„Life is Strange: Double Exposure“: Meine Meinung zum Spiel

In dieser Woche haben Square Enix und das Entwicklerstudio Deck Nine die restlichen drei Episoden des Spiels „Life is Strange: Double Exposure“ veröffentlicht. Zumindest konnten Vorbesteller der Ultimate Edition schon vorab die ersten beiden Kapitel komplett spielen. Über jene hatte ich dann auch schon einen Bericht veröffentlicht. Inzwischen konnte ich auch in das Gesamtspiel hereinschauen und darf euch meine Eindrücke mitteilen.

Zur Technik habe ich mich ja schon im letzten Post geäußert, daher will ich das nicht erneut durchkauen. Allen Interessierten empfehle ich daher einen Blick in meinen vorherigen Beitrag zu „Life is Strange: Double Exposure“. So habe ich den Titel am PC via Steam genutzt und per Controller gesteuert. Hier sieht die Rückkehr von Max Caulfield optisch wirklich ansprechend aus. Mir persönlich gefallen auch die neuen Designs der Charaktere, welche etwas realistischer und weniger comichaft anmuten. Daran werden sich aber die Geister scheiden.

Es gibt da auch mal wieder die inzwischen fast schon üblichen Diskussionen um krampfhaftes DEI in diesem Titel, an denen ich mich nicht aktiv beteiligen möchte. Meine allgemeine Meinung: Inklusion und Diversität können gerne in ein Spiel einfließen, solange es thematisch passt und weder Charakterdarstellungen noch den Plot beeinträchtigt. Es gibt in „Life is Strange: Double Exposure“ in der Tat einige aufgesetzte Aspekte, wie die nervige Nebenfigur Amanda, im Großen und Ganzen handelt es sich hier aber nicht um ein „Dustborn“.

„Life is Strange: Double Exposure“ ohne Chloe

Fans von Chloe, die sich eine Fortsetzung ihrer Beziehung zu Max gewünscht haben, bekommen auch im Gesamtspiel „Life uf Strange: Double Exposure“ nicht das, was sie sich erhoffen. Deck Nine hat versucht, beide möglichen Enden des Erstlings zu berücksichtigen, was gezwungenermaßen dafür sorgt, dass die Ereignisse aus Arcadia Bay nur am Rande eine Rolle spielen. Dadurch wäre es relativ leicht, Max als Protagonistin gegen eine neue Figur auszuwechseln, zumal sich ja auch ihre übernatürlichen Fähigkeiten gewandelt haben. Statt durch die Zeit zu reisen, wechselt Max zwischen zwei Parallelwelten.

In einer Dimension wurde ihre beste Freundin Safi ermordet, in der anderen ist sie (noch) am Leben. Die Handlung ist also von Max Bestreben geprägt, herauszufinden, was es mit Safis Tod auf sich hat und ihn zu verhindern. Dabei gibt es natürlich einen gewaltigen Twist, den ich nicht vorwegnehmen möchte. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass dieser Wendepunkt einige Gamer zum Jubeln und andere zum Fluchen bringen wird. Mir persönlich hat er gut gefallen und stellt auch einen Twist dar, der nicht wieder direkt in die Klischeekiste greift, um nur auf die Tränendrüse zu drücken.

Als Spielzeit könnt ihr im Übrigen für „Life is Strange: Double Exposure“ rund zwei Stunden pro Episode einrechnen – also insgesamt ca. 10 Stunden. Das stimmt ziemlich gut mit den Vorgängerspielen überein. Wollt ihr noch alle Sammeleien am Rande abschließen, etwa um Fotos zu knipsen / zu finden, dann könnt ihr noch ein bis zwei Stunden draufrechnen. 49,99 Euro kostet dieser Titel, was ich für die moderne Technik, spannende und nicht gestreckte Geschichte sowie die allgemeine Qualität auch für in Ordnung halte.

Mein Fazit

„Life is Strange: Double Exposure“ liefert das, wofür die Reihe bekannt ist: ein gut geschriebenes, narratives Abenteuer mit einem übernatürlichen Twist. An das erste Spiel reicht man (wieder einmal) nicht heran, dafür sind einige Nebenfiguren zu anstrengend (Amanda) und die zentrale Freundschaft zwischen Max und Safi eben nicht tief genug, wenn man sie mit dem Verhältnis von Max und Chloe vergleicht. Zumal die Entwickler vielleicht besser damit bedient gewesen wären, ein einziges Ende aus dem ersten Spiel zum Kanon zu erklären, also lose beide möglichen Abspanne zu berücksichtigen, dadurch aber die Vergangenheit weitgehend aufgeben zu müssen.

