Kindle Paperwhite Signature Edition 2024: Ein erster Blick

Amazon hat einen ganzen Schwung neuer Hardware vorgestellt. Darunter ein neuer Scribe, der Colorosft mit farbigem Display sowie der normale Kindle und ein neuer Kindle Paperwhite. Den konnte ich mir nun schon etwas anschauen.

Seit seiner Einführung 2012 haben Kunden den Kindle Paperwhite zum meistverkauften Kindle gemacht, teilte Amazon bei der Vorstellung mit. Der Paperwhite 2024 ist der bisher flotteste, was nicht verwunderlich ist, man hat nach all den Jahren auch unter der Haube schnellere Hardware verbaut.

So kann man flüssig durch die Kindle-Bibliothek oder den Kindle Shop navigieren und Seiten 25 % schneller umblättern. 25 % sagt Amazon aus. Ob das stimmt? Kann ich nicht sagen. Aber ja, er ist natürlich spürbar flotter beim Umblättern und Anzeigen von Inhalten. Die Ränder um das Display sind beim neuen Modell weiterhin abgerundet, was die Handhabung für mich angenehm macht. Ganz cool, ich weiß gar nicht, wann das eingeführt wurde: Man kann den Kindle mittlerweile easy mit der App einrichten, das wirkt fast wie ein Fast Pair.

Erstmals verfügt der Kindle Paperwhite (127,5 mm x 176,7 mm x 7,8 mm) über ein 7-Zoll-Display. Das Display verwendet einen Oxid-Dünnschichttransistor, der das derzeit höchste Kontrastverhältnis aller Kindle-Geräte bietet. Das bedeutet, dass der Text schwärzer und der Hintergrund weißer erscheint, was das Lesen angenehmer macht – auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Ich hatte bei wechselnden Lichtverhältnissen absolut keine Probleme, den Text zu erkennen, knackig scharf alles. Allerdings ist es so, dass mir persönlich der Unterschied zum größeren Display beim Lesen so gar nicht auffällt. Klingt komisch, ist aber so.

Paperwhite 2024 vs. 2021

Dennoch: Ein Mehr ist schön, das Gerät wird dadurch nicht weniger kompakt. Wer den Amazon Kindle Paperwhite Signature Edition nutzt, kann über den Lichtsensor das Display justieren lassen. Das funktionierte in meinem Test ganz gut. Die Farbtemperatur lässt sich auch in 24 Stufen von „Weiß“ bis „Bernstein“ wechseln, dies auf Basis einer Automatik Sonnenaufgang / Sonnenuntergang oder nach Zeitplan. Ich selbst habe das Display früherer Versionen nie als „störend blau“ empfunden und Einschlafprobleme habe ich auch nie nach einer Lese-Sitzung gehabt. Wer allerdings da empfindlich ist, wird die Möglichkeit als nett empfinden, kennt man aber auch vom Vorgänger.

Paperwhite 2024 vs. 2021

Trotz seiner dünnsten Ausführung aller Zeiten besitzt der neue Kindle Paperwhite eine Akkulaufzeit von bis zu drei Monaten. Das kann ich bisher nicht bestätigen, da ich das Gerät noch nicht so lange in der Mache habe. Der 211 Gramm leichte Kindle Paperwhite ist wasserfest (was ich bestätigen kann) und bietet 16 GB Speicherplatz. Erhältlich ist er in den Farben Schwarz, Jadegrün und Rosa. Die Kindle Paperwhite Signature Edition mit 32 GB Speicherplatz, optionalem kabellosem Aufladen und automatisch anpassbarem Frontlicht ist in den Farben Schwarz Metallic, Jadegrün Metallic und Rosa Metallic verfügbar.

