#Interview – “Wir merken: Aktuell ist überall ‘viel Musik’ drin”

#Interview

Das junge FinTech bezahl.de ist auch in allgemein schwierigen Zeiten auf Kurs. “2024 war bisher ein top Jahr für uns: Wir haben unsere Series-B Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zudem haben wir zusammen als Team neue Transaktionsrekorde aufgestellt”, sagt Gründer Lasse Diener.

“Wir merken: Aktuell ist überall ‘viel Musik’ drin”

Mittwoch, 7. August 2024VonAlexander Hüsing

Das Kölner FinTech bezahl.de, das 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet wurde, kümmert sich um Forderungs- und Zahlungsmanagement. PayPal Ventures, Seaya Ventures, Walter Ventures und Altinvestor Motive Ventures investierten zuletzt 22 Millionen Euro in das FinTech. Insgesamt sammelte das Unternehmen bislang 38 Millionen ein. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten derzeit für das Embedded Finance-Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Diener über den Stand der Dinge bei bezahl.de.

Wie würdest Du Deiner Großmutter bezahl.de erklären?


Wir vereinfachen den Prozess, wie Autos und Werkstattrechnungen bezahlt werden. Mühsame, händische Prozesse werden dabei vollständig automatisiert. So sorgen wir dafür, dass Autohändler ihr Geld schneller erhalten und der Zahlungsprozess für Käufer so einfach wie möglich ist. 

Was lief 2024 bei Euch bisher richtig gut und was lief gar nicht rund?


2024 war bisher ein top Jahr für uns: Wir haben unsere Series-B Finanzierungsrunde mit tollen neuen sowie bestehenden Investoren erfolgreich abgeschlossen. Zudem haben wir zusammen als Team regelmäßig neue Transaktionsrekorde aufgestellt und bedeutende internationale Partner für unsere Expansion gewonnen. Klar ist: Wir sind auf Wachstumskurs! Dennoch: In diesem Jahr sind gleich 2x Elektro-OEMs kurz vor Vertrag in Schieflage geraten, weshalb die Zusammenarbeit mit uns nicht zustande kommen konnte. Das ist natürlich ärgerlich – gehört aber auch dazu. Mund abwischen und weiter geht´s.

Welches Projekt steht in den kommenden Monaten ganz oben auf der Agenda bei Euch?


Oben auf der Agenda steht zunächst einmal die weitere Stärkung unserer Marktführerschaft und Vergrößerung der Kundenbasis in Deutschland. Außerdem starten wir in Südeuropa mit großen Partnern in Italien und Spanien sowie einer neuen internationalen Marke durch. Aber dazu bald mehr! Zudem stehen Kickoffs mit namhaften Autoherstellern an, die unsere Wachstums- und Expansionspläne unterstützen werden. Wir merken: Aktuell ist überall “viel Musik” drin und eine hochspannende Zeit für die weitere Reise von bezahl.de.

Wie hat sich bezahl.de seit der Gründung entwickelt?


Seit der Gründung sind wir von acht  auf heute knapp 150 Mitarbeitende aus über 10 Nationen gewachsen und kommen mittlerweile auf mehrere Tausende Fahrzeugtransaktionen pro Tag. Unser Plattformvolumen ist auf mehrere Hundert Millionen pro Monat gewachsen, da wir es geschafft haben, dass mittlerweile über 70 % der Top 100 Autohändler und über 1.000 Autohäuser in Deutschland auf bezahl.de setzen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Unsere Grundeinstellung ist: Wir fokussieren uns auf das Positive. Da wir unsere  Produkte immer eng mit Marktteilnehmern entwickelt haben, sind wir bisher glücklicherweise auch vor größeren Fehltritten verschont geblieben – das ist übrigens auch eine Vorgehensweise, die wir anderen B2B-Businesses ans Herz legen würden. Dennoch gab es natürlich auch größere Herausforderungen für uns, darunter zum Beispiel die Insolvenz unseres ersten Top-100-Partners kurz nach Gründung und gemeinsamen Projektstart, was natürlich erstmal ein Dämpfer ist. Am Ende hat das aber das Team nur mehr zusammengeschweißt und allen gezeigt: man kann alles gemeinsam schaffen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?


