Viomi Alpha UV S9: Der mit dem Licht reinigt

Ich habe mal wieder ein neues Saugroboter-Modell unter meine Fittiche genommen. Ich muss schon gestehen, dass solch ein smarter Reinigungshelfer zu einer der besseren Investitionen der letzten Jahre zählt. Während das Modell aus meinem letzten Test ohne Laser-Navigation, dafür aber mit gut funktionierender optischer Navigation, auskam, ist beim wieder ein Lasermodul vorhanden.

Auch eine Wischfunktion ist zugegen, die findet man inzwischen ja auch in zahlreichen Modellen. Exotisch heraus sticht bei diesem Modell das UV-Licht, welches verspricht im Zuge der Reinigung Bakterien abzutöten. Das ist übrigens der wohl einzige Punkt, welcher den S9 UV vom Standard S9-Modell unterscheidet. Außerdem verfügt der S9 UV über eine Absaugstation.

Zwei Worte zu Viomi: Die sind, wie auch Dreame und Roborock recht eng mit Xiaomi verbandelt. Da gibt es wohl zahlreiche Modelle, die sich nur in Nuancen unterscheiden – hier sind es eben die Reinigung mit UV-Licht sowie die Absaugstation. Recht ähnlich ist auch der Prosenic M8 Pro. So viel vorab: Da ist die App aber für die Tonne, hier setzt man wiederum auf Xiaomis Ökosystem.

Auch ansonsten klingen die technischen Daten solide. Man verfügt, wie viele Modelle, über eine Akkukapazität von 5.200 mAh und bietet eine Reinigungsleistung von bis zu 2.700 pa. Bei niedrigster Reinigungsstufe soll der Akku für mehrere Stunden bzw. knapp 250 Quadratmeter ausreichen. Weitere Besonderheit: Staubbehälter und Wassertank gibt es in einer kombinierten Box, welche mit einem HEPA-Filter versehen ist. Das Ersatzzubehör fällt üppig aus: Neben Ersatzfilter sowie Staubbeutel für die Absaugstation hat man noch einige Einmaltücher zum Wischen beigelegt. Letztere sollen antibakteriell sein.

Außerdem gibt es eine zusätzliche Seitenbürste im Lieferumfang. Neben besagter Absaugstation bringt man auch eine Wischplatte mit auswaschbarem Staubtuch mit. Es fehlt eine Unterlage für den parkenden Sauger.

  • Product Name: Viomi Alpha UV(S9)
  • Product Dimension(mm): Ø 350*98mm
  • Runtime / Suitable Area: 220 min (Quiet Mode) / 250 m^2
  • Weight: 8.1kg
  • Battery Capacity: 5200mAh
  • Suction power (pa): 2700
  • Operation Noise (db): 70
  • Climbing ability: 2 cm
  • Miscellaneous
    • 2-in-1 Dust Box Water Tank ( 300 ml 250 ml)
    • Customize the room cleaning sequence
    • Selective Room Cleaning

Zur Inbetriebnahme des Saugroboters genügen wenige Handgriffe. Ladestation einstecken, Roboter in Ladestation setzen und los geht die Blitzeinrichtung. Verwendet wird die Xiaomi-Home-App. Die bietet optional die Verknüpfung mit weiteren Smart-Home-Komponenten. Beim Hinzufügen eines neuen Geräts in der App wird der S9 UV direkt erspäht. Ein Klick sowie die Eingabe des Wi-Fi-Passworts und Angaben zum Aufstellort reichen aus und der Roboter ist betriebsbereit. Voraussetzung ist ein Xiaomi-Account, der Sauger läuft auf dem EU-Server. Jener Account dient auch der Anbindung an die Sprachassistenz seitens Alexa und dem Google Assistant.

Zur App muss ich wohl kaum weitere Worte verlieren, die Xiaomi-Home-App gehört zu den besten, die Saugroboter so mitbringen. Apropos Einstellungsmöglichkeiten: Optional spricht der Roboter mit euch in deutscher Sprache.

Alles Weitere erledigt der Roboter beim ersten Reinigungsvorgang von selbst. Da wird eine Karte angelegt, welche euch neue Optionen eröffnet. So könnt ihr die Räume entsprechend einrichten – was sich bei mir als etwas frickelig herausstellte. Pro Raum könnt ihr den Reinigungsmodus wählen oder aber eine Reihenfolge für die Reinigung der einzelnen Räume festlegen. Auch virtuelle Wände oder No-Go-Zonen lassen sich einrichten. Zudem lässt sich eine No-Go-Zone festlegen, in der nicht gewischt werden soll.

Ob Wasser eingefüllt ist oder der Mopp installiert ist, erkennt der Roboter nicht automatisch, das richtet sich nach der Einstellung, die ihr für den Reinigungsvorgang gebt. Da könnt ihr auch die Wasserdosierung anpassen oder wie gewohnt eben die Saugleistung. Der S9 UV bietet euch die Möglichkeit, mehrere Karten zu speichern. Somit steht einem Einsatz auf mehreren Etagen wenig im Wege.