Paperwhite 2024 vs. 2021

Im Test habe ich ja die Kindle Paperwhite Signature Edition. Die ist teurer, dafür aber auch werbefrei. Die Nicht-Signature-Edition kann man auch ohne Werbung bekommen, das kann man sich für 10 Euro Aufpreis erkaufen. Muss man sich durchrechnen. Letzten Endes kostet der Kindle Paperwhite 169 Euro, die Signature Edition 199 Euro, die bietet aber mehr Speicher, keine Werbung, die Möglichkeit des drahtlosen Ladens sowie ein Frontlicht mit gut funktionierender automatischer Anpassung. Für mich persönlich ist das drahtlose Laden kein großer Vorteil, aber wer es mag, der kann auch Dritt-Hersteller-Ladepads nehmen. Da muss man nicht zwingend zum Amazon Ladedock greifen.

Paperwhite 2024 vs. 2021

Ob sich ein Upgrade lohnt? Ganz ehrlich? Nicht, wenn ihr vom Kindle Paperwhite des Vorgängers kommt. Ganz ehrlich, wie oft ochst man in den Einstellungen rum, dass man das flottere Reagieren merkt? Und der Vorgänger hat als Signature Edition auch die oben erwähnte automatische Helligkeitsanpassung – und weiterhin kann man auch die Farbtemperatur abhängig von der Uhrzeit machen. Da ist der Sprung meines Erachtens nicht so groß, als dass sich ein Upgrade lohnt. Klar, man sagt ja gerne, dass „neu immer besser ist“, was auch stimmt – aber notwendig ist eine Neuanschaffung nicht immer.

Gelegenheitslesern mit kleinerem Budget würde ich eh zum normalen Kindle raten, Leseratten mit entsprechendem Budget können natürlich zum Kindle Paperwhite greifen. Der neue Kindle Paperwhite 2024 überzeugte mich in den Stunden der Nutzung, es ist ein solides Upgrade, von dem aber nur Menschen etwas spüren, die wesentlich ältere oder Nicht-Paperwhite-Geräte nutzen.

Wichtige Randfakten: Die neuen Geräte verwenden MTP und werden daher auf einem Mac nicht als normales USB-Speichergerät angezeigt. Nutzer benötigen etwas wie OpenMTP, um Dateien an den Kindle senden zu können, alternativ gibt es Send to Kindle, Calibre oder die Möglichkeit, am Smartphone Dateien in die Kindle-App zu schieben. Werden eigene EPUBs per Sideload auf das Gerät gebannt (auch per Calibre), kann es sein, dass keine Seitenzahlen angezeigt werden. Das kann man umgehen, indem man das E-Book mit der Kindle-App synchronisiert.

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Hisense 110UX: Mini-LED Fernseher mit 110 Zoll startet für 20.000 US-Dollar

Im Rahmen der CES 2024 hat Hisense neue Smart-TVs vorgestellt. Ein Highlight, welches es aber wohl vorerst in die wenigsten Wohnzimmer schaffen wird, ist hierbei der Hisense 110UX. Hierbei handelt es sich mit 110 Zoll (279,4 cm) um einen wahrlichen Boliden, der mit seiner Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung stolze 10.000 Nits hell werden kann. Ab sofort kann dieser bestellt werden. Kostenpunkt? Stolze 20.000 US-Dollar.

Hisense arbeitet beim 110UX mit 40.000 Dimming-Zonen, um die Beleuchtung filigran anzusteuern und Backlight Bleeding zu minimieren sowie Kontraste zu erhöhen. Mit Hi-View AI Engine X werden Echtzeit-Anpassungen für ein „klares Bild“ durchgeführt.

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Seagate Game Drive External SSD für die PlayStation 5 im Test

Im September 2024 hat Seagate das Game Drive External SSD mit 1 bzw. 2 TByte Kapazität für die Sony PlayStation 4|5 in den Handel gebracht. Das klingt möglicherweise nach einer schönen Lösung, um z. B. eure Daten von einer PS5 zu einer PS5 Pro zu übertragen. Ich habe mir das externe Laufwerk in der Variante mit 2 TByte Speicherplatz einmal für euch im Test angeschaut.

