läuft flüssig und bei mir komplett Bug-frei. Ich habe das Ganze auf dem Ally X, GeForce Now und der Xbox Series X getestet.

Mein Fazit zu Vessel of Hatred

Vessel of Hatred ist eine gelungene Erweiterung, die Diablo IV um viele spannende Elemente bereichert. Die neue Spiritborn-Klasse und die kooperativen Inhalte sind Punkte, die das Spielerlebnis bereichern. Auch wenn die Kampagne etwas kurz geraten ist und ein zumindest für mich unbefriedigendes Ende hat, bietet die Erweiterung genug, um alte und neue Spieler zu fesseln.

Für Fans von Diablo IV ist Vessel of Hatred ein Muss, das die Wartezeit auf zukünftige Inhalte verkürzt und die Lust auf mehr weckt.

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PlayStation 5 Pro: Mein erster Eindruck

Seit Donnerstag ist sie im deutschen Handel erhältlich: Die Rede ist natürlich von der Sony PlayStation 5 Pro. Erste Tests sind schon etwas vorher online gegangen, ich selbst konnte mich aber genau wie ihr erst seit dem 7. November 2024 mit diesem Mid-Generation-Refresh beschäftigen. Ausführlichere Erlebnisse mit den optimierten Games kann ich daher erst nächste Woche mit euch teilen. In diesem Post findet ihr aber schon einmal meine ersten Eindrücke der PS5 Pro.

Damit ihr meine Meinung besser einordnen könnt: Ich selbst habe anno dazumal schon die allererste PlayStation besessen und lediglich die PS2 übersprungen. Das liegt daran, dass ich damals vorwiegend am PC gespielt habe und als Zweitgerät mit dem Nintendo GameCube recht glücklich gewesen bin. In der letzten Generation standen erst die PlayStation 4 und dann die PS4 Pro in meinem Gaming-Set-up. Mit der Xbox wurde ich parallel ab der Xbox One X ebenfalls warm, welche in der Last-Gen dann auch meine Lieblingsplattform gewesen ist.

Derzeit spiele ich am liebsten am PC, was gehöriger Überredungskunst von Nvidia zu verdanken ist. So hat mich der Hersteller nach anfänglicher Skepsis meinerseits wieder auf die Vorzüge des PC-Gamings aufmerksam gemacht – gerade in Zeiten, in denen die Konsolen-Hardware in die Jahre kommt. Da ist das Zocken mit einer GeForce RTX 4080 eben schon eine andere Welt. Genau da ist die PlayStation 5 Pro aber eben bei mir ebenfalls willkommen, denn als Enthusiast bin ich sicherlich genau die Zielgruppe. Und Sonys First-Party-Spiele zählen für mich zu dem besten, was die Branche zu bieten hat.


Playstation 5 Pro


Playstation 5 Pro

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Optik und Haptik der PlayStation 5 Pro

799 Euro sind ein stolzer Preis für die PlayStation 5 Pro. Ich persönlich hätte bei der ausgerufenen Summe zumindest erwartet, dass Sony den Ständer zur vertikalen Aufstellung wieder zum Lieferumfang hinzufügt – beim Slim-Modell hatte man diesen ja im Zuge der Shrinkflation entfernt. So habe ich mir zähneknirschend dann das Accessoire separat für 29,99 Euro nachgekauft. Auch ein Disc-Laufwerk fehlt – jenes ist aber derzeit komplett ausverkauft. Da es 119,99 Euro kostet, wäge ich da noch ab, ob sich der Kauf für mich lohnt. So nutze ich die Konsole nicht zur Filmwiedergabe und habe nur noch wenige Discs in der Sammlung. Ich kann aber jeden verstehen, der sich darüber ärgert, dass das UHD-Blu-ray-Laufwerk ebenfalls bei Bedarf nachgekauft werden muss.

Nach dem Auspacken war ich überrascht, wie klein und leicht die PlayStation 5 Pro ist. So habe ich noch das Launchmodell daheim, das deutlich (!) schwerer und auch etwas größer ist. Seit dem Launch habe ich keinen Hehl daraus gemacht, dass mich das Design nie sonderlich angesprochen hat. Mittlerweile ist da jedoch etwas Gewöhnung eingetreten. So finde ich die PS5 Pro gut verarbeitet und mit ihren „Rennstreifen“ auch etwas moderner als mein Launchmodell.

Dass der zentrale Bereich der Konsole aber immer noch in Hochglanz-Plastik gehalten ist, finde ich nervig. Darauf bemerkt man jeden Fingerabdruck und dieser Teil sieht bereits nach dem Auspacken wie abgegrabbelt aus. Da war die PS4 Pro mit ihrem matten Plastik aus meiner Sicht weit voraus. Ein Vorteil gegenüber der Launch-PS5: Die Seitenteile bestehen nun aus vier statt aus zwei Komponenten und lassen sich deutlich leichter entfernen. Da war beim Launchmodell immer ein wenig Gewalt notwendig. So habe ich direkt meine M.2-SSD aus der alten PS5 in die neue PS5 Pro versetzt. Der Speicher wurde direkt erkannt und alle meine installierten Spiele standen nahtlos zur Verfügung – perfekt. Im Übrigen hat auch die Übertragung meiner Profile, Einstellungen und Savegames über den Netzwerk-Datentransfer reibungslos funktioniert. Wie das läuft, habe ich auch schon in diesem Beitrag für euch erklärt.

