Online-Marktplätze: Gefährlicher Schrott trotz EU-Warnung im Angebot




Wer im Netz shoppt, geht meist davon aus, dass die angebotenen Waren sicher sind. Das ist allerdings ein Trugschluss, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband aktuell aufzeigt. Selbst Produkte, die im europäischen Schnellwarnsystem Safety Gate gelistet sind, landen immer wieder in den virtuellen Regalen. Ein krasses Beispiel ist ein mit Blei belastetes Kuscheltier, das noch drei Jahre nach der offiziellen Warnung online zum Kauf bereitstand.

Die Zahlen aus der DSA-Transparenzdatenbank sprechen laut der Verbraucherschützer eine deutliche Sprache. Innerhalb eines Monats löschten die fünf großen Marktplätze Amazon, eBay, Temu, Otto und AliExpress knapp 70 Millionen Angebote.

Rund 30 Millionen davon flogen raus, weil sie als unsicher oder verboten eingestuft wurden. Der Rest passte schlicht nicht zu den jeweiligen Geschäftsbedingungen. Das Problem an der Sache ist die aktuelle Rechtslage. Bisher müssen Betreiber ihre Angebote nur stichprobenartig prüfen, und das oft erst, wenn der Artikel schon live ist. Es gibt keine festen Regeln, wie oft dieser Abgleich stattfinden muss.

Die Verbraucherschützer fordern daher eine strengere Prüfpflicht. Marktplätze sollen gezwungen werden, jedes Angebot vor der Veröffentlichung mit den offiziellen Warnlisten abzugleichen. Werden gefährliche Elektronikartikel oder giftiges Spielzeug gar nicht erst freigeschaltet, sinkt das Risiko für die Käufer massiv. Momentan gleicht die Datenbank eher einem digitalen Friedhof, da konkrete Details zu den Löschungen fehlen.

Nur bei einem Bruchteil der Fälle wurde ein direkter Bezug zu Safety Gate hergestellt. Ohne klare Informationen bleibt unklar, ob ein gefährliches Produkt nicht einfach auf einer anderen Plattform weiterverkauft wird. Die Verbraucherschützer fordern: Die EU-Kommission sei hier am Zug, die Regeln für die Plattformbetreiber nachzubessern und für echte Sicherheit beim Online-Kauf zu sorgen.

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Mobilfunk: Wenn die versprochene Bandbreite an der Realität scheitert




Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, stolpert unweigerlich über die Angaben zur maximalen Geschwindigkeit. Die Netzbetreiber werben kräftig mit Werten, die in der Praxis oft nur auf dem Papier existieren. Eine Analyse von Verivox soll zeigen, wie groß die Kluft zwischen Marketing und Alltag tatsächlich ist.

Im Schnitt versprechen die Anbieter 245 Mbit/s, doch beim Nutzer kommt davon nur ein Bruchteil an. Messungen von Ookla ergaben für Deutschland einen durchschnittlichen Download von 75 Mbit/s. Das entspricht gerade einmal 31 Prozent der beworbenen Leistung. Selbst optimistischere Studien sehen den Speed bei etwa 100 Mbit/s, was die Sache auch nicht viel besser macht.

Das Problem liegt im System der Bis-Zu-Angaben. Die reale Geschwindigkeit hängt von der Funkzelle, der Anzahl der Nutzer und dem Smartphone ab. Seit Kurzem gibt es zwar ein Minderungsrecht, doch die Hürden sind lächerlich. In Städten müssen lediglich 25 Prozent der Leistung ankommen, auf dem Land sogar nur 10 Prozent. Wer für teures Geld einen 300-Mbit/s-Tarif bucht, muss sich in ländlichen Regionen mit 30 Mbit/s zufriedengeben, ohne rechtlich viel Handhabe zu besitzen. Das ist am Ende weniger, als jeder billige Discounter liefert.

