Reform der Fahrschulausbildung: Kabinett will den Führerschein digitaler und günstiger machen

Autobahn / Symbolbild

Der Führerschein kostet mittlerweile im Schnitt 3.400 Euro. Das ist ein Brett, das viele junge Leute kaum noch stemmen können. Das Bundeskabinett hat nun eine Reform auf den Weg gebracht, um den Erwerb der Fahrerlaubnis moderner und vor allem bezahlbarer zu gestalten.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder möchte Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge sichern und den Führerschein nicht zum Luxusgut verkommen lassen. Ein Punkt ist die Digitalisierung der Theorie. Die bisherige Präsenzpflicht fällt weg, sodass Fahrschulen den Unterricht komplett digital per App oder Web anbieten können. Das spart den Schulen die Kosten für große Räumlichkeiten und den Schülern Zeit.

Auch bei der Praxis ändert sich einiges. Die starre Vorgabe von exakt 12 Sonderfahrten wird gestrichen. Stattdessen entscheiden die Fahrlehrer künftig selbst, wie viele Fahrten über Land, auf der Autobahn oder bei Dunkelheit nötig sind, bis der Schüler sicher hinter dem Steuer sitzt.

Das orientiert sich am EU-Recht und soll unnötige Kosten durch Pflichtstunden vermeiden. Wer schon die Theorie bestanden hat, darf zudem unter Anleitung von Bezugspersonen privat Fahrpraxis sammeln, was als Ergänzung zur klassischen Ausbildung erprobt wird. Auch der Einsatz von Simulatoren wird fest im Lehrplan verankert.

Um den Wettbewerb zu beleben, wandern Preise und Erfolgsquoten der Fahrschulen künftig in die Mobilithek. Diese Transparenz soll den Vergleich erleichtern und die Kosten drücken. Die theoretische Prüfung selbst wird entschlackt, indem der Fragenkatalog reduziert und das Bewertungssystem vereinfacht wird.

Gleichzeitig werden Fahrschulen von Dokumentationspflichten befreit, damit mehr Zeit für die eigentliche Ausbildung bleibt. Ob die Bundesländer die neuen Lernformen wie das private Üben umsetzen, liegt in deren eigener Entscheidungsgewalt. Am Ende soll ein System stehen, das weniger bürokratisch und deutlich flexibler ist als das aktuelle Modell.

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Mehr Multimedia und Widgets: Das ist neu bei Android Auto

Google baut das Android-System für Fahrzeuge weiter aus und möchte den Wildwuchs zwischen Android Auto und Android Automotive verringern. Auf der I/O wurden Neuerungen gezeigt, die Entwicklern die Arbeit erleichtern sollen und Nutzern mehr Funktionen ins Cockpit bringen. Wie immer gilt da: Abwarten. Android im Auto ist gefühlt seit Jahren eine Baustelle.

Im Zentrum stehen jedenfalls die Car App Library in den Versionen 1.8.0-beta01 und 1.9.0-alpha01. Damit lassen sich Medien-Apps nun nach dem Prinzip Build Once für beide Plattformen gleichzeitig entwickeln. Wer also Musik oder Podcasts anbietet, muss nicht mehr zweigleisig fahren, um die unterschiedlichen Infotainment-Systeme zu bedienen.

Die neue Version 1.9.0 bringt mehr optische Freiheiten mit. Es gibt modulare Header für eine bessere Übersicht auf Detailseiten und Spotlight-Sektionen, um bestimmte Inhalte in Listen hervorzuheben. Neue Elemente wie Chips oder kompakte Listenansichten sorgen für mehr Varianz bei der Darstellung.

Spotify, YouTube Music und Amazon Music basteln bereits an Umsetzungen, die diese neuen Vorlagen nutzen. Ein Detail für Musikfreunde ist der adaptive Mini-Player. Dieser erlaubt das Stöbern in der Mediathek, während die Wiedergabesteuerung weiterhin im Zugriff bleibt.

