Windows Media Player ruft keine CD Albuminfos mehr ab – Microsoft stellt Server ein

Seit Dezember können der klassische Windows Media Player unter Windows 11 (Windows Media Player Legacy) sowie die Windows Medien-wiedergabe keine Album und Titelinformationen von Audio-CDs mehr online abrufen. Grund dafür ist die Abschaltung der entsprechenden Microsoft-Server.

Das Problem fiel vielen Nutzern erst in den letzten Wochen auf und wurde unter anderem auf Reddit sowie in der Microsoft Q&A-Community thematisiert. Dort berichten Anwender übereinstimmend, dass beim Einlegen oder Rippen einer Audio-CD keine Metadaten mehr angezeigt werden.

Keine Albuminformationen beim Abspielen oder Rippen

Konkret bedeutet das:

  • Beim Einlegen einer Audio-CD werden keine Album-, Interpreten- oder Titelinformationen mehr automatisch geladen
  • Beim Rippen von CDs bleiben die Metadaten leer
  • Die Funktion Albuminformationen online suchen in der Windows Medien-wiedergabe liefert eine Fehlermeldung, da keine Verbindung zum Server hergestellt werden kann
  • Auch im Windows Media Player Legacy bleibt die Suche nach Albuminformationen ohne Ergebnis

Die betroffenen Programme scheinen weiterhin zu funktionieren, jedoch ohne Online-Metadatenabgleich.

Auch YouTuber BrenTech greift das Thema auf

Neben den Community-Berichten wurde das Thema inzwischen auch von YouTuber BrenTech aufgegriffen. In einem aktuellen Video thematisiert er, dass die Windows Medien-wiedergabe keine CD-Albuminformationen mehr abrufen kann, und verweist ebenfalls auf die offenbar abgeschalteten Microsoft-Server.

Durch die Berichterstattung auf YouTube wird deutlich, dass es sich nicht um ein Einzelfall-Problem, sondern um eine flächendeckende Änderung handelt, die alle Nutzer gleichermaßen betrifft.

Kaum noch Nachfrage nach Audio-CDs?

Offiziell hat Microsoft die Abschaltung bislang nicht groß kommuniziert. Betrachtet man jedoch den aktuellen Medienkonsum, überrascht dieser Schritt kaum:

Die meisten Nutzer streamen Musik über Dienste wie Spotify, Apple Music oder YouTube Music. Audio-CDs und CD-Laufwerke spielen im Alltag vieler Anwender kaum noch eine Rolle.

Aus Microsofts Sicht ist die Abschaltung der Server daher ein logischer, wenn auch stiller Schritt. Für Nutzer, die weiterhin ihre CD-Sammlung abspielen oder archivieren möchten, ist das jedoch ein deutlicher Einschnitt.

Metadaten müssen nun manuell gepflegt werden

Wer weiterhin Audio-CDs rippen oder korrekt benennen möchte, muss die Tags nun manuell eintragen oder auf Drittanbieter-Software ausweichen, die eigene Online-Datenbanken nutzt.

Gerade für Nutzer, die ihre CDs digital archivieren, bedeutet das zusätzlichen Aufwand.

Auch Xbox betroffen

Interessant: Auch die Xbox One sowie die Xbox Series X sind betroffen.

Dort wird ebenfalls die Windows Medien-wiedergabe (UWP-basiert) als Standard-CD-Player verwendet, sobald eine Audio-CD eingelegt wird. Da dieselbe Infrastruktur genutzt wird, stehen auch auf der Xbox keine Online-Albuminformationen mehr zur Verfügung.

Fazit

Die Abschaltung der CD-Metadaten-Server zeigt deutlich, dass physische Medien bei Microsoft kaum noch Priorität haben. Für die Mehrheit der Nutzer dürfte das keine Rolle spielen – für Sammler, Archivare und CD-Fans jedoch schon.

Wer weiterhin auf Audio-CDs setzt, kommt künftig nicht mehr um manuelle Pflege oder alternative Softwarelösungen herum.


