#DealMonitor – Delivery Hero setzt auf Gorillas (Bewertung: 3 Milliarden) – E.ON kauft gridX – UNIQA Ventures verdoppelt Investitionsvolumen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Gorillas, Ride, E.ON und gridX sowie Notprofi und mellon. Zudem erweitert UNIQA Ventures sein Investitionsvolumen auf 150 Millionen Euro.

Delivery Hero setzt auf Gorillas (Bewertung: 3 Milliarden) – E.ON kauft gridX – UNIQA Ventures verdoppelt Investitionsvolumen

Freitag, 24. September 2021VonTeam

Im aktuellen #DealMonitor für den 24. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Gorillas


Der Berliner Lieferdienstvermittler und Food-Investor Delivery Hero investiert gemeinsam mit den Altinvestoren zwischen 900 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar in den Quick Commerce-Dienst Gorillas – siehe The Information bzw. Bloomberg. Die Bewertung der Jungfirma, die Lebensmittel in 10 Minuten liefert, liegt bei rund 3 Milliarden Dollar.  “The new funding will be used by the company to continue expanding in its major European markets, including Germany, U.K, Spain and France, according to those involved in the deal”, heißt es im Bericht von The Information. Bereits im August hatte das manager magazin berichtet, dass Delivery Hero zunächst rund 200 Millionen Euro in Gorillas investieren wolle und später weitere 200 bis 400 Millionen Euro. Erst im März investierten Tencent, Coatue, DST Global und Co. 244 Millionen Euro in den jungen Flash-Supermarkt, der im März 2020 von Kagan Sümer und Jörg Kattner (nicht mehr an Bord) gegründet wurde. Zuletzt peilt das junge Unicorn eine Pre-Money-Bewertung von 6 Milliarden an, konnte diese im Markt aber nicht durchsetzen. In den vergangenen Wochen verhandelte das Gorillas-Team auch mit dem US-Unternehmen DoorDash. Der Deal kam aber nicht zustande, stattdessen investierte DoorDash nun in FlinkMehr über Gorillas

Ride 


Der amerikanische Geldgeber Social Starts und Business Angels wie Norbert Neef sowie das Family Office von Raoul Heraeus investieren 1,5 Millionen Euro in Ride – siehe payment & banking. Das Berliner FinTech, das von Christine Kiefer (BillPay, Pair Finance) und Felix Schulte gegründet wurde, möchte “Finanzprodukte und die Vermögensstrukturierung demokratisieren”. Ride sieht sich dabei das “das erste Fintech, das sich auf die echte Rendite, nach Steuern und Kosten, konzentriert”.

MERGERS & ACQUISITIONS

gridX


Das Essener Energieunternehmen E.ON übernimmt die Mehrhei an gridX. Das Energie-Startup aus Aachen, das 2016 von David Balensiefen und Andreas Booke gegründet wurde, entwickelt eine skalierbare IoT-Energieplattform, die die digitale Transformation des Energiesektors ermöglicht. Basierend auf dieser Plattform bietet gridX seinen B2B-Kunden White-Label-Lösungen für Smart Homes, Smart Charging oder Microgrids an. innogy Ventures und coparion investierten gemeinsam mit Vito One und Gabor Cselle 2018 einen siebenstelligen Betrag in gridX. Bis Ende 2019 dürften rund 4 Millionen in gridX geflossen sein. Im Frühjahr des vergangenen Jahres zeigte auch amazon Interesse am Unternehmen. “gridX bleibt als eigenständiges Unternehmen bestehen – die beiden Gründer werden weiterhin als geschäftsführende Gesellschafter tätig sein”, teilt das Unternehmen mit. E.ON und gridX arbeiten bereits seit 2017 zusammen. Mehr über gridX

mellon


Das Bremer Unternehmen Notprofi, ein Dienst für Not-, Reparatur- und Hilfsdienste aller Art, übernimmt mellon – siehe Linkedin. Das Bochumer Startup, das 2019 von Philip Schur gegründet wurde, positioniert sich als digitaler Schlüsseldienst und bietet Türöffnungen dabei zum Festpreis an. “Durch die Übernahme des Bremer Startups vor wenigen Wochen, werden wir in Zukunft gemeinsam noch mehr Menschen vor Abzocke im Notfallhandwerk beschützen können”, teilt mellon zur Übernahme mit.

