#Gastbeitrag – Startup-Mentalität im Konzern: So gelingt der Spagat

#Gastbeitrag

Die Kombination aus Startup und Konzern kann zu einem leistungsfähigen und innovativen Unternehmen führen. Wir dürfen es gerade selbst erleben. Eine gemeinsame Kultur und Wertebasis machen es möglich, das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Ein Gastbeitrag von Philipp Martin.

Startup-Mentalität im Konzern: So gelingt der Spagat

Donnerstag, 22. August 2024VonTeam

Der Übergang von einem dynamischen Startup zu einem Großkonzern kann aufregend sein – und gleichzeitig voller Herausforderungen stecken. Die Reise von Reachbird, das von adesso übernommen wurde, zeigt, wie man die wertvolle Startup-DNA bewahren kann, während man die Strukturen und Ressourcen eines großen Unternehmens nutzt. 

Die passende Kultur: „Wir machen das jetzt einfach mal.“

Schon vor der Übernahme war klar: Beide Unternehmen müssen kulturell zusammenpassen. Zum Glück haben wir in adesso eine ebenso offene und unternehmerische Organisation gefunden, die mutig ist und Dinge ausprobiert. Ein Satz, der oft fällt, ist: „Wir machen das jetzt einfach mal”. Eine solche Einstellung hilft ungemein dabei, neue Ideen voranzutreiben und schnell zu agieren. Die kulturelle Übereinstimmung von uns und adesso bildet das Fundament, auf dem eine erfolgreiche Integration aufbaut. So können wir als Startup unsere Werte und Kultur größtenteils beibehalten und müssen uns nur dort anpassen, wo es wirklich notwendig ist.

Eine Schlüsselrolle spielt außerdem die transparente Kommunikation. Wir haben von Anfang an das gesamte Team in den Integrationsprozess eingebunden. Diese Transparenz motiviert die Mitarbeiter, weil sie verstehen, warum bestimmte Veränderungen stattfinden und welche Vorteile sie bringen. Transparenz wird auch bei adesso großgeschrieben. Gemeinsame Werte und ein gemeinsames Verständnis bilden somit die ideale Basis für Vertrauen und eine effektive Zusammenarbeit.

Gegenseitige Stärken nutzen

Wir sind ein bisschen wie ein dynamischer Windhund, der dann von der Leine gelassen wird, wenn gewisse Dinge schneller umgesetzt werden sollen. Unsere Integration bedeutet nämlich nicht nur, dass wir von den Strukturen und Prozessen von adesso lernen. Es geht auch darum, wie der Konzern frischen Wind reinbringen kann. So profitieren unsere Mitarbeiter beispielsweise von effizienten Prozessen, besserer Datenaufbereitung und professionellen Kommunikationswegen. Gleichzeitig bieten wir adesso die Möglichkeit, Ideen schnell voranzutreiben und Innovationen zu testen. 

Um die Startup-Mentalität zu erhalten, versuchen wir immer noch sehr eigenständig zu agieren. Eigene Ziele, Leitlinien und Entscheidungsmöglichkeiten bleiben bestehen. Das sorgt für Flexibilität und Innovationskraft. Durch ambitionierte Entwicklungsprojekte und hohe Ziele können wir den Drive eines Startups erhalten. Auch unsere Kommunikationswege sind in manchen Bereichen eher startup-like geblieben.

Zwischen Startup-Mentalität und Konzerndenke

Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Mehr Prozesse, strengere Regelungen und veränderte Kommunikationsweisen sind Anpassungen, die für uns notwendig sind. Es ist wichtig, den Teammitgliedern klarzumachen, dass diese Änderungen erforderlich sind, um einen Konzern mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden erfolgreich führen zu können. Sie müssen verstehen, weshalb sich etwas geändert hat und inwiefern diese Änderungen sogar profitabel für beide Seiten sind. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, im Team weiterhin Elemente aus der Startup-Phase zu leben und zu nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von Tools, die Art der Team-Events und Meetings.

Eine große Herausforderung ist weiterhin die Umsetzung ganzheitlicher, gemeinsamer Vertriebsaktivitäten.Insbesondere im Hinblick auf den Vertrieb von adesso. Es ist nicht einfach, 10.000 Mitarbeitenden ein neues Geschäftsmodell zu erklären und darauf zu vertrauen, dass sie das auch im Vertrieb mitnehmen und mitdenken. Doch es gibt positive Referenzen, die das erleichtern und uns dadurch helfen, das gemeinsame Potenzial immer mehr auszuschöpfen. 

Irgendwann wird sich die Frage stellen,  wie lange eine Startup-Mentalität eigentlich sinnvoll ist. Darauf gibt es keine fixen zeitlichen Vorgaben oder Deadlines. Im Gegenteil. Ich sehe es als fließenden Übergang vom Startup-Team zu einem innovativen Hochleistungsteam. Die Startup-DNA wird man nie gänzlich raus bekommen. Und das ist auch gut so. Das größte Learning für uns im Prozess: Startup-Mentalität ja, aber unbedingt auch verstehen, weshalb Konzerne so handeln, wie sie eben handeln und die Vorteile bei Prozessen, Kommunikation und Abstimmungen zur Professionalisierung nutzen.

Das Beste aus beiden Welten

Seit der Übernahme sind wir deutlich strukturierter und professioneller aufgestellt, besonders in den Bereichen Operations und Finance. Wir profitieren stark vom Know-how der adesso SE. Ohne adesso wären internationale Zertifizierungen, Standards und Rahmenverträge nicht möglich. Unsere Schlagkraft und Möglichkeiten haben sich erheblich verbessert. Heute können wir ganzheitliche Projekte umsetzen, die vorher undenkbar waren. 

Die Kombination aus Startup und Konzern kann zu einem leistungsfähigen und innovativen Unternehmen führen. Wir dürfen es gerade selbst erleben. Eine gemeinsame Kultur und Wertebasis machen es möglich, das Beste aus beiden Welten zu vereinen und so eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten. Dies ist deshalb ein Aufruf an Startups und Konzerne: Sprecht miteinander, sucht Synergien und arbeitet zusammen – egal ob durch lose Kooperationen, Joint Ventures oder M&A. Es können beide Seiten davon profitieren.

Über den Autor


Philipp Martin ist CEO von Reachbird, einer Influencer Marketing Agentur.


Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

#Gastbeitrag – Prove them wrong: Allen Widerständen zum Trotz

Wenige sprechen darüber, doch alle Gründerinnen und Gründer kennen das Gefühl: Vor allem in der Frühphase haben innovative Menschen ständig mit widersprüchlichen Ratschlägen zu kämpfen. Oft müssen sie gegenüber Zweiflern standhalten, die argumentieren, dass die unternehmerische Vision zu groß ist, um je verwirklicht zu werden. Zudem gilt es, Stolpersteine mit bürokratischen Vorgängen zu navigieren und gleichzeitig ihr junges Unternehmen unter schwierigen Marktbedingungen am Leben zu halten und weiter zu finanzieren. Wie gelingt dies allen Widerständen zum Trotz?

Als halb US-Amerikaner, halb Niederländer war ich mir der Unterschiede zwischen dem europäischen und dem US-amerikanischen Startup-Ökosystem immer schon sehr bewusst. Viel Bürokratie, weniger Innovationsmut, eine generell weniger kühne Denkweise, viel kleinere Investmentrunden – hat man die Wahl, so scheinen die Gründe, in den USA statt in Deutschland zu gründen, zu überwiegen. Dennoch haben mein deutscher Mitgründer Robert Lasowski und ich beschlossen, HeyCharge, unser von Y Combinator unterstütztes Unternehmen für EV-Ladetechnologie, in München zu gründen. 

Ich war viele Jahre bei Google, Robert bei BMW und Sixt. Unser Gründerteam verbindet die amerikanische “Can-do”- und “Nichts ist unmöglich”-Mentalität mit solider deutscher Qualität und Hightech-Spitzeninnovation. Unser Hauptinvestor ist BMW i Ventures, ein VC-Investor, der selbst zwischen München und dem Silicon Valley sitzt. Wir sind davon überzeugt, dass wir dadurch das “Beste aus beiden Welten” beziehen, und uns diese Mentalität auf dem dynamischen, florierenden – aber auch hart umkämpften – Mobilitätsmarkt einzigartig für den Erfolg positioniert. 

Erste Schritte

Fangen wir von vorne an: Der Schlüsselmoment für uns kam, als ich mein erstes Elektroauto nach Hause in die Münchner Innenstadt brachte und feststellte, wie schwer es für Menschen, die in einer Wohnung leben, ist, zu Hause ein Elektroauto aufzuladen. Es gab kein gutes, benutzerfreundliches Produkt für das Laden in Mehrfamilienhäusern, insbesondere keines, das Interessengruppen wie Hausverwaltungen berücksichtigt. Unser Ziel war es von Anfang an, diesen unerschlossenen Markt durch die vertikale Integration eines Hardware-/Softwareprodukts und eines Serviceangebots zu erschließen. 

Die ersten Rückmeldungen von Investoren und Beratern waren fast durchgängig skeptisch: von “Seid ihr euch sicher, dass Ladestationen in Mehrfamilienhäusern notwendig sind?” bis hin zu “Besetzt doch lieber eine Nische im Ökosystem wie alle anderen!”. 

