#Interview – “Die Bewertungen der letzten Jahre waren recht unrealistisch”

#Interview

Wie lief es 2022 bei Qunomedical? “Es gab insgesamt zwei Highlights. Zum einen unsere erfolgreiche Series-A-Finanzierung. Mindestens genauso ein Highlight war aber die Tatsache, dass wir unser tolles Team erfolgreich weiter auf- und ausgebaut haben”, sagt Gründerin Sophie Chung.

“Die Bewertungen der letzten Jahre waren recht unrealistisch”

Montag, 2. Januar 2023VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup Qunomedical, 2016 von Sophie Chung gegründet, hilft Patient:innen bei der Arztsuche in über 25 Ländern. Zudem betreibt das Unternehmen die B2B-Lösung Qunosuite, eine Software rund um das Thema Patient Journey. “Unser Ziel ist es, die führende Software für Patient Relationship Management zu werden – und zwar weltweit”, teilt das Unternehmen mit. 70 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Qunomedical.

Bertelsmann Investments, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und Altinvestoren wie MS&AD Ventures und Calm Storm investierten zuletzt 10 Millionen Euro in Qunomedical. Zuvor pumpten Geldgeber wie Kima Ventures, Project A Ventures und 500 Startups bereits rund 10 Millionen Euro in das Unternehmen. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Qunomedical-Gründerin Sophie Chung einmal ausführlich über das kürzlich abgelaufene Jahr.

2022 ist gerade rum. Was war das Highlight im vergangenen Jahr bei Euch?


Es gab insgesamt zwei Highlights. Zum einen natürlich unsere erfolgreiche Series-A-Finanzierung von 10 Millionen Euro, mit der wir auch neue, sehr prominente Investoren wie Dieter von Holtzbrinck Ventures und Bertelsmann Investments an Bord holen konnten. Mindestens genauso ein Highlight war aber die Tatsache, dass wir unser tolles Team erfolgreich weiter auf- und ausgebaut haben.

Es herrscht derzeit Krisenstimmung in der deutschen Startup-Szene. Was ist Deine Sicht auf diese Eiszeit?


Ehrlicherweise sind für mich die jüngsten Entwicklungen eher ein “back to normal”. Die Bewertungen und Rundengrößen der letzten zwei Jahre waren teilweise astronomisch hoch und in meinen Augen recht unrealistisch. Daher denke ich, dass das, was wir jetzt sehen, die notwendige Korrektur im Start-up-Markt ist. In 2023 kommen wir deshalb hoffentlich alle langsam aus der Stockstarre und es herrscht ein wenig mehr Normalität. 

Wie lief 2022 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?


2022 war trotz bzw. gerade wegen der insgesamt sehr angespannten Marktlage ein sehr gutes Jahr für uns. Wir sind im Rahmen unserer Series-A mit Qunosuite, unserer neuen SaaS-Lösung für Krankenhäuser, gut im Markt angekommen und sehen jeden Tag die Bestätigung, dass wir mit unserer Software für Patient-Relationship-Management dazu beitragen, ein besseres und menschlicheres Gesundheitssystem zu bauen. Insofern bin ich zuversichtlich, dass 2023 noch erfolgreicher wird.

Was lief 2022 bei Euch nicht rund?


Ich denke, der Krieg in der Ukraine hat uns alle schockiert und mitgenommen. Hier spürten wir auch eine gewisse Verunsicherung im Markt. Ansonsten würde ich mir für das deutsche Gesundheitssystem insgesamt etwas mehr Mut und Tatkraft und weniger Bedenken wünschen.

Welches Projekt steht bei Euch für 2023 ganz oben auf der Agenda?


