#DealMonitor – The Exploration Company sammelt 150 Millionen ein – Wyden erhält 16,9 Millionen

#DealMonitor

#DealMonitor The Exploration Company sammelt 150 Millionen ein Wyden erhält 16,9 Millionen Pruna AI bekommt 6,5 Millionen IonKraft streicht 3,5 Millionen ein VIZTA DGTL sammelt 1,5 Millionen ein Inflexion übernimmt Finanzen.net

The Exploration Company sammelt 150 Millionen ein – Wyden erhält 16,9 Millionen

Montag, 18. November 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 18. November werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

The Exploration Company


 Balderton Capital, Plural, Bessemer Venture Partners, NGP Capital, French Tech Souveraineté, DeepTech & Climate Fonds (DTCF), Bayern Kapital und Altinvestoren investieren 150 Millionen Euro in The Exploration Company. Das deutsch-französische NewSpace-Startup (München, Bordeaux), 2021 von der ehemaligen Airbus-Managerin Hélène Huby gegründet, “entwickelt, produziert und betreibt Nyx, ein modulares und wiederverwendbares Orbitalfahrzeug, das in der Umlaufbahn aufgetankt werden kann”. EQT Ventures, Red River West, Promus Ventures, Cherry Ventures, Vsquared Ventures und Co. investierten zuletzt bereits 40 Millionen Euro in The Exploration Company. Insgesamt sammelte das Unternehmen bereits rund 195 Millionen ein. “Das frische Kapital wird für die weitere Entwicklung und Erprobung des Raumfahrzeugs Nyx und den Ausbau des 200-köpfigen Teams verwendet”, heißt es in einer Presseaussendung. Mehr über The Exploration Company

Wyden


 Truffle Capital, PostFinance, SBI-Sygnum-Azimut Digital Asset Opportunity Fund, FiveT Fintech und C3 Venture Capital investieren 16,9 Millionen US-Dollar in Wyden. Das Startup aus Zürich, 2014 von Andy Flury gegründet, bietet eine “institutionelle Infrastruktur für den Handel mit digitalen Vermögenswerten” an. “Wyden will leverage these funds for strategic growth, targeting new markets and further intensifying its sell-side expansion for banks, brokers and exchanges. With a clear focus on regulatory compliance, Wyden plans to extend its reach into markets where digital asset operations are regulated with the same rigor as traditional financial services, such as the EU, Switzerland, Turkey, the UAE, Singapore, Hong Kong, Brazil and other leading jurisdictions”, teilt das Unternehmen mit.

Pruna AI


EQT Ventures, Daphni, Motier, Kima und Business Angels wie Roxanne Varza, Hervé Nivon und Olivier Pomel investieren 6,5 Millionen US-Dollar in Pruna AI. Die Jungfirma mit Sitz in München und Paris, von Bertrand Charpentier und John Rachwan gegründet, bringt sich als “KI-Optimierungs-Engine” in Stellung. Das Team möchte “die Entwicklung von KI-Modellen kostengünstiger, schneller und umweltfreundlicher” machen.

IonKraft 


 M Ventures, ein Investmentarm von Merck, TechVision Fonds (TVF) und High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren 3,5 Millionen Euro in IonKraft. Das GreenTech aus Aachen, 2021 Montgomery Jaritz und Benedikt Heuer als Spin-off der RWTH Aachen gegründet, entwickelt “plasmabasierte Barrierebeschichtungen, die nicht recycelbare Barrierelösungen ersetzen und so die Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie fördern”.  Das Kapital soll in “die Markteinführung und die Skalierung der Produktion” fließen.

VIZTA DGTL


Sisu Game Ventures, Lyrik Ventures und Business Angels wie Mike Lee investieren 1,5 Millionen Euro in VIZTA DGTL. Das Startup aus Berlin, von Tung Nguyen-Khac, Thomas Voß und Nicola Mizon gegründet, entwickelt mit KUTUR Runway ein Mobile-Game “an der Schnittstelle von Mode, Gaming, Technologie und Handel”. Langfristig soll das Rollenspiel der Jungfirma “Trends in der realen Modewelt beeinflussen”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Inflexion – Finanzen.net


Das Private-Equity-Unternehmen Inflexion übernimmt die Mehrheit an Finanzen.net (Finanzen.net Zero, Oskar, Traderfox). “Nach Informationen aus Branchenkreisen liegt der Unternehmenswert bei etwa 400 Millionen Euro. Preuss wollte das nicht konkret kommentieren”, heißt es bei der FAZ. Finanzen.net wurde 2000 von  Jens Ohr und Peter Schille unter dem Dach von Smarthouse Media gegründet. Inflexion übernahm zuvor das Tierärztenetz Tierarzt Plus Partner und stieg zudem bei der Biotechnologiegesellschaft Proteros ein. Mehr über Finanzen.net

