
Qualcomm bohrt das Portfolio weiter auf und bringt den Snapdragon X2 Elite nun auch in den stationären Bereich. Auf der Computex 2026 wurde mit dem ASUS Ascent QN10 der erste Mini-PC gezeigt, der auf dieser Plattform basiert. Nachdem die Chips bisher eher in Laptops zu finden sind, wandert die Technik jetzt in ein Gehäuse mit weniger als 0,7 Litern Volumen. Das Teil ist damit rund 86 Prozent kleiner als ein herkömmlicher 5-Liter-Rechner.
Unter der Haube steckt laut Qualcomm ordentlich Dampf für KI-Aufgaben. Die NPU liefert 80 TOPS, was für das lokale Ausführen von Modellen wie Claude Desktop oder OpenAI Codex ausreicht. Der Fokus liegt hier auf Effizienz. Der Rechner soll auch bei hoher Last leise und kühl bleiben, was in Büros oder im Homeoffice ja immer ein Argument ist.
Bei den Anschlüssen geizt ASUS nicht. Insgesamt sieben USB-Ports sind verbaut, aufgeteilt in dreimal USB4, dreimal USB 3.2 Gen2 und einmal USB 2.0. Damit lassen sich bis zu vier 4K-Monitore gleichzeitig befeuern. Das Gerät richtet sich an Entwickler, die viel lokalen Code kompilieren, aber auch an Unternehmen, die Wert auf Sicherheit vom Chip bis zur Cloud legen.
Ein Preis wurde bisher nur für den US-Markt mit 799 Dollar gemunkelt, finale Infos für den hiesigen Markt stehen aber noch aus. Spannend bleibt, wie sich der Snapdragon X2 Elite gegen die klassische Konkurrenz von Intel und AMD im Desktop-Segment schlägt. Der Anfang ist mit diesem kleinen Kraftpaket jedenfalls gemacht.
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