Volkswagen arbeitet weiter an der Brennstoffzelle — das beweist ein still und leise veröffentlichtes Patent

Intern arbeitet Volkswagen weiter an der Brennstoffzelle, auch wenn nach außen hin etwas anderes kommuniziert wird.

Intern arbeitet Volkswagen weiter an der Brennstoffzelle, auch wenn nach außen hin etwas anderes kommuniziert wird.

Ole Spata/picture alliance via Getty Images

Volkswagen möchte nach außen hin den Anschein erwecken, sich voll und ganz dem batterieelektrischen Antrieb verschrieben zu haben. Im kleineren Maßstab arbeiten die Wolfsburger aber weiter an der Brennstoffzelle.

Das beweist unter anderem ein neues Patent, das VW gemeinsam mit dem sächsischen Unternehmen Kraftwerk TUBES GmbH angemeldet hat. Die Technologie wurde in einer Kooperation entwickelt und soll in Pkw und Nutzfahrzeugen eingesetzt werden.

Sascha Kühn, der Gründer und Chef von Kraftwerk, erklärt im Gespräch mit Business Insider die Besonderheiten der firmeneigenen Brennstoffzellen und nennt einen konkreten Zeitplan.

Nach außen hin stellt sich Volkswagen gern als Elektropionier unter den etablierten Autoherstellern dar, der sich voll und ganz dem batterieelektrischen Antrieb verschrieben hat. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen will sich der Wolfsburger Konzern so einen grünen Ruf erarbeiten, um nach dem Dieselskandal sein ramponiertes Image aufzubessern. Zudem kommt eine konsequente Elektrifizierungsstrategie nach dem Vorbild Teslas an der Börse und bei Branchenanalysten gut an.

Konkurrenten wie Toyota oder BMW, die kommunizieren, dass sie weiter am Wasserstoffantrieb und an neuen Verbrennungsmotoren arbeiten, werden dagegen als inkonsequent und nicht fokussiert genug gescholten. Wenn es nach VW-Chef Herbert Diess geht, gibt es sowohl bei Pkw als auch Nutzfahrzeugen keine Alternative zur Batterie. Damit liegt er ganz auf der Linie seines technologischen Vorbilds Elon Musk. Der Tesla-CEO hatte die Brennstoffzelle (auf Englisch Fuel Cell) im Juni 2020 auf Twitter als „Fools Cell“, also „Idioten-Zelle“ verspottet.

Herbert Diess stellt sich gegen die Technologie

Diess nahm im Mai 2021 eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK) zum Anlass, seine ablehnende Haltung gegenüber der Antriebsart zu verdeutlichen. Die PIK-Studie kam zu dem Ergebnis, dass Autos mit H2-Antrieb mittelfristig nicht dazu geeignet seien, die klassischen Verbrenner auf breiter Front zu ersetzen. Im Vergleich zu batterieelektrischen Pkw ist deren Wirkungsgrad deutlich schlechter, während der klimafreundliche grüne Wasserstoff – zumindest in den kommenden Jahren – nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung stehen wird.

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Der VW-Chef twitterte daraufhin: „Das Wasserstoff-Auto ist nachgewiesen nicht die Klimalösung. Im Verkehr hat sich die Elektrifizierung durchgesetzt. Scheindebatten sind reine Zeitverschwendung. Bitte auf die Wissenschaft hören!“ Auch markierte er die damaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne) sowie den damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in seinem Tweet.

Neue Patente beweisen das Gegenteil

Auch wenn sich der zweitgrößte Autobauer der Welt öffentlich gegen den H2-Antrieb und die Brennstoffzelle ausspricht, möchte er sich zu dieser Technologie offenbar ein Hintertürchen offenhalten. Dass die Wolfsburger – entgegen zahlreicher Vorurteile – technologisch keine Scheuklappen aufhaben, beweist unter anderem das Patent einer speziellen Brennstoffzelle, das der Konzern gemeinsam mit dem sächsischen Unternehmen Kraftwerk TUBES GmbH angemeldet hat. Ende Januar wurde dieses still und leise veröffentlicht.

