OnlyOffice gegen Euro-Office: Streit um die Open-Source-Ehre

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Bei OnlyOffice herrscht gerade dicke Luft – und aktuell man hat einen offenen Brief zum Thema Euro-Office rausgehauen. Wer nichts mitbekommen hat: Kürzlich haben mehrere europäische Unternehmen und Organisationen gemeinsam Euro-Office in Berlin vorgestellt. Der Gedanke dahinter: Man will eine europäische und souveräne Alternative zu Microsoft Office anbieten. Man hat allerdings nichts ganz Neues entwickelt, sondern einen Fork von OnlyOffice erstellt. Da soll es aber Lizenzverstöße gegeben haben.

Im Kern des neuen, offenen Briefes geht es daher um den Dauerbrenner Lizenzen, genauer gesagt um die Interpretation der GNU AGPLv3. Nextcloud und die Free Software Foundation haben sich dazu schon geäußert, aber bei OnlyOffice sieht man die Sache etwas anders. Die FSF hat Anfang 2026 zwar eine neue Interpretation zur Urheberkennzeichnung veröffentlicht, doch für OnlyOffice ist das kein Gesetz, sondern nur eine spätere Meinung, die nicht einfach die ursprünglichen Lizenztexte von 2007 überschreibt.

Der Knackpunkt ist die Frage, wie man den ursprünglichen Entwickler im Programm nennt. Man schlägt nun vor, dass in der Software ein klarer Infobereich existieren muss. Dort soll stehen, dass OnlyOffice der Entwickler ist und es sich bei Euro-Office um eine modifizierte Version handelt. Das Ganze soll auch für den Quellcode gelten, damit jeder sieht, woher die Basis stammt. Zudem fordert man, dass Euro-Office in der Öffentlichkeit keine falschen Tatsachen behauptet und die Herkunft der Technik sauber trennt.

Es geht dabei nicht darum, das Forken oder Modifizieren zu verbieten, sondern um Transparenz für die Nutzer. Wer etwas nutzt, soll wissen, wer die Arbeit ursprünglich gemacht hat. Bisher blieb eine Klärung durch die ehemaligen Partner oder die FSF wohl aus, weshalb OnlyOffice nun auf diesen Weg der öffentlichen Forderungen setzt, um Klarheit in das Lizenz-Wirrwarr zu bringen.

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