Nothing Ear (3a): Farbenfrohe TWS-Kopfhörer vorgestellt, so klingen sie

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Nothing hat neue, farbenfrohe In-Ear-Kopfhörer der a-Reihe präsentiert: die Nothing Ear (3a). Die TWS-Kopfhörer beerben die Nothing Ear (a) aus 2024. Wie andere Produkte der a-Reihe bei Nothing lockt man vor allem über einen günstigen Preis.

Die Ear (3a) setzen jetzt auf einen größeren, 12 mm Treiber mit PMI-Diaphragma. Zum Vergleich: Bei den Ear (a) lag man da noch bei 11 mm. Das soll für mehr Bass sorgen. Die TWS-Kopfhörer unterstützen Hi-Res-Audio (24 Bit/96 kHz) und setzen hierbei auf den LDAC-Codec und Bluetooth 6.0.

Die aktive Geräuschunterdrückung soll Störgeräusche mit bis zu 45 dB ausblenden. Auch einen Transparenz-Modus bringen die Kopfhörer mit, das sollte inzwischen bei dieser Produktkategorie ja auch Standard sein. Die Steuerung erfolgt über Quetschgesten am Stiel der Ohrhörer, Einstellungen lassen sich wie gewohnt über die Nothing-X-App vornehmen.

Ansonsten? Die Earbuds sind mit 55 mAh großen Akkus ausgestattet, die für bis zu zehn Stunden Hörvergnügen sorgen sollen. Inklusive Ladecase (500 mAh) sollen damit Nutzungszeiten von 42 Stunden drin sein, ohne nachladen zu müssen. Aufgeladen wird mittels USB?C. Knapp 70 Minuten benötigt eine vollständige Ladung, in zehn Minuten hat man aber auch flott wieder für ein gesamtes Hörvolumen von zehn Stunden (ohne ANC) nachgeladen.

Eine LED-Statusanzeige im Glyph-Bar-Design informiert über Akkustand oder auch den Kopplungszustand anhand unterschiedlicher Lichtmuster – passend zur DNA von Nothing. Zertifiziert sind die Kopfhörer nach IP54. Mit von der Partie ist die Dual-Connection-Funktion, um zwei Geräte gleichzeitig zu verbinden.

Neu ist die Funktion „Audio Snapshot“. Mit einer Geste können die (3a) direkt Audioaufzeichnungen von dem, was man hört, tätigen. Darunter etwa Musikstücke, Podcasts oder Vorträge. Es werden auf Wunsch bereits bis zu dreißig Sekunden vor der Aufnahme mit abgespeichert, ohne dass man extra zurückspulen muss.

Hierfür verfügen die Ohrhörer über einen 32 MB großen, integrierten Speicher. Die Länge der Audio-Snapshots kann man in der App anpassen, bis zu zwei Stunden lassen sich insgesamt in hoher Qualität aufnehmen.

Ein Snippet ist aufgrund von Copyright auf 60 Sekunden begrenzt. Auch Anrufe lassen sich so aufzeichnen, diese Aufnahmen können bis zu zwei Stunden gehen. Andere Gesprächsteilnehmer werden automatisch per Ansage über die Aufnahme informiert. Fürs cloudbasierte Transkribieren mit KI in Pro-Qualität sind bis zu zwei Stunden Audiomaterial pro Monat möglich.

Hiermit sollen sich dann Zusammenfassungen erstellen lassen oder auch Sprecher unterscheiden lassen. Pro-Transkriptionen sind drei Monate gratis mit dabei, Nothing evaluiert in den kommenden Monaten die Einführung eines Abo-Modells. Entsprechend ist zu Preisen oder einem Funktionsumfang da noch nichts zu bekannt.

Der Preis für die Nothing Ear (3a) beläuft sich auf 99 Euro. Verfügbar sind die Farben Schwarz, Weiß, Gelb sowie Pink. Bei Nothing ab sofort vorbestellbar. Bei anderen Shops sollten die Kopfhörer ab morgen verfügbar sein.

Ein erster Kurzeindruck

Die Nothing Ear (3a) sind, wie wir das von Nothing kennen, hochwertig verarbeitet und trotz ikonischem Transparenz-Design sieht man keine Klebestellen. Zum Einsatz kommt, ein jetzt stärker abgerundetes Gehäuse aus Kunststoff.

Damit sollte man schon etwas sorgsam umgehen, wenn man da nicht den einen oder anderen Kratzer haben möchte. An das Aluminium-Chassis der Ear (3) kommt das freilich nicht ran. Die Glyph-Bar ähnliche Anzeige passt genau zu Nothing und den Smartphones und ist eine willkommene Neuerung – nicht nur optisch.

Ich mag die TWS-Kopfhörer von Nothing vor allem für den Sitz und Tragekomfort und das ist auch bei den Ear (3a) der Fall. Ich habe aber das Gefühl, dass beim Tragen der Druckausgleich nicht immer so klappt, vor allem bei Verwendung des ANC.

Vom Klang hat man die Nothing Ear tatsächlich zugelegt, wer die Vorgänger hat, muss aber jetzt nicht unbedingt upgraden. So wirkt der Bass, etwa im Intro von Taylor Swifts Opalite durchaus prägnanter und „punchiger“.

Ohne Direktvergleich würde man Unterschiede zu höherwertigen Nothing-Ear-Modellen wohl nur kaum merken. Diese können im Vergleich nach wie vor durch differenziertere und präzisere Höhen sowie etwas größeres Klangvolumen punkten. An eigene Hörvorlieben kann man mit dem Equalizer in der Nothing-X-App anpassen, der jetzt auf dem Level der Ear (3) ist. Die Bedienung am Stiel funktioniert wie gewohnt und zuverlässig.

Die Geräuschunterdrückung ist in Ordnung, aber da gibt muss man sich diversen Konkurrenzprodukten geschlagen geben. Im Transparenz-Modus ohne Musik haben die Kopfhörer ein wahrnehmbares Rauschen.

Die Audio-Schnappschussfunktion könnte im Alltag durchaus für viele nützlich sein. Für mehr Potenzial der Alltagsintegration hätte ich sie mir eher im Zusammenspiel mit dem Essential Space sowie einer SuperMic-Funktion gewünscht, wie sie bei den Ear (3) verbaut ist. Nothing-typisch: Nette Idee, Funktionalität für vollständigen Nutzen aber weiter ausbaubar.

Muss man letztlich sehen, denn die Nothing Ear (3) gibt es im Angebot oftmals für ein paar Euro mehr, die sind (auch materialtechnisch, mit drahtlosem Laden etc.) immer noch eine Ecke darüber angesiedelt. Wer nun nicht unbedingt Wert auf die Farbgebung der (a)-Reihe legt, ist da bei entsprechendem Preis sicherlich besser aufgehoben.

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