Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 im Test: Perfekt fürs Gaming-Setup?

turtle-beach-command-series-kb7-und-kp7-im-test:-perfekt-furs-gaming-setup?

Turtle Beach hatte Ende April 2026 seine neue Command Series vorgestellt. Dahinter verbirgt sich eine frische Modellreihe mit mächtiger Peripherie. Laut dem Hersteller soll es sich um die bisher fortschrittlichsten Mäuse und Tastaturen der Marke handeln. Man visiert mit jenen aber nicht nur Spieler, sondern auch Kreative als Zielgruppe an. Inzwischen sind die Geräte auch im Handel erhältlich. Ich habe mir für euch mal im Tandem die Tastatur KB7 und das modulare Keypad KP7 angeschaut.

Die Turtle Beach Command Series KB7 steht für eine kabelgebundene Tastatur mit Hall-Effekt-Technologie und integriertem Touchscreen mit 4,3 Zoll Diagonale und direkter OBS- und Streamlabs-Integration. Über den Screen lassen sich z. B. Makros auslösen, Systemstatistiken überwachen, Audioeinstellungen anpassen und Apps starten. Die Schalter der Tastatur sind laut dem Hersteller für 100 Millionen Anschläge ausgelegt. Der Auslöseweg lässt sich dank der magnetischen Switches anpassen. Die WASD-Tasten sind zudem speziell texturiert, um es Gamern noch einfacher zu machen. Zudem hebt Turtle Beach die 8K-Abtastrate hervor, die RGB-Beleuchtung, die abnehmbare Handballenauflage und zwei modulare Schienen für die Erweiterung mit Zubehör wie dem erwähnten KP7-Ziffernblock.

Denn das Keypad KP7 steht für ein optionales Zubehör, das ihr einerseits eigenständig für Shortcuts nutzen oder auch direkt an die Tastatur andocken könnt. Auch hier kommt für die Tasten Hall-Effekt-Technologie zum Einsatz. Das KP7 kann als dediziertes Gaming-Keypad, Makro-Pad oder Ziffernblock verwendet werden und lässt sich bei Bedarf über Schienen an die KB7-Tastatur andocken. Flache Hall-Effekt-Schalter mit einer Lebensdauer von abermals 100 Millionen Klicks und 8.000 Hz Abtastrate sorgen laut Hersteller für eine Latenz von nur 0,125 ms.

Turtle Beach Command Series KB7 – Spezifikationen

Kategorie Technische Eckdaten
Formfaktor TKL (Tenkeyless)
Konnektivität USB-C oder 2× USB-A (direkte PC-Verbindung, keine USB-Hubs)
Kabel 1,8 m USB-C-Kabel (abnehmbar) 20 cm USB-C-zu-2×USB-A-Adapter
Beleuchtung RGB pro Taste (Swarm II)
Schalter Titan Hall Effekt Magnetschalter, flaches Profil
Betätigungspunkt 0,1–3,2 mm (einstellbar)
Schalter-Lebensdauer 100 Mio. Tastendrücke
Prozessoren Dual-Core ARM Cortex-M3 ARM Cortex-M4 (32-Bit)
Display 4,3 Zoll Farb-Touchscreen
Abrufrate 8000 Hz (8K)
Tasten-Rollover Volles Rollover, Anti-Ghosting
Interner Speicher 32 MB
Software Swarm II
Produktgewicht 858 g (ohne Handballenauflage) • 1120 g (mit Handballenauflage)
Abmessungen 399 × 256 × 31 mm • 15,71 × 10,08 × 1,22 Zoll (mit Handballenauflage)
Kompatibilität Windows 10/11
Systemvoraussetzungen Windows 10 • USB-C 3.0 oder 2× USB-A 2.0 •
Besondere Funktionen ReacTap SOCD • Schnelltrigger • modulare Schienen • Aktionsleiste

Turtle Beach Command Series KP7 – Spezifikationen

Kategorie Technische Eckdaten
Formfaktor Tastenfeld (modular / eigenständig)
Konnektivität USB-A kabelgebunden
Kabel 1,8 m abnehmbares USB-A-Kabel
Beleuchtung RGB-Beleuchtung pro Taste
Schalter Titan Hall Effekt Magnetschalter (flaches Profil)
Betätigungspunkt 0,1–3,2 mm (einstellbar)
Schalter-Lebensdauer 100 Mio. Tastendrücke
Prozessor 32-Bit-ARM-Cortex-M4
Abrufrate 8000 Hz (8K)
Einstellbare Höhe Zweistufiger Standfuß
Tasten-Rollover Volles Rollover, Anti-Ghosting
Interner Speicher 32 MB
Software Swarm II
Produktgewicht 254 g (ohne Handballenauflage) • 308 g (mit Handballenauflage)
Abmessungen 256 × 113 × 29 mm • 10,08 × 4,45 × 1,14 Zoll (mit Handballenauflage)
Kompatibilität Windows 10/11
Systemvoraussetzungen Windows 10 • USB-A 2.0 • Internet für Treiber
Besondere Funktionen Modulare Schienen • Scrollrad • ausziehbare Daumenleiste • Schnelltrigger


• PBT-Keycaps

Die Turtle Beach Command Series KB7 und der KP7 sind kompatibel mit Windows-PCs. Ein günstiger Spaß sind sie nicht, aber daran sind Spieler wohl mittlerweile gewöhnt. Die TKL-Tastatur kostet 209,99 Euro, das Keypad 109,99 Euro. Doch passen Preis und Leistung denn zusammen? Dafür lohnt ein Blick auf Ausstattung und Verarbeitung.

Ausstattung und Verarbeitung der Turtle Beach Command Series KB7 und KP7

Kein gutes Omen: Packt man die Turtle Beach Command Series KB7 aus, ist das Erste, was man erblickt, erst einmal ein Hinweis, der auf mögliche Probleme beim Download der Begleit-App Swarm II verweist. Bedauerlicherweise hatte ich dann auch mit der Software beim Test einige Probleme. Der erste Versuch, die Firmware zu aktualisieren, führte etwa zum Absturz des Tools. Glücklicherweise zerschoss dies die Tastatur nicht und danach lief alles reibungslos. Generell gibt es aber immer wieder kleinere und größere Bugs, welche das Benutzererlebnis stören.

Beispielsweise kam es auch im Testzeitraum ab und an vor, dass ich an der Anzeige des integrierten Displays Anpassungen vorgenommen habe, diese am Ende aber nicht verarbeitet wurden. Dies hat erst funktioniert, nachdem ich Swarm II neu gestartet und die Tastatur einmal aus- und wieder angesteckt habe. Zu anderen Kinderkrankheiten zählt, dass vereinzelt mal Eingaben nicht oder erst mit Verzögerung verarbeitet worden sind. Das ist im Einzelfall kein Beinbruch, doch für eine Gaming-Tastatur zu diesem Preis zum Launch einer neuen Flaggschiff-Reihe für Turtle Beach eine ernste Sache.

Dazu kommt, dass die Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 eigentlich als ideale Kombi beworben werden, aber erstaunlich wenig aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise arbeiten ihre Beleuchtungen nicht gleichmäßig. So ist die Beleuchtung des Keypads KP7 grundsätzlich etwas heller und es ist schwer, sie mit der KB7-Tastatur anzugleichen. Auch dimmt die Beleuchtung des KP7 nach kurzer Zeit der Inaktivität die Tastenbeleuchtung – die KB7 aber nicht. Man könnte sagen, das sind Kleinigkeiten, doch sie passen nicht zur Preisklasse und sorgen dafür, dass das Setup nicht wie aus einem Guss wirkt.

Nachdem ich mich nun kritisch ausgelassen habe: Die Turtle Beach KB7 ist kein reiner Plastikbomber und kombiniert eine Aluminiumplatte mit einer Kunststoffunterseite. Sie strahlt eine sehr moderne Gaming-Ästhetik aus. Zudem finde ich die Haptik der Tasten, die sich fast leicht samtig anfühlt, toll. Allerdings haben sie recht lange Anschlagswege und sind ziemlich laut sowie nicht austauschbar. Für den reinen Office-Bereich ist das Gaming-Keyboard daher eher nichts. Lobenswert: Da Turtle Beach auf Hall-Effekt-Schalter setzt, sollte die Lebensdauer länger sein als bei klassischen Switches. Wiederum ist die 8K-Polling-Rate wirklich nur für E-Sportler relevant. Meiner Ansicht nach reichen für alle anderen 1.000 Hz völlig aus.

Sieht man von den Konfigurationsproblemen ab, die ich mit dem Touchscreen mit 4,3 Zoll Diagonale hatte, dann ist der Screen im aktuellen Status ein netter Bonus, aber sicher kein Gamechanger. Aus meiner Sicht eignen sich seine Funktionen, etwa Shortcuts um Apps wie Discord schnell zu starten, eher für Streamer als für klassische Core-Gamer. Als Standard bietet euch der Screen eine 3×4-Kachelansicht, sodass ihr bis zu 36 Shortcuts über drei per Swipe erreichbare Screens verteilen könnt. Nicht wundern: Die CPU-Temperatur konnte bei mir im Gegensatz zur RAM-Auslastung und der GPU-Temperatur nicht korrekt ausgelesen werden. Deswegen prangten dort stets beeindruckende 0 Grad Celsius.

Anfangs wirkt das Display dabei fast schon futuristisch, doch mit zunehmender Nutzung habe ich nicht so deutliche Mehrwerte für mich entdeckt. Klar, es ist ein cooles Gimmick, dass man über den Bildschirm z. B. auch zwischen verschiedenen Konfigurationen wechseln kann, aber das lösen andere Tastaturen einfach über frei belegbare Shortcut-Tasten.

Im Lieferumfang liegen im Übrigen auch ein USB-Kabel, ein USB-C-zu-USB-Adapter, vier zusätzliche Keycaps, ein Werkzeug, um die Caps zu entfernen, und eine weiche Handballenauflage bei. Clever gelöst ist, dass die Auflage extra aus transparentem Silikon besteht, damit die RGB-Beleuchtung durchscheinen kann. So ein Pendant liegt auch dem KP7 bei. Das Keypad kann über zwei kleine Schienen direkt an der Tastatur einrasten. In diesem Zustand ist das Gesamtkunstwerk dann ein ganz schöner Klopper. Da solltet ihr eben abwägen, ob ihr die zusätzlichen Tasten wirklich ausnutzen werdet. Schön finde ich die Idee besonders für Linkshänder, die sich schon immer ein adäquates Numpad auf der für sie richtigen Seite gewünscht haben. Gut gelöst ist auch, dass das KP7 einerseits eigenständig mit einem USB-Kabel am Rechner betrieben werden kann, andererseits angedockt an die KB7 den Strom von der Tastatur durchgereicht bekommt. In diesem Fall benötigt ihr also nur eine Kabelverbindung für beide Accessoires.

Euer Rechner wird das Turtle Beach Command Series KP7 im Übrigen auch bei Verbindung mit der KB7 als eigenständiges Gerät erkennen. Es kann freilich eben auch in Swarm II separat verwaltet werden. Das ist Fluch und Segen. Ihr könnt zwar eben beide Geräte unabhängig voneinander abstimmen, toll wäre aber eine Sync-Funktion gewesen, um etwa Beleuchtungseinstellungen oder Nutzungsprofile in einem Zug für beide Geräte anzulegen.

Praxistest

Ihr habt es gemerkt, in diesem Fall fällt es mir etwas schwer, Ausstattung und Praxistest streng zu trennen, ihr habt also auch schon teilweise etwas über meine Alltagserfahrungen mit der Turtle Beach Command Series KB7 und dem Keypad KP7 gelesen. So habe ich auch schon angedeutet, dass ich das integrierte Display der Tastatur mehr für ein nettes Gimmick halte. Am Ende des Tages funktionieren die meisten Funktionen über Shortcut-Belegungen der Tasten schneller. Dennoch ist der Bildschirm manchmal eine Unterstützung und erlaubt es, auch ohne Swarm II zu bemühen, z. B. zwischen Nutzungsszenarien nahtlos zu wechseln.

Die anpassbare RGB-Beleuchtung ist für mich eher etwas, das ich schnellstmöglich deaktiviere, vor allem, da es, wie schon erwähnt, Abstimmungsprobleme zwischen KB7 und KP7 gibt. Grundsätzlich könnt ihr die Beleuchtung aber für jede einzelne Taste anpassen. Die Kombination mit den transparenten Handballenauflagen wirkt zudem durchaus stylisch. Ich hatte zudem die magnetischen Schalter schon beim Test der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact gelobt und kann das hier wiederholen. Der Mehrwert ist vor allem, dass ihr tastenweise anpassen könnt, wie empfindlich die Keys sind. So könnt ihr, sollte euer Fingerspitzengefühl übermenschlich sein, auch extrem filigrane Settings anlegen.

Der Touchscreen kann euch im Übrigen auch den Schnellzugriff auf Makros geben oder auf Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen. Allerdings werden wohl fast alle Anwender da mit den gängigen Tastenkombis schneller ans Werk gehen als über das Display. Wie schon erwähnt, sehe ich da die Vorteile eher für Kreative und Streamer, die z. B. fix zwischen Photoshop, OBS und Streamlab wechseln wollen. Für mich als Redakteur ist allerdings zugegebenermaßen ansprechend, dass ich auch einzelne Websites auf Kurzwahltasten auf dem Screen legen kann. Irgendwo bleibt es aber eben ein Gimmick, dessen Nutzen jeder ganz verschieden einschätzen wird.

Lasst ihr das Display mal links liegen, dann fungiert die Turtle Beach Command Series KB7 im Grunde als 65-%-Tastatur. Links gibt es auch noch einen programmierbaren Drehregler mit integrierter Taste. Anders wird es eben, wenn ihr das KP7 dazukauft. Dann macht ihr aus dem Setup eine deutlich komplexere Bedienoption. Diese Vielseitigkeit und Konfigurierbarkeit ist es dann, die das Gesamtpaket für Kreative und Streamer durchaus lohnenswert machen kann, aber für Gamer aus meiner Sicht nur in spezifischen Szenarien passt.

In Spielen sind aus meiner Sicht eher die Hall-Effekt-Switches mit den anpassbaren Auslösepunkten ein Vorteil. Da gibt es aber mittlerweile viel Konkurrenz, auch durch günstigere Tastaturen als die Turtle Beach Command Series KB7. Das KP7 könnt ihr natürlich auch unabhängig von der KB7 verwenden, wie ich schon beschrieben habe. 28 Tasten bringt das Keypad mit und dazu ebenfalls ein klickbares Drehrädchen. Eine weitere Taste erlaubt es, zwischen dem Game- und dem Numberpad-Modus zu wechseln.

Auch hier setzt Turtle Beach im Übrigen auf eine Mischung aus Aluminium-Deckplatte und Kunststoffunterseite. Im Kontrast zu den Problemen mit den unterschiedlichen Stärken der RGB-Beleuchtung bei Keyboard und Keypad funktioniert es gut, die Ständer beider Accessoires zu nutzen. Sie befinden sich dann am Ende auf gleicher Höhe. Das Tipp-Feeling ist absolut identisch, was die Kombination dann zumindest in der Haptik durchdacht wirken lässt.

Mein Fazit

Die Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 stehen für eine Kombination, die durchaus mächtig ist. Tastatur und Keypad könnten aber besser aufeinander abgestimmt sein. Etwa weicht die Intensität der RGB-Beleuchtung voneinander ab und es fehlt an direkten Synchronisationsmöglichkeiten. Dennoch ist der modulare Aufbau an anderen Stellen eine coole Sache, etwa weil sich das Keypad, passend für Linkshänder, auch links an der Tastatur andocken lässt. Zumal das Keyboard dann auch die Stromversorgung übernimmt und ihr somit nur ein USB-Kabel mit dem Rechner verbinden müsst.

Allerdings leidet die Software Swarm II in Verbindung mit der Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 unter einigen Kinderkrankheiten. Manchmal wurden etwa in meinem Testzeitraum Anpassungen der Widgets und Shortcuts erst übernommen, wenn ich das Programm neu gestartet und die Peripheriegeräte neu an den Rechner angeschlossen hatte. Ein echter Mehrwert sind natürlich die Hall-Effekt-Switches beider Geräte. Wenn ihr es auf diese abgesehen habt, gibt es jedoch auch günstigere Konkurrenzmodelle.

Im Gesamtbild ist die Kombi aus Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 aus meiner Sicht eher für Streamer und Creator als für Gamer geeignet. Das verbaute Display ist zwar durchaus ein Mehrwert, viele Funktionen könnte man aber auch über simple Tasten-Shortcuts lösen. Ich denke, vor allem Streamer profitieren da von dem visuellen Element. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller noch bei einigen Ecken und Kanten abschleift. Das würde ich vor dem Kauf ein wenig beobachten.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies