
Nach mittlerweile nun schon neun Quartalen mit stetigem Wachstum hat es die weltweite PC-Branche nun kalt erwischt, heißt es von der IDC. Im zweiten Quartal 2026 sind die Auslieferungen im Jahresvergleich demnach um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Geräte gesunken. Aber: Die Branche kämpft gerade mit einer heftigen Bauteilknappheit, und diese Mehrkosten werden ganz ohne Umschweife an die Kundschaft weitergereicht – sprich, die Preise steigen trotz weniger Verkäufen stetig weiter.

Hauptursache für den Rückgang ist ein Mangel an Speicher, der Experten zufolge noch bis Anfang 2028 anhalten dürfte. Zusammen mit weltweiten Spannungen und Engpässen bei anderen Bauteilen sorgt das für entsprechenden Druck auf die Produktionsketten. Der aktuelle Druck treibt die Konsolidierung der Branche voran. Große Unternehmen wie Lenovo, Dell und Apple nutzen ihre Marktmacht, um sich bei den Zulieferern bevorzugt Speicher zu sichern. Kleinere Hersteller ziehen bei diesem Verteilungskampf zunehmend den Kürzeren.

Apple sticht im vergangenen Quartal mit spürbaren Marktanteilsgewinnen hervor, was vor allem am Launch des neuen MacBook Neo liegt. Auch Apple hat die eigenen Preise dem gestiegenen Marktniveau angepasst. Die angespannte Preislage bringt den ohnehin anstehenden PC-Upgrade-Zyklus laut der IDC in eine schwierige Lage. Einerseits steige das Interesse an Geräten, die KI-Aufgaben direkt lokal verarbeiten können. Andererseits könnten die weiterhin hohen Hardware-Preise genau diese Entwicklung ausbremsen.
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