Diese ersten kulturellen Konflikte stammen von dem generellen Unbehagen externer Stakeholder, etwas Ehrgeiziges und wirklich Neues zu wagen. Diese Skepsis schien mir im europäischen Startup-Ökosystem allgegenwärtig zu sein und spiegelte genau die Risikoscheu wider, die mich ursprünglich aus der Unternehmenswelt ins Unternehmertum getrieben hatte. 

Zu dieser Zeit konzentrierte sich das Ökosystem für das Laden von Elektrofahrzeugen tatsächlich auf öffentliche Ladestationen und Einfamilienhäuser – Ladestationen waren nur selten in Mehrfamilienhäusern zu finden. Aber es war für mich selbstverständlich, dass die Kostenbarrieren, die Wohnungsbesitzenden den Zugang zu E-Fahrzeugen erschweren, mit der Verbesserung der Technologie und der Erzielung von Skaleneffekten wegfallen würden, sodass nur noch das eigentliche Ladeproblem im Weg stehen würde. Demnach wäre ein Unternehmen, das mit dem richtigen Produkt in den Startlöchern stünde, in der Lage, den Markt zu erobern.

Wie im sehr empfehlenswerten Buch “Zero to One” von Peter Thiel beschrieben, hatten wir hier einen typischen Fall, wo “mit der Sache, die man für wahr und richtig hält, nur wenige andere Leute übereinstimmen” würden. Ich bin mir sicher, dass viele Gründerinnen und Gründer in der Anfangsphase vor ähnlichen Herausforderungen stehen. 

Selbst ich – als risikoaffiner, amerikanischer “Cowboy”-Gründer – habe über drei Jahre lang mit der Idee gespielt, HeyCharge zu gründen, bevor ich schließlich den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser wagte. Ich verdanke den Mut, den Sprung zu wagen, drei einfachen, aber prägenden Worten: “Prove them wrong”. Das war im Jahr 2019 der Slogan der Startup-Konferenz Bits & Pretzels, und er war überall zu sehen und hören – auf Präsentationsfolien und Schildern auf der Konferenz, von den Organisatoren auf der Bühne wiederholt – und wenn ich die Organisatoren diese Worte sagen hörte, klang es eher wie ein Kriegsschrei als ein Marketingslogan. Ich spürte, wie mein Vertrauen in meine Idee wuchs, gemischt mit einem neuen Gefühl: die Frustration und Wut darüber, wie viele Leute mir sagten, es würde und könne niemals funktionieren. Ich erkannte sofort, dass das schönste Ergebnis sein würde… ihnen das Gegenteil zu beweisen. Prove them wrong!

Kurz nach der Gründung haben wir ein MVP unseres EV-Ladeprodukts und -dienstes entwickelt und mit einigen uns zugeneigten Kund:innen getestet. Wir stellten anhand ihres Feedbacks fest, dass die meisten Anwendungsstandorte unterirdisch waren. Doch die konnektivitätsbasierte, IoT-ähnliche Architektur, auf die wir (und der gesamte Rest des europäischen Ökosystems für das Aufladen von Elektrofahrzeugen) angewiesen waren, funktionierte in Umgebungen ohne mobile Konnektivität einfach nicht. Der Status quo setzte Cloud-Konnektivität für das Laden von Elektrofahrzeugen voraus, aber die Kunden hatten Probleme, mit den Geräten, die direkt vor ihnen standen, zu interagieren. 

Das große Umdenken

Wir nahmen einen Schritt zurück und reflektierten die Auswirkungen dieser Erkenntnis, die zum zweiten Schlüsselmoment werden sollte. Rückblickend war dies der Moment, der unser Unternehmen, unsere Produkt- und Technologiestrategie und unsere gesamte Zukunft bestimmen sollte.

Wir beschlossen, die Art und Weise, wie Nutzer:innen, Ladestationen und Cloud-Backend-Systeme miteinander kommunizieren, völlig neu zu gestalten. Alle Nutzer:innen unserer mobilen App würden statt einer Internetverbindung für die letzten Meter vom Benutzergerät zum Ladegerät Bluetooth verwenden. Das bedeutete allerdings auch, dass wir jeden einzelnen Bestandteil von Grund auf neu entwickeln mussten. Nur so könnten wir ein Produkt anbieten, das von Tag Eins nutzungsbereit wäre. Unsere Berater:innen und Investor:innen waren von der Idee schockiert bis abweisend: “Konzentriert euch auf SaaS”, “findet einfach eure Nische”, “spielt besser innerhalb des Ökosystems” und “das sieht viel zu kapitalintensiv aus – vermeidet das!” 

