#DHDL – Diamazing Beauty, DogScan, Dübelix, Lykaia, RocketTutor treten vor die Löwen

#DHDL

Es geht wieder in die Löwen-Höhle! An diesem Montag flimmert bei Vox erneut die erfolgreiche Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” über den Bildschirm. In der aktuellen Folge pitchen Diamazing Beauty Serum, DogScan, Dübelix, Lykaia und RocketTutor.

Diamazing Beauty, DogScan, Dübelix, Lykaia, RocketTutor treten vor die Löwen

Montag, 23. September 2024VonTeam

Seit zehn Jahren gibt es nun die erfolgreiche Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen (DHDL). Auch im Jubiläumsjahr wittert das mehrköpfige Löwenrudel in der mittlerweile 16. Staffel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, der Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, dem Produkt-Löwen Tillman Schulz und der Diversity-Löwin Tijen Onaran. In der heutigen Jubiläumssendung zum zehnjährigen Bestehen der Gründershow sind auch Frank Thelen und Jochen Schweizer als Löwen der ersten Stunde dabei.

Diamazing Beauty Serum aus Zug in der Schweiz


Bereits 2018 war Brigitte Steinmeyer mit ihrem Diamant Blader in der “Höhle der Löwen”. Mit einem Deal hat es damals nicht geklappt, doch die Gründerin hat sich geschworen, bei ihrem zweiten Anlauf nicht ohne Investment eines Löwen nach Hause zu gehen. Ihr neues Produkt: Diamazing Beauty Serum – ein Diamant-Hyaluron-Komplex. “Das sind kosmetische Diamanten mit einem Durchmesser von einem Hundertstel eines menschlichen Haares. Sie sind wie in der Medizin so verarbeitet, dass sie als Wirkstoffträger eingesetzt werden können. Jeder Mini-Diamant ist mit einem Hyaluronmolekül ummantelt”, erklärt Brigitte Steinmeyer. Ihr Produkt soll bis in die tiefen Hautschichten wirken und soll gegen Pigmentflecken und Hautunreinheiten helfen sowie das Hautbild verfeinern. Die Unternehmerin, Heilpraktikerin und Beauty-Expertin verspricht: “Die Haut wird aufgebaut, gestrafft und gestärkt.” In ihrem Portfolio bietet sie aktuell zwei Produkte inkl. einem Bürstchen zum Einarbeiten in die Haut. Wird sie in der Jubiläumsstaffel einen Deal abschließen können? Ihr Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

DogScan aus Erkelenz


Lungenkrebs zählt zu den drei häufigsten Krebsarten, die in Deutschland diagnostiziert werden. “Es sterben vier von fünf Erkrankten innerhalb der ersten vier Jahre. Würde man diese Krankheit früh erkennen, liege die Heilungschance dagegen bei bis zu 70 Prozent. Leider gibt es in Deutschland zurzeit keine etablierte Lungenkrebs-Vorsorge”, erklärt der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Ali Bouklloâ (36, aus Düsseldorf). So ein Schicksal musste auch der Vater von Alexander Maßen (aus Mönchengladbach) erleiden. Während der 47-Jährige mit seinem Welpen die Hundeschule von Hundetrainer Florian Wienen (34) besuchte, verstarb der Vater an Lungenkrebs. Mit Dogscan haben die Gründer nun eine Vorsorgemöglichkeit erschaffen, bei der die Hunde in der Lage sind, Lungenkrebszellen anhand einer Atemprobe in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Dazu erhält der Kunde ein Test-Kit nach Hause geschickt. “Unsere Spezialmaske enthält im Inneren einen Absorber, der die ausgeatmeten Aerosole bestmöglich aufnimmt. Daher muss sie nur fünf Minuten getragen werden, um ein auswertbares Ergebnis zu erhalten”, erklärt Florian Wienen. Die speziell ausgebildeten Hunde mit ihren hochsensiblen Nasen können dann die Krebszellen frühzeitig im Atemmuster erkennen. “Um Fehler zu vermeiden, setzen wir deshalb immer fünf Hunde unabhängig voneinander ein”, so Alexander Maßen. Ali Bouklloâ ergänzt: “Hierbei ist es wichtig, dass weder der Hundehalter noch der Hund gesehen hat, was der vorherige Hund angezeigt hat. Um ein positives Ergebnis zu erhalten, müssen mindestens drei Hunde angezeigt haben. Für ein negatives Ergebnis darf wiederum keiner der Hunde angezeigt haben.” Die Löwen sind von Dogscan beeindruckt. Besonders emotional wird es für Judith Williams. “Die Person, von der ihr sprecht und die das gebraucht hätte, ist meine Mama. Weil es viel zu spät erkannt worden ist”, kämpft die Löwin mit den Tränen. “Egal in welchem Alter Krebs erkannt wird, ist es für die Familie immer sehr bewegend. Das, was ihr macht, ist gigantisch.” Doch kommt es auch zu einem Investment von 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile?