Nach der Finanzierungsrunde ist vor der nächsten Finanzierungsrunde, heißt es ja so schön. In diesem Sinne legen wir vollen Fokus auf die Weiterentwicklung unserer Patient-Relationship-Management Software Qunosuite, damit wir Krankenhäusern noch besser dabei helfen können, patienten-zentrierter zu arbeiten und zu wirtschaften. Unser Ziel ist es, die führende Software für Patient Relationship Management zu werden – und zwar weltweit. Allein der Umstand, dass es dafür aktuell noch keine wirklich funktionierende Software gibt, zeigt, wie wichtig unser Vorhaben und wie groß unser Potenzial ist. Daran wollen wir auch im nächsten Jahr mit voller Tatkraft arbeiten.

Tipp: Mehr Rück- und Ausblicke findet ihr in unserem Jahresrückblick.

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Foto (oben): Qunomedical

#Zahlencheck – Verlust bei zenloop steigt auf 3,8 Millionen 

#Zahlencheck

zenloop, eine SaaS-Lösung für Feedbackmanagement, erwirtschaftete zuletzt einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro – nach 2,8 Millionen im Jahr zuvor. Insgesamt kostete der Aufbau der Jungfirma bis Ende 2021 bereits 11,3 Millionen. 

Verlust bei zenloop steigt auf 3,8 Millionen 

Mittwoch, 28. Dezember 2022VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup zenloop, eine SaaS-Lösung für Feedbackmanagement, die 2016 von den Flaconi-Gründern Paul Schwarzenholz und Björn Kolbmüller gegründet wurde, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021. Demnach erwirtschaftete die kleine Kapitalgesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro – nach 2,8 Millionen im Jahr zuvor. Insgesamt kostete der Aufbau der Jungfirma bis Ende 2021 bereits 11,3 Millionen.

signals Venture Capital sowie die Bestandsinvestoren Nauta Capital und Piton Capital investierten zuletzt  – im Sommer 2020 – 6,1 Millionen Euro in zenloop. Insgesamt flossen bereits schon mehr als 12 Millionen Euro in das junge Berliner Unternehmen. signals Venture Capital hält derzeit rund 13,4 % am Unternehmen. Auf Nauta Capital entfallen 21,2 %. Piton Capital wiederum ist mit rund 5,1 % an Bord. Die zenloop-Gründer Schwarzenholz und Kolbmüller halten jeder noch 22,5 % an ihrem Unternehmen.

2021 beschäftigte zenloop durchschnittlich 44 Mitarbeiter:innen. Im Vorjahr waren es 38. Im Jahre 2019 arbeiteten 35 Mitarbeiter:innen für zenloop. 2018 waren es nur 12. Auf der Website spricht das Unternehmen derzeit von “mehr als 60 Mitarbeitenden in Berlin”. Das Unternehmen konnte somit bisher gut zulegen – und kam wohl auch gut durch die Corona-Krise. Für weitere verlustreiche Jahre braucht das Unternehmen aber nun sicherlich weiteres Kapital.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2021

* Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.


* Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.234.166,49 (Vorjahr EUR 115.292,04) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren vor allem aus einem Mietvertrag über eine Immobilie, dessen Mindestmietzeit bis  zum 31. Dezember 2026 läuft.


* Während des Geschäftsjahres waren im Unternehmen durchschnittlich 44 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 38).

zenloop im Zahlencheck

2021: 3,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2020: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2019
: 2,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2018
: 1,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

#Interview – “Platzhalter für typische Startup-Gründer-Floskel. Spaß beiseite!”

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heyData, 2020 gegründet, setzt auf das große und wichtige Thema Datenschutz-as-a-Service. Ten VC und die Altinvestoren investierten zuletzt 3,3 Millionen Euro in die Jungfirma. Das Team möchte nun “KMUs und Startups in ganz Europa” mit seiner Lösung bedienen.

“Platzhalter für typische Startup-Gründer-Floskel. Spaß beiseite!”

