#DealMonitor – ContextSDK sammelt 4 Millionen ein – Sirius erhält 4 Millionen – Traxi bekommt 1,5 Millionen

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#DealMonitor ContextSDK sammelt 4 Millionen ein Sirius erhält 4 Millionen Traxi bekommt 1,5 Millionen Freda sammelt Millionensumme ein Labforward und LabTwin fusionieren Amboss übernimt Novaheal Lumivero kauft ATLAS.ti

ContextSDK sammelt 4 Millionen ein – Sirius erhält 4 Millionen – Traxi bekommt 1,5 Millionen

Mittwoch, 18. September 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 18. September werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

ContextSDK


Speedinvest, First Momentum Ventures und Heracles Capital investieren 4 Millionen US-Dollar in ContextSDK. Das Startup aus Wien, von Dieter Rappold (zuletzt Speedinvest Pirates) und Fastlane-Gründer Felix Krause gegründet, möchte Unternehmen dabei helfen, “Mobile Apps besser zu personalisieren, ohne dabei auf persönliche Daten (PII) zurückzugreifen”. Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, Peter Steinberger, Johannes Moser, Michael Schuster und Co. investieren zuvor bereits in ContextSDK. Mehr über ContextSDK

Sirius


Market One Capital, Severin Zugmayer, Angel Invest, Lopo Champalimaud, Nicole Büttner sowie Marius Luther und Marius Jeuck, die Gründer von HeyJobs investieren 4 Millionen US-Dollar in Sirius. Das Berliner Startup, 2020 von Sebastian Riegelbauer gegründet, bietet virtuelle Räume speziell für den Online-Musikunterricht an. Das Jungunternehmen verspricht optimale Klangqualität von Musikinstrumenten und Gesang bei der Übertragung bieten zu können. Mehr über Sirius

Traxi


Der Anhängerhersteller Blyss investiert 1,5 Millionen Euro in Traxi. Über das Startup aus Gelsenkirchen, 2020 von IakovAkishin und Vitalij Schreider gegründet, können Onlinerinnen und Onliner Anhänger per App mieten. Dabei setzt das Team auf Dockingstationen auf Parkplätzen. Zuvor investierte bereits Via ID, der Investmentfonds von Mobivia, in das Unternehmen. Mit dem neuen Partner möchte das Traxi-Team seine Expansion in Deutschland und Frankreich vorantreiben. Zudem ist der Gang nach Österreich und Polen geplant. Mehr über Traxi

Freda


Das österreichische Family Office Graphit NeoTaste, FoodLabs, Combination Ventures und Business Angels investieren eine siebenstellige Summe in FredaDas Passauer Food-Startup, das vom mymuesli-Gründer Philipp Kraiss und dem ehemaligen mymuesli-Mitarbeiter Christian Mahler gegründet wurde, setzt auf tiefgefrorene Pizza, die per Expressversand zu den Kundinnen und Kunden nach Hause geliefert wird. “Seit dem Launch konnte Freda mehr als 20.000 Kunden gewinnen”, teilt das Team mit. Mehr über Freda

MERGERS & ACQUISITIONS

Labforward – LabTwin


Die Berliner Unternehmen labforward und LabTwin, eine Tochtergesellschaft des Life-Science-Konzerns Sartorius, schließen sich zusammen. “Hierzu hat Sartorius als Gründer und bisheriger Eigentümer von LabTwin deren Geschäft in die labforward GmbH eingebracht. Sartorius wird damit Anteilseigner der labforward GmbH, deren künftiger Unternehmenssitz der bisherige Standort von LabTwin in Berlin sein wird. Das fusionierte Unternehmen wird von Joerg Hoffmann als CEO geleitet, der Anfang 2024 die Unternehmensleitung der labforward GmbH vom ausscheidenden Gründer Simon Bungers übernahm”, teilen die Unternehmen mit. Investoren wie IBB Ventures, Vogel Ventures und Peppermint Venture Partners investierten in den vergangenen Jahren mehr als 10 Millionen Euro in labfolder, 2013 gegründet. Mehr über Labforward