Im Lieferumfang der PlayStation 5 Pro findet ihr auch noch einen DualSense-Wireless-Controller, ein USB-C- und ein HDMI-Kabel sowie einige Anleitungen und zwei leider recht billig wirkende Plastik-Clips zur horizontalen Aufstellung der Konsole. Die PlayStation 5 Pro unterstützt zudem jetzt Wi-Fi 7, während bisherige Modelle sich auf Wi-Fi 6 beschränkt haben. Die Tabelle unten fasst für euch auch einmal die technischen Eckdaten im Vergleich mit dem Launch- und dem Slim-Modell zusammen.

Konsole SoC Fertigung CPU GPU FP32-Rechenleistung Speicher SSD Preis
PlayStation 5 Pro Viola TSMC 4 nm 8x Zen 2 bis zu 3,85 GHz 60 CPUs RDNA 3.5 bis zu 2,18 GHz 16,7 TFLOPS 16 GB GDDR6 18 GBit/s 576 GB/s 2 GB DDR5 2 TB 799,99 Euro
PlayStation 5 Slim Oberon Plus TSMC 6 nm 8x Zen 2 bis zu 3,5 GHz 36 CPUs RDNA 2 bis zu 2,2 GHz 10,3 TFLOPS 16 GB GDDR6 14 GBit/s 448 GB/s 1 TB 450/550 Euro
PlayStation 5 Oberon TSMC 7 nm 8x Zen 2 bis zu 3,5 GHz 36 CPUs RDNA 2 bis zu 2,2 GHz 10,3 TFLOPS 16 GB GDDR6 14 GBit/s 448 GB/s 825 GB 400/500 Euro

Inbetriebnahme und Lautstärke

Flugs habe ich auf meinem Lowboard meine Launch-PS5 abgebaut und gegen die PS5 Pro getauscht – bisherige Netz- und HDMI-Kabel blieben da einfach mal in Steckdose bzw. TV eingesteckt. Nach dem Start begrüßt einen dann das altbekannte Dashboard – da gibt es keine Veränderung. Meckern auf hohem Niveau, aber ein wenig schade: Es prangt auf dem Startbildschirm kein Hinweis darauf, dass nun die Pro-Konsole in Betrieb ist. Im Idle-Betrieb ist mir direkt positiv aufgefallen: Von der PlayStation 5 Pro hört man rein gar nichts. Anders sieht es aber aus, sobald ich ein Spiel starte.

Ich sitze ca. 1,50 m weg von der Konsole und schon bevor das Hauptmenü eines Spiels prangt, dreht der Lüfter der PlayStation 5 Pro direkt hoch. Das wird auch von einem leichten Fiepen begleitet, das ich als ziemlich nervig empfunden habe. Glücklicherweise verschwindet dieses aber, wenn sich der Lüfter etwas „eingespielt“ hat. Beim Gaming ist die PlayStation 5 Pro dann doch deutlich lauter als meine Launch-PS5 und in stillen Szenen, etwa Menüs stets im Hintergrund hörbar. Es ist nicht mega störend, aber eben doch ein merklicher Sprung in der Lautstärke.

Nun habe ich die ersten Kommentare vor Augen, die bemerken: „In anderen Reviews steht aber die PlayStation 5 Pro sei nicht zu hören!!!“ oder „Ich höre von der PS5 Pro absolut nichts!!!“. Ich kann hier nur über mein Testexemplar urteilen. So gibt es bei Spielekonsolen seit jeher eine enorme Serienstreuung. Beispielsweise waren auch schon in der Launch-PS5 drei verschiedene Lüfter verbaut. Da hatte ich etwa ein besonders leises Modell erwischt. Im Falle der PS5 Pro dürfte ich nun wohl eine der lautstärkeren Konsolen daheim stehen haben.

Stromverbrauch und erste Gaming-Eindrücke

Der Stromverbrauch der PlayStation 5 Pro geht je nach Spiel auf bis zu 240 Watt hoch und liegt damit nur wenige Watt höher als beim Standardmodell. Fasse ich an die Lüftungsschächte kann ich auch keine Unterschiede bei der Temperatur der warmen Luft feststellen, die nach draußen geblasen wird. Im Menü genehmigt sich die Konsole etwa 55 Watt, was auch auf dem gleichen Level wie die PS5 Slim liegt. Hier muss sich also niemand über eine explodierende Stromrechnung Sorgen machen.

Im Übrigen läuft eine Sache anders als an der PS4 Pro damals: An jener konntet ihr einen Boost-Modus aktivieren, der dann PS4-Spiele ohne Enhanced-Updates mit mehr Leistung verarbeitet hat. Die PlayStation 5 Pro führt dieses Prinzip zwar als „Game Boost“ für PS5-Titel weiter, dies ist aber stets automatisch aktiviert. Explizit anknipsen könnt ihr wiederum die Aufbesserung von PS4-Spielen. Zur exakten Funktionsweise gibt das Menü wenig Aufschluss und auch Sony geizt mit genaueren Angaben. Nach meinem Eindruck jagt hier eine Art KI-Filter zur Nachschärfung über das Bild. Zumindest Menütexten kommt das sehr zugute, ansonsten variieren die Ergebnisse je nach Titel.