Was wir gut können, ist das Wesentliche im Blick zu behalten. Wir haben unseren Fokus zu 100% auf das Geschäft behalten – und das spiegelt sich kontinuierlich in guten Zahlen wider und wurde mit der erfolgreichen Series-B-Runde belohnt. Zudem legen wir großen Wert auf gutes Beziehungsmanagement – sowohl teamintern, mit Investoren, als auch auf dem Markt, mit unseren Partnern und potenziellen Multiplikatoren der Branche. Gerade in Hinblick auf das Team, ist es unabdinglich, die richtigen Menschen anzustellen. Wir haben immer einen wesentlichen Fokus darauf gelegt, sogenanntes Hiring for Attitude and Teamfit zu betreiben und gemerkt, wie sehr sich das lohnt.

Wo steht bezahl.de in einem Jahr?


In einem Jahr haben wir unsere Position als Marktführer in Deutschland weiter gefestigt. Nahezu alle Top-100-Autohandelsgruppen optimieren ihren Order-to-Cash Prozess mit bezahl.de und wir konnten uns in den ersten, weiteren europäischen Ländern mit tollen Partnern als Marktstandard etablieren. Außerdem werden wir weitere Produkt-Mehrwerte an der Transaktion geschaffen haben – mit klarem Fokus auf dem Angebot von Embedded Finance Produkten.

Reden wir über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Auch wenn Köln als Startup-Hub noch nicht so etabliert ist  wie Berlin oder München, versuchen wir unseren Teil dazu beizutragen, genau das zu ändern. Als bei der Preisverleihung des FinTech Germany Awards vor einigen Jahren Startups aus nahezu allen NRW-Städten unter dem Begriff “Greater Cologne Area” zusammengefasst wurden, wussten wir: Hier müssen wir dringend etwas ändern. Erfolgreiche Stories wie z.B. Deepl helfen dafür natürlich, wir geben Alles die nächste große Erfolgsgeschichte aus Köln zu schreiben. Die offene und gastfreundliche Kultur der Kölner ist dabei sicher etwas, das vor allem im Business-Kontext besonders ist. Außerdem bietet die Anbindung an andere industriestarke Metropolen in NRW ein hervorragendes Netzwerk – das auch reich an Talenten ist! 

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


Es ist einfacher in Köln ein Local Hero zu sein, der sowohl für die Presse als auch potenzielle Talente sichtbar ist. Außerdem fällt es uns hier leichter, Geschäftsbeziehungen aufzubauen – das liegt wohl an der Rheinländischen, offenen Art. Das Netzwerk an Gründer:innen und Investor:innen sowie die Events sind aber natürlich bei weitem nicht mit denen in Berlin zu vergleichen. Der Mittelpunkt der Startup Welt ist weiterhin Berlin – auch wenn unser persönlicher Mittelpunkt Köln ist. 

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Drei weitere, richtig starke Erfolgsstories aus Köln, die es zu einem globalen Industry Leader schaffen. 

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 735 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

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Foto (oben): bezahl.de

#Umfrage – “Man kennt und hilft sich”

#Umfrage

Köln rockt! Aber was genau ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt? “In Köln empfinde ich es als einfacher ein Teil des Ökosystems zu werden”, sagt Lisa Nesti von The Oater. “Die abgefahreneren Partys gibt es sicher in der Hauptstadt”, meint Jan Ossenbrink von Vamo.

“Man kennt und hilft sich”

Mittwoch, 3. Januar 2024VonTeam

Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer aus der Startup-Hochburg Köln zum großen Startup- und Standort-Interview. Eine Frage, die wir dabei allen jungen oder erfahrenen Entrepreneurinnen und Entrepreneuren stellen lautet: “Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?” Hier mehrere Antworten gebündelt in der praktischen Übersicht.

Man kennt und hilft sich in Köln. Die Toleranz, Offenheit und die Herzlichkeit machen es Startups in Köln leichter.


Sascha Goldstein, Jumingo

In Köln empfinde ich es als einfacher ein Teil des Startup-Ökosystems zu werden – die Kölner sind als offene und herzliche Menschen bekannt und findet sich auch in der Startup Szene wieder. Wir haben hier viel gegenseitige Unterstützung erfahren. Das Berliner Ökosystem ist internationaler – da wird früher über den deutschen Markt hinausgedacht und auch internationale Investments sind häufiger. Das regt zum Groß Denken an und schafft Perspektive.


Lisa Nesti, The Oater

In-person Vertrieb: Den Deutschen Mittelstand vor der Haustür!


Lukas Vogt, Sunhat

Durch die größere Anzahl an Geldgebenden ist das Fundraising und die Finanzierung für Startups in Berlin generell wohl etwas einfacher. Auch gibt es mehr regionale und auf Berlin bezogene Fördermöglichkeiten. Da könnte Köln noch nachlegen, um neben der guten Beratungsleistung auch mehr Investitionen in Startups zu fördern.