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#StartupTicker – +++ Unio +++ Lilium +++ Venture Capital +++ Solaris +++ Orderfox +++

#StartupTicker

#StartupTicker NewSpace-Startup Unio ist insolvent Keine Staatshilfe für Lilium Deutsche Startups sammeln mehr Geld ein Solaris bereitet neue Finanzierungsrunde vor Mit 30 Mitarbeitenden zum Unicorn: Orderfox

    Unio     Lilium     Venture Capital     Solaris     Orderfox

Freitag, 18. Oktober 2024VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 18. Oktober)

#STARTUPLAND: LEARN, CONNECT, GROW




Kommt mit ins Startupland! Es erwartet Euch eine faszinierende Reise in die deutsche Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer-/innen, Interviews, bei denen der Lernfaktor im Vordergrund steht, und Pitches, die begeistern.  Wir sehen uns dann im November in Köln. Mehr über Startupland

#STARTUPTICKER

Unio


Pleite in einem Boom-Segment! Das Münchner NewSpace-Startup Unio ist insolvent. Als vorläufige Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Alexander Zarzitzky bestellt. “Auslöser für die Krise des Unternehmens war die ausbleibende Anschlussfinanzierung durch die Gesellschafter. Dieser Schritt erfolgte vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktes im Automobil- und Mobilitätssektor. Zudem ist das Finanzierungsumfeld für Wachstumsfinanzierungen von Startups in ganz Europa weiterhin sehr angespannt. Aus diesem Grund war der Insolvenzantrag unvermeidlich”, teilt der Insolvenzverwalter mit. Unio, 2022 als Joint Venture von Isar Aerospace, Reflex Aerospace, Mynaric und SES gegründet, möchte “Europas erste souveräne, kommerzielle Satellitenkonstellation für schnelle, leistungsstarke und sichere Konnektivität aufbauen”. Die Raumfahrtunternehmen OHB und IABG sowie die Altinvestoren SES und Reflex Aerospace investierten zuletzt 2,5 Millionen Euro in Unio. Mehr über Unio

#LESENSWERT

Lilium – Venture Capital – Solaris


 Keine Staatshilfe für Flugtaxi-Unternehmen Lilium – nicht vom Bund und damit auch nicht von Bayern (Manager Magazin) Investment-Boom: Deutsche Startups sammeln 50 % mehr Venture Capital ein (Handelsblatt) Solaris bereitet neue Finanzierungsrunde vor (Manager Magazin) Mit 30 Mitarbeitenden zum Unicorn: Orderfox (Gründerszene)

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

#DealMonitor – Ororatech sammelt 25 Millionen ein – Parto erhält 2,5 Millionen – Nomos sammelt 2,1 Millionen ein

#DealMonitor

#DealMonitor Ororatech sammelt 25 Millionen ein Parto erhält  2,5 Millionen Innok Robotics bekommt 2,17 Millionen Nomos sammelt 2,1 Millionen ein Zenesis streicht siebenstellige Summe ein Finanzspritze für Nenna AI

Ororatech sammelt 25 Millionen ein – Parto erhält 2,5 Millionen – Nomos sammelt 2,1 Millionen ein

Dienstag, 15. Oktober 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 15. Oktober werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Ororatech


Der belgische Geldgeber Korys, hinter dem die Familie Colruyt (u.a. Einzelhandel) steckt, Bayern Kapital und European Circular Bioinvestment Fund (ECBF) investieren 25 Millionen Euro in Ororatech. Das Münchner Unternehmen, von Thomas Grübler, Björn Stoffers, Florian Mauracher und Rupert Amann gegründet, positioniert sich als “kommerzieller Anbieter von Satelliten, die – mit Infrarot-Kameras ausgestattet – Buschfeuer überall auf der Welt frühzeitig entdecken und überwachen können”. Edaphon, Findus Venture, Ananda Impact Ventures und Co. investierten zuletzt 15 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor bereits 5,8 Millionen Euro in OroraTech. “Die Mittel aus der Finanzierungsrunde werden vor allem für die Weiterentwicklung der OroraTech-Technologien sowie für die strategische Expansion in weitere Märkte genutzt werden”, teilt das Team mit. Mehr über OroraTech

Parto


Heal Capital, Motive Ventures und Business Angels wie Sebastian Johnston und Malte Rau investieren 2,5 Millionen Euro in Parto. Das FinTech aus Hamburg, von Ruuky-Gründer Jes Hennig, Christoph Roling und Thomas Heuck zunächst als Participayed gegründet möchte sich als “digitale All-in-one Zahlungslösung für Sozial- und Pflegeeinrichtungen” etablieren. Das Team schreibt zur Idee: “Partos Lösung entlastet Mitarbeitende und ermöglicht Menschen in Betreuung finanzielle Unabhängigkeit.”