Grundsätzlich handelt es sich hier um eine externe SSD, die ihr freilich nicht nur an der Sony PlayStation 4|5, sondern z. B. auch an einem Notebook oder PC verwenden könnt. Angeschlossen wird das Seagate Game Drive External SSD über seinen einzigen Anschluss – USB-C (3.2 Gen 2). Ab Werk ist das Laufwerk im exFAT-Format formatiert. Hier findet ihr die offizielle Produktseite des Herstellers.

Das Seagate Game Drive External SSD mit 2 TByte Speicherplatz kostet 274,99 Euro. Das ist eine ordentliche Stange Geld, denn schließlich könnt ihr in der PS5 ebenfalls ein zusätzliches internes M.2-SSD verbauen. Da landet ihr dann für 2 TByte etwa bei nur 140 Euro, wenn ihr euch z. B. die WD_BLACK SN850X ins Haus holt. Somit ist Seagates externe SSD vor allem dann sinnvoll, wenn ihr schon den internen Speicherplatz erweitert habt, es euch aber immer noch nach mehr Kapazität dürstet.

Ausstattung und Verarbeitung

Im Lieferumfang des Seagate Game Drive External SSDs liegen neben dem Laufwerk an sich auch zwei Kabel bei – eines von USB-C zu USB-C und eines von USB-C zu USB-A. Das erleichtert den Anschluss an unterschiedlichen Geräten. Auch eine Kurzanleitung sowie ein Code für 14 Tage PlayStation Plus Premium finden sich in der Schachtel. Den Code können aber nur Neukunden einlösen, er nutzt euch nichts bei einem bestehenden Abonnement.

Das Gehäuse des externen Laufwerks ist so gestaltet worden, dass es quasi perfekt zur PlayStation 5 passt. So nutzt man eine Mischung aus Schwarz und Weiß. Obendrein sitzt an der Seite ein blauer LED-Streifen, der an die entsprechenden Leisten der Konsole erinnert. Das Seagate Game Drive External SSD kann seinen gesamten Strombedarf per USB decken. Es benötigt also keinen zusätzlichen Stromanschluss.

Generell ist das Seagate Game Drive External SSD für die PS4 und PS4 heruntergebrochen eine externe SSD, die ihren im Vergleich zu Alternativen sehr hohen Preis durch die PlayStation-Ästhetik zu rechtfertigen versucht. Wobei es sich hier, das sollte man fairerweise erwähnen, um ein wirklich schnelles 10-Gbps-Modell handelt. Da sich allerdings vom externen Laufwerk aufgrund Auflagen von Sony nur PS4-Titel starten lassen, könnt ihr nur begrenzt aus der Geschwindigkeit Kapital schlagen. PS5-Spiele lassen sich zwar ebenfalls auf die SSD von Seagate verschieben, dort dann aber quasi nur archivieren.

Praxistest des Seagate Game Drive External SSD

Mit der PlayStation 4 bzw. PlayStation 5 oder beliebigen anderen Geräten verbindet ihr das Seagate Game Drive External SSD via USB 3.2 Gen 2. Seagate weist dem Laufwerk maximale Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s zu. Rund 70 g wiegt die SSD im Übrigen und nimmt mit ihren Maßen von gerade einmal 10,5 (Länge) x 5,5 (Breite) x 1,1 (Höhe) cm wenig Platz weg.

Nutzt ihr das Seagate Game Drive External SSD über die USB-Ports an der Rückseite der PlayStation 5, könnt ihr für ca. 200 GByte Übertragung vom Konsolenspeicher auf das externe Laufwerk mit etwa 17 Minuten rechnen. In etwa die gleiche Geschwindigkeit lässt sich erreichen, wenn ihr den vorderen USB-C-Anschluss einsetzt. Den vorderen USB-A-Anschluss solltet ihr dafür vermeiden, da er auf USB 2.0 basiert und die maximale Geschwindigkeit deutlich begrenzt.

