#DHDL – bae: Es gibt auch Meilensteine für Investoren

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Gerade Gründerteams im Fundraising-Prozess sind sie hinlänglich bekannt: Meilensteine. Hierbei werden oft die weiteren Zahlungen der Investoren an die Erfolge geknüpft. Doch dass das auch andersherum geht, zeigten die Gründerinnen von bae bei “Die Höhle der Löwen”.

bae: Es gibt auch Meilensteine für Investoren

Freitag, 25. Oktober 2024VonRuth Cremer

Laura Schmidel und Lorena Unterrader, die Gründerinnen von bae treat, waren sich wohl bewusst, dass ihr Produkt die Löwen nicht sofort in helle Aufregung versetzen würde, denn sie starteten ihren Pitch direkt mit einem Alarmsignal beim Wort “Haferriegel”. Und natürlich gab es schon so einige Riegel nicht nur in der Sendung “Die Höhle der Löwen” zu sehen, auch die Regale sind schließlich voll mit einer breiten Auswahl verschiedenster Ausführungen dieser Snacks.

Doch die Gründerinnen argumentierten auch, dass ihre Riegel durchaus einen USP vorzuweisen haben, denn nicht nur enthalten sie viel weniger Zucker und gute vegane Zutaten. Vor allem arbeitet das junge Startup auch mit sogenannten Präbiotika, Stoffen, die den guten Bakterien im Darm als Nahrung dienen und so bei einer gesunden Darmflora helfen können.

Zumindest vom Geschmack waren die Löwen dann auch sehr angetan, denn sowohl die Riegel als auch das bereits auf dem Markt befindliche vorherige Produkt, die “Bites” – cremig gefüllte Snack-Kugeln – ernteten viel Lob.

Und Food-Löwe Tillmann Schulz bestätigte dann auch, dass Produkte mit Präbiotika in den USA schon zahlreich vertreten wären, in Deutschland aber noch nicht.

Doch nicht nur ihre Produkte überzeugten, auch die Gründerinnen selbst. Denn sie hatten in den ersten 3 Monaten bereits rund 60.000 Euro umgesetzt und traten überaus kompetent, aber vor allem auch ausstrahlungsstark und überaus motiviert auf.

Das beeindruckte vor allem Handelslöwe Ralf Dümmel, der aber schließlich doch absagte, da er bereits mehrere Startups mit Riegeln im Portfolio hat.

Auch die weiteren Löwen sagten nach und nach ab – weil sie den Wettbewerb als zu groß ansehen oder das Produkt sie nicht 100%ig ansprach.

Bis schließlich nur noch Tillman Schulz übrig blieb, der sich aber absolut begeistert zeigte. Er machte den Gründerinnen ein Angebot und betonte, dass er zu 120% hinter dem Startup stehen würde, sich als ideale Ergänzung sieht – aber für die 180.000 Euro 25% statt der nur angebotenen 20% des Unternehmens möchte.

Die Gründerinnen berieten sich und sorgten für einen recht lustigen Moment in der Sendung, denn zunächst sah es nach einer direkten Zusage aus, doch als Tillmann Schulz für die besiegelnde Umarmung aufspringen wollte, bremsten sie ihn und kündigten eine zusätzliche Bedingung an.

Für die letzten 5% seiner geforderten Anteile sollte der Löwen 5000 Listungen der bae-Produkte realisieren.

Hier wurde ein Klassiker der Startup-Welt einmal herumgedreht, denn normalerweise sind es die Startups, für die die Auszahlung der Investment-Summe in Tranchen geschieht. Tatsächlich ist es üblich, dass nur die allererste Tranche – oft zum Beispiel nur ein Drittel der vereinbarten Investment-Summe – direkt nach Unterzeichnung der Beteiligung überwiesen wird. Alle weiteren sind an sogenannte “Meilensteine” gebunden – das können zum Beispiel erreichte Kunden, Umsätze oder auch Schritte in der Entwicklung sein. Investoren schützen sich so vor allzu großen Verlusten, sollte es so gar nicht klappen mit den Wachstums- oder Entwicklungsplänen des Startups.

