Neuer 1&1 HomeServer: Standard-Router bekommt Wi-Fi-7-Upgrade

Der Provider 1&1 verpasst seinem Router-Portfolio im Festnetz ein Update und schickt die nächste Generation des 1&1 HomeServers (hier das Datenblatt) an den Start. Das neue Standard-Modell basiert auf der FRITZ!Box 7620 von AVM und löst ab sofort die bisherige FRITZ!Box 7520 als Standard-Gerät bei den DSL- und Glasfaser-Tarifen für Privatkunden ab.

Vielleicht das größte Highlight des neuen Einsteigermodells ist die Unterstützung des aktuellen Wi-Fi-7-Standards. Damit verspricht 1&1 auch in den günstigeren Tarifen spürbar mehr Leistung und stabilere Verbindungen im Heimnetz, was sich vor allem dann bemerkbar machen soll, wenn viele Geräte gleichzeitig im WLAN funken. Konkret funkt der neue HomeServer mit einer WLAN-Bandbreite von bis zu 1.440 Mbit/s auf dem 5-GHz-Band und bis zu 688 Mbit/s im 2,4-GHz-Band.

Für Neukunden steht der überarbeitete Router ab sofort bei der Tarifbuchung für monatlich 4,99 Euro zur Auswahl. Auch Bestandskunden sollen laut 1&1 die Möglichkeit erhalten, im Rahmen eines Upgrades auf das neue Wi-Fi-7-Modell umzusteigen.

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Withings BodyScan 2 ausprobiert: Smarte Waage für Daten-Fans

Withings ist bei smarten Waagen inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem man eigentlich nicht mehr nur von einer Waage sprechen kann. Gewicht anzeigen, Körperfett schätzen, WLAN-Sync und fertig, das ist hier nur noch die Basis. Die BodyScan 2 will das tägliche Wiegen in einen kleinen Gesundheits-Check verwandeln und packt dafür mehr Sensorik in ein Badezimmergerät, als viele erwarten würden.

Ich nutze Withings-Waagen seit Jahren und habe auch die erste Body Scan ausprobiert. Damals war schon klar, dass der ausziehbare Griff kein Nice-to-have ist, sondern der eigentliche Unterschied zu den einfacheren Modellen. Mit der BodyScan 2 geht Withings nun noch weiter. 60 Biomarker, 6-Zonen-Körperanalyse, 6-Kanal-EKG, Blutsauerstoff, Gefäßalter, Bluthochdruck-Hinweise, Herzalter und demnächst Glukose-Resilienz. Man ist also weiter

Lieferumfang und Verarbeitung

Kauft ihr euch das Gerät, dann landet Withings-typisch ein flacher, sauber verpackter Karton bei euch. Darin befinden sich die Waage, das Ladekabel und etwas Papier.

Die Waage selbst ist deutlich massiver als die normalen Modelle. 325 x 357 x 18,5 Millimeter, 3,4 Kilogramm Gewicht, eine große Glasfläche und ein verstärkter Aluminiumrahmen. Das Teil wirkt hochwertig und steht richtig gut auf dem Boden. Ich würde vorher überlegen, wo es dauerhaft stehen soll. Das ist keine Waage, die man jeden Morgen aus der Ecke zieht und danach wieder versteckt. Geht aber auch.

Der Griff ist weiterhin der auffälligste Teil. Er sitzt in flachen Mulde magnetisch, lässt sich herausziehen und bringt bei der BodyScan 2 ein eigenes Farbdisplay mit. Das ist 3,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 640 x 172 Pixel. Das klingt auf dem Papier nicht nach viel, ist für Messwerte und kurze Hinweise aber absolut ausreichend und scharf genug. Die Idee das Display in den Griff zu verlagern ist gut, weil man dann immer die beste Sicht auf die Werte hat.

Der Griff besitzt jetzt größere Elektroden für Hände und Daumen, dazu kommen die Elektroden in der Glasfläche. So entsteht ein Messkreis über Füße, Beine, Rumpf, Arme und Hände. Dazu kommen neue Sensoren für die Daumen, links ist noch ein optischer Sensor für SPO2 und Co. verbaut.

Eingerichtet ist das Gerät schnell. App öffnen, Gerät hinzufügen, WLAN einrichten, Firmwareupdate abwarten und den Anweisungen folgen. Das kennt man von Withings. Die Waage synchronisiert danach automatisch per WLAN oder Bluetooth in euren und andere Accounts. Acht Nutzer werden unterstützt, die automatische Erkennung klappt wie üblich über Gewicht und Profil. Man kann am Griff bei Druck auf die Daumensensoren auch die anderen Personenprofile manuell auswählen, sollten zwei Kinder beispielsweise nah mit dem Gewicht beisammen sein.

