Stille ist oft genauso aussagekräftig wie eine laute Ankündigung.
Microsoft hat Windows Recall im Zuge der Vorstellung seiner neuen Copilot PCs vorgestellt und eine öffentliche Vorschau mit dem Release der Geräte für 18. Juni vorgestellt. Seitdem wurde Recall wegen öffentlicher Kritik und Microsofts minimalistischer Umsetzung insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherheit zurückgezogen. Der Konzern kündigte an, das Feature überarbeiten zu wollen, um die Sicherheit zu verbessern.
Zur Erinnerung: Windows Recall nimmt unter Windows 11 alle paar Sekunden einen Screenshot auf, analysiert diesen im Hintergrund mit lokal ausgeführten KI-Modellen und erlaubt dem Nutzer, diese Bilder später zu durchsuchen. Die Daten von Windows Recall werden zwar ausschließlich lokal und offline verarbeitet und gespeichert, allerdings vollkommen unverschlüsselt. Daher versprach der Konzern eine Verschlüsselung der Daten zur Laufzeit und weitere Sicherheitsverbesserungen mittels Windows Hello, um die Kritik zu beschwichtigen.
Seitdem gibt es keinerlei Details von Microsoft mehr zu Recall. Die Verzögerung der Veröffentlichung wirft allerdings langsam Fragen auf. Microsoft hat die Einführung von Recall auf unbestimmte Zeit verschoben, ohne einen neuen Zeitplan zu nennen. Auf jüngste Mediennachfragen reagiert der Konzern nur knapp: Man habe nichts mitzuteilen.
Die neueste Windows 11 Canary Build 27686 sorgt aktuell für etwas Verwirrung unter den Insidern. Obwohl es sich nämlich um eine Build im Canary-Channel handelt, enthält der winver-Dialog sowie auch der Info-Abschnitt in den Einstellungen das Wort „Dev“ anstelle der Version.
Die Änderung ist allerdings weder auf einen Fehler, noch auf eine vermeintliche Schließung des Canary-Rings zurückzuführen. Stattdessen symbolisiert der „Dev“-Eintrag in den Einstellungen schlichtweg, dass ab der 27xxx-Builds nicht mehr auf demselben Entwicklungszweig gearbeitet wird wie zuvor. Während Windows 11 24H2 auf dem internen Germanium-Entwicklungszweig basiert, führen die aktuellsten Canary-Builds die Windows-Entwicklung auf Basis des Dilithium-Zweigs fort. Nachdem Microsoft allerdings jetzt wohl weder bereit ist, ein Windows 11 25H2 Update, noch ein potenzielles Windows 12 zu bestätigen, muss die „Dev“-Kennzeichnung als Platzhalter für die Version dienen.
Microsofts offizielle Erklärung, die auch Insider Programm Manager Brandon LeBlanc auf Twitter wiederholte, lautet bekanntlich, dass der Canary-Kanal nicht konkret Änderungen einer bestimmten kommenden Windows (11) Version enthalten müssen. Während also das nächste Windows 11-Update aktuell im Dev-Channel getestet wird, halten im Canary-Channel sämtliche neuen Funktionen Einzug, ob sie nun für Windows 11 24H2, 25H2 oder gar Windows 12 bestimmt sind.
Microsoft macht seit längerer Zeit in jedem Canary-Changelog deutlich, dass Änderungen „nicht als zugehörig zu einer bestimmten Windows-Version angesehen werden sollten“. Die Bezeichnung der Version als „Dev“ ist zwar zugegeben etwas weniger sinnvoll und etwas verwirrend angesichts der Tatsache, dass es doch bereits einen Dev-Channel gibt, wo jedoch stets die Neuerungen der nächsten Windows 11-Version getestet werden.
Spannend wird, wofür am Ende der „Dev“-Platzhalter stehen wird. Sind das schon die allerersten Vorbereitungen auf ein potenzielles Windows 12 oder will Microsoft schlichtweg noch kein 25H2 Update für Windows 11 bestätigen?
Mit der kürzlich ausgerollten Windows 11 Build 27686 hat Microsoft eine bekannte Methode zum Umgehen der Systemanforderungen von Windows 11 blockiert. Dabei konnte die Hardwareüberprüfung durch Hinzufügen des Ausführungsarguments „/product server“ zum Windows Setup umgehen. Diese Lücke wurde in der neuesten Canary Build 27686 geschlossen.
Trotz der Schließung dieser speziellen Methode gibt es weiterhin mehrere Wege, die Anforderungen zu umgehen. Dazu gehören beispielsweise die LabConfig Registry Tweaks, die Veränderung der Appraiserres.dll-Datei. Es ist allerdings dennoch enttäuschend zu sehen, dass Microsoft es Nutzern nun schwerer macht, die Anforderungen bei einem Inplace-Upgrade zu umgehen. Einige wirklich praktische Tricks zur Neuinstallation von Windows 11 haben wir auch in unserem unten eingebetteten Video gezeigt.
Die strengen Systemanforderungen von Windows 11 sind seit ihrer Ankündigung Mitte 2021 umstritten. Microsoft begründete die Anforderungen mit Sicherheitsfeatures wie VBS, die auf älteren Intel- und AMD-Plattformen höhere Performance-Einbußen zeigen sollen. Diese Funktionen sind allerdings bis heute bei vielen neu ausgelieferten Windows 11-PCs ohnehin standardmäßig deaktiviert. Mit Windows 11 24H2 macht Microsoft die POPCNT-Instruktion zu einer Mindestanforderung, womit ältere CPUs tatsächlich nicht mehr Windows 11 werden ausführen können.
Google plant, die Unterstützung für klassische Erweiterungen wie uBlock Origin in Chrome bald einzustellen, was zu einer erheblichen Veränderung für die Nutzer führen wird. Manifest V2 erlaubt Erweiterungen deutlich größeren Zugriff auf Webseiten, um Änderungen vorzunehmen, wovon insbesondere Adblocker Gebrauch machen. Die Hersteller argumentieren mit höherer Sicherheit für die Nutzer, aber angesichts der Marktposition derselben Unternehmen erscheint dies aktuell eher unglaubwürdig.
Video zum Thema
Diese Änderung werden daher nicht nur Google Chrome treffen, sondern auch andere auf Chromium-basierte Browser, einschließlich Microsoft Edge, Opera und Vivaldi. Brave hingegen wird weiterhin uBlock Origin und einige andere Erweiterungen unterstützen. Es gibt jedoch weiterhin Möglichkeiten und Umwege, wie man aktuell die Adblocker-Erweiterungen weiternutzen kann.
Chrome sowie auch andere Browser werden das Manifest V2 nämlich nicht von einem Tag auf den nächsten vollkommen über Bord werfen. Nachdem das Ende der Unterstützung ein fließender Prozess ist, müssen die notwendigen Schnittstellen noch etwas länger implementiert bleiben. Insbesondere für Unternehmenskunden ist eine Weiternutzung der alten Schnittstelle für mindestens noch ein Jahr vorgesehen. Google sieht nämlich vor, Manifest V2 mindestens noch bis Juli 2025 für Unternehmenskunden zu unterstützen.
Privatkunden sowie Unternehmen können somit mit einer einfachen Änderung in der Registry die Unterstützung für Manifest V2 verlängern. Diese Richtlinie heißt ExtensionManifestV2Availability und sie befindet sich in der Windows-Registry unter dem Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREPoliciesGoogleChrome.
Je nachdem, wie der Wert eingestellt ist, werden Manifest V2-Erweiterungen funktionieren oder eben nicht. Dieser Registry-Eintrag unterstützt die folgenden Werte:
0 – Default, festgelegt durch Browser
1 – Manifest V2 ist deaktiviert
2 – Manifest V2 ist aktiviert
3 – Manifest V2 ist nur für erzwungene Erweiterungen aktiviert
Anleitung: Manifest V2 aktivieren in Google Chrome
Öffnet den Registrierungseditor, indem ihr im Startmenü nach regedit sucht.
Erstellt einen neuen DWORD (32-bit)-Wert namens: ExtensionManifestV2Availability
Macht einen Doppelklick darauf und setzt den Wert auf 2.
Startet nun euren PC neu und eure Chrome-Erweiterungen wie uBlock Origin sollten weiterhin funktionieren.
Microsoft Edge: Keine Pläne für Manifest V2 Unterstützung
Microsoft Edge hat zwar noch nicht damit begonnen, Nutzer vor dem Ende der Unterstützung für ältere Erweiterungen zu warnen. Man plante in Redmond ursprünglich, sich an die Zeitpläne von Google zu halten bzgl. der Unterstützung von Manifest V2. Dies hat man allerdings später zurückgezogen und ließ wissen, dass das „Microsoft Edge Team unabhängig seine Manifest V3 Migrations-Timelines für Edge Add-Ons entscheiden wird.“ Bislang hat man diese Timelines jedoch nicht öffentlich angekündigt.
Wenn Microsoft jedoch nicht manuell die Unterstützung für Manifest V2 nach Juli 2025 in die Code-Basis seines Browsers aufnimmt, werden ab dann wohl auch unter Edge die beliebten Werbeblocker-Erweiterungen nicht funktionieren. Brave ist bislang der einzige Anbieter eines Chromium-basierten Browsers, welcher einen solchen Schritt angekündigt hat.
Richtlinien prüfen im Browser
Google zeigt inkompatible Erweiterungen auf der Seite chrome://extensions/ an.
Durch Aktivierung der Flagge chrome://flags/#extension-manifest-v2-deprecation-warning und Neustart von Chrome wird die Warnung angezeigt.
Einige Nutzer von Windows 11 stehen nach dem aktuellsten Update vor Herausforderungen, nachdem sie das kritische Update KB5041585 installiert haben. Das Update, das 13. August 2024 im Zuge des monatlichen Patchdays veröffentlicht wurde, sollte eine kritische TCP/IP-Sicherheitslücke schließen, die es Angreifern ermöglichte, über spezialisierte IPv6-Pakete unbefugten Code auf den Zielgeräten auszuführen. Microsoft riet dringend zur Installation des Updates oder zur Deaktivierung des IPv6-Zugangs, allerdings macht das Update selbst Nutzern nun Probleme.
Einige Nutzer berichten im Feedback Hub zunächst von Installationsproblemen. Einige Anwender konnten das Update erst gar nicht erst installieren, während andere nach erfolgreicher Installation über Abstürze und unbrauchbare Systeme klagten. Laut einigen Nutzern käme es nach der Installation zu schwerwiegenden Speicherproblemen, weswegen Anwendungen wie Spiele oder Produktivsoftware mit hoher RAM-Nutzung direkt bei Ausführung abstürzt. Dabei berichtet Windows, dass die betreffende Anwendung zu viel Speicher benötige und abgestürzt sei.
Die Probleme scheinen weit verbreitet zu sein, mit zahlreichen Berichten in Foren und im Feedback Hub von Microsoft. Es gibt allerdings bislang weder eine Bestätigung des Problems vonseiten Microsofts, noch gibt es dazu einen Workaround oder eine Fehlerbehebung. Die Situation ist etwas besorgniserregend, da das Update eine wichtige Sicherheitslücke schließen soll und Nutzer nun zwischen Sicherheit und Systemstabilität wählen müssen. Wir empfehlen betroffenen Nutzern aktuell, das Update zu deinstallieren und auf IPv6-angebundenen Geräten die IPv6-Verbindung zu deaktivieren. Nachdem wir aktuell nicht wissen, welche Maschinen genau betroffen sind, würden wir empfehlen, eventuell von der Installation abzusehen.
Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.