Doch dies geht eben auch andersherum: besonders dann, wenn ein Investor hohe Mehrwerte abseits des Geldes verspricht, sind Gründerteams sogar gut beraten, zu überlegen, wie man diese Mehrwerte vielleicht als Meilensteine formulieren kann.

Laura und Lorena von bae haben genau das getan. Und sie stiegen in diese Verhandlung auch noch sehr schlau ein: sie erinnerten Tillmann Schulz an sein Statement, dass er zu 120% hinter ihnen stehen würde. Das impliziert, dass er natürlich ohnehin vor hat, sein Möglichstes für das Startup zu tun und alle seine Mehrwerte einzubringen. Die tatsächliche Erfüllung seiner Versprechen an die letzten 5% seiner angestrebten Anteile zu binden sollte ihn also nicht schocken.

Und die Taktik ging auf, der Food-Löwe fand die Aktion sogar gut, denn so kann er sicher sein, dass die Gründerinnen auch in zukünftigen Verhandlungen nicht so einfach überrollt werden können, schließlich haben sie ihr Verhandlungsgeschick bereits bewiesen.

Es kam also doch noch zur Deal-Umarmung, und nach Abgang der Gründerinnen sparten die Löwen nicht mit Respekt für die Aktion – auch wenn die sehr patriarchalisch geprägte Formulierung “die haben Balls” der eigentlich als feministischen Vorreiterin bekannten Tijen Onaran ein wenig seltsam anmutet.

Denn natürlich kann man ein solches Vorgehen schlicht als Mut und gute Verhandlungstaktik bezeichnen. Vielleicht ist das aber zu kurz gedacht, denn man kann auch viel mehr darin sehen: die Fürsorge und die Leidenschaft, das eigene Startup nach vorne zu bringen und dafür die richtigen Mitstreiter zu finden.

#DHDL – fredis Kinderdusche, bae treat, CityCaddy, Bulgurcups, Season treten vor die Löwen

#DHDL

Es geht wieder in die Löwen-Höhle! An diesem Montag flimmert bei Vox erneut die erfolgreiche Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” über den Bildschirm. In der aktuellen Folge pitchen fredis Kinderdusche, bae treat, CityCaddy, Bulgurcups und Season.

fredis Kinderdusche, bae treat, CityCaddy, Bulgurcups, Season treten vor die Löwen

Montag, 21. Oktober 2024VonTeam

Seit zehn Jahren gibt es nun die erfolgreiche Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen (DHDL). Auch im Jubiläumsjahr wittert das mehrköpfige Löwenrudel in der mittlerweile 16. Staffel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, der Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, dem Produkt-Löwen Tillman Schulz und der Diversity-Löwin Tijen Onaran.

