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twttr: Erstes Update implementiert ein paar bekannte, aber auch neue Features

Ende März konnte ich euch schon einmal einen ersten Eindruck der neuen Konversationsansicht von twttr zeigen. Die App ist als Prototyp zu betrachten, innerhalb derer mit einer Reihe von Testern experimentelle Features ausprobiert werden sollen, um die vielleicht später mal in die offizielle Twitter-App übernehmen zu können.

Nun ist ein erstes Update der App erschienen und dieses implementiert nicht nur ein paar bekannte Funktionen aus der offiziellen App in den Prototypen, sondern verbessert unter anderem noch einmal die Konversationsübersicht und fügt eine Swipe to Like-Geste hinzu. Neu in twttr ist nun der beliebte Darkmode oder offiziellen App, aber auch die neue Kamera-Funktion. Hier reicht ein Wisch nach links innerhalb eurer Timeline, um die Kamera von Twitter zu öffnen. Doch auch die Profilvorschau der offiziellen App wurde nun übernommen. Diese lässt euch beim Antippen eines Benutzernamens innerhalb eines Tweets eine kleine Vorschau zu dessen Profil einsehen.

Die Konversationsansicht, die es Initial zu sehen gab, war anscheinend noch nicht das Maß aller Dinge. So wurde diese noch einmal in ihrem Format angepasst, was man meinem Screenshot ganz gut entnehmen kann und außerdem markiert nun ein gut sichtbares „Author“ den Verfasser des Ursprungs-Tweets und ein „Follower“ zeigt euch an, wenn einer eurer Follower an der Konversation beteiligt sein sollte.

Zu guter Letzt bietet twttr nun auch eine Funktion, die ich bei Tweetbot regelmäßig nutze: Swipe to Like. Bei twttr klappt dies (bisher) aber nur in der Konversationsansicht. Gefällt euch ein Tweet besonders gut oder wollt ihr eure Zustimmung ausdrücken, dann wischt auf dem Tweet nach links, um ein Herz zu verteilen oder noch ein zweites Mal, um das Like-Herz wieder zu entfernen. Und auch wenn ich mich nun als „Tweet-Liker“ geoutet haben sollte, zeigt die Neuerung eine willkommene Richtung. Die Wischgesten sind beim überaus beliebten Konkurrenten Tweetbot in Herz und Blut übergegangen, denn hier könnt ihr unter anderem auch Swipe to reply nutzen, um schnell auf Tweets zu antworten. Wären die vielen Werbebeiträge nicht – ich würde die offizielle Twitter-App und nun vor allem auch twttr wohl noch viel häufiger einsetzen.

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Gaming bis zum Umfallen: 5 Switch-Spiele für 150 Euro plus 5 Titel zum Preis von 3

Falls ihr Konsolen-Gamer seid, dann gibt es aktuell gleich mehrere Aktionen, die einen Blick wert sein könnten. So hat Amazon im Rahmen seiner Frühlings-Angebote-Woche für euch einen guten Deal auf Lager: 5 Spiele für die Nintendo Switch bekommt ihr schon für 150 Euro. Auch aktuelle Titel wie das just erschienene „Yoshi’s Crafted World“ sind mit von der Partie.

Eigentlich bekommt man da die wichtigsten Must-Have-Titel für Nintendos Konsole im Paket: „Mario Kart 8 Deluxe“, „Super Mario Party“, „Super Smash Bros. Ultimate“, „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“, „Donkey Kong Country Tropical Freeze“, „New Super Mario Bros. U Deluxe“ und „The Elder Scrolls: Skyrim“ sind z. B. alle in der Auswahl enthalten. Lediglich „Super Mario Odyssey“ hätte ich da vermisst. Ihr findet die Aktion mit 5 Switch-Games für 150 Euro bei Amazon.de an dieser Stelle. Es gibt auch noch eine Aktion mit 5 Switch-Titeln für 100 Euro, hier ist die Auswahl aber deutlich schwächer. Immerhin sind dort aber „Diablo 3“, „Minecraft“ und „Pokémon: Let´s Go, Evoli!“ enthalten.

Falls ihr auf anderen Plattformen unterwegs seid, bietet Amazon.de euch heute wiederum 5 Spiele zum Preis von 3 an. Allerdings ist die Auswahl hier sehr auf die PS4 fokussiert, denn mit „Kingdom Hearts III“ (hier mein Anspielbericht) und „Forza Horizon 4“ (hier ebenfalls mein Anspielbericht) verirren sich nur zwei Games für die Xbox One in die Auswahl. Für die PS4 sind beispielsweise „Read Dead Redemption 2“ (auch hier ein Anspielbericht), „Sekiro: Shadows Die Twice“, „Spider-Man“ (angespielt), „Tom Clancy’s The Division 2 Gold Edition“, „Grand Theft Auto V“, „Assassin’s Creed Odyssey“ (mein Bericht) und „Far Cry New Dawn“ enthalten.

Obacht: Die 5-für-3-Aktion gibt es für alle Plattformen auch bei Media Markt und dort gilt sogar sie auf das gesamte Sortiment. Bedeutet für euch, dass ihr mal bei den unterschiedlichen Angeboten durchrechnen solltet, wo und wie ihr am besten wegkommt. Vorbestellungen sind nicht inbegriffen und außerdem könnt ihr im Falle eines Umtausches / Widerrufs nur alle fünf Spiele zurückgeben. Wie auch bei Amazon, so erhaltet ihr auch bei Media Markt bei der Bestellung von fünf Spielen die beiden günstigsten Games dann am Ende umsonst.

Viel Spaß beim Stöbern und ich hoffe ihr werdet vielleicht bei einer der Aktion fündig – sonst tut euch im Falle des Falles mit ein paar Kumpels zusammen, falls ihr alleine nicht auf fünf Games kommt.

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Amazon Echo Link im Test – HiFi-Alexa für die Musikanlage

Der Amazon Echo Link bindet die HiFi-Anlage in den Echo-Kosmos ein – und das in anständiger Qualität. Im Test drehen wir die Lautstärke auf Anschlag.

Der Amazon Echo Link ist sowas wie der schlanke Bruder des Amazon Echo Link Amp (Testbericht). Denn bis auf den Audio-Verstärker im Amp sind die Geräte technisch quasi identisch. Dabei ist das Fehlen des Verstärkers im Link für viele kein Nach-, sondern eher ein Vorteil. Denn die meisten werden ohnehin bereits einen Verstärker zu ihren Passivlautsprechern nutzen. Auch bewegt sich der Verstärker im Amp im Einstiegssegment und kann Standalone-Verstärkern kaum das Wasser reichen. Zum anderen sparen sich Käufer des Echo Link im Vergleich zu Echo Link Amp 100 Euro.

Der Amazon Echo Link positioniert sich als Echo-Ergänzung für alle, denen die Übertragungsqualität eines normalen Echo-Lautsprechers zur Anlage über 3,5-mm-Klinkenkabel oder Bluetooth nicht ausreicht. Dabei verbessert der Link nicht nur die analoge Übertragung, sondern bietet (neben dem Echo Link Amp) als einziges Echo-Gerät auch digitale Audio-Anschlüsse.

Amazon verzichtet wie schon beim Amp und bei Echo Sub (Testbericht) auf eine integrierte Alexa-Funktionalität. Wer den Link also im vollen Funktionsumfang nutzen möchte, braucht mindestes noch einen Echo Input (Testbericht) oder einen Echo Dot (Testbericht). Das finden wir schade, schließlich würden selbst bei einem bereits existierenden Setup verschiedener Alexa-Geräte die weiteren Mikrofone am Link dabei helfen, dass Alexa die Sprachbefehle besser versteht.