In Sachen Reinigungsleistung konnte mich der S9 UV überzeugen. Klar gibt es da das eine oder andere Topmodell, wie den Roborock S7, der hat die Nase vorn. Aber das Reinigungsergebnis war stets zufriedenstellend. Mit bis zu 2.700 pa bietet man ausreichend Power. Die Laser-Navigation enttäuscht nicht, der Roboter geht zielstrebig vor und kartografiert Wände und Hindernisse. Vor jenen drosselt er rechtzeitig das Tempo und dockt da wenn überhaupt nur vorsichtig an. Von den Beinen meines Wäscheständers konnte sich der Roboter selbstständig wieder befreien.

Die veranschlagten Reinigungszeiten, die der 5.200 mAh große Akku gewährleistet, hält man Pi mal Daumen ein. Gut zu wissen: Im Laserturm an der Oberseite ist ein Bumper verbaut, den hat teils das eine oder andere Modell weggespart. Die Hauptbürste ist anfällig für das Verfangen von Haaren – da gibt es inzwischen bessere Lösungen auf dem Markt.

Andocken ist ein gutes Stichwort, denn die Ladestation beinhaltet wie gesagt eine Absaugstation. Ich persönlich habe das nie vermisst, immerhin reichen auch die internen Behälter oftmals für mehrere Reinigungsvorgänge aus. Den größten Vorteil der Absaugstation sehe ich nicht im Volumen der Staubbeutel von 3 Litern, sondern vielmehr darin, dass beispielsweise Allergiker nicht in direkten Kontakt mit dem Staub geraten. Da beugt man auch mittels HEPA-Filtern vor. Der Staubbeutel ist aber nötig, ohne lässt sich die Station nicht betreiben. Hier lassen sich wohl nur die eigenen Staubbeutel nutzen. Möglicherweise lassen sich herkömmliche Beutel aus dem Supermarkt aber umfunktionieren – erprobt habe ich das bislang aber nicht.

Nach dem Reinigungsvorgang geht die Absaugstation mit einer Power von 950 Watt zu Werke und das wird kurzzeitig spürbar laut – vergleichbar mit dem Turbo-Modus von einem Handsauger. Ein prüfender Blick zeigte: Fast der komplette Inhalt war aus dem Staubbehälter im Roboter abgesaugt – tut also, was es verspricht. Über ein LC-Display gibt man Auskunft über den Füllstand. Auch sonst ist die Absaugstation ein Bolide, verglichen mit sonstigen Ladestationen von Saugrobotern. Unschön: Das Stromkabel auf der Rückseite geht fest in die Station, somit ist ein Austausch nicht ohne weiteres möglich. Dies macht sich auch beim nicht vorhandenen Kabelmanagement bemerkbar, ein kürzeres oder längeres Kabel kann entsprechend nicht verwendet werden.

Ebenfalls ungünstig ist die Positionierung des 2-in-1-Behälters. Der Absaugstation sei Dank braucht man natürlich keinen Zugriff darauf. Auch die 300 Milliliter große Staubkammer fällt aufgrund der Absaugstation nicht ins Gewicht. Die Krux ist es nun allerdings, an die 250 Milliliter große Wasserkammer zu kommen oder aber den Wischmopp anzubringen. Jene befindet sich nämlich aufgrund der Absaugvorrichtung nicht frei zugänglich in Richtung Station. Zum Befüllen mit Wasser oder dem Anbringen des Staubmopps muss der Roboter also von der Station heruntergenommen werden. Er versucht sich sogleich zurück auf die Station“zu kämpfen. Suboptimal.

Auch die Ladekontakte am herausnehmbaren Staubbehälter sehe ich kritisch im Bezug auf die Langlebigkeit. Sonst so? Den Klett zum Anbringen des Staublappens empfand ich als schwer zu handhaben. Kleiner Tipp: Den Wischlappen vor dem Reinigungsvorgang bereits anfeuchten, dann zieht er eher Wasser – die Dosierung lässt sich über die App regeln. Ein Auslaufen des Restfüllstandes des Wassertanks nach erfolgtem Reinigungsdurchgang, wie ihn einige Berichte schildern, konnte ich (bis dato) nicht feststellen.

Die Wischfunktion ist nicht in der Lage zu schrubben, wie es beispielsweise beim Roborock S7 der Fall ist. Nett aber, dass man eine Einstellungsmöglichkeit für den Y-Modus hat. Jener ersetzt dann die schlangenförmigen Reinigungsfahrten. Dort folgt nach „zwei Schritten vorwärts stets ein Schritt zurück“ bei der Reinigung. So erfolgt zumindest ein gründlicheres Wischen. Es mangelt aber am Druck auf den Boden.

Und dann wäre da noch die „Reinigung mit dem Licht“. An der Unterseite hat man ein UV-Licht verbaut, welches nach Angaben des Herstellers Bakterien nahezu vollständig abtötet. Das lässt sich von mir wenig nachprüfen. Das Prinzip ist bekannt und kommt auch in kleinen Boxen zur Reinigung von Smartphones erfolgreich zum Einsatz. Damit sagt man also nicht nur Staub und Schmutz den Kampf an, sondern auch Bakterien. Insofern sie wirklich effektiv funktioniert: eine sinnvolle Sache insbesondere in Bad, Flur und Küche.