Die DHDL-Startups der Woche

fredis Kinderdusche aus Stralsund


Mit fredis Kinderdusche möchten Astrid Förster (35) und Rico Priewe (35) das Leben der Kinder und der Eltern erleichtern. “Duschen ist für viele Kinder ein Graus. Besonders, wenn es um das Thema Haarewaschen geht”, weiß die zweifache Mutter. Oft liege es daran, dass die Badezimmer auf die Größe der Erwachsenen ausgerichtet seien. Alles wirkt steril, Waschbecken und Toilette sind zu hoch angebracht und aus der Duschbrause kommt massig Wasser. Damit es künftig keinen Frust und Tränen mehr bei den Kindern gibt, und keinen Stress bei den Eltern, hat das Gründerpaar fredis Kinderdusche entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist und so für maximalen Duschspaß sorgen soll. Sie besteht aus einem Panel, die es mit vielen unterschiedlichen Motiven, wie z. B. einem Wal, einem Feuerwehrauto oder einer Weltkarte gibt. Auf der Rückseite befinden sich vier Saugnäpfe und spezielle Klebepads für raue Wände, die eine leichte Installation garantieren. “Damit muss weder gebohrt werden und es wird kein Werkzeug benötigt”, verspricht Rico Priewe. Im Lieferumhang enthalten ist ein Duschschlauch sowie der dazugehörige Adapter, so soll sich alles leicht an die gängige Armatur anschließen – sowohl für Dusche als auch Badewanne. fredis Kinderdusche ist flexibel an die Größe des Kindes anpassbar und die Kinder können selbst zwischen zwei Duschmodi wählen – ein punktueller oder breiter Wasserstrahl. Ihr Ziel: Den Kindern endlich zu ermöglichen, selbstbestimmt zu duschen. Um fredis Kinderdusche auf dem breiten Markt zu etablieren und so das Leben von Millionen von Familien zu erleichtern, sind Astrid Förster und Rico Priewe auf der Suche nach einem strategischen Investor. Ihr Angebot an die Löwen: 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile an dem Familienunternehmen.

bae treat aus A- St. Johann in Tirol


Laura Schmidel (26) und Lorena Unterrader (25) bringen ihre Soft-Haferriegel und gefüllten Bites mit Präbiotika in die Höhle. Warum noch ein neuer Riegel? “Scheinbar gesunde Haferriegel enthalten in Übermaßen Zucker und bieten kaum einen Nährwert”, so Laura Schmidel. Lorena Unterrader ergänzt: “Wir wollten den echten Haferriegel mit Mehrwert mit viel Geschmack, wenig Zucker und extra Präbiotika.” Herausgekommen ist bae – die Marke für Produkte, die den Darm glücklich machen sollen. Sie enthalten neben 35 Prozent Hafermehl auch Nussmus, Buchweizen und eine spezielle Präbiotika-Mischung. “Präbiotika sind die kleinen Helden in unseren Soft Hafer-Riegeln und gefüllten Bites! Sie kommen in Form von resistenten Tapiokafaserdextrin und Agaven-Inulin vor. Präbiotika sind nicht verdauliche Nahrungskomponenten, die das Wachstum und die Aktivität nützlicher Darmbakterien fördern, was zur Erhaltung einer gesunden Darmflora beiträgt. Zudem enthalten sie 40 Prozent weniger Zucker als vergleichbare Produkte bei vollem Geschmack”, erklärt Lorena Unterrader. In ihrem Sortiment bieten die Gründerinnen drei verschieden Sorten “Brownie Haselnuss”, “Banana Schoko Crunch” und “Apfel Crunch Zimt” an, sowie Bites mit cremiger Extra-Füllung in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Alle Produkte sind vegan und in Bio-Qualität. Um mit ihrem Startup wachsen zu können, suchen Laura Schmidel und Lorena Unterrader einen strategischen Investor und benötigen ein Investment von 180.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

CityCaddy aus Hamburg


Elke Jensen (74, Design-Professorin a.D.) möchte in der Höhle eine ganz besondere Botschaft vermitteln: “Wir sollten alle einen anderen Blick auf das Alter bekommen. Das Alter ist nicht nur etwas Hartes, sondern hat auch sehr schöne Seiten. Freut Euch aufs Alter!” Gemeinsam mit Ulrike Mann (50) möchte die 74-Jährige ältere Menschen stilvoll in Bewegung bekommen. Elke Jensen selbst ist eine begeisterte Geherin und kommt im Schnitt auf ihre 10.000 Schritte täglich: “Gehen fördert die mentale Gesundheit, sie fördert die körperliche Fitness und hält uns frisch. Doch manche Menschen haben gewisse Schwächen und es bedarf an Unterstützung, um diese Bewegungen machen zu können.” Mit ihrem CityCaddy hat sie einen exklusiven Alltagsbegleiter für alle Menschen entwickelt, die sich mehr Stabilität beim Gehen wünschen und sich an einem schönen Design erfreuen. Dabei definiert er eine neue Produktkategorie und füllt die Lücke zwischen dem klassischen Einkaufstrolley und Rollator, ohne dass es langweilig oder wie ein medizinisches Produkt aussieht. Mit einem einfachen Wechsel der Position vom Schieben zum Ziehen lassen sich Stufen leicht überwinden und Rolltreppen problemlos nutzen. Der CityCaddy hat eine abnehmbare Tasche, ist stufenlos höhenverstellbar, einfach zusammenklappbar und der Wegrollstopper sorgt dafür, dass er nicht wegdriftet. Mit einem Investment von 300.000 Euro sollen u. a. die Marketingaktivitäten ausgebaut werden. Im Gegenzug bietet Elke Jensen 15 Prozent der Firmenanteile an.

