#Zahlencheck – Der Candis-Aufbau kostete bereits rund 10 Millionen

#Zahlencheck

Candis automatisiert Buchhaltungsprozesse für kleine und mittelständische Unternehmen. Der Jahresfehlbetrag lag 2020 bei rund 4,2 Millionen – nach 3,3 Millionen im Jahr zuvor. Insgesamt kostete der Aufbau des Unternehmens bereits rund 10,1 Millionen.

Der Candis-Aufbau kostete bereits rund 10 Millionen

Dienstag, 23. November 2021VonAlexander Hüsing

Das Berliner FinTech Candis legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2020. Viola Ventures, Rabo Frontier Ventures, main incubator, Speedinvest, 42CAP und Point Nine Capital investierten zuletzt 12 Millionen Euro in das Unternehmen, das von Christian Ritosek und Christopher Becker geführt wird, Insgesamt sammelte das FinTech in den vergangenen Jahren bereits rund 18 Millionen Euro ein.

Das junge Unternehmen automatisiert Buchhaltungsprozesse für kleine und mittelständische Unternehmen. “Dazu müssen Sie nur einige Datenquellen verbinden und Candis erledigt für Sie die manuelle Arbeit”, heißt es dazu in der Selbstbeschreibung. Über 10.000 Kunden setzen nach Firmenangaben bereits auf Candis. Der Jahresfehlbetrag lag 2020 bei rund 4,2 Millionen – nach 3,3 Millionen im Jahr zuvor. Insgesamt kostete der Aufbau des Unternehmens bereits rund 10,1 Millionen.

Ein beachtlicher Teil der Kosten dürfte auf die Mitarbeiter:innen entfallen, 2019 beschäftigte Candis durchschnittlich 67 Mitarbeiter:innen. Wobei das Unternehmen im Jahr zuvor sogar noch durchschnittlich 81 Mitarbeiter:innen beschäftigte. 2020 baute Candis somit Arbeitsplätze ab. 2018 wirkten durchschnittlich 54 Mitarbeiter:innen bei Candis.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2020

* Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriftendes GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften.


* Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2020 insgesamt EUR 2.560.368,58. Hiervon haben EUR 595.000,00 (Förderdarlehen der Investitionsbank Berlin Brandenburg) sowie EUR 1.944.444,44 (Darlehen der Silicon Valley Bank) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Restbetrag von EUR 20.924,14 (noch nicht ausgeglichene Kreditkartensalden) hat eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.


* Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 67 Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt.

Candis im Zahlencheck

2020: 4,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2019: 3,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2018
: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2017: 881.056 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Candis

#Zahlencheck – Jahresfehlbetrag bei Homeday steigt auf 23,6 Millionen Euro

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Homeday aus Berlin kommt 2019 auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 23,6 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau von Homeday, das 2015 gegründet wurde, bis Ende 2019 somit bereits rund 38,9 Millionen. Zuletzt erhielt das Startup aber weitere 40 Millionen Risikokapital.

Jahresfehlbetrag bei Homeday steigt auf 23,6 Millionen Euro

Dienstag, 12. Oktober 2021VonAlexander Hüsing

Der digitale Immobilienmakler Homeday legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Der Jahresfehlbetrag lag damals bei stattlichen 23,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 9,5 Millionen. Im Jahr zuvor waren es sogar nur 3,2 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Homeday, das 2015 von Steffen Wicker, Dmitri Uvarovski und Philipp Reichle gegründet wurde, bis Ende 2019 somit bereits rund 38,9 Millionen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag bei Homeday, dessen Logo inzwischen auf der Brust der Hertha BSC-Spieler prangt, steigt auf 26,2 Millionen. Bis Ende 2019 flossen somit rund 12,6 Millionen Euro in das Unternehmen, dessen Wurzeln in Köln liegen. Das Medienhaus Axel Springer und der britische Immobilienmakler Purplebricks, an den Springer beteiligt ist, investierten zuletzt aber weitere 40 Millionen in Homeday. In der Presseaussendung hieß es damals: “Ausschlaggebend für das Investment der Gesellschafter war das starke Wachstum des Unternehmens gepaart mit überzeugenden Geschäftszahlen”.