Dübelix aus Friedberg


“Wir möchten die nächsten Handwerker sein, die hier ganz groß auftrumpfen”, so das erklärte Ziel von Markus Beck (54, Schlossermeister aus Rain am Lech) und Robert Sobolewski (42, Lager-Logistiker aus Biberach) und daher haben sie mit Dübelix einen echten Problemlöser dabei. Jeder Heim- und Handwerker kennt das Debakel des Dübel-Entfernens: Man steckt eine Schraube in den Dübel, klemmt diese mit einer Zange ein und versucht dann, den Dübel gewaltsam rauszuziehen. Doch das ist kompliziert, erfordert viel Kraft und sorgt auch für eine erhöhte Verletzungsgefahr. Dank Dübelix soll das nun kinderleicht sein. Der Aufsatz kann an jedem herkömmlichen Akkuschrauber befestigt werden. Mit ein paar Griffen stellt man die Länge des zu entfernenden Dübels ein, setzt den Schrauber an die Wand und der Dübelix zieht den Dübel, ohne die Wand zu beschädigen, einfach und schnell heraus. Getreu ihrem Motto: “Einfach und fix geht der Dübel aus der Wand wie nix.” Mit der Hilfe eines Löwen soll Dübelix ein unverzichtbarer Bestandteil in jedem Werkzeugkasten werden und zukünftig zu den Top-Handwerker-Produkten aus der “Höhle der Löwen” gehören. Für 30.000 Euro bieten Markus Beck und Robert Sobolewski 25 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Lykaia aus Aichtal


Jochen Schweizer steht wie kein anderer für das Erschaffen von besonderen Momenten. Und diesen erlebt auch die 30-jährige Jana Baltscheit in der Höhle. Vor einigen Jahren begann sie in ihrem eigenen Badezimmer, funktionelle Pilze zu züchten und 2020 gründete sie ihr Startup Lykaia: “Die Marke für funktionelle und natürliche Lebensmittel.” Den Löwen präsentiert sie zwei Superfood-Produkte: Der Waldkaffee besteht aus einem löslichen Pulver aus Arabica-Bohnen und zwei Pilz-Extrakten. “Das hat den Effekt, dass dieser Kaffee nahezu kein Koffein hat, aber der Cordyceps-Pilz belebt auf natürliche Art und der Lion’s Mane fördert die Konzentration. Also der ideale Start in den Tag”, so die Gründerin. Der Waldkakao mit dem Reishi Pilz und Ashwagandha eignet sich dagegen für den Abend. Voller Neugierde probiert Jochen Schweizer nicht nur die Getränke, sondern auch die puren Pilze. Will der naturverbundene Unternehmer der Gründerin beim Wachstum ihres Startups helfen? Oder macht ein anderer Löwe oder eine andere Löwin den Deal? Ihr Angebot: 100.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

RocketTutor aus München


Die deutschen Schülerinnen und Schüler haben im letzten internationalen Leistungsvergleich PISA so schlecht wie nie abgeschnitten und das vor allem in Mathematik. Diesem Problem haben sich Komaldeep Chahal (30), Yue Wu (27) und Lionel Rühlemann (28) angenommen und RocketTutor gegründet: ein persönlicher KI-Mathematik-Lehrer, der jeden Nutzer lückenlos und individuell auf die nächste Mathe-Prüfung und sogar das Abitur vorbereitet. Die RocketTutor-KI erstellt automatisch einen lückenlosen Lernplan. Bei den Übungen versteht die KI genau, wo die Schwächen des Einzelnen liegen. Damit kann der KI-Tutor alles, was der Lernende nicht versteht, nochmal genau erklären und in Echtzeit gezielte Übungen stellen und Kompetenzen fördern. Vor zwei Jahren ist das Gründer-Team als Uni-Projekt an der TU München gestartet. “Mit unserem kleinen Team haben wir es im ersten Jahr geschafft, dass jeder zehnte Abiturient in Bayern sein Mathe-Abi mit uns vorbereitet hat”, so Yue Wu. Tech-Unternehmer Frank Thelen nimmt mit seiner Expertise besonders das KI-Startup RocketTutor genau unter die Lupe und löchert die Gründer Komaldeep Chahal, Yue Wu und Lionel Rühlemann mit seinen Fragen über ihre Mathe-Nachhilfe-App. Judith Williams: “Das Thema, das ihr aufgreift, finde ich sensationell. Bildung ist das wichtigste Thema für unser Land und ich glaube für jedes Land. Das ist die Investition in die Zukunft.” Sehen die anderen Investoren und Investorinnen am Ende genügend Potenzial für einen Deal? Das Gründer-Trio bietet für 400.000 Euro 4,2 Prozent seiner Firmenanteile an.

#DHDL – “Eine Herausforderung war es, das richtige Design zu entwickeln”

#DHDL

Das junge Unternehmen Dübelix setzt auf ein System, das Dübel leicht aus Wänden lösen soll. “Die Idee zu Dübelix entstand, als ich ein weiteres Fitnessgerät für meinen Keller erwarb und feststellte, dass es nicht richtig passte”, sagt Gründer Robert Sobolewski.

