GrapheneOS: Zusammenarbeit mit Smartphone-Hersteller

GrapheneOS ist ein Custom-ROM, basierend auf Android, dessen Entwickler den Fokus auf Sicherheit und Privatsphäre gelegt haben. Wie die Entwickler nun via Twitter bekannt gegeben haben, arbeite man direkt mit einem Smartphone-Hersteller zusammen. Daher solle ein mobiles Endgerät auf den Markt kommen, welches dann direkt ab Werk mit GrapheneOS ausgestattet wäre.

Konkretere Angaben dazu sollen laut den Verantwortlichen in den kommenden Monaten folgen. Noch könne man leider nicht weiter ins Detail gehen. So ist offen, mit welchem Partner man da gemeinsame Sache macht. Ich selbst könnte mir spontan Huawei vorstellen, die dadurch vielleicht ihr Image aufpolieren könnten und ohnehin keine Chance haben derzeit die Google-Dienste zu verwenden.

We’re going to be collaborating with a hardware vendor to get a device produced with comparable security and support for alternative operating systems as Pixels.

We can’t publish details right now but we’re optimistic about it and hope to have real news about it in a few months.

— GrapheneOS (@GrapheneOS) February 7, 2022

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WD_BLACK SN770 NVMe: Neue PCIe-Gen4-SSDs für Spieler

Western Digital ergänzt seine Reihe der WD_Black-SSDs um die neuen Modelle WD_BLACK SN770 NVMe. Sie kommen im Formfaktor M.2 daher und bieten wahlweise 250 GByte, 500 GByte, 1 TByte bzw. 2 TByte Kapazität. Die Laufwerke entsprechen dem Standard PCIe Gen4 und erreichen, in den Varianten mit 1 bzw. TByte sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von 5.150 MB/s bzw. sequenzielle Schreibraten von 4.900 MB/s.

Der Hersteller bescheinigt den neuen SSDs eine bis zu 40 Prozent höhere Geschwindigkeit und eine um 20 Prozent erhöhte Energieeffizienz, wenn man mit dem direkten Vorgängermodell vergleiche. Preislich liegen die SSDs zwischen 66,99 Euro für die Version mit 250 GByte und 402,99 Euro für die Variante mit 2 TByte. Zum Verkaufsstart bietet Western Digital im Online-Shop alle SN770-NVM- SSDs mit 1 TByte oder 2 TByte Speicher im Bundle mit einem exklusiven WD_BLACK T-Shirt an – solange der Vorrat reicht.

Kompatibel sind die SSDs laut Western Digital zu PCs mit Windows 8.1, Windows 10 und Windows 11. Die Maße betragen (L x B x H) 80 x 2 x 2,38 mm.

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Austrian Audio PG16: Erstes Gaming-Headset der Österreicher im Test

Austrian Audio ist ein noch recht junger Anbieter, der mit dem PG16 sein erstes Gaming-Headset vorgestellt hat. Hinter dem Unternehmen stecken aber alte Hasen, nämlich ehemalige Mitarbeiter der AKG Acoustics GmbH, welche nach Samsungs Übernahme des Mutterkonzerns Harman nun eigene Wege gehen. Da sind schon einige Kopfhörer erhältlich, doch das Austrian Audio PG16 markiert eben nun den Einstieg ins lukrative Gaming-Segment. Ob das gelungen ist, hörte ich mir für euch im Test an.

Zunächst eine Warnung an Nutzer von Apple Macs auf M1-Basis: Käufer des Headsets erhalten einen Gutschein für die Software Spatial Soundcard L. Jene soll für euch eben räumlichen Klang in Kombination mit dem Gaming-Headset PG16 ermöglichen. Leider funktioniert die Software nicht in Verbindung mit Apple Silicon und verweigert die Installation. Zumindest musste ich diese Erfahrung an meinem Mac mini machen. Kompatibel ist das Programm jedoch zu Apple Macs auf Intel-Basis sowie 64-Bit-Systemen ab Windows 7.