Amboss – Novaheal


 Das Berliner Soonicorn Amboss, das Medizinerinnen und Medizinern seit 2012 hilft sich auf Prüfungen vorzubereiten, übernimmt das Bochumer EdTech Novaheal, das auf eine Lernplattform für die Pflegeausbildung setzt. “Künftig bietet Amboss damit den beiden größten Berufsgruppen im Gesundheitswesen – Ärzt:innen und Pflegefachkräften – professionelle digitale Begleiter für die Aus- und Weiterbildung sowie den klinischen und pflegerischen Alltag”, teilt das Unternehmen mit. allygatr, 9elements sowie Business Angels wie Markus C. Müller, Julius Juerging und Björn Jopen, investierten zuletzt in Novaheal. Amboss übernahm zuletzt bereits NEJM Knowledge , ein “learning and assessment tool for clinicians”. Mehr über Amboss

Lumivero – ATLAS.ti


Das amerikanische Software-Unternehmen Lumivero übernimmt das 1993 gegründete Berliner Unternehmen ATLAS.ti, das auf Qualitative Data Analysis-Software setzt. “Dieser Schritt stärkt das Angebot von Lumivero, indem Kunden eine breitere Palette an integrierten Lösungen zur Verfügung gestellt wird, was die Position des Unternehmens als führender Anbieter von QDA-Software weiter festigt”, heißt es in einer Presseaussendung.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#Interview – “Wir haben rund zwölf Millionen Packungen verkauft”

#Interview

Bei Forest Gum dreht sich alles um Kaugummis. “Wir müssen uns jeden Tag mit den Big Playern der Süßwarenindustrie messen und sowohl die Verbraucher:innen als auch den Einzelhandel davon überzeugen, dass es Alternativen zum heutigen Standard gibt”, sagt Gründer Thomas Krämer.

“Wir haben rund zwölf Millionen Packungen verkauft”

Mittwoch, 18. September 2024VonAlexander Hüsing

Das Kölner Startup Forest Gum, 2019 von Thomas Krämer gegründet, setzt auf “umweltfreundlicher Kaugummis und Fruchtgummis”. Derzeit arbeiten 11 Mitarbeitende für das Unternehmen. “Unsere Produkte sind deutschlandweit in über 11.000 Filialen erhältlich. Seit 2019 haben wir rund zwölf Millionen Packungen Kaugummi verkauft und dadurch bereits über 60 Tonnen Plastik eingespart”, sagt Gründer Krämer zum Stand der Dinge bei Forest Gum.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Forest Gum außerdem über Visionen, Mentalitäten und Kontakte.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Forest Gum erklären?


Oma, du hast dein Leben lang auf Plastik gekaut. Denn herkömmliche Kaugummis werden aus Erdöl gemacht und damit aus ähnlichen Stoffen wie Autoreifen oder Plastikflaschen. Damit deine Enkel das nicht auch machen müssen, habe ich eine natürliche Alternative erfunden und ein Unternehmen gegründet. Wir verkaufen superleckere Kaugummis und mittlerweile auch Fruchtgummis, auf Plastik verzichten wir dabei. Unsere Kaugummis haben eine natürliche Kaumasse aus Chicle, einem Baumharz aus Zentralamerika. Unsere Fruchtgummis sind in einer kompostierbaren Tüte verpackt. Der weltweit ersten Verpackung für Fruchtgummis, die aus nachwachsenden Rohstoffen gemacht wird! Und Oma, weil der Wald uns so am Herzen liegt, haben wir mit dem Verkauf unserer Produkte ein 100 Hektar großes Waldstück in der Nähe von Köln zum Schutzgebiet für Bäume, Pflanzen und Tiere gemacht. Hier darf sich die Natur ganz von allein erholen, renaturieren nennt man das. Lass uns da mal spazieren gehen und ein bisschen durchatmen.

Wie hat sich Forest Gum seit der Gründung entwickelt??


