Google zieht sich ein Stück weit aus der direkten Kontrolle seines Open Health Stack (OHS) zurück und übergibt das Projekt an die Linux Foundation. Dort wird unter dem Dach der bekannten Open-Source-Organisation die neue, Community-geführte Open Health Stack Software Foundation (OHS-SF) ins Leben gerufen. Ziel des Ganzen ist es, die Entwicklung von quelloffenen Werkzeugen für globale, digitale Gesundheitslösungen auf eine noch breitere und unabhängigere Basis zu stellen.
Wer den Open Health Stack nicht auf dem Schirm hat: Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Open-Source-Komponenten und Entwickler-Tools, die das Erstellen von modernen Gesundheits-Apps erleichtern.
Der Fokus liegt hierbei auf der Einhaltung des modernen HL7-FHIR-Standards für Interoperabilität sowie der Nutzbarkeit in Regionen mit schlechter Infrastruktur – sprich, die Apps müssen auch offline zuverlässig funktionieren und mit sensiblen Daten sicher umgehen. Google hat das Projekt ursprünglich in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Entwicklern gestartet. Durch den Wechsel zur Linux Foundation soll die Plattform nun zu einem echten, herstellerunabhängigen Community-Projekt heranwachsen.
