Nest Cam und Nest Doorbell mit Akku im Test

Da draußen gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Kamerasystemen für das vernetzte Heim. Lange am Markt, und in meinen Augen sehr stabil, ist die von Google gekaufte Marke Nest mit seinen In- und Outdoor-Kamerasystemen. Schon 2018 kaufte ich mir für meine Heimautomatisierung die Outdoor-Kameras von Nest und 2019 auch deren Türklingel, weil mich Amazons Ring enttäuscht hatte. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Nest jetzt 2 neue Produkte zum Verkauf anbietet: die zweite Generation der Haustürklingel (200 Euro) und die, mehr oder weniger auch für Outdoor, aber eher Indoor geeignete, Nest Cam (200 Euro).

Inhalt der Türklingel-Verpackung

Verpackungsinhalt der Nest Doorbell

Die Klingel bringt mit:

  • Nest Doorbell
  • USB-C-Ladekabel
  • Halterung (silberne Schiene)
  • ein Werkzeug zum Lösen
  • passende Schrauben und Dübel
  • Steckverbinder
  • 20°-Zwischenstück mit passenden Schrauben

Der erste Eindruck war direkt: ein Klopper. Und tatsächlich, wenn man die alte und die neue Klingel nebeneinander hält, fällt einem direkt auf, dass der Akku offenbar sehr viel Platz braucht.

Inhalt der Nest-Cam-Verpackung

Inhalt der Nest Cam Verpackung

Die In- und Outdoor-Cam bringt mit:

  • Nest Cam
  • Magnetische Halterung
  • Wandhalterung
  • passende Schrauben und Dübel
  • USB-zu-WTF-Kabel mit Netzteil

Auch hier hat man nach dem Auspacken sein Bizepstraining hinter sich. Die Kamera kommt nämlich, wie die Klingel auch, bedingt durch den Akku mit einem mächtigen Eigengewicht daher.

Anbau der Türklingel

Das Verbauen der Klingel ist einfach: Löcher bohren (die Löcher der alten Kamera passen nicht zum neuen Rahmen), nach Bedarf den Winkel mit den Schrauben anbringen, Halterung verbauen und Klingel draufstecken. Abnehmen lässt sich die Klingel zum Aufladen, indem man das Lösewerkzeug oben in einen schlecht sichtbaren Schlitz steckt.

Größenvergleich der beiden Klingeln - links alt, rechts neu

Wichtig ist hierbei, dass die Klingel nur aktiv ist, wenn sie auf der Halterung steckt. Man braucht also keine Angst zu haben, dass alles im Wohnzimmer aufgezeichnet wird, wenn die Klingel gerade an der Ladestation hängt.

Ich bin aber persönlich kein Fan davon, regelmäßig Geräte aufzuladen. Ich habe da erstens ein Problem mit dem Vergessen. Zweitens bin ich skeptisch, was den Betrieb in der kälteren Jahreszeit angeht. Deshalb gibt es noch den kleinen Steckverbinder, der von Klingeldraht zu Klingel übersetzt. Damit erübrigt sich dann das Aufladeproblem. Der Akku ist dann vermutlich schnell „durch“, aber vielleicht löst Nest das dann intern anders. Man weiß es nicht.

Anbau der Nest Cam

Das Anbauen der Cam ist noch einfacher: Löcher bohren, Wandmontage-Ring anschrauben, die magnetische Halterung in den Ring drehen, Kamera ausrichten – fertig. Wie man aber einwandfrei an den Fotos der Geräte erkennen kann, ist das Plastik um die Linsen zweigeteilt. Mir persönlich macht das Sorgen, wenn es um die Stabilität und auch um die Wasserdichtigkeit der Kamera geht.

Im Vergleich zur alten Outdoor-Cam ist die Magnethalterung bei der neuen allerdings relativ schwach, auch in Bezug auf das Gewicht und der Größe und damit der Windanfälligkeit der Kamera. Ich weiß nicht, ob das alles so hält, was es verspricht.