Innok Robotics


  Das Privatinvestoren-Netzwerk Companisto investiert 2,17 Millionen Euro in Innok Robotics. Die Firma aus Regenstauf, 2012 von Alwin Heerklotz gegründet, setzt auf “voll integrierte AMR-Systeme, die sowohl Software als auch Fahrzeug-Hardware sowie modernste 2D- und 3D-Sensorik auf Basis Künstlicher Intelligenz umfassen”. Prolimity Capital Partners und der Unternehmer Heinz Ferchau, Gründer von Ferchau Engineering, investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das Innok Robotics. Mehr über Innok Robotics

Nomos


Speedinvest und Business Angels wie Eric Quidenus-Wahlforss, Henrik Langeland, Nicolas Benady und das Gründungsteam von Forto investieren 2,1 Millionen US-Dollar in Nomos. Das Berliner EnergyTech-Startup, von Nils Bitzer und Stefan Gerbes gegründet, bietet “Herstellern und Installateuren von Wärmepumpen und Solarprodukten eine Schnittstelle für dynamische Stromtarife an”. Mit dem frischen Kapital möchte das Team “sein Entwicklerteam ausbauen und das Produktangebot erweitern”.

Zenesis 


 TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, das Ingenieurbüro Hubert Beyer und Alinvestor Kampmann Group investieren eine siebenstellige Summe in Zenesis. Das Leipziger Startup, von Gilles Dostert, Gabor Süli und Sabrina Donatelli gegründet, hat sich das Thema Gebäudeplanung auf die Fahnen geschrieben. Zur Idee teilt das Team mit: “Zenesis ist die einzige Komplettlösung für die Automatisierung von Standardabläufen im Planungsprozess der technischen Gebäudeausrüstung.” Mehr über Zenesis

Nenna AI


Die Business Angels Christian Henschel, Jörg Ontrup, Andreas Nickel, Benjamin Minack und Jens Spyrka investieren eine ungenannte Summe in Nenna AI. Das KI-Startup aus Berlin, von Alexander Siebert, Max Flöttmann, Florian Spengler und Lars Moll gegründet, bietet Unternehmen “eine umfassende AI Enablement Plattform zur sicheren und datenschutzkonformen Nutzung von KI-Lösungen”. Mehr über Nenna AI

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#StartupTicker – +++ eGym +++ Unicorn +++ Capacity +++ Tourlane +++ NewSpace +++ Strohboid +++

#StartupTicker

#StartupTicker Fitness-Grownup eGym steigt zum Unicorn auf Seriengründer Lawrence Leuschner startet Capacity Tourlane peilt schwarze Zahlen an NewSpace-Startups kritisieren Weltraumgesetz Strohboid ist insolvent

    eGym     Unicorn     Capacity     Tourlane     NewSpace     Strohboid

Mittwoch, 25. September 2024VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 25. September)

#STARTUPLAND: LEARN, CONNECT, GROW




Kommt mit ins Startupland! Es erwartet Euch eine faszinierende Reise in die deutsche Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer-/innen, Interviews, bei denen der Lernfaktor im Vordergrund steht, und Pitches, die begeistern. Wir sehen uns dann im November in Köln. Mehr über Startupland

#STARTUPTICKER

eGym


Endlich wieder ein neues Einhorn! L Catterton und Meritech Capital investieren 180 Millionen Euro in eGym. Die Pre-Money-Bewertung des Unternehmens steigt dabei über 1 Milliarde Euro. eGym darf sich somit nun Unicorn nennen. Zuletzt stiegen in Deutschland Helsing, 1Komma5° und DeepL zum Einhorn auf. Das frische Kapital soll insbesondere in den “massiven Ausbau des Firmenfitnessnetzwerks eGym Wellpass” fließen. eGym, 2010 von Philipp Roesch-Schlanderer und Florian Sauter gegründet, digitalisiert seit Jahren die Fitnesswelt. Ein Schwerpunkt ist dabei inzwischen eGym Wellpass, eine “abonnementbasierte Gesundheits- und Wellnesslösungen für Unternehmen”. Zuletzt übernahm eGym , das amerikanische Unternehmen FitReserve, das englische Firmen-Fitness-Unternehmen Hussle und den französischen Konkurrenten Gymlib. Affinity Partners, Mayfair Equity Partners und Co.  investierten zuletzt bis zu 207 Millionen Euro in eGym. Damals wurde das Unternehmen mit rund 600 Millionen bewertet. Mehr über eGym