Folgende Echo-Geräte haben wir bereits getestet:

  • Testbericht Echo Link
  • Testbericht Echo Link Amp
  • Testbericht Amazon Echo Dot (2018)
  • Testbericht Amazon Echo Input
  • Testbericht Amazon Echo Sub
  • Testbericht Amazon Echo Show (2018)
  • Testbericht Amazon Echo Plus (2018)
  • Testbericht Amazon Echo Spot
  • Testbericht Amazon Echo (2017)
  • Vergleichstest 2018: Amazon Echo Dot vs. Plus vs. Show

Der Echo Link kommt mit vielen Anschlüssen. Auf seiner Rückseite versorgt ihn ein Rundhohlstecker mit Strom. Das mitgelieferte Netzteil befindet sich nicht im 520 g schweren Gehäuse mit den Maßen 11,5 × 11,5 × 6,7 cm, sondern hängt direkt an der Steckdose. Mit dem Netzwerk verbindet sich der Echo Link per WLAN oder alternativ über ein LAN-Kabel mit RJ45-Port.

Als analoge Line-In-Ports stehen dem Link je ein Cinch-Stecker für den linken und rechten Kanal, ein optischer Toslink-Port und eine Koax-Verbindung bereit. Außerdem kennt der Link Bluetooth (A2DP) für die Verbindung zum Smartphone. Analog steuert er über Chinch den linken und rechten Kanal sowie einen Subwoofer an. An seiner Front steht ein 3,5-mm-Klinkenport mit TPA6120A2-Verstärker für Kopfhörer bereit. Auch bietet der Link einen digitalen Koax-Ausgang sowie einen optischen Toslink-Steckplatz.

Bisher gab es nur die Möglichkeit, Alexa-Geräte über den Klinkenstecker oder Bluetooth mit der heimischen Musikanlage zu verbinden. Dabei kommt es zu Qualitätsverlusten, die Menschen mit feinem Gehör als störend empfinden können. Der Link-Familie steuert HiFi-Anlagen digital mit einer Abtastrate von 44.1, 48.0, 88.2, und 96.0 kHz an.

Um zu belegen, dass es auch bei einer analogen Audio-Übertrag im Vergleich zum Echo Dot zu einer Verbesserung kommt, zeigt Amazon auf der Produktseite folgende Zahlen:

Um herauszufinden, ob man diesen Unterschied tatsächlich hört, schließen wir den Echo Link über Cinch und einen Echo Dot über 3,5-mm-Klinkenkabel abwechselnd an denselben Aktivboxen an und spielen Musik im Deezer-Stream ab. Einen großen Unterschied zwischen Link und Dot hörten wir nicht. Das muss allerdings nichts heißen, denn unsere audiophile Ader ist nicht sehr ausgeprägt. Andere mit trainierterem musikalischen Gehör und einer besseren HiFi-Anlage hören möglichweise einen Unterschied.

Obwohl der Link über zahlreiche Audio-Eingänge verfügt, können die so angeschlossenen Geräte wie CD- oder Plattenspieler nicht in das Multiroom-System eingebunden werden. Sie spielen ihre Musik nur über die direkt am Link angeschlossenen Audio-Geräte ab.

Dafür lassen sich Geräte, die zum Beispiel über die analogen oder digitalen Ausgänge angeschlossen werden, mit anderen bereits existierenden Echo-Lautsprechern kombinieren. Je nach Lautsprechersystem kann es hier jedoch zu Asynchronitäten kommen. Wir hörten zum Beispiel eine Verzögerung von etwa zwei-zehntel Sekunden beim Einbinden der Sonos Playbar über dessen optischen Toslink.

Die Sprachsteuerung des Echo Link überzeugt uns nicht. Denn im Gegensatz dazu, wenn ein Echo-Gerät per Klinkenkabel an der Anlage hängt, muss man immer zusätzlich den Namen des Gerätes nennen, sonst fängt direkt das Echo-Gerät an zu dudeln und nicht die am Link hängende Anlage. Das gleiche gilt für das Stoppen der Wiedergabe und die Lautstärkeregelung. Das verwirrt auch insofern, dass wir in der App innerhalb einer Gruppe einem Echo-Gerät einen bevorzugten Lautsprecher, in unserem Fall wählten wir den Link, zuweisen können. Genützt hat das nichts.