Zusammenfassend lässt sich der Viomi S9 UV als solides Gerät bezeichnen. In den meisten Bereichen hält man da seine Verkaufsversprechen. Für den S9 ohne UV-Reinigung werden knapp 529 Euro fällig – mit Absaugstation eine Ansage, wenn man sie denn braucht. Für das UV-Modell werden knapp 560 Euro fällig, also kein saftiger Aufpreis. Die Sache mit dem Wasser- und Staub-Tank, welcher sich nicht auf der Ladestation befüllen bzw. wechseln lässt empfinde ich als Fehlkonstruktion. Man kann sich damit arrangieren, sind aber Dinge, die wenig durchdacht sind. Ebenso das fest fixierte Kabel an der Absaugstation.

Die Reinigungsleistung ist zufriedenstellend, das Wischen wie beim Gros der Modelle eher ein Staubwischen. Neben der Absaugstation ist es durchaus auch wichtig, sich zu fragen, ob man Vertrauen in die UV-Reinigung hat, sodass man diese unbedingt mit an Bord haben will. Denn mit diesen extra Funktionen hebt man sich zwar von anderen Modellen ab, die schlagen aber mit dem einen oder anderen Euro zu Buche. Auch für die Staubbeutel entstehen da Folgekosten – die nimmt man als Allergiker sicher in Kauf. Andere sollten sich aber fragen, ob es den zusätzlichen Müll, der dabei entsteht, wirklich benötigt. Ein Betrieb ohne Absaugstation bzw. Staubbeutel ist nicht möglich.

Schön, dass man seitens Viomi auf die App von Xiaomi setzt. Da macht man definitiv alles richtig. Mir gefallen die Einstellungsmöglichkeiten, die man da anbietet. Oftmals stimmt die Hardware des Saugroboters, aber die App ist suboptimal. Hier passt das.

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IKEA SYMFONISK Picture Frame angehört: Wenn euch die Wand beschallt

Da ist das Ding! IKEA hat einen neuen Lautsprecher aus der SYMFONISK-Reihe vorgestellt, der auf den Namen Picture Frame hört. Treffender kann man einen Namen für einen Bilderrahmen wohl nicht wählen.

Doch es ist eben nicht nur ein Bilderrahmen, ein Lautsprecher versteckt sich darin, der von Sonos kommt und auch die entsprechenden Eigenschaften hinsichtlich der Systemintegration mitbringt.  Der Rahmen ist 41 Zentimeter breit, 57 Zentimeter hoch und 6 Zentimeter tief. In der Box liegt noch eine Aufhängung, Füße zum Dämpfen von Vibrationen, etwas Papierkram und ein 3,5 Meter langes Kabel. Ich habe mich für den Test gegen das Aufhängen entschieden und die Aufstellvariante genutzt.

Dazu nehmt ihr die zwei Füße und drückt diese in die dafür vorgesehenen Mulden im Rahmen. Netzkabel rein, in die Führung schieben und anstecken. Aufstellen – und schon kann die Einrichtung losgehen. Diese geht Sonos-typisch leicht von der Hand. Die Sonos-App führt euch nahtlos durch das Setup. Der Lautsprecher wird selbstständig erkannt und ihr sorgt für die Bestätigung der Einrichtung, indem ihr das Handy über ein NFC-Tag im Rahmen haltet. Dort befindet sich eine LED, die euch über den Status informiert und den Ort des Tags anzeigt.

Habt ihr die Einrichtung abgeschlossen, könnt ihr wie gewohnt eure Zuspieler über die Sonos-App auf den Lautsprecher schieben. Auch TruePlay – die Sonos-eigene Soundoptimierung – kann mit dem Picture Frame genutzt werden. Im Rahmen selbst sind noch ein paar Buttons eingebracht, die euch die Steuerung per Tastendruck erlauben. So hängt oder steht der Rahmen relativ unauffällig in eurem Raum herum. Die Front kann übrigens ausgetauscht werden. IKEA wird zukünftig verschiedene Bilder dafür anbieten. Wenn der Lautsprecher im Standby ist, möchte er mit 2W versorgt werden, was meiner Meinung nach im Rahmen liegt.

Kommen wir zum Klang des Rahmens. Das Gerät bringt durch die Form und die Tiefe einen guten Resonanzkörper mit. Beim ersten Hinhören und nach mehrmaligem Hinhören bin ich etwas überrascht, wie gut der Bass transportiert wird. Vor allem: der kommt mit ordentlich Volumen zum Zuhörer und ist – je nachdem, wo man steht – auch spürbar. Sehr angenehm. Doch was ist mit dem Rest der Frequenzen? Die Höhen sind ebenfalls sehr präsent und klar. Auch wenn man voll aufdreht, „rutschen die nicht weg“. Kein Knarzen oder andere Unschärfen. Wo ist der Haken? Der ist in den mittleren Frequenzen, die sind mir zu schwach. Dort finden sich nicht so viel Details und man vermisst auch den Punch, der die Höhen trägt.

Versteht mich nicht falsch, der Klang des Rahmens ist gut und in etwa auf dem Niveau eines Sonos One mit etwas mehr Bass. In Anbetracht des Raumes, der hier zur Verfügung steht, hätte man vielleicht noch etwas mehr herausholen können. Wie üblich bei Sonos empfiehlt sich zur Optimierung des Klanges die Einrichtung von TruePlay. Das Sound-Profil gefällt mir persönlich besser als die Standard-Einstellung. Also kurz: Wenn ihr die Wahl habt, einen One oder den SYMFONISK zu kaufen, würde ich wahrscheinlich den SYMFONISK-Rahmen bevorzugen. Macht sicher vor allem im Stereo-Paar an der Wand im Wohnzimmer was her und könnte direkt auch als Rear im Surround-Verbund eingesetzt werden.