Dienstag, 27. Dezember 2022VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup heyData, 2020 von Daniel Deutsch, Milos Djurdjevic und Martin Bastius gegründet, setzt auf Datenschutz-as-a-Service. “Unternehmen aller Art und Größe müssen sich mit immer mehr Regulatorik herumschlagen. heyData hat eine Softwarelösung entwickelt um die Arbeitsabläufe zu vereinfachen, einen Großteil der Arbeit zu automatisieren und schuf einen konstanten Überblick zu dieser sich ändernden Regulatorik”, erklärt Gründer Djurdjevic das Konzept von HeyData.

Ten VC und die Altinvestoren Patrice Deckert, Stefan Tietze, Martin Ostermayer, Dirk Freise und Picea Capita investierten zuletzt 3,3 Millionen Euro in die Jungfirma. “Das war wirklich ein spannender Zufall, wir haben uns eine Basis an Kontakten über unsere bestehenden Investoren aufgebaut, da diese ein weitverzweigtes Netzwerk pflegen – letztlich haben wir diese Investoren über die Zusammenarbeit mit dem German Accelerator gefunden”, sagt Djurdjevic.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der HeyData-Macher außerdem über Jugoslawien, Chancen und Ressourcen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter heyData erklären?


Da meine Oma in Ex-Jugoslawien und somit einem kommunistisch geprägten Land mit meinem Opa einen kleinen Betrieb hatte, was eine Kunst an sich ist, denke ich, dass sie sich selbst heute noch schnell in ein neues Thema wie unseres einarbeiten könnte. Aber was sie hierfür bräuchte, ist folgende Info: Unternehmen aller Art und Größe müssen sich mit immer mehr Regulatorik herumschlagen. heyData hat eine Softwarelösung entwickelt um die Arbeitsabläufe zu vereinfachen, einen Großteil der Arbeit zu automatisieren und schuf einen konstanten Überblick zu dieser sich ändernden Regulatorik – damit sind wir stetig bemüht das Thema für Kunden aus der Welt zu schaffen!

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Hier kämpfen mehrere Themen um Platz 1. Ich denke eines war den Schritt wirklich zu tun, nach der Gründung all-in zu gehen, ein anderes war es Corona nicht als Problem sondern als Chance zu sehen und diese zu ergreifen und zuletzt natürlich die aktuelle Situation in Europa und Weltweit mit konstant negativen Nachrichten. Spannend finde ich jedoch, dass wir aus jedem Thema gestärkt hervorkamen und dies das Team noch mehr zusammengeschweißt hat, aber das liegt vermutlich auch daran, dass wir stets auf eine sehr stabile Basis statt ungesundem Wachstum gesetzt haben.

Wo steht heyData derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?


Bald haben wir die vierstellige Kundenanzahl eingenommen und der prozentuale Anteil bekannter Start- und Scaleups nimmt Monat für Monat zu. Ich denke das reicht aus um zu sagen, dass unser nächstes Ziel es ist, KMUs und Startups in ganz Europa mit unserer Compliance Software zu unterstützen.

Kürzlich konntet ihr 3,3 Millionen einsammeln. Wie seid ihr mit Euren Investoren in Kontakt gekommen?


Das war wirklich ein spannender Zufall, wir haben uns eine Basis an Kontakten über unsere bestehenden Investoren aufgebaut, da diese ein weitverzweigtes Netzwerk pflegen – letztlich haben wir diese Investoren über die Zusammenarbeit mit dem German Accelerator gefunden. Die Kombination aus jungem Fonds, aber jahrelanger Erfahrung aus dem Silicon Valley und deren Verständnis, dass wir eine globale Compliance-aaS Lösung werden mit unzähligen Anknüpfungen in andere Geschäftsbereiche hat uns dann überzeugt!

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Ausdauer, Ausdauer und nochmal Ausdauer! Obwohl ich Laufen als Sport recht eintönig finde, ist eine Gründung mit einem sehr langen Lauf vergleichbar. Es kommt nicht auf die beste Idee an und auch nicht um die punktuelle beste execution an. Sondern, dass man im richtigen Moment die richtigen Ressourcen mobilisieren kann und auf dieser neugeschaffenen Basis sein Unternehmen weiter entwickelt, bis es zum nächsten entscheidenden Moment kommt.