Das Seagate Game Drive External SSD ist dabei nicht nur kurzfristig schnell bei der Datenübertragung, sondern kann seine maximale Schreibgeschwindigkeit auch lange halten. Es dauert etwa 10 Minuten, bevor das Ganze bei mittlerweile prall gefülltem Cache dann etwas einbricht – aber immer noch nahe den versprochenen 1.000 Mbps bleibt. Ist aber natürlich die Frage, ob ihr davon bei der Nutzung des externen Laufwerks an der Spielekonsole allzu viel bemerkt. Jedenfalls werdet ihr keinerlei Probleme damit haben, Spiele für die PlayStation 4 direkt von der externen SSD aus zu zocken.

Bemängeln kann man am Seagate Game Drive External SSD, dass der Hersteller nicht gleich auf eine Variante mit 20 Gbps gesetzt hat. Das hätte die Anwendungsmöglichkeiten im PC-Bereich erweitert. An der PS5 hätte das allerdings ehrlicherweise keinen Mehrwert gehabt, da die USB-Ports der Konsole ohnehin auf maximal 10 Gbps festgenagelt sind. Bei dem Preis, den Seagate hier ausruft, hätte der Geschwindigkeitsschub aber gerne drin sein dürfen.

Mein Fazit

Habt ihr den internen Speicherplatz eurer PlayStation 5 bereits durch ein zusätzliches M.2-SSD erweitert und wünscht euch noch mehr Kapazität zum Archivieren von PS5-Games oder dem Starten von PS4-Titeln, dann kann das Seagate Game Drive External SSD mit 2 TByte Kapazität eine feine Option sein. Allerdings zahlt ihr hier für die offizielle PlayStation-Lizenz und das zur PS5 passende Design einen saftigen Aufpreis. Vergleichbare externe SSDs mit identischer Kapazität ohne PlayStation-Branding sind im Handel auch schon für ca. 100 Euro weniger zu haben.

Insofern lohnt sich dieses Modell von Seagate für euch genau dann, wenn ihr eine unkomplizierte externe SSD-Lösung sucht, die optisch perfekt zur PlayStation 5 passt und über die internen Erweiterungsmöglichkeiten hinausgeht. Da erledigt die Seagate Game Drive External SSD auch ihren Job. Ich persönlich würde aber noch etwas abwarten, bis sich der Straßenpreis einpendelt.

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Razer Kraken V4 Pro: Gaming-Headset mit haptischem Feedback im Test

Razer hat Ende September 2024 mit dem Kraken V4 Pro ein neues Gaming-Headset vorgestellt. Als Alleinstellungsmerkmal bietet dieses Exemplar haptisches Feedback. Das nennt der Hersteller konkret „Razer Sensa HD Haptics“. Ich habe diese Funktion einmal im Alltag auf die Probe gestellt und mir auch die sonstigen Qualitäten der Kopfhörer für euch angehört.

Das Razer Kraken V4 Pro gehört im Bereich der Gaming-Headsets zur Oberklasse, was sich auch im Preis widerspiegelt: 449,99 Euro kostet dieses Exemplar. Neben dem erwähnten Alleinstellungsmerkmal des haptischen Feedbacks bekommt ihr aber auch einen besonderen OLED Control Hub dazu. Dabei handelt es sich um eine Steuerungseinheit, die ihr mit Konsole oder PC verbindet. Das Gerät erinnert mit seinem großen Drehregler vage an analoge Verstärker. An dem Hub sitzt eben ein kleines OLED-Display, das es euch erlaubt, z. B. zwischen verschiedenen Zuspielern und Klangmodi zu wechseln.