Alles in allem gefällt mir der SYMFONISK Picture Frame sehr gut. Er ist durch die Fronten – die übrigens 30 Euro kosten werden – gut personalisierbar und fällt als Lautsprecher gar nicht weiter auf. 179 Euro sind meiner Meinung nach okay, ihr bekommt einen Sonos One SL in Bilderrahmen-Form – das ist doch was.

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realme TechLife Robot Vacuum ausprobiert: Solider Start in die Welt der Saugroboter

realme stellte Mitte Juni seinen neuen Saugroboter TechLife Robot Vacuum unter seiner Smart-Home-Marke TechLife vor. Man breitet sich da also mittlerweile über den Smartphone-Markt hinaus aus, für den man sicher immer noch in Europa am ehesten bekannt ist. Aber auch Smartwatches und Kopfhörer hat realme ja durchaus im Angebot. Ein Saugroboter ist jedoch neu für das Unternehmen. Mit 369 Euro (UVP) ist das frische Modell für einen Saugroboter mit LiDAR-Navigation bzw. Lasereinheit sogar preislich durchaus attraktiv platziert. Das war für mich Grund genug, mir den realme TechLife Robot Vacuum für einen Test einmal genauer anzuschauen.

Als Hintergrund: Ich selbst verwende den 360 S9 als den privaten Roboter-Staubsauger meiner Wahl. Mit dessen Leistung vergleiche ich den neuen realme TechLife Robot Vacuum also unter anderem direkt. Derzeit kann man den Saugroboter z. B. aus einem EU-Lager via AliExpress bestellen. Dabei gibt es eine Aktion, durch die ihr auf einen Early-Bird-Preis von 356,99 US-Dollar (umgerechnet etwa 302 Euro) kommen sollt. Beim Modell ohne Wisch-Kit klappt das mit dem Code „69ROBOT“. Über den Code „66ROBOT1“ könnt ihr wiederum das Set mit dem Mopping-Kit für 396,80 US-Dollar (umgerechnet etwa 336 Euro) erhalten. Der Versand erfolgt in beiden Fällen aus Frankreich. Diese Aktion läuft bis 20. Juli 2021.

Technische Daten des realme TechLife Robot Vacuum

  • Saugroboter mit LiDAR / Laser-Navigation
  • Kapazität des Staubbehälters: 600 ml
  • Kapazität des Wassertanks (optional erhältlich): 300 ml
  • Leistung: 3.000 pa
  • Lautstärke: 55 dB (nur bei niedrigster Saugstufe mit 500 pa)
  • Akkulaufzeit: Bis zu 300 Min. (niedrigste Saugstufe)
  • Akkukapazität: 5.200 mAh
  • App-Funktionen: Virtuelle Mauern, Nicht-Wisch-Zonen, Speicherung von 5 Karten, Zonenreinigung, verstellbar Saugstärke, Unterstützung für Amazon Alexa / Google Assistant, Anlegen von Zeitplänen
  • Maße / Gewicht: 350 x 100 mm /  3,3 kg
  • Lieferumfang: Saugroboter, zwei Seitenbürsten, Ladestation, Ladekabel Anleitung
  • Preis: 369 Euro

Was mir gut gefällt: Der realme TechLife Robot Vacuum nutzt zwei Seitenbürsten, was mehr und mehr zur Ausnahme bei Saugrobotern wird. Meiner Erfahrung nach hilft das aber durchaus, um ein paar Krümel mehr mitzunehmen. Der Akku hat hier mit 5.200 mAh die Standardgröße, die Saugkraft ist mit 3.000 pa stark. Etwas krude ist, dass realme für den Wassertank zum Moppen separat zur Kasse bittet.

Ausstattung und Verarbeitung

Man gewinnt direkt nach dem Auspacken des realme TechLife Robot Vacuums den Eindruck, dass realme sich hier ein wenig beweisen wollte. Denn auch wenn das Design des Saugroboters definitiv 0815 ist, wirkt die Verarbeitung für den Preis überdurchschnittlich. So sitzt an der Oberseite eine Glasplatte, was haptisch direkt etwas hochwertiger wirkt. Außerdem bindet man seine Markenfarbe Gelb für das Innere des Laserturms ein, was ein netter Akzent ist.

Die Glasoberfläche ist wertig, zeigt aber rasch jedes StaubkornDie Glasoberfläche ist wertig, zeigt aber rasch jedes Staubkorn

Der Staubbehälter wird nach vorne herausgezogen, was mir persönlich nicht so gut gefällt wie die nach oben zu öffnenden Behälter. Gerade wenn der Sauger aufgeladen wird, verschiebt man das Gerät bei realmes Bauweise der Wahl leichter. Wollt ihr Wischen, müsst ihr den Behälter komplett gegen das optionale Mopping-Kit austauschen. Jenes lag mir für den Test ebenfalls vor – hier ist dann wenigstens auch ein Ersatz-Mopp direkt dabei.