Sei es drum, „Life is Strange: Double Exposure“ ist immer noch ein emotionales Abenteuer, das auch einige Überraschungen für den Spieler parat hat. Mir hat es z. B. besser gefallen als „Life is Strange 2“ oder „Life is Strange: True Colors„. In der Rangliste rangiert es dabei bei mir persönlich also direkt nach dem Erstling und nach „Life is Strange: Before the Storm“. Hoffentlich bleibt Deck Nine auf Kurs und liefert uns noch weitere Sequels – vielleicht mit mehr Revolutionen im Gameplay.

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„Horizon Zero Dawn Remastered“ für die PS5 im Kurztest

Sony hat in dieser Woche das Remaster zu „Horizon Zero Dawn“ für den PC und die PlayStation 5 veröffentlicht. Freilich ist das Spiel auch für die PS5 Pro optimiert worden. Mir liegt die Mid-Generation-Konsole allerdings noch nicht vor, sodass ich euch da keine Eindrücke schildern kann. Schließlich erscheint das Pro-Modell erst am 7. November 2024 und wie alle anderen auch, habe ich es ganz regulär im Handel vorbestellt. Dafür hatte ich dank eines Codes von Sony etwas früher Zugriff auf „Horizon Zero Dawn Remastered“ für die PlayStation 5 und kann euch meine Eindrücke schildern.

Wie sicherlich viele andere auch habe ich mir bei der Ankündigung der Neuauflage gedacht: „Muss das sein?“ Denn das Original ist zwar bereits 2017 auf den Markt gekommen, sieht für meine Begriffe aber auch heute noch recht ansehnlich aus. Zumal das Game an der PS5 dank Abwärtskompatibilität ebenfalls spielbar ist. Am Inhalt hat sich natürlich auch nichts geändert. In diesem Bezug entspricht „Horizon Zero Dawn Remastered“ der Complete Edition, enthält also bereits den DLC „The Frozen Wilds.

Lohnt es sich also nochmals, mit Aloy in die Postapokalypse einzutauchen und gegen Roboter-Dinos, verfeindete Stämme und mehr ins Feld zu ziehen? Vielleicht erleichtert euch die Entscheidung, dass ihr eure alten Spielstände importieren könnt. So dürft ihr beispielsweise im Falle des Falles direkt in ein New Game eintauchen oder könnt „Horizon Zero Dawn“ endlich abschließen, solltet ihr es anno dazumal vielleicht abgebrochen haben.

„Horizon Zero Dawn Remastered“: Für Neueinsteiger die beste Version des Spiels

Bei manchen Remastern kann man sich darüber streiten, ob sie wirklich besser sind als die Originalversion. Beispielsweise ist die aufgepeppte „The Outer Worlds: Spacer’s Choice Edition“ sehr kontrovers aufgenommen worden. Jüngst enttäuschte auch das Remaster „Lollipop Chainsaw RePOP“ durch Performance-Probleme. Eine sichere Sache sind solche Neuauflagen also nicht. Sony hat da aus meiner Sicht aber ein ganz gutes Händchen, wenn ich da z. B. an „The Last of Us: Part I“ denke. Und auch „Horizon Zero Dawn Remastered“ dürfte den meisten Fans gefallen.

Strittige Neuerung: „Horizon Zero Dawn Remastered“ nutzt für Charaktere nun das gleiche „Scheinwerferlicht“, das auch in der Fortsetzung „Horizon Forbidden West“ zum Einsatz kommt. Mir persönlich gefällt das ganz gut, da sich Aloy so besser vom Hintergrund abhebt und stets gut erkennbar ist. Ich kann aber verstehen, dass manchen Spielern diese unnatürliche Beleuchtung weniger zusagt. Die Portierung hat übrigens Nixxes gestemmt, die sich bei Sony zu Experten für PC-Versionen und Neuauflagen gemausert haben. Besitzt ihr übrigens die PS4-Version oder die alte Complete-Edition am PC, könnt ihr für 10 Euro ein Upgrade auf das Remaster durchführen.