Über die App können Nutzer die Lautstärke über einen Schiebenschalter anpassen. Anders als in der Sonos-App geht das bei geöffneter App nicht über die Laut-/Leisewippe des Smartphones. Wir hätten uns die Unterstützung der Alexa Fernbedienung der 2. Generation gewünscht, denn diese hat Laut-/Leisetaster. Doch die Fernbedienung arbeitet zumindest momentan nur mit Fire-TV-Geräten wie dem Fire TV Stick 4K (Testbericht) zusammen. Wir hoffen, dass Amazon das bald per Software-Update ändert. Momentan gibt es keine Möglichkeit, die Lautstärke über eine Fernbedienung zu regeln. Zumindest kann man direkt am Gerät über den sowohl schicken als auch wertigen Metalldrehregler laut und leise stellen. Dabei leuchten dezent weiße LEDs durch die matte Kunststofffront.

Die Einrichtung ist wie von anderen Echo-Geräten gewohnt unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt. Die Bildergalerie zeigt die einzelnen Schritte in Screenshots.

Wer sich bisher über Qualitätsverluste bei der Audio-Übertagung via Klinkenkabel oder Bluetooth vom Echo-Gerät an die HiFi-Anlage geärgert hat, könnte mit dem Amazon Echo Link Amp glücklich werden. Denn er erweitert nicht nur die Anschlussmöglichkeiten und verbessert die analoge Audio-Ausgabe. Er bietet neben dem fast baugleichen Echo Link Amp als einziges Echo-Gerät auch digitale Ausgänge. Dazu ist er wertig verarbeitet und sieht schick aus.

Mängel sehen wir bei der Integration in das Echo-Ökosystem. So ist die Sprachsteuerung unnötig umständlich und am Link angeschlossenen Audioquellen wie CD- oder Plattenspieler spielen nicht zusammen mit anderen Echo-Lautsprechern. Außerdem vermissten wir neben einer Fernbedienung eigene Mikrofone – so ist immer eine Alexa-fähiges Echo-Gerät für den vollen Funktionsumfang nötig.

Kompletter Beitrag

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Anleitung: Suchmaschine ändern bei Microsoft Chromium Edge

Der Microsoft Chromium Edge Browser wirft so gut wie alle Google-Dienste aus dem von Google entwickelten und finanzierten Chromium-Projekt. Selbstverständlich wird auch einer der zentralen Teile des Google-Browsers durch einen Dienst von Microsoft ersetzt.

Die Suchmaschine von Google wird natürlich entsprechend durch Bing ersetzt. Das gefällt selbstverständlich nicht allen Nutzern. Bing ist in Europa, besonders in den weniger gut unterstützten Märkten, deutlich schlechter als Google.

Wer die Suchmaschine deshalb auf Google oder beispielsweise DuckDuckGo wechseln möchte, welche eine wesentlich bessere Privatsphäre bietet, kann das im neuen Microsoft Chromium Edge ganz einfach tun. In unserer Schritt für Schritt-Anleitung zeigen wir euch, wie das geht.

Microsoft Chromium Edge: Suchmaschine ändern

  1. Öffnet die Domain der gewünschten Suchmaschine im Browser. (Google, DuckDuckGo, Yahoo etc.)
  2. Klickt auf das Drei-Punkte-Menü oben rechts.
  3. Wählt den Punkt Settings.
  4. Wählt im Menü links den Abschnitt Privacy and services
  5. Klickt hier ganz unten auf Adress bar
  6. Wählt im Dropdown-Menü bei Search engine used in the adress bar eure gewüsnche Suchmaschine aus.

Empfehlung: Probiert DuckDuckGo

Microsoft hat Bing in Deutschland in den letzten Jahren wirklich verbessert, auf in Sachen Qualität und Relevant der Suchergebnisse kommt der DIenst in Deutschland einfach nicht an Google ran. Wer in Österreich lebt, kann zudem auch nicht auf Features wie die schnellen Suchergebnisse zugreifen, wo ihr Tabellen oder Ergebnisse von Sportereignissen abrufen könnt ohne weitere Seiten zu besuchen.

