LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters im Test: Das beste LEGO-Spiel

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Mit „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ ist am 22. Mai 2026 das nunmehr bereits vierte LEGO-Videospiel erschienen, das sich um den Dunklen Ritter dreht. „LEGO DC Super-Villains“ lasse ich einmal außen vor, da Batman dort nur eine Nebenrolle innehat. Doch der neue Titel steht für einen Neuanfang und bedient sich in Sachen Gameplay stark bei Rocksteadys „Arkham“-Trilogie. Dazu gibt es viele, weitere Neuerungen, welche „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ aus meiner Sicht zum bisher besten LEGO-Spiel überhaupt machen.

Der größte Bruch mit bisherigen LEGO-Games von Traveller’s Tales, welche inzwischen seit über 20 Jahren (!) die Reihe betreuen: Konntet ihr bisher Hunderte von Charakteren freispielen und anschließend selbst verkörpern, so gibt es in „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ tatsächlich nur sieben spielbare Figuren: Bruce Wayne / Batman, Jim Gordon, Batgirl, Nightwing, Robin, Catwoman und Talia al Ghul. Dafür spielen sich alle Protagonisten aber tatsächlich komplett unterschiedlich. Alle haben eigene Fertigkeiten und auch Skilltrees zur Weiterentwicklung selbiger.

Als logische Konsequenz ist auch die offene Spielwelt Gotham stringenter auf die Fähigkeiten der Charaktere zugeschnitten. Mich hat das Szenario dabei am ehesten an „Batman: Arkham Knight“ erinnert. Düstere Farben, viele vertikale Strukturen und die Option, mit dem Batmobil durch die Straßen zu brettern, wecken viele Erinnerungen. Zumal es auch in „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ Riddler-Rätsel und andere Herausforderungen und Sammelobjekte gibt – wie die Waynetech-Kisten, deren Chips sozusagen als Währung für Waffen-Upgrades dienen.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)


LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters Deluxe Edition (PS5)


LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters Deluxe Edition (PS5)

  • Das neue LEGO Batman-Kampfsystem stellt Batmans Kampfstil authentisch dar, mit fließenden Angriffsketten…
  • Bietet, zusätzlich zur gewohnten LEGO-Erfahrung, die verbesserte Maskierter Rächer- und die noch…
  • Erkunde Gotham City als offene Welt mit dem Wurfhaken von Dach zu Dach, über der Stadt im Gleiter und…

LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters wühlt sich quer durch die Historie der Hauptfigur

Doch bevor ich zu sehr auf das Gameplay eingehe: „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ hat mich als Fan der meisten Filme, Serien und Comics rund um Batman besonders begeistert, da die Story des Spiels zwar eigene Wege geht, gleichzeitig aber überraschend gut die vielen Vorlagen aufgreift. So ist etwa der Anfang des Titels stark von „Batman Begins“ geprägt. Vielfach werden etwa Dialoge aus dem Kinofilm von Christopher Nolan wörtlich übernommen. Parallel spielt aber auch Jack Napier eine Rolle, der wie in Tim Burtons Film von 1989 zum Mörder von Bruce Waynes Eltern wird.

Die erste Begegnung mit dem Pinguin hingegen greift dann wieder einen Abschnitt aus „The Batman“ auf – inklusive der Originalmusik. Dieser Mischmasch könnte in reinen Fanservice ausarten und tatsächlich irgendwann nerven, bleibt aber im Rahmen der humorvollen Geschichte durchaus stimmig. Klar, dieser Titel bleibt ein LEGO-Game, erwartet also keine Tiefe wie in einem „Kingdom Come: Deliverance 2„. Aber aus meiner Sicht bewältigt die Story sauber den Spagat aus Verweisen auf die unzähligen Vorlagen und dem Erzählen einer Geschichte im humorvollen LEGO-Stil.

Als technische Basis dient dabei die Unreal Engine 5. Gespielt habe ich die PC-Fassung mit maximalen Settings, 4K-Auflösung und 60 fps als Bildrate. Mit DLSS Quality läuft das Ganze tatsächlich vernünftig, die für ihren Hardware-Hunger berüchtigte Engine sorgt aber für deutlich höhere Anforderungen als bei vergangenen LEGO-Spielen. Allerdings spiegelt sich das tatsächlich auch in vielen optischen Details wider. Wasser läuft bei Regen etwa natürlich Batmans Maske herunter, alle Texturen sind knackscharf und die Weitsicht ist oft beeindruckend. Kein anderes LEGO-Spiel hat bisher so hübsch ausgesehen.