Der Lieferumfang des realme TechLife Robot Vacuums ist hingegen auf das Mindestmaß beschränkt. Ersatzbürsten fehlen und auch eine Fernbedienung glänzt durch Abwesenheit. Offenbar hat der Hersteller seine Ressourcen lieber in die Materialien des Roboters gesteckt, was man ihm wiederum auch nicht zum Vorwurf machen kann. Hinweis: Die beiliegende Anleitung war bei meinem Testgerät ausschließlich in englischer Sprache gehalten, die Verbindungsanleitung für die App, realme Link, hingegen auch auf Deutsch.

Praxistest

Der realme TechLife Robot Vacuum kann vier unterschiedliche Saugstufen anlegen: Quiet (500 pa), Normal (1.200 pa), Turbo (2.500 pa) und Max (3.00 pa). Die ausgewiesene Lautstärke von 55 dB erreicht ihr nur im Quiet-Modus, der in den meisten Szenarien wenig zielführend ist, weil er schlichtweg zu schwach saugt. Zwischen den Stufen Turbo und Maximum konnte ich wiederum in meinem Test bei den Saugergebnissen keinen Unterschied feststellen, sodass der zumindest minimal leisere Turbo-Modus für die meisten Nutzer ausreichen dürfte.

Teppiche lassen den Saugroboter im wahrsten Sinne des Wortes rasch auflaufen.Teppiche lassen den Saugroboter im wahrsten Sinne des Wortes rasch auflaufen.

Auffällig ist, dass der TechLife Robot Vacuum mit der Ladestation etwas ruppiger umgeht als Konkurrenzmodelle: realme weist darauf hin, dass jene unbedingt an der Wand zu positionieren sei. Derlei Hinweise ignorierte ich bei anderen Herstellern bisher immer gerne und hatte nie Probleme. Doch der realme TechLife Robot Vacuum „besprang“ die Station stets so beherzt, dass er erst zufrieden war und verharrte, wenn er sie tatsächlich bis an die Wand herangeschoben hatte.

Verspielt: Das Banner in der App-Übersicht kann angepasst werdenVerspielt: Das Banner in der App-Übersicht kann angepasst werden

Kurz zur App realme Link: Hier ist definitiv noch etwas Überarbeitungsbedarf vorhanden, was aber ebenso für die Firmware des Roboters gilt. So wollte ich beispielsweise einmal den Ladevorgang des Vacuums unterbrechen und ihn auf Tour schicken – ausreichend Ladung war mit 76 % vorhanden. Doch mein Plan führte zu einem Loop: Der Sauger verließ die Ladestation und kündigte den Reinigungsvorgang an. Nur zwei Sekunden später propagierte er dann jedoch, sich aufladen zu wollen. Kaum an der Ladestation angekommen und den Ladevorgang bestätigt, begann der soeben beschriebene Zyklus erneut. Unterbrechen konnte ich das nur durch wahlloses Pausieren / Starten des Lade- und Saugvorgangs, bis es dann irgendwann korrekt klappte.

Auch kam es einmal vor, dass ich – nichts Böses ahnend – am Rechner saß und der Roboter plötzlich das Reinigen startete – ohne, dass ich in der App einen Zeitplan hinterlegt hätte oder ihm den Befehl erteilt hätte. Das sind schon wahrnehmbare Mängel, die für eine noch recht unausgereifte Firmware sprechen.

Die Raumkarten sind präzise - die Fehlermeldung ergab sich durch meinen Badezimmerteppich.Die Raumkarten sind präzise – die Fehlermeldung ergab sich durch meinen Badezimmerteppich.

In der App könnt ihr dabei nicht nur virtuelle Wände einrichten, sondern auch kleinere, abgesteckte No-Go-Zonen oder eben Sperrgebiete fürs Wischen. Verbesserungswürdig bei den Saugergebnissen: Der realme TechLife Robot Vacuum könnte näher an Kanten heranfahren. So verstreute ich in der Küche etwas Rosmarin, um zu beobachten, wie sich der kleine Helfer so schlägt. Generell saugte er es gut auf, schob aber mit den Bürsten einen Rest an den Rand der Küchenzeile. Anschließend blieben die Kräuter dort dann auch liegen. Hier könnte realme die Navigation optimieren, denn der Sauger ist momentan zu übervorsichtig.

Angenehm ist die Lautstärke: Selbst auf der höchsten Stufe ist realmes Modell trotz höherer Leistung leiser als mein 360 S9. Mein Badezimmerteppich war übrigens auch für dieses Modell die Achillesferse und sorgte für mehrmaliges Steckenbleiben. Putzig ist dabei die englischsprachige Stimme, deren Grammatik manchmal zu wünschen übrig lässt. Nach der Befreiung aus dem Teppich erhielt ich etwa die Ansage „Cleaning continue“. Dass es dabei bisher keine deutsche Sprachausgabe gibt, ist zu verschmerzen. Schräg ist jedoch, dass man aus einer englischen Frauen- oder einer Kinderstimme wählen kann. Die vermeintliche Kinderstimme, welche sogar als Standard eingerichtet ist, klingt für meine Ohren allerdings auch nach einer jungen Frau.