Wer dabei auf seine Privatsphäre wert legt, hat als Alternative zu Microsofts Bing auch einen weiteren Anbieter, nämlich DuckDuckGo. Die Suchmaschine beitet einige praktische Features und hat sich als höchstes Ziel gesetzt, die Privatsphäre seiner Nutzer zu achten.

> Übersicht: Wie Google eure Privatsphäre missachtet

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E-Bike-Grundlagen: Antrieb, Akku, Schaltung & Co.

Der Winter ist vorbei, Zeit für's Rad – oder sogar für's E-Bike. Wir zeigen, wie man vom Sport-Muffel zum Radsüchtigen wird, welche Unterschiede es gibt und worauf man achten sollte.

Der Autor dieser Zeilen hat gut 20 Jahre lang alles gemieden, was nur zwei Räder und keinen Motor hat. Dann kam der erste Kumpel mit einem E-Bike, die erste Probefahrt, ein gewisses Grinsen im Gesicht. Zwei, drei Wiederholungen, der erste Besuch im Fahrradladen, der erste E-Bike-Kauf – und keine vier Wochen später ein teurer Umtausch des dann schon gebrauchten Rads gegen ein anderes, weil es den Anforderungen nicht entsprochen hat.

Her sollte ein Rad für den Weg ins Büro, mit dem man zwischendurch auch mal in den Wald fahren kann. In der Praxis hat der kurze Ausflug in den Wald so viel Spaß gemacht, dass die Reifen schon nach zwei Wochen mehr Wald, Steine und Berge als Radweg Richtung Büro gespürt haben. Die viel zu schmalen Reifen natürlich, die sich permanent im Kies verfangen, die auf matschigem Boden wegrutschen – und die nach keinen 400 km sowohl vorne als auch hinten einen kleinen Achter gezeigt haben. Zugegeben, Rad und Händler können dafür nichts: Das Bike war für etwas anderes gedacht. Vielen Dank an das Fahrradgeschäft im Osten von München, das das gebraucht Rad gegen einen überschaubaren Obulus wieder zurückgenommen hat – und es mir damit ermöglichte, ein richtiges Moutainbike zu kaufen.

Fakt ist: Eine echte Probefahrt ist durch nichts zu ersetzen. Erfahrungsgemäß zeigt eine Probefahrt aber auch nicht alles; kaum ein Fahrradgeschäft wird mit dem Vorführbike eine Tagestour in die Berge gestatten. Aber wer schon vorher weiß, was er wirklich braucht und haben möchte, kann sich Ärger und viel Geld sparen.

Der Motor macht das Fahrrad zum E-Bike – er ist also wohl die wichtigste Komponente.

Der große Vorteil des Motors am Vorderrad: Er hat keinerlei Einfluss auf die übrigen Komponenten des Fahrrads. Naben- oder Kettenschaltung, Rücktrittbremse & Co., hier ist keine Rücksichtnahme nötig – und das drückt den Preis. Daher kommt der Frontantrieb vor allem bei preisgünstigen Modellen zum Einsatz. Aus den gleichen Gründen sind auch Nachrüst-Motoren für konventionelle Fahrräde fast immer in der Vorderradnabe untergebracht.

Fahrdynamisch hat der Frontmotor vor allem Nachteile. Das Fahrverhalten ist aufgrund des hohen Gewichts an der Vorderachse anders, als man es vom normalen Fahrrad gewohnt ist. Die Antriebskräfte zerren an der Lenkachse, bei kräftigem Antrieb kann der Reifen aufgrund des niedrigeren Gewichts auf der Vorderachse eher durchrutschen, der Antrieb ist deutlich sichtbar – und erfordert idealerweise eine stabilere Konstruktion des Rahmens im vorderen Bereich.

Wie das Auto profitiert auch das Fahrrad vor allem fahrdynamisch vom Heckantrieb: Das hohe Gewicht hinten sorgt für eine kräftige Traktion und verhindert das Durchrutschen. Außerdem fallen die technischen Komponenten nicht so stark auf – am Hinterreifen ist auch beim konventionellen Fahrrad mehr Technik untergebracht. Und im Pannenfall freut man sich, dass man zumindest das Vorderrad ohne großen Aufwand ausbauen kann.