Wer mit Cloud-Gesundheitsdaten grundsätzlich ein Problem hat, sollte sich so eine Waage generell nicht ins Bad stellen. Alle anderen bekommen mit der Withings-App eine der besseren Gesundheits-Apps in diesem Segment. Die App ist auch nötig, denn auf der Waage selbst sieht man zwar schon einiges, wirklich Sinn ergibt das Ganze aber erst in den Verlaufskurven.

Messwerte und Praxis

Die BodyScan 2 misst Gewicht, BMI, Grundumsatz, Körperfett, Muskelmasse, Viszeralfett, Hydration und Körperprofil. Spannender ist die Aufteilung in sechs Zonen. Arme, Beine und Rumpf werden getrennt betrachtet. Das ist deutlich hilfreicher als eine einzelne Körperfettzahl, die man ohnehin nicht auf die Nachkommastelle ernst nehmen sollte. Gerade wenn ihr trainiert oder abnehmen wollt, ist diese Segmentierung interessant. Gewicht allein erzählt dann nicht genug. Wenn Fettmasse sinkt, Muskelmasse aber erhalten bleibt oder sogar steigt, ist das eine andere Geschichte als „die Waage zeigt kaum weniger an“. Umgekehrt sieht man auch, wenn beim Abnehmen zu viel Muskelmasse verloren geht. Withings zielt genau auf diese Zielgruppe, und da ergibt das Konzept Sinn. Wichtig ist aber auch, Bioimpedanz bleibt Bioimpedanz. Hydration, Tageszeit, Training, Salz, Alkohol, Schlaf und viele andere Dinge können Werte verschieben.

Ich würde einzelne Messungen nicht überinterpretieren. Der Mehrwert liegt im Trend. Immer ungefähr zur gleichen Zeit messen, am besten morgens, dann werden die Kurven brauchbarer. Wenn ihr alle paar Wochen mal draufsteigt und dann eine Gesundheits-Offenbarung erwartet, werdet ihr enttäuscht sein. Die vollständige Messung dauert ungefähr 90 Sekunden. Man stellt sich barfuß auf die Waage, zieht den Griff heraus, hält die Elektroden und wartet. Das ist kein Drama, aber auch nicht so beiläufig wie „draufstellen, Gewicht ablesen, fertig“. Für mich ist das eher ein Ritual.

Den kurzen Check kann man täglich machen, den vollständigen Scan würde ich eher ein paar Mal pro Woche nutzen. Sonst nervt es irgendwann, und bei Gesundheitsgeräten ist genau das der Punkt. Wenn es nervt, nutzt ihr es nicht lange. Bei der Herzgesundheit fährt Withings groß auf. Das 6-Kanal-EKG kann Hinweise auf Vorhofflimmern liefern, dazu kommen Gefäßalter, Herzfrequenz, SpO2 und Bluthochdruck-Mitteilungen.

Letzteres darf man nicht falsch verstehen. Die Waage misst keinen Blutdruck wie eine Manschette. Sie kann Muster erkennen, die auf Bluthochdruck hindeuten können. Wenn so ein Hinweis erscheint, müsst ihr das mit einem richtigen Blutdruckmessgerät prüfen und nicht einfach „die Waage hat gesagt“ als Diagnose nehmen. Generell funktionierten die Messungen bei mir ohne Probleme. Die Erkennungsquote, EKG etc. sind sehr zuverlässig. Sehr zuverlässig ist bei mir leider auch, dass die SPO2-Messung immer mal wieder nicht durchgegangen ist.

Neu beziehungsweise stärker vermarktet sind die Longevity-Scores. Herzalter ist bei Withings enthalten, Glukose-Resilienz soll noch folgen. Dazu kommt die sogenannte Health Trajectory, die langfristige Entwicklungen verständlicher machen soll. Ich finde die Idee grundsätzlich gut, weil normale Nutzer mit Rohwerten oft wenig anfangen können. Ein Trend, eine Einordnung und eine klare Richtung sind hilfreicher als 20 isolierte Messwerte, die ihr morgens im Halbschlaf ohnehin nicht auseinandernehmen wollt.