Wir sind von einem kleinen Start-up aus Köln zu einem führenden Anbieter umweltfreundlicher Kaugummis und Fruchtgummis geworden. Unser Team ist mittlerweile auf elf Mitarbeiter:innen gewachsen, die alle eine Leidenschaft für Waldschutz und Plastikvermeidung teilen. Unsere Produkte sind deutschlandweit in über 11.000 Filialen erhältlich. Seit 2019 haben wir rund zwölf Millionen Packungen Kaugummi verkauft und dadurch bereits über 60 Tonnen Plastik eingespart. Zusätzlich haben wir unser „Projekt Wildwuchs“ ins Leben gerufen, mit dem wir 100 Hektar Wald schützen und renaturieren, um CO2 zu binden und die Biodiversität zu fördern.

Ihr seid in diesem Jahr bereits fünf Jahre im Markt. Was waren in all diesen Jahren die größten Herausforderungen?


Die größte Herausforderung für uns war es, in einer von Plastik dominierten Branche wie der Süßwarenindustrie nachhaltige Alternativen zu etablieren. Wir müssen uns jeden Tag mit den Big Playern der Süßwarenindustrie messen und sowohl die Verbraucher:innen als auch den Einzelhandel davon überzeugen, dass es gesündere und umweltfreundlichere Alternativen zum heutigen Standard gibt. Zudem war die Entwicklung unserer kompostierbaren Verpackung für die Fruchtgummis eine Hürde, da sie anfangs nicht mit den vorhandenen Maschinen kompatibel war. Wir mussten viel experimentieren und anpassen, um unsere Vision in die Realität umzusetzen.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Mein Tipp an andere Gründer:innen: Glaubt als Team fest an eure Vision und bleibt dran. Fragt euch immer mal wieder, ob ihr noch treu zu den Anfängen und eure ursprüngliche Vision seid. Insbesondere in der sonst so schnelllebigen FMCG-Branche brauchen nachhaltige Veränderungen Zeit. Die muss man einplanen und möglichst gut Kurs halten. Für mich gilt zudem: arbeitet zuerst mit eurem Team, bevor ihr externe Expertise einholt. Fragt euch regelmäßig, was euer Team braucht und wie ihr alle am besten einbeziehen könnt.

Wo steht Forest Gum in einem Jahr?


Wir haben schon große Pläne für 2025, können aber noch nicht alles verraten. Sicher ist jedoch, dass wir mit einer neuen Produktkategorie im Süßwarenregal vertreten sein werden. Wir planen, neue Sorten unserer Fruchtgummis auf den Markt zu bringen und unser Kaugummi-Angebot um weitere spannende Geschmacksrichtungen zu erweitern. Wir freuen uns schon sehr darauf, die Süßwarenbranche weiter zu revolutionieren!

Reden wir über Köln. Wenn es um Start-ups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Die Start-up-Szene in Köln mag kleiner sein als die in Berlin, aber sie ist unglaublich offen und herzlich, mit einer starken Gemeinschaft. Hier kennt man sich, ist gut vernetzt und hilft sich gegenseitig. Mit der rheinischen Mentalität kommt man schnell ins Gespräch und kann sich wertvolle Tipps und Inspiration von anderen Start-ups holen. Zudem liegt Köln geographisch sehr praktisch mit Blick auf die großen Kunden aus der Einzelhandelswelt.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


In Köln lassen sich schnell neue Kontakte knüpfen. Wir sind offen, herzlich und gehen unkompliziert aufeinander zu – das ist typisch für die rheinische Mentalität. Die Leute sind gut drauf. Es gibt ein starkes Gemeinschaftsgefühl, wo man sich unter die Arme greift. Obwohl Köln eine größere Stadt ist, ist die Start-up-Szene wirklich überschaubar. Die Berliner Szene kenne ich nur von einzelnen tollen Startups und bin selbst nicht sehr oft vor Ort. Ich denke aber die große Vielfalt bringt einen enormen Vorteil und bei Events und Konferenzen gibt es super Netzwerkmöglichkeiten. Dort triffst du auf Talente und Ideen aus der ganzen Welt, was den Austausch und die Inspiration auf ein anderes Level hebt.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Weiterhin tollen Support der lokalen Händler. Zweitens: Mehr Radwege. Drittens:  Aufmerksamkeit und ein bisschen Support durch die Stadt.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Forest Gum