Technische Spezifikationen

  • Design: Over-Ear; geschlossen
  • Frequenzbereich: 12 Hz – 24 kHz
  • Treiber: 44 mm
  • Empfindlichkeit: 113 dBspl/V
  • Impedanz: 25 Ohm
  • Input Power: 150 mW
  • Mikrofonarm mit „Tilt-to-mute“-Funktion
  • Mikrofonrichtcharakteristik: Omnidirektional
  • Kabel (abnehmbar): 1,4 m
  • Stecker: 3,5 mm (1/8”) TRRS
  • Adapter (inklusive): 3,5 mm (1/8”) TRRS to 2x 3,5 mm (1/8”) TRS
  • Abmessungen: 205 x 180 x 80 mm
  • Gewicht (ohne Kabel): 265 g
  • Lieferumfang: 1x PG16 Headset, 1x HSC1m4 Headset Kabel 1,4 m, 1x HSA6 Adapter, 1x HXB Transporttasche
  • Preis: 139,- € (UVP)

Dabei will Austrian Audio nicht nur mit dem Klang, sondern auch der Verarbeitung des PG16 überzeugen. Verwenden könnt ihr das Gaming-Headset via Klinke natürlich nicht nur am PC, sondern auch an Spielekonsolen wie PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X|S. Man setzt auf ein geschlossenes Design, das vor Umgebungsgeräuschen abschirmen soll.

Ausstattung und Verarbeitung

Im direkten Vergleich mit meinen zuletzt getesteten Gaming-Headsets von Epos, etwa dem H6 Pro, wirkt das PG16 in der Verarbeitung etwas weniger wertig. Allerdings ist hier auch der Verkaufspreis niedriger angesetzt. Was mir etwa nicht so gefällt, sind die schwarzen Hochglanz-Plastik-Oberflächen an Ohrmuscheln und Bügel. Schon nach kurzer Nutzungszeit sieht man da natürlich jeden Fingerabdruck. Eine matte Oberfläche oder ein Stoffüberzug hätten da Wunder bewirkt. Auch ist das Mikrofon fest verbaut, also nicht abnehmbar. Es lässt sich aber mit seinem sehr flexiblen Arm perfekt ausrichten. Klappt ihr es nach oben, schaltet es sich automatisch stumm.

Auch die Ohrmuscheln an sich sind drehbar, können also im Winkel auf eure Bedürfnisse angepasst werden. Die Bügel sind links und rechts ausziehbar, um die Größe der Over-Ear-Kopfhörer für euch anzupassen. Bei mir genügte bereits die kleinste Einstellung, da passt also wirklich jeder Quadratschädel rein. Die Memory-Foam-Polster wirken ebenfalls wertig, sind aber nicht ganz so dicht / dick wie bei dem bereits erwähnten Epos-Modell. Das Kabel ist im Übrigen abnehmbar und daher leicht austauschbar.

Insgesamt möchte ich die Verarbeitung des Austrian Audio PG16 als „gut“ bewerten. Das Mikrofon könnte abnehmbar sein und generell wirkt das Design etwas fragiler als bei manch etabliertem Platzhirsch. Dafür kann man das PG16 auch zusammenfalten, indem linke oder rechte Ohrmuschel einklappt. Das erleichtert den Transport in der beiliegenden Tasche. Gemessen am Preis passt der Gesamteindruck also.

Tragekomfort und Sound des Austrian Audio PG16

Das PG16 nutzt ein geschlossenes Over-Ear-Design und trägt sich nach meinem subjektiven Eindruck äußerst angenehm. Der Sitz ist recht luftig, sodass meine Ohren ausreichend Platz hatten und ich auch nicht direkt heiße Löffel bekam. Es entsteht auch bei etwas längeren Sitzungen kein störendes Druckgefühl. Dafür ist die Abschirmung trotz geschlossenem Design eher mittelprächtig, sodass man eine Art halboffenen Eindruck gewinnt. Ich persönlich fand das sogar hilfreich, da ich so noch meine Umgebung im Hintergrund wahrnehmen kann. Wer sich mit dem Headset von spielenden Kindern, lauten Mitbewohnern oder einer Hauptverkehrsstraße isolieren will, wird aber ein wenig ernüchtert sein.

Das Kabel führt Austrian Audio aus der rechten Ohrmuschel, was beim Gaming allerdings etwas stören kann, zumal es eben nur 1,4 m lang ist. Hier kommt man sich mit dem Maus-Arm ins Gehege. Linkshändern dürfte das wiederum sogar eher entgegenkommen. Ich bin Brillenträger und konnte das PG16 auch lange Sitzungen tragen, ohne dass mich ein Druckgefühl oder übermäßiges Schwitzen aus dem Spiel gerissen hätte. Ergonomisch sieht es also richtig gut für das erste Modell der Österreicher aus.

Schade: Direkt am Headset gibt es keine Möglichkeit, die Lautstärke zu regeln. Das ist am PC weniger ein Problem als an der Konsole. Da ist dann immer der Weg in die Schnelleinstellungen notwendig. Klanglich ist das Austrian Audio PG16 sehr auf Gaming getrimmt, was dazu führt, dass die Mitten recht überbetont sind. Das fällt insbesondere beim Spielen von dialoglastigen Spielen ins Gewicht. Die Stimmen sind immer einen Tick zu laut und z. B. Schüsse, Explosionen und Co. haben eine Tendenz zum Klirren. Dieses Problem tritt am PC nicht auf, weil man hier leichter nachregeln kann. Die Bässe gefallen mir da besser, denn sie sind eben gerade nicht zu dominant, wie es doch bei einigen Konkurrenzmodellen gerne der Fall ist.

Die Stereo-Separation gelingt ebenfalls exzellent. Davon profitiert dann auch die Musikwiedergabe. Hier fallen die etwas zu kräftigen Mitten auch weniger ins Gewicht, hatte ich das Gefühl. Somit ist das Austrian Audio PG16 ein überraschend guter Allrounder. Für Filme und Serien wiederum bietet es sich dann an, auch die Software SpatialSound Card L Surround Sound ins Boot zu holen. Klar, auch in Spielen kann man damit experimentieren.

Ich bin selbst kein großer Fan von simuliertem Raumklang. Maximal erreicht man da durch Software-Tricksereien in meinen Ohren eine differenzierte Stereo-Separation. Tatsächlich hilft das Programm aber am Rechner, einzelne Objekte besser zu orten, hat also durchaus seine Daseinsberechtigung. Die Bedienung ist aber eher sperrig, da könnte man noch viel an der Benutzerfreundlichkeit verbessern. Das Ergebnis wird man nicht mit einem „echten“ Surround-Erlebnis verwechseln, macht aber Spaß. Offenbar hatte Austrian Audio hier aber insgesamt mehr die PC-Gamer im Auge, denn nur jene profitieren.

Mikrofone und Voice-Chats mit dem Austrian Audio PG16

Sprach-Chats und Telefonate mit dem Austrian Audio PG16 gehen völlig in Ordnung. Das Mikrofon ist ab Werk jedoch sehr leise, da hilft es, direkt in den Audio-Settings am Mac oder aber Windows-PC nachzuhelfen. Die Qualität war laut meinen Gesprächspartnern völlig ausreichend, Nebengeräusche aus meiner Wohnung, etwa den Roboter-Staubsauger im Nebenraum, hörte man kaum. Meine Gesprächspartner konnte ich jeweils ebenfalls gut verstehen.

Was mich aber gestört hat: Klappt ihr das Mikrofon hoch, muss es schon bis zum Anschlag hochgedrückt werden, sonst ist es immer noch aktiv. Da gibt es leider auch kein Einrasten oder dergleichen, was einen absichern könnte. Da empfehle ich euch also den Einsatz mit Bedacht, bevor es durch ein versehentlich noch aktives Mikro zu Peinlichkeiten kommt.

Dafür lässt sich das Mikrofon recht nahe an den Mund biegen, was der Verständlichkeit und Lautstärke natürlich zugutekommt. Im Übrigen liegt hier auch eine TeamSpeak-Zertifizierung vor. Fein ist auch, dass das Mikrofon mit einem abnehmbaren Pop-Schutz versehen ist.

Fazit

Das Austrian Audio PG16 basiert auf dem Kopfhörer Hi-X15 des Unternehmens. Dies hat Vor- und Nachteile. So hat der Hersteller aus Österreich Konsolenspieler deutlich weniger im Kopf gehabt als PC-Gamer. Letztere profitieren von der Software SpatialSound Card L und können die sehr starken Mitten durch einen Equalizer ausgleichen. An PlayStation und Xbox vermisse ich zudem die Chance, die Lautstärke über das Headset zu regeln.

Der Klang der Kopfhörer ist ansonsten gut und auch für Musik und Filme / Serien geeignet. Auch Voice-Chats laufen super, die Stimmwiedergabe ist klar und das Mikrofon nimmt die Stimme gut auf, ohne den Gesprächspartner mit Umgebungsgeräuschen zu überhäufen. Letztere wird man aber als Träger weiterhin wahrnehmen, denn die Dämpfung geht trotz formal geschlossenen Designs eher in die halboffene Richtung.