Da ich die Sony PlayStation 5 Pro erst am Donnerstag erhalten habe und auch meinem beruflichen Tagesgeschäft nachgehen muss, habe ich nur kurz in einige optimierte Games hereinschauen können. Das sind z. B. „Horizon Forbidden West“, „Horizon Zero Dawn Remastered“, „Final Fantasy VII Rebirth“, „Stellar Blade“ und „Alan Wake 2“. Einen ausführlicheren Bericht von mir könnt ihr dann nächste Woche im Blog lesen.

Dabei grundsätzlich: Als ich vor ca. drei Jahren damit begonnen habe wieder mehr am PC zu spielen, war der Wow-Effekt beim Vergleich mit den Konsolen wesentlich größer, als er es jetzt an der PlayStation 5 Pro ist. Ich bin also gewissermaßen „abgehärtet“ bzw. verwöhnt. So sieht „Alan Wake 2“ mit seinen Ray-Tracing-Reflexionen an der PlayStation 5 Pro nun deutlich besser aus als an der PS5. Doch PC-Spieler dürften immer noch müde lächeln, betrachten sie das Gebotene. Hier musste ich mir selbst dann auch mehrfach in Erinnerung rufen, was die PS5 Pro kostet – und was man für z. B. alleine eine GeForce RTX 4080 auf den Tisch legen muss.

Spaß gemacht hat mir an der PlayStation 5 Pro besonders „Stellar Blade“, das zwei neue Bildmodi erhalten hat. Der neue Pro-Modus verwendet die neue Upscaling-Technik PlayStation Spectral Resolution (PSSR) und sieht schlichtweg fantastisch aus. Und in „Final Fantasy VII Rebirth“ kann Sony im neuen „Versatility Mode“ tatsächlich das Versprechen halten, die Bildqualität des Fidelity- und die Framerate des Performance-Modus zu bieten. Da macht das ohnehin erstklassige Rollenspiel gleich eine Ecke mehr Spaß.

Selbst in meinen kurzen Eindrücken ist schnell klar geworden, dass PSSR dabei AMDs FSR, das sonst fürs Upscaling in vielen Games Verwendung findet, klar ausstechen kann. Eine gleichwertige Konkurrenz für Nvidias DLSS, das ein nochmal saubereres Bild mit weniger Artefakten erzeugt, liegt aber noch nicht vor. Dennoch ist beeindruckend, was Sony hier gezaubert hat und direkt im ersten Anlauf an so eine Technologie liefert.

Mein vorläufiges Fazit

Die PlayStation 5 Pro ist eine gelungene Evolution der PS5. Sie hat aber auch Nachteile: Zumindest mein persönliches Pro-Exemplar ist in Spielen nämlich deutlich lauter als meine Launch-PS5. Dass Sony sich im Lieferumfang den vertikalen Ständer spart, finde ich persönlich knauserig. Auch das Disc-Laufwerk hätte bei so einem Modell für Enthusiasten aus meiner Sicht einfach zur Standard-Ausstattung gehört. Hier ist der fehlende Konkurrenzdruck zu bemerken.

Ansonsten liefert die PlayStation 5 Pro mit einem attraktiveren Design das, was man von so einem Mid-Generation-Refresh erwartet: mehr Leistung – sowohl in den Enhanced-Titeln als auch in den nicht angepassten Spielen. Gerade Titel mit offenen Framerates und / oder dynamischen Auflösungen sehen an der PS5 Pro schon jetzt deutlich besser aus, als an der Standard-PS5. Die Bildverbesserungen für PS4-Titel sind zwar kein Kaufgrund, aber ein netter Bonus.

Allerdings gibt es aktuell im Konsolenbereich aus meiner Sicht derzeit keine frischen Must-Have-Titel, für welche ihr auf die PS5 Pro lauern müsstet. Da sehe ich wohl erst „GTA VI“ als Zugpferd an. Ob sich die Investition von 799 Euro also schon jetzt lohnt, hängt stark davon ab, wie oft ihr eure PS5 anschmeißt bzw. ob ihr schon eine Konsole besitzt. Ich selbst würde als Neukunde in jedem fall zur Pro greifen, auch um mich für die nächsten Jahre abzusichern. Steht aber schon eine PS5 bei euch im Gaming-Zimmer, dann wirkt das Upgrade deutlich weniger attraktiv.

Gefühlt war der Sprung von der PS4 zur PS4 Pro einfach größer, da letztere erstmals für 4K-TVs gedacht gewesen ist. Die PlayStation 5 Pro ist in ihrer DNS immer noch sehr nahe an der regulären PS5. Wer das Geld übrig hat und viel zockt, wird mit der Pro sicherlich viel Spaß haben und zufrieden sein. Für alle anderen bleibt aber vorerst wohl die reguläre PS5 die erste Anlaufstelle.


Playstation 5 Pro


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EA NHL 25 angespielt: Evolution oder Stillstand?