An der PlayStation 5 verfügt „Horizon Zero Dawn Remastered“ über Darstellungsmodi mit 30, 40 (nur an VRR-Displays mit 120 Hz) und 60 fps. Bei 30 fps visiert das Game native 4K an, nutzt aber eine dynamische Auflösung zur Absicherung. In diesem Modus habe ich den Titel gespielt, da mir zugegebenermaßen aufgrund meines geringen Sitzabstandes von ca. 1,50 m von einem LG OLED C9 mit 55 Zoll Diagonale die Bildqualität wichtiger ist als eine hohe Framerate. Das ist aber Geschmackssache.

Grafisch kommt „Horizon Zero Dawn Remastered“ zwar nicht an den Nachfolger heran, allerdings hat man viele technische Verbesserungen des Sequels übernommen. Etwa wirkt die Vegetation nun deutlich natürlicher und die Wasserdarstellung hat sich massiv verbessert. Viele Texturen sind jetzt hochauflösender und auch die Wettereffekte ähneln jetzt „Horizon Forbidden West“ in der Qualität. Auch die Wolkendarstellung wurde an den neueren Titel angepasst. Da kommen also viele, für sich genommen kleine Anpassungen hinzu, die für ein aufgewertetes Gesamtbild sorgen.

Neues Beleuchtungssystem

„Horizon Zero Dawn Remastered“ nutzt auch ein neues Beleuchtungssystem, das teilweise die Lichtstimmungen dynamischer macht und gegenüber dem Original stark verändert. Eine weitere Anpassung, die besonders auffällt, sind die überarbeiteten Cutscenes und Gespräche. Die waren im Originalspiel schon etwas altbacken, in „Horizon Forbidden West“ dann aber auf einem sehr hohen Niveau. Das Remaster ordnet sich im Grunde in der Mitte ein und wirkt dadurch nun etwas moderner. Freilich gehört auch zu den Optimierungen, dass das Spiel jetzt den DualSense-Controller mit haptischem Feedback und den adaptiven Triggern voll unterstützt.

Am Ende ist „Horizon Zero Dawn Remastered“ ein gewaltiger Sprung, aber eine willkommene Evolution und eindeutig die bisher beste Version des Spiels. Für Neulinge bietet es sich also an, direkt bei diesem Komplettpaket mit aufgewerteter Präsentation einzusteigen. Wer den Titel schon an der PS4 in- und auswendig kennt, sollte abwägen, ob er Lust auf ein New Game hat. Vor allem, wenn man nicht den direkten Vergleicht hat, bemerkt man viele der Neuerungen eventuell nicht direkt. So kann die Erinnerung hier trügen und man hat das Spiel vielleicht rosiger in Erinnerung, als es in Wirklichkeit ist.

Mir hat eine erneute Runde mit Aloy jedenfalls viel Spaß gemacht und für 10 Euro als Upgrade macht man hier sowieso nichts falsch. Zum Neupreis von 49,99 Euro solltet ihr eben abwägen: Habt ihr das Original nie gespielt, lohnt sich „Horizon Zero Dawn Remastered“ auch zu jenem Preis auf jeden Fall. Ihr wollt nur eine Ehrenrunde drehen? Dann wartet vielleicht auf eine Preissenkung.

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Amazon Kindle Colorsoft: Ein erster, bunter Blick

Mit dem Kindle Colorsoft hat Amazon seinen ersten Kindle mit Farb-Display vorgestellt. Laut Angaben des Herstellers besticht der Kindle Colorsoft durch seine brillanten Farben, die ein papierähnliches Leseerlebnis bieten. Dies wird durch den Einsatz einer Oxid-Rückwandplatte erreicht, die mit speziell entwickelten Wellenformen arbeitet und dadurch sowohl in farbigen als auch in Schwarz-Weiß-Anzeigen schnelle Reaktionszeiten und gutem Kontrast sicherstellt. Ob das so ist, habe ich testen können.

Der neue Kindle Colorsoft misst 127,6 mm x 176,7 mm x 7,8 mm. Das Unternehmen setzt auf ein 7-Zoll-Farbdisplay mit integriertem Frontlicht, dieses leistet 300 ppi bei Schwarzweiß-Anzeige und 150 ppi bei Farbanzeige, optimierte Schriftsatztechnologie und eine 16-stufige Grauskala.