Volkswagen wird darin nicht nur explizit als Anwender dieser Technologie genannt, sondern war laut Kraftwerk-Chef Sascha Kühn auch aktiv an der Entwicklung beteiligt. „Das läuft eigentlich immer so, dass wir die Kerntechnologie liefern und dann gemeinsam mit den Ingenieuren des Herstellers diese weiterentwickeln und das Fahrzeug konzipieren“, sagt der Gründer des Unternehmens im Gespräch mit Business Insider.

Eine Membran aus Keramik soll Vorteile bringen

„Der Hauptunterschied zu den Brennstoffzellen von Hyundai und Toyota ist, dass wir auf eine Keramikmembran statt der üblichen Kunststoffmembran setzen. Das ist ein Riesenunterschied. Wir sind der einzige Hersteller dieser Technologie, der die Keramikmembran so produziert, dass die Brennstoffzelle schnell gestartet werden kann“, erklärt Kühn.

Diese Besonderheit bringe auch finanzielle Vorteile mit sich: „Der große Vorteil unserer Lösung ist, dass sie im Vergleich zur polymeren Brennstoffzelle deutlich günstiger produziert werden kann und komplett ohne Platin auskommt.“ Das Edelmetall treibe bei herkömmlichen Brennstoffzellen die Kosten in die Höhe.

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Dank der Keramikmembran würden sich zudem die aufwendigen und kostenintensiven Systeme erübrigen, die Hyundai und Toyota verbauen, um die Kunststoffmembran ihrer Brennstoffzellen zu befeuchten. Diese würden ansonsten bei Temperaturen unter null Grad einfrieren beziehungsweise in wärmeren Weltregionen ständig austrocknen. Zeitgleich muss die Temperatur in dem System immer über 40 Grad gehalten werden, da sich sonst Bakterien und Pilze bilden, die das System verschmutzen.

Die Technologie ähnelt der Feststoffbatterie

Kraftwerks Technologie ähnele der neuartigen Batterie, an der die Autobauer seit Jahren mit Hochdruck arbeiten und ihn die sie große Hoffnungen setzen: „Die Feststoffbatterie wäre technologisch fast mit unserer Lösung gleichzusetzen. Die beiden haben beinahe dieselben Elektrolyte und einen ähnlichen Materialaufbau. Die Feststoffbatterien haben nur ein festes Material als Energiespeicher, während diesen Part bei unserer Brennstoffzelle Gas übernimmt“, erklärt Kühn.

„Lithium ist definitiv kein Weg. Die Feststoffbatterie wäre eine Option, die ist aber noch nicht so weit“, sagt der Ingenieur über den Stromspeicher der aktuellen Generation. Der Kraftwerk-Gründer sieht seine Technologie als Alternative für Autofahrer, die zu Hause keine adäquate Lademöglichkeit haben oder ihre Zeit nicht an Ladesäulen verschwenden möchten. Zudem soll die hauseigene Brennstoffzelle in Sachen Reichweite in ungeahnte Dimensionen vorstoßen können: „Mit einer Tankfüllung kommen wir bis zu 2.000 Kilometer weit“, so Kühn.

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„Bei unserer Brennstoffzelle entsteht Abwärme, die mit rund 400 Grad in einem nutzbaren Bereich liegt. Beim batterieelektrischen Antrieb hat man das nicht. Über einen Wärmetauscher kann man mit ihr sowohl eine Heizung als auch eine Klimaanlage betreiben, ohne dass dafür zusätzlich Strom verbraucht wird.“

Bis 2026 soll der Antrieb in Serie gehen

Zugleich gibt er zu, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis die Brennstoffzelle von Kraftwerk ihr Debüt in einem Großserienfahrzeug feiern kann: „Wir kommen der Batterie noch lange nicht in die Quere. Diese Technologie kann gerne noch gefördert werden, bis wir mit unserer Technologie in Serie kommen.“