VENTURE CAPITAL

UNIQA Ventures 


Der 2016 gegründete Venture Capital-Geber UNIQA Ventures, das Investment-Vehikel der UNIQA Insurance Group, “verdoppelt Wachstumskapital für mutige Zukunftsinvestments” von 75 auf 150 Millionen Euro. UNIQA Ventures aus Wien investiert in Startups aus den Segmenten FinTech, InsurTech und E-Health. “Das durchschnittliche Investitionsvolumen bewegt sich dabei üblicherweise im Bereich von 0,5 Millionen bis 5 Millionen Euro und wird vor allem zukunftsträchtigen Unternehmen in der frühen Wachstumsphase (Series A/B) mit einem bewiesenen Produkt-Markt-Fit und bereits vorhandenen, relevanten Umsätzen zur Verfügung gestellt”, teilt der Geldgeber mit.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Foto (oben): azrael74

#Brandneu – 5 neue Startups: Green Circle, Ourdio, Squake, Dormciety, Kickdown

#Brandneu

Es ist mal wieder Zeit für neue Startups! Hier wieder einige ganz junge Startups, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Startups vor: Green Circle, Ourdio, Squake, Dormciety und Kickdown.

5 neue Startups: Green Circle, Ourdio, Squake, Dormciety, Kickdown

Donnerstag, 26. August 2021VonTeam

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Green Circle


Green Circle bietet neben einem Marktplatz für Secondhand-Ware, nachhaltge Produkte und upgecycelte Dinge auch eine verpackungsfreie und klimaneutrale Logistik. Das Berliner Startup übernimmt dabei den Zahlungsprozess, Abholung und Lieferung.

Ourdio


Ourdio verspricht, Bücher automatisch in Hörbücher umzuwandeln. Mithilfe von Stimmsynthese soll die KI des Startups Stimmen von Sprecher:innen erlernen. Mit einem “Text-to-Speech Prozess” sollen Inhalte in emotionale, natürlich klingende Stimmen umgewandelt werden.

Squake


Hinter Squake, einem Ableger des Lufthansa Innovation Hub, verbirgt sich eine CO2-Kompensationsplattform, die sich an Firmen aus der Reisebranche richtet. Buchen Kund:innen eines Online-Reisebüros etwa eine Reise mit verschiedenen Verkehrsmitteln berechnet Squake die Emissionen der gesamten Reise.

Dormciety


Dormciety verspricht das Wohnheimleben aller Studierenden auf ein neues Level zu heben. Dafür entwickelt das Team aus dem Ruhrgebiet eine App, die Studierenden innerhalb ihres Wohnheims vernetzt. Damit möchte das Startup auch eine Brücke zu lokalen Kooperationspartner*innen und dem jeweiligen Studierendenwerk schlagen.

Kickdown


Das Hamburger Startup Kickdown bietet Auktionen von Young- und Oldtimer an. Dabei möchte es den Anbietern einen Großteil der Arbeit abnehmen, indem die Plattform einen professionellen Fotoservice anbietet und Inserate von einer Redaktion verfasst werden können.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Shutterstock

#Interview – “Wir glauben fest, dass Confidential-Computing zu einem riesen Thema wird”

#Interview

Bei Edgeless Systems aus Bochum im Ruhrgebiet dreht sich alles um Confidential Computing. “Mit unserer Technologie können Daten im verschlüsselten Zustand und präzise nachvollziehbar verarbeitet werden”, sagt Gründer Felix Schuster.

“Wir glauben fest, dass Confidential-Computing zu einem riesen Thema wird”

Dienstag, 22. Juni 2021VonAlexander Hüsing

Das Bochumer Unternehmen Edgeless Systems, das 2020 von Felix Schuster (ehemals Microsoft) und Thomas Tendyck (ehemals G Data) gegründet wurde, entwickelt eine “hochsichere relationale Datenbank für die Cloud”. Durch eine Kombination aus “sicherer Hardware und innovativem Software-Engineering” verspricht das Startup dabei “echte Ende-zu-Ende Verschlüsselung und Verifizierbarkeit”. Acequia Capital, Inventures, die Six Group und einige Business Angels investierten zuletzt 1,45 Millionen Euro in die Jungfirma aus dem Ruhrgebiet.

Das Startup setzt beim Markteintritt auf eine Open-Source-Strategie. “Auf der Basis werden wir die klassischen Open-Source-Geschäftsmodelle verfolgen, also bezahlte Premium-Features und SaaS-Angebote”, sagt Gründer Schuster. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht er außerdem über Potenziale, Kundenakquise und das Ruhrgebiet.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Edgeless Systems erklären?