Wo steht heyData in einem Jahr?


Platzhalter für typische Startup-Gründer-Floskel. Spaß beiseite! Ich hoffe, dass wir bis Ende nächsten Jahres unsere Product- und Market Expansion weiter ausgebaut haben und sich noch mehr spannende Leute unserem super Team angeschlossen haben um die ganzheitliche Compliance-Lösung für KMUs zu bauen! Damit wäre ich mehr als zufrieden!

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Foto (oben): HeyData

#DealMonitor – The Rainforest Company bekommt 36 Millionen – Volders kauft ProSiebenSat.1 Aboalarm ab

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um The Rainforest Company, allO, ink&, Volders und Aboalarm.

The Rainforest Company bekommt 36 Millionen – Volders kauft ProSiebenSat.1 Aboalarm ab

Freitag, 16. Dezember 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 16. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

The Rainforest Company


 Das britische Family Office Kaltroco (CVC Capital-Gründer Steve Koltes), Corecam Capital, Futury Capital und Green Generation Fund (GGF) investieren 36 Millionen Euro in The Rainforest Company (TRC) . Das Unternehmen aus Sarnen (Schweiz), 2016 von Albana Rama gegründet, setzt auf Snacks und Bowls aus der Acai-Beere. TRC wird im Rahmen der Investmentrunde mit rund 100 Millionen Euro bewertet – siehe Handelsblatt. Katjesgreenfood investierte bereits 2018 in das Unternehmen. “Im Zuge der Finanzierungsrunde konnte Katjes Greenfood einen signifikanten Betrag erlösen”, teilt der Geldgeber mit. Mehr über The Rainforest Company

allO 


 Keen Venture Partners und Business Angels wie Martin Enderle investieren 1,4 Millionen Euro in allO. “We will use this funding to fuel our expansion in Germany and become the leader in restaurant tech”, teilt das Team mit. Das Münchner Startup, 2020 von Benedikt von Lewinski, Cancan Liu und Teodor Rupi gegründet, positioniert sich als “All-in-One-System für Restaurants”. Zum Konzept heißt es: “Das einzige System, das du benötigst, um deine Dine-In- und Takeaway-Bestellungen, Reservierungen, Marketing, Berichte und Mitarbeiter an einem Ort zu verwalten.”

ink&


Fure Capital rund um Jochen Krisch und Sven Rittau sowie Business Angels wie Anne Lemcke und Stefan Lemcke investieren in ink&. Das Startup aus Solingen, von Despina Wölfer, Felix Wölfer, Daniel vom Feld gegründet, möchte sich als “Plattform für Tattoo-Kunst” etablieren. Auf der Website heißt es: “Jeder Kauf unterstützt einen Künstler finanziell und schafft mehr Sichtbarkeit für die schönste Kunstform.”

MERGERS & ACQUISITIONS

Aboalarm 


Das Berliner Startup Volders übernahm bereits im Sommer unbemerkt seinen Konkurrenten Aboalarm (gehörte zuletzt zu ProSiebenSat.1) – siehe auch FinanceFWD. Im November 2017 schnappte sich die ProSiebenSat.1-Beteiligung Verivox den Münchner Kündigungsservice aboalarm und legte für das Unternehmen 10 Millionen Euro auf den Tisch. “Beide Marken bleiben bestehen. Aus diesem Grund sah das Unternehmen auch erst einmal keine Notwendigkeit, den Kauf zu verkünden”, heißt es im Bericht. Das Berliner Startup Volders, 2014 von Jan Hendrik Ansink gegründet, startete als Dienst rund um das Thema Vertragsmanagement. Inzwischen positioniert sich das Unternehmen als Kündigungsservice. In der offiziellen Presseaussendung heißt es zudem: “Im Rahmen der Übernahme veröffentlichen die Unternehmen erstmals Geschäftszahlen: Für die Nutzer werden über 110.000 Kündigungen pro Monat versendet. Es wird ein Jahresumsatz im achtstelligen Bereich sowie ein positives EBITDA auf Monatsbasis erzielt.” Mehr über Volders

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Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – Trimble zahlt 1,88 Milliarden für Transporeon – sennder sammelt 60 Millionen ein – Fashion Cloud bekommt 25 Millionen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um sennder, Fashion Cloud, repath, Trimble, Transporeon, growney, Papydo, Chiengora, pure&spice und Pfeffer & Frost. Zudem sammelt Speedinvest 500 Millionen ein.