Das sächsische Unternehmen, das auch im Silicon Valley sowie in Hongkong Niederlassungen unterhält und weltweit 60 Mitarbeiter beschäftigt, ist der Produktionsstandort in Dresden laut Kühn bereits für die Fertigung der röhrenförmigen Zellen gerüstet: „Das ist schon eine halbe Gigafabrik. Wir können knapp 50.000 dieser Tubes pro Tag produzieren.“

Der Zeitplan der 2016 ins Leben gerufenen GmbH ist im Automobilsektor straff: „Unabhängig vom Hersteller lautet unsere Zielvorgabe, dass unsere Technologie 2026 in einem Serienfahrzeug auf den Markt kommen soll. Wir reden hier von Serien in einer Größenordnung von etwa 10.000 Fahrzeugen, die sich auf mehrere Autobauer verteilen.“

Infiniti gibt Kooperation bekannt

Kraftwerk arbeitet laut eigener Aussage aktuell mit mehreren Herstellern zusammen. Nissans Edelmarke Infiniti hat die Kooperation mit den Sachsen bereits öffentlich bekannt gegeben. „Wir starten jetzt in die Prototypen-Phase“, sagt Kühn. Die negativen Aussagen von Herbert Diess hätten für sein Unternehmen unangenehmen Folgen gehabt: „Nachdem Volkswagen nach außen hin kommunizierte, dass die Brennstoffzelle im Auto keine Zukunft habe, hatten einige unserer Zulieferer Angst, dass auch unsere Projekte mit VW eingestellt werden und andere Hersteller sich ebenfalls von ihren Plänen verabschieden könnten.“

Volkswagens ehemaliger Chefstratege Michael Jost kommunizierte im Gegensatz zu Konzernchef Diess offen, dass die hauseigenen Ingenieure weiterhin an der H2-Brennstoffzelle arbeiten. Im Herbst 2019 sagte er in einem Interview mit der Automobilwoche: „Auf lange Sicht, grob geschätzt zum Ende des nächsten Jahrzehnts, kommt Wasserstoff zusätzlich als Energieträger für elektrisch angetriebene Fahrzeuge in Betracht.“

VWs MPE-Plattform ist darauf ausgerichtet

Die geplante Konzernplattform MPE (Modulare Plattform Elektro) soll nach Aussage des Managers sowohl mit batterieelektrischen Antrieben als auch mit der Brennstoffzelle kompatibel sein. Dass Jost erst ab Ende der 2020er-Jahre eine Chance für die Brennstoffzelle sieht, hat laut Sascha Kühn einen einfachen Grund: „Bei dieser Diskussion geht es um Wasserstoff. Wir können bei unserer Technologie aber neben H2 auch E-Fuels, LPG und CNG nutzen. Bei Letzterem haben wir sogar einen höheren Wirkungsgrad.“

Die beiden Gasarten LPG und CNG dürften die Klimabilanz des Brennstoffzellenantriebs im Vergleich zum Betrieb mit Wasserstoff zwar verschlechtern, sie haben aber einen entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zu H2 sind sie schon heute deutschlandweit an tausenden Tankstellen verfügbar. Daher kann die bestehende Infrastruktur weitergenutzt werden.

Klimaneutral bis zum Jahr 2050

Die Wolfsburger bestätigen zwar, dass der Konzern die Entwicklung der Brennstoffzelle nicht komplett aufgegeben hat. Der Autobauer gibt sich bei diesem Thema aber weiter betont zurückhaltend: „Zur Erreichung unseres Zieles bis 2050 bilanziell CO2-neutral zu sein, bewerten wir permanent neue technische Innovationen und sichern diese für unser Unternehmen. Eine gängige Form der Technologieabsicherung sind Patente. Patente bedeuten aber in der Regel nicht, dass diese Technologie auch zwangsläufig umgesetzt werden“, antwortet VW auf eine Anfrage von Business Insider.

