Team Xbox hat es mittlerweile nicht mehr so mit den Exklusivtiteln. Nachdem die Xbox Series X|S den Konsolenkrieg gegen die Sony PlayStation 5 eindeutig verloren hat und Microsoft zudem das in die Übernahme von Activision Blizzard investierte Geld gerne wieder reinholen möchte, veröffentlicht man Kracher wie „Forza Horizon 6„, „Fable“ oder auch „Indiana Jones und der Große Kreis“ auch für die PS5. Doch die noch recht frische Chefin der Gaming-Sparte der Redmonder, Asha Sharma, hält sich einen Strategiewechsel offen.
Im Gespräch mit Bloomberg bezeichnete Sharma das Thema Exklusivtitel als „schwierig“. Zum einen müsse Microsoft mit seinen Games eine möglichst breite Zielgruppe erreichen. Zum anderen sei man eben selbst ein Plattformanbieter – und dann müsse man auch exklusive Dienste und Inhalte bieten. Deswegen beschäftige man sich aktuell intensiv mit diesem Thema und betrachte jeden Titel genauer. Microsoft werde diesbezüglich noch Entscheidungen treffen, man wolle aber nichts überstürzen.
Letzten Endes ist klar, dass Microsoft bzw. Team Xbox hier einen Spagat bewältigen muss. Einerseits muss man mit Blockbustern wie „Call of Duty“, deren Entwicklung Unsummen verschlingt, eine breite Zielgruppe erreichen – und die ist aktuell eben auch und vor allem bei der Konkurrenz zu finden. Andererseits kann man die Xbox-Plattform nur stärken, wenn man Alleinstellungsmerkmale bietet. Und das sind üblicherweise bei Konsolen exklusive Games.
Letztendlich muss man sich der Wahrheit stellen: Wenn alle Spiele von Microsoft auch auf der PlayStation 5 oder Nintendo Switch 2 spielbar sind, gibt es kein großes Kaufargument mehr für die Xbox Series X|S. Denn Sony lockt weiterhin mit exklusiven Titeln – genau wie Nintendo. Wer Mario, Zelda, Pokémon und Co. zocken will, der kommt eben an einer Switch 2 z. B. nicht vorbei. Solche Zugpferde braucht es.
Selbst zeitexklusive Titel wie aktuell „Forza Horizon 6“ können Microsoft helfen. Aber eine klare Strategie muss wieder erkennbar sein, wollen die Redmonder nicht mit Project Helix am Ende am Markt untergehen. Ich bin gespannt, wofür man sich am Ende hinsichtlich der Exklusivspiele entscheidet.
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