Alexander Haufschild, socialbnb

Grundsätzlich fehlt uns natürlich der Vergleich, da wir nur die eine Seite kennen. In Köln ist es aber seit jeher einfach ein Netzwerk auf- und auszubauen, da die Rheinländer sehr offen sind. Auch ist der Wettbewerb sicher noch nicht so groß wie in Berlin, wo viel mehr Startups um Geld und Aufmerksamkeit buhlen. Auf der anderen Seite finden sich in Berlin eben auch (noch) mehr Investoren, Veranstaltungen und Angebote für Startups als in Köln. Zudem konkurriert man als Startup in Köln viel intensiver mit Konzernen in der Region um Fachkräfte.


Patrick Franken, Lisios

Wer auf Fußball steht, findet in Köln und in der Umgebung leicht eine Heimat. Die abgefahreneren Partys gibt es sicher in der Hauptstadt.


Jan Ossenbrink, Vamo

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Umfrage – “Es kann nie genug Förderungen geben”

#Umfrage

Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln? “Ich wünsche mir mehr Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Raum”, sagt Lucian Holtwiesche von anny. “Dass die geringe Ellenbogenmentalität niemals nachlässt”, ergänzt Sophia Fischer von shopstartups.

“Es kann nie genug Förderungen geben”

Mittwoch, 16. August 2023VonTeam

Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer aus der Startup-Hochburg Köln zum großen Startup- und Standort-Interview. Eine Frage, die wir dabei allen jungen oder erfahrenen Entrepreneurinnen und Entrepreneuren stellen lautet: “Du hast drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?” Hier mehrere Antworten gebündelt in der praktischen Übersicht.

Erstens: Dass PropTechs und Startupvon großen Corporates weiterhin echte Chancen bekommen, denn sie machen mit ihren Ideen das Leben leichter. Zweitens: Dass Gründer:innen mit großartigen Ideen mit Mut und Aufgeschlossenheit begegnet wird – nicht mit Zurückhaltung und Skepsis – et hätt noch immer jot jejange! Driitens: Dass die unfassbare Trägheit der Stadt Köln sowie des BLBs bei der Sanierung des Gebäudebestands abnimmt. Es gibt Lösungen, wir müssen Sie nur einsetzen.


Johannes Fütterer, aedifion

Erstens: Mehr Mut zu Neuem. Zweitens: Alternativere Veranstaltungen – ist immer sehr ähnlich alles in Köln. Drittens: Mehr Förderung von Kölner Personal Brands. die den Standort attraktiver machen aufgrund der Menschen. die dort aktiv sind!


Adrian Ballosch, pola

Erstens: Dass bei dem Thema Startups in Deutschland zukünftig der Blick auch öfter direkt auf Köln fällt und sich die Startup-Szene weiterhin so stark entwickelt. Zweitens: Dass die Offenheit, die große Hilfsbereitschaft und die geringe Ellenbogenmentalität niemals nachlassen, Drittens: Und wir würden uns wünschen, weiterhin viele neue Gründungen mit spannenden Ideen am Standort Köln verzeichnen zu können.


Sophia Fischer, shopstartups

Wenn ich drei Wünsche frei hätte, wären das wohl folgende: Eine einfachere Beantragung von Förderungen. Die häufig aufwendigen und bürokratischen Bewerbungsprozesse machen es für Startups schwierig, denn es muss oft viel Zeit und Arbeit reingesteckt werden. Außerdem kann es nie genug Förderungen geben, die neue Gründer und Gründerinnen hervorbringen.


Mehr Möglichkeiten für Arbeitsplätze: Es gibt zwar schon viele Büroflächen, aber in Köln sind diese oft sehr teuer, sodass sich Startups diese anfangs oft nicht leisten können. Kostengünstige Messestände: Köln als einer der wichtigsten Messestandorte gibt viele Möglichkeiten, allerdings haben wir oft die Erfahrung gemacht, dass es sehr schwierig ist, sich in der Anfangsphase Messestände leisten zu können. Der Stellplatz-Aufbau des Standes sind sehr teuer. Auch für Speaker-Möglichkeiten sollte es noch mehr Auswahl geben. So bekommen die Startups auch außerhalb des Startup-Kosmos eine Plattform, um dann auch wirklich die gewünschte Zielgruppe erreichen zu können.


Aaron von Lüpke, Yona

Ich wünsche mir mehr Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Raum. Hier schlummert noch so viel Potential, gemeinsame Fläche oder auch Gegenstände effizienter zu nutzen und zu teilen. Außerdem spreche ich mich für steuerliche Vorteile für junge Unternehmen aus, die hohe Investitionen und Risiken eingehen möchten. Damit würde sich nicht nur Köln, sondern auch Deutschland wieder attraktiver als Startup Standort machen.