Zur Integration von Alexa und dem Google Assistant ist zu sagen, dass ihr darüber den Saugvorgang starten oder beenden könnt, mehr ist dann aber nicht drin. Zum Wischen ist zu erwähnen, dass die Ergebnisse hier weder schlechter noch besser sind, als bei anderen Saugern mit Wischfunktion ohne vibrierende Pads. Im Wesentlichen zieht der Saugroboter also einen nassen Lappen mit. Dadurch lassen sich leichte Verschmutzungen beseitigen, für alles andere müsst ihr aber selbst ran. Ich persönlich würde daher wohl auf das Mopping-Kit verzichten.

Fazit

Mit dem realme TechLife Robot Vacuum liefert der Hersteller einen gelungenen Einstieg in den Markt für Saugroboter. Vor allem Preis und Verarbeitung überzeugen hier voll und ganz. So ist der Saugroboter mit seiner Glasoberseite hochwertiger als viele Konkurrenzmodelle und nutzt zwei Seitenbürsten. Auch die Betriebslautstärke ist sehr angenehm und frei von hochfrequentem Pfeifen. Da hat realme bei der Konstruktion alles richtig gemacht.

Ein paar Firmware-Updates könnten dem Roboter allerdings nicht schaden: So dürfte der Sauger gerne näher an Ränder heranfahren und hat noch mit einigen Software-Macken zu kämpfen. Zum ausgerufenen Preis ist der realme TechLife Robot Vacuum durchaus interessant, zumal er fünf unterschiedliche Maps speichern kann und recht vielfältige Möglichkeiten für No-Go-Areale bietet. Man merkt dem Produkt aber eben softwareseitig an kleinen Details an, dass noch viel Optimierungsbedarf herrscht.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie realme in Zukunft seine TechLife-Marke ausbauen wird. Die Konkurrenz auf dem Markt der Saugroboter ist enorm. Hält man sich nun ran und optimiert die Navigation und die Firmware weiter, dann ist der TechLife Robot Vacuum eine ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Platzhirsche.

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„GreedFall Gold Edition“ im Test: Traditioneller Titel für Rollenspiel-Fans

Das Rollenspiel „GreedFall“ erschien ursprünglich bereits im Herbst 2019 für den PC, die Xbox One und die PlayStation 4. Nun haben die französischen Entwickler Spiders und der Publisher Focus Home Interactive nicht nur mit „The De Vespe Conspiracy“ eine Erweiterung veröffentlicht, sondern schicken auch eine Gold-Edition des Spiels in die digitalen Stores sowie den physischen Handel. Wer jene an der PlayStation 5 bzw. Xbox Series X|S zockt, kommt zudem in den Genuss technischer Verbesserungen.

Preislich ruft man für die neue Gold-Edition, welche das Add-On direkt enthält, 39,99 Euro aus. Falls euch der Entwickler Spiders auf Anhieb nichts sagt: Wie der Publisher Focus Home Entertainment, so ist das Studio für seine Double-A-Spiele bekannt. Man kann also nicht mit Budgets wie Bioware, Bethesda oder CD Projekt RED arbeiten, wildert aber auch nicht im Indie-Segment. „Bound by Flame“ stammte etwa ebenfalls von den Franzosen. „GreedFall“ ist meiner Ansicht nach aber das mit Abstand anspruchsvollste Projekt und auch das beste Spiel des Studios.

Die Geschichte des Rollenspiels ist schnell erzählt: Als Adeliger namens De Sardet aus einem Land, das von einer mysteriösen und bisher unheilbaren Krankheit geplagt wird, reist man auf die Insel Teer Fradee. Letztere ist teilweise noch unerforscht und könnte ein Heilmittel bergen. Das Szenario wirkt ein wenig historisch und erinnert an die Kolonialzeit, spielt aber in einer fiktiven Welt. So kann man dann auch nicht nur Pistolen, Schwerter und Co. schwingen, sondern sich auch mit Magie behelfen. Bei der Charaktererstellung legt man hier nicht nur erste Schwerpunkte in Attributen und Fähigkeiten fest, sondern wählt auch Geschlecht und Optik der eigenen Figur.

Die gewählten Schwerpunkte wirken sich nicht nur auf Kämpfe, sondern auch auf Dialoge und andere Aspekte des Gameplays aus. Wer etwa seine Attribute passend steigert, kann auch über dünne Planken balancieren und so Areale erreichen bzw. Abkürzungen nehmen, die Tölpeln verborgen bleiben. Mit einem hohen Charisma wiederum kann man in Dialogen sein Gegenüber becircen und so oft sein Ziel erreichen, ohne sich einem Kampf widmen zu müssen. So ergeben sich dann auch unterschiedliche Lösungswege für die Quests der Spielwelt.

Letztere sind unterschiedlicher Natur: Mal liefert ein Händler keine Ausrüstung an die Stadtwache, weil er mehr Geld herausschlagen möchte, ein anderes Mal taucht ein Schiffsjunge nicht auf und wir gehen seinem Verschwinden auf die Spur. Es gibt immer kleine Geschichten, die ab und an auch mal einen unerwarteten Twist nehmen. Erwartet aber keine Qualität vom Kaliber eines „The Witcher 3: Wild Hunt“ oder „Yakuza: Like A Dragon“. Die Nebenaufgaben sind zudem nach einer Weile recht durchschaubar. So sind auch viele klassische Fetch-Quests dabei oder Aufgaben vom Schema „Töte X Monster“ bzw. „Bringe Gegenstand X zu Person Z“.