Bulgurcups aus Köln


Gründer Muhammet Bulat (30) nimmt die Löwinnen und Löwen mit in die Welt der Aromen und Traditionen des Orients. Mit seinem Startup Bulgurcups möchte er nun endlich ankommen und die Investor:innen von seinen gesunden Instant-Fertiggerichten begeistern. Bulgur ist fester Bestandteil der orientalischen Küche und ein echtes Superfood. Die Getreidekörner werden zuerst dampfgegart, dann getrocknet und anschließend je nach Bedarf zerkleinert. “Durch diesen schonenden Prozess sind so gut wie alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien erhalten”, erklärt der Gründer. Trotzdem ist Bulgur hier in Deutschland noch nicht sehr verbreitet und das möchte er nun ändern. Seine Bulgurcups sind innerhalb von fünf Minuten fertig, zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten mit einem hohen Gemüseanteil sowie vegan und proteinreich. Im Gegensatz zu herkömmlichen Instantgerichten enthalten die Bulgurcups kein Palmöl, keine Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Ein Deal ist für Muhammet Bulat überlebenswichtig: “Ich bin gerade an der Liquiditätsgrenze. Wenn ich jetzt kein Investment bekomme, dann muss ich aufhören.” Sein Angebot: 80.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Obwohl es Food-Liebhaber Ralf Dümmel und seinen Löwen-Kolleg:innen schmeckt, steigt einer nach dem anderen aus. Ein erneuter Fehlschlag für den sichtlich emotionalen Gründer. Oder doch nicht?

Season aus Viersen


Gründerin Shanel Chien (30) hat in ihrem Leben bereits schwere Zeiten durchmachen müssen, denn sie litt unter Depressionen. Auf der Suche nach sich selbst lernte sie sich und ihren Körper immer besser kennen. Die Auseinandersetzung mit ihrem Zyklus brachte sie am Ende auch auf ihre Geschäftsidee: Season. Eine Zyklus-App, die menstruierenden Personen helfen soll, ihr Leben entsprechend der jeweiligen Zyklusphase sinnvoll zu planen. “In den vier verschiedenen Phasen des Zyklus fühlen wir uns anders. Wir können manche Dinge besonders gut und manchmal weniger gut. Leider wissen die Wenigsten davon und können ihren Zyklus nicht zu ihrem Vorteil nutzen”, so die Gründerin. Die Zyklus-Kalender App Season beinhaltet den klassischen Terminkalender und die Vorausschau zeigt an, in welcher hormonellen Phase man sich befindet wird. Entsprechend der jeweiligen Phase gibt es eine Sport- und Ernährungsempfehlung. Löwin Tijen Onaran ist von der Gründerin und ihrer Geschichte zu Tränen gerührt. Aber wird sie auch 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile investieren?

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

#DHDL – “Wir mussten die ein oder andere bittere Pille schlucken”

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Das Unternehmen fredis aus Stralsund setzt auf eine Dusche speziell für Kinder. “Die Idee entstand während einer Reise. Unsere Tochter entdeckte auf einem Campingplatz einen Duschbereich für Kinder und ging plötzlich ohne Gemecker duschen”, sagt Gründer Rico Priewe.