“Eine Herausforderung war es, das richtige Design zu entwickeln”

Freitag, 20. September 2024VonTeam

Auch in der sechzehnten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der vierten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Robert Sobolewski, Gründer von Dübelix, zu Gast. Das junge Unternehmen setzt auf ein System, das Dübel leicht aus Wänden lösen soll.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Dübelix erklären?


Oma, stell dir vor, du willst ein altes Bild von der Wand nehmen, aber der Dübel steckt noch in der Wand und du bekommst ihn nicht heraus, ohne die Wand zu beschädigen. Das ist oft sehr anstrengend und braucht viel Kraft. Wir haben ein kleines Werkzeug entwickelt, das diesen Dübel ganz einfach und ohne Schäden entfernt. Das macht das Heimwerken viel einfacher und angenehmer und verringert zudem das Verletzungsrisiko erheblich.

Wie ist die Idee zu Dübelix entstanden?


Die Idee zu Dübelix entstand, als ich ein weiteres Fitnessgerät für meinen Keller erwarb und feststellte, dass es nicht richtig passte. Ein Umbau des Raumes war erforderlich, darunter auch das Umhängen von Spiegeln, die mit mehreren Dübeln befestigt waren. Also musste ich die Dübel auf die herkömmliche Art herausziehen – Schraube reindrehen und so fest mit der Zange ziehen wie möglich. Dabei rutschte ich bei einem Dübel ab und prallte mit meiner rechten Hand gegen ein Fitnessgerät. Die Hand begann zu bluten und schwoll an. In diesem Moment wurde mir klar: Ich brauche einen sicheren und effizienten Dübelentferner. Da es jedoch kein solches Werkzeug am Markt gab, entwickelten wir den Dübelix.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Eine der größten Herausforderungen war es, das richtige Design und die richtige Funktionalität für den Dübelix zu entwickeln, sodass er einfach zu benutzen und gleichzeitig effektiv ist. Außerdem war es nicht leicht, die richtigen Produktionspartner zu finden und den gesamten Produktionsprozess zu optimieren.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?


Für uns ist “Die Höhle der Löwen” die führende Plattform für Startups in Deutschland, eine Bühne, die nicht nur eine breite Öffentlichkeit erreicht, sondern auch direkten Zugang zu erfahrenen Investoren bietet. Wir entschieden uns für die Teilnahme, um unseren Dübelix einem größeren Publikum vorzustellen und die Möglichkeit zu nutzen, von den Kenntnissen und dem Netzwerk der Löwen zu profitieren. Die Show bietet nicht nur eine Chance auf finanzielle Unterstützung, sondern auch auf wertvolle Partnerschaften und Expertise, die entscheidend für das Wachstum unseres Unternehmens sein können.

Dein Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?


Bereitet euch gründlich vor und seid authentisch. Genießt den Auftritt und nutzt die Gelegenheit, um euer Produkt mit Leidenschaft zu präsentieren. Die Aufregung ist normal, aber bleibt fokussiert und zeigt, was euch antreibt.

Wo steht Dübelix in einem Jahr?


In einem Jahr erwarten wir, dass der Dübelix in Baumärkten, Discountern und Online-Shops gut etabliert ist und von Heimwerkern sowie DIY-Enthusiasten regelmäßig genutzt wird. Unser Ziel ist es, ihn als praktisches Werkzeug in vielen Werkzeugkästen zu verankern. Gleichzeitig planen wir, weitere innovative Produkte zu launchen, die das Heimwerken und alltägliche Aufgaben vereinfachen. Wir sind gespannt auf die Entwicklungen und freuen uns darauf, diese Projekte mit unserem Team umzusetzen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

#DHDL – Manti Manti: Wenn InvestorInnen emotional werden

Bestimmt hat so ziemlich jede Gründerin und jeder Gründer, die schon häufiger mit Investoren zu tun hatten, mal die Situation erlebt, dass sie sich mit unfair erscheinenden Fragen und Einschätzungen von der Geldgeber-Seite konfrontiert sahen.

Natürlich kann das einfach eine subjektive Einschätzung sein, doch manchmal deutet einiges darauf hin, dass man vielleicht einen wunden Punkt bei seinem Gegenüber getroffen hat. Auch beim Startup Manti Manti und Löwin Tijen Onaran drängte sich dieser Verdacht in der aktuellen Folge von “Die Höhle der Löwen” ein wenig auf.

Wie kann man also reagieren, wenn man das Gefühl hat, mit jemandem von der Investorenseite nicht mehr logisch argumentieren zu können?

Denn für das Startup, dass nachhaltige Kinderbrillen entwickelt hat, fing es eigentlich ziemlich gut an. Ihr Produkt, seine Leichtigkeit, das Design, die Anpassbarkeit und das nachhaltige Material aus Rizinusöl kamen super an, die anwesenden Löwen wirkten alle sehr interessiert.