Was mich ebenfalls wurmt, ist das Anschlusskabel (sofern man den Akku nicht nutzen möchte). Die neue Nest Cam bringt eine Anschlusskabellänge von nicht mal 1,5 Metern mit, während ich das Kabel der alten Nest Cam Outdoor von 2017 gefühlt dreimal ums Haus wickeln kann. Die Wasserdichtigkeit kann ich quasi auch nicht erkennen. Wenn ihr diese Kamera draußen anbringen wollt, sorgt dafür, dass das dicht an einer Indoor-Steckdose passiert.

Einrichtung der Software

Die Einrichtung findet mit den neuen Kameras nicht mehr wie vorher in der Nest-App statt, sondern in der Google-Home-App. Man klickt nur auf das in der App, scannt den QR-Code und folgt dem Assistenten, um das Gerät zu benennen und einem Raum hinzuzufügen. Einfacher geht’s kaum.

Welches Feature bei den beiden Kameras komplett fehlt: dauerhafte Aufzeichnung dessen, was passiert. Manchmal erkennen die Kameras z. B. Einzelheiten nicht korrekt oder ich brauche eine Aufzeichnung von etwas, was außerhalb der definierten Überwachungszonen passiert. Das geht mit den neuen Kameras nicht.

Die alten Nest-Kameras hatten die Abo-Möglichkeit, mit der 30 Tage lang die durchgängige Aufzeichnung gespeichert wurde. Durch den Akku-Betrieb haben die Kameras damit aufgehört, dass durchgängig aufgezeichnet wird. Damit kann man DHL etwa nicht mehr nachweisen, dass der Paketbote zwar vor dem Haus gehalten, aber das Paket nicht abgeliefert, geschweige denn überhaupt geklingelt hatte.

Bildqualität

Es gibt nichts, worüber ich enttäuschter bin, als die Bildqualität beider Geräte. Ich habe euch Screenshots der beiden Kameras mit ihren Vorgänger-Modellen an denselben Stellen erstellt. Gerade bei der Nest Cam sieht man die Kompressions-Artefakte sehr stark. Mal abgesehen davon, dass die Nutzung der Bilder im Einbruchsfall erschwert wird, weil die Gesichter matschiger und damit unkenntlicher werden.

Nest Doorbell der 1. Generation Nest Doorbell der 2. Generation Alte Nest Cam ohne AkkuNeue Nest Cam mit Akku


Der größte Aufschrei bei der Doorbell war ja, dass die Bilder nicht mehr im 4:3-Landscape-Format, sondern jetzt im Porträt-Modus daher kommen. Mir gefällt das nicht. Ich sehe jetzt zwar den Schritt und die Schuh-Farbe des Besuchers, aber dafür sehe ich sonst nichts mehr an der Seite. Das macht es Einbrechern in meinem Fall sogar einfacher, sich von der Seite anzuschleichen und die Klingel abzubauen, bevor sie die Chance hat, irgendwas zu erkennen. Ich bin mir dessen bewusst, dass der Porträt-Modus den Vorteil hat, dass die Kamera jetzt Pakete erkennen und den Eigentümer benachrichtigen kann, dass das Haustier nach Hause gekommen ist. Dem eigentlichen Sinn einer Video-Klingel mit Überwachungsfunktion kommt das aber leider nicht mehr nach.

Fazit

Als Google-Fanboy habe ich eine rosarote Brille auf, wenn es um Nest-Produkte geht. Und wenn ich euch sage, dass ich diese beiden Kameras nicht dauerhaft laufen lassen werde, sagt das viel aus. Der Hochkant-Modus der Klingel ist ein No-Go für mich – das hätte Google durch eine Weitwinkel-Linse (Fish-Eye) besser lösen können. Im Batteriebetrieb steuert die Cam nicht meine im Haus integrierte Klingel an, sondern ich brauch immer das Handy oder einen Assistenten wie Alexa oder den Google Nest Hub, der mir Bescheid gibt, dass da jemand vor der Tür steht. Als Unterstützung ist der Akku super bei Stromausfall. Aber ansonsten darf Nest dieses Feature bei der nächsten Version gerne streichen.