“Wir mussten die ein oder andere bittere Pille schlucken”

Freitag, 18. Oktober 2024VonTeam

Auch in der sechzehnten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der siebten Folge der aktuellen Staffel sind unter anderem Rico Priewe und Asti, das Team hinter fredis, zu Gast. Das Unternehmen aus Stralsund setzt auf eine Dusche speziell für Kinder. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht fredis-Macher Priewe einmal ausführlich über sein Unternehmen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter fredis erklären?


Oma, stell dir vor, es gibt eine Dusche speziell für Kinder, die das Duschen zu einem Spiel macht und ihnen die Angst vor Wasser nimmt. Nun muss man nur noch sagen: „Kinder, Haarewaschen“ – und die kleinen flitzen sofort ins Badezimmer um zu duschen! Sie ist leicht ohne Bohren anzubringen und spart Wasser, sodass Eltern und Kinder glücklich sind und der Alltag erleichtert wird.

Wie ist die Idee zu fredis entstanden?


Die Idee entstand während einer Reise mit dem Camper durch Frankreich. Unsere Tochter entdeckte auf einem Campingplatz einen speziell gestalteten Duschbereich für Kinder und ging plötzlich ohne Gemecker duschen. Sogar die Haare hat sie ganz alleine gewaschen. Diese Begeisterung inspirierte uns, etwas Ähnliches für den Hausgebrauch zu entwickeln.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Wir mussten schon viele Herausforderungen überwinden. Aber die Größte war sicherlich die Zeit zwischen Dreh und Ausstrahlung. Viele Sachen mussten neu strukturiert werden und wir mussten die ein oder andere bittere Pille schlucken, um fredis im Laufe dieser Zeit auf ein solides Fundament zu stellen. Besonders das Thema Liquidität ist ja für ein junges Start-up immer sehr herausfordernd.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?


Wie oft haben wir in der Vergangenheit den Satz, Boa, Euer Produkt passt doch super in ‚Die Höhle der Löwen‘, macht da doch mal mit‘, gehört. Der Gedanke schwirrte tatsächlich schon länger in unseren Köpfen. Der finale Schritt wurde uns allerdings abgenommen, da wir von der Produktionsfirma angefragt wurden, ob wir Interesse hätten, an der Show teilzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt gab es keinen Zweifel mehr und haben unsere Bewerbungsunterlagen eingereicht. Diese Show ist eine großartige Gelegenheit, unser Produkt einem breiten Publikum zu präsentieren und gleichzeitig einen erfahrenen Investor zu finden, der uns bei der Skalierung unseres Geschäfts unterstützt.

Dein Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?


Machen! Ihr habt nichts zu verlieren. Allerdings würden wir empfehlen, schon ein paar Erfolge im Gepäck zu haben, damit ihr die Löwen von eurem Produkt und eurer Vision überzeugen könnt. Kennt eure Zahlen und seid auch auf kritische Fragen vorbereitet. Es hilft sicher auch, ein paar alte Folgen anzuschauen, um ein Gefühl für den Pitch zu bekommen.

Wo steht fredis in einem Jahr?


Wir haben schon immer große Träume und Ziele. Wir wollen unsere Kinderdusche in vielen deutschen Haushalten etablieren und weitere kindgerechte Produkte entwickeln, die den Alltag für Familien erleichtern. Der Name fredis soll mit Spaß, Freude und Leichtigkeit verbunden werden. Zudem sehen wir unsere Kinderdusche auch in vielen Schwimmbädern, Hotels und Ferienanlagen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

#DHDL – PuriPet, Backboon, nomadi, Holocafé, alla/jen treten vor die Löwen

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Es geht wieder in die Löwen-Höhle! An diesem Montag flimmert bei Vox erneut die erfolgreiche Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” über den Bildschirm. In der aktuellen Folge pitchen PuriPet, Backboon, nomadi, Holocafé und alla/jen.