Capacity


Seriengründer Lawrence Leuschner startet mit Capacity ein Netzwerk rund um das Thema Biodiversität. “The Capacity Network connects NGOs, policymakers, entrepreneurs, scientists, and investors to amplify impact and develop strategies to combat biodiversity loss. We are building an action-driven community fostering collaboration, investment, and innovation. Together, we can raise awareness, attract funding, and drive meaningful change”, heißt es zum Konzept. Der erfahrende Unternehmer Leuschner schreibt bei Linkedin: “After some very cool, but also intense 6 years with Tier, as the CEO, I slowed down in Costa Rica to quiet the mind, surf and spend time with my family. The time in the ocean and in the jungle reminded me how beautiful but also important nature and wild-life is for us humans”.

#LESENSWERT

Tourlane – NewSpace – Strohboid 


 Pauschalreisen-Grownup Tourlane peilt ab 2026 schwarze Zahlen an (Handelsblatt)  NewSpace-Startups kritisieren das geplante Weltraumgesetz (Handelsblatt) Luxus-Zelt-Startup Strohboid schlittert in die Insolvenz (Brutkasten)

#DEALMONITOR

Investments & Exits


 Porsche investiert Millionen in Quantum Systems Lightium erhält 6,2 Millionen Almer bekommt 3 Millionen hlpy kauft MySchleppApp Hype1000 kauft Audvice DHDL: Diamazing Beauty, Dübelix, RocketTutor. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

#Gastbeitrag – So treiben Startups das neue Space Race an

Das Weltall ist wieder en vogue. Das zeigen nicht nur die großen Geschichten von neuen Mondmissionen und herabfallendem Weltraumschrott am Himmel: Der Geotech-, NewSpace- und SpaceTech-Bereich ist auch ein Schauplatz für die deutsche Startup-Landschaft. Wo findet das neue Space Race statt und wie sieht der Markt dafür aus?

New Space: Das neue Wettrennen ins All

Schon seit dem Start von Sputnik I in 1957 sind Satelliten das wichtigste Mittel, mit dem der Mensch seine Fühler in den Kosmos ausstreckt. Doch ein Satellitenstart ist schon lange kein bahnbrechendes und kostspieliges Unterfangen mehr. Die Kosten für einen Start sind um 80 bis 90 Prozent gefallen und das spiegelt sich in der Menge wider: Im Zeitraum von 1993 bis 2020 sind 2.000 Satelliten von der Erde gestartet. Im Jahr 2023 allein waren es 3.000 Starts.

Ein Beispiel für effektive Kostensenkung von Weltraumstarts zeigt SpaceX, welches einem erfolgreichen Start ihrer Starship-Rakete Stück für Stück näher kommt. Verglichen mit seinem Vorgänger kann Starship die Kosten per Kilogramm Ladung, um ein 50-faches reduzieren und somit Anwendungsfälle ermöglichen, die bis dahin nicht kosteneffektiv waren.

Und auch unsere Augen und Ohren ins All sind offener denn je. Neben optischen Bildern gewinnen Radar, Radiofrequenz und hyperspektrale Technologien an Bedeutung, was zu einer vielfältigen Datenerfassung und neuen Anwendungsfällen führt – vor allem in wechselseitiger Kombination. Und auch künstliche Intelligenz und Machine Learning spielen eine entscheidende Rolle beim aktuellen Space Race, um der wachsenden Datenmengen Herr zu werden. Analysen, die zuvor bis zu sieben Jahre dauerten, können dank dieser Technologien nun in knapp zwei Minuten durchgeführt werden.

Anwendungsfälle: Von der Theorie zur Praxis

Gerade Laien sind sich häufig nicht sicher, wo genau der praktische Nutzen von Weltraumtechnologie liegt. Hilfreich ist da der Blick aus Satelitenperspektive in ca. 2.000 Kilometer, wo die meisten von unseren künstlichen Begleitern kreisen. Diese können Infrastruktur, Agrarwirtschaft, und natürlich seit langem schon militärisch relevante Ziele überwachen.