Die Brennstoffzellen-Aktivitäten des Konzerns beschränken sich übrigens nicht nur auf die Zusammenarbeit mit der Kraftwerk TUBES GmbH. Auch die Premiumtochter Audi beschäftigt sich entgegen der öffentlich kommunizierten Konzentration auf reine E-Autos weiter mit der Antriebsart. Das stellen mehrere Patente unter Beweis, die ebenfalls im Januar veröffentlicht wurden.

Von den politischen Grundvoraussetzungen und der Verfügbarkeit des grünen Wasserstoffs wird es abhängen, ob die Brennstoffzelle tatsächlich das Potenzial besitzt, innerhalb des VW-Konzerns eine Alternative zur Batterie darzustellen – oder diese möglicherweise zu ersetzen.

Wieder wird das Klopapier knapp, aber Hamsterkäufe sind diesmal nicht der Grund

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Wieder wird das Klopapier knapp, aber Hamsterkäufe sind diesmal nicht der Grund

So sah es im Frühjahr 2020 weltweit in vielen Supermarktregalen aus und oftmals stritten die Kunden sogar über das letzte Paket Klopapier.

So sah es im Frühjahr 2020 weltweit in vielen Supermarktregalen aus und oftmals stritten die Kunden sogar über das letzte Paket Klopapier.

Getty Images/Andrew Merry

In den Geschäften herrscht wieder einmal Klopapier-Not, diesmal jedoch nicht wegen gieriger Kunden.

Die Gründe dafür sind die erhöhten Rohstoffpreise, die steigenden Kosten in der Logistik und die enormen Energiepreise.

Außerdem kommt es immer wieder zu pandemiebedingten Lieferverzögerungen und einem Mangel an Mitarbeitern in Geschäften, da so viele Menschen in Quarantäne sind.

Beim Blick in manches Supermarktregal werden böse Erinnerungen an das erste Jahr der Corona-Pandemie wach: Denn die Toilettenpapier-Regale sind vielerorts wieder leer. Diesmal sind aber nicht die Hamsterkäufer schuld, dass andere ohne Toilettenprodukte wieder nach Hause gehen, wie zu Anfang der Pandemie.

Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, dass der Hauptgrund für die wiederholte Klopapier-Not die erhöhten Rohstoffpreise sind. Die Hersteller Sofidel und Essidy haben bereits hohe Preissteigerungen bekannt gegeben. Obwohl die Preise für Produkte wie Taschentücher und Klopapier erst kürzlich um 20 Prozent gestiegen sind, könnten die Preise noch viel stärker steigen – teilweise wären wohl „deutlich zweistellige“ Aufschläge möglich, meldet die Lebensmittelzeitung. Denn nicht nur die Energiepreise treiben die Produktionskosten in die Höhe, die Papierindustrie leidet auch unter den Logistikpreisen, die in der Pandemie explodiert sind.

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Seit die Weltwirtschaft wieder in Bewegung gekommen ist, sind die Rohstoffpreise wieder in die Höhe geschossen. Der Einfuhrpreis für Zellstoff sei um 45,7 Prozent gestiegen und der für Altpapier um 75 Prozent, notierte das Statistische Bundesamt im November laut dem Wochenmagazin Stern. Denn der Hauptrohstoff für Toilettenpapier, Zellstoff, wird immer knapper. Der akute Grund dafür ist, dass die Fracht von Schiffen nicht rechtzeitig entladen werden kann. Zudem hat die energieintensive Papierbranche mit höheren Kosten in der Logistik und den enormen Energiepreisen zu kämpfen. Laut dem Verband der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie sind 80 Prozent seiner Mitglieder schwer von den erhöhten Energiepreisen betroffen.

Keine Besserung in Sicht

Da sich viele Mitarbeiter der Papierhersteller mit Covid-19 infiziert haben und sich in Quarantäne befinden, können die Produktionen auch nicht weiter erhöht werden. Dazu kommen noch die pandemiebedingten Lieferverzögerungen und der Streik bei dem Zellstoffhersteller „UPM“. Eine Besserungen ist vorerst nicht in Sicht: „Wir erwarten in naher Zukunft keinen Rückgang der historisch hohen Kosten für Rohstoffe, Energie und Vertrieb“, sagt der Essity-Chef, Magnus Groth.