Doch da setzte unsere Kühnheit, Sturheit und das Bedürfnis, ihnen allen das Gegenteil zu beweisen, wirklich ein: Prove them wrong. Wir wollten nicht abermals eine leicht angepasste Kopie eines bereits existierenden Produkts bauen. Stattdessen wollten wir alles riskieren, um etwas wirklich Neues und Besseres zu entwickeln. Wir beschlossen also, uns ganz auf die Konnektivität in Tiefgaragen und Umgebungen ohne Internetverbindung zu konzentrieren. 

Es war diese kühne Entscheidung, die uns letztendlich einen Platz im renommierten Y-Combinator-Programm einbrachte. Der Partner, der unsere Bewerbung schließlich aufnahm, war von unserer Idee, ein Gerät zu entwickeln, das vom Internet losgelöst agiert, so überrascht, dass er uns zu einem zweiten Interviewtermin einlud. Er musste einfach besser verstehen, warum. In seinen eigenen Worten: “Ich finanziere seit 10 Jahren Unternehmen, die Geräte mit dem Internet verbinden, und jetzt soll ich euch finanzieren, damit ihr EV-Ladegeräte vom Internet abkoppelt?”. Die Teilnahme am Y-Combinator-Programm trug maßgeblich dazu bei, dass wir Anfang 2022 eine Seed-Finanzierungsrunde von einem der weltweit führenden Investoren, BMW i Ventures, bekamen. 

Die nächste Runde der Skeptiker

Doch die Zweifel hielten auch nach der Finanzierung durch einen weltbekannten Investor an – dieses Mal kamen sie von Kund:innen. Inzwischen wussten wir, dass wir Zweifelnde am besten überzeugen können, indem wir auch ihnen das Gegenteil beweisen. Prove them wrong, too.

Also entschlossen wir uns, unsere Technologie an die Kunden unserer Kunden zu verkaufen: an Immobilienentwickler und -betreiber. Und was ein unglaubliches Glück, dass wir uns dazu entschieden haben. Denn danach ging unser Geschäft plötzlich ab wie eine Rakete. 

Allen Widrigkeiten zum Trotz

Wir haben es geschafft, ein Unternehmen aufzubauen, das ein klares Ziel verfolgt: Die Demokratisierung von E-Ladestationen für Nutzer:innen auf der ganzen Welt, durch den Einsatz unserer revolutionären SecureCharge-Technologie. Mit nur 12 Mitarbeitenden haben wir Ladegeräte und Retrofit-Hardware, eine mobile App und Backend-Tools entwickelt, mit der ein Unternehmen im Bereich EV-Charging betrieben werden kann. Hinzu kommen beliebig kombinierbare Whitelabel-Hardware- und -Software-Kombinationen sowie etliche ergänzende Technologien. 

Zu unseren Kunden zählen inzwischen große Energieversorger in den USA, eines der größten Immobilienunternehmen in Deutschland und wir haben langfristige, exklusive Partnerschaften mit großen Vermögensverwaltern wie der MEAG abgeschlossen. Erst kürzlich hat sich Humax, ein südkoreanisches Unternehmen, das vor seinem europäischen Markteintritt steht, dazu verpflichtet, 100 Prozent seiner Hardware für den gesamteuropäischen Markt über unsere Plattform laufen zu lassen, und gemeinsam mit uns eine neue Generation innovativer, bis zu 50% kostengünstigerer eichrechtskonformer AC-Ladehardware zu entwickeln.

Der Weg nach vorn

Nach vier Jahren sind wir auf unserem Weg, der führende Anbieter für das integrierte, alltagstaugliche Laden von Elektrofahrzeugen zu werden, ein gutes Stück weiter gekommen. Rückblickend können wir nun darüber reflektieren, was gut funktioniert hat und was nicht, und welchen Rat wir anderen auf der Gründungsreise mitgeben würden.

  1. Prove Them Wrong: Glaube an deine einzigartige Vision und lasse dich von deiner Vision leiten – egal, was die anderen denken.
  2. Überzeugung: Deine starke Vision wird Investorinnen, Berater und erste Mitarbeiter:innen anziehen. Das sind die Personen, die dir in den schwersten Phasen helfen werden, durchzuhalten. Durch Überzeugungskraft gewinnst du auch deine ersten Kunden: genau deshalb sind die allerbesten Vertriebler am Anfang meist die Gründer selbst.
  3. Widerstandsfähigkeit: Behalte deine Überzeugung bei, auch wenn du auf Widerstand stößt. Es erfordert unglaubliche Resilienz, jahrelang an deiner Überzeugung festzuhalten – vor allem, wenn Skeptiker dich stets des Gegenteils überzeugen wollen. Bleibe dennoch hartnäckig dabei.
  4. Aufgeschlossenheit: Schotte dich nicht ab und verschließe dich nicht. Bringe stattdessen deine Überzeugung in Einklang mit Offenheit für gute Ratschläge, und umgebe dich mit klugen Menschen, die sich nicht davor scheuen, dir die Wahrheit zu sagen.

