Xiaomi F2 Fire TV: 43 Zoll-Modell des preiswerten Fernsehers ausprobiert

Xiaomi hat vor einiger Zeit neue Smart-TVs angekündigt, die direkt mit einem eingebauten Fire TV von Amazon ausgestattet sind. Das Modell hört auf den Namen Xiaomi F2 und ist in den Größen 43, 50 und 55 Zoll erhältlich. Als Alexa-Nutzer weiß man somit direkt, was einen in puncto Oberfläche erwartet. Ich habe mir das 43-Zoll-Modell mal etwas näher angeschaut. Ich muss direkt dazu sagen, dass ich keinen „normalen“ TV-Anschluss mehr in meinem Haus habe. Weder eine Satelliten-Schüssel, noch ein Kabelanschluss liegen bei mir an. Bei uns läuft alles über die Mediatheken, YouTube, Netflix, Disney oder Apple TV . Daher werdet ihr hier in diesem Erfahrungsbericht den Teil mit dem linearen Teil und Senderlisten hin- und herschieben vermissen. Das vielleicht gleich vorweg.

Bevor wir zu den Spezifikationen kommen, lasst uns einen Blick in die Kiste werfen. Dort findet ihr natürlich den Fernseher, eine Fernbedienung, die Standfüße, einen Beutel voller Schrauben, das Netzkabel, eine Garantiekarte und das Benutzerhandbuch. Wie üblich muss der Fernseher erst betriebsbereit gemacht werden. Wer das Gerät an eine Halterung schrauben möchte, kann das auch hier ohne Probleme tun (300 x 300 mm). Das Anschrauben der Füße kann man sich in diesem Fall sparen, ich habe das aber erledigt. Ist in wenigen Minuten getan.

Dann steht das gute Stück vor einem und sieht aus ausgeschaltet nicht so übel aus. Das Display ist links, rechts und oben nur von einem sehr dünnen Rand umgeben. Lediglich unten sieht man etwas mehr davon. Mit Sockel misst der Fernseher 957,2 x 241,4 x 607,1 mm, für die Größe und heutige Verhältnisse so kompakt wie eben möglich. Auf die Waage bringt das Gerät damit knapp 7 Kilogramm.

Die Verarbeitung des Gerätes geht vollkommen in Ordnung. Man findet keine unsauberen Kanten, Spaltmaße oder ähnliche Mängel. Der Mittelrahmen und die hintere Abdeckung sind aus Metall, während die Ständer aus Kunststoff sind. Anschlüsse gibt es am Rücken reichlich. Dort hat Xiaomi unter anderem einen optischen Ausgang, einen Netzwerkanschluss, zwei USB-2.0-Ports, Anschlüsse für Satellit und Antenne, vier HDMI-Anschlüsse (einer davon 2.1 mit eARC), einen AV IN und einen Kopfhöreranschluss platziert. An kabellosen Standards ist Bluetooth 5.0 und WLAN an Bord.

So viel zum Äußeren des Gerätes. Schaut man sich die Fernbedienung an, dann handelt es sich hierbei quasi um eine Fire-TV-Remote auf Doping. Hier finden sich die üblichen Tasten, ein Nummern-Block, separate Farb-Tasten und Buttons für den Schnellzugriff auf Prime Video, Netflix, Disney und weitere Apps.

Eingerichtet ist das Gerät sehr schnell und auch hier ist es sozusagen ein Fire TV, durch dessen Setup-Prozess man läuft. Gerät mit dem WLAN verbinden, eventuell ein Update machen, Amazon-Konto anlegen oder anmelden und das war es dann auch schon. Wer schon Fire-TV-Geräte zu Hause hat, kann seine Apps etc. wiederherstellen und startet nicht bei Null. Für Apple-Nutzer interessant und hilfreich: Der Fernseher kommt mit HomeKit und AirPlay und kann per HomeKit-Code innerhalb von einer Minute in das bestehende Smart Home eingebunden werden. Dann könnt ihr auch per Siri die Anschlüsse wählen und mehr.