Technische Daten der Razer Kraken V4 Pro

  • Over-Ear-Gaming-Headset mit ovalen Ohrpolstern
  • Treiber: 40 mm
  • Chroma-RGB-Beleuchtung
  • Razer Sensa HD Haptics für haptisches Feedback
  • Frequenzgang: 20 Hz – 28 kHz
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Empfindlichkeit: 98 dBSPL / mW bei 1 kHz (HATS)
  • Ohrmuschel-Material: Kunstleder mit Ohrpolstern aus Memory-Schaumstoff
  • Verbindungsmöglichkeiten: 2,4 GHz per OLED-Control-Hubm Bluetooth 5.3, USB Typ A oder 3,5-mm-Klinkenstecker
  • Bluetooth-Codecs: AAC, SBC
  • Mikrofon: einziehbares, unidirektionales HyperClear-Super-Breitband-Mikrofon
  • Mikrofon-Frequenzgang: 100 Hz – 10 kHz
  • Akkulaufzeit: bis zu 50 Stunden
  • Weitere Besonderheiten: Virtueller Surround-Sound via THX Spatial Audio
  • Gewicht: 397 g
  • Preis 449,99 Euro

Als Begleit-App des Razer Kraken V4 Pro dient Razer Synapse 4. Das Gaming-Headset erlaubt es euch, unter Windows 10 bzw. Windows 11 auch virtuellen Surround-Sound via THX Spatial Audio zu verwenden. Das soll eben 7.1-Raumklang simulieren. Einige Spiele verfügen dafür sogar über spezielle angepasste THX-Game-Profile. Wie schon erwähnt, lassen sich die Kopfhörer aber natürlich nicht nur a, PC verwenden, sondern auch an Spielekonsolen wie der PlayStation 5 oder Nintendo Switch. Via Bluetooth 5.3 ist das Razer Kraken V4 Pro auch in Kombinationen mit mobilen Endgeräten einsetzbar.

Ausstattung und Verarbeitung

Im Lieferumfang des Razer Kraken V4 Pro findet ihr neben dem Gaming-Headset an sich noch den erwähnten OLED Control Hub, ein Kabel von USB-C auf USB-A, ein Kabel von USB-C auf USB-C, ein 3,5-mm-Audio-Kabel, eine Anleitung, ein paar Sticker sowie einen Stoffbeutel für den Transport vor. Ich persönlich hätte mir statt des Beutels angesichts des ausgerufenen Preises eher ein stabiles Case gewünscht, welches das Headset beim Transport besser schützt. Dafür machen die geflochtenen Kabel einen sehr hochwertigen Eindruck.

Zwar sind die Ohrmuscheln des Gaming-Headsets drehbar, zusammenfalten könnt ihr die Kopfhörer für den platzsparenden Transport jedoch leider nicht. Dabei sitzen ab beiden Ohrmuscheln Bedienelemente. Links findet ihr den Powerbutton, ein Lautstärkerad sowie eine Taste zur Stummschaltung des Mikrofons vor. Letzteres sitzt ebenfalls an der linken Seite und lässt sich praktisch herausziehen oder bei Nichtgebrauch komplett einfahren.

An der rechten Ohrmuschel sitzen eine Taste zur Aktivierung bzw. Deaktivierung des haptischen Feedbacks sowie ein Multifunktions-Button, der z. B. zwischen den verschiedenen Modi wechseln oder das Bluetooth-Pairing einleiten kann. Angenehm ist, dass ihr nicht nur die Größe des Ohrbügels, sondern auch den Winkel der Muscheln für mehr Ergonomie anpassen könnt. Die Polsterung des Bügels habe ich dabei als sehr angenehm empfunden. Auch die Ohrmuscheln sind gut gepolstert, aufgrund ihrer Größe solltet ihr aber aufpassen, dass sie bei euch nicht auf das Kiefergelenk drücken. Ich musste da ein wenig mehr justieren als üblich, bis ich den für mich passenden Sitz heraus hatte.

