#Gastbeitrag – Soziale und nachhaltige Verantwortung ist wichtig für den Markenerfolg

Immer häufiger liest und hört man im unternehmerischen Zusammenhang die Wörter “Purpose” und “Social Impact”. Abgeleitet aus dem Bereich der Nachhaltigkeit, geht es darum wirklich etwas zu bewegen. Zu zeigen, dass man eben kein Greenwashing betreibt, sondern echte messbare Ziele verfolgt. Doch was steckt hinter den neuen Buzzwords, wirkt sich Social Impact wirklich auf den Markenerfolg aus und wie kann man klar zeigen, dass man kein Greenlabeling betreibt? 

Schon lange ist bekannt, dass Marketing und Öffentlichkeitsarbeit mehr sind, als nur das vermeintlich beste Produkt anzubieten. Es geht um Beziehungen, und zwar in dem Sinne, dass die Marke eine eigene Persönlichkeit verkörpert. Jeder Kunde und jede Kundin hat somit eine individuelle Beziehung und alle nehmen das Unternehmen etwas anders wahr. Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden sich bei der Markenwahl nicht für die Marke allein, sondern auch für eine bestimmte Beziehung, die sie mit der Marke eingehen wollen. 

Gelebte Verantwortung des Unternehmens dient dazu, die Marken-Kunden-Beziehung zu verstärken und ist zudem ein emotionalisierendes Moment. Indem man für die Gesellschaft etwas positives bewirkt, kann man nicht nur Kundinnen und Kunden gewinnen, sondern bindet bestehende Konsumentinnen und Konsumenten stärker an die eigene Marke. 

Die TU Braunschweig hat in einer Studie zur Marken-Kunden-Beziehung vier Typen kategorisiert. Danach gibt es „Beste Freundschaften“, „Glückliche Partnerschaften“, „Leidenschaftslose Zweckbeziehungen“ und „Oberflächliche Bekanntschaften“. Die ersten beiden Kategorien zeichnen sich dabei durch eine starke Verbundenheit und ein hohes Maß an Vertrauen gegenüber der Marke aus. 

Darum ist Social-Impact und Social-Impact Marketing der Gamechanger

Ein positiver sozialer Einfluss der Marke auf Gesellschaft und Umwelt ist heute der wichtigste Baustein für Vertrauensbildung über das reine Produkt hinaus. Das Thema Nachhaltigkeit ist schon lange kein Bio-Hipster-Trendthema mehr, sondern in der tiefsten Mitte der Gesellschaft angekommen. Immer häufiger wird nicht das reine Produkt weiterempfohlen, sondern das gute Gefühl und gute Gewissen, das mit dem Kauf entsteht.

Für StartUps bietet das eine riesige Chance. Denn anders als etablierte Konzerne muss nicht erst gegen ein bestehendes Image angekämpft werden. Anhand eines Beispiels lässt sich das schön verdeutlichen: Wer würde einer klassischen Bank wirklich glauben, wenn sie morgen verkünden würde, dass sie ab jetzt fair, transparent und ehrlich ist? Banken, die verlässlich jedes Jahr Skandale produziert – von Geldwäsche, über Steuerhinterziehung bis zu illegalen Geschäften mit dem Iran. Es gibt ganze Best-Of-Listen der Banken-Skandale. Als StartUp dagegen kann man den Social Impact bei der Gründung gleicht mitdenken und mitumsetzen. Der Purpose kann so zum Erfolgstreiber für Unternehmen werden. Entscheidend ist jedoch das Handeln, damit klar ersichtlich ist, welchen Social Impact man erzielt. Und warum nicht gleich von Anfang an eine CSR-Managerin oder einen Manger mit an Bord holen?

Wie kann man es nachweisen?

Das die eigene Marke nun einen sozialen und nachhaltigen Einfluss auf die Gesellschaft hat, ist schnell gesagt und schnell irgendwo groß auf der Website angebracht. So wirbt sogar der Vermögensverwalter Blackrock groß mit „Nachhaltigkeit“, und zwar auf der Startseite. Das, obwohl der US-Konzern weiterhin Milliarden Euro (!) in Kohlekraftwerke rund um den Globus investiert. Hier ist es mit der gesellschaftlichen Verantwortung nicht weit her. 

Auf den ersten Blick mag es ernüchternd wirken, dass scheinbar alle mit „Social Impact“ werben, obwohl der Impact eher negativer Natur ist. In den letzten Jahren hat sich allerdings das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten geändert. Nur weil grün draufsteht, muss nicht unbedingt grün drin sein – ist mittlerweile mehr als eine Binsenweisheit. Kundinnen und Kunden schauen immer genauer nach und wollen auch konkret wissen, was getan wird. 

Eine Möglichkeit, für die wir uns unter anderem auch entschieden haben, ist die Zertifizierung als B Corporation. Mit dem Zertifikat kann ein Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung zeigen und messen. Und so viel vorab, der Prozess ist langwierig, anstrengend und hart, aber wenn man es mit „Social Impact“ ernst meint, lohnenswert. 

Die Bewertung durch die B Lab-Organisation deckt das gesamte Unternehmen ab und nicht nur einzelne Produkte. B Lab misst die positiven Auswirkungen des Unternehmens in Bereichen wie Unternehmensführung, den Mitarbeitenden, wie man sich lokal engagiert, Umwelt sowie Produkt und Dienstleistung des Unternehmens. Weltweit sind mittlerweile mehr als 4000 Unternehmen als B Corp zertifiziert.

Zertifikate allein, sogar die mit dem stärksten Commitment, reichen nicht. Man kann noch vieles anpacken und das auch zeigen. Etwa indem man als Unternehmen in der Region aktiv wird, zum Beispiel über eine institutionalisierte Freiwilligenarbeit. Auch das aktive Engagement bei Stiftungen oder die Unterstützung von kleineren Projekten (nicht nur monetär, sondern auch mit Man- und Woman-Power) zeigt den Konsumentinnen und Konsumenten den eigenen Anspruch den man als Marke verkörpert.  

Es gibt genug Möglichkeiten aktiv zu sein und es lohnt sich für alle Beteiligten. Kurzum: Es ist eine Win-Win-Situation. 

Über den Autor


Iven Kurz ist CEO und Gründer von EVERGREEN. Er hat 20 Jahre als Fondsmanager und Bankdirektor für Metzler und für Lampe gearbeitet, bevor er in Leipzig einen nachhaltigen Asset Manager mit digitaler Vermögensverwaltung gegründet hat. Transparenz, Fairness und echte Nachhaltigkeit in der Geldanlage sind ihm wichtig.

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#Gastbeitrag – Sensibilität gefragt: Marketing in Zeiten von Krieg und Krise

#Gastbeitrag

Corona ist noch nicht überstanden, in der Ukraine herrscht Krieg. Die Nachrichten zeigen Bilder von Bombeneinschlägen und trauernden Menschen, aber ebenso von Solidarität und Hilfsaktionen. Wie kann Marketing in solchen Zeiten stattfinden? Ein Gastbeitrag von Kristin Woltmann.

Sensibilität gefragt: Marketing in Zeiten von Krieg und Krise

Dienstag, 12. April 2022VonTeam

Gerade Startups können in der Aufbauphase nicht auf Werbung und Marketing verzichten. Dafür gibt es aus meiner Sicht auch keinen Grund. Aber wie kann ein sensibles Marketing von Unternehmerinnen und Unternehmern aktuell stattfinden, ohne ignorant oder rücksichtslos zu wirken?

Schockstarre hilft niemandem

Statt in eine Schockstarre im Business zu verfallen, dürfen Gründer:innen das Wort Unternehmertum gern wörtlich nehmen, denn es kommt von „unternehmen“. So ist es auch in Krisenzeiten angebracht, im Business weiterzumachen – achtsam und mit Feingefühl. Es schließt sich nicht aus, die eigenen Kunden zu begeistern und gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

Unaufgeregt Gutes tun

Beispielsweise könnte ihr euren nächsten Launch wie geplant durchführen, und einen Teil der Einnahmen für einen guten Zweck spenden. So bleibt ihr auf Kurs mit eurem Business, tut jedoch gleichzeitig etwas Gutes. Ganz unaufgeregt und trotzdem wirkungsvoll.

Wenn ihr Spendenaktionen und ähnliches plant, dann denkt zuerst an die Betroffenen. Stellt euch die Frage: Was brauchen die Menschen wirklich? So mag die Übergabe von Produkten werbewirksam sein – die meisten Hilfsorganisationen plädieren aber für Geldspenden, da sie damit genau das einkaufen können, was gebraucht wird.

Ebenfalls wichtig bei solchen Aktionen: Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen. Ungefragt die Bilder Geflüchteter zu veröffentlichen ist unschön und erweckt schnell den Eindruck, auf dem Rücken der Leidtragenden Werbung zu machen.

Werbeanzeigen und Content überprüfen

Die aktuelle Content-Planung bedarf der Prüfung. Newsletter-Texte und Werbeanzeigen müssen eventuell angepasst werden. Redewendungen wie „schlägt ein wie eine Bombe“ sind aktuell völlig unangemessen. 

Dabei solltet ihr auch an Werbeanzeigen denken, die bereits länger oder dauerhaft laufen. Mit unpassendem Inhalt sorgen sie sonst nicht für neue Kunden, sondern schlimmstenfalls für den nächsten Online-Shitstorm.

Solidaritätsbekundungen auf der Webseite, den Social Media Profilen oder im Newsletter sollten nur dann stattfinden, wenn sie ernst gemeint sind. Ich bin überzeugt, die Menschen haben ein feines Gespür dafür, was ehrlich ist und was aus Profitgedanken heraus ins Netz gestellt wird. 

Businesskontext statt hitziger Diskussionen

Gründerinnen und Gründer sollten sich nicht in Hassreden und wütenden Emotionen verstricken. Mit eurer Reichweite und eurem Einfluss tragt ihr auch immer eine Verantwortung. Seid euch der Wirkung eurer Botschaften bewusst und bleibt im Zweifelsfall lieber bei eurem eigentlichen Business-Kontext, statt hitzige Diskussionen auf euren Kanälen anzuheizen. 

Über die Autorin


Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz als Holistic Business Coach hat Kristin Woltmann seit 2018 über 1.000 Frauen auf dem Weg zu ihrem eigenen Business begleitet. Vor ihrer Selbständigkeit absolvierte Woltmann eine Banklehre und studiere BWL, während sie gleichzeitig in einem Finanzkonzern schnell Karriere machte. Ihre Leidenschaft für gesunde Lebensweise und Spiritualität lebte sie anfangs als Yoga-Lehrerin, erfolgreiche Bloggerin und Buch-Autorin aus und folgt heute als ganzheitlicher Business Coach ihrer eigentlichen Berufung. Der Erfolg gibt ihr Recht. Allein 2021 lag ihr Umsatz bei 1,5 Millionen Euro.

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#Gastbeitrag – So gelingt der Balanceakt zwischen Hyper-Growth und zufriedenen Mitarbeiter:innen

Höher, schneller, besser! Wer würde dieses Motto nicht in Anspruch nehmen wollen, wenn es sich um das Wachstum des eigenen Unternehmens dreht? Insbesondere für Start- und Scale-ups scheint es sich dabei um das einzig wahre Mantra zu handeln. Schnelles Wachstum bedeutet höhere Umsätze, dies wiederum bedeutet größere Chancen weitere Investoren für sich zu gewinnen. Aber wie ist es eigentlich bei solch einer Strategie um die Mitarbeitenden bestellt?

Dass zufriedene Mitarbeitende tatsächlich motivierter und produktiver und damit erfolgreicher im Job sind (Studie der Oxford University, 2019), überrascht sicherlich nicht. Mit welchen konkreten Maßnahmen können wir die Zufriedenheit also steigern und vermeiden, dass Mitarbeitende Gefahr laufen in Richtung Burnout zu schlittern? Nachfolgend 6 Tipps, um schnelles Wachstum und glückliche Mitarbeitende bestmöglich zu vereinen.

1. Intensive Kommunikationskultur etablieren


An oberster Stelle steht die Kommunikation und zwar eine intensive, wiederkehrende und transparente Kommunikation zwischen Führungsebene und den Mitarbeitenden. Mit einher gehen sollte auf jeden Fall die Etablierung eines kontinuierlichen Feedbacks und zwar nicht nur in der Richtung top down. Gerade ein schnell wachsendes Startup sollte seinen Team-Mitgliedern im Rahmen dieser Kommunikationskultur transparent vermitteln, woran sie arbeiten, weshalb sie daran arbeiten und worin das übergeordnete Ziel des Unternehmens liegt. Dies führt uns zu Tipp 2.

2. Das ‘Warum’ muss allen klar sein


Purpose lautet das Zauberwort, denn wenn die Mitarbeitenden ständig von Sprint zu Sprint hetzen, ohne zu wissen, weshalb, kommt es schnell zur Ermüdung. Eine gesunde Unternehmenskultur basiert vor allem auf Werten wie Vertrauen, Individualität und Ehrlichkeit. Die Führungskräfte müssen den Mitarbeitenden helfen, den Auftrag zu verstehen und Prioritäten zu setzen, wie sie am meisten bewirken können. Dies ist natürlich ein zweiseitiges Gespräch, denn die Führungskräfte müssen auch die Probleme der Mitarbeitenden verstehen. Ich ermutige die Mitarbeitenden, sich zu öffnen und auch offenes Feedback zu geben. Durch regelmäßige Gespräche lassen sich so die sogenannte “Gossip Culture” am Arbeitsplatz und Missverständnisse vermeiden. In der Konsequenz stärken diese Maßnahmen das Vertrauen der Mitarbeitenden in das Unternehmen und umgekehrt.

3. Holistischer Blick auf Vergütung und Zusatzleistungen


Ebenso von großer Bedeutung sind klare Strukturen, die allen bekannt sind und die für alle gelten. Ziel meiner Arbeit als Lead des Benefits and Compensation Teams ist es, funktionierende Richtlinien für die Führungskräfte zu schaffen, damit sie verstehen, wie sie ihre Teams erfolgreich führen können und welche Tools ihnen zur Verfügung stehen. Obwohl die Vergütung wichtig ist, ist sie nicht der einzige Faktor, der dafür sorgt, dass Menschen bei einem Unternehmen bleiben. Wir betrachten das Thema holistisch und gehen von einem ‘Total Compensation’ Ansatz aus: Es geht um die komplette Mitarbeitererfahrung – vom Pre-Onboarding bis zum Offboarding. Dabei achten wir immer auf unterschiedliche Faktoren: Wie sieht der individuelle Werdegang aus? Welche Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich? In welche Richtung würde sich der oder die Mitarbeitende gerne entwickeln? Es dreht sich letztendlich nicht ausschließlich um die Höhe des Gehalts und die Zusatzleistungen, denn auch die Mitarbeitenden wissen Faktoren wie Entwicklungsmöglichkeiten und den ‘Cultural Fit’, also die Übereinstimmung von Wertvorstellungen, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, flache Hierarchien und den Ansatz ‘employee first’ sehr zu schätzen. Wir bemühen uns, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeitenden voll einbringen können.

4. Herausfordernde Zeiten benötigen besondere Maßnahmen


In allem was man tut, sollte man den Mitarbeitenden auf Augenhöhe entgegentreten. Die Sorgen und Ängste der Mitarbeitenden sollten zu jedem Zeitpunkt wahr- und ernst genommen werden. Insbesondere in Krisenzeiten sollten Führungskräfte ein Auge darauf haben, wie sie ihre Belegschaft am besten unterstützen können. So haben wir während der Pandemie eine erweiterte Freistellungsregelung im Trauerfall bis zu vier Wochen eingeführt, da viele unserer Mitarbeitenden aus anderen Ländern kommen und in schweren Zeiten ebenso die Möglichkeit haben sollten, sich um ihre Familie kümmern zu können. Des weiteren können Unternehmen auch durch digitale Tools Support anbieten. Beispielsweise durch Anwendungen wie Mindletics” – einer Mental Health App. So erhalten alle Mitarbeitenden u.a. ein bestimmtes Kontingent an bezahlten Psychotherapie-Stunden mit zertifizierten Therapeut:innen, sofern das Bedürfnis besteht, mit professionellen Fachleuten zu sprechen.

5. Persönliches Wachstum ermöglichen


Und dann haben wir da noch Wachstum. Aber nicht das des Unternehmens, sondern von den Mitarbeitenden. Wir sehen den enormen positiven Effekt, den Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für jede:n Einzelne:n auf professioneller, aber auch persönlicher Ebene haben. Deswegen sollten Unternehmen durchaus in Betracht ziehen, ihren Mitarbeitenden ein Budget für individuelle Entwicklung und Förderung anzubieten. Das Managementlevel darf dann aber nicht außer Acht lassen, die Mitarbeitenden kontinuierlich zu bestärken, dieses Budget zu nutzen. Die auf ihre Wünsche und Bedürfnisse zugeschnittenen Programme sollten Mitarbeitende gemeinsam mit ihren Teamleads erarbeiten.

6. Sinnvolle Benefits bieten


Es ist immer wichtig, sich zu vergewissern, dass die eingeführten Programme die beabsichtigten Ergebnisse erzielen. So haben wir beispielsweise zusätzliche Urlaubstage für die Mitarbeitenden eingeführt, um die harte Arbeit zu würdigen, die sie auf dem Höhepunkt der Pandemie geleistet haben. Wir stellten jedoch fest, dass niemand diese Tage in Anspruch nahm, da es für die Mitarbeitenden schwierig war, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und zu entspannen, da die Anforderungen und die Arbeitsbelastung im Unternehmen noch immer sehr hoch waren. Deshalb haben wir unseren Ansatz geändert und bieten stattdessen an, unsere Büros zu schließen, z. B. an Weihnachten, damit alle die Möglichkeit haben, ihre Batterien aufzuladen, ohne sich um die endlosen Slack-Nachrichten und E-Mails ihrer Kollegen kümmern zu müssen, weil eben alle frei haben.

Über die Autorin


Alice Hu ist Head of Benefits, Compensation & People Tech bei Vinted, der größten C2C-Online-Plattform für Secondhand-Mode in Europa. Das Unternehmen verzeichnet bereits mehr als 50 Millionen Mitglieder in 15 Märkten. Alice kümmert sich dabei vorrangig um das Mitarbeitenden-Engagement innerhalb des Unternehmens, sie stellt sicher, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig ist und implementiert Programme, um die Mitarbeitenden zufrieden zu stellen und zu motivieren.

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#Gastbeitrag – 5 Tipps für die richtige Content-Strategie

#Gastbeitrag

Als Startup ist es wichtig, die richtige Content-Strategie zu finden. Content Marketing ist ein großer und wichtiger Faktor für den Erfolg und Umsatz eines Unternehmens. Hier sind fünf Tipps, mit denen Content Marketing zu einem der wichtigsten Touchpoints wird.

5 Tipps für die richtige Content-Strategie

Montag, 28. März 2022VonTeam

Besonders als Startup ist es wichtig, die richtige Content-Strategie zu finden. Denn meist ist das Budget für Marketing-Ausgaben in der Anfangsphase überschaubar und virale Erfolge sind nicht planbar. Wer aber die richtige Strategie findet, kann sich von seinen WettbewerberInnen abheben und erreicht potentielle KundInnen. Content Marketing ist somit ein großer und wichtiger Faktor für den Erfolg und Umsatz eines Unternehmens. Hier sind fünf Tipps, mit denen Content Marketing zu einem der wichtigsten Touchpoints wird.

1. Jeder fängt klein an


Für eine erfolgreiche Content-Strategie braucht man nicht von Anfang an einen großen Content Hub. Viele erfolgreiche Startups fangen mit einigen wenigen Beiträgen und Landing Pages an und optimieren diese kontinuierlich bis sie gute Ergebnisse erzielen und den perfekten Match aus Content und KundIn gefunden haben. Partizipation am Inhalt kann an dieser Stelle wahre Wunder wirken. Das gelingt beispielsweise durch Live-Formate, Q&As und Ratgeber, bei denen Fragen und Wünsche der Zielgruppen live in die Auswahl und Gestaltung des Contents einfließen können.

2. Kleines bewirkt Großes


Schon kleine Änderungen können einen großen Unterschied machen – gerade, wenn es um eine zielgruppengerechte Ansprache in Headlines geht. Der Mode-Service Outfittery konnte durch Hinzufügen der Zielgruppe in den Headlines der Werbemittel (“Männer”) beispielsweise die Bounce Rate verringern und die Conversion Rate um 15 Prozent erhöhen. Startups sollten daher so viel testen wie möglich und viele Dinge ausprobieren: von der Farbe der CTAs über Satzzeichen und Bilder bis hin zum Content an sich.

3. KundInnen haben Vorrang


Zu Beginn der Überlegungen stehen die KundInnen und ihre Probleme und Bedürfnisse. Marketer sollten sich gleich zu Beginn folgende Fragen stellen: Wer zählt zu meinem Kundenstamm und wie wird unser Produkt genutzt? Welche Herausforderungen und Probleme lösen wir? Wie machen wir unsere KundInnen auf authentische Art und Weise auf unser Produkt aufmerksam? Dabei sollte es nicht darum gehen, Features eines Produktes zu nennen, sondern eine Verbindung zwischen Produkt und KundInnen zu schaffen und den Mehrwert des Produktes deutlich herauszustellen. Gerade um innovative und erklärungsbedürftige Produkte vorzustellen oder um Vertrauen aufzubauen, ist dies von essentieller Bedeutung.

4. Zielgruppengerechte Ansprache


Wichtig ist es, den Content nach Zielgruppen zu splitten. Selbst wenn das Produkt viele unterschiedliche Zielgruppen anvisiert, ist die Ansprache nicht immer gleich. Eine App zum Versicherungsvergleich ist beispielsweise für manche Zielgruppen spannend, weil man Geld sparen kann, für andere wiederum, weil sie hilft, eine komplexe Thematik zu vereinfachen. Diese unterschiedlichen Zielgruppen sollten in der Content-Erstellung und der Bewerbung der Beiträge (Creatives, Landing Pages) bedacht werden. Auf der Landing Page sollten zudem die Bilder genutzt werden, die die Creatives aus der Werbekampagne widerspiegeln, damit NutzerInnen eine einheitliche Erfahrung machen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, mehrere Landing Pages zu testen – eine Landing Page pro Kampagne ist empfehlenswert. Bei der Bewerbung des Contents sollte das Budget dann für die Formate eingesetzt werden, die am besten performen. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Ladezeit der Landing Page eine große Rolle spielt. Vor allem bei Mobile-NutzerInnen ist die Absprungrate schon nach wenigen Sekunden sehr hoch. Die Ladezeit gilt es also zu optimieren. Zudem müssen Landing Pages responsive sein, um UserInnen auf sämtlichen Devices ein optimales Nutzererlebnis zu bieten.

5. Frühzeitig planen


Besondere Events, wie der Black Friday oder andere fest datierte Feier-, Shopping- oder Aktionstage, müssen im Voraus geplant werden. Hierfür sollte bereits mit einigen Wochen Vorlauf eine klare Content-Strategie erstellt werden, die KundInnen nicht nur auf das Event vorbereitet, sondern sie auch währenddessen und im Nachgang begleitet. Allein in Deutschland erstellen beispielsweise mehr als die Hälfte der VerbraucherInnen ihre Einkaufslisten bis zu zwei Wochen vor dem Black Friday, wie unsere Verbraucherbefragung vom Sommer 2021 zeigte. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen Startups demnach passende Content-Ideen entwickelt haben, um ihre Kundschaft gezielt zu erreichen. Da junge Unternehmen erfahrungsgemäß nicht immer ausreichend Budget haben, um an den entscheidenden Tagen mit etablierten Brands zu konkurrieren, ist es umso wichtiger, frühzeitig dafür zu sorgen, dass sie und ihre Angebote in den Köpfen ihrer Zielgruppe fest verankert sind. Ein Content-Kalender mit den wichtigsten Ereignissen hilft bei der Organisation und liefert nicht nur einen guten Überblick, sondern bietet gleichzeitig eine zeitliche Richtlinie für die Erstellung einzelner Content-Stücke.

Fazit: Mit der frühzeitigen Planung und den richtigen Content-Strategien lässt sich auch mit “kleinen” Budgets Großes bewirken. An genau diesem Punkt können Startups auch ihre besonderen Assets souverän ausspielen: Sie sind agil, schnell und es liegt in ihrer DNA innovativ zu denken und neue Perspektiven zu entdecken. Wenn sich genau dies in der inhaltlichen Ebene widerspiegelt, steht großartigen Conversion und Engagement Rates nichts mehr im Wege.

Über die Autorin


Julia Roth ist Team Lead, Account Management bei Outbrain.

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#Gastbeitrag – Die Kürzung der Invest-Förderung schockiert die Startup-Szene

#Gastbeitrag

Das erfolgreiche Förderprogramm Invest wurde gerade ohne vorherige Vorwarnung deutlich zurückgefahren. Um die Arbeitskräfte in der Startup-Branche nicht zu gefährden, fordern wir, dass die Änderungen zurückgenommen werden. Ein Gastbeitrag von Andreas Kitzing.

Die Kürzung der Invest-Förderung schockiert die Startup-Szene

Dienstag, 8. März 2022VonTeam

Unzählige Investor:innen und Gründer:innen in Deutschland wurden am vergangenen Mittwoch von der Meldung überrumpelt, dass das so erfolgreiche Invest-Förderprogramm mit sofortiger Wirkung erheblich gekürzt wird. Ab sofort sind Anschlussinvestitionen und Investments von weniger als 25.000 Euro nicht mehr förderfähig und Wandeldarlehen erhalten nur noch 10 % statt 20 % Zuschuss.

Unsere Investoren sind von dieser Änderung voll betroffen. In jeder unserer bisherigen Finanzierungsrunden haben Investoren die Förderung in Anspruch genommen, und aktuell sind wir mitten im Fundraising unserer vierten Runde. Einige unserer Bestandsinvestoren hatten ihr Investment bereits zugesagt, aber aus unterschiedlichen Gründen noch keinen Antrag abgeschickt. Viele haben ihre Folge-Investments bereits in früheren Runden eingeplant und sind dabei natürlich davon ausgegangen, dass sie auch dann die Förderung erhalten. Andere Neu-Investoren sind gerade dabei, unseren Wandeldarlehensvertrag zu prüfen und haben jetzt plötzlich deutlich schlechtere Konditionen. Mit weiteren sind wir im Gespräch und müssen als Follow-Up mitteilen, dass die Bedingungen schlechter geworden sind.

Ähnlich wie uns geht es vielen anderen Startups in Deutschland, und das in einer Zeit, in der es mit Corona, Ukraine-Krise und sinkenden Aktienkursen eh schon genug externe Faktoren gibt, die das Fundraising negativ beeinflussen. Dabei ärgern wir uns weniger über die Kürzung an sich, sondern viel mehr darüber, dass wir keinerlei Vorlaufzeit hatten und nun umplanen müssen. 

Als Reaktion auf die Änderungen haben sich in kürzester Zeit dutzende andere Gründer:innen und Investor:innen aus unserem Netzwerk zusammengetan, um in darum zu bitten, dass die Veränderungen zurückgenommen und Invest mit ausreichend Mitteln ausgestattet wird. Wir hoffen, dass wir mit unserem Brief Gehör finden. Auch wenn aktuell zu Recht andere Themen im Fokus stehen, finden wir, dass eine Rückkehr zum “Status Quo” keine vermessene Forderung darstellt. In jedem Fall würde es eine unnötige Zusatz-Baustelle für die deutsche Startup-Szene schnell wieder schließen, so dass wir ein klein wenig mehr Ressourcen frei hätten, um uns um wirklich wichtige Dinge zu kümmern – zum Beispiel darum, wie wir die vom Krieg geflüchteten Menschen unterstützen können.

Tipp

Über den Autor


Andreas Kitzing ist der Gründer und CEO von Sponsoo, Europas erfolgreichstem digitalen Marktplatz für Sport-Sponsoring.

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