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„5000 Dollar sind nicht genug“: Hier spricht der 19-Jährige, dem Elon Musk Geld geboten hat, damit er seinen Twitter-Account löscht

Tesla-Chef Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk

Patrick Pleul/picture alliance via Getty Images

Jack Sweeney, 19, betreibt einen Twitter-Account, der Elon Musks Privatjet verfolgt.

Musk bot Sweeney 5000 Dollar an, um den Account zu löschen und ihm Ratschläge zu geben, wie er seinen Jet weniger auffindbar machen kann.

Sweeney sagte Insider, dass er 5000 Dollar für zu niedrig hält.

Ein 19-Jähriger, der von Tesla-Chef Elon Musk 5000 Dollar angeboten bekam, um einen Twitter-Account abzuschalten, der den Jet des Milliardärs verfolgt, sprach mit Insider. Er habe das Angebot abgelehnt, weil es nicht genug sei, um die Befriedigung zu ersetzen, die er durch das Betreiben des Accounts erhalte.

Das Nachrichtenportal „Protocol“ berichtete letzte Woche erstmals, dass Musk Jack Sweeney auf Twitter kontaktiert hatte. Aus den privaten Nachrichten, von denen Sweeney einen Screenshot mit Insider geteilt hat, geht hervor, dass Musk ihn gebeten hat, den Account namens Elon Musk’s Jet abzuschalten, da er ein „Sicherheitsrisiko“ darstelle.

Musk hatte Anfang des Monats in einem Tweet gesagt, dass Social-Media-Konten, in denen sein Aufenthaltsort diskutiert wird, „zu einem Sicherheitsproblem werden“.

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Sweeney wollte 50.000 statt 500 Dollar

Sweeney besprach mit Musk, wie seine Bots den Jet aufspüren konnten, und gab technische Ratschläge, wie der Milliardär seinen Jet weniger aufspürbar machen könnte. „Wie wäre es mit 5000 Dollar für dieses Konto und generell mir zu helfen, es Verrückten schwerer zu machen, mich zu verfolgen?“, fragte Musk.

Sweeney antwortete: „Klingt machbar, Konto und meine Hilfe. Besteht die Möglichkeit, das auf 50.000 Dollar zu erhöhen?“. Sweeney verwies auf die Finanzierung des Colleges und sagte dem Milliardär, das Geld könne für den Kauf eines Tesla Model 3 verwendet werden.

„Ich habe viel Arbeit in diese Sache gesteckt und 5000 sind nicht genug“, sagte Sweeney in einem Interview mit Insider. Er fügte hinzu, dass 5000 Dollar nicht genug seien, um „den Spaß zu ersetzen, den ich bei der Arbeit daran habe.“

Musk habe einige seiner technischen Ratschläge umgesetzt

In den Nachrichten, die Insider eingesehen hat, sagte Musk, dass er über Sweeneys Gegenangebot nachdenken würde, und sagte später, dass es sich „nicht richtig anfühlt, dafür zu bezahlen, dass es eingestellt wird“.

Musk antwortete nicht, als er von Insider um einen Kommentar dazu gebeten wurde.

Sweeney sagte gegenüber Insider, dass Musk einige seiner technischen Ratschläge umgesetzt zu haben scheint, indem er ein Blockierungssystem verwendet, das die Kennung seines Jets ändert und es schwieriger macht, ihn zu verfolgen. „Ich muss es einfach umgehen“, sagte Sweeney.

Sweeney sagte gegenüber Insider, er habe sich entschieden, mit Musks Angebot an die Öffentlichkeit zu gehen, weil der Milliardär das Interesse an einem Geschäft verloren habe. „Er ist den umgekehrten Weg gegangen, also warum sollte ich nicht den umgekehrten Weg gehen“, sagte er.