Bereits bei der Einrichtung merkt man, dass der TV nicht schwach auf der Brust ist. Der MediaTek MT9020 mit seiner Quad A55 CPU und Mali G52 MP2 GPU läuft mit den vorhandenen 2 GB RAM und den 16 GB internen Speicher hervorragend. Während der Nutzung des Fernsehers konnte ich keinerlei Verzögerungen feststellen. Im Vergleich zu meinem Fire TV Stick ist das wirklich sehr erfreulich. Das geht alles verdammt fix. An Apps habt ihr hiermit Zugriff auf das komplette Alexa- und Amazon-Ökosystem. Wer sein Smart Home mit Amazon aufgebaut hat, schon mit Fire TV vertraut ist und darüber viel macht, wird sich über diesen Fernseher sehr freuen. Prinzipiell muss es hiermit kein zusätzlicher Stick oder separate Set-Top-Box sein, es sei denn, man möchte in den Apple-Kosmos und mehr als die App von Apple TV nutzen.

Alexa muss ich wahrscheinlich auch nicht besonders auswalzen. Der separate Mikrofon-Knopf auf der Remote lässt euch mit der virtuellen Assistentin sprechen, ihr könnt das Smart Home steuern, euch einen Spielfilm zeigen lassen, eine Serie starten, nach dem Wetter fragen und, und, und.

Kommen wir zum Display des Gerätes. Bei diesen handelt es sich um ein 4K-LCD-Panel mit der Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, es ist leider nur ein 8-Bit-Display mit FRC und deckt 90 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hz, mehr bekommt man bei diesem Preis auch nicht. Informationen zur Helligkeit habe ich keine gefunden. Man laut Datenblatt zwar HLG und HDR10, aber das halte ich hier eher für einen Marketing-Gag. Die für echtes HDR notwendigen Helligkeitswerte schafft das Display meiner Meinung nach nicht. Im Vergleich zu einem normalen und einem HDR-Bild kann ich mit bloßem Auge zumindest keine deutliche Verbesserung feststellen. Aber das ist eben ein Fernseher für 400 Euro, muss man auch in Betracht ziehen.

Dennoch: Das Display sieht wirklich gut aus. Das Farbspektrum deckt man ordentlich ab und gibt die Farben auch naturgetreu wieder. Hier und da merkt man jedoch Abweichungen beim Weiß-Wert. Hier muss man etwas mit den Bildeinstellungen experimentieren. Wie üblich bei Displays in diesem Bereich hat man bei Bewegungen hier und da die übliche Schlieren-Bildung, die man auch über Optionen nicht herausbekommt. Schärfe und Co. sind bei dem Fernseher aber gut. Auch das Gaming geht auf diesem Gerät gut. Das Input-Lag konnte ich zwar nicht messen, bei Spielen auf der Xbox fiel mir aber nichts wirklich Negatives auf. Das trifft auch auf den Ton zu, der ist durch das etwas resolutere Profil doch angenehm kräftig. Die zwei 12 Watt starken Lautsprecher sorgen für einen voluminösen Klang, der doch ordentlich detailreich ist. In diesem Segment sind einige Lautsprecher der Geräte teilweise gar nicht akzeptabel.

Was bleibt am Ende? Das Fazit zum Xiaomi Fire TV F2 fällt positiv aus. Für zwischen 350 und 400 Euro bekommt man hier ein Gerät, was eine ordentliche Leistung abliefert. Das Paket ist ziemlich komplett, natürlich muss man aber hier und da mit Abstrichen leben. Wer aber gerade ein Gerät sucht und das oben genannte Budget mitbringt, macht hiermit keinen Fehler.