PuriPet, Backboon, nomadi, Holocafé, alla/jen treten vor die Löwen

Montag, 7. Oktober 2024VonTeam

Seit zehn Jahren gibt es nun die erfolgreiche Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen (DHDL). Auch im Jubiläumsjahr wittert das mehrköpfige Löwenrudel in der mittlerweile 16. Staffel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, der Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, dem Produkt-Löwen Tillman Schulz und der Diversity-Löwin Tijen Onaran.

Die DHDL-Startups der Woche

PuriPet aus Kreuzau


In Deutschland leben rund 15 Millionen Hauskatzen, diese gilt es tagtäglich zu füttern. Da Katzen Flüssigkeit hauptsächlich über ihre Nahrung aufnehmen, greifen viele Halter:innen auf kleine Futterdosen zurück. Das Problem: Die Verpackungen des Nassfutters erzeugen sehr viel Abfall und der enthaltene Fleischanteil ist oft sehr gering und auch nicht qualitativ hochwertig. Zudem sind Füllstoffe aus Getreide und Zucker hinzugefügt. Ann-Kathrin Stockhorst (24) und Swantje Rollersbroich (25) möchten das nun ändern. “Mit PuriPet ermöglichen wir Katzenhaltern endlich nachhaltiges und natürliches Füttern”, so die Gründerinnen. Ihr Instant Catfood zum Selbstanrühren besteht zu 90 Prozent aus Fleisch und zu zehn Prozent aus Gemüse und weiteren natürlichen Zutaten. Zudem enthält es kein weiteres hinzugefügtes Wasser, “denn im Herstellungsprozess werden die Zutaten gefriergetrocknet, wodurch das Wasser entzogen wird, Vitamine und Mineralstoffe aber erhalten bleiben”, erklärt Ann-Kathrin Stockhorst. Die Zubereitung ist getreu ihrem Motto: “Futter raus, Wasser drauf – fertig ist der Katzenschmaus!” Zusätzlich bieten sie in ihrem Sortiment noch drei verschiedene Snacks an – alle zu 100 Prozent aus nur einer einzigen Zutat und jeweils gefriergetrocknet. Werden die Löwen Teil des PuriPet-Rudels? Für 100.000 Euro bieten Ann-Kathrin Stockhorst und Swantje Rollersbroich 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Backboon aus Apensen


Volker Groß (67) bringt Schwung in die Höhle. Der 67-Jährige will dem bewegungsarmen Lebensstil der deutschen Bevölkerung entgegenwirken: “Früher haben wir siebeneinhalb Stunden am Tag gesessen, inzwischen sind es über zehn Stunden am Tag! Über die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir mittlerweile im Sitzen.” Doch das ist ungesund, denn die Zivilisationskrankheiten werden durch dieses bewegungsarme Verhalten gefördert. Mit seiner Erfindung möchte der Gründer nun mehr Bewegung in den Alltag bringen. Der Backboon ist eine Stehhilfe mit Wippfunktion – damit soll ungesundes Sitzen vermieden werden. Löwin Judith Williams testet direkt den Backboon. Volker Groß: “Mit dem Wippen aktiveren Sie die gesamte Muskulatur im Körper. Die kleinen Bewegungen steigern die Konzentrationsfähigkeit, erhöhen das allgemeine Leistungspotenzial, fördern die Durchblutung im ganzen Körper – und gleichzeitig macht die Anwendung auch noch richtig Spaß.” Auch zum Arbeiten am Schreibtisch ist der Backboon geeignet und “das Beste: Sie bleiben während der ganzen Bildschirmarbeit in Bewegung und haben keine Überlastung. Denn die Intensität des Wippens bestimmen Sie selbst intuitiv.” Judith Williams findet es “sensationell”, doch ist das auch das Angebot des Gründers? Volker Groß bietet 15 Prozent der Firmenanteile für ein Investment von 150.000 Euro an.