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„Ich hatte die Apps, mit denen man Flugzeuge verfolgen kann“

Sweeney gründete das Konto Elon Musk’s Jet im Juni 2020. Es nutzt Bots, um öffentlich zugängliche Luftverkehrsdaten zu finden und die Follower über die Bewegungen von Musks Privatjet zu informieren. Er sagte, er habe einige Monate an der Technologie hinter dem Konto gearbeitet, bevor er es als Projekt startete.

Sweeney sagte, er habe die Idee gehabt, weil er ein Fan von Musk sei. „Ich wusste, dass er den Jet hat, und ich wusste einfach, dass es zeigen würde, was für Geschäfte er macht und wohin er geht und so“, sagte er.

Sweeney sagte, dass sein Vater in der Luftfahrt arbeitet und dadurch sein Interesse an Flugzeugen geweckt wurde. „Ich hatte die Apps, mit denen man Flugzeuge verfolgen kann“, sagte Sweeney und fügte hinzu: „Ich fand sie irgendwie cool.“

Während seines Studiums hat Sweeney einen Teilzeitjob bei einem Unternehmen namens UberJets, wo er eine Plattform entwickelt, mit der sich Charterflüge verfolgen lassen, damit das Unternehmen für seine Kunden günstigere Plätze finden kann. Er fügte hinzu, dass seine Arbeit an Elon Musk’s Jet auf seinem GitHub-Konto zu finden ist, was bedeutet, dass er sie Arbeitgebern vorlegen kann.

Dieser Text wurde von Leo Ginsburg aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Anderthalb Jahre arbeiteten Unterstützer an ihrer Rückkehr in die Spitzenpolitik: Wie es zum Comeback von Andrea Nahles kam

Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Andrea Nahles gelten als langjährige Vertraute

Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Andrea Nahles gelten als langjährige Vertraute

picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Einst an der Spitze der SPD, dann parteiintern demontiert und entnervt aufgegeben – nun zurück: Die frühere Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) soll neue Chefin der Bundesagentur für Arbeit werden.

An dem Comeback arbeiteten namhafte Unterstützer seit fast anderthalb Jahren, wie Recherchen von Business Insider zeigen.

Schon Ex-Kanzlerin Angela Merkel soll eine Rückkehr unterstützen haben, was aber am Widerstand der Arbeitgeber scheiterte.

Es dürfte schon jetzt das Polit-Comeback des Jahres sein: Die frühere Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) soll neue Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden. Darauf einigten sich am Dienstag Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertreter im Verwaltungsrat der BA, der mit rund 100.000 Beschäftigten größten Bundesbehörde Deutschlands.

Ihre Wahl im Verwaltungsrat ist damit reine Formsache. Zwar muss Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) stellvertretend für die Bundesregierung offiziell noch zustimmen. Doch eine Ablehnung gilt trotz des angeblich unterkühlten Verhältnisses zwischen den beiden als unwahrscheinlich, weil Heil damit den Verwaltungsrat düpieren würde. Wann genau Nahles den mit 400.000 Euro dotierten Job übernimmt, ist noch unklar. Der Vertrag des amtierenden BA-Chefs Detlef Scheele endet regulär voraussichtlich erst Mitte 2022.

Operation „Nahles“ dauerte anderthalb Jahre

Am Comeback von Nahles haben Vertraute fast anderthalb Jahre gearbeitet, allen voran der frühere BA-Chef Frank-Jürgen Weise sowie mehrere Gewerkschaftsvertreter, vor allem der DGB und IG Metall. Sie selbst soll dagegen eher zurückhaltend gewesen sein. Bereits im August 2020 hatte Business Insider exklusiv berichtet, dass der Verwaltungsrat seit Sommer 2020 Geheim-Gespräche zur Nachfolge von Scheele führte. Der ursprüngliche Plan: Noch vor der Bundestagswahl wollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Verwaltungsrat einigen, wer Scheele 2022 nachfolgt. Zu groß war die Sorge im Gremium, dass die Jobs im BA-Vorstand als politische Versorgungsposten missbraucht würden.

