SonosController: Native Sonos-App für den Mac in Version 3.0 erschienen

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Sonos und der Mac, das war lange eine ziemlich bequeme Kombination: offizielle Desktop-App, läuft irgendwie, macht ihren Job. Problem: Das Ding steht vor dem Aus, Sonos kommt als Web-Lösung daher. Genau da setzt SonosController an, den ich euch neulich schon in einer frühen Version vorstellte. Ein Fanprojekt, komplett in Swift und SwiftUI gestrickt, läuft als Universal-Binary nativ auf Apple-Silicon- und Intel-Macs. Keine Verbindung zu Sonos, kein recycelter Code, kein Branding, stattdessen Kommunikation über die offenen UPnP- und SOAP-Schnittstellen, die im lokalen Netz so oder so sichtbar sind.

Version 3 bringt einiges an Komfort, vor allem bei Musikdiensten und Statistiken. TuneIn, Calm Radio, Sonos Radio und Apple Music lassen sich direkt in der App durchsuchen und durchstöbern, ohne extra Login (muss aber in der Sonos-App irgendwie hinterlegt sein). In den Einstellungen ist pro Dienst erkennbar, ob er aktiv ist, noch eine Verknüpfung braucht oder blockiert ist. Spotify hängt über AppLink dran, dann ist auch hier komplette Suche und Wiedergabe drin.

Die Sonos Radio-Suche läuft über SMAPI ohne Nutzerkonto, Apple-Music-Titel werden über die iTunes-API gefunden und direkt abgespielt, wenn Apple Music im offiziellen Sonos-Setup sauber verbunden ist und mindestens ein Song als Favorit markiert wurde. Ein kleiner Einrichtungsassistent führt durch die Service-Anbindung, zeigt Status und klemmt im Hintergrund auch gleich Seriennummern und Account-Infos aus Favoriten und Verlauf zusammen.

Spannend für Statistik-Fans: Die App loggt, während sie läuft, jeden gespielten Track lokal in eine SQLite-Datenbank, egal auf welchem Lautsprecher. Daraus baut SonosController ein Dashboard mit meistgehörten Titeln, Alben und Sendern, Aufschlüsselung nach Wochentagen, Raumnutzung und Hörserien. Kurze Statistikkacheln zeigen unter anderem aktuelle und beste Streaks, durchschnittliche Wiedergaben pro Tag sowie die Anzahl eindeutiger Alben und Sender. Der Verlauf hängt als Kartenansicht dran, gruppiert nach Tagen mit Cover, Metadaten und Kontextmenüs.

Wer bei Radiosendern ständig Titel mitnehmen möchte, die sonst im Nirwana landen, bekommt eine Stern-Funktion. Jeder Track lässt sich im Now-Playing-Bereich oder im Mini-Player in der Menüleiste mit einem Klick markieren, unabhängig davon, ob der gerade aus der Queue, von Spotify, Apple Music oder einem Radiosender kommt, solange Metadaten anliegen. Stern ein, Stern aus, mehr ist es nicht.

Die Menüleisten-App hat ein optisches Update bekommen. Oben sitzt ein Hero-Bereich, der das Albumcover unscharf im Hintergrund legt und die Trackinfos darüberstellt. Im Raum-Picker zeigt ein grüner oder grauer Punkt sofort, welche Zonen gerade laufen. Der aktuelle Track kann von dort aus mit einem Stern versehen werden, ein Mute-Button schaltet alle Gruppenmitglieder stumm, eine Lautstärkeanzeige mit Zahl sitzt neben dem Slider. Farblich übernimmt die Menüleiste den Akzent aus den Haupteinstellungen.

Für Mac-Nutzer, die Sonos weiter vom Desktop aus steuern wollen und keine Lust haben, eines Tages ohne funktionierende App dazustehen, wirkt SonosController wie eine naheliegende Option, finde ich. Vielleicht besinnt sich Sonos aber auch mal irgendwann und macht mehr aus der Web-App.

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