2018 wirkten durchschnittlich 140Arbeitnehmer:innen bei Homeday. Im Vorjahr waren es 76 – und im Jahr zuvor sogar nur 54. Homeday ist somit in den vergangenen Jahren mitarbeiterseitig stark gewachsen. Und wächst weiter: Nach eigenen Angaben wirken inzwischen sogar 250 Mitarbeiter:innen für das Startup. Hinzu kommen 220 selbständige Homeday-Maklerinnen und Makler in ganz Deutschland.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Grö­ßenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.


* Die Bewertung wurde trotz der bestehenden buchmäßigen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Eine positi­ve Fortführungsprognose der Geschäftsführung liegt vor. Hierbei geht die Geschäftsführung da­von aus, dass die Investoren und Gesellschafter weiterhin die notwendigen Mittel für die Auf­rechterhaltung des Geschäftsbetriebs bereitstellen bzw. bei Bedarf weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Zudem ist der Bestand der Gesellschaft ist von der Zuführung weiterer liqui­der Mittel sowie von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Gene­rierung entsprechender Umsatzerlöse abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant ein­treten sollten, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet.


* Die Verbindlichkeiten enthalten mit T € 33.086 (i.V. T € 0) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.


* Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 140 Arbeitnehmer.

Homeday im Zahlencheck

2019: 23,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2018
: 9,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2017
: 3,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2016: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2015: 646.137 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Homeday

#Zahlencheck – Studitemps wächst auf 94,7 Millionen Euro Umsatz

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Der Aufbau von Studitemps kostete bisher rund 28,7 Millionen Euro. Der Umsatz stieg in den vergangenen Jahren von 39,8 Millionen im Jahre 2016 auf zuletzt 94,7 Millionen. Für 2021 peilt das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 122 Millionen an.

Studitemps wächst auf 94,7 Millionen Euro Umsatz

Mittwoch, 11. August 2021VonAlexander Hüsing

Die Kölner Zeitarbeit-Jobbörse Studitemps, Zielgruppe Studenten, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2020. Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Umsatz in Höhe von 94,7 Millionen Euro – nach rund 79 Millionen im Jahr zuvor. “Damit konnte die Gesellschaft ihre Umsatzerlöse um 20 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Zwar folgten die saisonale Umsatzentwicklung und der Branchenmix aufgrund der wirtschaftlichen Umwälzungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht den bekannten Zyklen, dennoch war die Gesellschaft dank schneller und flexibler Lösungen mit Blick auf das Gesamtergebnis wenig anfällig für die starken konjunkturellen Schwankungen”, teilt das Unternehmen mit. Vom Umsatzziel (100 Millionen) ist das Studitemps-Team somit nicht mehr weit weg.

Der Jahresfehlbetrag lag 2020 bei rund 1,6 Millionen Euro – nach rund 839.000 Euro im Jahr zuvor und einem Jahresüberschuss in Höhe von 39.560 Euro im Jahr 2018. Im Jahre 2020 wirkten intern bei Studitemps 397 Mitarbeiter beschäftigt (2019: 387). An externen Mitarbeitern kommen 7.190 hinzu (2019: 6.418). Der Personalaufwand lag im Berichtszeitraum bei 84 Millionen Euro – nach rund 70 Millionen im Jahr zuvor.

Die Planungen für 2021 sehen wie folgt aus: “Studitemps ist mit dem frühzeitigen Erkennen und der konsequenten Ausrichtung als HR-Technologie-Unternehmen zuversichtlich, auch im Jahr 2021 besser als der Marktdurchschnitt wirtschaften zu können. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2021 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum auf EUR 122 Mio und einem adjusted EBITDA von rund EUR 12 Mio”.