Mit NHL 25 bringt EA Sports die neueste Ausgabe seiner beliebten Eishockey-Simulation auf den Markt. Als erstes Spiel der Serie, das ausschließlich für die aktuelle Konsolengeneration entwickelt wurde, stellt sich die Frage: Ist es ein großer Sprung nach vorn oder nur ein weiteres Update?

NHL 25 nutzt die Vorteile der PS5 und Xbox Series X|S voll aus. Spieler sehen lebensechter aus, und die neue Infinite-Kamera verbessert die Qualität der Wiederholungen erheblich. Die Animationen sind flüssiger, und die Darstellung des Eises zeigt vor allem beeindruckend, wie es sich im Laufe eines Spiels abnutzt. Die Spieler wirken menschlicher, und die Gesichter sind detaillierter, was natürlich besonders bei Nahaufnahmen auffällt. Im hektischen Gameplay bleibt davon dann doch wenig übrig.

Neben der etwas aufgehübschten Grafik, was ist denn im Spiel selbst neu? Das neue ICE-Q-System verbessert die Interaktion der KI auf dem Eis. Spieler können sich besser positionieren und offene Mitspieler leichter finden. Im Spiel wirkt das jetzt etwas realistischer und generell fühlt sich NHL 25 dadurch mehr wie eine Simulation an und weniger wie eine Arcade-Schlacht auf dem Eis. Generell habe ich den Eindruck, dass im Vergleich zum letzten Jahr mehr Dynamik auf dem Eis ist. Der große Umbruch ist das meiner Meinung nach aber nicht.

Eine weitere neue Funktion ist die Next-Gen Vision Control, welche die Ausrichtung der Spieler automatisch anpasst. Diese Funktion erleichtert das Manövrieren auf dem Eis, insbesondere beim Wechsel von Verteidigung zu Angriff. Es ermöglicht präzisere Pässe und ein besseres Timing. Allerdings fehlt ein Trainingsmodus, was neuen Spielern das Erlernen der Steuerung erschwert. Die Steuerung ist komplex, und ohne Anleitung kann es frustrierend sein, alle Feinheiten zu meistern. Hier hat man die letzten Jahre einfach geschlafen.

Auch der Franchise-Modus hat einige sinnvolle Updates erhalten. Der zentrale Hub bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Informationen, und die Vertragsverhandlungen sind realistischer geworden. Spieler haben nun eigene Motivationen, was die Verpflichtung anspruchsvoller macht. Das neue Dialogsystem ermöglicht es, Spieler individuell zu entwickeln und X-Factor-Fähigkeiten freizuschalten. Diese Neuerungen verleihen dem Modus mehr Tiefe und machen ihn vor allem für diejenigen interessanter, die den Management-Bereich mögen.

Hockey Ultimate Team bietet mit dem Wildcard-Modus und einem überarbeiteten XP-Progressionssystem frischen Wind. Wildcard erlaubt es, ein Team unter bestimmten Bedingungen zusammenzustellen, was für Abwechslung sorgt. Die Integration eines einheitlichen Battle Passes vereinfacht die Belohnungsstruktur. Spieler können jetzt genau sehen, welche Belohnungen sie auf jeder Stufe erwarten, was die Entscheidung erleichtert, ob sich der Kauf lohnt. Allerdings bleibt der Modus stark von Mikrotransaktionen geprägt, was den Spielspaß trübt. Aus meiner Sicht bleibt das Ganze ein Pay-to-Win-Bereich, den EA nach wie vor ordentlich melkt.

Was mich am meisten stört: Die Be a Pro-Kampagne hat man stark vernachlässigt, denn die bietet kaum Neuerungen. Die Zwischensequenzen und Dialoge sind größtenteils unverändert, was enttäuschend ist, da dieser Modus wesentlich mehr Tiefe bieten könnte. Schade. Die Online-Modi bieten zwar einige neue Features, aber insgesamt fehlt es an Innovation. Auch die Menüs sind oft träge, was die Navigation erschwert. Von anderen Bugs blieb ich glücklicherweise verschont.

Mein Fazit zum Spiel

NHL 25 bietet einige willkommene Neuerungen, insbesondere im Bereich der Grafik und des Franchise-Modus. Die verbesserten Animationen und die klügere KI tragen meiner Meinung nach zu einem stimmigeren Spielerlebnis bei. In anderen Bereichen bleibt es hinter den Erwartungen zurück. Die fehlenden Innovationen in Be a Pro und die anhaltende Abhängigkeit von Mikrotransaktionen in HUT sind für mich hierbei die größten Kritikpunkte. Für Fans, die seit einigen Jahren ausgesetzt haben, könnte NHL 25 einen Blick wert sein. Spieler von NHL 24 oder 23 können dieses Jahr wohl ohne große Probleme aussetzen.

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Mac mini 2024 im Ersteindruck

Apple hat den neuen Mac mini vorgestellt, der ab heute bei den ersten Besitzern eintreffen sollte. Der neue Mac mini präsentiert sich in einem komplett überarbeiteten Design, das sich an der Designsprache des Mac Studio orientiert. Mit Abmessungen von 12,70 x 12,70 Zentimetern nimmt der Computer nun über 50 Prozent weniger Grundfläche ein als sein Vorgänger, was ihn zu einer platzsparenden Option für den Schreibtisch macht. Spannend fand ich in dem Zusammenhang, dass man da tatsächlich noch intern das Netzteil verbaut, vermutlich wird man da bei der nächsten Ausgabe noch einmal verkleinern können und alles über USB-C nach außen laufen lassen. Wobei: traut sich Apple das bei stationären Rechnern?