Apropos Discounter: Dort sind 50 Mbit/s meist der Standard. Auch wenn diese Anbieter mittlerweile fast alle das 5G-Netz nutzen, schrauben sie die Geschwindigkeit nicht künstlich hoch. Dafür sind die Preise niedriger. Die großen Provider nutzen die hohen Bandbreiten vor allem als Abgrenzungsmerkmal, um höhere Grundgebühren zu rechtfertigen.

Neuerdings etablieren sich auch Tarife, die nach Geschwindigkeit gestaffelt sind. Wer sparen will, greift zu Flatrates mit 5 Mbit/s oder 15 Mbit/s, was für normale Anwendungen oft reicht. Wer jedoch große Datenmengen schaufelt oder 4K-Inhalte streamt, muss tiefer in die Tasche greifen, auch wenn die volle Leistung am Ende selten erreicht wird.

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Immer wieder sonntags KW 20: ChatGPT, Herr der Ringe, OpenPV und die Abfahrt

Die Tech-Welt schläft auch Mitte Mai 2026 absolut nicht und die letzte Woche hatte es auch mal wieder ordentlich in sich. Wir sehen gerade einen Wandel, bei dem künstliche Intelligenz noch tiefer in unseren Alltag rückt, sei es durch ChatGPT, das bald eure Finanzen analysiert, oder Google Home, das durch Updates unter der Haube spürbar fixer reagiert. Apple versorgte uns zeitgleich mit frischer Systempflege inklusive verschlüsselter RCS-Nachrichten, während sich im Entertainment-Bereich große Ereignisse ankündigen. Und dann geht es ja auch bald weiter, denn sowohl Google als auch Apple brennen bald ihre Vorstellungen auf den jeweiligen Events ab. Doch vor dem Blick in die Zukunft folgt die Rückschau, mit dem Blick auf die 10 Top-Beiträge der letzten Woche.

Abfahrt! landet im Play Store

Die ÖPNV-App „Abfahrt!“, die bisher exklusiv für das iPhone zu haben war, steht ab sofort als native Version im Google Play Store bereit. Neben der Echtzeit-Auskunft für Bus und Bahn bringt das Update eine neue Adresssuche mit, sodass ihr Abfahrtszeiten an beliebigen Orten abfragen könnt, ohne auf euren GPS-Standort angewiesen zu sein. Die App ist für Privatnutzer komplett kostenlos.

Instagram Instants: Neue Schnappschuss-Funktion und App starten

Meta klont mal wieder den BeReal-Trend und rollt ein neues Feature namens „Instants“ aus, das für spontane und ungefilterte Schnappschüsse direkt im Postfach gedacht ist. Neben der Integration in die Haupt-App wird in Deutschland auch eine separate Instants-App für den extraschnellen Kamerazugriff getestet. Eure Inhalte werden dabei unkompliziert mit eurem bestehenden Instagram-Konto synchronisiert.

iOS 26.5 ist da: Das steckt im Update

Apple hat das neue Update auf iOS 26.5 veröffentlicht, welches zwar kein großes Feature-Feuerwerk zündet, aber nützliche Optimierungen unter der Haube mitbringt. Wichtigste Neuerung ist die standardmäßig aktivierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten, die Chats zwischen iPhone und Android-Geräten deutlich sicherer macht. Dazu gesellt sich das neue, dynamische „Pride-Luminanz“-Hintergrundbild.

OpenPV: Browser-Tool simuliert Solarpotenzial und Wirtschaftlichkeit

Ein kleines Entwicklerteam hat mit „OpenPV“ ein kostenloses Browser-Tool an den Start gebracht, das euch bei der Planung eurer Solaranlage hilft. Das Werkzeug simuliert das Solarpotenzial eures Hausdachs und liefert eine präzise Schätzung darüber ab, wie viel Stromkosten ihr künftig einsparen könnt. Trotz kleinerer Schwächen in der Datengrundlage ist es ein extrem nützlicher Helfer für einen ersten Eindruck.