Die Sprachausgabe auf Englisch finde ich recht gelungen, auch wenn Shai Matheson mir als Batman etwas zu soft klingt. Die deutsche Umsetzung kommt mir tatsächlich etwas hingeschludert vor, das hat man in anderen Batman-Titeln wie eben der „Arkham“-Reihe schon deutlich besser gehört. Die Soundkulisse übernimmt bekannte Effekte aus den bisherigen LEGO-Titeln, während der Soundtrack eine Mischung aus Eigenkompositionen im Stil der „Arkham“-Reihe und lizenzierten Stücken aus den Kinofilmen darstellt.

Batcave wird zum Mancave

Neu ist im Übrigen, dass ihr auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad „Dark Knight“ im Gegensatz zu bisherigen LEGO-Spielen tatsächlich einen „Game Over“-Screen zu Gesicht bekommen könnt. Auch warten hier mehr bzw. stärkere Gegner auf euch. Ich empfehle dieses Setting jedoch ausdrücklich. Denn so spielt sich „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ tatsächlich wie eine Mischung aus Rocksteadys „Arkham“-Reihe und bisherigen LEGO-Spielen.

Das Free-Flow-Kampfsystem etwa mit passendem Counter-Timing und Kombos hat man nahezu 1:1 aus der „Arkham“-Reihe übernommen. Es wurde aber etwas vereinfacht, damit auch jüngere Mitspieler zurechtkommen. So spielen Batmans Gadgets in den Kämpfen eine geringere Rolle. Es ist auch möglich, „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ im Koop zu spielen. Denn in den Missionen und der offenen Welt hat Batman immer einen Begleiter dabei – im Prolog Talia al Ghul, anschließend Jim Gordon und später Robin und Co.

Wie man es aus den anderen LEGO-Spielen kennt, so müsst ihr auch als Singleplayer die Fähigkeiten der unterschiedlichen Charaktere in Anspruch nehmen. Beispielsweise verfügt Gordon über eine Art Klebepistole, die Zahnräder blockieren kann. Nur so lassen sich manche Apparate in der Welt aushebeln. Jeder Charakter bringt eigene Spezialitäten mit, die bei der Erkundung der Spielwelt und der geschlossenen Levels helfen.

In Letzteren könnt ihr auch wieder Mini-Kits freispielen – das sind jetzt je nach Level z. B. Surfbretter, Discokugeln oder andere Objekte, die sich fünfmal finden und allesamt zerdeppern wollen. Findet ihr alle, winkt eine Trophäe für den Batcave. Je Level gibt es zudem einen roten Legostein und Waynetech-Kisten für zusätzliche Boni. So werdet ihr natürlich motiviert, bereits abgeschlossene Levels später erneut zu erkunden. Die Bathöhle wird dabei schnell zum Mancave. Denn dort sammelt ihr gefundene Trophäen, neue Kostüme, Trainingsanlagen und mehr. Gerade, wenn man auch die Comics oder andere Filme und Serien rund um den dunklen Ritter kennt, wird das schnell zum Fest. Ich habe etwa von Anfang an auf Kostüm und Batmobile aus „Batman“ (1989) nur so gewartet.

Ein Feuerwerk an Fanservice

Generell hält „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ sauber bei Laune. Kids werden die Anspielungen nicht alle verstehen, aber Erwachsene können sich auf ein Feuerwerk an Querverweisen auf die gesamte Historie von Batman freuen. Selbst wenn ihr die Story nach etwa 15 Stunden durchgespielt habt, bleibt dabei noch Raum, die offene Spielwelt zu entdecken, Rätsel und Herausforderungen zu lösen oder bereits bewältigte Levels nochmals nach Geheimnissen abzuklappern. Die Altersfreigabe „Ab 12 Jahren“ finde ich persönlich dabei etwas streng. Klar, selbst die Welt von LEGO-Batman ist teilweise düster, doch „brisante“ Geschehnisse der Comics oder Filme werden hier LEGO-typisch so verpackt, dass sie extrem entschärft herüberkommen.

Am Ende ist „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ eine Art Mischung aus bisherigen LEGO-Spielen und der „Arkham“-Reihe – fast wie das, was sich vielleicht mancher z. B. von „Gotham Knights“ gewünscht hätte. Mir hat der Titel extrem viel Spaß gemacht und die Mischung aus Fanservice und eigener Story funktioniert hervorragend. Zum Abschluss nur nochmals der Tipp: Spielt den Titel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Die Kämpfe machen dadurch mehr Laune, sind aber immer sehr gut zu bewältigen.

Ich habe mich jedenfalls unheimlich gefreut, nach Jahren des Wartens endlich wieder ein rundum gelungenes Batman-Game zu bekommen. Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet ein LEGO-Spiel sein würde? Erhältlich ist „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ ab sofort für die Xbox Series X|S, PlayStation 5 und den PC (Steam, Epic Games Store). Eine Portierung für die Nintendo Switch 2 erscheint im weiteren Jahresverlauf.

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