Apple bietet den Mac mini in verschiedenen Konfigurationen an, die sich an unterschiedliche Nutzergruppen richten. Das Einstiegsmodell ist mit dem M4-Chip ausgestattet, der eine 10-Core CPU und eine 10-Core GPU besitzt. Der Arbeitsspeicher beginnt bei 16 GB. Die leistungsstärkere Variante mit M4 Pro-Chip verfügt über eine 14-Core CPU und 20-Core GPU. Hier lässt sich der gemeinsame Speicher auf bis zu 64 GB erweitern, während die Festplattenkapazität maximal 8 TB erreicht. Da solltet ihr drauf achten, was ihr macht. Falls ihr dieses Blog lest und der Meinung seid, dass ich nicht mehr mache als ihr: Ja, der M4 mit 16 GB reicht für alles Gängige locker – und mehr als das.

Es gab natürlich viele Diskussionen um den Preis. Der Einstieg ist aus meiner Sicht super. Richtig toller Rechner, der einfach vielen Menschen auf viele Jahre gute Dienste leisten wird. Doch sobald man ein Mehr an Speicher konfiguriert, wird es schon unanständig teurer, wenn man nur den reinen Speicherplatz im Auge hat. Zumindest beim nicht flüchtigen Speicher würde ich sagen: externe SSD dranhängen und fertig. In den Einstellungen des App Stores kann man gar festlegen, dass große Apps auf einer anderen Platte installiert werden. Wer das noch nicht verglichen hat, dem sei einmal dieses Bild vor Augen gehalten – eine Verdoppelung von RAM und SSD kostet einfach mal so viel wie ein kompletter Einstiegs-Mac-mini. Ändert aber nichts daran, dass Apple mit dem Einstiegsmodell alles richtig macht.

Auf dem Papier? Im Vergleich zum M1-Modell bietet der neue Mac mini mit M4-Chip eine um den Faktor 1,8 gesteigerte CPU-Leistung. Die GPU-Leistung wurde um das 2,2-fache erhöht. Diese Leistungssteigerung kommt besonders der Apple Intelligence sowie rechenintensiven Anwendungen zugute. Dazu kann ich euch natürlich recht wenig erzählen. In meiner Welt kommt es selten vor, dass ich Raketentechnik betreibe oder 16 Film- und Audiospuren parallel rendern muss.

Deshalb habe ich den »normalen« M4 hier. 16 GB RAM sind Standard, damit es dann später auch mal mit der Apple Intelligence gut läuft. Aber auch bei normalen Arbeiten und bei einigen Spielen hat der M4 nicht mit der Wimper gezuckt. Ich habe da auch keinen Stress mit dem Arbeitsspeicher gehabt, selbst mit unzähligen Apps und Tabs in Chrome auf. Das ist schon ganz geil, aber auch nicht wirklich überraschend, wenn man die Performance von Apple-Chips in den letzten Jahren in den Augen hat. Wer da vielleicht von einem M1 oder einer Intel-Kiste kommt, dem sei gesagt: Ihr macht mit der Investition nichts falsch.

Die Anschlussvielfalt wurde von Apple auch neu konzipiert. An der Vorderseite befinden sich zwei USB-C-Ports mit USB-3-Unterstützung sowie ein Audioanschluss für Kopfhörer. Die Rückseite des M4-Modells bietet drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, während die Pro-Variante mit drei Thunderbolt-5-Ports ausgestattet ist. Auch da müsst ihr mal auf euer Setup schauen. Ich habe beispielsweise tatsächlich eine externe Thunderbolt-SSD für Backups. Kann ich die vorne anklemmen? Nö, da muss ich dann hinten an den Mac mini ran.

Und sonst so anschlusstechnisch? Tja, im Gegensatz zum Powerbutton kann ich Leute mit Soundsystem verstehen, die fluchen. Will man über Klinke ein Soundsystem an den Mac mini hängen, dann muss das Kabel vorne rein. Würde mich wahnsinnig machen, sieht halt nicht so mega aus, wenn man dahingehend ein Monk ist. (Wünschte ich mir, der Anschaltknopf wäre woanders? Jau.)

Die Netzwerkanbindung erfolgt standardmäßig über Gigabit-Ethernet, optional ist auch 10-Gigabit-Ethernet verfügbar. Und Menschen in anderen Setups arbeiten eben über das WLAN. Da habt ihr dann WLAN 6E (802.11ax). Entsprechendes WLAN daheim oder beruflich vorausgesetzt, ist das schon ganz nett. Hochleistungs-Fernwartung klappt über VNC, dazu Datenschaufeln und »das Übliche«, was man so macht. Streamen vom NAS, Daten sichern im Netzwerk, daddeln und so eben.

