Anthbot Genie 800 im Test

Ich hatte in den letzten Jahren schon einige Mähroboter im Garten, Mammotion und Konsorten inklusive. Was sich in dieser Kategorie in den vergangenen drei Jahren getan hat, ist aber wirklich bemerkenswert. Kein Begrenzungsdraht, kein stundenlanges Verlegen im Dreck, stattdessen RTK-GPS, LiDAR, KI-Kameras und App-Mapping. Anthbot ist eine der neueren Marken in diesem Segment, doch das Unternehmen hat offenbar echte Substanz. Mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der Sensorentwicklung und Algorithmen, die bereits in über sechs Millionen Saugrobotern stecken. Seit Kurzem ist Anthbot auch in Deutschland direkt vertreten und hat einen Standort in Neuss eröffnet.

Der Genie 800 ist das mittlere Modell der Genie-Serie, die auch als 600E, 1000 und 3000 erhältlich ist. Die Zahl steht grob für die empfohlene Rasenfläche in Quadratmetern, wobei der Hersteller beim 800er theoretisch sogar bis zu 1.500 m² als Maximalleistung angibt. Das Testgerät ist jedenfalls für mittelgroße Gärten gedacht.

Auspacken und erster Eindruck

Anthbot nutzt offenbar eine Universalverpackung für die ganze Genie-Serie, der Modellname findet sich nur auf einem kleinen Aufkleber. Wer also mehrere Modelle kauft, sollte genau hinschauen.

Der Roboter selbst macht den in diesem Segment üblichen funktionalen Eindruck. Grau-schwarzes Gehäuse, sauber verarbeitet, gleichmäßige Spaltmaße, kein Knarzen, kein Klappern. Mit 12,5 kg ist er für seine Klasse angenehm leicht. Die vier KI-Kameras (zwei vorne, eine links, eine rechts) sind gut ins Gehäuse integriert. Die RTK-Antenne ist erfreulich kompakt, gerade im Vergleich zu den teils klobigen Konstruktionen älterer Mitbewerber. Die Ladestation ist zweckmäßig und aus leichtem Kunststoff, was bei dieser Geräteklasse leider Standard ist.

Im Lieferumfang steckt alles Notwendige: Roboter, Ladestation, RTK-Antenne mit Montagestab, Stromkabel, Verlängerungskabel, Erdschrauben und ein Satz Ersatzklingen samt Schraubenzieher.

Aufbau und Inbetriebnahme

Beim Aufbau kann man auf die üblen Arbeiten verzichten. Kein Drahtbügeln, kein Graben, kein Profi-Installateur. Ladestation aufstellen, RTK-Antenne daneben in den Boden, Strom dran, App starten. Die Antenne bezieht ihren Strom direkt über die Ladestation, ein separates Netzteil entfällt. Wer eine bessere Sicht zum Himmel braucht, kann ein optionales Wandmontage-Set kaufen. Das ist ein Extra und nicht im Standard dabei, was ich schade finde, aber in der Praxis hat die Standardaufstellung bei mir problemlos funktioniert.

Die App führt gut durch die Einrichtung. Bluetooth-Kopplung, WLAN-Einrichtung, fertig. Beim Mapping stehen zwei Wege bereit: automatisch oder manuell per Joystick in der App. Die automatische Kartierung ist praktisch, aber nur für wirklich abgeschlossene und sauber abgegrenzte Gärten nützlich. Bei einem etwas verwinkelt geschnittenen Garten mit einem freien Fall über die Bachmauer, nutzt man lieber die manuelle Option. Ich bin mit dem Roboter spazieren gegangen und habe Grenzen und Zonen so gezogen, wie ich es wollte. Komplexere Grundstücke erfordern dann eher 20 bis 30 Minuten statt der vom Hersteller versprochenen zehn. Das ist aber immer noch ein Bruchteil dessen, was ein klassisches Kabelmodell abverlangt.