Die meisten Kunden und Investoren hielten unsere anfängliche Idee für ein Hirngespinst. Doch wir haben es allen Widerständen zum Trotz geschafft, ein Unternehmen mit einer einzigartigen Kultur und einer patentierten Technologie aufzubauen, durch die das Laden von Elektrofahrzeugen endlich wirklich zugänglich und zuverlässig wird. 

Mein Rat an alle Gründerinnen und Gründer, die vor ähnlichen Herausforderungen und Unsicherheiten stehen und gegen die Skeptiker ankämpfen müssen, ist einfach: Wenn du weißt, was du tust, und davon überzeugt bist, dass deine Technologie wirklich transformativ sein wird, mach einfach weiter. Am Ende wird es sich lohnen. 

Über den Autor


Chris Carde ist CEO & Co-Founder von HeyCharge

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

#Gastbeitrag – Ethik in der Künstlichen Intelligenz (KI): Eine Schlüsselfrage für unsere Gesellschaft

#Gastbeitrag

KI bietet unglaubliche Vorteile, doch ohne angemessene Vorsicht kann sie auch ernsthafte Gefahren für die Gesellschaft darstellen. Im Gastbeitrag benennt Deep Tech-Experte Valère Rames die drei grundlegenden Prinzipien für die ethische Verwendung von KI.

Ethik in der Künstlichen Intelligenz (KI): Eine Schlüsselfrage für unsere Gesellschaft

Freitag, 16. August 2024VonTeam

Laut einer Studie des deutschen Startup-Verbands nutzen 76 Prozent der Startups regelmäßig generative Künstliche Intelligenz wie ChatGPT, beispielsweise im Marketing, in der Produktentwicklung und IT. Zwischen 2021 und 2023 sind globale Startup-Finanzierungen um 57 Prozent gesunken, während im Bereich generative Künstliche Intelligenz (GenAI) ein Anstieg um 363 Prozent auf 22,3 Mrd. Euro zu verzeichnen ist. Das zeigt uns: Künstliche Intelligenz ist ein aktuell entscheidender Wirtschaftssektor. Dabei rückt eine wichtige Frage regelmäßig in den Fokus: Wie können wir sicherstellen, dass mit dieser richtungsweisenden Technologie ethisch und verantwortungsbewusst gearbeitet wird? 

KI bietet unglaubliche Vorteile, doch ohne angemessene Vorsicht kann sie auch ernsthafte Gefahren für die Gesellschaft darstellen – von Arbeitsplatzverlusten über Verletzungen der Privatsphäre bis hin zur möglichen Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe oder Geschlecht.

In einer von IBM durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass generative KI andere Eintrittsbarrieren aufweist als herkömmliche KI-Modelle: Datenschutzbedenken (57 Prozent) und Vertrauen sowie Transparenz (43 Prozent) sind die Hauptbedenken bei generativer KI, so die IT-Experten in den befragten Organisationen. Dennoch ist es wichtig anzuerkennen, dass bereits Lösungen existieren, um ethische KI zu fördern. Hier seien die drei grundlegenden Prinzipien für die ethische Verwendung von KI benannt:

Transparenz als wichtigste Leitlinie

Transparenz ist bei der Arbeit mit KI von grundlegender Bedeutung. Wie kommen KI-Systeme zu ihren Ergebnissen und Entscheidungen? Nutzern fehlt häufig der Einblick hinter die Kulissen der KI-Systeme – stattdessen schwebt KI meist in einer geheimnisvollen Wolke. Es entsteht eine Kluft zwischen der Öffentlichkeit und den Entwicklern der KI.  Deshalb sollten Algorithmen von KI-Systemen möglichst verständlich und erklärbar sein. Indem wir die Entscheidungsprozesse der Algorithmen transparent gestalten, können wir das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken. Mit einem verbesserten Verständnis können Nutzer gleichzeitig verantwortungsvoller mit der Technologie umgehen.

Ein Beispiel: Ein Startup in der Versicherungsbranche möchte mit Künstlicher Intelligenz arbeiten, um seine Prozesse zu vereinfachen. Besonders in dieser Branche sind Versicherungsnehmer darauf angewiesen, dass auf ihre persönliche Situation eingegangen wird. Von einer KI-geleiteten, automatisierten Evaluierung können sie sich deshalb häufig abschrecken lassen. Unternehmen können dem entgegenwirken, indem sie durch eine gute Kundenbetreuung und einer transparenten Darstellung ihrer Prozesse dafür sorgen, dass die Scheu gegenüber ihren KI-geleiteten Evaluierungsprozessen abgelegt wird. 