Dann wäre da besagter OLED Control Hub. Über diesen könnt ihr bis zu drei Audioquellen parallel verbunden halten – dafür gibt es zwei Ports für USB-C, einmal 3,5 mm und eben die beiden kabellosen Verbindungswege. Diese Steuerungseinheit fällt natürlich wesentlich mehr ins Auge als ein kleiner USB-Dongle, sieht aber zumindest recht schlicht und nicht nach dem typischen „Gaming-Bling-Bling“ aus. Das gesamte Konstrukt ist aus Plastik, auch der Drehknopf vorne. Anstatt des Hubs bietet das Kraken V4 Pro die obligatorische RGB-Beleuchtung an den Ohrmuscheln, die ihr auch mit anderen Chroma-Geräten von Razer synchronisieren könnt.

Insgesamt finde ich Ausstattung und Verarbeitung des Razer Kraken V4 Pro sehr gelungen. Das Headset macht optisch und haptisch einen wirklich hochwertigen Eindruck und der OLED Control Hub erleichtert die schnelle Bedienung, ohne erst in der Synapse-App wühlen zu müssen. Dass ein stabiles Tragecase fehlt, ist zwar schade, aber zu verschmerzen, da die meisten User das Gaming-Headset wohl ohnehin primär daheim nutzen werden. Schließlich gibt es für unterwegs passender Bluetooth-Kopfhörer mit höherwertigen Codecs und ANC.

Praxistest des Razer Kraken V4 Pro

Ich konnte das Razer Kraken V4 Pro mit Sensa HD Haptics schon im Rahmen eines Briefings beim Hersteller austesten, was aber nur ein Vorgeschmack gewesen ist. Zu Hause konnte ich diese Funktion beispielsweise mit den Titeln „Hitman: World of Assassination“ und „Hogwarts Legacy“ an meinem Gaming-PC testen. Beide Spiele aus meiner Sammlung sind explizit für die Funktion optimiert worden. Ihr könnt aber grundsätzlich jedes Spiel mit haptischem Feedback verwenden. Dafür konfiguriert ihr in der App Synapse 4 einfach, welcher Audio-Frequenzbereich dafür eingezogen werden soll. Razer schlägt für einige Spiele auf dieser Website auch passende Settings vor.

Ich habe dabei etwa für mich herausgefunden, dass weniger oft mehr ist. So könnt ihr nicht nur aus grundlegenden Profilen (Balanced, Controlled, Dynamic) wählen, sondern auch den Frequenzbereich und die Intensität des Feedbacks für euch abstimmen bzw. per Custom-Modus ans Werk gehen. Letzten Endes empfand ich beim Herumprobieren das Profil „Controlled“ ganz gut, im Custom-Modus mit eigenen Anpassungen lässt sich aber natürlich am meisten herausholen. Sonst nutzt sich das haptische Feedback eher ab bzw. nervt schnell, wenn es fast die ganze Zeit rumpelt. Mehr Spaß macht es dann doch, wenn z. B. nur bei größeren Explosionen oder dem Stampfen eines Monsters plötzlich bombastisch wird. Das alles funktioniert derzeit im Übrigen nur am PC in vollwertiger Form. Seid ihr also reine Konsoleros, solltet ihr bedenken, dass euch die Abstimmungen über Synapse und die Spiele-Profile nicht zur Verfügung stehen.

Glücklicherweise könnt ihr das in der App Razer Synapse 4 recht benutzerfreundlich einstellen und auch für Games einzeln in Profilen abspeichern. Hier hat man im Grunde schnell den Dreh heraus und findet einen Weg, das Feedback so zu gestalten, dass es den eigenen Ansprüchen genügt. Wenn ihr darauf mal gar keine Lust habt, könnt ihr es freilich auch ausknipsen. Zu beachten ist natürlich, dass die Vibrationen auch am Akku ziehen. Nutzt ihr z. B. eine 2,4-GHz-Verbindung, was beim Gaming aus meiner Sicht der beste Weg ist, dann kann je nach Settings nach z. B. 20 Stunden Schluss sein. Zieht ihr auch noch die RGB-Beleuchtung hinzu, dauert es maximal 13 Stunden, bis der Ofen aus ist.