Das Colorsoft-Display nutzt Nitrid-LEDs, um die Farbintensität und Leuchtkraft zu erhöhen, ohne dabei die Schärfe zu mindern, sagt Amazon. Benutzer haben die Möglichkeit, Bilder ohne Verlust der Bildqualität zu vergrößern und zwischen unterschiedlichen Farbeinstellungen zu wechseln. Letzten Endes werden die identischen ppi – nämlich 300 – bei Schwarzweiß geboten wie bei anderen Kindle-Readern auch.

Ein Unterschied zum Farbmodell besteht darin, dass die Akkulaufzeit bis zu 8 Wochen beträgt und nicht 12 Wochen wie beim Paperwhite. Ich befürchte, dass Amazon noch einmal mit einem Update ran muss, bei mir schmolz der Akku wesentlich schneller dahin (3 % auf 20 Minuten bei voller Helligkeit), was natürlich auch dem intensiven Ausprobieren bei hoher Helligkeit geschuldet sein kann. Die Akkulaufzeit ist aber generell bei Farbmodellen etwas geringer. Der Colorsoft auch etwas schwerer als das Paperwhite, allerdings nur ein paar Gramm.

Grundsätzlich ist es ein Kindle-Gerät, wie jedes andere. Sprich: An der Bedienung und der Einrichtung ändert sich nichts. Man kann den Kindle mittlerweile easy mit der App einrichten, das wirkt fast wie ein Fast Pair, da seid ihr also in wenigen Minuten einsatzbereit.

Nutzer bekommen bei Amazon selbst natürlich Inhalte in Farbe. Ich bin da mal ehrlich und sage, dass ich für mich keinen Mehrwert darin sehe, einen Kindle Colorsoft zu besitzen, nur um farbige Cover von Büchern zu sehen. Da sehe ich dann eher Menschen, die Illustriertes lesen. Magazine, Comics, Bildgewaltiges. Folgende Formate werden generell unterstützt: Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; PDF, DOCX, DOC, HTML, EPUB, TXT, RTF, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung; Audible-Audioformat (AAX).

Colorsoft rechts

Ich hab mal ein wenig etwas aus meinem Comic-Vorrat angeschaut, das fand ich persönlich eher so mittel. Klar, man hat alles in Farbe, aber wenn man keine angepassten Comics hat, dann kann das Ganze unschön aussehen. Ihr könnt zwar zoomen, aber glaubt mir, das wollt ihr nicht. Jedes Zoomen geht weniger fluffig von der Hand als bei normalen Displays. Ihr zoomt klassisch mit zwei Fingern auf und zu, nach Abschluss des Zoomens wird neu berechnet und euch erst dann das Ganze in Farbe dargestellt.

Colorsoft rechts

Sprich: Der Kindle kann natürlich alles schön darstellen, wenn ihr auch das Passende reinschaufelt. Da muss dann bestenfalls die Auflösung und das Dargestellte passen. Wer 5 oder mehr Panels auf einer Comicseite hat, die vielleicht nicht im Fullscreen dargestellt wird, der hat absolut Null davon. Solltet ihr also Sideloader sein, dann schaut wirklich, dass ihr alles anpasst. Schiebt Probleme nicht auf den Kindle. Ich habe sowohl eigene als auch Comics aus dem Store gelesen und die Geschwindigkeit sowie die Qualität der Darstellung war bei den Kindle-Inhalten um ein Vielfaches (!) besser.

Klassisch lesen kann man natürlich auch. Ich hatte bei wechselnden Lichtverhältnissen absolut keine Probleme, den Text zu erkennen, knackig scharf alles.  Der neue Kindle Paperwhite ist ab Werk allerdings wärmer eingestellt als der Colorsoft. Das liegt allerdings am Paperwhite, dessen Vorgänger konnten sich auch kühler einstellen lassen. Was ich bemerkte: Irgendwie ist der untere Rand des Colorsoft gelbstichiger als der Rest:

Wichtig zu wissen: Ich denke einmal, dass sich die Lage auf dem „Sideloading-Markt“ irgendwann dahingehend verbessert. Wer allerdings zu den Kunden gehört, die ausschließlich bei Amazon unterwegs sind – und das sind halt wohl die meisten, die einfach bezahlen, um zu lesen – der wird dahingehend weniger Probleme haben. Denn bei Amazon selbst sind Inhalte schon angepasst, auch die Comics (Stichwort Panel-View etc.). Klickt man da doppelt auf ein Panel auf einer Seite, wird anstandslos herangezoomt, alternativ geht das Heranzoomen nahtlos.