Richtig Bewegung kommt in das Thema Video. Bisher war das Schauen von Filmen oder Clips eher eine Sache von fest verbauten Systemen. Google öffnet Android Auto nun für Video-Apps im geparkten Zustand. YouTube soll beispielsweise flüssige Wiedergaben mit 60 Bildern pro Sekunde ermöglichen. Das Ganze setzt allerdings ein Smartphone mit Android 17 voraus und wird im Laufe des Jahres für kompatible Fahrzeuge verteilt. Entwickler, die bereits adaptive Video-Apps für Handys haben, können diese angeblich mit wenig Aufwand für den Einsatz im Auto anpassen.

Interessant wird es auch  bei den Widgets. Das Design von Android Auto rückt näher an die Material 3 Optik vom Smartphone heran und nutzt den Platz auf großen Bildschirmen besser aus. Bestehende Handy-Widgets sollen noch in diesem Jahr ihren Weg auf die Displays in der Mittelkonsole finden. Später folgen Fahrzeuge, die Google direkt als Betriebssystem nutzen. Das könnte den schnellen Blick auf Wetter, Termine oder Smart-Home-Status deutlich vereinfachen, ohne die eigentliche App öffnen zu müssen.

Für die Zukunft plant Google einen nahtlosen Wechsel zwischen verschiedenen App-Ansichten. Während der Fahrt sieht man die sichere, reduzierte Vorlage, und sobald geparkt wurde, springt das System zur vollwertigen App-Oberfläche um. Wer sich für die technischen Details interessiert, findet die Dokumentation und die neuen Emulatoren-Images bereits in den Entwickler-Portalen.

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E-Auto-Förderung startet: Das wird benötigt

Nachdem die E-Auto-Prämie von bis zu 6000 Euro vor einiger Zeit erfolgreich die Zustimmung des Bundestags passierte, hatte neulich Tagen auch der Bundesrat grünes Licht gegeben und den Weg zum Start geebnet. Die Prämie gilt rückwirkend zum Jahresbeginn und mit sozialer Staffelung ist beim Kauf eine Prämie zwischen 1.500 und 6.000 Euro möglich. Wer ein rein elektrisches E-Auto im Visier hat, der ist ab 3.000 Euro Prämie dabei, vorausgesetzt die Bedingungen zum Einkommen sind erfüllt.

Wer ab heute bei der Förderzentrale Deutschland (FZD) einen Antrag stellen möchte, sollte jetzt die nötigen Unterlagen zusammensuchen. Ohne ein BundID-Konto geht nichts. Wichtig dabei ist das Vertrauensniveau. Eine einfache Registrierung per Benutzername und Passwort reicht nicht aus, da die Identifizierung zu unsicher ist. Erforderlich ist ein Konto mit der Option Online-Ausweis für das Niveau hoch oder ein ELSTER-Zertifikat für das Niveau substantiell. Wer das noch nicht erledigt hat, sollte sich zeitnah darum kümmern.

Zusätzlich müssen die zwei aktuellsten Einkommensteuerbescheide aller Personen vorliegen, die zum Haushaltseinkommen beitragen. Diese Bescheide dürfen höchstens drei Jahre alt sein. Das BAFA prüft hierbei Namen, Steuer-ID, das Datum, das Steuerjahr sowie das zu versteuernde Einkommen. Auch Angaben zu Kindern unter 18 Jahren sind relevant. Falls keine Steuererklärung vorliegt, lässt sich diese für vergangene Jahre noch nachreichen. Private Details wie die Konfession oder Gesundheitsdaten gehören nicht in die Hände der Behörde. Solche Stellen sollten auf Kopien der Bescheide geschwärzt werden, bevor der Upload erfolgt.