Ohne Haptik und Beleuchtung landet ihr bei 2,4 GHz bei bis zu 50 Stunden. 45 Stunden sind es immerhin noch, wenn ihr 2,4 GHz und Bluetooth parallel aktiviert haltet, um z. B. bei einem Anruf schnell aus dem Spiel zum Telefonat wechseln zu können. Wo wir bei Telefonaten sind: Das herausziehbare Mikrofon erledigt einen sehr sauberen Job und ist für Sprachanrufe und Voice-Chats sehr gut geeignet. Es werkelt ja auch im bereits erhältlichen BlackShark V2 Pro und konnte da bereits viel Lob einheimsen, in das ich hier mit einstimmen kann.

Weniger vom Hocker reißen mich der virtuelle 7.1-Surround-Sound bzw. THX Spatial Audio. Allerdings sei dazu fairerweise gesagt, dass mich mit solchen Sperenzchen noch kein einziger Kopfhörer für sich gewinnen konnte. Das Ergebnis von derlei Techniken ist in meinen Ohren einfach ein differenzierter Stereo-Klang, der aber nichts mit Surround-Sound zu tun hat. Zum allgemeinen Klang: Es dienen hier Razers TriForce-Bio-Zellulose-Treiber als Basis, die für einen natürlichen und warmen Sound sorgen sollen. Ab Werk ist mir das Ganze, typisch für die meisten Gaming-Headsets, etwas zu basslastig. Das könnt ihr aber natürlich noch über die Synapse-4-App anpassen.

In der App könnt ihr auch Animationen, auch in Form eigener GIFs für den OLED Control Hub einbinden. Letzterer ist wirklich eine feine Sache, denn ich muss somit für kleinere Einstellungen nicht immer die Synapse aufrufen. Zumal man über den Drehregler, der auch als übergroßer Button dient, sehr schnell zwischen den Einstellungen wechselt. Tolle Sache, falls man etwa den Equalizer-Modus wechseln oder das haptische Feedback umstellen will.

Klar, ist das Razer Kraken V4 Pro ansonsten kein audiophiler Kopfhörer, denn man merkt dem Klangbild an, dass hier nicht Musik und Videowiedergabe, sondern Games der Fokus sind. Allerdings ist in Spielen eine exzellente Stereo-Differenzierung gegeben und das Gameplay klingt sehr wuchtig. Leidtragende sind eben grundlegend etwas die Höhen, sodass die Musikwiedergabe natürlich nicht an Allround-Bluetooth-Kopfhörern der gehobenen Klasse herankommt. Aber das werfe ich diesem Modell nicht vor, denn die Paradedisziplin ist nun einmal das Gaming – und da ist das Ergebnis fantastisch.

Letzter Einwurf zu Razer Sensa HD Haptics: In angepassten Games erhaltet ihr spezifisches Vibrations-Feedback, das z. B. perfekt zu Zaubersprüchen in „Hogwarts Legacy“ passt. Noch immersiver wird das dann, wenn ihr das Vibrations-Kissen Freyja verwendet. Dieses konnte ich bislang aber nur im Rahmen des Briefings antesten und noch nicht ausführlicher testen. Ihr könnt das haptische Feedback im Übrigen auch noch Belieben außerhalb von Spielen für Musik und Videos anlegen.