Für das weitere Wachstum sicherte sich Studitemps zuletzt weitere 9,2 Millionen Euro. Das Unternehmen, das 2008 von Benjamin Roos und Andreas Wels (beide 2020 ausgestiegen) gegründet wurde, sammelte bis Ende 2020 rund 30 Millionen ein. Der Aufbau der Jungfirma kostete bereits 28,7 Millionen.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr TEUR 94.688 (Vorjahr: TEUR 78.964) – das entspricht einem Wachstum von 20% (Vorjahr: 7%). Das ursprünglich für das Geschäftsjahr 2020 geplante Umsatzwachstum konnte aufgrund der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht erreicht werden.


* Das adjusted EBITDA betrug im Berichtsjahr TEUR 3.780 (Vorjahr: TEUR 489). Somit konnte das adjusted EBITDA relativ und absolut deutlich gesteigert werden.


* Die Personalaufwandsquote lag im Berichtszeitraum mit 88,75% leicht über dem Vorjahresniveau (88,63%).


* Studitemps ist mit dem frühzeitigen Erkennen und der konsequenten Ausrichtung als HR-Technologie-Unternehmen zuversichtlich, auch im Jahr 2021 besser als der Marktdurchschnitt wirtschaften zu können. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2021 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum auf EUR 122 Mio und einem adjusted EBITDA von rund EUR 12 Mio.


* Aus der in 2020 beschlossenen Kapitalerhöhung erfolgten im ersten Quartal 2021 Liquiditätszuflüsse i.H.v. TEUR 6.416. Am 24.03.2021 hat die Gesellschafterversammlung eine weitere Kapitalerhöhung beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde eine weitere Zuführung zur Kapitalrücklage von TEUR 2.776 beschlossen.


* Die Liquidität der Gesellschaft ist von der starken Saisonalität des Geschäfts beeinflusst. Als liquiditätsunterstützende Maßnahme wird Factoring als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Ankauf von Forderungen und die Übernahme des Delkredererisikos führt zu einer Reduzierung der Forderungsbestände und zu einer direkten Liquiditätszuführung.

Studitemps im Zahlencheck

2020: 94,7 Millionen Euro (Umsatz); 1,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2019: 
78,9 Millionen Euro (Umsatz); 838.728 Euro (Jahresfehlbetrag)


2018
: 73,9 Millionen Euro (Umsatz); 39.560 Euro (Jahresüberschuss)


2017: 57,8 Millionen Euro (Umsatz); 2,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2016: 39,8 Millionen Euro (Umsatz); 7,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2015: 30,7 Millionen Euro (Rohergebnis); 8,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2014: 24,5 Millionen Euro (Rohergebnis); 1,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2013: 14,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 4,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

#Zahlencheck – Verlust beim Urban Sports Club steigt auf 32 Millionen

#Zahlencheck

Der Rohergebnis beim Urban Sports Club stieg zuletzt auf 9,6 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag des Berliner Fitness-Startups stieg gleichzeitig auf beachtliche 32,1 Millionen. Im Jahr zuvor waren es gerade einmal 6,7 Millionen.

Verlust beim Urban Sports Club steigt auf 32 Millionen

Donnerstag, 17. Juni 2021VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup Urban Sports Club, ein millionenschwerer Anbieter für Sportflatrates, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Im Vor-Corona-Jahr erwirtschaftete das Unternehmen ein Rohergebnis in Höhe von 9,6 Millionen Euro, nach rund 3,9 Millionen im Jahr zuvor. “Dieses Wachstum resultiert zum einen aus dem Gewinn neuer Mitglieder und aus den im Geschäftsjahr 2019 erfolgten strategischen Fusionen.”, teilt die Jungfirma mit.

Der Urban Sports Club, der 2012 von Benjamin Roth und Moritz Kreppel gegründet wurde, hatte in den vergangenen Jahren gleich mehrere Wettbewerber übernommen – etwa 99Gyms, Fitengo, Somuchmore, FITrate und OneFit. Der Jahresfehlbetrag des Startups stieg 2019 auf 32,1 Millionen. Im Jahr zuvor waren es nur 6,7 Millionen. Das Startup führt diese Verluste auf “die Expansion und die Wachstumsstrategie zurück”. Insgesamt kostete der Aufbau des Urban Sports Club bereits rund 39,3 Millionen.