Ein kleiner Kritikpunkt beim Setup. Der Genie 800 unterstützt nur das 2,4-GHz-WLAN-Band, kein 5-GHz. Im Garten mag das wegen der Reichweite sinnvoll sein, aber zeitgemäß ist es im Jahr 2026 nicht mehr. Firmware-Updates klappen über 4G zudem nicht zuverlässig, die WLAN-Verbindung ist dafür zwingend. Und wer mehrere WLAN-Router im Haus hat, sollte wissen, dass das Gerät kein WLAN-Roaming beherrscht.

Navigation und Hinderniserkennung

Das ist das Herzstück des Genie 800, und hier liefert Anthbot wirklich ab. Die Kombination aus Full-Band-RTK-GPS und vier KI-Kameras funktioniert in der Praxis beeindruckend gut, WENN die Satellitenverbindung gut ist. Der Satellitenempfang war während meines Tests oft stabil, auch in schattigeren Gartenbereichen ohne direkte Himmelssicht. Und wenn das GPS-Signal tatsächlich einmal schwächelt, und das passierte leider oft, übernehmen die Kameras nicht immer nahtlos. Dann fährt er oft komische Runden, ohne jegliche Logik und findet sich nicht mehr zurück.

Die Hinderniserkennung überzeugt. Gartenmöbel, Bälle, Spielzeug, Haustiere, alles wird zuverlässig erkannt und umfahren. Laut Hersteller ist das System auf über 1.000 verschiedene Objekte trainiert. Sehr flache Gegenstände wie ein Gartenschlauch auf dem Boden können gelegentlich durchrutschen, und ein Tischtennisball ist definitiv zu klein. Aber das ist bei der gesamten Geräteklasse so, da bildet der Genie 800 keine Ausnahme.

Mähleistung

Der Mähteller hat 20 cm Breite und fünf Klingen, die Schnitthöhe lässt sich in der App zwischen 30 und 70 mm einstellen. Der Roboter fährt systematische Parallelbahnen und keine chaotischen Zufallspfade. Das Ergebnis sieht schon beim ersten Einsatz relativ gut aus. Gleichmäßig, sauber und mit hübschen Mähstreifen. Wer möchte, kann die Mährichtung festlegen und zwischen horizontalen und vertikalen Bahnen wählen. Gut ist auch der Kantenschnitt. Dank der guten Einstellungsmöglichkeiten für den Überfahrweg an Kanten bleibt kaum ein Rand stehen.

Mit Steigungen bis 45 Prozent kommt der Roboter auch mit anspruchsvolleren Gärten klar. Der Geräuschpegel liegt bei rund 58 dB. Das ist kaum störend.

Die App

Die Anthbot-App ist funktional und ausreichend. Multi-Zonen-Management für bis zu 20 Zonen, Zeitpläne je Zone, No-Go-Bereiche, Schnitthöhe und Mährichtung. Das alles erledigt dort und relativ einfach. Die deutsche Übersetzung ist ordentlich, was nicht immer selbstverständlich ist. MOVA hatte da seine Probleme mit. Nützlich ist auch, dass man die Grenzen nachträglich anpassen kann, ohne alles neu kartieren zu müssen.

Als Kritikpunkt kann man anmerken, dass das optische Design der App nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Wer die Apps von Mammotion, Ecovacs oder Segway Navimow kennt, wird hier einen Rückstand merken. Auch die Darstellung des aktuellen Mähfortschritts lädt nach dem App-Öffnen oft verzögert nach. Das ist keine Katastrophe, aber es stört den Workflow. Anthbot bringt regelmäßig Updates, und das Unternehmen ist bei Nutzerfeedback grundsätzlich ansprechbar. Doch wie üblich, sollte man sich nicht darauf verlassen. Vor allem, wenn man vor einer Kaufentscheidung steht.