Die Kämpfe sind erfreulicherweise gar nicht so sehr der Schwerpunkt des Spiels, sondern „GreedFall Gold Edition“ lädt durchaus dazu ein, eher in der Geschichte zu versinken. So gibt es auf der Insel Teer Fradee unterschiedliche Fraktionen. Bei jeder von ihnen genießt man eine bestimmte Reputation, welche durch die eigenen Handlungen steigen und sinken kann. Man kann zwar eine Weile die Parteien gegeneinander ausspielen, früher oder später wird man sich aber entscheiden müssen und bei der ein oder anderen Gruppe mehr Punkte sammeln, als bei der anderen.

Jede Fraktion bringt Vor- und Nachteile in ihrer Moral mit sich. Die eine verhält sich etwa streng religiös und verdammt alles, was gegen den eigenen Glauben läuft. Dafür versucht man aber auch im Rahmen seiner Ideologie ethisch zu handeln. Das Gegenteil ist die Brückenallianz, die der Wissenschaft offen gegenüber steht, dafür aber auch skrupellose Experimente durchführt und die Ureinwohner von Teer Fradee als Primitivlinge abstempelt. Auch die eigenen Begleiter, die man im Spiel einsammelt, haben dabei zur Herangehensweise des Spielers eine Meinung, was sich auf potenzielle Romanzen auswirkt und zu handfesten Konflikten führt, wenn man stets gegen die Ansichten der Kameraden entscheidet. Im schlimmsten Fall verlassen Begleiter wie die Ureinwohnerin Siora dann sogar wieder die Truppe.

Die Kämpfe von „GreedFall“ sind, wie ich bereits beschrieb, nicht der Schwerpunkt des Spiels und das ist auch gut so. Denn teilweise fühlen sie sich etwas hölzern an. Ich selbst spielte einen Charakter mit Schwerpunkt auf Magie und zauberte gerne aus der Ferne. Das ist aufgrund des etwas störrischen Ausweichens, nicht immer einfach gewesen, zumal die Animationen und eine gewisse Latenz verhindern, dass sich die Scharmützel so dynamisch wie in anderen Titeln anfühlen. Die Begleiter hauen dabei gerne mit drauf und agieren größtenteils gescheit. Von den Gegnern kann man das nicht immer behaupten. Mehrfach konnte ich die KI austricksen, indem ich bei größeren Gruppen einzelne Feinde plattmachte und dann ein paar Schritte zurücklief. In der Regel stapfen die Schergen dann zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Ihre Energie lädt sich dann zwar wieder auf, so kann man aber entspannt einzeln Feind für Feind erledigen, ohne sich mit einer Masse herumschlagen zu müssen.

Technisch ist „GreedFall Gold Edition“ ein bisschen wie eine Wundertüte: Da stecken einige richtig gute Sachen drin, andere sind erschreckend billig. Lob verdient vor allem der Soundtrack, der sich teilweise mit Streichern, Gesang und Percussion sehr organisch ins Geschehen integriert und hochwertiger wirkt, als bei manchem Triple-A-Titel. Die englischsprachige Vertonung geht in Ordnung, einige Sprecher wirken aber etwas gelangweilt. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, sehr wohl aber deutsche Untertitel. Leider wirken die Lippenanimationen sehr krude und passen so gut wie nie richtig zum gesprochenen Wort. Das erinnert eher an die vorletzte Konsolengeneration.

Wiederum sehen die Texturen, die Spielwelt und die Lichtstimmungen teilweise richtig gelungen aus. Gerade in den größeren Hub-Arealen von Teer Fradee gibt es eine hohe Weitsicht und auch die Performance ist sehr stabil. Schade ist, dass sich dafür die Gebäude innen alle recht steril anfühlen und mit künstlichen Begrenzungen verwirren: Da sieht man dann etwa eine Treppe, die frei nach oben führt, kann sie aber nicht betreten. Solche etwas unnatürlichen Begrenzungen erlebt man auch in den Städten hin und wieder.

Dank HDR und 4K-Grafik ist „GreedFall Gold Edition“ aber visuell durchaus ansehnlich, auch wenn man die Cross-Generation-Wurzeln deutlich erkennt. Gefundene oder gekaufte Items machen sich ebenfalls visuell bemerkbar. Es gibt hier ein vollwertiges Equipment-System mit Stiefeln, Hüten, Capes, Mänteln, etc. Ständig neue Loot ergattert man allerdings nicht, die besten Items muss man sich von mächtigen Gegnern erkämpfen. Auch die Aufwertung der Waffen und Rüstungen ist an Werkbänken möglich, vorausgesetzt man verfügt über die notwendigen Fähigkeiten.

„GreedFall Gold Edition“ ist durchaus ein langes Spiel, denn mit der neuen Erweiterung „The De Vespe Conspiracy“ könnt ihr wohl gut 35 Stunden einkalkulieren. Wer ältere Bioware-Spiele wie „Jade Empire“ schätzte, wird hier sicherlich viel Spaß an dem etwas ungeschliffenen aber guten Rollenspiel haben, dem man sein beschränktes Budget eben etwas anmerkt.