nomadi aus Berlin/Brandenburg an der Havel


Mit nomadi präsentieren Kristina (42) und Manuel Heinemann (42) eine Mietplattform für hochwertige Kinder- und Babyprodukte. Bevor das Paar Eltern von drei Kindern wurde, waren sie “glückliche Minimalisten. Das, was uns wichtig war, passte in zwei Rucksäcke”, beschreibt Kristina ihren ehemaligen Lebensstil. Doch mit der Geburt des ersten Kindes änderte sich das und es begann für sie als Eltern das große Kaufen. Nach der Anfangseuphorie stellte sich das Gründer-Paar die Frage: “Ergibt das wirklich Sinn, dass wir für Produkte, die wir zwischen sechs Minuten und sechs Monaten nutzen werden, ein Heidengeld investieren?” Mit nomadi ist nun Mieten statt Kaufen möglich. Dabei können die Kund:innen aus den verschiedenen Kategorien wie Mobilität, Spielzeug oder Möbel das passende Produkt und die Mietdauer wählen. Innerhalb weniger Tage erfolgt die Zustellung und nach Ablauf der Mietzeit kann das Produkt wieder kostenlos zurückgeschickt, die Mietdauer verlängert oder das Stück auch gekauft werden. Kristina Heinemann: “Wir sind überzeugt, dass in fünf Jahren die allermeisten Kinderprodukte gemietet statt gekauft werden. Und wir werden diese Bewegung anführen und das Leben für Millionen von Eltern leichter machen.” Sehen die Löwen in nomadi einen Investmentcase? Ihr Angebot an die Löwen: 400.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Holocafé aus Düsseldorf


Sebastian Kreutz (40) und Oliver Eberlei (39) möchten die Löwen in die Welt der virtuellen Abenteuer entführen. Virtual Reality, auch VR genannt, erlaubt es, Spielwelten in einer ganz besonderen Art und Weise zu erleben. “Dafür braucht es das spezielle VR-Headset, was die Spielumgebung real erscheinen lässt”, so Sebastian Kreutz. Aber zuhause hat das Medium durchaus seine Tücken – wenig Platz und Unfälle sind nicht ausgeschlossen. Oliver Eberlei: “Wir arbeiten seit über zehn Jahren mit diesen Brillen und wollen, dass wirklich alle die beste Form von VR kennenlernen.” Dazu haben sie das Holocafé gegründet. Brille auf, Spiel an und schon können Gäste des Cafés mit Freund:innen, Familie und Co. in virtuelle Welten eintauchen. “Dafür braucht es weder Technik- oder Gaming-Knowhow”, so Oliver Eberlei. “In unseren Holocafés können Gäste in unsere selbstentwickelten Spiele eintauchen. Das Besondere dabei ist, dass sich die Spieler dort gegenseitig sehen, wo sie auch tatsächlich in der Realität sind. So treten sie sehr intuitiv miteinander in Interaktion”, erklärt Sebastian Kreutz. Ein Spaß, den sich auch die Löwen nicht entgehen lassen. Doch sind das Konzept und das Angebot von 400.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile auch in der Realität ein Investment wert?