In den vergangenen Jahren wanderten bis Ende 2019 auch schon rund 81 Millionen in das Fitness-Unternehmen. Zudem floss bereits weiteres Kapital in die Jungfirma: “Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Finanzierung weiterer Expansionen hat die Gesellschaft im März 2020 eine Finanzierungsrunde geschlossen. Diese wurde am 6. März 2020 beschlossen und am 18. März 2020 in das Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurde im Oktober 2020 ein Wandeldarlehen im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen”.

Unter den “Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern”, die sich auf 40 Millionen belaufen, findet man im Jahresabschluss einen weiteren Hinweis auf vorherige Wandeldarlehen. Diese “betreffen zwei Wandeldarlehen, die im Geschäftsjahr 2019 geschlossen wurden”.  Finanziell war der Urban Sports Club somit vor Corona gut aufgestellt.  Für das Corona-Jahr rechnete das Team der Jungfirma zuletzt beim Rohergebnis mit einer “kleinen Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich”. Hinsichtlich des EBITDA 2020 erwartete das Unternehmen “eine leichte Verbesserung. Es wird aufgrund laufender Investitionen in die Expansion jedoch weiterhin negativ sein”.

Im Zuge der Corona-Pandemie setzte das Unternehmen massiv auf Online-Kurse. Inzwischen erweiterte die Jungfirma ihr Angebot auch um On-demand-Kurse: “Mitglieder können flexibel zwischen des Besuchs im Studio, der Teilnahme an Outdoor-Workouts, dem Trainieren zu Hause per Livestream und dem neuen Angebot aus On-demand-Kursen wählen”. Eine Entwicklung, die es ohne die Corona-Krise sicherlich so früh in der Expansionsphase nicht gegeben hätte.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* USC konnte im Geschäftsjahr 2019 seine Umsätze signifikant steigern und die Kooperationen mit den Partnern weiter ausbauen. Das positive Rohergebnis konnte hierbei um 140 % gesteigert werden. Der Jahresfehlbetrag von TEUR 32.125 ist auf die Expansion und die Wachstumsstrategie des Urban Sport Clubs zurückzuführen.


* Das Rohergebnis ist um TEUR 5.565 gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem das starke Wachstum der USC. Dieses Wachstum resultiert zum einen aus dem Gewinn neuer Mitglieder und aus den im Geschäftsjahr 2019 erfolgten strategischen Fusionen.


* Der Personalaufwand ist aufgrund des starken Mitarbeiterwachstums stark angestiegen. In 2019 waren durchschnittlich 217 Mitarbeiter beschäftigt, während in 2018 durchschnittlich 100 Mitarbeiter beschäftigt waren.


* Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 18.214 angestiegen. Ursächlich hierfür sind vor allem gestiegene Marketingkosten, Beratungskosten im Zusammenhang mit den in 2019 getätigten Akquisitionen und höhere Mietkosten, da wir aufgrund des rasanten Mitarbeiterwachstums mehr Platz benötigen.


* Das EBITDA ist somit aufgrund der hohen Investitionen in neue Mitarbeiter, Marketing, neue Büroräume, Beratungskosten etc. weiterhin negativ. Dies deckt sich mit der Geschäftsplanung und dient der Finanzierung unserer Expansionspläne.


* Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir die folgende Entwicklung für unsere wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren: Hinsichtlich des Rohergebnisses gehen wir trotz der Corona-Krise von einer kleinen Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich aus. Hinsichtlich des EBITDA 2020 erwarten wir eine leichte Verbesserung. Es wird aufgrund laufender Investitionen in die Expansion jedoch weiterhin negativ sein.