Die Verarbeitung ist gut, beim Design gibt es aber kleinere Ecken und Kanten wie die nervigen Hochglanz-Oberflächen oder die Tatsache, dass der Mikrofonarm nicht abnehmbar ist und das Kabel an der rechten Seite geführt wird. Meiner Ansicht nach liefert Austrian Audio hier aber einen guten Einstieg ins Segment der Gaming-Headsets ab. Wird man auf dieser Basis weiter aufbauen und sich die Kritikpunkte zu Herzen nehmen, dann kann man ernsthaft mit Epos, Corsair, Razer und Co. konkurrieren.

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KoiBox-100W: Mobile Videokonferenzlösung von QNAP vorgestellt

Mit der KoiBox-100W hat QNAP künftig nicht gar Zubehör für Angler im Portfolio, sondern eine Videokonferenzlösung mit lokalem Speicher. Auf der KoiBox läuft ein eigenes Betriebssystem, welches in der Lage ist, Meetings von Zoom, Skype, aber auch Microsoft Teams, Cisco Webex sowie Google Meet zu handhaben. Unterstützt wird Wi-Fi 6 und mit einer einfachen Internetverbindung kann es dann auch schon losgehen.

Die KoiBox-100W ist tragbar und muss lediglich noch an ein Display via HDMI angeschlossen und mit dem Netzwerk verbunden werden. Bis zu 4-Wege-Videokonferenzen lassen sich dann von einem QNAP NAS mit KoiMeeter-App und Mobiltelefonen mit der entsprechenden Mobil-App bilden. Zudem werden SIP-Systeme (beispielsweise Avaya oder Polycom) unterstützt und eben oben genannte Cloud-Meeting-Plattformen. Ein Computer ist nicht erforderlich. Für das angeschlossene Display wird 4K unterstützt.

Der Bildschirm von mobilen Geräten lässt sich mittels Scannen eines QR-Codes freigeben. Zudem unterstützt man Funktionen wie eine automatische Beantwortung von Fragen, ein Adressbuch sowie Insight View mit der Anzeige der Präsentation auf dem Computer der Teilnehmer.

Im Gerät steckt ein 2,5-Zoll-SATA-Schacht, auf dem sich direkt Meeting-Videos oder -Audio abspeichern lässt – ganz ohne Cloud, sondern eben lokal wie von QNAP gewohnt.

Die wichtigsten Spezifikationen der KoiBox-100W

Intel Celeron-Prozessor, 4 GB DDR4-Speicher, 1x 2,5-Zoll-SATA 6Gb/s-Laufwerksschacht, 1x 1GbE RJ45-LAN-Anschluss, 1x HDMI 1.4b-Ausgang, 4x USB 3.2 Gen 2 Typ-A-Anschlüsse, Wi-Fi 6 (802.11ax), Nettogewicht 1,09 kg (2,4 lbs), im Lieferumfang enthalten ist eine kostenlose Fernbedienung RM-IR004

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Anycubic Photon Mono X 6K Resin-3D-Drucker im Test

Anycubics neuer Photon Mono X 6K verspricht nicht nur eine hohe Druck-Auflösung, sondern auch ein schnelle Druckzeiten. Mit bis zu 80 mm/h soll der rund 600 Euro teure 3D-Drucker Objekte aus Kunstharz zaubern. Die 6K-Auflösung kann dabei kleinste Details von nur 34 µm abbilden. Für einen Test habe ich genauer hingesehen.

Beim Nachfolger des Photon Mono X handelt es sich um einen großformatigen Resin-3D-Drucker mit einem Druckvolumen von 197 x 122 x 245 mm. Äußerlich hat sich beim Mono X 6K im Vergleich zum Vorgänger fast nichts geändert. Im Inneren sitzt eine noch stärkere UV-Lichtquelle und auch das monochrome LC-Display ist nicht nur hochauflösender, sondern auch etwas größer als beim Vorgänger.

