Apples WWDC steht vor der Tür und dieses Jahr geht es in Cupertino vor allem um künstliche Intelligenz. Nachdem der erste Anlauf in Sachen künstliche Intelligenz eher holprig verlief, soll am Montag die große Kehrtwende folgen. Im Fokus stehen dabei iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 sowie Updates für die restliche Hardware-Familie. Wer auf riesige Design-Sprünge hofft, wird laut Bericht enttäuscht, denn Apple konzentriert sich auf Stabilität und Performance, fast so wie damals bei Snow Leopard oder iOS 12.
Das Herzstück der neuen Strategie ist Siri. Intern läuft das Projekt unter dem Namen Campo. Die Sprachassistenz soll sich zum echten KI-Begleiter wandeln, der komplexe Aufgaben über verschiedene Apps hinweg erledigt. Interessant ist die technische Basis: Apple nutzt hierfür Google Gemini. Vieles wird auf Google-Servern verarbeitet, was in Sachen Datenschutz sicher noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Siri zieht zudem optisch in die Dynamic Island um und bekommt ein neues Gesicht. Wer von oben in die Mitte des Bildschirms wischt, landet künftig in einer Such- und Abfrage-Maske, während die Mitteilungen nach links rutschen.
Siri kann nun Texte verfassen, E-Mails basierend auf Stichpunkten formulieren und auf persönliche Daten wie Termine oder Kontakte zugreifen, um Überschneidungen im Kalender zu finden. Sogar eine eigene Siri-App für ganze Konversationen ist geplant. Apple baut zudem eine eigene Websuche ein, um Antworten direkt zu liefern, statt nur auf Google zu verweisen. Das Ganze wird erst einmal als Beta deklariert, womöglich gibt es zum Start im Herbst sogar eine Warteliste.
Auch bei den Fotos tut sich was. Die visuelle Intelligenz wandert direkt in die Kamera-App und erkennt nun auch Nährwertangaben oder Kontaktinfos. Mit neuen KI-Werkzeugen lassen sich Bilder per Sprachbefehl bearbeiten oder störende Objekte entfernen. In Safari sortiert die KI geöffnete Tabs automatisch nach Themen wie Arbeit oder Shopping. Wer gerne bastelt, kann sich Hintergrundbilder per Textbeschreibung generieren lassen oder die Kurzbefehle-App mit natürlicher Sprache füttern, statt Bausteine mühsam zu schieben.
Unter der Haube hat Apple an der Effizienz geschraubt, um die Akkulaufzeit der iPhones zu verlängern. Die Kamera-App wird flexibler und lässt Nutzer die Bedienelemente oben im Bild frei wählen. In der Wallet-App können künftig eigene Karten und digitale Tickets erstellt werden, selbst wenn der Anbieter die App nicht offiziell unterstützt. Eine neue Funktion zum Aufteilen von Rechnungen direkt über die Nachrichten-App ist ebenfalls mit von der Partie.
Für die Apple Watch gibt es mit watchOS 27 ein neues modulares Zifferblatt und Verbesserungen beim Tracking. Die AirPods-Einstellungen wurden aufgeräumt und sind nun übersichtlicher. Eine kleine Überraschung ist die Öffnung von AirPlay: Nutzer können künftig auch Dienste wie Google Cast als Standard für das Streaming von Inhalten festlegen. Die neuen Systeme unterstützen zudem bereits das Interface für ein faltbares iPhone, das später im Jahr erwartet wird. Release der Software ist wie üblich im Herbst.
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