Festnetztest 2026: Die Telekom siegt, Vodafone liefert Tempo zum Sparpreis




Wer heutzutage auf der Suche nach einem stabilen Internetanschluss ist, kommt an den großen Namen logischerweise nicht vorbei. Der aktuelle Festnetztest von Chip und Net Check zeigt mal wieder ein Bild der deutschen Breitbandlandschaft.

Die Deutsche Telekom sichert sich erneut den ersten Platz und holt sich erstmals die Note sehr gut ab. Vor allem bei der Vertragserfüllung und der allgemeinen Verfügbarkeit liegt der Marktführer vorn. Wer dort Kunde ist, erlebt seltener Ausfälle, auch wenn eine Störung im Ernstfall etwas länger dauern kann als bei der Konkurrenz von 1&1.

Die Datenbasis für diese Ergebnisse? Rund 1.200 Raspberry Pi Einplatinenrechner dienten als Messstationen in ganz Deutschland und führten fast 27 Millionen Tests durch. Dazu gesellen sich über 100.000 bereinigte Speedtests von Nutzern. Im Schnitt kommen deutsche Haushalte auf einen Download von 272,52 MBit/s und einen Upload von 69,76 MBit/s. Dass Anspruch und Wirklichkeit oft auseinanderklaffen, zeigt die Abweichung vom Downloadversprechen, die im Schnitt bei minus 22,1 Prozent liegt.

Vodafone landet im Gesamtranking auf dem zweiten Platz, punktet aber beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch das Kabelnetz schieben die Düsseldorfer deutlich mehr Daten durch die Leitung als klassische DSL-Anschlüsse. Wer viele Megabits für seinen Euro sehen will, ist hier richtig. 1&1 und O2 folgen auf den weiteren Plätzen, wobei O2 immerhin bei der Wiedergabe von YouTube-Videos die Nase vorn hat.

Bildquelle: Chip.de

Spannend wird es beim Blick auf die Regionen und die Technik. Glasfaser ist und bleibt das Maß der Dinge. Anbieter wie Deutsche Glasfaser oder Deutsche GigaNetz dominieren die regionalen Auswertungen in Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg. Wer das Glück hat, im Ausbaugebiet solcher Spezialisten zu wohnen, bekommt oft symmetrische Raten oder Gigabit-Tempo, gegen das DSL technisch kein Land sieht. Ein Geheimtipp für Sparfüchse bleibt PŸUR, die in Sachsen und Berlin abräumen und insgesamt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im regionalen Vergleich bieten.

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Discord schließt E2E-Verschlüsselung für alle Sprach- und Video-Chats ab

Seit Anfang März 2026 verschlüsselt Discord alle Sprach- und Videoanrufe standardmäßig mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wer die Plattform regelmäßig nutzt, muss dafür nichts einstellen oder aktivieren, löppt einfach so im Hintergrund. Die technische Grundlage ist das sogenannte DAVE-Protokoll, das Discord bereits 2024 vorgestellt hatte. Das Protokoll ist quelloffen, wurde von der Sicherheitsfirma Trail of Bits extern geprüft und ist außerdem in Discords Bug-Bounty-Programm eingebunden. Unabhängige Entwickler können also weiterhin nach Schwachstellen suchen.

Die eigentliche Herausforderung bei der Umsetzung war laut Discord weniger die Skalierung als vielmehr die enorme Plattformvielfalt. In einem einzigen Sprachkanal können gleichzeitig Leute über Windows, macOS, Smartphones, Webbrowser oder Konsolen wie PlayStation und Xbox mitsprechen. Das DAVE-Protokoll musste all diese unterschiedlichen Architekturen abdecken, ohne dabei die Verbindungsqualität zu verschlechtern oder die Latenz zu erhöhen. Für Firefox beispielsweise arbeiteten die Entwickler direkt mit Mozilla zusammen, um ein tiefer liegendes Kompatibilitätsproblem im Browsercode zu beheben.

Die Verschlüsselung gilt ab sofort für direkte Nachrichten, Gruppen-DMs, reguläre Sprachkanäle sowie Go-Live-Streams. Discord entfernt derzeit auch den Client-Code für unverschlüsselte Verbindungen vollständig – sobald das abgeschlossen ist, wird es technisch schlicht nicht mehr möglich sein, auf unverschlüsselte Audio- oder Videoverbindungen zurückzufallen.

Zwei Ausnahmen soll es allerdings dennoch geben. Stage-Kanäle bleiben außen vor, weil sie architektonisch für die Übertragung an ein großes, öffentliches Publikum ausgelegt sind – etwa bei Live-Events oder Townhalls. Dort ergibt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung praktisch keinen Sinn.


Und dann sind da noch die Textnachrichten. Die bleiben weiterhin ohne E2EE, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Discord erklärt das damit, dass die Textfunktionen historisch darauf ausgelegt sind, serverseitig verarbeitet zu werden. Eine nachträgliche Verschlüsselung würde einen grundlegenden Umbau der Plattform-Architektur erfordern, für den es aktuell keine konkreten Pläne gibt.

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Firefox Mobile: Steuerelemente für KI-Funktionen ziehen ein

Der Browser Firefox bietet inzwischen diverse KI-Funktionen. Auf dem Desktop beliebt: Die granulare Möglichkeit, zu entscheiden, welche Funktionen in der persönlichen Nutzung hilfreich sind und welche deaktiviert bleiben sollen. Diese Steuermöglichkeit steht nun auch für iOS- und Android-Nutzer zur Verfügung.

In den KI-Einstellungen lassen sich sämtliche KI-Funktionen von Firefox komplett deaktivieren oder auch nur dedizierte Funktionen aktivieren. Die Auswahl kann man jederzeit anpassen. Die Steuerelemente für die KI-Funktionen werden ab sofort für den Firefox-Mobile-Browser eingeführt. Nutzern will man damit mehr Kontrolle an die Hand geben und Anpassungsmöglichkeiten auf eigene Nutzungsszenarien bzw. Vorstellungen erlauben.

Die Funktionen, die man in den Einstellungen zu Gesicht bekommt, variieren je nach Gerät und Standort. Folgen neue Funktionen, dann werden diese ebenfalls über das Menü deaktivierbar sein – und vice versa.

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Digitale Brieftasche: Bundesregierung beschließt Gesetz für die EUDI-Wallet




Lange Thema, jetzt offiziell „durch“: Die Bundesregierung hat das Digitale Identitätengesetz auf den Weg gebracht und schafft damit die Basis für die EUDI-Wallet in Deutschland. Das Ganze ist im Grunde der digitale Ausweis für das Smartphone, mit dem sich Nutzer künftig online identifizieren können. Wer also keine Lust mehr auf das ständige Hantieren mit physischen Karten hat, bekommt hier eine staatliche Lösung serviert. In der Wallet landet erst einmal der Personalausweis als digitaler Zwilling. Später sollen weitere Dokumente wie der Führerschein, Geburtsurkunden oder Bahntickets folgen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Ob Behördengänge, Kontoeröffnungen oder Verträge im Netz, alles soll ohne zusätzliche Identifikationsverfahren klappen. Das System funktioniert dabei nicht nur hierzulande, sondern in der gesamten EU. Unternehmen können ihre Kunden darüber ebenfalls verifizieren, was die Prozesse beschleunigen dürfte. Losgehen soll es im Januar 2027. Zuerst stehen nur die Identifizierung und einfache Nachweise auf dem Plan. Im Laufe des Jahres folgen dann Funktionen wie digitale Signaturen, Pseudonym-Logins und Freigaben für Zahlungen.

Niemand wird zur Nutzung gezwungen, die App bleibt freiwillig und kostenlos. Wer lieber beim klassischen Papierkram bleibt, kann das tun. Beim Datenschutz verspricht die Regierung volle Kontrolle über die eigenen Daten und ein hohes Sicherheitsniveau. Kann man nur hoffen, dass gehalten wird, was man verspricht. Neben der Wallet stecken noch andere Erleichterungen im Gesetz. Wer seinen Ausweis mit 70 Jahren oder später beantragt hat, muss diesen künftig nicht mehr erneuern und kann ihn unbegrenzt nutzen. Zudem entfällt die Pflicht, den Wohnort im Reisepass nach einem Umzug ändern zu lassen. Das spart am Ende den Weg zum Bürgeramt, was sicher viele begrüßen werden.

Bundesminister Dr. Karsten Wildberger:


„Mit dem Gesetz für digitale Identitäten machen wir das Leben für die Menschen in Deutschland einfacher. Dieses Gesetz ist die Voraussetzung für die EUDI-Wallet, mit der sich Bürgerinnen und Bürger künftig europaweit digital ausweisen und Nachweise nutzen können – etwa bei Behördengängen, der Eröffnung eines Bankkontos oder sicheren Anmeldung bei Online-Diensten. Die Nutzung ist freiwillig und erfüllt hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz.“

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FRITZ!OS 8.25: FRITZ!Box 6670 sowie 6690 Cable werden versorgt

FRITZ! schraubt weiter am FRITZ!OS und verteilt Version 8.25 für die FRITZ!Box 6670 sowie die 6690 Cable. In Berlin hat man sich unter anderem die DVB-C-Funktion vorgenommen und der grafischen Oberfläche einen neuen Anstrich verpasst. Das sieht jetzt zeitgemäßer aus, wenn man das TV-Signal über die Box ins Heimnetz einspeist. Auch unter der Haube der DOCSIS-Verbindung gibt es Korrekturen. Ein Fehler mit der Paketbeschleunigung, der für verlorene ICMP-Pakete sorgte, ist Geschichte. Zudem zeigt die Übersicht nun korrekt eine Multimediadose statt einer TAE-Dose an.

Beim Internetzugang flossen viele Detailverbesserungen ein. Der Ausfallschutz wurde für IPv6 und feste IP-Konfigurationen fit gemacht, während der Online-Monitor den Status der Verbindung nun präziser abbildet. Wer die Kindersicherung nutzt, profitiert von einer besseren Bedienung auf dem Smartphone oder Tablet mit kleinen Displays. Fehler bei der Anzeige von Zugangsprofilen oder Problemen mit der WLAN-Anmeldung bei gesperrtem Standardprofil wurden aussortiert. Auch bei WireGuard gab es Feinschliff, da IPv6-Adressen zuvor teilweise abgeschnitten waren.

Die Telefonie bekommt ein neues Stammzertifikat für verschlüsseltes VoIP. Im Heimnetz räumt FRITZ! ebenfalls auf. Es gab zuvor Verwirrung bei der Anzeige von statischen IP-Adressen oder Geister-Einträgen für Switches, die nun behoben sind (das las ich irgendwie doch schon x Mal…). Eine Änderung betrifft die Portfreigaben via UPnP. Die entsprechende Einstellung regelt jetzt gleichzeitig, ob ein Gerät eine Trennung der Internetverbindung anstoßen darf.

Das System läuft insgesamt stabiler und die Updatesuche wurde gegen Abbrüche bei langsamen Leitungen abgesichert. Wer ein internationales Modell neu einrichtet, spart sich zudem den Neustart nach der Sprachwahl.

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