Das Fazit

Wer einen mittelgroßen Garten, keine Lust auf Begrenzungsdraht hat und ein präzises Mähbild will, bekommt mit dem Anthbot Genie 800 einen potenten Kandidaten. Die Navigation funktioniert in der Regel zuverlässig, das Schnittbild ist sehr gut, die Kantenpräzision ebenfalls und die Einrichtung ist zügig erledigt. Schwächen gibt es bei der App-Optik, der WLAN-Konnektivität (nur 2,4 GHz) und vereinzelt bei der Erkennung sehr flacher Gegenstände. Der Preis liegt je nach Händler rund um 850 bis 900 Euro, was für den gebotenen Funktionsumfang fair ist.

Bestseller Nr. 1

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Smart-TV-Systeme in Europa: Hisense überholt LG

Die Marktforscher von Omdia Research haben sich einmal den europäischen TV-Markt und speziell Smart-TV-Plattformen wie Tizen, webOS, Android TV / Google TV und mehr angesehen. Für 2026 rechnen sie damit, dass LG mit webOS hinter Hisense und dessen Plattform V, ehemals VIDAA, zurückfallen dürfte.

Führend ist in Europa im Übrigen nicht Samsung mit Tizen, sondern Android TV / Google TV. Freilich liegt das daran, dass die Plattform von Google auf besonders vielen Einstiegsmodellen diverser Hersteller wie Philips, Sony oder auch TCL werkelt. Da könnte sich allerdings in den nächsten Jahren auch noch einiges verschieben, da die Marke Philips zunehmend auf Titan OS setzt. Bislang rangiert jedenfalls webOS als drittgrößte Smart-TV-Plattform in Europa hinter Android TV / Google TV und Tizen. Doch während für webOS die Marktanteile nach unten gehen, bewegt sich V von Hisense nach oben.

Die Grafik oben zeigt es euch ja schon relativ gut. webOS und V rücken immer näher zusammen. Sollte sich der bisherige Trend fortsetzen, prognostiziert Omdia, dass webOS 2026 auf Rang 4 zurückfallen dürfte. V, ehemals VIDAA, wächst vor allem, weil Hisense durch viele aggressive Marketingkampagnen immer stärker in der Einstiegs- und Mittelklasse Kunden für sich gewinnen kann. Doch auch in der Oberklasse will man etwa 2026 mit seinen RGB-Mini-LED-LCDs vorankommen.

Dabei spielt die Ausbreitung der eigenen Smart-TV-Plattform eine maßgebliche Rolle für weitere Einnahmepotenziale. Schließlich heimsen die Hersteller inzwischen nicht mehr nur über den bloßen Verkauf ihrer Fernseher Geld ein, sondern verdienen noch nachträglich mit Werbung und euren Nutzungsdaten Kohle. Der Aufstieg von Hisense steht auch für einen generellen Trend: Chinesische Hersteller bauen Druck auf etablierte Anbieter aus Südkorea auf.

Insbesondere der TV-Markt steht da vor Umbrüchen, schließlich hat Panasonic den Großteil der Verantwortung für seine Fernsehgeräte an Skyworth weitergereicht, während Sony ein Joint-Venture mit TCL in Angriff nimmt. Sowohl dieses als auch nächstes Jahr wird es da also noch richtig spannend.

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Insta360 Quick Reader angeschaut

Ich habe in den letzten Tagen den Insta360 Quick Reader ausprobiert. Das ist ein kleines Gadget, das verspricht, den Datentransfer zwischen Action-Cam, Smartphone und PC deutlich zu vereinfachen. Gerade für Leute, die viel unterwegs sind und schnell große Videodateien sichern wollen, klingt das erstmal sinnvoll. Aber wie schlägt sich das Teil im Alltag?

Das Schöne am Insta360 Quick Reader ist, dass er dank des USB-C-Anschlusses sofort einsatzbereit ist. Kein Gefummel mit Adaptern oder zusätzlicher Software. Einfach anstecken, und schon wird der Speicher erkannt. Die Insta360-App auf dem Smartphone meldet sich direkt und bestätigt, dass der Quick Reader erkannt wurde. Mehr muss man nicht tun. Das macht den Workflow wirklich angenehm unkompliziert.

Im Vergleich zu einer klassischen microSD-Karte, für die man immer erst einen passenden Kartenleser braucht, ist das eine Erleichterung. Quick Reader in die Kamera, Fotos oder Videos aufnehmen, rausziehen und direkt ans Smartphone oder den Rechner anschließen, fertig.

Mit satten 512 GB Speicherplatz kann der Quick Reader auch als externe Speichererweiterung für das Smartphone dienen. Vor allem, wenn der interne Speicher knapp wird. Ihr könnt auch direkt auf den externen Speicher aufnehmen. Das ist gerade dann nützlich, wenn man Videos aufnimmt, die ohnehin zu einem separaten Projekt gehören und die später weiterverarbeitet werden sollen.

Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Durch die Bauform passt der Quick Reader nicht mit jeder Handyhülle. Mein Pixel 10A und das iPhone 17 Pro Max musste ich zum Beispiel erst aus der Hülle pellen, damit der USB-C-Stecker überhaupt ins Gerät passt. Hier hätte Insta360 etwas mehr Feingefühl beim Design zeigen können.

Ihr wollt natürlich wissen, wie schnell der Quick Reader wirklich ist. Laut Hersteller sind bis zu 420 MB/s drin. Im Test lag die Geschwindigkeit tatsächlich deutlich über klassischen microSD-Karten, aber weit unter aktuellen externen SSDs. Witzigerweise zeigt der BlackMagic Test hier falsche Werte beim Schreiben an. Mit einem anderen Tool bin ich bei knapp 380 MB/s rausgekommen. Zum Vergleich: Eine portable SSD schafft in der Regel um die 2.000 MB/s lesend und 1.800 MB/s schreibend. Das ist natürlich eine andere Liga.

Die Zugriffszeiten des Quick Reader sind okay, aber nicht rekordverdächtig. Für große Video-Backups reicht das aber aus. Im Alltag gab es beim Sichern von 4K- und 8K-Videos keine Probleme. Wer allerdings regelmäßig riesige Datenmengen verschiebt, ist mit einer schnellen SSD besser bedient.

Fazit

Der Insta360 Quick Reader ist eine ordentliche Lösung für alle, die viel mit Action-Cams oder 360-Grad-Kameras unterwegs sind. Die einfache Handhabung, die breite Kompatibilität und der große Speicher machen ihn zu einem Helfer im Alltag. Besonders gefällt mir das kompakte Design, auch wenn es mit manchen Handyhüllen Probleme gibt.

Die Geschwindigkeit reicht für die meisten Anwendungen aus, liegt aber eben zwischen microSD und SSD. Wer Wert auf unkomplizierten Workflow und viel Speicher legt, macht mit dem Quick Reader wenig falsch. Das Teil kostet 157 Euro, was für Größe und Speicher angemessen ist.

Bestseller Nr. 2


Insta360 X5 Quick Reader

Insta360 X5 Quick Reader

Nutzt USB-3.0 für schnellere Übertragungen großer Dateien.; Integrierter USB-C-Ladeanschluss zum Laden…

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Edifier M90 ausprobiert: So klingen die Lautsprecher

Edifier haut ab und mal Lautsprecher auf den Markt, wie kürzlich den M90. Nachdem die kleineren M60 bei vielen schon gut angekommen waren, steht nun der größere Bruder auf meinem Schreibtisch: die Edifier M90. Das Versprechen? Kompakte Maße, aber genug Wumms, um nicht nur vom PC, sondern auch vom Fernseher (und mehr) zu beschallen. Ich habe mir die Kisten mal genauer angeschaut (und angehört).

Das Erste, was auffällt: Die Dinger sind schwer. Für ihre knapp 21 cm Höhe bringen sie ordentlich Masse mit, was in der Audiowelt meistens ein gutes Zeichen für die Gehäusequalität ist. Sie wirken schlicht, fast schon unauffällig, wahlweise in Schwarz oder Weiß.

Ein kleiner Kritikpunkt direkt vorab, der mich im Alltag etwas nervt: Die Regler sitzen hinten. Das ist optisch schick, in manchen Situationen vielleicht ungeil. Beispielsweise, wenn man nicht über den PC regelt oder die Fernbedienung nicht gerade zur Hand hat. Die arbeitet übrigens mit 2,4 GHz und benötigt keinen Sichtkontakt.

Warum sollte man sich die M90 holen und nicht irgendein anderes Set? Ganz klar: wegen der Anschlüsse. Edifier hat hier HDMI eARC verbaut. Das sieht man bei kompakten Regallautsprechern in dieser Preisklasse selten. Ihr könnt die Boxen einfach per HDMI an den Fernseher hängen. Die Boxen gehen mit dem TV an und aus, und die Lautstärke regelt ihr mit der ganz normalen TV-Fernbedienung. Dazu gibt’s USB-C für den Laptop, Optisch, AUX und Bluetooth 6.0 inklusive LDAC-Support für die Android-Fraktion.

Kommen wir zum Wichtigsten. Wie klingen die Teile? Hach. Alle Ohren hören anders. Ich war erst einmal null geflasht. Ich habe gute Kopfhörer – und haltet mich bitte nicht für bescheuert: Ich liebe die Speaker am Studio Display von Apple. Ausgewogen, raumfüllend und irgendwie immer gleich gut klingend, sodass ich nie einen Equalizer behelligen musste.

Die Edifier M90 klangen in den ersten Minuten absolut unrund dagegen. Also wirklich so, dass ich dachte: Sind die so schlecht – oder das Studio Display so gut? Konkret fehlten mir da meine gewohnten Höhen. Edifier bietet eine App mit Equalizer, da habt ihr Presets aber auch die Möglichkeit, eigene Einstellungen vorzunehmen. Ich bin da auf dem Mac mittlerweile Fan von FineTune. Eine echte Sound-Wollmilchsau mit den notwendigen Optionen für mich. Nachdem ich also wie ein Wilder echt lange die Lautsprecher auf meine Ohren justiert hatte, wurde es logischerweise besser. Ich beziehe mich hörtechnisch auf meine Settings, nicht auf die voreingestellten.

  • Mitten und Höhen: Stimmen sind glasklar. Wer Podcasts hört oder viel YouTube schaut, wird das mögen.
  • Der Bass: Für 4-Zoll-Treiber kommt da ordentlich Druck raus. Wer richtigen Tiefbass für das Heimkino will, wird um einen zusätzlichen Subwoofer nicht herumkommen, ein Anschluss ist an den Boxen dran. Der integrierte Bass wird irgendwann in den entsprechenden Frequenzbereichen aber nervig unschön, den würde ich nicht zu weit hochdrehen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Drei Dinge solltet ihr wissen:

  1. Gedenksekunde: Die Boxen brauchen beim Einschalten etwa 10 Sekunden, bis der DSP hochgefahren ist.
  2. Auto-Wake-Up: Per HDMI und Bluetooth wachen die Boxen brav auf, wenn ein Signal kommt. Wer sie aber per USB-C muss sie oft manuell per Fernbedienung wecken. Zumindest war dies bei mir der Fall, wenn ich den Mac aus dem Schlaf holte.
  3. Auto-Off: Standardmäßig schalten sie sich nach 15 Minuten ab. Das kann man in der App deaktivieren.

Die Edifier M90 sind vielleicht ein gelungenes Set für Leute, die ein System für alles wollen. Tagsüber am Rechner arbeiten und zocken, abends den Monitor zur Seite schieben und den Fernseher beschallen. Kommt natürlich immer drauf an, wie es bei euch daheim ausschaut, logisch.

Ein Fazit? Ich habe echt Schwierigkeiten, das für 300 Euro zu empfehlen. Klar, in Sachen der Konnektivität bekommt man viel geboten, (LDAC, HDMI eARC, App-EQ) – und auch der Sound stimmt „irgendwie“. Wer die sich in einen kleinen bis mittleren Raum stellt, kommt vielleicht gut klar. Da mag das passen. Als PC-Lautsprecher waren sie mir irgendwie zu… meh. Out of the box, fand ich den Klang nicht so gut.

Da musste ich schon echt zu lange fuckeln, um was Gescheites zu bekommen. Und letzten Endes war mir das alles zu unausgewogen, da ich echt von Song zu Song so klangliche Unterschiede hatte, die mich irgendwie störten.

VNV Nation war klanglich out of the box echt nicht schön anzuhören, andere Dinger wiederum schön. Und ich habe keinen Nerv, meinen Sound auf EQ-Basis zu regeln. Ist irgendwie eine typische „Depeche-Mode-Box“. Die klangen alle Sahne.

Ich schrieb das schon einige Male im Rahmen von Tests: Ich habe ein Teufel Motiv 2 im Haus. Das arbeitet als PC-Lautsprecher seit 2009 – 2 Boxen und 1 Sub. Unschlagbar. War damals preislich ähnlich. Wäre weiterhin meine Wahl, würde ich an meinem Schreibtisch auf ein Soundsystem setzen – bekommt man aber leider nur noch bei eBay oder Kleinanzeigen in der alten Form, dafür aber spottbillig (klar, da ist dann kein Bluetooth oder eARC dabei).

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Canyon Strive:On: Neue Version des E-Mountainbikes setzt auf mehr Leistung

Canyon hat in dieser Woche eine neue Version deines E-Mountainbikes Strive:On vorgestellt. Die neue Version erhöht die Leistung auf 750 Watt und das Drehmoment nunmehr auf 120 Nm. Obendrein hat man nach eigenen Angaben viele Detailverbesserungen vorgenommen und auch das Chassis noch stabiler gestaltet. Als Basis dienen für das E-Bike die Antriebe Bosch CX und CX-R.

Vor vier Jahren brachte Canyon das Strive:On erstmals auf den Markt, sodass es durchaus an der Zeit für ein Nachfolgemodell ist. Das Carbon-Chassis ist in der Größe M mit 2,45 kg recht leicht, soll aber dennoch widerstandsfähig sein. Das Bike ist nach Kategorie 4e getestet und damit vielen Belastungen gewachsen. Das Strive:On verfügt zudem laut Canyon über eine verstärkte Skid-Plate unter dem Kettenblatt. Diese ist direkt am Bosch-Motor befestigt. Zwei Kufen sorgen für eine verkleinerte Kontaktfläche und lassen das Bike leichter über Steine gleiten.

Canyon wirbt in diesem Zusammenhang auch für seine K.I.S.-2.0-Lenkstabilisation. K.I.S. zentriert den Lenker mit einer Gegenkraft und verbessert so die Kontrolle auf steinigem Untergrund. Kleiner Bonuspunkt: Auch die Abdeckung der Ladebuchse am neuen Strive:On wurde für einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit und Staub vom Hersteller überarbeitet.

Alle drei Modelle des Canyon Strive:On basieren auf einem leichten Carbon-Rahmen. Die günstigste Version (CF 8) nutzt etwa eine RockShox Domain Gold R Gabel und einen Super-Duluxe-Dämpfer, Shimano-SLX-4-Kolben-Bremsen plus einen Shimano Deore 12-fach-Antrieb. Die Premium-CFR-Version, CFR steht hier für „Canyon Factory Racing Edition“, bietet hingegen ein RockShox Zeb Ultimate/Vivid Air Fahrwerk, Maven-Silver-Bremsen und ein SRAM-X0-Schaltwerk sowie robuste DT-Swiss-HX1700-Laufräder.

Ab sofort sind exklusiv auf canyon.com oder in der Canyon-App drei neue Strive:On-Modelle zu Verkaufspreisen zwischen 4.999 € und 7.499 € erhältlich. Es sind verschiedene Größen erhältlich: S, M, L und schließlich XL.

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