Anycubic Mono X 6K – Technische Daten

  • Eingesetzte Technologie mSLA, LCD-Kunstharz-Drucker
  • Maximales Druckvolumen 24,5 * 19,7 * 12,2 cm = 5,88 L
  • Aufstellgröße 47,5 * 29 * 27 cm
  • Lichtquelle 405 nm Matrix-LED mit bis zu 6.500 µW/cm²
  • Maskierung LCD-Panel 5760 * 3600 Pixel
  • Lichtdurchlässigkeit 6 %
  • Kontrastverhältnis 350:1
  • Horizontale Auflösung ? 34 µm
  • Angegebene maximale Druckgeschwindigkeit 80 mm/h
  • Netzteil AC/DC 110 V – 240 V (AC) zu 24 V 144 Watt (DC)
  • Verbindungen USB-A (2.0) & WLAN
  • Controllboard Eigenentwicklung Anycubic
  • Steuerung 3.5-Zoll-Touchsceen
  • Android- oder iOS-App
  • Preis laut Hersteller 649 US-Dollar

Verpackung und Lieferumfang

Beim sogenannten Resin-Druck (auch mSLA-3D-Druckverfahren) wird ein UV-Licht-härtendes Kunstharz durch ein LCD-Panel belichtet. Die dadurch entstehende Photopolymerisation erzeugt schichtweise ein neues Objekt. Es wird mit flüssigem Druckmaterial (Resin) gedruckt. Im Gegensatz zu FDM-Druckern, die über eine Spule mit festem Druckmaterial versorgt werden, dieses schmelzen und über eine Düse auf das Druckbett aufbringen, wird der Druck hier über mehrere Schichten „zusammengebacken“

Der Resin Druck bietet Vor- aber auch Nachteile. Zum einen hat das LCD-Panel des Photon Mono X 6K eine Auflösung von 5760 × 3600 Pixeln. Hierdurch kann man feinere Schichten drucken, als es mit einem herkömmlichen FDM-Drucker möglich wäre. Nachteil: Man ist in der Größe des Druckbettes begrenzt.  Der Anycubic Mono X 6K kommt jedenfalls in einem schlichten Karton an. Im Lieferumfang befindet sich alles, was für den Gebrauch notwendig ist;

  • Drucker, Netzteil, Kabel
  • WLAN-Antenne
  • Bedienungsanleitung
  • Papier für die Druckbett Nivellierung
  • Ersatz UV-Screen Schutz Alkoholtuch
  • Schrauben und passende Inbusschlüssel
  • Metallspachtel für das Druckbett
  • Plastikspachtel für den Harztank
  • Einmal-Resin-Filter
  • Handschuhe
  • Masken
  • USB-Stick: (druckbereitesTestmodell, Bedienungsanleitung, Photon Workshop Slicer inkl. Anleitung)

Was fehlt, sind kompatibles Resin und ggf. Isopropyl-Alkohol zum Reinigen. Alternativ zum Waschen der Drucke mit Isopropyl-Alkohol könnt ihr auf mit Wasser waschbares Resin zurückgreifen. Das kostet zwar mehr, rechnet sich aber auf Dauer und ihr habt weniger Probleme die Reste zu entsorgen. Ich persönlich bevorzuge diese Variante, da dieses Resin weniger riecht. Auch fallen die Alkoholausdünstungen weg. Aber egal für welches Resin ihr euch entscheidet, tragt Handschuhe und eine Maske wenn ihr direkt mit dem Material arbeitet.

Design und Verarbeitung

Der Drucker benötigt mit einer Größe von 270 mm x 290 mm x 475 mm (L x B x H) eine Menge Platz. Auch das Eigengewicht von rund 10,75 kg spricht für sich. Bei den Materialien setzt Anycubic auf Metall-Basis und eine gelbe Haube, um eure Drucke vor direkten UV-Strahlen zu schützen. Der Mono X besteht aus einer Basiseinheit mit auf Linearschienen gelagerter Z-Achse, einer abnehmbaren Druckplattform, einem großen Resin-Tank und der angesprochenen Kunststoffabdeckung. Die Verarbeitung des 3D-Druckers ist hochwertig.

An der Front befindet sich der typische Farb-Touchscreen, der präzise und reaktionsschnell arbeitet. Mit wenigen Klicks gelangt ihr zu allen wichtigen Einstellungen. Bei der Auswahl eines Modells für den Drucks werden kleine Thumbnails der einzelnen Druckdateien angezeigt. So kann man neben dem Namen auch am Bild erkennen, welches Objekt gedruckt werden soll. Die Druckplatte hat eine texturierte Oberfläche, damit das gehärtete Resin besser haftet. Selbst große bzw. schwere Objekte können so während eines Druckes nicht abfallen.