Dafür will man wohl unter allen Umständen vermeiden, dass das Hinterrad ausgebaut werden muss. Außerdem verlangt die Technik in der Radnabe nach Kompromissen: Schaltungen gibt es zwar sowohl als Naben- wie auch als Kettenschaltung, sie sind aber auf wenige Gänge – meist drei – beschränkt. Rücktrittsbremsen gibt es bei dieser Antriebsform kaum. Und wenn auch der Akku weit hinten am Rad befestigt ist, hat das hohe Gewicht im hinteren Bereich negativen Einfluss auf das Fahrverhalten.

Der Mittelmotor sitzt am Tretlager in der Mitte des Fahrrads – das sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und damit auch für ein optimales Fahrverhalten. Außerdem sind Vorder- und Hinterrad so gut entnehm- und austauschbar wie bei einem herkömmlichen Fahrrad. Sowohl Ketten- als auch Nabenschaltung mit vielen Abstufungen sind möglich; das gilt auch für eine Rücktrittbremse. Der größte Vorteil ist aber, dass der Antrieb nicht an einem der Räder, sondern an der Kette erfolgt. Das sorgt für ein natürliches Fahrgefühl und reduziert den „Gummibandeffekt“ – und auf diese Weise hat auch die Schaltung Einfluss auf den Elektromotor, womit das Erklimmen extremer Steigungen im niedrigen Gang auch für unsportliche Fahrer möglich ist. Daher sind vor allem Mountainbikes und generell E-Bikes in den höheren Preissegmenten mit dem Mittelmotor ausgestattet.

Freilich hat auch dieses Antriebskonzept seine Nachteile. Eben weil die komplette Kraft des Elektromotors durch die Schaltung muss, ist der Verschleiß an Nabenschaltungselementen, Kette und Zahnriemen immens; in diesen Bereichen muss man mit höheren Wartungskosten rechnen. Auch der Kaufpreis ist höher, da Bikes mit Mittelmotor einen speziell dafür angepassten Rahmen brauchen; die Nachrüstung an vorhandene Fahrräder ist schwer möglich. In der Praxis spielt es zwar kaum eine Rolle, aber vielleicht wird es bald wichtiger: Die Rekuperation, also die Energie-Rückgewinnung beim Bremsen, ist mit Mittelmotor ebenfalls nicht möglich.

Bosch oder Yamaha, die Frage liest man immer wieder, wobei es inzwischen auch von anderen Herstellern wie Brose oder Shimano hervorragende E-Bike-Antriebe gibt. Die technische Größe, die es zu übertreffen gilt, ist das Antriebsdrehmoment, die den Radfahrer beim Vortrieb unterstützen. Hier gilt: Je mehr, um so besser, aber alles ab 70 nm reicht im Alltag total aus. Von deutlich höheren Drehmomenten profitieren dann vor allem noch Mountainbiker auf dem harten Weg nach oben.

Für ein und den gleichen E-Bike-Antrieb gibt es oft verschiedene Display-Einheiten, die am Lenker sitzen. Funktional unterscheiden sie sich meist nur wenig; alle integrieren einen digitalen Tacho, Akkustandsanzeige und die Möglichkeit, die Stärke der Motorunterstützung in drei bis fünf Stufen einzustellen. Größere, höher auflösende Displays kosten oft immensen Aufpreis oder sind nur bei den absoluten Top-Modellen der E-Bike-Hersteller zu haben. So sehr aus Nerd-Sicht das Verlangen nach mehr Diagonale und Pixeln nachvollziehbar ist – meist lohnt sich der Aufpreis nicht, der Antrieb ist ohnehin derselbe. Und die absoluten Topmodelle wie Bosch Nyon mit Farbdisplay und integriertem Navi sind zwar toll, können aber auch nicht mehr als ein Smartphone mit Fahrradhalterung (Vergleichstest). Eher sogar weniger.