Vielfalt und Inklusion als Basis der KI-Konzeption

Bereits bei Beginn der Entwicklung von KI-Systemen sollten Vielfalt und Inklusion mitgedacht werden. Wenn Algorithmen mit nicht ausreichenden Daten trainiert werden, können kulturelle und soziale Vorurteile verstärkt werden, was zu diskriminierenden Ergebnissen führen kann. An dieser Stelle gilt es, aktiv dagegen zu steuern: Durch die Förderung von Vielfalt in Entwicklungsteams und die Anwendung inklusiver Praktiken während des gesamten Prozesses können wir ausgewogenere Systeme entwickeln.


Beispielsweise sollten wir uns fragen, welche Datensätze von Anbietern von Large Language Models (LLM) verwendet werden und welche spezifischen Vorurteile sie aufweisen (OpenAI vs. Mistral). Indem wir mit Trainingsdaten arbeiten, die eine höhere Vielfalt menschlicher Perspektiven und Erfahrungen angemessen repräsentieren, können wir Verzerrungen und Vorurteile in den generierten KI-Ergebnissen reduzieren. Nur mit dieser Herangehensweise können wir sicherstellen, dass KI-Technologien die Vielfalt der Gesellschaften widerspiegeln und respektieren.

Immer wachsam: Seid euch der Schwachstellen der KI bewusst

Letztendlich sind Bildung und Sensibilisierung entscheidend, um langfristig verantwortungsvoll mit Künstlicher Intelligenz umzugehen und zu arbeiten. Nutzer müssen über die ethischen Implikationen dieser Technologie informiert werden und lernen, wie sie verantwortungsbewusst gesteuert werden kann. Ebenso sollten KI-Experten in ethischen Fragen geschult sein und über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen, Systeme zu entwerfen und umzusetzen, die moralische und soziale Fragen und Bedenken berücksichtigen. 

In der Praxis rüsten sich immer mehr Softwareunternehmen, die mit KI arbeiten, mit Ethikkomitees aus, die sicherstellen sollen, dass zukünftige Entwicklungen den strengen ethischen Standards entsprechen. Diese Initiativen sind entscheidend: Insbesondere in sensiblen Branchen wie der Cybersicherheit sollte sichergestellt werden, dass jeder technologische Fortschritt von grundlegenden ethischen Werten und nicht nur von kommerziellen Zielen oder technischen Überlegungen geleitet wird.

Über den Autor


Valère Rames, Deep Tech- und Algorithmus-Experte ist Partner bei der deutsch-französischen Venture Capital-Gesellschaft Hi Inov und unterstützt seine Portfolio-Unternehmen bei ihrer internationalen Expansion, rechtlichen Angelegenheiten, HR sowie Entwicklung. Valère hat ein Ingenieursdiplom in Informationstechnologie und einen Master in Corporate Finance. 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – Warum die Jahre an Erfahrung nicht entscheidend sein sollten 

#Gastbeitrag

Was ist für den Erfolg einer Person in einer bestimmten beruflichen Position wirklich wichtig? Die Jahre an Erfahrung jedenfalls nicht. Die Gründe dafür erläutert Job van der Voort, CEO und Mitgründer von Remote, in diesem Gastbeitrag. 

Warum die Jahre an Erfahrung nicht entscheidend sein sollten 

Donnerstag, 15. August 2024VonTeam

Während in Konzernen diverse Studienabschlüsse als Einstellungskriterium noch weit verbreitet sind, ist das in der Startup-Welt bereits kein Indikator mehr für die berufliche Eignung. Das ist richtig und wichtig, denn wie wir wissen, kann zum Beispiel eine Software-Entwicklerin, die sich alles durch eigene Projekte selbst beigebracht hat, genauso produktiv oder sogar produktiver sein als jemand, der sich mehr schlecht als recht durch einen Studienabschluss gequält hat. 

Doch ich möchte gerne dazu anregen, noch einen Schritt weiter zu denken: Wie wichtig ist die in Stellenanzeigen oft geforderte Mindesterfahrung in der Praxis?

Ich glaube nicht, dass die fähigste Person für eine Position unbedingt die Person mit der meisten Erfahrung ist. Erstklassige Unternehmen werden von Menschen mit Tatkraft und Leidenschaft aufgebaut, nicht von denen, die schon sehr lange dasselbe tun. 

Die Forderung nach langjähriger Erfahrung schadet Unternehmen dabei in mehrfacher Hinsicht: Sehr fähige Personen, die nicht die gewünschte Anzahl an Berufsjahren haben, bewerben sich erst gar nicht. Auch Menschen mit übertragbaren Kompetenzen in angrenzenden Bereichen scheuen sich, Kontakt aufzunehmen.  