Einschalten, leveln, loslegen

Der Mono X 6K kommt vollständig zusammengebaut an. Entsprechend simpel fällt die Inbetriebnahme aus: Einfach auspacken, anschließen und das Leveln der Druckplattform durchführen. Die Bedienungsanleitung erklärt mit Abbildungen und Instruktionen die einzelnen Schritte. Wer trotzdem feststeckt, findet Tutorials auf dem YouTube-Kanal von Anycubic. Vor dem ersten Druck müsst ihr den Drucker leveln um den optimalen Abstand zwischen LCD und Druckplatte zu erhalten. Nur so haften eure Drucke an der Platte.

Nehmt dazu das beigefügte Blatt zur Hand und entfernt den Resin-Tank. Legt danach das Blatt auf das LC-Display und fahrt die Druckplatte nach unten, bis die Platte das Blatt festhält. Fahrt die Z-Achse mit der Druckplatte nun in 0,1mm-Schritten höher bis ihr das Blatt ohne Gewalt zwischen LCD und Druckplatte herausziehen könnt. Speichert diese Position dann als „Home“ bzw. „Z=0“. Fahrt die Druckplatte dann wieder hoch, sodass ihr den Tank wieder auf das Display stellen könnt. Dabei darf die transparente FPE-Folie am Boden des Tanks beschädigt werden. Das gleiche gilt für das LCD-Panel. Befestigt den Resin-Tank dann über die beiden Schrauben rechts und links und füllt euer Druckmaterial in den Tank. Nach diesen Schritten ist der Photon Mono X 6K bereit um deinen ersten Testdruck zu starten.

Optional könnt ihr eine WLAN-Verbindung einrichten, um fortan über die App Druckaufträge zu starten oder den Druckstatus zu überwachen. Allerdings ist die Anbindung unschön, so kann der Drucker lediglich im 2,4-GHz-Netz funken und eure SSID und das Passwort dürfen keine Sonderzeichen verwenden. Zur Verbindung muss eine Textdatei (wlan.txt) auf dem beiliegenden USB-Stick mit dem eigenen Netzwerknamen und Passwort abgespeichert werden. Den Stick steckt ihr dann in den 3D-Drucker, um ihn wie einen Druckauftrag zu starten. Daraufhin verbindet sich der Mono X automatisch mit eurem Netzwerk.

Druck fertig – so geht’s weiter

Nach jedem Druck müsst ihr das überschüssige Resin loswerden – mit Alkohol oder Wasser. Wascht euer Druckstück ab, seid aber vorsichtig denn das Resin ist noch nicht komplett ausgehärtet und der Druck kann sich verbiegen bzw. im schlimmsten Fall brechen. Löst dazu das Druckstück von der Druckplatte und pinselt es anschließend in einer Schüssel ab (mit Wasser oder Alkohol). Tragt auch hierbei Handschuhe und eine Maske.

Nach dem Waschen müsst ihr das ganze nun noch UV-härten. Am einfachsten ist es, den Druck direkt in die Sonne zu legen, wer es etwas schneller mag, kann auch eine UV Lampe nutzen um das Resin vollständig auszuhärten. Wer es komfortabler will, kann sich auch eine Wash&Cure Station zulegen, die die einzelnen Schritte für euch übernimmt. Es ist eine Art Waschmaschine mit anschließendem UV-Bad. Alles was ihr mach müsst, ist den Druck in das Waschzuber legen, Reinigungszeit einstellen, danach den Druck aus dem Zuber nehmen und unter den eingebauten UV-Lampen aushärten lassen. Eine solche Station bekommt ihr für um die 90 Euro Sie ist aber jeden Cent wert. Es gibt auch ein paar DIY-Projekte die auf eine UV-Lampe zum Aushärten von Nagellack zurückgreifen.

Egal ob ihr mit Alkohol der Wasser wascht, verbraucht ihr pro 2 kg Resin ca. 4 L Alkohol/Wasser. Die Reinigungsflüssigkeit ist dann mit Resin-Resten gesättigt und trübe. Also wohin damit? Härtet die Flüssigkeit aus, das darin enthaltene Resin bindet sich und flockt. Es kann anschließend mit einem Lackfilter ausgefiltert werden. So könnt ihr den Alkohol noch weiterverwenden. Sollte er wirklich komplett gesättigt sein, füllt ihn in ab und bringt ihn in die Schadstoffsammlung. Das ausgehärtete Resin kann man im normalen Restmüll entsorgen.