Für Familien gilt: Tauchen die Kinder bereits im Steuerbescheid auf, sind keine weiteren Belege nötig. Falls nicht, helfen die Kindergeldbescheinigung, der Kindergeldbescheid oder eine erweiterte Meldebescheinigung vom Bürgeramt weiter. Wer ein Elektrofahrzeug mit Range Extender oder einen Plug-In-Hybriden mit mehr als 60g pro km CO2-Ausstoß besitzt, braucht zudem die EU-Konformitätsbescheinigung, auch als CoC-Dokument bekannt. Dieses Papier gibt es beim Händler, dem Leasinggeber oder direkt beim Hersteller. Ohne diese Vorbereitungen stockt der Antragsprozess später unnötig, warnt man vor.

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Volkswagen stellt den ID. Polo GTI vor: E-Auto für unter 40.000 Euro

Volkswagen (VW) hat den neuen ID. Polo GTI vorgestellt. Es handelt sich hier um ein E-Auto mit 166 kW bzw. 226 PS, wenn ihr so wollt. Laut dem Hersteller beschleunigt das vollelektrische Fahrzeug in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Zur Serienausstattung gehören unter anderem eine elektronisch geregelte Vorderachsquersperre, ein adaptives DCC-Fahrwerk, 19-Zoll-Aluräder, Sportsitze sowie LED-Matrix-Scheinwerfer.

Mit der 52-kWh-Batterie soll der VW ID. Polo GTI eine WLTP-Reichweite von bis zu 424 km erreichen. Das Laderaumvolumen beträgt bis zu 1.240 Liter. Als maximales Drehmoment gibt der Hersteller 290 Nm an. Man wirbt auch mit dem spezifischen Fahrprofil „GTI“, das direkt über einen Button im Sportlenkrad aktiviert wird. Dadurch werden alle Antriebs- und Fahrwerkssysteme auf Sportlichkeit geschaltet. Zudem wechselt das Cockpit in eine spezifische Farb- und Grafikdarstellung, die zur GTI-Marke passen soll.

Für Vortrieb sorgt im ID. Polo GTI das Antriebssystem APP290. Es wird über den NMC-Akku mit einem Energiegehalt von 52 kWh (netto) mit Strom versorgt. Das ermöglicht besagte WLTP-Reichweite von bis zu 424 km. Das Auto kann mit bis zu 105 kW an DC-Säulen geladen werden. Dank einer konstanten Ladekurve ist der Akku laut VW an der Schnellladesäule in rund 24 Minuten von 10 auf 80 % geladen.

Das Innenleben gibt sich ebenfalls zeitgemäß. Auf einer Sichtachse angeordnet sind dabei das Digital Cockpit mit den digitalen Instrumentenanzeigen sowie das zentrale Infotainment-Display. Das Digital Cockpit ist in der Diagonale 26,0 cm groß (10,25 Zoll) und bietet verschiedene Darstellungsmodi. Aktiviert der Fahrer z. B. über die View-Taste im Lenkrad die Retro-Anzeige, tauchen die Instrumente eines späten Golf I auf.

Das in der Mitte des Dashboards angeordnete Touchdisplay ist mit einer Diagonale von 32,77 cm (12,9 Zoll) so groß wie ein hochwertiges Tablet. Ist die Retro-Anzeige aktiv, werden auch hier Grafikdetails im Stil des Golf I angezeigt. Beispiel: die Track-Anzeige für Songs. Sie wird in diesem Szenario als Kassette dargestellt.

Vorverkauf des ID. Polo GTI startet im Herbst 2026

Das Kofferraumvolumen des VW ID. Polo GTI hat sich auf 441 Liter vergrößert. Werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, steigt das Ladevolumen auf die schon angesprochenen 1.240 Liter. Zusätzlich gibt es eine abnehmbare Anhängerkupplung. Sie bietet euch eine Stützlast von 75 kg bzw. eine Anhängelast von bis zu 1,2 Tonnen (gebremst, 12 % Steigung).