#DHDL – Ratzfatz: Der richtige Umgang mit den Unit Economics

Maraike Höhne, Sarina Morawiak und Luisa Schubert stellen mit Ratzfatz in der ersten Folge der Jubiläumsstaffel von “Die Höhle der Löwen” eine neue Produktkategorie vor: Ihr Startup bietet gesunde Tiefkühlfertig-Gerichte für Kinder an, um Eltern trotz hoher Ansprüche an die Ernährung ihrer Kinder im Alltag zu entlasten. Die Löwen waren begeistert von den Gründerinnen, und das trotz einer sehr kritischen Diskussion über wichtige Kennzahlen.

Viele Gründerinnen und Gründer denken immer noch, dass Investorengespräche vor allem über eine detaillierte Finanzplanung erfolgreich abzuschließen sind. Deswegen kreieren sie oft schiere Monster von Tabellenkalkulationen, die gar kein Ende finden wollen. Doch häufig finden diese dann gar keinen wirklichen Anklang bei den Geldgebern, und die Enttäuschung nach der ganzen Arbeit ist groß.

Denn das Problem ist oft, dass die Informationen, nach denen die Geldgeber wirklich suchen, kaum oder gar nicht in diesen Planungen enthalten sind. Und massenweise online verfügbare, aber für Verhandlungen mit professionellen Investoren völlig ungeeignete Vorlagen für Finanzplanungen verschlimmern das Ganze noch.

Da die Gründerinnen und Gründerin in “Die Höhle der Löwen” keine Tabellenkalkulationen mitbringen können, kann man hier oft sehr gut die wirkliche Diskussion um die Zahlen verfolgen – und manchmal auch sehr genau beobachten, worum es Investoren bei den Unternehmenszahlen wirklich geht.

Im Falle von “Ratzfatz” wurde das sehr anschaulich, denn vor allem Löwe Carsten Maschmeyer führte eine detaillierte Diskussion über die sogenannten Unit Economics. Diese “Ökonomie der Einheiten” verrät den wichtigsten Teil eines Geschäftsmodells, denn hier wird die Frage beantwortet, ob man damit überhaupt Geld verdienen kann – auf der kleinsten Ebene.

Denn zum Zeitpunkt der Sendungsaufzeichnung verkaufte das Startup seine Kinder-Fertiggerichte ausschließlich online. Natürlich erfragten die Löwen hierfür schnell den Verkaufspreis von 6,99 € und die Herstellungskosten von 2,37 € pro Packung. Auch diese Zahlen zählen bereits zu den Unit Economics, denn sie beziehen sich auf eine einzige Produkteinheit. Es geht hier also um das  Betrachten einer Einheit und gegebenenfalls auch das “herunterrechnen” anderer Werte auf eben diese Einheit.

Aber bleiben wir zunächst bei Verkaufs- und Einkaufspreis. Denn hieraus ergibt sich eine Marge von 4,62 € pro Produkt. Doch Carsten Maschmeyer scheint direkt skeptisch zu sein, ob das reicht für ein solches Tiefkühlprodukt, ist hierin doch schließlich der gekühlte Versand noch nicht enthalten.

So erfahren wir auch schnell, dass jedes versandte Paket mit 20 € zu Buche schlägt, wovon nur 5 € als Versandkosten an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. Hierbei wird natürlich sofort klar, dass der Versand einer einzelnen Packung für das Startup ein riesiges Verlustgeschäft bedeuten würde. Deswegen fragt der Löwe auch direkt nach einem Mindestbestellwert, was die Gründerinnen mit 30 € beantworten.

Und hier findet ein kleiner, aber wichtiger Shift in der Diskussion statt: die Bezugsgröße, also die “Unit” ändert sich. Nun wird nicht mehr das einzelne Produkt als kleinste Einheit herangezogen, sondern die einzelnen Bestellung bildet ab nun die Basis der Diskussion. Dies hat einfach den Grund, dass die 20 € Tiefkühl-Versandkosten sich auf das gesamte Paket beziehen – egal ob man nur eine einzige oder 10 Packungen verschickt.