Mit unserer Technologie können Daten im verschlüsselten Zustand und präzise nachvollziehbar verarbeitet werden. Das hilft mit vielen Problemen in den Bereichen Datensicherheit und Datenschutz – also gegen Hacker und Missbrauch von Daten. Man weiß genau was mit den Daten passiert und weiß wer darauf Zugriff hat. Oder noch einfacher: Wir entwickeln die sicherste Datenbank der Welt.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Edgeless Systems lösen?


Mit Confidential-Computing können Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt und verifizierbar verarbeiten werden. Das birgt enormes Potenzial – gerade in der Cloud oder bei KI. Die nötige Hardware ist schon breit verfügbar – es fehlt noch die Software. Wir entwickeln Open-Source-Software, die Confidential-Computing leicht nutzbar, skalierbar und integrierbar macht.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet Edgeless Systems ein Erfolg?


Wir glauben fest, dass Confidential-Computing zu einem riesen Thema wird, weil es einfach viele Probleme bei Datensicherheit und -schutz an der Wurzel packt. Innerhalb des aktuell noch relativ kleinen Markts sehen wir uns sehr gut aufgestellt: Wir haben ein super Team, hervorragende Technologie und starke Partner wie Intel. Bei Microsoft war ich zum Beispiel einer der Ersten, die an dem Thema Confidential-Computing gearbeitet haben.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?


Natürlich hatte die Krise die üblichen Auswirkungen auf den Office-Betrieb. Daneben haben die Reisebeschränkungen auch Vieles effizienter gemacht. Die meisten Kunden- und Investorengespräche konnten wir per Zoom erledigen und so viel Zeit sparen. Unsere In-House-Konferenz OC3 war als reines Online-Event einfacher zu organisieren und war mit einigen hundert Teilnehmern erfolgreicher als gedacht. Negative Auswirkungen etwa bei der Partner- und Kundenakquise haben wir nur zu Beginn der ersten Welle wahrgenommen.

Ihr konntet gerade 1,45 Millionen Euro einsammeln. Wofür braucht ihr das Geld?


Aktuell besteht unser Team hauptsächlich aus Entwicklern und Ingenieuren. Da wollen wir weiter wachsen. Daneben wollen wir die Themen Marketing und Vertrieb stärker in den Fokus rücken und uns entsprechend verstärken.

Wo steht Edgeless Systems in einem Jahr?


Unser aktuelles Ziel ist es mit Hilfe von Open-Source zum sichtbarsten Startup im Bereich Confidential-Computing zu werden und Standards zu setzen. In einem Jahr wollen wir einer der zentralen Spieler in dem Bereich sein und erste kommerziell erfolgreiche Produkte auf Basis unseres Open-Source-Ökosystems am Markt haben. Wir gehen auch davon aus, dass wir in einem Jahr erste große Projekte sehen werden, die mit Hilfe unserer Tools umgesetzt wurden – zum Beispiel Ende-zu-Ende sichere KI-Pipelines die Daten aus vernetzten Fahrzeugen verarbeiten.

Reden wir zudem noch über das Ruhrgebiet. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für das Ruhrgebiet als Startup-Standort?


Wir haben uns für den Standort entschieden, weil es ein paar starke Vorteile gibt: Niedrige Lebenshaltungskosten, ein relativ entspannter Wohnungsmarkt und super ausgebildete Entwickler von den Unis in Bochum, Duisburg/Essen und Dortmund. Im Ruhrgebiet gibt es nicht so viel Konkurrenz um die Talente und man kann sich auch als junges Startup schnell einen Namen machen. Gerade Bochum mit seinem Cybersecurity-Schwerpunkt zieht Top-Studenten an und ist mittlerweile auch bei internationalen Investoren bekannt. Recruiting von außerhalb kann aber aufgrund des immer noch recht schlechten Rufs des Ruhrgebiets auch schwierig sein – nicht jeder zieht z.B. gerne von Berlin oder London hierher.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Bochum aus?


“Klein aber fein” beschreibt die Szene bei uns in Bochum ganz gut. Gerade wir Cyber-Security-Startups pflegen einen engen persönlichen Kontakt. Jeder kennt jeden. Vor Corona kam es schonmal vor, dass gefühlt alle CEOs zusammen in der Ostkurve beim VfL standen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Ruhrgebiet?


Mehr interessante Büroflächen; eine weitere Verbesserung der Ausbildung an den Unis – da geht noch mehr; und natürlich mehr Zusammenarbeit zwischen Städten und Einrichtungen.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhrHUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Edgeless Systems

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