Die Nest Cam mit Akku ist mehr oder weniger unnütz. Zu kurze Kabel, die bei einer Deckenmontage nicht mal bis an den Boden reichen, Bildartefakte selbst bei Tageslicht und die schlechte Bildqualität bei wenig Licht (nicht im Nachtmodus) vermiesen einem den Spaß an der Hardware. Wenn ihr noch eine alte Nest Cam Outdoor findet, kauft lieber diese Variante.

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Philips Hue: So funktionieren die neuen dynamischen Szenen

Im Zuge eines Produktfeuerwerks hat Signify für die Hue-App Neuerungen verkündet, sowie weitere in Aussicht gestellt. Mit Spotify hat man einen neuen Hue-Sync-Partner parat, der es euch erlaubt, eure Beleuchtungseffekte auf Musik abzustimmen. Disco-Feeling kommt bei den neuen dynamischen Szenen nicht auf – im Gegenteil. Jene sind ebenfalls neu in der Hue-App und eher dazu da, um Ambiente zu schaffen. Sie bieten aber ebenfalls einen Farbwechsel-Effekt. Drittanbieter-Apps ermöglichen ähnliche Funktionsweisen mit dem Hue-System bereits seit längerem. Wie Signify die dynamischen Szenen ausgestaltet hat, darauf wollen wir nun einen Blick werfen. So viel vorab: Bislang ist der Funktionsumfang beschränkt und es lassen sich auch keine geschwindigkeitsspezifischen Einstellungen tätigen.

Dynamisch betreiben, lässt sich jede (mehrfarbige) Szene aus der Hue-Szenengalerie, welche nicht den Standard-Szenen angehört. Raum-spezifisch könnt ihr eine solche Szene zu euren eigenen Szenen hinzufügen. Dazu navigiert ihr in der aktuellen Hue-App-Version in einen Raum und fügt diese über den Plus-Button hinzu bzw. über den Direktzugang zur Szenengalerie, wenn ihr in euren Szenen nach ganz rechts durchscrollt.

Habt ihr eine Szene aktiviert, dann leuchtet euer Raum wie gewohnt farbig auf. Aktiviert ihr nun die dynamische Szene über das Play-Symbol, dann wechseln die Farben langsam und rotieren von Lampe zu Lampe durch. Hier lässt sich bislang keine Geschwindigkeit wählen. Ihr müsst euch also in Geduld üben. Da Signify im Laufe des Herbstes aber ohnehin die dynamischen Szenen nochmals aufpolieren will, gibt es Hoffnung.

So viel zu den dynamischen Szenen. Für Hue-Nutzer hat man noch mehr geplant. Unter anderem soll es künftig dynamische Szenen geben, die einen Tag andauern und das natürliche Sonnenlicht durch Lichtfarbe- und Helligkeit imitieren. Ein Software-Update gibt es im Herbst 2021 auch für Nutzer der Hue Play HDMI Sync Box: Nach Dolby Vision und HDR10 werden dann auch 120 Hz für die aktuellen Spielekonsolen unterstützt. Zumindest mit 1080p und 1440p. Bei 4K-Auflösung liefert man weiterhin nur eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz.

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Public Value: Medienangebote von besonderem Wert sollen hervorgehoben werden

In Deutschland wollen die Medienanstalten besonders wertvolle Inhalte hervorheben. Das sollen Audioinhalte und Bewegtbilder sein, die von gesellschaftlicher Bedeutung sind, also für „Public Value“ stehen. Infrage kommen dafür nicht nur Beiträge der öffentlich-rechtlichen Programme, sondern auch Content z. B. des Privatfernsehens.

Es geht hier um eine neue Regelung im Medienstaatsvertrag (MStV), die schon länger geplant gewesen ist. Dabei sollen Angebote in Benutzeroberflächen herausgestellt werden, die für die Meinungs- und Angebotsvielfalt besonders relevant sind. Private Anbieter könnten schon jetzt an einem Ausschreibungsverfahren teilnehmen, um ihre Inhalte entsprechend als Public Value einstufen zu lassen. Zeit ist bis 30. September 2021 für Einreichungen. Die Auswertung soll dann bis Anfang 2022 andauern.

Man verspricht sich von dem Procedere, dass die Public-Value-Inhalte leichter aufgefunden werden und eine größere Reichweite erzielen. Dies solle die Demokratie stärken. Allerdings kann man das natürlich auch kritisch sehen, da hier zumindest in kleinem Rahmen in den Markt eingegriffen wird. Die Argumentation: Das Medienangebot werde immer überbordender und Fehlinformationen seien an der Tagesordnung. Daher sei es sinnvoll, Public-Value-Angebote, die konstruktiv zur Meinungsbildung beitragen, zu würdigen.

Die Medienanstalten wollen die Public-Value-Angebote auch selbst in Listen bündeln. Die Anbieter selbst sollten in ihren Benutzeroberflächen die leichte Auffindbarkeit berücksichtigen. Die konkrete Umsetzung der leichten Auffindbarkeit bleibt aber den Anbietern überlassen, da wird es keine Vorgaben geben. Für private Anbieter will man so auch einen Anreiz geben, gesellschaftlich relevante Inhalte zu produzieren – wie eben Nachrichten und Reportagen.

Die Public-Value-Satzung könnt ihr hier einsehen, sie wurde bereits im Mai 2021 veröffentlicht. Dort sind etwa auch die Kriterien für die Bestimmung erklärt.

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„Lost in Random“ im Test“: EA Original für Fans von Tim Burton

Ich habe vor etwas mehr als einer Woche erstmals hier im Blog über „Lost in Random“ berichtet. Das Spiel ist ein EA Original des schwedischen Entwicklers Zoink Games. Unter dem Banner der EA Originals bündelt der Publisher Electronic Arts Spiele mit kleineren Budgets, die dafür etwas experimenteller ausfallen dürfen. Ein Paradebeispiel wäre etwa „It Takes Two“, das ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Doch zurück zu „Lost in Random“, das ich für euch einmal getestet habe. Es handelt sich hier um ein Einzelspieler-Action-Adventure, das euch in eine düstere Welt entführt, die mich an Stop-Motion-Filme wie „Coraline“ erinnert hat.

Erhältlich ist „Lost in Random“ für Microsoft Windows, die PS4 und PS5, die Xbox One, die Xbox Series X|S sowie die Nintendo Switch. Mit 29,99 Euro ist man da auch günstiger unterwegs als bei einem Triple-A-Titel. Kurz zur Story: Die Geschichte von „Lost in Random“ dreht sich um die Schwestern Even und Odd, welche in einer düsteren Märchenwelt leben. Sie sind einer bösen Königin und ihrem Würfelspiel hilflos ausgeliefert sind. Die Schwestern werden getrennt und der Spieler schlüpft in die Rolle von Even, um die von der Königin entführte Schwester zu befreien. In Arenen, die an Brettspiele erinnern, tritt man dabei gegen die Handlanger der Königin an. Dabei mischen sich Echtzeit-Action und taktisches Gameplay.

Ich denke, wenn ihr euch den obigen Trailer anseht, werden auch ihr unweigerlich an Stop-Motion-Filme wie „The Nightmare Before Christmas“ denken. Zufall sein kann das nicht, denn selbst der Soundtrack von Komponist Blake Robinson klingt, als könnte er auch aus Danny Elfmans Feder stammen. Die Hommage geht so weit, dass auch die bewusst leicht abgehackten der Animationen an die Ästhetik von Stop-Motion-Filmen erinnern. Dieses sehr eigenwillige Art-Design ist Geschmackssache, ich habe es aber in dieser Form bisher nicht in einem Videospiel gesehen.

An der Xbox Series X macht „Lost in Random“ aus meiner Sicht dann auch technisch einiges her. Die Grafik ist zwar nicht knackscharf, da setzt man auch einiges an Post-Processing ein, um seinen speziellen Look zu erzielen, aber stellenweise hat man wirklich das Gefühl, auf einen Stop-Motion-Film zu blicken. Was das Gameplay betrifft, solltet ihr euch jedoch nicht täuschen lassen: Auch wenn man sich vielleicht auf den ersten Blick an „Psychonauts 2“ erinnert fühlt, ist „Lost in Random“ kein Plattformer. Vielmehr spielt sich „Lost in Random“ wie ein Adventure.

Hauptsächlich löst man also mehr oder minder knifflige Rätsel und versorgt skurrile Charaktere durch Fetch-Quests mit Gegenständen. Allerdings gibt es auch Kämpfe, bei denen dann etwas Action-Advnenture- bzw. RPG-Flair aufkommt. So kann man das Kampfsystem vielleicht ganz grob mit „Ni No Kuni 2: Revenant Kingdom“ vergleichen. Auch hier spielt man in Echtzeit und duelliert sich mit unterschiedlichen Monstern. Doch in den Gefechten könnt ihr Karten einsetzen, die ihr auch bei einem Händler erwerben könnt.

Unbeschränkt geht das nicht: Zuerst attackiert ihr vielmehr die Gegner und schwächt sie, woraufhin wiederum eurer treuer Weggefährte, ein Würfel, gestärkt wird. Ab einem gewissen Punkt kann es dann losgehen und ihr dürft aus eurem Repertoire Karten zücken – maximal 15 Stück könnt ihr mitführen. Die Karten haben unterschiedliche Kosten und lösen unterschiedliche Effekte aus. Hier kommt dann eben die Taktik ins Spiel. So könnt ihr unterschiedliche Angriffe und Karten zu Kombos verketten.

Die Kämpfe sind dabei kurzweilig und machen insbesondere am Anfang mächtig Laune. Mit der Zeit, insbesondere wenn ihr eure bevorzugte Karten-Kombination fest verankert habt, stellt sich aber doch eine gewisse Monotonie ein. So laufen die Kämpfe eben mit zunehmenden Spielstunden sehr routiniert ab: Mit der Schleuder Gegner schwächen und den Würfel aufladen, auf eine hohe Zahl hoffen, Karten spielen – und von vorne. Ich empfehle euch daher „Lost in Random“ in kleineren Dosen zu zocken, dann fällt dieser Rhythmus nicht so arg ins Gewicht.

Denn die Spielwelt ist wirklich großartig und hat mich schwer begeistert. Lediglich etwas mehr Abwechslungsreichtum wäre schön gewesen: Even bewegt sich durch sechs Spielwelten, passend zu allen Seiten eines Würfels. Alle sind gleichermaßen schräg und düster, es hätte aber eben gerne auch mal durch etwas mehr Farbe Abwechslung ins Spiel kommen dürfen. Auch in einem „The Nightmare Before Christmas“ gab es schließlich nicht nur die Halloween-, sondern auch die Weihnachtswelt.

Aber das ist vielleicht die Konsequenz eines überschaubaren Budgets. Rund 12 Stunden kann man wohl ca. in „Lost in Random“ investieren, bis man den Abspann zu sehen bekommt. Wie lange das dauert, hängt aber auch davon ab, ob ihr euch Nebenaufgaben hingebt oder streng der linearen Hauptgeschichte folgt. Mir selbst hat „Lost in Random“ jedenfalls, vor allem wegen des innovativen Art-Designs, richtig gut gefallen.

Wer also nach Ansicht der Screenshots und Trailer ebenfalls von der Optik gefesselt ist, solle sich den Titel einmal genauer ansehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist direkt zum Launch sehr fair. Dieses neue EA Original mag nicht ganz an ein Must-Have wie „It Takes Two“ heranreichen, zeigt aber, dass die Marke von EA erneut für Indie-Spiele von hoher Qualität steht.

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Betten und Matratzen online kaufen: Kurzfristiger Trend oder langfristige Entwicklung?

Immer mehr Menschen kaufen Betten und Matratzen online – ohne Probeliegen. Kann das langfristig funktionieren oder handelt es sich dabei nur um einen kurzen Trend? Dieser Artikel geht dem Phänomen auf die Spur.

Warum sollte man Matratzen und Betten online kaufen?

Auf den ersten Blick hat der Online-Kauf von Betten und Matratzen nicht unbedingt viele Vorteile: Die teils sperrigen Möbel müssen relativ umständlich verpackt und angeliefert werden, was nicht selten auch Mehrkosten bedeutet. Und am wichtigsten: Man weiß erst wirklich, wie man auf seiner neuen Matratze oder in seinem neuen Bett liegt, wenn es da ist. Aus genau diesen Gründen galt es lange Zeit als unmöglich, Betten, Matratzen und andere Schlafmöbel erfolgreich im Internet zu verkaufen. Und doch bestellen immer mehr Menschen bei Online-Shops wie www.betten-abc.de. Warum ist das so?

Einiges hat sich in jüngster Zeit beim Thema E-Commerce geändert: Heute ist es meist ganz und gar nicht mehr kompliziert, die unterschiedlichsten Güter schnell zu verpacken und zu verschicken. Auch kostenlose Retouren werden bei den allermeisten Online-Shops immer mehr zur Regel. Das erhöht den Komfort beim Kauf natürlich enorm. Die Kunden wissen, dass sie ein im Netz bestelltes Produkt in der Regel ausgiebig testen können, bevor sie sich dazu entschließen, es endgültig zu behalten. Und sie wissen natürlich auch, dass das Zurückschicken mindestens genau so unkompliziert sein wird wie das Empfangen.

Dafür sorgen die Shops, indem sie vereinfachte Rücksendungsmodalitäten wie etwa eine Abholung direkt von der Tür anbieten. All das steigert den Komfort beim Bestellen im Netz und macht den Gang in ein Geschäft immer fragwürdiger.

Muss man da nicht Probe liegen?

Der einfache Versand und die Möglichkeit zur einfachen Retoure lösen auch das Problem des Probeliegens. Tatsächlich ist es heute sogar angenehmer, eine Matratze ausgiebig zu Hause zu testen, als sich auf ein kurzes Empfinden im Laden vor Ort zu verlassen. Daher ist es für viele Menschen auch kein Problem mehr, ein Produkt zu kaufen, welches sie zuvor nicht einmal wirklich anfassen konnten. Sie betrachten ihr eigenes Zuhause als erweiterte Anprobe. Und, seien wir mal ehrlich: Ob ein Möbelstück so richtig passt oder nicht, weiß man in aller Regel ohnehin erst, wenn es wirklich an seinem angedachten Ort steht. Ein Möbelhaus oder ein Matratzenladen helfen da nicht unbedingt weiter.

Die Betten- und Matratzenbranche hat es binnen weniger Jahre geschafft, dass ein für fast unmöglich gehaltenes Unterfangen mittlerweile ganz normal ist. Mehr und mehr Menschen bestellen ihre Betten und Matratzen bequem im Netz und lassen sich die Produkte einfach nach Hause liefern. Von dieser Erfolgsstrategie können sich andere Branchen im E-Commerce durchaus etwas abschauen.

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