An dieser Stelle eine kleine Warnung: Es gibt diverse günstige E-Bikes und Nachrüstantriebe für normale Fahrräder aus China. Während Antrieb und Elektronik dabei Erfahrungsberichten zufolge meist gut funktionieren, ist der Akku die Achillesferse – und einen brennenden Lithium-Ionen-Block möchte niemand im Keller stehen haben.

Wir wenden uns also wieder den Marken-Antrieben zu. Ältere und günstigere Fahrräder bringen meist einen 400-Wh-Akku mit, 500 ist inzwischen die Norm, Topmodelle bringen auch Akkus mit 600 oder mehr Wh mit. Je höher die Kapazität des Akkus, desto höher die Reichweite. Oft sitzen die Akkus mit einer abschließbaren Halterung auf dem Rahmen, zunehmend wandern die Zellen auch in den Rahmen. Das sieht aufgeräumter aus, hat funktional aber keine Vorteile.

Eine Faustformel, wie weit man damit kommt, gibt es nicht – zu stark ist der Verbrauch abhängig von Beschleunigung, Steigung und Geschwindigkeit. Als Faustregel kann man sagen: Ein 400-Wh-Akku reicht mit Standard-Unterstützung für 50 km, einer mit 500 für 60 bis 70. Wird es knapp, lässt sich die Unterstützung des Antriebs reduzieren; das Fahren wird anstrengender, aber die Restreichweite steigt.

Akkus und Ladegeräte sind bei allen Herstellern gut geschützt, proprietär und sündhaft teuer. Für Yamaha-Antriebe gibt es deutlich günstigere Nachbau-Akkus und Open-Source-Lösungen, wie man eigene Akkus baut; bei Bosch & Co. kann man derzeit ausschhließlich auf Original-Zubehör zurückgreifen.

Bremsen, Sattel, Pedale & Co. unterscheiden sich beim E-Bike nicht im Vergleich zum normalen Fahrrad. Na klar, freilich werden einige Komponenten wie das Schaltwerk, die Zahnräder oder die Bremsen aufgrund der höheren Beschleunigung und des höheren Tempos beim E-Bike deutlich stärker belastet als beim Fahrrad mit Müsli-Antrieb – im Idealfall sind sie für stärkere Kräfte ausgelegt. Bei Bikes im untersten Preissegment ist das oft nicht der Fall; entsprechend häufig werden wohl Ersatzteile nötig.

Spannend ist noch der Blick auf die Beleuchtung. Man hat einen dicken Akku an Bord, da sollte das Licht doch integriert sein – doch weit gefehlt. Meist sind die Lampen nur bei expliziten Stadt- und Straßenrädern bereits eingebaut, mit dem Akku verbunden und lassen sich über einen Taster am Lenker steuern. Die Nachrüstung ist theoretisch kein Problem, passende Kabelsätze für den Antrieb kann man nachbestellen – und Internet-Foren sind voll von Einbau-Anleitungen und Lampen-Tipps. Aber Vorsicht, die überempfindlichen Schutzschaltungen der originalen Akkus reagieren allergisch auf zu hohe Last, auch ganz kurze Kurzschlüsse beim Anschließen & Co. – meist hat das die komplette Deaktivierung des Akkupacks zufolge. Wer das nicht riskieren möchte, kauft besser gleich ein Rad mit eingebauter Beleuchtung oder rüstet einfache Akku-Lichter nach.

Zu den marktführenden Herstellern gehören in Deutschland Cube, Haibike und Kalkhoff. Im folgenden zeigen wir günstige Modelle unterschiedlicher Bauformen dieser Hersteller, die mit einem Mittelmotor ausgestattet sind.

Pedelecs machen unglaublich viel Spaß; eine Probefahrt ist unbedingt jedem zu empfehlen – auch und gerade wenn man Jahre nicht mehr aufs Rad gestiegen ist. Beim Kauf sollte man allerdings einen Bogen um zu billige Komponenten machen. No-Name-Akkus und Antriebe bringen gewisse Gefahren mit sich, billige Fahrrad-Teile halten die hohe Belastung nicht lange aus.

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