Mein Fazit

Das Gaming-Headset Razer Kraken V4 Pro klingt wirklich gut in Spielen und ermöglicht eine präzise Ortung der Gegner bei reichlich Wucht. Dieser Eindruck wird durch Sensa HD Haptics noch verstärkt, denn das Vibrations-Feedback trägt durchaus zur Immersion bei. Dass man das auch für sich fein abstimmen kann, finde ich sehr überzeugend. So macht das Haptic Feedback auch in nicht speziell durch die Entwickler optimierten Titeln Spaß. Der OLED Control Hub wiederum erleichtert die Bedienung und lässt sich dank eines langen Kabels flexibel platzieren.

Ergonomisch gibt es aus meiner Sicht bessere Gaming-Headsets, denn die recht großen Ohrmuscheln haben bei mir bei minimal verrutschtem Sitz unangenehm auf den Kieferknochen gedrückt. Das wird aber bei jedem Kopf etwas anders aussehen. Ich musste hier jedenfalls sehr auf die absolut passende Position achten. Klanglich bin ich vom Kraken V4 Pro sehr überzeugt, auch wenn es typisch für diesen Produktbereich im Bassbereich etwas zu stark zur Sache geht. Die Möglichkeit THX Spatial Audio bzw. virtuellen 7.1-Surround-Sound zu genießen, ist für manchen Leser vielleicht ebenfalls ein Mehrwert. In Spielen ist der Sound jedenfalls differenziert und kräftig.

Beachten sollten Konsolenspieler, dass ihr aus dem Razer Kraken V4 Pro eigentlich nur an einem PC mit der Begleit-App Synapse 4 das Maximum herausholen könnt. Auch an der PlayStation 5 macht das Gaming-Headset Laune, aber ich selbst wechsele regelmäßig zwischen Konsole und PC und profitiere so voll und ganz von den Stärken. Im Gesamtergebnis ist das Kraken V4 Pro ein tolles Gaming-Headset, das etwas Neues wagt. Jetzt liegt die Zukunft auch ein wenig in den Händen der Entwickler, denn sollten mehr Studios Sensa HD Haptics explizit in ihre Titel einarbeiten, wäre der Kaufanreiz natürlich noch größer. Schließlich sind die ausgerufenen 449,99 Euro kein Pappenstiel.

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Smartphone-Markt wächst im 3. Quartal 2024 um 5 %

iPhone 16

Der internationale Smartphone-Markt ist laut den Marktforschern von Canalys im 3. Quartal 2024 um 5 % gewachsen, wenn man mit dem gleichen Zeitraum 2024 vergleicht. Es handelt sich dabei um das vierte Quartal in Folge, in dem es im Jahresvergleich zu einem Wachstum gekommen ist. Angetrieben wird jenes durch anhaltende Nachfrage in Schwellenländern sowie einen neuen Kaufzyklus in Nordamerika, China und Europa.

Samsung bleibt weiterhin Marktführer mit 18 % der ausgelieferten Smartphones. Allerdings liegt man nur noch sehr knapp vor Apple, die ebenfalls auf 18 % Marktanteil kommen. Danach folgt Xiaomi mit 14 %. Auf Rang 4 finden wir dann Oppo mit 9 % Marktanteil vor. Abgerundet werden die Top 5 schließlich durch vivo mit 9 % Marktanteil und einem zweistelligen Wachstum.

Insbesondere Apple dürfte sich freuen, denn man erreichte seine bisher höchsten Auslieferungsmengen, die das Unternehmen je in einem 3. Quartal verbuchen konnte. Der Hersteller aus Cupertino profitiere von einer Hinwendung des Marktes zu Premium-Modellen. Generell sehe es aber so aus, dass die erfolgreichsten fünf Smartphone-Hersteller immer näher zusammenrücken

Für die weiteren Entwicklungen werde es entscheidend sein, dass die Lagerbestände gut gehalten werden können. Apple müsse wiederum Apple Intelligence in weitere Regionen bringen, um seinem iPhone 16 einen zusätzlichen Schub zu geben. Dann werde es für den Hersteller auch 2025 rosig aussehen.

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