Bei 30 € Mindestbestellwert müssen also mindestens 5 Packungen bestellt werden. So erhält das Startup bei jeder Bestellung mindestens 5 mal seine Marge, also verdient zunächst 23,10 €, wovon der Versand aber noch mit 15 € bezuschusst werden muss. So verbleiben also für eine Bestellung mit Mindestbestellmenge nur noch 8,10 € beim Startup, was den anschließenden Wortwechsel zwischen Carsten Maschmeyer und dem Startup-Team erklärt.

Denn der Finanz-Löwe schließt aus den genannten Zahlen, dass Ratzfatz online ein Minusgeschäft macht, was die Gründerinnen bejahen, wenn sie Marketing mit einbeziehen. Denn mit 8,10 € lässt sich normalerweise in diesem Bereich ein Kunde nicht gewinnen.

Zwar betonen die Gründerinnen in der Folge, dass sie bereits jetzt schon einen durchschnittlichen Warenkorb von 42 € haben – doch auch der entsprechend verbesserte Wert von 12,72 € deckt wohl noch lange nicht die durchschnittlichen Marketingkosten.

Diese werden in der Folge zwar nicht mehr explizit genannt, aber das Ratzfatz-Team gibt hier noch eine wichtige Information: Ab einem Warenkorb-Wert von 60-70 € soll eine Skalierung des Online-Geschäfts wohl möglich sein, d.h. hier müsste die Marge sowohl Marketing- als auch  Versandkosten decken. Bei 63 € hätte man somit 9 verkaufte Pakete, eine Marge von 41,58 €, also abzüglich 15 € Versandzuschuss 26,58 €, die für Marketing ausgegeben werden könnten, ohne “draufzuzahlen”.

Natürlich könnte man an dieser Stelle die Unit Economics noch weiter untersuchen, und vielleicht abermals die Bezugsgröße von der Bestellung zum Kunden ändern, denn schließlich könnte dieser ja mehrmals wieder bestellen, die Marketing-Kosten fallen aber immer nur einmal an.

Doch die Diskussion nimmt an dieser Stelle – zumindest in der gekürzten Version der Ausstrahlung – eine andere Richtung, und die Gründerinnen betonen geschickt sowohl die Möglichkeiten im Handel als auch im B2B-Bereich mit der Belieferung von Einrichtungen wie Krankenhäusern, KiTas oder Kindergärten. Hier fallen natürlich die teuren Einzellogistikkosten weg, so dass das Geschäft mit größeren Mengen attraktiver werden kann. Auch, wenn man dann wahrscheinlich für einen niedrigeren Preis verkaufen muss.

Die Gründerinnen sind jedoch während der gesamten Diskussion sehr sicher, bleiben keine Antwort schuldig und scheinen eine klare Vision für ihre Business zu haben.

Das beeindruckt die Löwen, so dass – obwohl er zunächst sogar aussteigt – sogar Carsten Maschmeyer in ein Angebot zusammen mit Janna Ensthaler einsteigt. Die Löwen sind begeistert von dem Gründerinnenteam, loben ihre komplementären Hintergründe und ihre Kompetenz – wozu ihre Zahlensicherheit wohl einmal mehr beigetragen hat.

Schlussendlich entscheiden sich die Gründerinnen dann für das Konkurrenzangebot von Nils Glagau und Tillmann Schulz.

Eine Tabellenkalkulation werden sie wohl im nächsten Schritt der Investmentverhandlungen dann noch gebraucht haben – jedoch eine, in der genau das Zusammenspiel und die Unit Economics der verschiedenen Vertriebskanäle ersichtlich sind.