Doch Nils Glagau leitet mit seiner Frage nach dem Verkaufspreis eine hitzige Diskussion ein. Denn ein Gestell soll ca. 198 € kosten, hinzu kommen noch einmal 40 € für das Verglasen.

Der Fragesteller und Löwen-Kollegin Janna Ensthaler finden dies sofort auch sehr teuer. Letztere bemerkt, dass man sich wohl am oberen Ende des Preis-Spektrums für Kinderbrillen befindet und möchte wissen, wie man dies rechtfertigt.

Die Argumente der Gründerinnen scheinen dann auch die meisten Löwen zufrieden zu stellen, denn man argumentiert mit der Bandbreite der Qualitäten, dass man sich qualitativ eben auch im Premium-Segment befindet und dass sich gerade im Kinder-Bereich in anderen Segmenten wie zum Beispiel bei den Schulranzen gezeigt hat, dass Eltern sehr wohl bereit sind, viel Geld für Premium-Produkte auszugeben.

Doch ausgerechnet Tijen Onaran, die in der letzten Folge noch in ein Kartenset für Persönlichkeitsentwicklung investiert hatte, dass die anderen Löwen für völlig überteuert hielten, kann der Argumentation so gar nicht folgen. Sie findet es “privilegiert” und denkt, man sollte auch Menschen aus anderen sozialen Schichten erreichen können.

Judith Williams wendet ein, dass es sich aber nun mal um ein Premium-Produkt für eine zahlungskräftige Zielgruppe handelt, und Manti Manti bei dieser auf Grund seiner USPs eben einen entsprechend hohen Preis erzielen kann. Sie sieht eine klare Trennung zwischen unternehmerischen Fragen dieser Art und der Diskussion, ob man auch für andere soziale Gruppen Produkte anbieten sollte.

Tijen Onaran kontert jedoch mit dem Einwand, dass der Markt größer wäre, wenn man zumindest ein Produkt auch für die andere Zielgruppe anbieten würde, doch Judith Williams zieht ganz bewusst die Löwen selbst und ihre nicht ganz günstige Kleidung als Beispiel heran, dass es nun einmal unterschiedliche Produktkategorien gibt. Mit ihrem nochmals formulierten Statement “die soziale Verantwortung eines Unternehmens und wie das Unternehmen aufgestellt ist – welche Zielgruppe, welche Produkte – sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe” bringt sie einen Fakt auf dem Punkt, der vielen Menschen oft auf Grund der Emotionalität des Themas schwer zu vermitteln ist.

Denn gerade Startups mit hochpreisigen Produkten sehen sich oft mit unfair erscheinender Kritik konfrontiert – auch von Investorenseite. Dabei sind hochpreisige Nischen durchaus sehr interessant für Investoren, versprechen sie doch oft gut Margen und lassen so ein schnelles Wachstum und dann vielleicht auch irgendwann die Expansion in andere Märkte oder sogar Preisklassen zu. Und Porsche wirft schließlich auch niemand vor, dass sie kein Auto für Geringverdiener im Portfolio haben. Warum also sollte ein Startup, was es geschafft hat, eine zahlungskräftige Zielgruppe anzusprechen, dazu verpflichtet sein, auch Produkte für andere Zielgruppen mit anzubieten?

Doch Investoren sind nun mal auch nur Menschen, und bei bestimmten Produkten – und Produkte für Kinder besitzen ohnehin immer einen gewissen emotionalen Faktor – kann es auch ihnen passieren, dass ihnen ein Geschäftsmodell aus weniger rationalen Gründen einfach nicht gefällt.

Natürlich ist dies im Fall von “Manti Manit” und Tijen Onaran nicht klar festzustellen, schließlich kann der starke Schnitt des Gründerinnen-Investoren-Gesprächs hier auch den Eindruck verzerren. Bei dem, was die Zuschauer:innen von diesem Fall zu sehen bekommen, entsteht aber ein wenig der Eindruck einer eher emotionalen Reaktion seitens der Löwin.

Zum Beispiel sagt sie später genau wegen den bisher genannten Gründen ab, dazwischen schien es aber noch ein weiteres Thema zu geben, an dem sie sich aufrieb. So wollte sie wissen, warum die Gründerinnen bei ihren vorangegangen Erfahrungen Hilfe bei Marketing und Vertrieb brauchten, und selbst das Argument, dass es sich bei ihrem bisherigen Werdegang um andere Geschäftsmodelle mit teilweise anderen Fragestellungen handelte und dass dies eben nur eine Erfahrung war, man für das jetzige Unternehmen aber neue Fragestellungen und spezielle Herausforderungen im Marketing hätte, schien sie nicht gelten zu lassen.

Wie schon zuvor sahen ihre Löwen-Kolleginnen und Kolleginnen das Thema jedoch komplett anders.

Auch fühlte sie sich von der Gründerin unterbrochen, obwohl es zumindest im fertigen Schnitt so wirkte, als hätte sie diese zuvor selbst unterbrochen – natürlich kann dies aber ein verzerrter Eindruck sein.