Die Druckqualität

Ich wollte meine eigenen Modelle drucken und habe mich hierzu den verschiedenen kostenlosen Quellen im Netz bedient. Sei es Thingiverse, Cults3D oder myMinifactory – man findet dort eigentlich nichts, was es nicht gibt. Neben funktionalen Modellen wie Klammern, Haltern, Kugellagern oder gar Erwachsenenspielzeug auch Kunst oder Modelle die z. B. für Tabletops genutzt werden können.

Genau für solche Figuren ist der Resin-Druck eigentlich ideal, da er die kleinsten Details sehr präzise abbilden kann. Ich habe mich für ein paar Modelle aus der Reihe „Scan the World“ entschieden, bei der unter anderem 3D-Scans klassischer Skulpturen zur Verfügung stehen. Die heruntergeladenen Elemente habe ich dann in der mitgelieferten Software umgewandelt und dem Drucker sein Ding machen lassen. Der Mono X 6K hat sehr gute Arbeit geleistet. Mit Antialiasing auf höchster Stufe lassen sich kaum Schichten erkennen. Da ich vorher einen Resin-Drucker eines anderen Herstellers benutzt habe war ich positiv überrascht. Auch die Geschwindigkeit beeindruckt. Mein alter Drucker hätte für wesentlich kleinere Drucke ein Vielfaches an Zeit gebraucht.




Sobald der Mono X 6K arbeitet, laufen vier Lüfter zum Kühlen der Matrix-LEDs an. Dazu kommt der Motor, der die Z-Achse dauerhaft hebt und senkt. Es entsteht kein richtiger „Lärm“, aber eine monotone Beschallung, die auf Dauer nervt. Noch störender ist der Geruch. Hier kommt es jedoch stark auf das verwendete Resin an. Generell würde ich aber davon abraten, den Anycubic Mono X 6K (oder auch jeden anderen Resin-Drucker) direkt neben euch zu stellen. Nutzt einen Raum, den ihr gut lüften könnt – aber Vorsicht, zu kalt ist schlecht für den Druck.Wenn ihr mehr 3D-Drucke sehen wollt, dann schaut einfach auf meinem Instagram-Profil vorbei.

Fazit – Der Anycubic Photon Mono X 6K ist schnell und genau

Resin-Druck hat den Ruf zu stinken und viel Müll zu produzieren. Zudem soll er langsam sein und einen hohen Arbeitsaufwand verlangen. Meine Erfahrung und der Test zeigen, dass man einige Punkte überdenken sollte. Der Anycubic Photon Mono X 6K arbeitet schnell und liefert eine sehr gute Qualität.

Mit den Materialien und einer Wash&Cure Station kann man zudem Müll und Zeit einsparen. Im Test hat die Qualität der gedruckten Objekte überzeugt. Die mitgelieferte Software Anycubic Photon Workshop erfüllt ihren Zweck, ist aber langsam – kann aber problemlos gegen eine andere getauscht werden. Wer einen großformatigen Resin-Drucker sucht, ist bei dem Anycubic Mono X 6K gut aufgehoben. Er bietet fast alles was das Herz begehrt. Wer von einem anderen Modell wechseln möchte, sollte nicht lange überlegen.

Aktuell wird der Mono X 6K in Wellen angeboten, da der Hersteller mit Chipmangel kämpft. Mit Glück solltet ihr aber einen Drucker bekommen, vereinzelt taucht er auch bei Amazon auf. Gegen Q2 2022 soll sich die Lage entspannen und der Drucker überall erhältlich sein. Anycubic gibt den UVP mit 599 Euro an. Durch wechselnde Aktionen wird er bei manchen Händlern schon zu einem günstigeren Preis angeboten.

Über unseren Gastautor:

Torsten Schmitt

Baujahr 1976 – Früh im Internet, nie rausgekommen. Ein Ge.erd: Halb Geek, halb Nerd // Schreibt ziemlich viele Dinge ins Netz // Chefpilot bei techkrams.de // Freelancer für alles Digitales.

Twitter: @Pixelaffe

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