Mit einer für Investoren unbrauchbaren Vorlage aus dem Internet arbeiten diese Gründerinnen ganz bestimmt nicht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

#DealMonitor – Porsche investiert in Flix – SongPush erhält 2,94 Millionen

#DealMonitor

#DealMonitor Porsche investiert in Flix SongPush erhält 2,94 Millionen CIBC Innovation Banking investiert in Wemolo JLL Spark Global Ventures investiert in Probis Melitta investiert in Loffee Finanzspritze für Explo SGT kauft Funanga

Porsche investiert in Flix – SongPush erhält 2,94 Millionen

Donnerstag, 15. August 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 15. August werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Flix


Auch der deutsche Autobauer Porsche investiert im Rahmen des EQT- und Kühne-Investments eine zweistellige Millionensumme in Flix (Flixbus, Flixtrain). “Durch die gemeinsame Beteiligung wird die Zusammenarbeit zwischen Porsche und EQT weiter vertieft. Für die Investitionsstrategie und die geplante Ausweitung der Beteiligungsaktivitäten der Porsche SE stellt die Zusammenarbeit mit weltweit führenden Private Equity und Venture Capital Gesellschaften ein zentrales Element dar”, heißt es in einer Presseaussendung. Der schwedische Finanzinvestor EQT investierte zuletzt zusammen mit der Kühne Holding (Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne) rund 900 Millionen Euro in Flix und sicherte sich dabei 35 % am Unternehmen. Der Münchner Fernbus- und Bahn-Betreiber Flix, 2011 von Jochen Engert, Daniel Krauss und André Schwämmlein gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren mehr als 800 Millionen Euro ein – unter anderem von  Canyon Partners, General Atlantic, Silverlake und HC Capital. Zuletzt liebäugelte das Flix-Team immer wieder mit einem IPO. Mehr über Flix

SongPush 


Business Angels wie Stefan Zilch, Joel Berger und Kevin Tewe investieren 2,94 Millionen Euro in SongPush. Das Startup aus Berlin, 2021 von Stefan Kling, Markus Cremer und Zoltan Morvai gegründet, setzt auf eine Plattform, die es Musiker:innen und Musik-Labels ermöglicht, mithilfe von Creator:innen auf Social Media neue Fans zu erreichen. Die Matching-Algorithmen der Plattform sollen dabei “für passende Kooperationen sorgen”. Mehr über SongPush

Wemolo


CIBC Innovation Banking investiert im Rahmen einer Debt Finazierung eine ungenannte Summe in Wemolo. Das Startup aus München, 2019 von Bastian Pieper, Jakob Bodenmüller und Yukio Iwamoto gegründet, setzt auf Parkraummanagement. “Das System von Wemolo eignet sich für eindeutig begrenzte Parkflächen abseits des öffentlichen Raums”, heißt es zum Konzept. “The financing will be used to expand Wemolo’s product portfolio and footprint across Europe”, ist in einer Presseaussendung zu lesen. Surplus Equity Partners, Armira Growth und Altinvestor henQ investierten zuletzt 15 Millionen Euro in Wemolo bzw. damals Parkdepot. Zuvor flossen bereits 4,2 Millionen in das Unternehmen. Mehr über Wemolo

Probis


JLL Spark Global Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Arm des Beratungsunternehmens JLL, investiert eine ungenannte Summe in Probis. Das PropTech aus München, 2022 von Moritz Koppe und Robert Mühlstein gegründet, entwickelt “KI-gestützte Finanzmanagementlösungen für Immobilienentwicklung”. Zielgruppe sind “Immobilienbesitzer, Banken, Projektentwickler und Investoren”. EKK & Co. investierte zuvor beriets in Probis.

Loffee


Die Melitta Group investiert eine ungenannte Summe in Loffee. Das Food-Startup aus Stuttgart, 2024 von Jan Fladung und Simon Raab gegründet, setzt auf Bio-Lupinenkaffee. “Damit ergänzt das Unternehmen unser Geschäftsfeld Kaffee sehr gut und entspricht auch unserem Transformationsprozess hin zu einem nachhaltig ausgerichteten Unternehmen”, heißt es in einer Presseaussendung.