Und nicht zuletzt ihre Bereitschaft, in Produkte wie das Board von Micalé Visions zu investieren, die andere hingegen als hoffnungslos überpreist ansehen, deutet in diese Richtung.

Auch die Wortwahl mit Vergleichen zum gehobenen Wohnviertel Berlin Prenzlauer Berg und einer “wahnsinnig hochpreisigen” Brille deutet auf einen gewissen emotionalen Faktor hin.

Doch ob das in diesem Fall nun wirklich so zutraf oder nicht – wie geht man als Gründerin oder Gründer damit um, wenn man im Investorengespräch einen solchen Eindruck bekommt?

Zunächst einmal: Ruhe bewahren! Tief durchatmen und versuchen, das Ganze wieder auf die Sachebene zurückzubringen und mit rein sachlichen Argumenten zu kontern. Das haben die “Manti Manti”-Gründerinnen auch richtig gut vorgemacht.

Auch: Wenn das Gegenüber bei seinen Behauptungen bleibt, die Argumente einfach noch einmal – am Besten immer etwas umformuliert – wiederholen. Manchmal ist vielleicht einfach etwas nicht richtig angekommen.

Sitzt man mehreren Investoren gegenüber, ist das Verhalten der anderen – wie auch in der DHDL-Folge – ein guter Indikator, ob man mit seinem Eindruck wirklich richtig liegt oder vielleicht selbst etwas überreagiert. Besonders mehr oder weniger offen ausgetragene Meinungsverschiedenheiten sind ein starkes Indiz – zumindest, solange die andere Seite ruhig und sachlich argumentiert und nicht auch emotional wirkt.

In diesem Fall ist es auch das Beste, sich stärker auf die anderen Anwesenden zu beziehen. Da außerhalb der Höhle aber normalerweise alle Gesprächspartner im gleichen Team sind und nicht konkurrieren, ist hier Fingerspitzengefühl angesagt, um den einen “Querläufer” nicht unnötig gegen sich aufzubringen. Sind die anderen jedoch überzeugt, könnte dieser im Nachgang durchaus von ihnen überstimmt werden, deswegen sollte man sich eine solche Situation auch nicht ganz so zu Herzen nehmen.

Ist man alleine mit einem emotional agierenden Gegenüber oder ist dieses der vorherrschende Entscheidungsträger, muss man abwägen, ob es überhaupt noch Sinn macht, die Diskussion weiterzuführen oder freundlich das Ende zu suchen. Denn eine einmal hart gefasste Meinung wird nur schwer ins Gegenteil umzudrehen sein.

So gesehen haben die Gründerinnen von “Manti Manti” also eigentlich alles richtig gemacht. Trotz des großen Interesses der anderen Investoren klappte es jedoch leider aus anderen Gründen wie einem zu vollen Cap Table oder einer zu hohen Bewertung nicht mit einem Deal.

Bleibt zu wünschen, dass sich nachhaltige Kinderbrillen trotzdem gegen die Plastik-Konkurrenz durchsetzen – erst im hochpreisigen, und vielleicht dann auch irgendwann in niedrigpreisigeren Segmenten.

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

#Gastbeitrag – Investoren-Pitch: Diese Fragen müssen Gründer:innen beantworten können

#Gastbeitrag

Der Investoren-Pitch ist ein entscheidender Moment für Gründer:innen, um Kapital für ihr Unternehmen zu gewinnen. Doch viele scheitern beim Versuch, Investor:innen von sich zu überzeugen. Woran liegt das? Ein Gastbeitrag von Rebecca Troch. 

Investoren-Pitch: Diese Fragen müssen Gründer:innen beantworten können

Mittwoch, 18. September 2024VonAlexander Hüsing

Aktuell pitchen zahlreiche Startups wieder in der TV-Show “Die Höhle der Löwen”. Viele werden ohne Deal nach Hause gehen, selbst wenn ihr Produkt die Löw:innen eigentlich überzeugt. Doch zu geringes Finanzwissen und ein fehlender Überblick über die eigenen Zahlen, lässt die Investor:innen stutzig werden. Gründer:innen können grundlegende Fragen rund um Umsatz, Kosten, Marge und Zukunftsprognose nicht beantworten. 

Egal, ob in der TV-Show oder nicht: Auf die folgenden zehn Fragen sollten alle Gründer:innen vorbereitet sein, um Investor:innen zu gewinnen.

  1. Wie hoch ist der aktuelle Umsatz und was ist die Umsatzprognose?

Die Frage gibt den Investor:innen einen ersten Eindruck in die finanzielle Situation des Unternehmens. Dazu gehört außerdem, dass Gründer:innen den Umsatz der vergangenen Jahre darlegen, um die Entwicklung aufzuzeigen.