Gleichzeitig muss man die Marketing-Sprache etwas runterkühlen. „Longevity-Station“, „zelluläres Alter“, „gesunde Lebensjahre“, das klingt alles sehr groß. Am Ende steht trotzdem eine Waage im Bad. Eine sehr clevere Waage, ja. Aber keine Präventionsklinik. Sie kann Hinweise geben, Trends zeigen und euch motivieren, bessere Gewohnheiten aufzubauen. Sie repariert aber weder Ernährung noch Schlaf noch Bewegung von allein.

Was mir an Withings grundsätzlich gefällt, ist die Aufbereitung. Die Werte landen schnell in der App, werden erklärt und in Diagrammen dargestellt. Die App kann auch Apple Health und andere Quellen einbinden. Wer schon im Withings-Ökosystem unterwegs ist, fühlt sich direkt zuhause. Wer neu einsteigt, muss sich durch viele Werte arbeiten, bekommt aber ordentliche Hilfen.

Der Haken ist Withings . Die BodyScan 2 kostet 499,95 Euro. Das ist bereits ein ordentlicher Betrag. Dass dann ausgerechnet einige der spannenden Auswertungen wie Herzalter oder später Glukose-Resilienz in ein Abo wandern, sollte man wissen. Withings bringt Programme, Prognosen, BodyPath, Ziel- und Kalorien-Tracker und weitere Auswertungen mit. Für manche kann das motivierend sein. Mir persönlich wäre wichtig, dass die Kernfunktionen eines so teuren Geräts auch ohne Abo dauerhaft stark bleiben. Mit 99 Euro pro Jahr ist das auch kein Schnapper.

Eine Herausforderung für den Hersteller wird die Ansage von Withings selbst sein. Wenn ein Gerät so stark mit Longevity und Gesundheitsfrüherkennung wirbt, muss man sehr sauber zwischen hilfreichem Trend und medizinischer Aussage trennen. Die BodyScan 2 ist kein Diagnosegerät für zu Hause, auch wenn die Sensorliste beeindruckend ist.

Und dann ist da noch die Frage, ob man wirklich so viele Daten möchte. Für Daten-Fans ist das klasse. Für Menschen, die sich von Messwerten schnell verrückt machen lassen, kann so ein Gerät auch zu viel sein. Nicht jeder braucht morgens direkt Gefäßalter, Herzalter, Fettverteilung, Viszeralfett und Stoffwechselwerte. Manchmal reicht auch, Gewicht geht runter, Bewegung passt, Essen passt. Für die meisten lohnt sich die BodyScan 2 meiner Meinung nach daher nicht. Wer einfach nur Gewicht, Körperfett und WLAN-Sync möchte, bekommt bei Withings günstigere Modelle, die vollkommen reichen.

Wer aber ernsthaft Training, Gewichtsabnahme, Muskelmasse, Viszeralfett und Herz-Kreislauf-Trends beobachten will, bekommt hier eines der umfangreichsten Consumer-Geräte in diesem Bereich. Hardware-technisch ist das schon stark, was Withings hier abliefert. Die 6-Zonen-Analyse ist der wichtigste Mehrwert, die App ist weiterhin ordentlich, die Sensorik ist beeindruckend und die Verarbeitung passt zum Premium-Anspruch. Gleichzeitig ist die BodyScan 2 teuer, abo-lastig und stellenweise etwas sehr verliebt in Longevity-Marketing.

Das Fazit

Mein Fazit fällt daher ähnlich aus wie bei der ersten Body Scan, nur mit noch größerem Preisschild. Das ist eine hervorragende Waage für Menschen, die solche Daten wirklich nutzen. Ich würde sie aber nicht kaufen, nur weil die Sensorliste beeindruckend klingt. Wenn ihr regelmäßig messt, Trends versteht und daraus etwas ableitet, könnt ihr mit der BodyScan 2 viel anfangen. Wer nur gelegentlich wissen will, ob Weihnachten, Ostern und Co. Spuren hinterlassen haben, spart sich das Geld und nimmt eine kleinere Withings-Waage. Die sind auch hervorragend.

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Mammotion LUBA 3 AWD ausprobiert: Mähroboter für schwierige Gärten

Mammotion ist inzwischen nicht mehr der kleine Exot unter den Mähroboter-Herstellern. LUBA, LUBA Mini und YUKA haben hier im Blog schon gezeigt, dass die Marke das Thema drahtloses Mähen ziemlich ernst nimmt und dabei auch gut abschneidet. Mit dem LUBA 3 AWD legt Mammotion nun wieder eine Schippe drauf. Allradantrieb, 360-Grad-LiDAR, NetRTK, Dual-Kamera, KI-Erkennung und je nach Modell Flächen bis 5.000 Quadratmeter.