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EPOS GSX 1000 – Audioverstärker angehört

Vor einiger Zeit habe ich euch hier im Blog zwei Gaming-Headsets von EPOS vorstellen dürfen. Diese lassen sich überall da betreiben, wo ein Kopfhöreranschluss zugegen ist. Auch am PC ist das Einstecken des Headsets in den 3,5-mm-Klinkenschluss schnell und einfach erledigt. Doch eventuell holt man allein damit nicht das meiste aus den Headsets heraus. Ein Kopfhörerverstärker beziehungsweise eine externe Soundkarte kann für ein besseres Erlebnis beim Musikhören, Filme schauen oder Spielen sorgen. Sennheiser hat dazu vor einiger Zeit den GSX 1000 vorgestellt. Auch wenn das Gerät schon etwas betagter ist, war ich neugierig, ob die Investition tatsächlich für Verbesserung im Sound sorgen kann.

Das Gerät ist nicht besonders groß und wird in den USB-Port des PCs oder Macs angestöpselt. Die Kombination aus Schwarz, Silber und Rot macht auf dem Schreibtisch was her, und bedient wird per Touch-Buttons beziehungsweise einem äußeren Touch-sensiblen Ring. Ob so ein Gerät nun besonders stylisch aussehen muss, sei mal dahingestellt, der GSX 1000 kann sich jedoch sehen lassen.

Anschlüsse finden sich auf der Rückseite des Gerätes, das über einen hochklappenden Fuß auch angestellt werden kann, um besser ablesbar zu sein. Es gibt einen Kopfhörer-, einen Lautsprecher und einen Mikrofon-Ausgang an dem kleinen Kasten. Steckt ihr eure Lautsprecher dort an, könnt ihr fix über den GSX 1000 zwischen Headset und Lautsprechern umschalten und braucht somit nicht mehr in die Ausgabe-Einstellungen von Windows oder Mac.

In dem kleinen Kasten, der 10 x 10 x 2,5 Zentimeter groß ist, steckt ein dedizierter DAC-Chip, der mithilfe einer sogenannten Binaural Rendering Engine die eingehenden Audio-Signale analysiert und auf verschiedene Kanäle verteilt, sodass am Ende virtueller 7.1-Surround-Sound in euren Ohren landet. Ein Chat-Regler an der Seite gibt euch die separate Kontrolle für die Lautstärke eures Chats. Funktioniert jedoch nicht in In-Game-Chats, sondern „nur“ mit Software wie TeamSpeak, Discord, Skype und Co.

Doch wie funktioniert das Gerät in der Praxis? Einmal angestöpselt braucht ihr weder unter Windows noch unter Mac einen separaten Treiber. Ihr wählt lediglich den GSX 1000 als Ein- bzw. Ausgang in den Systemeinstellungen aus, damit ihr darüber auch etwas hört, beziehungsweise der Ton aus dem Mikro auch im Rechner ankommt. Über das Aluminiumrad könnt ihr zügig die Lautstärke einstellen. Der Mikrofonpegel kann extra eingestellt werden. Zwischen Lautsprecher und Kopfhörer wird einfach per Taster umgeschaltet. Vordefinierte Soundeinstellung gibt es ebenfalls per Button. Ihr könnt zwischen Musik, Film oder einem Preset für Sprache auswählen. Je nachdem was ihr auswählt, werden die entsprechenden Frequenzbereiche gepusht oder gesenkt.

Ein sehr interessanter Button lässt euch zwischen Stereo und 7.1-Surroundsound auswählen. Der virtuelle Surroundsound wird durch den GSX 1000 erzeugt, wie das klingt sage ich gleich. Die Ecken des Gerätes sind ebenfalls Touch-empfindlich. Dort könnt ihr Voreinstellungen ablegen und somit zwischen vier benutzerdefinierten Einstellungen hin- und herschalten.

Wie klingt Musik etc. mit dem Verstärker? Im direkten Vergleich mit dem normalen Kopfhörerausgang direkt am Laptop lässt sich sagen, dass mir das erzeugte Stereo-Profil des Verstärkers etwas besser gefällt. Meiner Meinung nach ist der Klang ein wenig detailreicher und besitzt einen höheren Pegelumfang. Der zweite – und für viele sicherlich wichtigere – Modus ist der 7.1-Modus. Die Engine des Verstärkers erzeugt dabei einen sehr gut abgestimmten virtuellen Raumklang, den ich ziemlich angenehm und realistisch finde. Als Testmaterial kamen Trailer, Filme und Live-Alben zum Einsatz, ich war ziemlich angetan. Zwischenzeitlich ertappte ich mich dabei, den Surround-Modus ständig angeschaltet zu haben.

Mein Fazit zum GSX 1000 Verstärker von Sennheiser fällt positiv aus. Das kleine Kästchen kann sinnvoll sein und bringt etwas mehr Komfort auf den Schreibtisch, quasi eine kleine Audio-Schaltzentrale, mit der sich zügig Handgriffe erledigen lassen, für die man sonst ein paar Klicks bräuchte und das Spiel verlassen müsste. Der Surround-Sound-Modus hat mich wirklich abgeholt und es macht Spaß damit Filme zu schauen oder Musik zu hören und zwischen der normalen Ausgabe und dem Raumklang zu vergleichen. Auch im Stereo-Modus kann man Klangverbesserungen ausmachen.

Mit einem Preis von etwas über 200 Euro muss man sich nur gut überlegen, ob einem die Sache das Geld wirklich wert ist.

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