Lucian Holtwiesche, anny

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete an”

#Interview

“Wir entwickeln Radbekleidung, die eine optimale Balance zwischen Ästhetik, Preis und Performance bietet”, sagt Caroline Päffgen, Gründerin von straede. “In einem Jahr wollen wir den deutschen Markt durchdrungen haben und unsere Wahrnehmung als Love Brand gefestigt haben.”

“Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete an”

Mittwoch, 27. April 2022VonAlexander Hüsing

Das Kölner Fashion-Startup straede, das von Caroline Päffgen und Lukas Viehof gegründet wurde, setzt auf “minimalistische Radbekleidung”. Business Angels wie Sebastian Siebert (policendirekt), Björn Korbmüller (Zenloop), Simon Staib (Eqolot), Sven Lackinger und Maximilian Messing (Sastrify) sowie Tobias Weiper und Marik Herrmann (Vation) investierten bereits eine sechsstellige Summe in das junge Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründerin Päffgen das Konzept hinter straede einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter straede erklären?


Ganz einfach: Wir entwickeln Radbekleidung, die eine optimale Balance zwischen Ästhetik, Preis und Performance bietet. Zudem möchten wir den Kaufprozess einfacher gestalten: Es werden nur wenige, gut durchdachte Produkte in Zusammenarbeit mit der Community entwickelt.

Welches Problem genau wollt Ihr mit straede lösen?


Der Radsport-Bekleidungsmarkt bietet vor allem Einsteigern schier endlose Möglichkeiten und es ist oft nicht klar, welche Art der Kleidung auf dem Rad benötigt wird. Zudem herrscht eine technische Sprache vor, die Nutzer eher verwirrt als den Entscheidungsprozess vereinfacht. Der Preis ist darüber hinaus ein wichtiges Entscheidungskriterium, wobei ästhetische, gut aussehende Kleidung oft sehr teuer ist. Einzelne Käufe führen zu Outfits, die nicht gut zusammenpassen. Kurzum: Es gibt kaum einfache Möglichkeiten, modische und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Fahrradbekleidung zu fairen Preisen zu kaufen. Mit straede wollen wir dieses Problem folgendermaßen lösen. Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete – Bundles – an. Wir konzentrieren uns auf minimalistische und modische Designs, die zu einem vernünftigen Preis erworben werden können. Wir kombinieren die beiden ersten Aspekte mit einem hervorragenden und gründernahem Kundenservice.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet straede ein Erfolg?


Wir befinden uns in einem Markt, in dem der Onlinehandel erst in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen hat. Mit einem starken E-Commerce-Fokus, neuen Werbeformaten und insbesondere Kundennähe wollen wir uns von anderen Playern differenzieren. Dazu kommen erfahrene Business Angels, die uns in unserer Entwicklung unterstützen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer sind eure Konkurrenten?


Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl an Marken im Radbekleidungs-Markt, die verschiedene Segmente bedienen. Vor allem im Premium-Bereich gibt es einige etablierte Player. Auf der anderen Seite stehen wiederum Generalisten wie Decathlon oder Aldi, die beispielsweise Radtrikots ohne wirkliches Storytelling sehr günstig verkaufen.

Wo steht straede in einem Jahr?


In einem Jahr wollen wir den deutschen Markt durchdrungen haben und unsere Wahrnehmung als Love Brand mit einer starken Community gefestigt haben. Mit dieser Basis wollen wir 2023 den europäischen Markt erschließen und uns hier in den kommenden Jahren zu eine der führenden Marken für Radbekleidung entwickeln.

Reden wir zudem noch über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Die Lokalität! Auch wenn Berlin sicherlich das größere Netzwerk hat, schätzen wir vor allem die Nähe der Kölner Start-up-Community und deren Verbundenheit. Darüber hinaus sind wir als Kölner sehr eng mit unserer Heimat verbunden.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


In Berlin ist es sicherlich noch immer einfacher zu netzwerken. Allerdings gefällt uns in Köln die entspannte Atmosphäre und die Bodenständigkeit – hier hilft jeder jedem.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Weitere Gründer:innen, die sich hier ansiedeln und die Community bereichern. Zweitens: Mehr Konferenzen und Events, auf denen sich Gründer austauschen können. Drittens: Umsetzung von fahrradfreundlichen Wegen und innovativen Verkehrslösungen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): straede

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