Das ist kein Mähroboter für den kleinen rechteckigen Stadtgarten, der ohnehin mit jedem günstigen Modell zurechtkommt. Der LUBA 3 AWD richtet sich an Leute mit großen, verwinkelten, steilen oder baumreichen Flächen. Also genau an die Gärten, bei denen man klassische RTK-Mäher schnell meckern sieht.

Aufbau und Einrichtung

Optisch bleibt Mammotion seinem Stil treu. Der LUBA 3 AWD sieht wieder eher nach kleinem Rennwagen als nach grauem Gartenwerkzeug aus. Mir gefällt das, auch wenn das Gerät mit rund 19 Kilogramm und der breiten Bauform natürlich kein unauffälliger Winzling ist. Das Ganze kann man mit Formel-1-Stickern auf Wunsch auch noch auffälliger gestalten und den Robo zum Stilobjekt im Garten machen. Die Bauweise wirkt robust, der LiDAR-Sensor sitzt geschützt im Gehäuse und die großen Räder machen direkt klar, dass hier Gelände im Fokus steht.

Der Aufbau ist überschaubar. Je nach Ausführung müssen Frontbumper und Seitenteile befestigt werden, dann sucht man einen Platz für die Ladestation. Der große Unterschied zu vielen älteren RTK-Systemen ist, ihr müsst nicht zwingend eine separate Antenne irgendwo in den Garten stellen. Mammotion setzt beim LUBA 3 auf iNavi beziehungsweise NetRTK in Kombination mit LiDAR und Kameras. Die Abdeckung von NetRTK ist mittlerweile so, dass wir zumindest hierzulande keine Probleme haben.

Ganz ohne Planung geht es aber nicht. Die Station braucht Strom, sollte nicht komplett eingequetscht stehen und der Roboter benötigt saubere Ausfahrwege. Wer schon einmal einen Mähroboter eingerichtet hat, kennt das Spiel. Der halbe Erfolg liegt darin, nicht erst den falschen Platz für die Basis zu wählen.

Die Mammotion-App gehört für mich weiterhin zu den besseren Lösungen in diesem Bereich. Sie führt durch die Einrichtung, zeigt die Karte sauber an und bietet viele Optionen, ohne komplett unbedienbar zu werden. Trotzdem, der LUBA 3 AWD ist ein komplexer Mäher. Ihr könnt Schnitthöhe, Geschwindigkeit, Muster, Zonen, Kanäle, No-Go-Bereiche, Hindernisverhalten und weitere Details festlegen. Wer einfach nur auf Start drücken will, kommt zurecht. Wer alles optimieren möchte, kann hier eine Weile verbringen.

Beim Mapping habt ihr die Wahl zwischen automatischer Kartierung und manuellem Abfahren. Ich würde bei schwierigen Gärten weiterhin manuell kartieren. Das dauert ein wenig, ist aber meist genauer. Ihr steuert den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto an den Grenzen entlang, legt danach Zonen und Kanäle an und könnt später immer noch nachjustieren. Die automatische Kartierung ist nett, aber ich vertraue bei Beeten, engen Durchfahrten und heiklen Kanten lieber meiner eigenen Runde. Das ist keine Kritik speziell an Mammotion. Bei Mährobotern ist der erste saubere Kartenaufbau einfach wichtig, weil euch ein schlampiger Start später immer wieder einholt.

Navigation, Mähleistung und Gelände

Der LUBA 3 AWD kombiniert drei Systeme, 360-Grad-LiDAR, NetRTK und Dual-Kamera mit KI-Auswertung. Mammotion nennt das Tri-Fusion. RTK ist stark auf offenen Flächen, schwächelt aber unter Bäumen, nahe an Gebäuden oder in verwinkelten Bereichen. LiDAR ist unabhängig von Licht und Satellitenblick. Die Kameras helfen bei Hindernissen und Objekten.

Gerade in baumreichen oder unruhigen Gärten ist das ein großer Schritt gegenüber Lösungen, die fast alles über Satellit und Kamera lösen wollen. Der LUBA 3 fährt nicht hektisch, sondern eher kontrolliert. Er bremst vor Gegenständen, umfährt sie und setzt die Arbeit fort. Spielzeug, Gartenmöbel, Schläuche oder andere typische Dinge im Garten werden deutlich zuverlässiger behandelt als bei einfacheren Robotern.

Das heißt nicht, dass man jedes Risiko ignorieren sollte. Ich lasse Mähroboter grundsätzlich nicht nachts fahren. Igel und andere kleine Tiere interessieren sich nicht dafür, wie gut ein Datenblatt aussieht. Tagsüber und mit sinnvoll eingestellter Hinderniserkennung wirkt der LUBA 3 auf mich aber sehr vertrauenerweckend.

Unter dem Gehäuse arbeiten zwei Mähteller mit insgesamt zwölf Klingen. Die Schnittbreite liegt bei 40 Zentimetern, die Schnitthöhe lässt sich per App zwischen 25 und 70 Millimetern einstellen. Genau das merkt man auch in der Praxis. Der LUBA 3 AWD ist auf Fläche ausgelegt. Er mäht systematisch, sauber und deutlich schneller als viele kleinere Modelle. Bei mir fuhr das Teil auf einem großen Grundstück an unserem alten Hof (knapp 2000qm) und in meinem verwinkelten Hausgrundstück ohne Probleme.

Das Schnittbild ist sehr ordentlich. Beim ersten Schnitt bleibt hier und da ein Hälmchen stehen, aber das ist kein Mammotion-Problem, sondern auch bei anderen Modellen so. Je regelmäßiger der Roboter fährt, desto besser wird der Rasen. Das ist beim Mulchprinzip immer so, aber Mammotion bekommt die Bahnen und Übergänge gut hin. Die App erlaubt unterschiedliche Muster und auch etwas Spielerei wie Rasentattoos. Muss man nicht nutzen, aber wer es mag, kann sich austoben.

Beim Randmähen ist der LUBA 3 besser als viele große Mähroboter, aber auch kein Zauberer. An Mauern, Zäunen und Beetkanten bleibt je nach Umgebung ein schmaler Streifen stehen. Wer einen komplett perfekten Rand will, muss weiterhin mit Trimmer oder Motorsense ran. Das gilt gerade bei festen Hindernissen, an denen kein Roboter risikofrei die letzten Zentimeter abschneiden kann. Obacht bei älteren Maschendrahtzäunen. Gerade wenn am Boden die Maschen lose sind, hakt sich der Roboter gern mal mit den orangenen Seitenteilen ein.

Im Gelände spielt der LUBA 3 AWD seine eigentliche Stärke aus. Der Allradantrieb, die großen Räder und das Fahrwerk sorgen dafür, dass der Roboter auf unebenem Boden, an Steigungen und auf schwierigen Übergängen deutlich souveräner wirkt als viele flachere Gartenhelfer. Mammotion gibt bis zu 80 Prozent Steigung an. Ob ihr genau diesen Grenzwert im eigenen Garten ausreizen solltet, ist eine andere Frage, aber Hanglagen sind ganz klar sein Revier.

Auch Wurzeln, Mulden und leicht schwieriger Boden bringen ihn nicht sofort aus dem Konzept. Er fährt nicht einfach stumpf mit Gewalt, sondern dosiert die Bewegung recht sauber. Das ist wichtig, weil zu viel Kraft im falschen Moment die Grasnarbe beschädigen kann. Die Omni-Räder helfen beim Wenden und schonen den Rasen besser als klassische Räder mit Haken, die auf der Stelle schieben. Ganz ohne Grenzen ist das nicht. Bei sehr weichem Boden, nassem Matsch oder Schlingpflanzen kann auch dieser Roboter Spuren hinterlassen oder sich etwas einfangen. Außerdem ist er schwer. Wer ihn anheben muss, kann auch mal ein Training laufen lassen.

Im Alltag ist die größte Stärke, dass der LUBA 3 AWD einfach arbeitet. Zeitplan setzen, Wetter im Blick behalten, Klingen gelegentlich kontrollieren, fertig. Die Geräuschentwicklung ist niedrig genug, dass ihr ihn auch tagsüber fahren lassen könnt, ohne den Garten akustisch zu ruinieren.

Die App zeigt Fortschritt, Karte und Status ordentlich an. Gerade bei großen Flächen ist es angenehm zu sehen, was bereits gemäht wurde und wo der Roboter gerade unterwegs ist. 4G, Ortung, Geofence und Diebstahlschutz sind ebenfalls Themen, die ich bei einem Gerät dieser Preisklasse wichtig finde.

Die Wartung bleibt natürlich. Klingen sind Verschleißteile, der Mäher sollte regelmäßig gereinigt werden und die Ladestation muss frei bleiben. Wer glaubt, ein Mähroboter nehme einem wirklich jede Gartenarbeit ab, wird enttäuscht. Er nimmt aber den größten, regelmäßigsten Teil zuverlässig aus dem Kalender.

Mein Fazit

Der Mammotion LUBA 3 AWD ist einer der besseren Mähroboter für große und schwierige Gärten. Die Kombination aus Allrad, LiDAR, NetRTK und Kamera sorgt für eine Navigation, die im Alltag beständig gute Arbeit macht. Das Schnittbild ist gut, die Flächenleistung hoch und die Geländegängigkeit klar besser als bei vielen klassischen Mährobotern.

Die Kehrseite ist offensichtlich eben, dass das Gerät groß, schwer und teuer ist. Für kleine, flache Gärten ist der LUBA 3 AWD schlicht überdimensioniert. Da würde ich eher zu einem LUBA Mini, YUKA Mini, MOVA oder einem anderen kompakteren Modell greifen. Auch die App braucht trotz guter Struktur etwas Einarbeitung, weil der Roboter so viele Optionen mitbringt.

Habt ihr aber Hanglagen, mehrere Zonen, Bäume, schlechte RTK-Bedingungen oder einfach viel Rasen, ist der LUBA 3 AWD genau in seinem Element.

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Philips Hue: Drei neue Festavia-Lichterketten sickern vorab durch

Im Rahmen der IFA 2026 dürfte Signify unter dem Banner Philips Hue wieder neue Leuchtmittel und Lampen vorstellen. Durchgesickert sind nun bereits drei Modelle der Reihe Festavia. Hinter der Untermarke verbergen sich Lichterketten – da hatten wir im Blog ja auch schon mal was getestet. Die neuen Varianten sollen dabei von den bisherigen Modellen abweichen.

Geplant sind offenbar drei Varianten: die Festavia Curtain String Lights, die Festavia Icicle String Lights und schließlich die Festavia Net String Lights. Offenbar sollen die Lichterketten je 250 mehrfarbige LEDs nutzen und, wie die englischsprachigen Namen suggerieren, jeweils im Design eines Vorhangs, eines Eiszapfens bzw. eines Netzes daherkommen.

Etwa schlüsselte ein mittlerweile gelöschter Blogpost auf, dass die Curtain String Lights als Vorhang vor einem Fenster oder hinter einem Bett als Zierde hängen könnten. Sie sollen senkrecht herunterbaumeln – siehe auch das Artikelbild. Die Philips Hue Festavia Icicle String Lights sollen an Dächern, Fassaden oder Balkonen als Eiszapfenlichter platzierbar sein – speziell für den Winter und Weihnachten gedacht. Hingegen werden die Net String Ligths ein Lichtnetz darstellen, das ihr z. B. über Sträucher, kleine Bäume oder Hecken hängen könnt.

Der gelöschte Blog-Beitrag, der die drei neuen Festavia-Lichterketten erwähnte, war auf den 3. September 2026 datiert (via Smartlights). Das dürfte also das geplante Ankündigungsdatum sein, passend eben zur IFA in Berlin. Konkrete Erscheinungsdaten oder Preise sind aber noch nicht bekannt.

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Home Assistant unterstützt jetzt Matter 1.6

Die Smart-Home-Plattform Home Assistant hat erst kürzlich mit dem Matter Server 9.0 einen größeren Umbau seiner Matter-Implementierung erhalten. Der bisherige Python-basierte Server wird durch eine Basis auf matter.js ersetzt. Neu ist auch eine Visualisierung für Thread- und WLAN-Netzwerke in der Web-Oberfläche.

Schon bei der damaligen Matter-Server-Umstellung hatte man die zeitnahe Unterstützung der jüngsten Matter-Version 1.6.0 angekündigt. Mit dem Update auf Matter Server 9.1.0 ist diese ab sofort gegeben.

Unterstützte Geräte verfügen jetzt außerdem über die Möglichkeit zur automatischen Zeitsynchronisierung. Zeitgeber ist hierbei der Matter-Server selbst, welcher die Zeit eines NTP-Servers weiterreicht. Mit von der Partie der neuen Matter-Server-Integration ist zudem eine verbesserte Thread-Netzwerkdiagnose.

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