Zu bedenken ist auch: Die neuen Kindle-Geräte verwenden MTP und werden daher auf einem Mac nicht als normales USB-Speichergerät angezeigt. Nutzer benötigen etwas wie OpenMTP, um Dateien an den Kindle senden zu können, alternativ gibt es Send to Kindle, Calibre oder die Möglichkeit, am Smartphone Dateien in die Kindle-App zu schieben. Aufgepasst: Die Kindle-App unterstützt maximal nur 50 MB Dateigröße.

Der Kindle Colorsoft unterstützt das drahtlose Laden und zeichnet sich durch eine Batterielaufzeit von bis zu acht Wochen aus. Das konnte ich nicht testen. Wer allerdings das Display sehr hell hat, zudem eine Bluetooth-Verbindung zu Audio-Geräten aufgebaut hat, der muss häufiger ans Netzteil.

Übrigens ist das Gerät wasserdicht, was die Nutzung in der Badewanne oder am Strand ermöglicht. Weitere bekannte Kindle-Features wie das Frontlicht mit automatischer Helligkeitsanpassung sind ebenfalls integriert.

So unter dem Strich, nach den ersten Lesungen? Wie oben erwähnt: Dass vielleicht vorliegendes, eigenes Material schlecht in Farbe dargestellt wird, ist nicht Problem des Kindle Colorsoft. Grundsätzlich bin ich mit der Darstellung zufrieden, sowohl im Standard- als auch im Leuchtend-Modus (Leuchtend verbessert die Farben bei weniger gesättigten Bildern, Standard bietet ausgewogene Farben für die tägliche Lektüre). Fans von Anmerkungen können diese nun auch in Farben vornehmen. Dennoch – und das ist meine persönliche Sache – würde ich als Comic- und Zeitschriftenleser eher zu meinem Tablet greifen, weil dieses dann doch die Farben wesentlich besser darstellt und das Display responsiver ist. Für Viel-Leser dürfte aufgrund des Gewichtes und der Akkulaufzeit dennoch immer der Kindle „King of the hill“ sein. Aber Kindle-Fans müssen sich fragen, was sie machen wollen. Für farbige Buchcover würde zumindest ich nicht den Kindle Colorsoft kaufen – denn der möchte mit 289,90 Euro bezahlt werden.

Meinen Test zum Kindle Paperwhite 2024 findet ihr hier.

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Geekom GT1 Mega im Test: Mini-PC mit einem Intel Core Ultra 9 185H

Geekom ist für seine Mini-PCs bekannt und veröffentlicht im Eiltempo neue Modelle. Dabei diskriminiert man nicht, sondern verbaut sowohl Chips von AMD als auch von Intel. Mit dem Geekom GT1 Mega liegt ein Modell mit einem Intel Core Ultra 9 185H aus der Reihe Meteor Lake vor. Ich habe mir den kompakten Rechner mit Windows 11 Pro einmal für euch angeschaut.

In diesem Fall setzt Geekom also auf einen immer noch relativ aktuellen Chip, der Ende 2023 vorgestellt worden ist und bis heute reichlich Leistung bietet. Auch in Sachen Abwärme kann man sich hier Bonuspunkte erwarten, denn der Prozessor entsteht immerhin im 7-nm-Verfahren. Die weitere Ausstattung des Geekom GT1 Mega lässt sich ebenfalls nicht lumpen, wie euch ein Blick auf die wichtigsten Eckdaten zeigt.

Technische Eckdaten des Geekom GT1 Mega

  • Mini-PC mit Windows 11 Pro
  • CPU: Intel Core Ultra 9 185H
  • GPU: Intel Arc
  • RAM: 32 GByte DDR5 (erweiterbar auf bis zu 64 GByte)
  • Speicherplatz: M.2-NVMe-SSD (PCIe Gen 4) mit 2 TByte
  • Schnittstellen: 5x USB 3.2 Gen 2 (Typ-A), USB 2.0 (Typ-A), 2x USB 4 (Typ-C), 3,5-mm-Audio, 2x HDMI 2.0, 2x Ethernet (2,5 Gbit/s), SD-Kartenleser, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, Kensington Lock
  • Maße: 135 x 132 x 46,9 mm
  • Preis: 1.149 Euro

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Der Geekom GT1 Mega zählt aktuell zu den kostspieligsten Mini-PCs des Unternehmens und kostet regulär 1.149 Euro. Über den Code „SBGT1“ erhaltet ihr immerhin 5 % Rabatt auf der offiziellen Herstellerseite. Bevorzugt ihr Amazon.de, dann könnt ihr dort mit dem Code „38MOPNA9“ ebenfalls 5 % Rabatt abstauben.