Ein HDMI-Anschluss ermöglicht die direkte Verbindung mit Displays. Das M4-Modell unterstützt zwei 6K-Displays plus ein 5K-Display, während die Pro-Version drei 6K-Displays bei 60 Hz parallel betreiben kann, was eine Gesamtauflösung von über 60 Millionen Pixeln ermöglicht. Das müssen Leute bedenken, die mehr als ein Display bevorzugen. Ich behaupte aber mal, dass normale Anwender mit einem Standard-M4 nicht mehr als zwei Displays haben. Dennoch ganz cool, dass mehr geht. USB-A? Kartenleser? Fehlanzeige. Wer da noch irgendwie verhaftet ist, der muss „dongeln“. Jeder hat eine andere Zubehörsituation, da kann ich also nicht beurteilen, wie schmerzhaft das Ganze für euch ist.

Nach der ersten »Nachtschicht« und dem Tagewerk am neuen Mac mini: Klar, er kostet Geld. Rüstet man auf, dann zahlt man viel (!) Geld für das »Mehr«. Und auch für seine Eingabegeräte möchte Apple Geld. Man munkelt aber, dass auch andere Tastaturen und Mäuse funktionieren. Lasst euch nichts vorgaukeln: für den »normalen« Bild- und Informationsarbeiter langt die Kiste mehr als dicke und das wird sie sicherlich ein paar Jahre. Ich weiß gar nicht mehr, wann man sich zuletzt einen Mac kaufen konnte, den man so ruhigen Gewissens empfehlen und selbst kaufen konnte – ohne den erhobenen Finger auf die Erweiterungspreise. Weil: die braucht man (in meinem Fall) nicht zwingend.

Ich weiß, Menschen wollen manchmal Benchmarks. Here you go:

• Geekbench 6 CPU Einzel: 3878

• Geekbench 6 CPU Multi: 14917

• Geekbench 6 GPU (OpenCL): 37261

• Geekbench 6 GPU (Metal): 57399

• Cinebench 2024 Multi: 943

• Cinebench 2024 Single: 174

• Cinebench 2024 GPU: 4109

• Cinebench 2024 Multi 30 Minuten: 922

Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass das die besten kleinen Kisten sind, die Apple bisher vorgestellt hat. Spaß-Boliden, Mini-Workstations, die auch gelegentliche Foto-, Audio- und Videobearbeitung sowie hochauflösende Multi-Monitor-Setups bewältigen. Für das Gebotene musste man bei Apple früher deutlich tiefer in die Tasche greifen. Von mir gibt es, trotz der angesprochenen Kritik, die absolute Empfehlung und den Daumen nach oben, wenn die Grundkonfiguration ausreicht – und wer hier im Blog mitliest, der weiß, dass ich selten bis nie Empfehlungen ausspreche. Gilt natürlich nur für die, die auch wirklich etwas Stationäres wollen. Wer tiefer in die Tasche greifen möchte, der wird sicherlich auch mit einem MacBook gut fahren. Müsste ich mich entscheiden, wäre das portable Arbeitsgerät immer meine erste Wahl. Ab 699 Euro kann man den Mac mini kaufen.

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Zendure SolarFlow ausprobiert: Hyper und Ace bereichern die Solar-Landschaft

Wir hatten euch das modulare Speichersystem Zendure SolarFlow bereits im vergangenen Jahr im Rahmen eines ausführlichen Testberichts gezeigt. Es handelt sich hierbei um eine Speicherlösung für das heimische Balkonkraftwerk. Tagsüber lässt sich hiermit Sonnenenergie speichern, um diese in den Abend- und Nachtstunden verwenden zu können. Mittlerweile erfreuen sich Balkonkraftwerke bekanntlich steigender Beliebtheit, in Deutschland darf man diese inzwischen auch mit 800 Watt (statt zuvor 600 Watt) betreiben. Und auch Zendure hat einige (Produkt)- Entwicklungen hingelegt, die ich in den vergangenen Sommermonaten ausführlich unter die Lupe nehmen konnte.

Inzwischen gibt es das modulare Batteriesystem nicht mehr nur 960 Wh (AB1000) je Modul, sondern auch mit 1920 Wh (AB2000). In beiden Fällen lassen sich bis zu 4 Akku-Packs, sprich maximal rund 8 kWh (bei den AB2000) kombinieren. Zudem lassen sich die Batterien nun auch für den Betrieb in kühlen Wintermonaten beheizen. Hierauf soll aber nicht der Fokus liegen, denn funktional hat sich da sonst nichts verändert. Zendure bietet mit flexiblen Panels inzwischen Module mit 210 Watt an, hierzu lasse ich einige Erfahrungen einfließen. Ihr seht diese auch im Artikelbild abgebildet. Die Montage mit Kabelbinder war hier jedenfalls so einfach, dass es schlicht nicht niederschwelliger geht, sich ein Balkonkraftwerk zu montieren und gerade an einem klassischen Balkon mit Metallstreben ist das eine super einfache Geschichte.

Vielmehr sollen die neuen Module SolarFlow Hyper und SolarFlow Ace im Vordergrund stehen. Caschy hatte damals mit seinen Solar-Panels den PV-Hub von Zendure eingesetzt. Hier ist zusätzlich auch ein Wechselrichter notwendig, wobei man da auf einen vorhandenen setzen kann. Ändert aber nichts am Hub-Geschwulst, in dem das endet, zumal der PV-Hub von Zendure, welcher letztlich für die Logik und Netzwerkanbindung verantwortlich ist, größentechnisch alles andere als klein ausfiel. Logisch, das Balkonkraftwerk selbst amortisiert sich recht flott. Bei den Batterien sieht es da anders aus.