Explo 


Nicht genannte Investoren investieren 260.00 Euro in Explo. Das Kieler Startup, 2021 von Tim Grossmann und Tobias Pörtner als Travel-App gegründet, positioniert sich inzwischen als “Verlags-Software, die Leser*innen bindet und digitale Umsätze erhöht”. “Unser Ziel ist es, auch kleinen Verlagen die effiziente Erstellung digitaler Inhalte zu ermöglichen”, teilt das Team zum Konzept mit.

MERGERS & ACQUISITIONS

SGT German Private Equity – Funanga – Campamocha – Surfer Rosa


Der Investor SGT German Private Equity (SGT), früher als German Startups Group bekannt, übernimmt die Mehrheit an Funanga (Berlin), Campamocha (Malta) und der Surfer Rosa (Isle of Man). “Diese drei Unternehmen bieten Internet-Zahlungsdienstleistungen an und arbeiten erfolgreich zusammen. Zwischen diesen Gesellschaften gibt es Schnittmengen bei Führungspersonal und bei den Anteilseignern”, teilt das Unternehmen mit. Künftig soll SGT als The Payments Group Holding fungieren. “Durch die Akquisition entsteht eine in Deutschland beheimatete, börsennotierte FinTech-Gruppe mit rund 50 Mitarbeitern.”

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Foto (oben): azrael74

#StartupTicker – +++ sennder +++ Dedrone +++ Food +++ Meine Erde +++ Biospectal +++

#StartupTicker

#StartupTicker sennder wächst durch Übernahme auf 1,4 Milliarden Umsatz Dedrone: Ein Exit der Superklasse Food-Startups, die besonders innovativ sind Meine Erde: Kritiker zweifeln am Konzept So funktioniert Biospectal 

    sennder     Dedrone     Food     Meine Erde     Biospectal 

Mittwoch, 31. Juli 2024VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 31. Juli)

#STARTUPLAND: NUR FÜR FRÜHE VÖGEL




Kommt mit ins Startupland! Ab sofort könnt Ihr Euch Euer Ticket für eine Reise ins Startupland zum Early Bird-Preis buchen. Die erste Startupland Conference, unsere Startup- und Digital-Konferenz, findet am 6. November statt. Mehr über Startupland

#STARTUPTICKER

sennder


Das Berliner Logistik-Unicorn sennder geht massiv auf die Überholspur! Das Einhorn übernimmt nun das “Europäische Landtransportgeschäfts (EST) von C.H. Robinson. Durch die Übernahme sieht sich das Unternehmen jetzt unter den “Top-5-Akteuren für LKW-Komplettladungen in Europa”. Das Team verweist dabei auf einen “gemeinsamen Umsatz” in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. sennder, 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 350 Millionen Dollar ein – unter anderem von Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania. Mehr über sennder

#LESENSWERT

Dedrone – Food – Meine Erde


 Dedrone: Ein Exit der Superklasse (Manager Magazin)   Studie: Deutsche Food-Startups, die besonders innovativ sind (Handelsblatt)  Meine Erde: Kritiker zweifeln an Reerdigungs-Methode (Gründerszene)  So funktioniert das Schweizer Bluthochdruck-Startup Biospectal (Handelsblatt)

#DEALMONITOR

Investments & Exits


topi erhält 50 Millionen Protembis bekommt 20 Millionen Marcley sammelt 5 Millionen ein Amperecloud streicht 3,3 Millionen ein sennder übernimmt EST-Geschäft von C.H. Robinson. Mehr im Deal-Monitor

#LESESTOFF

Start-up Venture


Spannender Lesestoff für Gründerinnen und Gründer! Mit “Start-up Venture” hat Seriengründer und Business Angel Tom Röthlisberger eine Art Leitfaden für die ersten drei Jahre nach Gründung eines Startups geschrieben. Thematisch deckt das Buch Themen wie Zusammenstellung des Gründerteams, Entwicklung des Business Models und Gewinnung zahlender Kundinnen und Kunden ab. Und auch alles rund um Investmentrunden und die Vorbereitungen darauf finden ausführlich Platz. Alles in allem geht es somit darum, angehenden Gründerinnen und Gründern das passende Basiswissen für die Gründung eines Unternehmens an die Hand zu geben. Jetzt bei amazon.de bestellen

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3 

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