Trimble zahlt 1,88 Milliarden für Transporeon – sennder sammelt 60 Millionen ein – Fashion Cloud bekommt 25 Millionen

Dienstag, 13. Dezember 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 13. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Transporeon


Das amerikanische Industrietechnologie-Unternehmen Trimble übernimmt vom Finanzinvestor Hg das Ulmer Unternehmen Transporeon, das eine Transportmanagement-Plattform anbietet. Der Kaufpreis beträgt 1,88 Milliarden Euro. “The all-cash purchase price of €1.88 billion is expected to be funded through a combination of cash on hand and new indebtedness. In connection with the acquisition, Trimble has obtained €1.88 billion in committed financing, subject to customary conditions”, heißt es in der Presseaussendung.  Hg hatte Transporeon vor drei Jahren von TPG gekauft, wohl für rund 700 Millionen, und seither mit Zukäufen ausgebaut. Zuletzt etwa übernahm Transporeon das Berliner Startup Tracks. Transporeon, 2000 gegründet,  vernetzt Logistikfirmen, Lieferanten, Verlader und Einzelhändler. Das Unternehmen beschäftigt 1.400 Mitarbeiter:innen. 2021 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 123 Millionen Euro (Vorjahr: 99 Millionen). “Transporeon is a scaled, high-growth software platform expected to generate approximately €190 million of revenue in 2023 on a full-year basis, representing approximately 25% growth year-over-year”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Transporeon

growney


Der bankenunabhängige Vermögensverwalter Lloyd Fonds übernimmt die Mehrheit (75 %) an growney. Der Berliner Robo-Advisor, der 2014 von Gerald Klein gegründet wurde, möchte “mithilfe neuer Technologien und mit einem brillanten Konzept aus der Wirtschaftsforschung Geldanlagen schaffen, die einfacher, günstiger und rentabler sind” als Banken. “Das innovative Finanzhaus aus Hamburg hält jetzt mit 75 % die qualifizierte Mehrheit an der growney GmbH, hat seinen bisherigen Anteil in Höhe von 17,75 % durch die Übernahme von weiteren Anteilen und eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 2 Millionen Euro deutlich erhöht”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über growney

INVESTMENTS

sennder


Die Altinvestoren investieren weitere 60 Millionen Euro in sennder – siehe Handelsblatt. “Der erste Teil der Finanzierungsrunde, das sogenannte First Closing, sei vor wenigen Tagen abgeschlossen worden”, heißt es im Bericht. Die Bewertung “könnte auf 2 Milliarden Euro steigen und damit auf das Doppelte im Vergleich zur letzten Runde im Juni 2021, als die Frachtvermittlungsplattform bei Investoren 80 Millionen Dollar einsammelte”. Das Berliner Logistik-Startup, das 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 350 Millionen Dollar ein – unter anderem von Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania. Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 ein Rohergebnis in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro – nach etwa 1,2 Millionen im Jahr zuvor. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 2,7 Millionen auf 9,1 Millionen. Mehr über sennder

Fashion Cloud


Verdane und Altinvestoren wie Heartland investieren 25 Millionen Euro in Fashion Cloud. Das Hamburger Startup, 2015 von Martin Brücher, Florian Klemt und René Schnellen gegründet, positioniert sich als B2B-Lösung für die Wholesale-Branche. “Fashion Cloud bietet Lösungen rund um digitale Order und Content-Austausch. Als Plattform verbindet das Unternehmen Marken mit Händlern und schafft eine zentrale Lösung für die Wholesale Community”, teilt die Jungfirma in eigener Sache mit. Nach eigenen Angaben arbeiten mittlerweile mehr als 20.000 Händler und 600 Marken mit Fashion Cloud zusammen. Brightfolk, die private Holdinggesellschaft von Anders Holch Povlsen, und weitere Investoren investierten 2018 bereits eine  zweistellige Millionensumme in Fashion Cloud. Mehr über Fashion Cloud

repath


Das Investor:innen-Netzwerk better ventures (Lin-Gong Deutschmann, Paul Schwarzenholz, Thomas Gottheil, Stefan und Anne Lemcke (Ankerkraut) sowie Henner Schwarz), Auxxo Female Catalyst Fund, Nucleus Capital, Wenvest Capital, Michala Rudorfer und Sebastian Mertes, Mike Simon, Joachim Schreiner, Alexander Brühl und Thomas Glatte investieren 1,2 Millionen Euro in Repath. Das Hamburger ClimateTech Repath, von Julius Pröll, Liza Altena, Sebastian Bartels und Dr. Thomas Remke gegründet, möchte Unternehmen helfen, mit Klimarisiken umzugehen. In eigener Sache schreibt die Jungfirma: “We use the results of the latest and high-resolution climate model calculations and provide you with analyses of terabytes of data processed in our platform.” Mehr über Repath

VENTURE CAPITAL

Speedinvest


Der Wiener Frühphasen-Investor Speedinvest sammelt 500 Millionen neues Kapital ein. “Davon werden 300 Millionen Euro über den vierten Flaggschiff-Fonds Speedinvest 4 in innovative neue Pre-Seed- und Seed-Tech-Start-ups investiert, während das restliche Kapital für ausgewählte Folgeinvestitionen in bestehende Speedinvest-Portfoliounternehmen reserviert ist”, heißt es in der Presseaussendung. Zu den Geldgebern gehören unter anderem New Enterprise Associates (NEA), der Europäische Investitionsfonds (EIF), Bpifrance*, Raiffeisen Gruppe, die Erste Bank und KfW. Mehr über Speedinvest

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Papydo


Sales-Löwe Carsten Maschmeyer und Beauty-Löwin Judith Williams investieren im Weihnachts-Special von “Die Höhle der Löwen” 100.000 Euro in Papydo und sichern sich dabei 12,5 % am Unternehmen. Das Startup aus München, das von Melusine Bliesener und Katharina Lehmkuhl gegründet wurde, setzt auf kompostierbares Geschenkpapier aus Wiesengras.

Chiengora


Beauty-Löwin Judith Williams investiert im Weihnachts-Special von “Die Höhle der Löwen” 200.000 Euro in Chiengoraund und sichert sich dabei 18 % am Unternehmen. Das Startup aus Berlin, von Ann Cathrin Schönrock gegründet, setzt auf Kleidung aus Hundewolle. Ursprünglich wollte die Gründerin 200.000 Euro für 10 % der Firmenanteile einsammeln.

pure&spice


Regal-Löwe Ralf Dümmel investiert im Weihnachts-Special von “Die Höhle der Löwen” 150.000 Euro in pure&spice (in Show noch als purespice unterwegs) und sicherte sich dabei 20 % am Unternehmen. Das Startup aus Altenberge, von Janik Prasuhn, Holger Schönenberg und Michael Pelster gegründet, setzt auf flüssige Gewürzextrakte auf Öl-Basis.

Pfeffer & Frost


Familien-Löwin Dagmar Wöhrl investiert im Weihnachts-Special von “Die Höhle der Löwen” 200.000 Euro in Pfeffer & Frost und sichert sich dabei 20 % am Unternehmen. Das Startup aus Nürnberg, von Johannes Prein, Elisabeth Prein und Jannik Zinkl gegründet, setzt auf Elisenlebkuchen.

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