Zendure SolarFlow Hyper: Wechselrichter und Hub in neuem, modularen Formfaktor zum Aufstecken

Mit dem Zendure SolarFlow Hyper wird das Geraffel, wie Caschy es liebevoll nennen würde, doch spürbar weniger. So vereint es Wechselrichter und PV-Hub in einem Modul. Dieses fällt zudem recht kompakt aus und es lässt sich modular auf eurem Batterie-Turm anbringen, was die Verkabelung doch stark vereinfacht. Das ist auch mit dem Zendure AIO 2400 so, was mit hübschem Gehäuse kommt. Hier ist das Speichermodul jedoch nicht modular und es ist zudem kein Laden vom Netz möglich, dazu aber später mehr – für manche könnte es dennoch eine Alternative sein.

Der SolarFlow Hyper eignet sich vor allem für Zendure-Neueinsteiger. Sprich solche, die noch keine Akkus und PV-Hub besitzen und möglicherweise auch direkt die Anschaffung eines Wechselrichters mit kombinieren wollen. Mit knapp 8,5 Kilogramm ist das doch ein Brocken, aber so oft bewegt man die Batteriemodule und den Hyper ja wohl nicht hin- und her. Die gute Verarbeitungsqualität und Materialwahl (Aluminium) lassen das Gewicht schnell vergessen.

Die Installation ist denkbar einfach. Der Hyper wird auf die Batterie-Module aufgesetzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr mit den AB1000 oder AB2000 arbeitet. Klasse, dass man da auch an vorhandene Hardware zu Hause denkt. Die Einrichtung über die App ist denkbar einfach. Der SolarFlow Hyper wird zum Koppeln vorgeschlagen, man bringt ihn ins WLAN-Netz und damit hat sich das. Anschließend hat man (nach dem Fahren diverser, verfügbarer Updates) Zugriff auf Daten und Einstellungsmöglichkeiten.

Vier Solarstecker sind (fest verdrahtet) für bis zu vier Gruppen Solarpanels vorgesehen. Die beiden MPPT-Eingänge liegen zwischen 350 und 600 Watt. Ich habe vier der flexiblen Panels angeklemmt und in den vergangenen (Sommer-)Monaten haben diese knapp 2 kWh täglich produziert. Je nach Sonne eben mal etwas mehr, mal etwas weniger. Durch die komplett senkrechte Montage hat die Anlage vor allem in den Morgen- und Abendstunden produziert. Sprich dann, wenn die PV-Anlage eben nicht auf Hochtouren lief. Für viele (auch mit PV-Anlage) ist daher der Betrieb des Balkonkraftwerks (auch ohne Akkus) denkbar.

Es sind verschiedene Betriebsmodi möglich. Die App von Zendure ist übersichtlich. Daten sind nahezu live abrufbar, auch über die Cloud und man kann auch weiteren Personen das Balkonkraftwerk zugänglich machen. Mittlerweile hat Zendure den Funktionsumfang ausgebaut: Der Akku lässt sich zeitbasiert, auf Basis des Strompreises oder gar mit einer Leistungsüberwachung auch smart aufladen. Das Messen mittels smarter Steckdosen und anpassen auf deren Datenbasis ist weiterhin möglich, halte ich aber für wenig praktikabel. Aus den Vollen schöpft man jetzt durch eine Shelly-Kooperation. Verbrauchsorientiert lässt sich beispielsweise mit dem Shelly Pro 3EM der Gesamtbedarf erfassen und die Einspeiseleistung regulieren. Da hat man sich mit Shelly als Partner sicherlich die richtigen geangelt. Auch andere Hersteller von Balkonkraftwerken arbeiten da inzwischen mit Shelly zusammen. Bei mir rennt man übrigens außerdem für die MQTT-Unterstützung offene Türen ein.

Zendure Hyper bringt gegenüber der bisherigen Kombination aus Wechselrichter und PV-Hub einen weiteren Vorteil mit. So ermöglicht Hyper, neben dem Aufladen des Akkus per Solar und Einspeisen in das heimische Stromnetz auch das Aufladen der Akkus mit dem Netzstrom (1200 Watt). So lässt sich beispielsweise der Akku mit dynamischem Stromtarif kostengünstig vollladen. Außerdem ist es denkbar, auch Überschuss aus einer PV-Anlage zu speichern, statt ins Netz zu speisen. Logisch, das ersetzt nicht den Betrieb (und die volle Funktionalität) eines Heimspeichers. Und derzeit hat man beispielsweise auch keine Lösung, Geräte im Falle eines Stromausfalls zu versorgen. Hier soll sich der Hyper aber künftig erweitern lassen.

Übrigens: Es lassen sich auch mehrere Hyper-Systeme miteinander kombinieren und auf jeder Phase eines betreiben. Innerhalb einer Phase soll das System mehrere Systeme (Phasenerkennung & ZenLink) erkennen und die Einspeiseleistung insgesamt dann eben auf erlaubte 800 Watt herabregeln.