Die Ringe der Macht: Termin für die dritte Staffel steht

Amazon hat auf seinem Upfront-Event die Katze aus dem Sack gelassen und den offiziellen Starttermin für die dritte Staffel von „The Lord of the Rings: The Rings of Power“ verkündet. Die neuen Episoden der sündhaft teuren Fantasy-Serie werden ab dem 11. November 2026 exklusiv bei Prime Video ausgestrahlt. Wer die ersten Staffeln noch nicht gesehen hat, hat also noch etwas Zeit, um Wissenslücken zu schließen.

Take a Message: Pixel-Funktion erreicht wohl bald alle Android-Geräte – und kommt nach Deutschland

Das ehemals Pixel-exklusive Anrufbeantworter-Feature „Take a Message“ steht kurz vor einem breiten Rollout für alle Android-Smartphones und soll auch nach Deutschland kommen. Die Funktion nimmt verpasste Anrufe lokal auf dem Gerät entgegen und liefert euch bei uns praktischerweise auch direkt ein Transkript des Gesprochenen. Zudem kann die integrierte KI unerwünschte Spam-Anrufe direkt im Keim erkennen und abwimmeln.

ChatGPT bekommt den Finanz-Durchblick

OpenAI verpasst ChatGPT eine mächtige neue Dashboard-Funktion zur Verwaltung eurer persönlichen Finanzen, die vorerst als Vorschau für Pro-Nutzer in den USA startet. Über den Dienst Plaid lassen sich Bankkonten verknüpfen, woraufhin die auf GPT-5.5 basierende KI eure Ausgaben, Abos und Portfolios analysiert und komplexe Finanzfragen beantwortet. Sensible Kontonummern bekommt OpenAI laut eigenen Angaben dabei nicht zu Gesicht.

Google Home: Das sind die Neuerungen

Google spendiert seiner Home-App ein fettes Update, das vor allem die Geschwindigkeit spürbar optimiert: Sprachbefehle für Lampen oder Steckdosen reagieren jetzt bis zu 1,5 Sekunden schneller. Abseits der Performance-Schraube gibt es eine optisch aufgefrischte Kamera-Ansicht sowie präzisere, KI-gestützte Clip-Beschreibungen für Abonnenten des Advanced-Tarifs. Offline-Geräte von Drittanbietern werden zudem nun mit einem praktischen Re-Connect-Button markiert.

Fast & Furious: Vin Diesel kündigt vier neue Serien an

Das PS-starke Franchise um schnelle Autos und „Familie“ wird radikal vergrößert, denn Vin Diesel hat gleich vier neue Spin-off-Serien angekündigt. Während diese Serien das filmische Universum im Streaming-Bereich erweitern sollen, steuert die Hauptfilmreihe unaufhaltsam auf ihr großes Finale zu. Dieses soll unter dem Titel „Fast Forever“ im März 2028 über die Kinoleinwände rollen.

Google Fotos kappt die Verbindung zu Drive für den Desktop

Google trennt die alten Zöpfe ab und stellt die direkte Unterstützung des Google-Fotos-Backups über die klassische Desktop-App von Google Drive ein. Der gewohnte Weg fällt weg und wird durch eine neue, eigene Fotos-Schnittstelle ersetzt, weshalb Nutzer ihre Synchronisations-Ordner dort neu einrichten müssen. Wer bestehende Backups laufen hat, kann diese noch bis zum endgültigen Aus am 10. August 2026 nutzen.

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Canon Authenticity Imaging System: Authentizität für Nachrichtenmedien in Zeiten von KI-Bildmanipulationen

Canon hat ein Authenticity Imaging System für diverse Kameramodelle vorgestellt. Die Lösung baut auf den C2PA2-Standards (Coalition for Content Provenance and Authenticity) auf. Dieser ermöglicht das Ausstellen von Zertifikaten und vertrauenswürdigen Zeitstempeln sowie die Überprüfung der Content-Historie. Canon sagt damit in Zeiten von generativer KI-Technologie der Verbreitung von gefälschten Bildern in der medialen Berichterstattung den Kampf an.

Das System wurde für Bilder entwickelt, die mit C2PA-fähigen Kameras (EOS-R1 und der EOS-R5-Mark-II) aufgenommen wurden. Die C2PA-Funktionalität erfordert eine kostenpflichtige Aktivierung. Die Funktion soll sich in die redaktionellen und technischen Workflows von Medienhäusern nahtlos einfügen. Medienhäusern wird die Möglichkeit gegeben, mehr Transparenz zur Herkunft der Bilder zu geben und deren Authentizität zu gewährleisten. Mit dem Authenticity Imaging System treibt Canon die C2PA-Umsetzung weiter voran.

Bislang werden etwa der Aufnahmezeitpunkt und andere Metadaten (Aufnahmezeitpunkt und -ort, verwendete Ausrüstung sowie Kameraeinstellungen) in die Bilder eingebettet, um eine gewisse Grundlage zur Authentizität zu bieten. Auf dieser Basis lässt sich die Content-Historie entlang des gesamten Workflows überprüfen – von der ersten Übernahme über Bearbeitung und Distribution bis hin zur Veröffentlichung.

Darauf aufbauend werden öffentliche Zertifikate ausgestellt und Zeitstempel angebracht, um eine Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Ziel ist mehr Transparenz im Umgang mit redaktionellem Bildmaterial. Unter anderem arbeitet bereits die internationale Nachrichtenorganisation Reuters mit der Image-Authenticity-Funktion.

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ChatGPT bekommt den Finanz-Durchblick




OpenAI verpasst ChatGPT eine neue Funktion für die persönlichen Finanzen. Pro-Nutzer in den USA können ab sofort in einer Vorschauversion ihre Bankkonten direkt mit dem Chatbot verknüpfen. Die Idee dahinter: Statt sich durch verschiedene Apps, Kreditkartenabrechnungen und Excel-Tabellen zu wühlen, soll ChatGPT den Überblick behalten. Das System zeigt ein Dashboard mit Ausgaben, Abos und der Performance des Portfolios an.

Die technische Basis bildet das neue Modell GPT 5.5. Das soll laut OpenAI besser darin sein, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Wer seine Daten freigibt, kann ChatGPT dann gezielte Fragen stellen. Das reicht von der Analyse der Reisekosten bis hin zur Planung für einen Hauskauf in fünf Jahren. Das System erkennt dabei wiederkehrende Muster und gleicht diese mit den gesteckten Zielen ab.

Die Verbindung zu den Banken läuft über den Dienst Plaid, später soll Intuit folgen. Unterstützt werden über 12.000 Finanzinstitute. OpenAI betont, dass ChatGPT keine Kontonummern sieht und keine Überweisungen tätigen kann. Die Daten landen in einem speziellen Finanz-Gedächtnis, damit der Bot bei der nächsten Frage weiß, dass man gerade auf ein Auto spart oder den Eltern noch Geld schuldet. Wer darauf keine Lust hat, kann die Konten jederzeit trennen oder temporäre Chats nutzen, bei denen kein Zugriff auf die Finanzdaten erfolgt.

In internen Benchmarks schlägt sich GPT 5.5 Pro am besten, wenn es um knifflige Finanzfragen geht. OpenAI hat dafür mit Fachleuten zusammengearbeitet, um die Qualität der Antworten zu bewerten. Trotz der hohen Punktzahlen im Test bleibt der Hinweis obligatorisch, dass die KI keinen professionellen Finanzberater ersetzt. Nach der Testphase mit den Pro-Nutzern soll die Funktion später für Plus-Nutzer und irgendwann für alle kommen.

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