Ausstattung und Verarbeitung

Der Geekom GT1 Mega zählt zur neueren Generation von Mini-PCs des Anbieters, die auf ein hochwertiges Metallgehäuse setzen. Im Übrigen gibt es den Rechner auch noch in einer günstigeren Version mit dem Intel Core Ultra 7 155H sowie auf 1 TByte reduziertem Speicherplatz. Da fällt der Preis dann auf 899 Euro. Sowohl optisch als auch haptisch hinterlässt der Mini-PC jedenfalls einen hervorragenden Eindruck, bietet aber auch nicht wirklich etwas Neues, wenn man mit anderen Modellen des Unternehmens vergleicht. Bei so einem kompakten Gehäuse muss man das Rad aber auch nicht ständig neu erfinden.

Was die Anschlüsse betrifft, so habt ihr sicherlich schon oben herausgelesen, dass im Grunde alle Wünsche abgedeckt werden. Vorne sitzen fein aufgereiht vier Ports für USB-A sowie der Kopfhöreranschluss. Der SD-Kartenleser ist an der rechten Seite zu finden und hinten sitzen die weiteren Anschlüsse – inklusive je zweimal Ethernet und HDMI. Im Lieferumfang ist im Übrigen auch eine VESA-Halterung enthalten, um den Geekom GT1 Mega an einer Monitor-Rückseite zu befestigen.

Im Lieferumfang finden sich neben dem Mini-PC auch ein passendes Netzteil mit 120 Watt samt Stromkabel sowie ein HDMI-Kabel und eine Kurzanleitung. Hier passt also alles. Im Übrigen ist der Geekom GT1 Mega minimal größer als Vorgängermodelle, wofür man sich sicherlich zugunsten der Kühlung entschieden hat.

Praxistest des Geekom GT1 Mega

Der Geekom GT1 Mega ist, wie mehrfach erwähnt, mit dem Intel Core Ultra 9 185H bestückt, der auch für Notebooks gedacht ist. Dieser verfügt über insgesamt 16 Kerne – sechs Performance und acht Effizient-Kerne. Letztere takten mit bis zu 3,8 GHz, einzelne Performance-Kerne können kurzzeitig bis zu 5,1 GHz erreichen. Geekom hat die weise Entscheidung getroffen, die Leistung des Chips zugunsten von Abwärme und damit auch Lautstärke ganz leicht zu beschneiden. So legt man die PL1- und PL2-Werte auf je 45 bzw. 70 Watt fest.

Gamer dürfte freuen, dass der Chip im Vergleich mit älteren Intel-Prozessoren über eine deutlich leistungsfähigere GPU der Reihe Intel Arc verfügt. Mit einer AMD-Lösung mit einer integrierten Radeon-GPU seid ihr zwar zum Spielen immer noch besser bedient, steht aber auch hier zumindest solide da. Dass Wi-Fi 7 an Bord ist, dürfte für die meisten Anwender zwar willkommen, aber mehr ein theoretischer Bonus sein. Ich stecke etwa daheim bedingt durch meinen Router noch bei Wi-Fi 6 fest, konnte die Vorzüge also noch nicht ausloten. Immerhin gab es keine Probleme mit der Stabilität der Netzwerkverbindung.

Was die Lautstärke betrifft, so hinterlässt der Geekom GT1 Mega einen etwas gemischten Eindruck. Im Idle- bzw. Desktop-Betrieb verhält sich der Rechner zwar relativ unauffällig, ist aber unter Last deutlich zu hören. Man pendelt sich hier im Gesamtbild zwischen dem recht leisen Geekom A7 und dem etwas lauteren Geekom A8 ein, würde ich sagen. Der Mini-PC ist also kein Krachmacher, aber auch kein Leisetreter, sondern im Mittelfeld zu verordnen.

