Apple, Nvidia, Anthropic nutzten YouTube-Videos für KI-Training ohne Erlaubnis

Die gesamte Technologiebranche sieht mit dem Aufkommen generativer künstlicher Intelligenz zunehmend den Wert von Nutzerdaten nicht mehr nur als Mittel zum verbesserten Werbetargeting, sondern auch fürs Training der eigenen KI-Systeme. Facebook sowie Adobe haben mit jüngsten Veränderungen ihrer Nutzungsbedingungen zahlreiche Anwender und Kunden verärgert, nachdem sie darin vorsahen, die gespeicherten Kundendaten künftig fürs KI-Training zu verwenden. Sämtliche Daten, zu denen die Konzerne exklusiven Zugriff haben, könnten entscheidend sein für die Verbesserung der Qualität der gebotenen KI gegenüber der Konkurrenz.

„Frei“ verfügbare Daten aus dem Internet, darunter Artikel von Zeitungen, Blogs oder YouTube-Videos, werden von den meisten KI-Konzernen allerdings als „vogelfrei“ angesehen und können dementsprechend mangels praktischer Durchsetzbarkeit von Rechten und fehlender Einsicht ins Training der KI-Modelle von jedem verwendet werden. Apple, Nvidia sowie Anthropic stehen nun jedoch in der Kritik der Öffentlichkeit sowie einiger bekannter Creator auf YouTube.

Laut einem Bericht von ProofNews haben diese Unternehmen ein Datenset fürs KI-Training verwendet, das Untertitel von zahlreichen YouTube-Videos enthielt. Das Problem: Die betreffenden Informationen wurden automatisiert von der Videohosting-Seite entnommen, ohne dabei die betreffenden Creator um Erlaubnis zu fragen oder gar die YouTube-Nutzungsbedingungen zu beachten, welche den Zugriff auf Videos durch „automatisierte Mittel“ verbieten. In dem Dataset von EleutherAI sind Untertitel von 173.536 YouTube-Videos enthalten, welche von über 48.000 Kanälen heruntergeladen wurden. Laut der Publikation handelt es sich dabei um ein 5,7 GB großes (489 Millionen Wörter) Trainingsdatenset, das auch Untertitel von über 12.000 Videos enthält, die von der Plattform gelöscht wurden.

Proof News fand auch Material von YouTube-Prominenz, darunter MrBeast (289 Millionen Abonnenten, zwei Videos), Marques Brownlee (19 Millionen Abonnenten, sieben Videos im Dataset), Jacksepticeye (fast 31 Millionen Abonnenten, 377 Videos im Trainingset) und PewDiePie (111 Millionen Abonnenten, 337 Videos). Einige der Materialien, die zum Trainieren von KI verwendet wurden, förderten auch Verschwörungstheorien wie die These, dass die Erde eine Scheibe sei.

Vertreter von EleutherAI reagierten nicht auf die Anfrage der Journalisten nach einem Kommentar zu den Ergebnissen und Vorwürfen, dass die Videos ohne Erlaubnis von YouTube oder der Ersteller benutzt wurden. Zudem ist unklar, welche Unternehmen genau die Datasets von EleutherAI fürs Training ihrer KI benutzt haben und, ob diese Unternehmen die Inhalte zusätzlich, nachträglich gefiltert haben. Kaum Unternehmen geben die Trainingdaten an, um sich wohl auch vor rechtlichen Schwierigkeiten zu bewahren.

Marques Brownlee, ein bekannter YouTuber aus dem Technik-Bereich, äußerte sich dazu wie folgt:“Also Unternehmen, die Transkripte scrapen, stehlen bezahlte Arbeit in mehr als einer Hinsicht. Nicht gut.“ In seinem konkreten Beispiel hatte er einen Bezahldienst genutzt, um Transkripte für seine Videos zu generieren.

Es wird noch sehr spannend, welche Regulierungen für das KI-Training noch aufkommen können und insbesondere auch, wie eventuell die Gerichte darüber entscheiden werden, wenn sich Inhaltsersteller und insbesondere größere Publikationen dagegen zu wehren beginnen. Als kleine Publikation ergibt es schlichtweg keinen Sinn, daran einen Gedanken zu verlieren.


Quelle: ProofNews

Neue Mail-App: Sogar Microsofts KI ist nicht überzeugt

Microsoft plant, seine neue Outlook-Mail-App als Ersatz für die native UWP-basierte Mail- und Kalender-App einzuführen. Die neue „App“ soll noch in diesem Jahr für alle Nutzer auf Windows 10 und 11 ausgerollt werden und die native UWP-App ersetzen. Nutzer sind insbesondere nicht von diesem Wechsel begeistert, aber auch Microsofts eigene KI hat eine negative Meinung zur neuen Outlook-App.

Dabei scheint Microsofts KI die Kritikpunkte der Nutzer an der App offenbar besser verstanden zu haben als Microsoft selbst. Sie fasst die Meinungen der Nutzer im Microsoft Store, was übrigens eine neue KI-Funktion des Stores ist, wie folgt zusammen:

„Die Nutzer empfehlen die Mail- und Kalender-App deutlich statt der neuen Outlook-App, weil sie einfacher, benutzerfreundlicher und ohne Werbung ist. Sie schätzen die Möglichkeit, mehrere Konten zu verwalten und eigene Hintergrundbilder zu erstellen. Die Nutzer hoffen, dass Microsoft die App nicht einstellt und den Offline-Zugriff ermöglicht.“

Die Kritik an der neuen Mail-App ist nicht unbegründet: Zum einen teilt Microsoft die Daten aus der App mit über 700 Drittanbietern, was rein aus einer Datenschutz-Perspektive bereits problematisch ist. Zum anderen benötigt die App wesentlich mehr Arbeitsspeicher und Ressourcen als die alte Mail- und Kalender-App. Außerdem sind viele Nutzer mit dem Interface und dem Benutzererlebnis unzufrieden. Es handelt sich immerhin um eine Web-App, genaugenommen einfach die Outlook.com-Webseite in einem App-Fenster. Somit skaliert die App nicht derart schön wie die alte Mail-App, neigt zu Darstellungsfehlern und läuft auch deutlich langsamer.

Doch Microsoft drängt die neue App den Nutzern auf und heftet sie automatisch an das Startmenü jedes Windows 11-PCs an. Zudem wird die alte Mail-App immer häufiger bei Nutzern automatisch durch die neue Outlook-App ersetzt, was Nutzer zusätzlich verärgert. Microsoft zwingt Anwendern eine neue, unfertige App auf, die noch dazu in Qualität und beim Datenschutz ihrem Vorgänger deutlich unterlegen ist.

Meine Meinung zur neuen Outlook-App


Quelle: Reddit

Windows 11: Microsoft hebt Nutzerdaten „ungefragt“ in die Cloud

Microsoft hat kürzlich eine Änderung in Windows 11 vorgenommen, womit der Konzern seinen OneDrive-Cloudspeicher künftig noch aggressiver bewerben will. Bei einer Neuinstallation des Betriebssystems wird automatisch die Ordner-Synchronisation mit der OneDrive-Cloud aktiviert, ohne die Nutzer ausdrücklich um Erlaubnis zu fragen. Mit der Ordnersynchronisation werden Dateien vom Desktop, dem Bilder-, Musik-, Dokumente- und Videos-Ordner nicht lokal abgespeichert, sondern in der OneDrive-Cloud.

Microsoft hat bereits im Oktober damit begonnen, diese Änderung bei der Einrichtung von Windows 11 umzusetzen. Dabei wird nicht mehr ein Opt-In vom Nutzer gefordert, um OneDrive zu verwenden, sondern neuerdings ein gut verstecktes Opt-Out. Bei der Einrichtung informiert Microsoft seine Nutzer darüber, dass Dateien vom Desktop und anderen Bibliotheken-Ordnern künftig in der OneDrive gesichert werden. Wenn Nutzer die Dateien lokal behalten möchten, müssen sie hierfür den kleinen, unscheinbaren Knopf oberhalb der Datenschutzrichtlinien drücken. Wer auf „Weiter“ klickt, nutzt infolgedessen OneDrive. Es ist eine typische Form des Dark Pattern-Designs, welche Microsoft leider immer häufiger nutzt, um Nutzer von seinen Diensten zu „überzeugen“.

Viele Nutzer beschweren sich nun, dass Microsoft ihnen eine Funktion aufzwingt, die sie nicht wollen oder brauchen. Außerdem wird kritisiert, dass die Synchronisation nicht transparent ist und es relativ schwierig ist, diese wieder zu deaktivieren. Hierfür müssen Nutzer dies eigens in den OneDrive-Einstellungen festlegen.

Wer die automatische OneDrive-Sicherung nicht wünscht, hat mehrere Möglichkeiten, sie abzuschalten: Eine Option ist, OneDrive komplett zu deinstallieren, was dank der neuen EU-Gesetze nun möglich ist. Eine andere Option ist, die Synchronisation in den OneDrive-Einstellungen zu ändern und die unerwünschten Ordner abzuwählen.

Die tiefere OneDrive-Integration ins System ist eine weitere Methode, wie Microsoft versucht, sein Windows-Betriebssystem zu monetarisieren. Der Konzern hat bereits mehrere Hinweise auf seine Dienste im System in unterschiedlichen Formen der Werbung implementiert. Dieser Schritt geht allerdings deutlich weiter als Banner-Werbung bei Benachrichtigungen, speichert doch Microsoft quasi ungefragt zahlreiche wichtige Nutzerdaten in seiner Cloud.

Wer auf der Suche ist nach einer Möglichkeit, Windows 11 komplett werbefrei zu gestalten, sollte sich das kleine Tool OFGB eventuell ansehen:


via thurrott

Neue PowerToys-Funktion erstellt eigene Vorlagen fürs Kontextmenü

Windows 11 bietet eine praktische Funktion, um neue Dateien, Ordner, Verknüpfungen und mehr zu erstellen: Über den Kontextmenüeintrag „Neu“ könnt ihr schnell verschiedene Dateien erstellen, ohne dafür die jeweilige App öffnen zu müssen. Eine kommende PowerToys-Funktion will diese Option noch weiter ausbauen.

Die neue PowerToys-Funktion trägt den vorläufigen Namen „New “ und ermöglicht es den Nutzern, eigene Vorlagen für Dateien und Ordner für den „Neu“-Kontextmenüeintrag zu erstellen. Diese Vorlagen erscheinen dann im Rechtsklick-Kontextmenü unter dem Eintrag „New “. So kann man zum Beispiel eine Word-Vorlage für eine Bewerbung oder Rechnung erstellen, die schon die grundlegende Struktur und Details enthält. Dann kann man mit einem Klick eine neue Bewerbung oder Rechnung erstellen, ohne jedes Mal alles neu tippen zu müssen.

Die Vorlagen werden standardmäßig im Dokumente-Ordner gespeichert und können mit OneDrive synchronisiert werden. Man kann auch die Icons, die Dateierweiterungen und die Inhalte der Vorlagen ändern. Außerdem kann man Vorlagen hinzufügen oder entfernen oder den Speicherort der Vorlagen ändern.

Die Funktion ist noch nicht öffentlich verfügbar, aber die Entwickler planen, einen Marktplatz für die Vorlagen zu schaffen, wo man seine Vorlagen teilen oder Vorlagen anderer Nutzer herunterladen kann. Auch eine Integration von generativer KI, um Vorlagen per Eingabeaufforderung zu erstellen, ist eine interessante Idee, mit der die PowerToys-Community aktuell spielt.

Die PowerToys sind eine interessante und sehr leistungsfähige Sammlung an praktischen Tools, welche wir bereits vor einiger Zeit im Video vorgestellt hatten.

Microsoft bestätigt folgende Limitierungen mit Windows 11 ARM

Microsoft startet erstmals im Jahr 2024 seinen Versuch mit ARM-basierten PCs, nachdem man die Plattform jahrelang bestenfalls stiefmütterlich behandelt hatte. Mit den neuen Prozessoren von Qualcomm kann die Plattform nun zumindest mit Apples MacBooks mithalten, wenn es um Laufzeiten und Performance geht. Dennoch ist mit einem stärkeren ARM-Chip allein nicht alles getan. Windows ARM-Nutzer müssen nämlich mit einer ganzen Reihe von Einschränkungen rechnen, welche eine stärkere CPU allein nicht beheben wird können.

Microsoft hat in einem Support-Dokument nun fünf bekannte Limitierungen mit Windows 11 ARM aufgelistet. Diese betreffen vor allem die Kompatibilität von Treibern, Apps und Spielen, die für andere Prozessorarchitekturen entwickelt wurden. Microsoft listet dort auf, dass beispielsweise keine Spiele mit speziellen Treibern, Anti-Cheat-Software oder OpenGL-Versionen höher als 1.1 funktionieren werden. Daneben ist die Nutzung vieler Anpassungs-Apps für Windows nicht möglich und auch so manche Drittanbieter-Antivirensoftware kann auf Windows 11 ARM nicht ausgeführt werden, sofern diese nicht eigens auf die ARM-Plattform portiert wurde. Außerdem ist die Funktion Windows Fax and Scan unter ARM nicht verfügbar, sodass für universelles Scannen und Drucken die offizielle Software des Herstellers benutzt werden muss. Ob es diese für ARM gibt, ist allerdings oft eine andere Frage.

Microsoft empfiehlt, vor dem Kauf eines Windows 11 ARM-basierten PCs zu überprüfen, ob die gewünschten Apps und Geräte mit dem Betriebssystem kompatibel sind. Dazu können Nutzer die Websites der App- oder Hardware-Hersteller besuchen oder die Kompatibilitätsprüfung von Windows 11 durchführen. Um die Kompatibilität von Games zu prüfen, können Nutzer die Webseite worksonwoa.com besuchen. Als Virenschutz empfiehlt Microsoft den offiziellen, kostenlosen und integrierten Windows Defender zu benutzen.


Quelle: Microsoft Support

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