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Google Pixel Fold: So soll es aussehen

Gerüchte zu einem faltbaren Google-Smartphone unter dem Pixel-Branding kursieren bereits seit längerem. Um genau zu sein, ist ein Pixel Fold sicherlich bald zwei Jahre im Gespräch. Nun gibt es überraschend Neuigkeiten. John Prosser zeigt erste Renderings, die auf Basis von Bildern entstanden sind und die das sagenumwobene Foldable zeigen sollen. Bislang hat Google ein solches Gerät weder angekündigt noch bestätigt. Wie üblich gilt, dass man derartige Gerüchte und Leaks mit gewisser Vorsicht genießen sollte. Prosser lag zwar bereits das eine oder andere Mal mit seinen Vorhersagen richtig, aber auch schon gehörig daneben.

Nach den vorliegenden Informationen sowie Renderbildern soll das Google Pixel Fold in den Farben Chalk (weiß) und Obsidian (schwarz) erscheinen. Bisher gibt es nur Details zur Optik, nicht aber zu technischen Spezifikationen. Man habe da wohl eben ein Pixel – mit „Flaggschiff-Kamera“ auf gewohntem Niveau zusammengebastelt. Günstig soll es jedenfalls nicht werden. Im Raum stehen 1799 US-Dollar sowie ein Erscheinungstermin im Mai 2023.

Rein optisch wirkt das Pixel Fold nach einer Mischung aus Galaxy Z Fold 4 und Pixel 7 Pro. Der Kamera-Bump reicht, aufgrund des Faltmechanismus, nicht bis zur Seite. Auf der Front ein großes Außendisplay mit Punch-Hole-Aussparung für die Frontkamera.

Geht es nach den vorliegenden Rendern, dann fallen die Displayränder nicht zu knapp aus:

Das innere, große Display weist keine extra Aussparung für die Kamera auf. Inwieweit da ein Falz zu sehen ist, müssen wir wohl mal abwarten. Könnte ein solches Pixel Fold ein Gerät für euch sein? Immerhin macht Google mit den Pixel-7-Geräten bekanntlich einiges richtig.

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Kindle Scribe: Auslieferungen in Deutschland verzögern sich nicht

Eine der spannenderen Vorstellung auf Amazons Event im September war der Kindle Scribe. Hierbei handelt es sich um einen Kindle, der auch über eine Schreibfunktion verfügt. Es machten Berichte die Runde, dass sich der Kindle Scribe verzögert. Grund sei angeblich, dass das produzierende Foxconn-Werk im Zuge eines Corona-Lockdowns bereits Ende Oktober temporär geschlossen wurde, da soll ja unter anderem auch Apple betroffen sein.

Im deutschen Online-Shop von Amazon ist zumindest immer noch der 30. November 2022 als Erscheinungsdatum angegeben. Führt man eine Vorbestellung aus, sieht man weiterhin den 1. Dezember 2022 als Termin der Lieferung. Das soll auch so bleiben, wie mir Amazon bestätigte. Wie es auf dem Weltmarkt aussieht, weiß ich nicht, zumindest deutsche Kunden können ihren Kindle Scribe wie kommuniziert und geplant bekommen.

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Das Samsung Galaxy Z Flip4 im Test

Trotz großer Beliebtheit starben klappbare Telefone irgendwann aus, da die ersten Telefone mit Touchscreens Einzug hielten. Nach zig eher katastrophalen Iterationen und Versuchen, ein flexibles biegsames Display mit allen anderen notwendigen Komponenten handlich zu vereinen, landeten wir am 25. August beim Samsung Galaxy Z Flip4, welches ich heute für euch teste.

Die Spezifikationen

Das 187 g schwere Smartphone kommt mit einem 6,7 Zoll großen Super-AMOLED-Panel mit FullHD -Auflösung von 2.640 x 1.080 Pixeln als Hauptdisplay daher. Das ist HDR10 zertifiziert und besitzt neben seiner Pixeldichte von 425 ppi eine variable Bildwiederholrate von 120 Hz. Laut Samsung kommt das Display auf eine Spitzenhelligkeit von 1.200 nits. Zusätzlich gönnt man uns ein separates AMOLED-Außendisplay mit 1,9 Zoll – jedoch einer geringeren Auflösung von 512 x 260 Pixeln, welche trotz allem in bemerkenswerten 302 ppi Pixeldichte münden.

Der Rahmen besteht aus Hochglanz-Aluminium, die Außenabdeckung aus rauem, gehärtetem Glas – welches sich extrem wertig anfühlt. Die Innenseite des Z Flip4 besteht zu Gunsten der Flexibilität hauptsächlich aus Plastik – eine zusätzliche Schutzfolie auf dem flexiblen AMOLED-Display um genau zu sein. Das zweite Display wird von Gorilla Glass Victus geschützt, das ebenfalls die Hauptkamera bedeckt.

Letztere bietet ein Dual-Kameragespann aus je 12 Megapixel, eine davon als 24-mm-Weitwinkel-Linse mit einer 1.8er-Blende und optischer Bildstabilisierung sowie Dual-Pixel-Autofokus. Die andere ist eine Ultra-Weitwinkel-Linse mit einer 2.2er-Blende. Videos bei bis zu 4K60, HDR10 , Panorama-Aufnahmen – alles dabei. Die 26-mm-Weitwinkel-Linse im Inneren hingegen kommt gerade mal auf 10 Megapixel bei einer 2.4er-Blende und stemmt maximal 30 Bilder pro Sekunde bei 4K-Aufnahmen.

In Samsungs neustem Klapp-Handy arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 1. Dazu gesellen sich 8 GB Arbeitsspeicher und die Adreno 730 als GPU. Der interne Speicher beträgt wahlweise 128, 256 oder 512 GB. Ansonsten ist alles Übliche am Start: 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2, induktives Laden bis 15 W, induktives Reverse Charging bei 4,5 W und natürlich USB Type-C (2.0). Android 12 in Form von Samsungs One UI 4.1 versteht sich von selbst. Das Ganze ist gemäß IPX8 wassergeschützt.

Die Specs:

  • Chipsatz: Qualcomm SM8475 Snapdragon 8 Gen 1 (4 nm)
  • CPU: Octa-core (1×3.19 GHz Cortex-X2 & 3×2.75 GHz Cortex-A710 & 4×1.80 GHz Cortex-A510)
  • GPU: Adreno 730
  • Hauptkamera: 12 MP, f/1.8, 24mm (wide), 1/1.76″, 1.8µm, Dual Pixel PDAF, OIS | 12 MP, f/2.2, 123? (ultrawide), 1.12µm
  • Selfiekamera: 10 MP, f/2.4, 26mm (wide), 1.22µm
  • Konnektivität: Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/6, dual-band, Wi-Fi Direct, hotspot Bluetooth 5.2, A2DP, LE
  • Akku: Li-Po 3700 mAh
  • Dimensionen aufgeklappt: 165.2 x 71.9 x 6.9 mm
  • Gefaltet: 84.9 x 71.9 x 15.9-17.1 mm
  • Gewicht: 187 g
  • Preis (UVP): ab 1.099 Euro

Look & Feel

Da das Z Flip4 mein erstes Rodeo mit Foldables trifft es bei mir auf eine größere Begeisterungsfähigkeit, als bei jemandem, der vom Vorgänger kommt. Die Haptik ist top, das Gerät fühlt sich hochwertig an und das Auf- beziehungsweise Zuklappen könnte kaum befriedigender sein.Doch schnell wurden die äußerlichen Schwächen der Bauweise sichtbar: Im geschlossenen Zustand wird der Spalt zum Scharnier hin immer größer. Hier fällt direkt auf, dass das Gerät im Inneren einer Hosentasche als Fussel- und Staubfänger agiert. Nicht selten hatte ich den Drang, ein Mikrofasertuch mit mir herum zu schleppen, damit ich das Display nach dem Aufklappen abputzen konnte. Uncool.

Der Aluminium-Rahmen sorgt im aufgeklappten Zustand für ein viel zu glattes, schon fast rutschiges Gefühl. Grip sucht man vergeblich und letzten Endes wird sich vermutlich jeder eine entsprechende Hülle zum Flip4 kaufen müssen. Am meisten hat mich das offizielle Silikon-Cover von Samsung selbst angemacht, welches mit einem elastischen Stoffband in einem Neonkontrast daher kommt.

Das Band hat doppelten Nutzen: Man kann zum einen seine Finger dazwischen schieben, was dann den selben Effekt wie diese Handy-Ringe hat, die ich bisher lächerlich fand. Zum Anderen verdeckt es einen Großteil der Scharniere und bietet so nochmal Schutz. Alles schön und gut, aber um ehrlich zu sein, fand ich primär den Look erfrischend. Leider war die neuste Ausführung vergriffen, daher musste ich auf den Vorgänger zurückgreifen – der, bis auf einen leicht versetzten Blitz-Ausschnitt, wunderbar aufs Galaxy Z Flip4 passt.

Aufgeklappt strahlt einem ein kontrastreiches Super-AMOLED-Display entgegen: Die Farben sind knackig, Schwarz ist Schwarz und ein animiertes Wallpaper, das sich zum motorischen Vorgang bewegt, ist die Krönung – Begeisterung bei mir. Zumindest so lange, bis ich die Falz bemerkte – und ich meine nicht nur optisch. Der durch die Bauweise gegebene Knick in der Mitte des flexiblen AMOLED-Panels sieht nicht nur unschön aus, sondern ist bei jeder Wischbewegung spürbar.

Wem die Haptik wirklich wichtig ist, dürfte sich mit dem Flip4 auf Dauer schwer tun. Ein sicht- und spürbarer Knick im Display wirkt einfach auch irgendwie billig. Auch ärgerten mich die Staubpartikel, welche sich in der Ausbuchtung der Displayschutzfolie für die Selfiekamera sammelten. Laut Internet kann die Folie zwar entfernt werden, dient jedoch als zusätzlicher Schutz für das empfindliche Frontpanel. Angeblich soll sich die Folie irgendwann ohnehin von selbst lösen – in meinen paar Wochen mit dem Gerät habe ich davon allerdings nichts bemerkt.

Das Betriebssystem

Wie zu erwarten, leistet der Snapdragon 8 einiges. Man merkt, dass Samsung schon viele Jahre an OneUI arbeitet und so kann ich mich nicht über Version 4.1 beschweren. Im Gegenteil, man hat an manchen Stellen mitgedacht. So findet sich das nützliche Schnellmenü an der rechten Seite und sämtliche proprietären Apps aus dem eigenen Hause – also Nachrichten, Galerie, Kalender – ja selbst der verrufene Galaxy Store, wirken allesamt aufgeräumt und agieren flott.

Natürlich wurde das System um Funktionen rund um das Klapp-Handy selbst ergänzt: Man kann festlegen, wie sich Apps verhalten sollen, welche nicht von Haus für die geknickte Handhabe angepasst sind. Samsung nennt das Flex-Mode und bietet neben Multiwindow-Betrieb beispielsweise an, die untere Hälfte des Displays als Touchpad oder Mediensteuerung zu nutzen. Nettes Gimmick, welches ich in der Praxis aber nur einmal benutzt habe und zwar für diesen Test. Im Trailer zum Gerät wurde sogar gezeigt, dass auf diese Weise wie mit einem klassischen Camcorder Videos aufgenommen werden können – doch dafür hätte selbst ich mich auf offener Straße geschämt.

Der Fingerabdrucksensor ist beim Samsung Galaxy Z Flip4 in den Powerbutton integriert. Ganz natürlich nimmt man das Handy so in die Hand, dass der Daumen automatisch auf der Stelle liegt. So wird das Gerät zeitgleich auch entsperrt, was flott vonstattengeht. Google- beziehungsweise Samsung Pay funktioniert mit dem Gerät auch. Das Zahlen im zugeklappten Zustand hat leider nicht immer funktioniert, aufgeklappt aber schon. Das hat sich in der Praxis als umständlich herausgestellt, weil mobiles Bezahlen ja gerade den Vorteil hat, dass man nicht unbedingt zwei Hände dafür braucht.