Auch den Stromverbrauch habe ich beobachtet und kann im Idle-Betrieb ca. 7,5 Watt vermelden. Unter Last kann der Verbrauch, etwa in 3D-Spielen oder anspruchsvollen Workloads, auf 100 bis 105 Watt ansteigen. Oben habe ich euch auch einmal die Ergebnisse aus Cinebench und CrystalDiskMark eingebunden. Die verbaute SSD stammt im Übrigen von Crucial und liefert solide Werte – wir ihr ja auch seht. Der DDR5-RAM mit 5.600 MHz tut ebenfalls sein Übriges, um für ein performantes System zu sorgen. Für KI-Freunde ist sicherlich auch ein Pluspunkt, dass der verbaute Intel-Chip eine NPU mitbringt. Je nach Anwendungsgebiet kann das natürlich gegenüber älteren Modellen ein enormer Pluspunkt sein.

Mein Fazit

Der Geekom GT1 Mega löst keinen Wow-Effekt aus, ist aber ein sehr guter Mini-PC des Herstellers. Wollt ihr einen kompakten Rechner, der auch mal für Spiele genutzt werden soll, seid ihr aber weiterhin mit Konkurrenten auf AMD-Basis und stärkeren GPUs besser bedient. Dafür kann dieses Exemplar mit dem Intel Core Ultra 9 185H eine NPU für KI-Anwendungen in die Waagschale werfen. In Sachen Lautstärke bewegt sich der kompakte Rechner im Mittelfeld und der Stromverbrauch erweist sich auch als verträglich.

Der größte Kritikpunkt ist vermutlich aus Sicher der meisten Leser der Preis, denn mit 1.149 Euro langt Geekom hier kräftig hin. Da sollte euch das kompakte Design schon sehr wichtig sein, um nicht stattdessen gleich zu einem Windows-PC mit Big-Tower und mehr Upgrade-Möglichkeiten zu greifen. Hier empfehle ich dann Interessenten die Rabattaktionen des Unternehmens im Auge zu behalten.

Stelle ich den Preis etwas zurück, ist der Geekom GT1 Mega ein leistungsfähiger Mini-PC, der sich keine echten Schlappen leistet und auch in Optik und Haptik zu überzeugen weiß.

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Seagate Game Drive External SSD für die PlayStation 5 im Test

Im September 2024 hat Seagate das Game Drive External SSD mit 1 bzw. 2 TByte Kapazität für die Sony PlayStation 4|5 in den Handel gebracht. Das klingt möglicherweise nach einer schönen Lösung, um z. B. eure Daten von einer PS5 zu einer PS5 Pro zu übertragen. Ich habe mir das externe Laufwerk in der Variante mit 2 TByte Speicherplatz einmal für euch im Test angeschaut.

Grundsätzlich handelt es sich hier um eine externe SSD, die ihr freilich nicht nur an der Sony PlayStation 4|5, sondern z. B. auch an einem Notebook oder PC verwenden könnt. Angeschlossen wird das Seagate Game Drive External SSD über seinen einzigen Anschluss – USB-C (3.2 Gen 2). Ab Werk ist das Laufwerk im exFAT-Format formatiert. Hier findet ihr die offizielle Produktseite des Herstellers.

Das Seagate Game Drive External SSD mit 2 TByte Speicherplatz kostet 274,99 Euro. Das ist eine ordentliche Stange Geld, denn schließlich könnt ihr in der PS5 ebenfalls ein zusätzliches internes M.2-SSD verbauen. Da landet ihr dann für 2 TByte etwa bei nur 140 Euro, wenn ihr euch z. B. die WD_BLACK SN850X ins Haus holt. Somit ist Seagates externe SSD vor allem dann sinnvoll, wenn ihr schon den internen Speicherplatz erweitert habt, es euch aber immer noch nach mehr Kapazität dürstet.

Ausstattung und Verarbeitung

Im Lieferumfang des Seagate Game Drive External SSDs liegen neben dem Laufwerk an sich auch zwei Kabel bei – eines von USB-C zu USB-C und eines von USB-C zu USB-A. Das erleichtert den Anschluss an unterschiedlichen Geräten. Auch eine Kurzanleitung sowie ein Code für 14 Tage PlayStation Plus Premium finden sich in der Schachtel. Den Code können aber nur Neukunden einlösen, er nutzt euch nichts bei einem bestehenden Abonnement.

Das Gehäuse des externen Laufwerks ist so gestaltet worden, dass es quasi perfekt zur PlayStation 5 passt. So nutzt man eine Mischung aus Schwarz und Weiß. Obendrein sitzt an der Seite ein blauer LED-Streifen, der an die entsprechenden Leisten der Konsole erinnert. Das Seagate Game Drive External SSD kann seinen gesamten Strombedarf per USB decken. Es benötigt also keinen zusätzlichen Stromanschluss.