Freilich könnt ihr auch kostenpflichtige Sonderausstattung dazubuchen. Beispielsweise wäre das ein Soundsystem von Harman Kardon mit 425 Watt und zehn integrierten Lautsprechern. Oder ihr verwendet ein optionales Panorama-Glasdach. Auch eine pneumatische Massage-Funktion der elektrisch einstellbaren 12-Wege-Vordersitze kann konfiguriert werden. Ebenfalls verfügbar: eine 19-Zoll-Premium-Sportbereifung (235/40/19) – Bridgestone Potenza Sport.

Dank des MEB hat der ID. Polo GTI serienmäßig eine Vielzahl an Assistenzsystemen an Bord. Darüber hinaus werden optional Assistenzsysteme wie die nächste Generation des Travel Assist gegen Aufpreis erhältlich sein. Da das System Online-Daten nutzt, ändert sich die Bezeichnung in Connected Travel Assist. Das Assistenzsystem zur Quer- und Längsführung kann rote Ampeln erkennen und den ID. Polo GTI automatisch im Rahmen der Systemgrenzen bis zum Stillstand abbremsen. Ebenfalls neu: das One-Pedal-Driving – das starke Verzögern allein über die Regulierung des Fahrpedals.

Im Herbst soll der Vorverkauf des VW ID: Polo GTI zu einem Preis von knapp unter 39.000 Euro starten. Unten findet ihr weitere Eckdaten in der Tabelle.

Technische Daten ID. Polo GTI
Antrieb MEB , Frontantrieb
Leistung 166 kW (226 PS)
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
0-100 km/h 6,8 s
Batteriegröße (netto) 52 kWh
Ladeleistungen DC (max.) 105 kW
WLTP-Verbrauch (vorläufig) 16,4 – 14,4 kWh/100 km
WLTP-Reichweite (vorläufig) Bis zu 424 km
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4.096/1.816/1.513/2.599 mm
EU-Leergewicht min ohne Fahrer ab 1.540 kg (52 kWh)
Preis (Markt Deutschland) knapp unter 39.000 Euro

Porsche stampft E-Bike-Tochter ein – Fokus aufs Kerngeschäft

Bild: Porsche AG

Die Porsche AG will sich wieder stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren: also Fahrzeuge der eigenen Marke. So verkauft man nicht nur seine Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group, sondern hat noch andere, weitreichende Maßnahmen bestätigt. Etwa werden die Tochterunternehmen Cellforce Group GmbH, Porsche eBike Performance GmbH und Cetitec GmbH nicht weitergeführt.

Im Klartext verlässt Porsche damit auch den Markt für E-Bikes bzw. deren Komponenten. Die Porsche eBike Performance GmbH, welche man gegründet hatte, um E-Bike-Antriebssysteme zu entwickeln und weltweit zu vermarkten, wird nämlich eingestellt. Als Ursache für das Ende des Joint-Ventures nennt man „veränderte Marktbedingungen“. Die Betriebsschließung an den Standorten Ottobrunn und Zagreb betrifft rund 350 Mitarbeiter.

Insgesamt sind laut der Porsche AG mehr als 500 Mitarbeiter vom geplanten Stellenabbau betroffen, wovon das Gros also mit E-Bike-Antrieben zu tun hatte. Die Neuausrichtung der Porsche AG führt auch zum Ende der Cellforce GmbH. Hier sind 50 Mitarbeiter vom Ende der Tochter betroffen, die für den E-Auto-Markt Hochleistungs-Batteriezellen entwickeln und produzieren sollte. Da der erhoffte Boom in jenem Segment aber noch nicht eingetreten ist, stampft man das Projekt ein.

Zuletzt wird auch noch die Cetitec GmbH in Pforzheim geschlossen. Diese entwickelte spezialisierte Software für Datenkommunikation für Porsche und den übergeordneten Volkswagen-Konzern. Laut Mitteilung sei jedoch auch das nicht mehr tragfähig, denn das Marktumfeld habe sich verändert und die Entwicklungsumfänge wurden verlagert. Betroffen sind vom Exitus in diesem Fall rund 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 in Kroatien.

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