* Bezüglich der Mitarbeiterbindung erwarten wir einen weiteren Personalausbau in 2020 und wir werden weiter laufend überprüfen, welche Vorteile wir unseren Mitarbeitern bieten können, um die Mitarbeiterzufriedenheit und somit die Mitarbeiterbindung zu steigern.


* Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Finanzierung weiterer Expansionen hat die Gesellschaft im März 2020 eine Finanzierungsrunde geschlossen. Diese wurde am 6. März 2020 beschlossen und am 18. März 2020 in das Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurde im Oktober 2020 ein Wandeldarlehen im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen.

Urban Sports Club im Zahlencheck

2019: 9,6 Millionen Euro (Rohergebnis); 32,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2018: 3,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 6,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2017: 1,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2016: 309.572 Euro (Jahresfehlbetrag)


2015: 391.316 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Urban Sports Club/Klaus_Mellenthin

#Zahlencheck – Onefootball: Umsatz steigt auf 11,5 Millionen; Verlust auf 13,3 Millionen

#Zahlencheck

Die Berliner Fußball-App Onefootball ist weiter im Wachstumsmodus. 2019 erwirtschaftete das Grownup einen Umsatz in Höhe von 11,5 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag lag gleichzeitig bei 13,3 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Onefootball bereits mehr als 48 Millionen.

Onefootball: Umsatz steigt auf 11,5 Millionen; Verlust auf 13,3 Millionen

Donnerstag, 20. Mai 2021VonAlexander Hüsing

Der junge Berliner Fußballinfodienst Onefootball legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Das Grownup bzw. die gleichnamige App versorgt Fußballfans rund um den Globus seit 2008 mit Zahlen, Daten und Fakten sowie spannenden Inhalten. Zu den Investoren des Unternehmens, das von Lucas von Cranach gegründet wurde, gehören Union Square Ventures, Lakestar, Earlybird und Daniel Hopp, der Sohn des SAP-Gründers Dietmar Hopp.

Das Unternehmen, dessen Geschäftsmodell insbesondere aus der Vermarktung von Werbeflächen in der eigenen App besteht, präsentiert sich auch Jahre nach dem Start weiter im Wachstumsmodus. Ziel zuletzt war weiter die “internationale Expansion” von Onefootball. Der Jahresfehlbetrag lag 2019 bei 13,3 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es knapp 10 Millionen und 2017 gerade einmal 5,3 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Onefootball bereits mehr als 48,3 Millionen. Das Startup konnte aber auch schon mehr als 67 Millionen einsammeln.

Beim Umsatz kommt Onefootball inzwischen gut voran. 2019 erwirtschaftete das Grownup einen Umsatz in Höhe von 11,5 Millionen Euro. “Neben der Fortführung von strategischen saisonalen Mediapartnerschaften setzte OneFootball in 2019 intensiv auf den weiteren Ausbau des Kunden- und Agenturportfolios insbesondere im Kernmarkt Deutschland”, teilt das Unternehmen dazu mit.

Das Corona-Jahr 2020 war hart für das Onefootball-Team. Im Jahresabschluss heißt es dazu: “Die Auswirkungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: kein Spielbetrieb, mangelnde redaktionelle Inhalte, weniger Nutzer, deutliche Umsatzeinbußen im Vergleich zum Plan. Auf Basis einer Risikoanalyse hat die Geschäftsführung im März 2020 frühzeitig auf die Coronakrise reagiert und ein Kostensenkungsprogramm verabschiedet mit der Zielsetzung, die Auswirkungen auf Profitabilität und Cash-Flow bestmöglich abzufedern”.

Ab dem Sommer 2020 ging es aber schon wieder aufwärts: “Mit Lockerung der örtlichen Lockdowns und Wiederaufnahme des Spielbetriebs in fast allen wesentlichen Fußball-Ligen ab Mai-Juni 2020 ist auch das allgemeine Interesse für den Fußball zurückgekehrt. Mehr als je zuvor verlangen Fans in dieser Situation nach digitalen Angeboten, was zur Erholung der OneFootball-Nutzerzahlen auf ein vergleichbares Niveau wie vor Ausbruch der Coronakrise geführt hat. Auch Werbekunden haben ihre Marketingbudgets wieder gelockert und die Umsatzentwicklung hat seitdem wieder spürbar angezogen”.