Meine Erfahrung hat mich schon oft gelehrt: Berufsjahre sind überbewertet. Regelmäßig begeistern mich Menschen, die Erfahrungen in verschiedensten Rollen gesammelt haben. Sie sind am ehesten in der Lage, sich an ein herausforderndes Arbeitsumfeld oder eine schnelllebige Startup-Kultur anzupassen. 

Gleichzeitig brauchen wir natürlich oft auch Mitarbeitende, die bestimmte Aufgaben gleich vom ersten Tag an übernehmen können. Doch dafür gibt es eine Lösung. Statt jahrelanger Erfahrung in einer bestimmten Rolle, können wir einfach klare Erwartungen in der Stellenausschreibung kommunizieren. Zum Beispiel: “Du kannst nachweisen, dass du unsere Marketingausgaben analysieren und Ineffizienzen aufdecken kannst.” Oder: „Du bist nachweislich in der Lage, ein Sprachmodell zu trainieren und einen Chatbot für interne Zwecke zu entwickeln.”

Personalverantwortliche müssen im nächsten Schritt im Bewerbungsgespräch die richtigen Fragen stellen, um die Erwartungen zu verifizieren. Das ist zwar schwieriger als nur auf eine Zahl im Lebenslauf zu schauen. Doch gleichzeitig müssen auch die Bewerbenden härter arbeiten, um zu zeigen, dass sie diese Aufgaben tatsächlich erledigen können. 

So wird aus “jahrelanger Erfahrung” ein “Zeig uns, dass du das kannst”. Je spezifischer, desto besser. Während des Bewerbungsprozesses können die Gesprächsführenden der Person zudem die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Falls dafür eine Aufgabe erforderlich ist, dann ist es nur wichtig, die Zeit der Bewerbenden zu respektieren und die Aufgabe so kurz wie möglich zu halten. 

Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen: Denn ich habe schon häufig erlebt, dass außergewöhnliche Mitarbeitende überhaupt keine Erfahrung in der neuen Rolle mitbringen. Dadurch gehen sie ihre Aufgaben komplett unvoreingenommen an und können neue Blickwinkel einbringen. 

Umgekehrt können Personen mit langjähriger Erfahrung in einer einzigen Funktion und in einem einzigen Unternehmen häufig schlecht geeignet sein. Denn sie tun sich schwerer damit, von einer etablierten Rolle in eine mit neuen Herausforderungen und Verantwortlichkeiten zu wechseln. 

Ich hoffe, dass noch mehr Unternehmen ihre Anforderungen in Stellenausschreibungen überdenken und so mehr Top-Talente finden können. Schließlich beruht meine eigene Karriere darauf, dass mir Jemand die Chance gegeben hat, etwas zu tun, in dem ich keinerlei Erfahrung hatte. Heute bin ich Gründer eines Unicorns und als CEO verantwortlich für über 1.400 Mitarbeitende. 

Über den Autor


Job van der Voort ist Mitgründer und CEO von Remote, einem Unternehmen, das es Arbeitgebern ermöglicht, jeden von überall aus einzustellen. Vor der Gründung von Remote arbeitete Job van der Voort als Hirnforscher, bis er die akademische Welt verließ und VP of Product bei GitLab wurde, wo er Mitarbeitende aus 67 verschiedenen Ländern einstellte. Van der Voort ist ein gefragter Keynote-Speaker, der über Themen wie die Skalierung eines Remote-Startups, die Kultur bei Remote-Unternehmen und die Zukunft der Arbeit spricht. Er hat zwei Kinder und fünfhundert Hobbys.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – Warum KI die Venture Capital-Branche umkrempeln wird

#Gastbeitrag

In der Venture Capital-Branche steht eine erhebliche Transformation bevor. Künstliche Intelligenz wird den Wettbewerb unter Investor:innen drastisch erhöhen und persönliche Beziehungen zum noch relevanteren USP werden. Warum, erklärt dieser Gastbeitrag.

Warum KI die Venture Capital-Branche umkrempeln wird

Dienstag, 13. August 2024VonTeam

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Paradigmenwechsel, der nicht nur die allgemeinen Geschäftsprozesse, sondern auch spezifische Industrien revolutioniert. Besonders in der Venture Capital-Branche steht eine erhebliche Transformation bevor, glauben Tina Dreimann und Cedric Duvinage, Mitgründer:innen und Geschäftsführer:innen von better ventures. Sie sind überzeugt, dass KI den Wettbewerb unter Investor:innen drastisch erhöhen wird und persönliche Beziehungen zum noch relevanteren USP werden. Warum, erklären sie in ihrem Gastbeitrag.

Bei better ventures sehen wir in unserer täglichen Arbeit bereits jetzt, wie sehr Künstliche Intelligenz (KI) unsere Prozesse verändert. Allen voran auf drei Bereiche übt die Technologie bereits jetzt massiven Einfluss aus: den Auswahl Prozess, die Entscheidungsfindung sowie den Zugang zu Deals.