Leider ist auch beim Z Flip4 nicht alles Gold, was glänzt: Gerade die Benachrichtigungen haben im Alltag zu Frust geführt. So ist mir bis heute unverständlich, wieso Notifications aus der Benachrichtigungsleiste sowie Badges auf den App-Symbolen selbst nur initial per Push hochgezählt – aber dann nach Prüfen der App nichtmehr zurückgesetzt werden. Man stelle sich folgende Situation vor: Auf Twitter liegen drei Benachrichtigungen – jeweils in der Notification-Bar und als eine kleine 3 auf dem Symbol selbst. Twitter wird geöffnet, die Nachrichten gecheckt und als man auf den Homescreen zurückkehrt bemerkt man: Sowohl Badges als auch Einträge in der Benachrichtigungsleiste sind noch da.

Um beides loszuwerden, müssen letztere gelöscht bzw. weggewischt werden. Das ist nur eins von vielen kleineren Dingen, die mich in meiner Zeit mit dem Galaxy Z Flip4 gestört haben. Natürlich kann das Gerät selbst nicht viel für die Software und in Summe bleibt das Paket stimmig – doch in Kombination mit der Unhandlichkeit hinterlässt das alles einen faden Beigeschmack.

Auch liegen die Lautstärketasten zwar einen Tick weiter unten als beim Vorgängermodell, allerdings sind die nicht das einzige, das nur schwer mit einer Hand erreichbar ist. Das gilt für beinahe sämtliche Elemente im oberen Bildschirmbereich. Gerade die Benachrichtigungsleiste lässt sich nur umständlich öffnen. Hierbei hilft manchen vielleicht die Funktion, entsprechende Gesten auf den Powerbutton zu lesen, der dann beim Herabwischen die Notification-Bar öffnet. Allerdings sorgte auch diese Funktion für Frust: Oftmals wurde diese Geste in Momenten erkannt, wo sie nicht an gedacht war. In Summe fühlt sich die Benutzererfahrung von Samsungs OneUI auf dem Galaxy Z Flip4 also noch unausgereift an.

Kamera

Aufgenommen mit der Hauptkamera

Die Kameras des Samsung-Klapphandys machten im Test einen soliden Eindruck. Natürlich kommen die zweimal 12 Megapixel in keiner Weise an die Monsterlinsen anderer Flaggschiffe heran – wie etwa die des Galaxy S22 Ultra. Allerdings sind sie alltagstauglich und bei guten Lichtverhältnissen können sich die Ergebnisse sehen lassen. Doch in dunkleren Umgebungen bricht die Bildqualität ein und es setzt sich das typische Netz aus Komprimierungsartefakten durch.

Immerhin taugt die optische Tiefenerkennung und konnte mich durchaus begeistern: Ein Foto schießen und im Anschluss virtuelle Unschärfe über den Hintergrund legen, ja sogar mit entsprechenden Studio- und Farbspielereien zu hantieren, das hat Spaß gemacht. Die Selfie-Kamera im Inneren ist kaum der Rede wert und liegt qualitativ beinahe hinter allem, das ich die letzten zwei Jahre benutzt habe.

Richtig cool hingegen ist zum einen der Umstand, dass man das Handy halb aufgeklappt für Gruppenfotos auf einem Tisch o. ä. abstellen kann. Zum anderen hilft der zweite Bildschirm auf der Außenseite, um entweder der zu fotografierenden Person oder Gruppe den Sucher zu zeigen – oder aber auch um schnell Selfies zu schießen. Entsprechend programmiert, reicht ein Doppeldruck auf die Powertaste, um die Außenkamera zu aktivieren, damit man im zugeklappten Zustand Selfies schießen kann. Natürlich inklusive Samsung-typischer Handgeste und Auslösen aus Distanz.

Fazit

In Summe ist das Samsung Galaxy Z Flip4 ausgereifter als der Vorgänger. Der Prozessor, auf den selbst das Flaggschiff S22 Ultra neidisch sein dürfte, macht viel aus und der größere Funktionsumfang für das externe Zusatzdisplay ist der klare USP – zumindest in meinen Augen.