Bei der Umsatzprognose hingegen möchten die Investor:innen wissen, welches Potenzial das Startup hat. Außerdem prüfen sie so, ob die Gründer:innen die Zusammenhänge ihrer Zahlen richtig verstehen und für sich nutzen können. Unrealistische Umsatzvorstellungen sind oft ein Zeichen dafür, dass die Gründer:innen sich nicht genug mit den Zahlen auseinandergesetzt haben.

  1. Was kostet die Produktion eures Produkts?

Die Produktionskosten sind ein wesentlicher Faktor für die Rentabilität eines Unternehmens. Gründer:innen müssen die Kostenstruktur ihres Produkts genau kennen und berechnen können, wie hoch die Produktmargen ausfallen. Darüber hinaus sollten sie, wenn die Produktionskosten (noch) zu hoch sind, erklären können was wird getan, um die Marge in Zukunft zu verbessern. 

  1. Wie hoch ist der Gewinn oder Verlust des Unternehmens?

Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, ob das Unternehmen profitabel ist oder noch Verluste einfährt – kurz: wie es um die finanzielle Gesundheit des Startups steht. Gründer:innen sollten in der Lage sein, die Entwicklung des Unternehmens anhand der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zu erklären und dabei Ursachen für Gewinne oder Verluste aufzeigen. 

  1. Wie hoch sind die monatlichen Fixkosten?

Die monatlichen Fixkosten sind Ausgaben, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen. Dazu gehören Miete, Gehälter und andere laufende Kosten. Niedrige Fixkosten sind für Investor:innen attraktiv weil es zeigt, dass die Gründer:innen sich mit den Kosten auseinander gesetzt haben und möglicherweise flexibel und zukunftsfähig sind. Außerdem möchten sie wissen, ob das Unternehmen auch bei schwankenden Umsätzen stabil bleibt und wann der Break-Even-Point erreicht wird. 

  1. Wie viel wurde bisher in das Unternehmen investiert?

Der Einsatz von Eigenkapital zeigt das Engagement der Gründer:innen. Das kann die Überzeugung der Gründer:innen in das Unternehmen widerspiegelt und welches Risiko sie selbst tragen. Dabei geht es nicht darum schon Millionen in das Unternehmen investiert zu haben, sondern zu zeigen wie weit die Gründer:innen bereit sind, für das Unternehmen zu gehen.

  1. Wie viel Kapital wird benötigt, um die nächsten Schritte zu finanzieren?

Gründer:innen müssen einen klaren Finanzierungsbedarf darstellen können. Dieser umfasst nicht nur die Summe, sondern auch eine Aufschlüsselung, wie das Kapital verwendet werden soll. Dabei ist es vorteilhaft in eine klare Entwicklung des Unternehmens, wie zum Beispiel eine Maschine, Expansion oder neue Standorte und Produkte investieren zu wollen. Eine Investition ins Day-to-Day Business bringt keine Entwicklung und weist auf Schwächen im operativen Geschäft hin.

  1. Wie hoch ist der aktuelle Lagerbestand?

Ein zu hoher Lagerbestand bindet Kapital, das an anderer Stelle benötigt wird. Das kann ein Symptom für andere Probleme im Unternehmen sein. Andernfalls müssen Gründer:innen für einen hohen Lagerbestand eine gute Erklärung haben, wie zum Beispiel erhöhte Nachfrage durch eine Saisonalität. Ein optimaler Lagerbestand hingegen zeigt eine effiziente Produktion und Nachfrageplanung.

  1. Wie ist die Preisstrategie?

Die Preisstrategie ist entscheidend für die Marktpositionierung. Gründer:innen sollten erläutern können, wie sie ihre Preise festlegen und welche Preisstrategie sie verfolgen, um wettbewerbsfähig und gleichzeitig profitabel zu sein. Dafür ist eine Marktanalyse essenziell, denn zu teure oder zu günstige Produkte werden nicht verkauft.

  1. Gibt es Schulden, und wenn ja, wie hoch sind sie?

Die Schulden eines Unternehmens zeigen, wie gesund die Strukturen des Unternehmens sind. Eine ehrliche Einschätzung der Schulden und wie diese getilgt werden sollen, zeigt Investor:innen, dass Gründer:innen ihre Risiken im Blick haben und motiviert sind, an ihnen zu arbeiten. Schulden schön zu reden, ergibt keinen Sinn und schreckt Investor:innen eher ab.

  1. Wie viel Prozent des Unternehmens wollen Gründer:innen abgeben, und wie kommt es zu dieser Bewertung?

Die Bewertung des Unternehmens und der Anteil, den die Gründer:innen bereit sind abzugeben, sind zentrale Punkte bei Investitionsverhandlungen. Eine nachvollziehbare Bewertung, basierend auf den eigenen Zahlen und dem Potential des Unternehmens, ist entscheidend. Transparenz in diesem Punkt ist wichtig, um das Vertrauen der Inverstor:innen zu gewinnen.

Über die Autorin


Rebecca Troch ist Finanzexpertin und Virtual CFO. Nach fast 20 Jahren im Controlling und Finanzmanagement bei Unternehmen wie Decathlon, H&M und New Yorker gründete sie 2018 Counting the Apples Consulting. Sie hilft Unternehmern und Gründern, ihre Zahlen endlich zu verstehen und faktenbasierte Entscheidungen zu treffen. Im Coaching erstellt sie gemeinsam mit ihren Kunden alle relevanten Unterlagen von der Liquiditätsplanung bis zu Deckungsbeitragsrechnungen. Als Virtual CFO ist Rebecca für Agenturen im Bereich Marketing, Social Selling und Personal Branding sowie Influencer tätig.

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#DHDL – Metorbike, Tämptästic, Vlace, Manti Manti, FiniBee treten vor die Löwen

#DHDL

Es geht wieder in die Löwen-Höhle! An diesem Montag flimmert bei Vox erneut die erfolgreiche Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” über den Bildschirm. In der aktuellen Folge pitchen Metorbike, Tämptästic, Vlace, Manti Manti und FiniBee.

Metorbike, Tämptästic, Vlace, Manti Manti, FiniBee treten vor die Löwen

Montag, 16. September 2024VonTeam

Seit zehn Jahren gibt es nun die erfolgreiche Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen (DHDL). Auch im Jubiläumsjahr wittert das mehrköpfige Löwenrudel in der mittlerweile 16. Staffel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, der Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, dem Produkt-Löwen Tillman Schulz und der Diversity-Löwin Tijen Onaran.

Die DHDL-Startups der Woche

Metorbike aus Meddewadde


Marvin Rau (30, aus Bargteheide) und Michael Szpitalny (29, aus Hamburg), Gründer von Metorbike, stellen den Löwen ihr Elektro-Motorrad vor. Schon seit ihrer gemeinsamen Schulzeit teilen sie ihre Leidenschaft für das Motorradfahren. “Dabei war uns früh klar, dass wir diese Leidenschaft nachhaltig betreiben wollen. Mit modernster Technik, einem stilvollen Retrolook und ‘Made in Germany’. Wir wollten keine Kompromisse eingehen und deswegen haben wir es selbst gebaut”, so Michael Szpitalny. Das Fahrzeug ist voll elektrisch, ist aber optisch und akustisch kaum von einem herkömmlichen Verbrenner zu unterscheiden und kann individuell angepasst werden. Das Metorbike Klassik kann mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50 Km/h jeder mit einem PKW-Führerschein fahren, der Akku, recycelt aus dem Automobilbau, ist leicht entnehm- und wieder einsetzbar und hat eine Reichweite von rund 60 Kilometern und optional 100km. Für mehr Geschwindigkeit und Reichweite ist gesorgt. Das Metorbike Max erreicht 100km/h und kann mit dem B196 Führerschein gefahren werden. “Unser einzigartiges Sound-System kommt auch aus der Automobiltechnik und lässt sich bei uns über das Touch-Display steuern”, erklärt Marvin Rau. Aktuell gibt es acht verschiedene Optionen – vom klassischen Moped-Verbrenner-Sound über einen eigenen Elektrosound bis zum V12-Sound. Gemäß ihrem Motto “Ride your Style” kann jeder Kunde sein Metorbike individuell konfigurieren. Abenteurer und Outdoor-Fan Nils Glagau und Löwen-Kollege Ralf Dümmel machen eine Testfahrt und sind begeistert. Ob einer der Löwen bereit ist, eine halbe Million Euro für 17 Prozent der Firmenanteile zu investieren?

Tämptästic aus Borgentreich


Jana Klauke (28) und Luca Menke (33) möchten mit Tämptästic eine natürlich Alternative für die vegetarische und vegane Ernährung bieten. Bei der traditionellen Herstellung von Tempeh fermentieren ganze Sojabohnen mit Hilfe eines Edelschimmels zu einem festen Block. Tempeh ist in Deutschland immer noch vielen unbekannt. Ursprünglich stammt das proteinreiche, nährstoffreiche und glutenfreie Superfood aus Indonesien. Das Gru?nder-Duo hat Tempeh aber neu und weitergedacht: Neben dem traditionellen Sojatempeh, bieten sie vier weitere Sorten aus fermentierten Hülsenfrüchten an: Kichererbse, Grüne Erbse, Soja und roter Quinoa sowie Kichererbse und roter Quinoa. Luca Menke: “Das Besondere an Tempeh ist, dass er durch die Nutzung der ganzen Hülsenfrucht bissfest ist. Etwas, das vielen vor allem beim Tofu fehlt.” Nach Anfängen in der eigenen Küche haben sie den von Lucas Großeltern geerbten Schweinestall auf ihrem Hof zu einer Tempeh-Produktionsstätte umgebaut. Das Gründer-Duo brennt für ihr Produkt, werden sie auch die Löwen überzeugen? Für ein Investment von 40.000 Euro bieten sie zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Vlace aus Ludwigshafen


In Deutschland wurden 2023 über 2,5 Milliarden Euro allein mit Sneakern umgesetzt. Nachdem die Vlace-Gründerin Viola Weller (28) erfahren hat, unter welch schlechten Arbeitsbedingungen und mit wieviel Tierleid die Herstellung dieser Schuhe einhergeht, wollte sie etwas ändern: “Ich suchte nach Schuhmarken, die zum einen in Europa unter ethisch korrekten Arbeitsbedingungen gefertigt werden und komplett vegan sind.” Doch sie blieb erfolglos und nahm die Sache selbst in die Hand. Ausgestattet mit nur einer Produktzeichnung flog Viola Weller nach Portugal und schwor sich, erst zurückzukommen, wenn sie einen Produzenten gefunden hat, der ihren Traum von veganen Sneakern möglich macht. 40 erfolglose Termine später zahlte sich ihr Durchhaltevermögen aus und die Marke VLACE war geboren. Ihre Sneaker sind handgefertigt, nachhaltig und komplett vegan. Das Besondere: Sie bestehen aus Orangen-, Trauben-, Apfel- und Maisabfällen. Produziert wird in einer kleinen, familiengeführten portugiesischen Schuhmanufaktur. “Der ökologische Fußabdruck meiner Vlace Sneaker beträgt im Vergleich zu einem herkömmlichen Ledersneaker nur noch ein fünfzehntel”, so die Gründerin. Sie hat damit ein “Dilemma gelöst, vor dem tattäglich so viele Menschen stehen: Coole Sneaker mit einem reinen Gewissen tragen können.” Aktuell bietet sie zwei verschiedene Unisex Modelle in zwölf verschiedenen Farben in den Größen 36 bis 46 in ihrem eigenen Onlineshop an. Bereits in den ersten zwölf Monaten konnte Viola Weller einen Umsatz von 200.000 Euro erzielen. Mit ihrer Ausdauer und Willensstärke will sie auch in der Höhle überzeugen. Wird ein Löwe auf ihr Angebot von 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile eingehen?

Manti Manti aus Berlin


Die Gründerinnen Susann Hoffmann (42, aus Berlin) und Philippa Koenig (36, aus Hamburg) widmen sich mit Manti Manti dem Thema Kinderbrillen. Jedes vierte Kind in Deutschland trägt bereits eine Brille und es werden immer mehr: “Dabei erleben viele Kinder immer noch das Gleiche: wenig Auswahl, nichts gefällt und dann wirst du auch noch Brillenschlange genannt”, so Susann Hoffmann. Das möchte das Gründerinnen-Duo ändern. “Manti Manti sind einzigartige Kinderbrillen, die zu hundert Prozent auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Damit sind unsere Brillen nicht mehr lästig, sondern heiß begehrt”, verspricht Philippa Koenig. Ihren Fokus legen sie dabei auf drei Aspekte: Zum einen auf das Design – weg vom stigmatisierten Medizinprodukt hin zu einem echten Hingucker, für das sich kein Kind mehr schämen muss. Zum anderen auf das Material – ein nachhaltiger, biobasierter Rohstoff aus dem Samen des Wunderbaums. Und auf die Funktion: Denn die Brillen sind superleicht, flexibel, robust und können individuell an Nase und Ohren angepasst werden. Ihre erste Kollektion beinhaltet sechs Modelle in unterschiedlichen Größen und zahlreichen Farben, die zweite Kollektion mit weiteren sechs Modellen folgt im Oktober 2024. Seit Juli 2023 ist Manti Manti am Markt. Um weiter wachsen zu können, erhoffen sich die Gründerinnen von einem Löwen Unterstützung im Bereich Vertrieb und Marketing. Ihr Angebot: 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

FiniBee aus Frankfurt am Main


Ein leerer Handyakku kommt immer zu den ungünstigsten Momenten – ob beim Bezahlen, für den Taxiruf oder wenn man einen einzigartigen Moment fotografisch festhalten möchte. “Wir sind davon abhängig, dass unser Handy immer genug Saft hat. Und genau das ist die Mission von FiniBee”, so Denise Ossenberg (31). Gemeinsam mit Thomas Hühne (34) hat sie eine Powerbank-Ausleihstation entwickelt. “Der Nutzer lädt sich die FiniBee-App herunter und kann dann über den QR-Code an der Station eine Powerbank entriegeln und entnehmen”, erklärt Thomas Hühne. Die leichten Powerbanks sind mit Ladekabeln für alle gängigen Smartphones ausgestattet. Die Rückgabe der Powerbank kann an jeder beliebigen Station innerhalb des FiniBees Netzwerkes erfolgen. Die Technologie erkennt den Rückgabeort, ermittelt die Mietzeit und bucht dann den Betrag von dem zuvor hinterlegten Zahlungsmittel ab. Im Frankfurter Raum ist das Startup an 35 verschiedenen Standorten vertreten. Um deutschlandweit expandieren zu können, benötigt das Gründer-Duo die Unterstützung eines Löwen oder einer Löwin. Für 100.000 Euro bieten Denise Ossenberg und Thomas Hühne im Gegenzug 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

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