Das sogenannte „Likeness Detection“-Feature, das YouTube im vergangenen Herbst zunächst mit einer kleinen Gruppe von Creatorn testete und im März für Politiker und Journalisten öffnete, steht jetzt auch Hollywood-Schauspielern und anderen Prominenten offen. Damit sollen KI-generierte Kopien realer Personen gezielt auf der Plattform aufgespürt und bei Bedarf entfernt werden.
Wer das Tool nutzen möchte, muss einen Identitätsnachweis und ein Selfie-Video bei YouTube einreichen. Die Software durchsucht anschließend das Videomaterial der Plattform nach dem entsprechenden Gesicht. Stimmen oder andere persönliche Merkmale werden aber von der aktuellen Version noch nicht erfasst. Erkennt das System einen potenziellen Deepfake, wird dieser markiert – die betroffene Person entscheidet dann selbst, ob sie den Fall nur beobachten oder einen Löschantrag stellen will. Ein eigener YouTube-Kanal ist dafür nicht erforderlich.
YouTube prüft jeden Fall erst einmal einzeln anhand der eigenen Datenschutzrichtlinien. Als solche erkennbare Parodien oder Satire fallen unter geschützte Kategorien und bleiben auf der Plattform. Zudem bleibt die Frage, ob man sich nicht auch mit einem Deepfake-Nachweis-Selfievideo verifizieren könnte und dann Schindluder mit dem eigentlich so gut gemeinten Feature treibt? Ist zumindest ein denkbares Szenario, das Google vermutlich aber auch berücksichtigt.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.