Schade hingegen sind so manche Makel der Software sowie die nach wie vor spürbare Falte in der Bildschirmmitte. Besser wäre hier die Lösung der Konkurrenz Oppo gewesen: Bei deren Oppo Find N, welches hierzulande leider nicht verfügbar ist, wird das Display nicht geknickt, sondern in einem Hohlraum im Gehäuse in eine Tropfenform gebracht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Samsung sich diesen Kniff für die nächsten Releases abschauen wird – ich hoffe es sogar. Denn gerade die spürbare Falte, obgleich bei richtigem Winkel und im Alltag optisch weniger auffallend, gibt dem Ganzen ein recht billiges Look & Feel.

Verarbeitung und Hauptkameras überzeugen aber und wenn jemand auf etwas Neues aus ist, nach all der Uniformität quasi einen frischen Kick in Sachen Smartphones sucht, dürfte mit dem Samsung Galaxy Z Flip4 seinen Spaß haben.

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Canalys: Weltweite PC- und Tabletverkäufe weiterhin rückläufig

Laut aktuellen Zahlen von Canalys brachte das dritte Quartal dieses Jahres nun schon den fünften Rückgang in Folge für den weltweiten PC-Markt (einschließlich Tablets). Verglichen wurde hier natürlich mit dem Vorjahr. So wurden insgesamt im genannten Quartal nur noch 105,6 Mio. Geräte ausgeliefert, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang von 14 %. Weltweit ist die Nachfrage aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Lage weiterhin gedämpft, auch bei den Tablets. Hier sank die Zahl der Auslieferungen um 6 %, auf 35,3 Mio. Geräte, bei Chromebooks gar um 29 %, auf 4,2 Mio. Geräte.

Bei den Tablets führte Apple weiter den Markt an, auch wenn die Auslieferungszahlen von iPads im Jahresvergleich um 6 %, auf 14,4 Mio. Einheiten, gesunken sind. Auf Platz 2 sitzt Samsung mit einem Absatz von 6,6 Mio. Geräten und einem Rückgang von 8 %. Die Fire-Tablets von Amazon brachten das Unternehmen auf Rang 3, hier mit 3,2 Mio. ausgelieferten Geräten und damit sogar einem Anstieg um 18 %. Grund hierfür sei der Prime Day, an welchem die Fire-Gerätschaften oft reduziert angeboten werden.

Lenovo und Huawei belegten den vierten und fünften Platz, wobei beide Anbieter deutliche Rückgänge von 37 % bzw. 41 % hinnehmen mussten.

Bei den Chromebook-Auslieferungen sieht es dann so aus, dass Acer hier Marktführer bleibt und ein Wachstum von 11 % verzeichnen konnte. HP sicherte sich den zweiten Platz mit einem Rückgang von 27 % auf 800.000 Geräte. Lenovo verzeichnete mit einem Rückgang von 50 % den stärksten Rückgang aller großen Anbieter, da das Unternehmen mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen hat und sein Bildungsportfolio auf mehr Windows-Geräte umstellt. Dell verzeichnete einen Rückgang der Auslieferungen von 11 %. Asus belegte mit einem Marktanteil von 9,6 % den fünften Platz auf dem Markt.

Und dann wäre da noch der PC-Markt, den ebenfalls Apple mit 23,4 Mio. weltweit ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 22 % anführt. Zu beachten ist bei den genannten Zahlen, dass hier neben Desktops auch Notebooks auch Tablets mit einberechnet werden. Mit 19,4 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 18 % belegte Lenovo den zweiten Platz und verzeichnete einen Rückgang von 21 % im Vergleich zum Vorjahr.

HP belegte den dritten Platz mit einem Rückgang der Auslieferungen um 28 % auf 12,7 Millionen Geräte und einem Marktanteilsverlust von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Dell kam auf insgesamt 12 Mio. Auslieferungen, was einem Rückgang von 21 % entspricht. Bei Samsung waren es 7,3 Mio. Geräte – ein Rückgang von 13 %.

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