So nutzt die Deutsche Bahn zum Beispiel Satellitenbilder des Berliner Startups LiveEO. Vom Weltall aus lässt sich der Zustand von hunderten Kilometern Bahngleisen im Blick behalten. So kann die Bahn aus der Ferne frühzeitig Schäden oder Störungen ermitteln. Auch die Landwirtschaft kann durch Satellitendaten effizienter und nachhaltiger werden, zum Beispiel durch intelligente Überwachung von Anbauflächen oder Ernteschätzungen. In einer McKinsey-Studie machen bereits 29 % der Ackerbauern und 45 % der Spezialkulturen anbauenden Landwirte Gebrauch von Satellitendaten oder haben es vor.

Der Space-Tech-Markt: Eine Landschaft im Wandel

Der Markt für Erdbeobachtung (Earth Observation, EO) wird von Forschern auf einen Wert zwischen 9 und 17 Milliarden Euro im Jahr 2022 geschätzt. Prognosen deuten auf ein jährliches Wachstum von über 10% in den kommenden Jahren hin, mit dem Potenzial, dass der EO-Markt bis 2027 bis zu 31 Milliarden Euro erreichen könnte.

Fortschritte in der Satellitentechnologie und KI-Analytik sind die hauptsächlichen Motoren dieses Wachstums. Die Wertschöpfungskette lässt sich in drei Phasen beschreiben: 

  • Die erste besteht aus Satellitenmissionen und beinhaltet den Start und die operativen Tätigkeiten. Ein klassisches Beispiel sind die Aktivitäten von SpaceX, welches nahezu 90 % der Satellitenstarts in 2022 verantwortete. 
  • Die zweite Phase ist die Datenakquise, bei der hochauflösendes Bildmaterial, Infrarotdaten und andere geospatiale Informationen gesammelt, an die Erde geschickt und gespeichert werden – zum Beispiel durch Unternehmen wie Capella Space, ICEYE oder Umbra
  • Diese Daten sind es, die in der dritten Phase, der Analytik, zum Einsatz kommen. Mithilfe von Machine Learning und KI werden aus den Rohdaten Erkenntnisse gewonnen. Die Analytik besitzt den größten Marktanteil in der Erdbeobachtung und besitzt zugleich das größte Wachstumspotenzial. Auf die Analytik von Weltraumdaten haben sich unter anderem LiveEO, cervest oder Earth AI spezialisiert.

Erst im Februar hat GP Bullhound eine Finanzierungsrunde in Höhe von 29 Millionen US-Dollar für das Unternehmen LeoLabs angeführt, welches eine KI-gestützte Software-Infrastruktur für Weltraumaktivitäten entwickelt. Mit einem eigenen globalen Netzwerk aus Bodenradaren und Analysefähigkeiten liefert LeoLabs umfangreiche Datenmengen zur Erdumlaufbahn. So hilft das Unternehmen, das Risiko für Kollisionen auf ein Minimum zu reduzieren. Die über 7.000 Satelliten von LeoLabs beobachteten Satelliten können in der Low Orbit Visualization in Echtzeit erkundet werden.

KI in der Zukunft der Erdbeobachtung

Der KI-Boom befeuert auch den New Space Sektor: Grundlagenmodelle (Foundation Models), basierend auf großen Bildmodellen (LVMs) setzen neue Potenziale bei der Datenauswertung frei. Beobachter versprechen sich besonders viel von der Verbindung von Erdbeobachtungsdaten mit großen Sprachmodellen (LLMs) oder multimodalen Sprach-Bild-Modellen. 

Unternehmen wie BeZero kombinieren Erdbeobachtungsdaten mit lokalen Klimadaten, machen Zusammenhänge sichtbar und helfen beispielsweise bei der Bewertung von Klimakompensationsprojekten. Belastbare Klimaschutzmaßnahmen, die diese Bezeichnung verdienen, lassen sich nur mit einer klaren Datenlage, wie sie die Fernerkundung per Satellit bietet, planen und überwachen.

Fazit

Die Anzahl der Satelliten, die ins All geschossen werden, wir weiter rapide zunehmen, vor allem, sobald Starship marktreif ist. So werden auch immer mehr Unternehmen im Weltraumsektor tätig sein und an wirtschaftlicher Relevanz gewinnen. Parallel werden die Produkte und Dienstleistungen, die Satelliten nutzen, immer leistungsfähiger werden. Selbst, wenn die sichtbaren Auswirkungen im Alltag noch gering scheinen: Wir befinden uns mitten in einer neuen Ära der Raumfahrt.

TippNewSpace-Startups, die alle auf der Agenda haben sollten

Über den Autor


Martin Rezaie ist DACH-Geschäftsführer von GP Bullhound.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3 

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies