#Gastbeitrag – Warum dein Startup jetzt LLM-Sichtbarkeit messen muss

Startups, die jetzt ihre LLM-Sichtbarkeit messen und gezielt steuern, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil – bevor die großen Budgets der Etablierten in diesen Kanal fließen. Der erste Schritt ist nicht teuer. Er kostet vor allem Aufmerksamkeit. Ein Gastbeitrag von Julian Gottke (blinq).

Große Unternehmen diskutieren noch in Gremien, während du schon ranken kannst. Ein Content Hub, einige Reddit-Posts, eine passende Content-Partnerschaft und etwas PR reichen, um bei den vier wichtigsten Prompts deiner Zielgruppe zu erscheinen.

1. Der Funnel hat sich verändert – merkst du es?

Der erste Berührungspunkt mit einer Marke war früher fast immer eine Google-Suche. Heute ist es zunehmend eine KI-Antwort. Kaufentscheidungen, Produktvergleiche, Software-Recherchen, all das beginnt für einen wachsenden Teil der Nutzerinnen und Nutzer mit einer Frage an ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews. Keine Liste mit zehn Links. Eine kuratierte Empfehlung.

Das Problem: Wer in dieser Antwort nicht auftaucht, verliert potenzielle Kunden, bevor der eigentliche Rechercheprozess überhaupt beginnt. Nicht wegen schlechter Produkte. Nicht wegen fehlendem Budget. Sondern weil KI-Systeme noch nie von diesem Unternehmen „gehört“ haben.

Das ist kein Zukunftsszenario. Es passiert gerade – in jeder Branche, in jedem Marktsegment. Und es trifft Startups besonders hart, weil sie in der Regel keine jahrelange digitale Präsenz mitbringen, auf die LLMs zurückgreifen können.

2. Warum das für Startups eine Riesenchance ist

Etablierte Unternehmen stecken in ihrer eigenen SEO-Geschichte fest. Neue Kanäle müssen durch Quartalsplanungen, Abteilungsabstimmungen und Freigabeprozesse. Bis ein Konzern eine GEO-Strategie (Generative Engine Optimization) beschlossen und umgesetzt hat, sind schnell mal 12 bis 18 Monate vergangen.

Startups können heute in vier Wochen testen, was große Marken in einem Jahr nicht umsetzen. Das ist der strukturelle Vorteil, den es zu nutzen gilt – jetzt, solange das Feld noch offen ist.

LLMs greifen auf öffentlich verfügbare Quellen zurück: Fachartikel, Reddit-Threads, PR-Erwähnungen, Blogs, Wikipedia. Wer früh die richtigen Quellen besetzt, gewinnt Sichtbarkeit – auch ohne ein hohes Budget.

Ein gezielter Content Hub mit fünf bis zehn Artikeln, die auf relevante Suchanfragen einzahlen, dazu zwei bis drei gut platzierte Beiträge in einschlägigen Reddit-Communities und einige Erwähnungen in Fachpublikationen – das reicht als Startpunkt. Nicht als Garantie, aber als solide Basis, die messbar wirkt.

3. Was du messen musst – die vier KPIs für Startups

Bevor du optimierst, musst du verstehen, wo du stehst. GEO-KPIs (Key Performance Indicators aus dem Bereich Generative Engine Optimization) machen sichtbar, wie präsent eine Marke in KI-Antworten ist, wie stark sie sich gegen Wettbewerber durchsetzt und mit welchen Botschaften sie verbunden wird.

Für Startups im frühen Stadium sind vor allem vier Metriken relevant:

Brand Visibility: Wirst du überhaupt genannt? Diese Kennzahl misst auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent, wie präsent eine Marke in KI-Antworten ist. Sie berücksichtigt, wie häufig die Marke erwähnt wird, an welcher Position sie in Aufzählungen erscheint und ob eigene Domains als Quelle referenziert werden. Ab 50 Prozent gilt eine Marke als sichtbar im KI-Raum. Das ist das erste Ziel.

Markenposition: Position eins oder zwei in einer KI-Antwort ist kein Zufall – sie prägt die Wahrnehmung entscheidend. Wer zuerst genannt wird, wirkt als Marktführer, unabhängig davon, ob das der Realität entspricht. Für Startups bedeutet das: Frühzeitig auf die vorderen Plätze zu kommen, ist wertvoller als später große Budgets für Sichtbarkeit auszugeben.

Top Produkte & Wettbewerb: Welche Anbieter gelten im KI-Raum aktuell als Marktführer in deinem Segment? Diese Benchmarking-Metrik zeigt, gegen wen du antrittst und wie groß der Abstand noch ist. Sie verhindert, dass Ressourcen in die falsche Richtung fließen.

Metriken wie Brand Dominance (wie stark man sich im direkten Wettbewerbsvergleich durchsetzt) oder Sentiment (Tonalität der Darstellung) werden im nächsten Schritt relevant, sobald die Grundsichtbarkeit steht. Erst wenn man überhaupt genannt wird, lohnt es sich zu fragen, wie man genannt wird.

4. Das ROI-Argument: 60 Euro Tool, vielfacher Return

Ein spezialisiertes GEO-Tool wie blinq kostet rund 60 Euro pro Monat. Es führt täglich Abfragen bei führenden KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews (Gemini 3) durch und baut aus den wiederholten Ergebnissen eine statistisch belastbare Datenbasis auf.

Warum tägliche Wiederholung? Large Language Models variieren ihre Antworten. Eine einmalige Abfrage ist eine Momentaufnahme, keine Messung. Erst durch kontinuierliches Tracking entsteht ein zuverlässiges Bild der eigenen Position.

Wenn dein Produkt bei den drei bis vier wichtigsten Prompts deiner Zielgruppe regelmäßig genannt wird, übertrifft ein einziger gewonnener Kunde oder Auftrag den Monatsbeitrag des Tools um ein Vielfaches. Das gilt erst recht, solange Wettbewerber diesen Kanal noch ignorieren.

5. Der 30-Tage-Plan: So startest du konkret

GEO muss kein langjähriges Projekt sein. Der erste Schritt braucht vor allem eines: die Bereitschaft, jetzt anzufangen.

Woche 1 – Prompts identifizieren: Was fragt deine Zielgruppe ChatGPT, wenn sie nach einer Lösung wie deiner sucht? Vier bis sechs konkrete Prompts definieren – das sind die Suchbegriffe des KI-Zeitalters. Beispiele: „Welche Software eignet sich für automatisiertes Onboarding in SaaS-Startups?“ oder „Was sind die besten Tools für HR-Analytics in kleinen Unternehmen?“

Woche 2 – Baseline messen: GEO-Tool einrichten, Prompts aktivieren, erste Daten erheben. Wo steht das Startup heute? Wer dominiert das Feld? Diese Ausgangslage ist der Referenzpunkt für alles, was folgt.

Woche 3 – Content Hub aufbauen: Fünf Artikel schreiben, die exakt auf die identifizierten Prompts einzahlen – klar strukturiert, mit konkreten Antworten, ohne Marketingsprech. Ergänzend: zwei bis drei Beiträge in relevanten Reddit-Subreddits, die echten Mehrwert liefern und das Produkt natürlich erwähnen.

Woche 4 – PR-Kampagne: Drei bis fünf Erwähnungen in Fachpublikationen anstreben, die LLMs als vertrauenswürdige Quellen verwenden. Das können Gastartikel, Experteninterviews oder Produktrezensionen sein. Wichtig: Qualität der Quelle zählt mehr als Quantität.

Nach 30 Tagen: Messung mit der Baseline vergleichen. In den meisten Fällen sind erste Bewegungen sichtbar. Dann entscheidet die Datenlage, welcher Hebel als nächstes betätigt wird.

6. Fazit: Das Fenster ist offen, noch

GEO ist heute, was SEO im Jahr 2005 war: eine Disziplin, die wenige aktiv betreiben und deshalb enormes Potenzial für Early Movers bietet. 

Startups, die jetzt ihre LLM-Sichtbarkeit messen und gezielt steuern, verschaffen sich einen strukturellen Wettbewerbsvorteil – bevor die großen Budgets der Etablierten in diesen Kanal fließen.

Der erste Schritt ist nicht teuer. Er kostet vor allem Aufmerksamkeit und die richtige Frage: Bei welchen vier Prompts muss mein Startup genannt werden?

Über den Autor

Julian Gottke ist Gründer und Geschäftsführer von blinq. Die Idee der Software entstand aus 10 Jahren Marketing- und Kommunikationsarbeit für Kunden wie Wolt, Klarna und die Berlin Brands Group. Leser:innen von deutsche startups erhalten auf blinq 10% mit dem Code ds10 (gilt bis zum 31. 12. 2026, nur für Neukunden).

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Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – SEO-Basics für Startups: Die ersten Schritte für Gründer:innen

#Gastbeitrag

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen SEO-Strategie besteht darin, eine gründliche Keyword-Recherche durchzuführen. Neugründer sollten ihre Zielgruppe analysieren und herausfinden, nach welchen Keywords sie suchen könnten. Ein Gastbeitrag von Julian Schönfelder.

SEO-Basics für Startups: Die ersten Schritte für Gründer:innen

Freitag, 4. August 2023VonTeam

In der heutigen digitalen Welt ist die Sichtbarkeit im Internet für Startups von entscheidender Bedeutung. So können sie organisch und nachhaltig potenzielle Kunden anziehen. Eine effektive Möglichkeit für eine bessere Online-Sichtbarkeit liegt darin, die SEO-Grundlagen zu verstehen und anzuwenden. SEO steht für „Search Engine Optimization” und umfasst eine Reihe von Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit im Web. Dank SEO kann eine Website höher ranken, also weiter oben in den Suchergebnissen erscheinen. In diesem Artikel werden wir die SEO-Basics für Startups beleuchten und die ersten Schritte für Neugründer erläutern.

Diese SEO-Basics sollten Startups beachten:

  • Keyword-Recherche
  • Hochwertiger Content
  • Technische Webseitenoptimierung
  • Backlinks 
  • Lokales SEO
  • Analyse Tools richtig einsetzen

So findet man gute Keywords:

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen SEO-Strategie besteht darin, eine gründliche Keyword-Recherche durchzuführen. Keywords sind die Suchbegriffe, die Benutzer in Suchmaschinen eingeben, um nach relevanten Informationen zu suchen. Neugründer sollten ihre Zielgruppe analysieren und herausfinden, nach welchen Keywords sie suchen könnten. Es gibt verschiedene kostenpflichtige, aber auch kostenlose Tools von Ahrefs und Seobility oder auch ChatGPT, die bei der Keyword-Recherche helfen können. Diese Tools liefern Informationen über das Suchvolumen und den Wettbewerb und können bereits einen guten Überblick verschaffen.

Google interessiert sich für wertvollen Content

Nach der Keyword-Recherche ist es wichtig, hochwertigen und einzigartigen Content zu erstellen, der auf diese Keywords abzielt. Startups sollten informative Artikel, Blogbeiträge oder Produktbeschreibungen verfassen, die sowohl für Benutzer als auch für Suchmaschinen attraktiv sind. Denn auch Suchmaschinen, wie Google, möchten dem Nutzer weiterhelfen und empfehlen Content, der am besten die Suchanfrage zufriedenstellen kann. Der Inhalt sollte gut strukturiert sein und relevante Informationen liefern, um die Nutzererfahrung zu verbessern. Es ist auch ratsam, regelmäßig neuen Content zu veröffentlichen, um die Website aktuell zu halten. 

Die Optimierung der Website

Ein weiterer Aspekt der SEO-Basics ist die technische Optimierung der Website. Gerade ein neues Unternehmen sollte dafür sorgen, dass ihre Website suchmaschinenfreundlich ist und von den Crawlern der Suchmaschinen leicht durchsucht werden kann. Dazu gehören die Optimierung der Ladezeit, die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und die Einrichtung einer klaren Seitenstruktur. Es ist auch ratsam, eine sitemap.xml-Datei zu erstellen und sie in der Google Search Console einzureichen. Dadurch können Suchmaschinen leichter auf alle wichtigen Informationen einer Website zugreifen.

Offpage-SEO mit Backlinks

Darüber hinaus sollten Startups ihre Online-Präsenz über den Aufbau von Backlinks stärken. Backlinks sind Links von anderen Websites, die auf Ihre eigene verweisen. Suchmaschinen betrachten Backlinks als Vertrauens-Signal und bewerten Websites mit hochwertigen und relevanten Backlinks in der Regel höher. Diese Backlinks kann man durch Gastbeiträge auf anderen Blogs, Kooperationen mit relevanten Unternehmen oder durch die Teilnahme an Branchenverzeichnissen aufbauen. Es ist wichtig, dass die Backlinks organisch und von vertrauenswürdigen Quellen stammen. Minderwertige oder spammy Backlinks können sonst die Website negativ beeinflussen.

Lokales SEO

Neben diesen grundlegenden Maßnahmen sollten Startups auch die Bedeutung von lokaler SEO nicht unterschätzen. Das macht Sinn, wenn ein Startup eine physische Präsenz hat oder seine Dienstleistungen lokal anbietet.  Dies beinhaltet die Registrierung bei Google My Business, um auf Google Maps und in lokalen Suchergebnissen angezeigt zu werden. Startups sollten sicherstellen, dass ihre Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten korrekt angegeben sind. Außerdem können sie Kundenbewertungen sammeln und auf lokale Verzeichnisse und Brancheneinträge zugreifen. All diese Faktoren erhöhen die Sichtbarkeit in der lokalen Community und darüber hinaus.

Warum braucht man eine SEO-Analyse?

Der letzte wichtige Punkt der SEO-Basics ist die Analyse und Überwachung aller Ergebnisse. Startups sollten regelmäßig ihre SEO-Metriken wie organischen Traffic, Seitenaufrufe und Conversions überwachen. Dies kann mithilfe von Analysetools wie Google Analytics oder Ahrefs erfolgen. Auch die SEO-Strategie der Konkurrenz kann so im Auge behalten werden. Durch die Analyse aller Daten kann man feststellen, welche Maßnahmen erfolgreich sind und welche Bereiche Verbesserungspotenzial haben. Basierend auf diesen Erkenntnissen können sie ihre SEO-Strategie weiter optimieren und ihre Online-Präsenz kontinuierlich verbessern.

Über den Autor


Julian Schönfelder, Eigentümer und Gründer der SEO-Agentur webjuice mit Sitz in Berlin, hat sich auf die Unterstützung von Startups spezialisiert. Seine Agentur bietet eine individuelle Betreuung und Beratung in allen SEO-Bereichen an, um Startups dabei zu helfen, die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung zu verstehen und effektive Strategien umzusetzen. Durch seine Expertise hilft er jungen Unternehmen dabei, ihre Online-Sichtbarkeit zu steigern und ihre Geschäftsziele zu erreichen.

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