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Tatsächlich schien die Sorge vor einer politischen Einflussnahme zwischenzeitlich auch nicht unbegründet zu sein. So habe Arbeitsminister Heil vor der Bundestagswahl intern eine seiner Staatssekretärinnen ins Spiel gebracht, heißt es aus Kreisen, die mit dem Auswahlprozess für einen neuen BA-Chef vertraut sind. Nachdem aber auch mehrere Managerinnen und Konzern-Vertreter absagten, war plötzlich Andrea Nahles im Rennen.

Die frühere SPD-Parteichefin und Fraktionsvorsitzende hatte sich nach einem historisch schlechten Ergebnis bei der Europawahl im Juni 2019 aus der Politik zurückgezogen. Monatelang war sie zuvor von innerparteilichen Gegnern attackiert worden, zog sich entnervt zurück.

Eine frühere Arbeitsministerin, die plötzlich in ihrem alten Ressort eine Behörde führen sollte? Unterstützer wie der frühere BA-Chef Frank-Jürgen Weise sollen im Kanzleramt vorgefühlt haben, heißt es. Denn der Schritt wäre historisch einmalig. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), so heißt es von mehreren Quellen gegenüber Business Insider, gab jedoch grünes Licht – wobei es auch die gegenteilige Version gibt. So oder so: Am Ende scheiterte das Vorhaben am Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, einem einflussreichen Mitglied im Verwaltungsrat. Der legte laut damals Beteiligten sein Veto ein.

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Doch je mehr andere Kandidaten absagten und die Zeit bis zur Wahl kürzer wurde, desto größer wurden am Ende die Chancen von Nahles. Denn klar war auch: Mit Daniel Terzenbach, der ein BA-Gewächs ist und im dreiköpfigen BA-Vorstand für den operativen Bereich tätig ist, hätte man zwar einen Kompromisskandidaten gehabt, auf den sich alle Beteiligten hätten gut einigen können. Doch mit 41 Jahren ist der zweifache Familienvater noch recht jung.

Am Ende spielte der überraschende Regierungswechsel im Herbst vorigen Jahres Nahles in die Hände. Denn bis heute gilt ihr Verhältnis zum neuen Kanzler Olaf Scholz (SPD) als sehr eng. Er soll die Personalie unterstützt haben. Die Arbeitgeberverbände ließen schließlich ihren Widerstand fallen, nachdem sie mit Arbeitnehmern und Regierung einen Deal schließen konnten. So soll der Vorstand auf vier Personen erweitert werden: Neben Terzenbach neu hinzu kommt Katrin Krömer, zehn Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey, dann stellvertretende Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, zuletzt Personalentwicklungs-Chefin bei der Deutschen Bahn. Dazu Vanessa Ahuja, die über Parteigrenzen hinweg anerkannte Arbeitsmarkt-Abteilungsleiterin in Heils Arbeitsministerium. Beide Frauen wurden von den Arbeitgebern vorgeschlagen, die mit dem Gesamt-Personaltableau in ihren Augen Nahles „einmauern“ können.

Wie sehr die Arbeitgeber-Seite misstraut, sieht man übrigens auch an der Stellungnahme zur Causa Nahles. Anstatt zuerst die wichtigste Personalie zu kommentieren, erklärt Christina Ramb, stellvertrerende Vorsitzende des Verwaltungsrates und Verteterin dee Arbeitgeberseite: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Katrin Krömer und Vanessa Ahuja – zwei ausgewiesene Expertinnen in der Personal- und Arbeitsmarktpolitik gewinnen konnten. Gemeinsam mit Andrea Nahles und Daniel Terzenbach ist der Vorstand in diesem kompetenten Viererteam den enormen Herausforderungen, denen sich die Bundesagentur für Arbeit stellen muss, gewachsen.“ In der Stellungnahme der Arbeitnehmerverteter wird Nahles übrigens zuerst namentlich genannt.

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