Automatisierung des Auswahlprozesses

KI-Systeme revolutionieren den Auswahlprozess von Startups, indem sie aus einer großen Menge an Startups diejenigen herausfiltern, die das größte Potenzial aufweisen und am besten zum eigenen Investitionsansatz passen. Diese Systeme automatisieren in der Folge den Due-Diligence-Prozess und machen wirtschaftliche Prüfungen effizienter. Die Technologie ermöglicht es, deutlich effizienter die aussichtsreichsten Kandidaten zu identifizieren, was bisher ein sehr manueller und zeitintensiver Prozess war. Die wichtigste Voraussetzung dafür: man braucht ein geeignetes Set an Parametern, mithilfe derer man einen guten Filter für die KI-Systeme KI baut, um möglichst treffsicher die “passendsten” zuerst zu sehen. Langfristig wäre es sogar denkbar, dass KI-Systeme komplett automatisiert investieren. 

Beschleunigung der Entscheidungsfindung

Eine der größten Herausforderungen in der VC-Branche ist außerdem die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung. Am Ende der Due Diligence steht ein Investor immer vor der Frage: Investiere ich nun in dieses ein Startup oder nicht? Mit KI können solche Entscheidungsprozesse erheblich beschleunigt werden, weil die Systeme in der Lage sind, komplexe Datenmengen schneller als Menschen zu analysieren und so wertvolle Einblicke in kurzer Zeit zu liefern. Dies ermöglicht es VCs, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren und fundiertere Investmententscheidungen zu treffen. Kurzfristig verbessert sich so vor allem die operative Effizient von VCs. Langfristig kann KI dabei helfen, auch die operative Effektivität zu verbessern, was den Return on Invest erhöhen wird.

Demokratisierung von Investitionen

Die größte Veränderung durch KI-basierte Analysetools wird aber durch einen weiteren Aspekt hervorgerufen: Der früher exklusive Zugang zu Investitionsmöglichkeiten wird mithilfe von KI-Tools erweitert, wenn nicht gar demokratisiert. Früher war es wichtig, überhaupt von einem Deal zu erfahren – und damit war die Größe des Netzwerks entscheidend. Wer nicht über den Deal Bescheid wusste, konnte auch nicht investieren. Heute ist es mithilfe von Tools bereits möglich, zeitnah zu erfahren, wann eine vielversprechende Person etwas (Neues) gründet. Das demokratisiert den Zugang zu Deals – und erhöht den Wettbewerb, da die Anzahl an potentiellen Investor:innen, die Zugang zu dem Deal haben, steigt. 

Wenn man davon ausgeht, dass per se alle VCs den Zugang zu den gleichen Tools und somit den Zugang zu denselben Startups haben, wird eine bisher vernachlässigte Dimension umso wichtiger: die persönliche Beziehung zwischen Gründer:innen und Investor:innen.

Die Bedeutung persönlicher Beziehungen

Es mutet vielleicht ein wenig Paradox an, aber gerade, weil KI in Zukunft zu einer höheren operativen Effizienz und Effektivität führt und der Pool an potentiellen Investor:innen steigt, gewinnt der Wert an persönlichen Beziehungen an Bedeutung. Gute Gründerteams werden sich künftig noch mehr aussuchen können, welchen Investor:innen sie ihr vertrauen schenken. Und sich höchstwahrscheinlich für diejenigen entscheiden, zu denen sie die stärkste persönliche Beziehung haben. Für Investor:innen wird Geld damit nun mehr zur notwendigen Bedingung für Investments. Die persönliche Beziehung zur hinreichenden, weil sie darüber entscheidet, wer mit einem Team arbeiten und wer nicht. 

Das Netzwerk, die Datengrundlage und KI-Strategie sind entscheidend

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass künftig drei Dinge über die Wettbewerbsfähigkeit von VCs entscheiden. Die Qualität und nicht mehr die alleinige Quantität ihres Netzwerks, die Datengrundlage und das Datenset, das sie für die KI-Systeme bereitstellen können, sowie die übergeordnete KI-Strategie. Das Kapital spielt auch noch eine Rolle – aber längst nicht mehr die Entscheidende. 

Über die Autor:innen


Tina Dreimann und Cedric Duvinage sind Mitgründer:innen und Geschäftsführer:innen von better ventures. Mit better ventures beschleunigen sie den Erfolg von ambitionierten Impact-Gründer:innen und vereinen bereits über 250 Unternehmer:innen. Tina Dreimann ist Mitglied des Beirats Junge Digitale Wirtschaft vom Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck und wurde 2023 als Investorin des Jahres ausgezeichnet.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies