Digitale Erschöpfung & ihre Auswirkungen auf Social-Media-Nutzung

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Foto von Dalila Dalprat : https://www.pexels.com/de-de/foto/sitzende-frau-mit-smartphone-mit-herzen-und-smartphone-symbolen-2055500/

Der Online-Dienst Incogni hat die Auswirkungen von digitalem Burnout auf die Nutzung sozialer Medien im Rahmen einer Studie untersuchen lassen. Ergebnis: Viele löschen ihre Konten nicht, posten aber weniger und schränken ein, wer ihre Inhalte sehen kann. Zudem löschen viele Nutzer Apps, die Stress auslösen.

Befragt wurden im Rahmen der Studie 1.000 Erwachsene (US-Amerikaner verschiedenen Alters und unterschiedlicher geografischer Verteilung) zu ihrer Einstellung gegenüber sozialen Medien und dazu, inwieweit sie ihre Nutzung einschränken oder gar komplett einstellen. 55 Prozent der Befragten geben an, heute weniger Beiträge zu veröffentlichen als noch vor fünf Jahren. Ebenfalls knapp die Hälfte der Befragten legt inzwischen auch strengere Kriterien an, wer die Beiträge sehen kann. Einzig bei Befragten aus der Gen Z ist der Trend gegenläufig.

Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) habe aufgrund von Stress oder Ängsten schon mal eine Social-Media- oder Messaging-App gelöscht. Der Anteil liegt bei jüngeren Befragten höher: 61 Prozent der Millennials und 56 Prozent der Befragten der Generation Z. Als Grund für die Löschung von Accounts wird hier häufig die psychische Gesundheit angeführt. Zudem fühlt sich für viele die Pflege der Online-Präsenz wie Arbeit an: Bei Generation Z gar 60 Prozent. Social Media ist für viele also nicht mehr nur Unterhaltung und die Möglichkeit zum Austausch.

Besonders deutlich zeigte sich eine Anspannung bei den Befragten der Generation Z. So geben 34 Prozent an, dass sie Angst verspüren, wenn sie ihre Nachrichten nicht abrufen. 29 Prozent leiden nach eigenen Angaben unter FOMO. Auch die Anteile bei den Millenials sind mit 26 und 21 Prozent nicht unbeachtlich. Neben dem (inneren) Druck stellen für 44 Prozent der Befragten auch politischer Inhalt und Polarisierung einen Grund dar, wieso sie sich aus den sozialen Medien zurückziehen. Für die meisten Befragten wäre eine zunehmende Bedrohung ihrer Privatsphäre oder Sicherheit der häufigste Grund, soziale Medien zu verlassen. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gab an, dass ein übermäßiges Risiko Anlass wäre, die Konten zu löschen. Als zweithäufigster Auslöser werden Belästigung, Mobbing sowie Hassreden angeführt. Beachtlich: 16 Prozent der Befragten geben an, dass es für sie keinerlei Beweggründe geben könne, die Social-Media-Konten zu löschen.

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