Deswegen zieht das Unternehmen unter dem Strich auch ein positives Fazit: “Die Coronapandemie hat den schon länger anhaltenden Wandel in der Fußball-Medienlandschaft weiter beschleunigt. OneFootball ist als weltweit führende digitale Fußball-Plattform bestens aufgestellt, um als einer der Gewinner aus der Coronakrise hervorzugehen”. Ende 2019 war die Onefootball in 14 Sprachenverfügbar und bot seinen Nutzer:innen Infos zu 200 Fußball-Ligen.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Gesellschaft Umsätze von EUR 11,5 Mio. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von EUR 0,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.


* Wie in den Vorjahren, bildete auch in 2019 Influencer Marketing eine wichtige strategische Wachstumsinitiative. Influencer Marketing ist ein für OneFootball inzwischen etablierter Kanal zur Gewinnung von Kunden, der im Unternehmen seit 2016 organisatorisch aufgebaut wurde. Dabei werden Marketingvereinbarungen mit Social Media Produzenten geschlossen, die in ihren Videos ihren Zuschauern die OneFootball App präsentieren und empfehlen.


* Auf diesem Wege hat OneFootball bereits in den Jahren 2016 bis 2018 ein außergewöhnliches Nutzerwachstum in der für Werbekunden sehr attraktiven Zielgruppe der unter 35-jährigen Nutzer erzielt. Auch in 2019 wurde dieser Kanal zur Gewinnung von Nutzern genutzt und in den Sprachen Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Französisch umgesetzt.


* Im Rahmen der geplanten Expansion der Gesellschaft wurde die Entwicklung des Personals weitergeführt. Gleichzeitig folgte OneFootball der Strategie, das Kompetenzniveau zu erhöhen. Erreicht wurde dies durch interne Weiterentwicklung und durch die Rekrutierung von Talenten, die bereits relevante Praxiserfahrung in ihrem Feld vorweisen können. Zum Bilanzstichtag zählte das internationale Team 202 Mitarbeiter.


* Die Auswirkungen auf die OneFootball GmbH lassen sich wie folgt zusammenfassen: kein Spielbetrieb, mangelnde redaktionelle Inhalte, weniger Nutzer, deutliche Umsatzeinbußen im Vergleich zum Plan. Auf Basis einer Risikoanalyse hat die Geschäftsführung im März 2020 frühzeitig auf die Coronakrise reagiert und ein Kostensenkungsprogramm verabschiedet mit der Zielsetzung, die Auswirkungen auf Profitabilität und Cash-Flow bestmöglich abzufedern.


* Aus aktueller Sicht sieht die Geschäftsführung keine Veranlassung für eine Anpassung der Geschäftsstrategie. Die Coronapandemie hat den schon länger anhaltenden Wandel in der Fußball-Medienlandschaft weiter beschleunigt. OneFootball ist als weltweit führende digitale Fußball-Plattform bestens aufgestellt, um als einer der Gewinner aus der Coronakrise hervorzugehen. Die Geschäftsführung zeigt sich überzeugt, dass die zukünftige Gewinnung neuer Investoren und Gesellschafter unter diesen Voraussetzungen keine besondere Hürde darstellen wird.


* Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 185 Mitarbeiter (im Vorjahr: 154 Mitarbeiter).

Onefootball im Zahlencheck

2019: 13,0 Millionen Euro (Rohergebnis); 11,5 Millionen Euro (Umsatz); 13,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2018
: 11,6 Millionen Euro (Rohergebnis); 10,7 Millionen Euro (Umsatz); 9,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2017
: 8,0 Millionen Euro (Rohergebnis); 7,1 Millionen Euro (Umsatz); 5,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2016: 5,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2015: 5,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2014: 5,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2013: 3,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2012: 2.396 Euro (Jahresfehlbetrag)

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Onefootball

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