Alleine, um PV Hub und Wechselrichter in einem Gerät zu haben würde ich wohl für den Betrieb eines Balkonkraftwerks mit Zendure-Akkus zum Hyper greifen. Wer das schon hat, braucht wohl eher weniger aufrüsten, außer das bidirektionale Laden ist interessant. Die weiteren Funktionen, die der Hyper bietet, sind in meinen Augen sinnvoll. Preislich muss man mit knapp 700 Euro aber doch tiefer in die Tasche greifen, als es mit PV-Hub und Wechselrichter einzeln notwendig wäre. Es bietet sich ein Kauf im Bundle (mit Panels und/oder Akkus) an. Alternativ gibt es mit dem AIO2400 ja auch noch eine Lösung, die besser verkabelt, aber nicht so modular und flexibel einsetzbar (bidirektionales Laden, Aufrüsten der Akku-Kapazität etc.) ist.

Zendure SolarFlow Ace: Das Akku-Pack wird zur Powerstation

Mit dem SolarFlow Ace konnte ich mir zudem noch ein Zubehörteil anschauen, welches die Zendure-Akkus zur „mobilen“ Powerstation macht. Wie der SolarFlow Hyper wird das Ace-Modul oben auf einen Akkuturm aufgesetzt. Bedeutet, Hyper-Modul abnehmen und Ace-Modul aufsetzen. Gleichzeitig ist das nicht möglich. Wer die Module nicht tauschen möchte, der muss mit dem Ace tatsächlich auf einen Hub 2000 in Kombination mit Wechselrichter zum Betrieb am heimischen Balkonkraftwerk (On-Grid) zurückgreifen. Anders als der Hyper ist Ace übrigens aus Kunststoff. Das bringt einen Gewichtsvorteil, wirkt aber nicht sonderlich hochwertig.

Off-Grid macht die Ace die Zendure-Akkus dann zur Powerstation und liefert per AC-Ausgang Saft für angeschlossene Geräte. Hier sind maximal 1500 Watt Ausgangsleistung möglich. Das hängt aber davon ab, an wie vielen Akkus man den Ace betreibt. Zwei Akkus (wahlweise AB1000 oder AB2000) sind für die maximale Leistung notwendig und das ist dann auch eher unhandlich. Mit einem AB1000 sind gar nur 960 Watt, mit einem AB2000 immerhin 1200 Watt möglich. Sprich: Will man aus einem Akku-Pack mal eben schnell eine Powerstation basteln, dann ist die Ausgangsleistung doch nicht sonderlich hoch. Ich denke da beispielsweise an Verbraucher, wie eine induktive Herdplatte. Aber: Die genannten Maximalleistungen werden auch dauerhaft erbracht. Kurzzeitig sind höhere Leistungen möglich, beispielsweise wenn ein Gerät zum Starten mehr Leistung zieht. Zendure gibt hier eine Spitzenleistung von 3000 Watt an, welche sich sehen lassen kann, die man aber nur wenige Sekunden abrufen kann. Wie diverse Powerstations röhrt bei der Verwendung der Steckdosen auch bei der Zendure Ace nach kürzester Zeit (unüberhörbar) der Lüfter. Die Lautstärke ist allerdings noch im Rahmen.

Die Auswahl der Anschlüsse nebst zweimal Schuko beim Ace ist überschaubar, aber ausreichend. So gibt es einmal USB-A (12 Watt). Am USB-C-Anschluss lassen sich mit 65 Watt auch gut und gerne Notebooks betreiben. In einer herkömmlichen Powerstation sind da inzwischen, auch wenn das wohl völlig ausreicht, ein bis zweimal 100 Watt (Power Delivery) gesetzt.

Aufladen lässt sich eine Kombi mit dem Ace übrigens auf verschiedenste Weisen. Zu Beginn hab ich den Anschluss eines Balkonkraftwerks beschrieben, mit Wechselrichter und zusätzlichem PV-Hub (Hub 1200 oder Hub 2000). Es ist außerdem möglich, das System – wie beim Hyper – per Netzstrom (900 Watt AC) zu laden – sei es per dynamischem Stromtarif, PV-Überschuss oder einfach so. Nett finde ich die Möglichkeit der verbauten 400 Watt MPPT. Hier lassen sich mobile Panels per XT-60 betreiben. Das unterstützen diverse Panels, oder ihr verwendet wie ich in meinem Fall an den Jackery-Panels entsprechende Adapter.

In meinen Augen eine nette Lösung, die aber vor allem ein nischiges Nutzerszenario abbildet. So wäre ein Camper denkbar, der sonst mit einer Zendure-Akkulösung ausgestattet ist und der mit dem Ace dann eben auch vor dem Camper eine Akkulösung (ohne Verlängerungskabel etc.) anbietet. Auf der anderen Seite muss man auch sehen: Die wenigsten brauchen wohl eine Powerstation für längere Zeiträume, sondern ich tippe bei den meisten eher auf wenige Wochen im Jahr. Sieht man die Zendure-Lösung mit der Ace als Speicher fürs Balkonkraftwerk, den man sich für diese Zeiten dann eben ausborgt, ist das Szenario wohl weiterhin nischig, aber das Akku-Pack wird dann auch wirklich ausgenutzt.

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