alla/jen aus Herdecke


Sie möchten den Schönheitsschlaf revolutionieren und haben den Löwen ein neues Beauty-Produkt mitgebracht: Jen Sternemann (36) und Alla Emmerich (48) präsentieren ihre alla/jen Skintapes, die über Nacht die Falten im Gesicht minimieren sollen. “Sehr guter Schlaf ist für uns Menschen unfassbar wichtig, weil sich sowohl unser Körper als auch unser Geist dabei erholt. Doch der berühmte Schönheitsschlaf, bei dem sich die Haut über Nacht glättet und Falten verschwinden lässt, war bisher nur ein Traum”, so Jen Sternemann. Diesen Traum möchten die Gründerinnen nun wahr werden lassen. Alla Emmerich erklärt: “alla/jen Skintapes sind elastische, selbsthaftende Baumwoll-Tapes, die die Falten im Gesicht minimieren.” Der Clou: Die Tapes sollen die Mimik entspannen, die Mikrozirkulation anregen und somit zu einer besseren Durchblutung führen sowie die Elastizität der Haut festigen und die körpereigene Bildung von Kollagen anregen. Die im Kleber enthaltenen Inhaltsstoffe wie Gojibeere, Szechuanpfeffer und Hyaluron ziehen über Nacht angewendet mehrere Stunden in die Haut ein. Ihr Sortiment umfasst die drei verschiedenen Gesichtstapes Eyetape, Smiletape und Foreheadtape. Um sich am kosmetischen Markt zu etablieren sowie den Vertrieb und Marketing aufzubauen, sind die Gründerinnen auf der Suche nach einem strategischen Investor. Für 125.000 Euro bieten Jenny Sternemann und Alla Emmerich 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

#DHDL – “Die größte Herausforderung war, neben Hauptjob und Familie zu gründen”

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Das Team von alla/jen setzt auf sogenannte Skintapes als “Geheimwaffe gegen Falten”. “Mit unseren Skintapes helfen wir, den Alterungsprozess der Haut aufzuhalten, indem sie die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren”, sagt Gründerin Alla Emmerich.

“Die größte Herausforderung war, neben Hauptjob und Familie zu gründen”

Freitag, 4. Oktober 2024VonTeam

Auch in der sechzehnten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der sechsten Folge der aktuellen Staffel sind unter anderem Alla Emmerich und Jenny Christie Sternemann, die Gründerinnen von alla/jen zu Gast. Das Team setzt auf sogenannte Skintapes als “Geheimwaffe gegen Falten”.

Wie ist die Idee zu Deinem Startup entstanden?


Ich saß in einer vertrauten Mädelsrunde, bei der das Thema “Hautalterung” aufkam: Es ging darum, was man nicht schon alles ausprobiert hätte, ohne das gewünschte Ergebnis erzielt zu haben. Irgendwann ging es um die Durchblutung sowie den eigenen Abbau von Hyaluron. Sie sprachen darüber, was es bereits gibt, um die Durchblutung zu fördern und so kamen sie zum Thema Taping: Bekannt durch Sport, hilft das Taping bei der Durchblutung und setzt die Haut in eine Art Ruhezustand. Jetzt musste man nur noch die richtigen Wirkstoffe in das Tape bekommen. Ich ging direkt auf Jen, als Marketing und Beauty Expertin, zu. Jen ist seit vielen Jahren Makeup-Artist und beschäftigt sich intensiv mit der Beschaffenheit der Haut und vor allem mit Wirkstoffen, damit sie am Ende das perfekte Ergebnis bei ihren Kundinnen erzielt. Außerdem kennt sie gefühlt jedes Produkt und jeden Trend auf dem Markt. Und so war die Idee für die Skintapes geboren. 

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Die größte Herausforderung für uns war definitiv, neben Hauptjob und Familie zu gründen. Grundsätzlich ist der Beautymarkt sehr hart umkämpft, deswegen würden wir sagen, dass uns noch ein paar Herausforderungen begegnen werden.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?


Wir sind auf der Suche nach einem starken strategischen Partner für den breiten Markteintritt und das notwendige Marketing und genau dafür bietet die Teilnahme bei “Die Höhle der Löwen” eine riesige Chance.

Dein Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?


Ihr seid die Gründer und ihr habt die Vision. Keiner da draußen steht so hinter eurem Produkt oder eurer Sache, wie ihr selbst. Steht dazu. Traut euch. Es ist eine einmalige Chance. 

Wo steht alla/jen in einem Jahr?


Wir haben ganz klar das Ziel Marktführer im Bereich Skintaping zu werden und somit ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Wir haben etliche Ideen, um weitere Bereiche abdecken zu können. 

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer

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