Generell ist das Seagate Game Drive External SSD für die PS4 und PS4 heruntergebrochen eine externe SSD, die ihren im Vergleich zu Alternativen sehr hohen Preis durch die PlayStation-Ästhetik zu rechtfertigen versucht. Wobei es sich hier, das sollte man fairerweise erwähnen, um ein wirklich schnelles 10-Gbps-Modell handelt. Da sich allerdings vom externen Laufwerk aufgrund Auflagen von Sony nur PS4-Titel starten lassen, könnt ihr nur begrenzt aus der Geschwindigkeit Kapital schlagen. PS5-Spiele lassen sich zwar ebenfalls auf die SSD von Seagate verschieben, dort dann aber quasi nur archivieren.

Praxistest des Seagate Game Drive External SSD

Mit der PlayStation 4 bzw. PlayStation 5 oder beliebigen anderen Geräten verbindet ihr das Seagate Game Drive External SSD via USB 3.2 Gen 2. Seagate weist dem Laufwerk maximale Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s zu. Rund 70 g wiegt die SSD im Übrigen und nimmt mit ihren Maßen von gerade einmal 10,5 (Länge) x 5,5 (Breite) x 1,1 (Höhe) cm wenig Platz weg.

Nutzt ihr das Seagate Game Drive External SSD über die USB-Ports an der Rückseite der PlayStation 5, könnt ihr für ca. 200 GByte Übertragung vom Konsolenspeicher auf das externe Laufwerk mit etwa 17 Minuten rechnen. In etwa die gleiche Geschwindigkeit lässt sich erreichen, wenn ihr den vorderen USB-C-Anschluss einsetzt. Den vorderen USB-A-Anschluss solltet ihr dafür vermeiden, da er auf USB 2.0 basiert und die maximale Geschwindigkeit deutlich begrenzt.

Das Seagate Game Drive External SSD ist dabei nicht nur kurzfristig schnell bei der Datenübertragung, sondern kann seine maximale Schreibgeschwindigkeit auch lange halten. Es dauert etwa 10 Minuten, bevor das Ganze bei mittlerweile prall gefülltem Cache dann etwas einbricht – aber immer noch nahe den versprochenen 1.000 Mbps bleibt. Ist aber natürlich die Frage, ob ihr davon bei der Nutzung des externen Laufwerks an der Spielekonsole allzu viel bemerkt. Jedenfalls werdet ihr keinerlei Probleme damit haben, Spiele für die PlayStation 4 direkt von der externen SSD aus zu zocken.

Bemängeln kann man am Seagate Game Drive External SSD, dass der Hersteller nicht gleich auf eine Variante mit 20 Gbps gesetzt hat. Das hätte die Anwendungsmöglichkeiten im PC-Bereich erweitert. An der PS5 hätte das allerdings ehrlicherweise keinen Mehrwert gehabt, da die USB-Ports der Konsole ohnehin auf maximal 10 Gbps festgenagelt sind. Bei dem Preis, den Seagate hier ausruft, hätte der Geschwindigkeitsschub aber gerne drin sein dürfen.

Mein Fazit

Habt ihr den internen Speicherplatz eurer PlayStation 5 bereits durch ein zusätzliches M.2-SSD erweitert und wünscht euch noch mehr Kapazität zum Archivieren von PS5-Games oder dem Starten von PS4-Titeln, dann kann das Seagate Game Drive External SSD mit 2 TByte Kapazität eine feine Option sein. Allerdings zahlt ihr hier für die offizielle PlayStation-Lizenz und das zur PS5 passende Design einen saftigen Aufpreis. Vergleichbare externe SSDs mit identischer Kapazität ohne PlayStation-Branding sind im Handel auch schon für ca. 100 Euro weniger zu haben.

Insofern lohnt sich dieses Modell von Seagate für euch genau dann, wenn ihr eine unkomplizierte externe SSD-Lösung sucht, die optisch perfekt zur PlayStation 5 passt und über die internen Erweiterungsmöglichkeiten hinausgeht. Da erledigt die Seagate Game Drive External SSD auch ihren Job. Ich persönlich würde aber noch etwas abwarten, bis sich der Straßenpreis einpendelt.

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