Quellen:

Open-Source Software-Alternativen für mehr Sicherheit und Komfort

Das Image von veralteter, schlecht optimierter und zu „normaler, alltäglicher“ Software nicht kompatibel zu sein haftet Open-Source Software leider immer noch teilweise an, hat aber heute nicht mehr viel mit der Realität zu tun: im Alltag verwenden wir mehr Open-Source als wir glauben, sei es der Browser, der Videoplayer, Teile vom Betriebsystem oder das ganze Betriebssystem an sich: Open-Source ist gekommen um zu bleiben, und das aus gutem Grund:

Als Freie Software von Richard Stallmann ins Leben gerufen wurde, sollte sie eines sein: frei für jeden, erweiterbar, ohne rechtliche Verbindungen zum Urheber und dazu noch hoch-kompatibel.


Denn Open-Source Anwendungen sind mehr als nur „Software die es kostenlos ohne Malware im Internet gibt“: Sie fußt auf dem Prinzip der Gemeinschaft und Individualität, Software soll sich verbessern in der Art, wie die User es wünschen und nicht eine große Firma, die damit Geld verdienen möchte.


Natürlich gibt es heute auch große Firmen die ihre Open-Source Software gegen Geld anbieten, RedHat Enterprise (RHEL Linux), Canonical (Ubuntu Ökosystem) und Oracle (Datenbanken und Oracle Linux) seien hier als „Big Player“ genannt, aber das sind meist Business-Verträge und die Community-Editionen sind frei nach dem Open-Source Gedanken nutzbar.

Ich möchte euch in diesem Artikel Alternativen zu alltäglicher Software vorstellen, die durch deren Open-Source Herkunft mehr Sicherheit und Privatsphäre, aber vor allem mehr Komfort und Mitbestimmung versprechen. Natürlich finden sich auch alte Bekannte, und das nicht ohne Grund. Vielleicht ist für euch aber auch der ein oder andere Neuling dabei.

Mozilla FireFox

Den Anfang macht „the one and only“, einer der wenigen nicht auf Chromium basierenden Browser. Auch heute noch erfreut er sich großer Beliebtheit bei seinen Fans durch seine Anpassbarkeit, sein schlichtes Design und verbesserte Privatsphäre.


Für die kommenden Updates sind viele neue, lang erwartete Features geplant.

Mozilla Thunderbird

Der Mail-Client von der Mozilla-Tochter MZLA war lange verschwunden, bis er vor ein paar Jahren wieder auftauchte und mit großen Updates zu einem modernen Mail-Client mit aktueller UI aufgewertet wurde.


Thunderbird verwaltet nicht nur Mail, Kalender, Kontakte und Aufgaben, mittlerweile ist auch nativer CalDAV/CardDAV Support sowie Exchange-Unterstützung eingezogen, was ihn auch im Businessbereich attraktiv und konkurrenzfähig macht.

LibreOffice

Die freie Büro-Suite bietet deutlich mehr als ein normaler Nutzer benötigt und das macht sie auch noch sehr gut. Text, Tabellen, Präsentationen können mit aktuellen Designs und Formatierungen erstellt und bearbeitet werden und durch das offene ODF-Format auch in diverse andere Anwendungen weitergereicht werden.


Die Pauschalaussage „LibreOffice ist nichts für mich, weil die Dokumente in Word und Co. komplett kaputt aussehen“ kann ich wie folgt entkräften: wenn man sich ein Auto kauft, welches nur auf den Schienen des Herstellers fährt, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man nicht ins öffentliche Parkhaus kommt.


Die Kompatibilität zu MS Office ist vielleicht nicht da, wo sie seine könnte, was bestimmt beiderseits hervorgerufen ist, aber offene Standards sind auch für Microsoft kein Relikt aus alten Zeiten und der „normale“ Büronutzer verwendet in der Regel keine speziellen Formatierungen, sodass ein Austausch mit LO und MS Office kein allzu großes Hindernis darstellt.

VLC Media Player

Die orangene Pilone ist allbekannt und das nicht ohne Grund: Videos aller möglichen Formate schnnell und zuverlässig abspielen, teils auch korrupte Dateien, das ist VLCs Stärke.


Dazu kommen Konvertierung, Rippen, Streamen und einiges mehr.

IrfanView

Als Ausnahme nur als Freeware verfügbar, muss sich IrfanView aber nicht verstecken: der Bildbetrachter ist schnell, performant und zeigt diverse, auch sehr exotische und Bilder mit vielen eingebetteten Informationen zuverlässig und blitzschnell an. Seine Toolbar lässt sich visuell mit Pluggins anpassen und das Gesamterlebnis ist um Welten befriedigender als die langsame, mit Features vollgestopfte Fotos-App, die mit Windows ausgeliefert wird.

SumatraPDF

Genau wie IrfanView punktet SumatraPDF mit Geschwindigkeit. Innerhalb 10-tel Sekunden gestartet, zeigt das winzige Programm auch riesige PDFs im DIN-A0 Format, wie komplexe technische CAD-Zeichnungen an.


Bearbeiten lassen sich PDFs damit nicht, aber in der Regel benötigt man nur schnell mal einen Blick in die Datei, und Edge, Adobe und Co. brauchen deutlich länger, sind ressourcenhungriger und wollen meist, dass du deren neuen Features direkt ausprobierst.


Das ist bei SumatraPDF nicht der Fall.

Notepad

Vorallem Programmierer schwören auf den Texteditor aufgrund seiner vielen Formatierungsvorlagen für Programmiersprachen.


Aber auch die Performance, Anpassbarkeit und geringe Größe zeichnen die Windows-Notepad Alternative aus. Letztere hat zwar mittlerweile auch Tabs, aber die Personalisierung ist trotzdem minimal und Microsoft lässt sich nicht lumpen, selbst eine solche simple App mittels Copilot zu verschlimm-bessern. Die Performance ist nebenbei auch etwas zurück gegangen.

7Zip

Die Diskussion zwischen WinRAR und 7Zip ist mittlerweile ein Meme, ich gehöre aber zu den Verfechtern des freien Packers aus folgenden Gründen:


Klein, performant(er), größere Unterstützung an Archiven, Linux Version und eben quelloffen.


Zudem gibt es meiner Erfahrung nach deutlich weniger Scam-Angebote als für WinRAR und WinZIP. Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund mehr, in 2024 einen kostenpflichtigen Packer zu verwenden, das Geld kann man besser an die Developer spenden.

KeePassXC/Bitwarden

Passwörter gehören heute nicht mehr auf ein Post-It oder auf ein Papier (als Backup natürlich erlaubt), sondern in eine verschlüsselte Datenbank.


KeePassXC und Bitwarden bieten als Open-Source Anwendungen intuitive Benutzeroberflächen und eine einfache Integration in diverse Betriebssysteme. KeePassXC als rein lokale Variante ist perfekt für einzelne PCs, die gleiche Datenbank kann aber auch per Cloud, am besten einer selbst gehosteten Nextcloud, auf PC, Laptop und Handy gleichermaßen verwendet werden.


Bitwarden bietet neben US mittlerweile auch EU Server an, auf denen eure Datenbank per Zero-Knowledge gespeichert wird: nicht einmal Bitwarden kann an die Daten, nur ihr mit eurem Master-Kennwort.


Zudem lässt sich der Bitwarden/Vaultwarden Server auch selbst hosten, wenn ihr die Daten lieber in eigener Hand habt. Um die Backups müsst ihr euch hingegen dann aber auch kümmern.

Duplicati

Backups sind ein Muss und sollten regelmäßig gemacht werden. Eine ausführliche Reihe dazu habe ich auf WindowsArea schon geschrieben.


Dass Backups nicht kompliziert sein müssen, zeigt Duplicati: simple eingerichtet, werden PC, Laptop, Server mit vielen Betriebssystemen auf verschiedene Medien gesichert, im und außer Haus. Und das effizient und unbemerkt. Kein Grund also, sich auf OneDrive, GoogleDrive oder die in Windows eingebauten Tools verlassen, die mehr schlecht als Recht funktionieren.

RustDesk

Fernwartung, und jemanden der diese ausführt, ist eine tolle Sache, wenn man Probleme am PC hat. Leider versuchen nicht nur der Enkel oder die Tochter, sondern auch Betrüger über Fernwartung auf euren PC zuzugreifen um dort Schabernack anzustellen oder euch Malware unterzujubeln. „Opfer-Tools“ sind fast immer bekannte Tools wie TeamViewer und AnyDesk. Diese Programme leisten auch abseits der Betrüger gute Arbeit, weshalb das Wort „TeamViewer“ fast ein Synonym für Fernwartung geworden ist.


Jedoch läuft der ganze Verkehr über deren Server und in Vergangenheit gab es des Öfteren Probleme und Sicherheitsrisiken.


RustDesk ist dafür eine gute Alternative: die in der jungen Programmiersprache Rust geschrieben Anwendung ahmt das Design von TeamViewer nach, wodurch man sich direkt zuhause fühlt. Diverse Sicherheits-Einstellungen lassen sich anpassen, um den Zugriff des Helfers sehr spezifiziert zu erlauben. Wenn man auch hier skeptisch ist, was die Verbindungsserver angeht (einer ist sogar bei Hetzner in Deutschland gehostet), kann man diesen auch einfach per Docker selber hosten, und seine Clients darauf umleiten. Wie schon bei Bitwarden hat man dann die Daten selbst in der Hand.

Xournal /Linwood Butterfly

Ich gebe zu, ich habe nie wirklich am Tablet geschrieben, und auch nicht vor, für mich ist das nicht wirklich angenehm. Oft habe ich aber Beschwerden gehört, es gebe ja keine gute Notizen App: GoodNotes kostet, OneNote ist zwar kostenlos bzw. in jedem MS365 Abo dabei, aber meiner Erfahrung nach sehr unintuitiv und hat diverse Probleme, was Tracking, Performance, Backups der Notizen (nein, den OneDrive Export meine ich nicht) und Bedienung angeht.


Xournal und Linwood Butterfly sind gewiss nicht das lang ersehnte Allheilmittel, dafür ist der Bereich zu personalisiert. Aber es sind starke Schreib-Tools für diverse Geräte, auch auf mobilen Systemen, die einem viele Arbeitsschritte abnehmen und die wichtigsten Funktionen bündeln.


Einen Blick sind sie auf jeden Fall wert, vor allem, wenn man gerade überlegt, sich ein Tablet für die Schule/Uni anzuschaffen.

Wirklich kostenlos?

Auch wenn es viele Software kostenlos im Netz gibt, muss man immer hin Hintergrund behalten, dass dahinter Menschen stecken, die diese Software meist in ihrer Freizeit schreiben und pflegen, Stunden an Arbeit, Zeit und Geld investieren, „nur“ um an Ende eine Alternative zu kostenpflichtigen Tools, oder ein komplett neues Produkt zu erhalten.


Viele fragen sich dann: „Ich kann ja garnicht programmieren, wie soll ich die Software denn weiterentwickeln?“, und die Antwort ist viel umfangreicher als man zuerst annehmen darf: zuallererst sollte man die Software nutzen, anderen davon erzählen und empfehlen, denn mit Reichweite kommen mehr Leute dazu, die sich an der Entwicklung beteiligen und auch Spenden möchten.


Generell lohnt es sich immer, zuerst freie Software auszutesten, bevor man Lizenzen kauft. Wenn es dann doch nicht passt, kann man immer noch umschwenken.

Das ist auch schon der zweite Punkt: wenn man nicht aktiv eine Software (mit-)entwickeln kann oder möchte, kann man fast immer Geld als einmalige oder wiederkehrende Spende dalassen, oft sogar mit Vorschlägen. Das Geld fließt dann in die Taschen der Entwickler und kommt dem Projekt zugute und nicht den Chefs irgend einer Milliarden-Firma, die seit Jahren immer schlechtere Produkte auf den Markt wirft, und dafür auch noch absurd hohe Preise verlangt.


Dazu sei gesagt: wenn man gerne Spenden möchte, es die finanzielle Situation aber nicht zulässt, braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben. Lieber so, als sich kostenpflichtige Software cracken zu müssen, was eine Straftat darstellt!

Wenn man anderweitig kreativ und in Sprachen fit ist, kann man häufig Übersetzungen beisteuern oder neue Versionen Testen. Das habe ich auch lange Zeit gemacht, und daraus sind tolle Programme wie DJMaster, OnionMedia und GnuCopy entstanden.

Das war natürlich nur ein winziger Bruchteile an Software, die im Alltag Gebrauch findet und hauptsächlich auf „Büro“ beschränkt. Ein Paket, welches ich auf jedem von mir eingerichteten Windows-Computer installiere, besteht aus Firefox, Thunderbird, 7Zip, LibreOffice, SumatraPDF, Notepad , IrfanView und VLC. Dieses Paket könnt ihr euch bei Interesse auf der Website Ninite.com als One-Click-Installer, garantiert ohne Schadsoftware, zusammenklicken.

Welche Open-Source Software verwendet ihr im gerne, vielleicht auch als Alternative für andere Programme? Schreibt das gerne in den Kommentarbereich.

Update für Windows-Fotoanzeige entfernt Video Editor aus dem Startmenü

Mit der Überarbeitung der Windows Fotoanzeige musste der integrierte Video Editor weichen. Als Alternative verweist Microsoft auf ihren Clipchamp-Dienst, der eine einfache Videobearbeitung innerhalb einer Webumgebung ermöglicht. Wer sich vom Video Editor in seiner ursprünglichen Fassung gar nicht trennen mag, der kann die klassische Version der Fotos-App separat aus dem Microsoft Store herunterladen. Darin sind alle Funktionen wie gehabt vorhanden.

Trotz der Entfernung des Video Editors aus der Windows Fotoanzeige blieb ein Überbleibsel zurück. Nämlich die Verlinkung zum Editor im Startmenü. Mit dem neusten Update der Fotoanzeige, welches die Versionsnummer 2024.11010.10002.0 trägt, wird der unnütze Eintrag aus dem Startmenü entfernt.

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Seit 2016 bei WindowsArea tätig ♥️

Universität Duisburg-Essen sperrt das neue Outlook

Zum Beginn des Jahres 2024 wird unter Windows die vorinstallierte Mail- sowie Kalender-App durch das neue Outlook ersetzt. Schon jetzt macht ein gelbes Banner innerhalb der Apps darauf aufmerksam. Auf lange Sicht möchte Microsoft noch einen Schritt weiter gehen. Nämlich steht auch die Ersetzung der klassischen Outlook-Anwendung aus dem Office-Paket auf der Roadmap. Trotz ihres Rufs als bewährtes und zuverlässiges E-Mail-Programm.

Das neue Outlook in der Kritik: Microsoft-Server können alles mitlesen

Aktuell steht das neue Outlook in der Kritik. Denn die Anwendung basiert vollkommen auf der Cloud. Dazu zählt nicht nur die Benutzeroberfläche, welche lediglich die Outlook.com-Webseite in einem Anwendungsfenster präsentiert. Sondern auch die Synchronisierung von E-Mail-Konten wird stets über die Microsoft-Server abgewickelt. Würden Nutzer das E-Mail-Konto ihres Arbeitgebers hinterlegen, so würde jede einzelne Mail auf die Microsoft-Server wandern. Ein untypisches Verhaltensmuster für E-Mail-Programme.

Weiterführend werden die IMAP-Login-Daten ebenfalls auf den Microsoft-Servern gespeichert, damit die Synchronisierung vonstattengehen kann. Das Online-Magazin Heise fand heraus, dass hierzu die Zugangsdaten im Klartext zu Microsoft gesendet werden. Aus diesem Grund sieht auch das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik die neue Outlook-App kritisch.

Daraus ergeben sich Datenschutz- sowie Sicherheitsbedenken. Denn zum einen können Dritte die Login-Daten abfangen, weil sie ohne Verschlüsselung versandt werden. Andererseits könnte Microsoft den Inhalt jeglicher E-Mails selbst abrufen und für eigene Zwecke analysieren.

Universität Duisburg-Essen verbietet Nutzung der neuen Outlook-App

Aufgrund der Bedenken über die neue Outlook-App zog die Universität Duisburg-Essen die Reißleine. In einer Rundmail verkündigte die Universität, dass die Synchronisierung mit der Outlook-App ab dem 15.12.2023 für Mitarbeiter zentral gesperrt sein wird. Ebenfalls betroffen von der Entscheidung ist die Outlook-App für iOS und Android. Stattdessen verweist die Universität auf alternative E-Mail-Programme wie Thunderbird oder Outlook-Desktop.

Im Wortlaut die E-Mail der Direktorin vom Zentrum für Informations- und Mediendienste sowie des Stellvertretenden CISO:

Die „neue Outlook“-App von Microsoft für Windows 10 oder Windows 11 erweist sich als eifriger Datensammler. Neben der unzulässigen Speicherung von E-Mails überträgt die App auch Passwörter im Klartext zu Microsoft-Cloudsystemen.

Auch die Outlook-App für iOS und Android von Microsoft ruft Mails über die Microsoft-Cloud von unserem Mailserver ab.

Das bedeutet, dass Microsoft nach der Nutzung der Apps Ihr UDE-Passwort kennt und Mailinhalte in der Microsoft-Cloud  zwischengespeichert hat. Nutzende werden nicht darüber informiert, und es ist derzeit unklar, ob und wie gespeicherte Zugangsdaten und E-Mails von Microsoft gelöscht werden können.

Aufgrund dieser Sachlage ist ab sofort und bis auf Weiteres die Nutzung der neuen Outlook-App für Windows und der Outlook-App für iOS und Android zum dienstlichen Zwecke an der UDE untersagt. Die Synchronisation von UDE-Passwörtern ist mit der Windows-Cloud nicht


zulässig. Diese Funktion wird ab dem 15.12.2023, soweit möglich,  zentral gesperrt.

Filme & TV kann keine lokalen Videos mehr abspielen

Screenshot von Filme & TV während es ein Video abspielt.

Die beiden Apps Groove-Musik und Filme & TV ergaben eine kleine Symbiose, wenn es um die Wiedergabe lokaler Medien ging. Filme & TV war für viele Jahre der Videoplayer unter Windows, doch seine Funktionalität wurde vollständig in den neuen Media Player integriert.

Aus diesem Grund entfernt Microsoft die Funktion zur lokalen Videowiedergabe vollständig aus Filme & TV. Die App wird zukünftig nur noch den Zweck verfolgen, im Microsoft Store erworbene oder geliehene Filme sowie Serien abzuspielen. Nachvollziehen lässt sich diese Änderung bereits im Windows Insider-Programm. Denn die darin verteilte, neue Version von Filme & TV besitzt nicht mehr den Personal-Tab in der Navigationsleiste. Außerdem taucht sie nicht mehr im Öffnen mit-Dialog auf.

Auf der linken Seite die alte Filme & TV-Version mit dem Personal-Tab und rechts die neue Version ohne.

Ein kleiner Verlust ist es trotzdem, denn es ist nicht immer praktisch eine App für jegliche Medien zu nutzen. Gelegentlich kann es vorkommen, dass man Musik hört und zur gleichen Zeit in ein Video reinschauen möchte. In diesem Fall unterbricht der Media Player die Musikwiedergabe, um das Video abzuspielen. Das ist sehr unpraktisch und passierte zu den Zeiten der Trennung nicht.

Es gibt dennoch ein paar Umwege, um das zu bewerkstelligen. Denn weiterhin bietet sich die Windows Fotos-App für die Videowiedergabe an. Zudem gibt es viele gute, alternative Videoplayer für Windows. Ein empfehlenswertes Beispiel ist das recht frische Screenbox. Hierbei handelt es sich um eine App, die auf VLC basiert, aber trotzdem eine moderne Benutzeroberfläche im Stile von WinUI 3 bietet. Somit vereint sie die Vorzüge vom neuen Media Player in Form der schicken Optik, gemeinsam mit den zahlreichen Codecs von VLC. Ich werde ihr in den nächsten Tagen einen separaten Artikel widmen.

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