Aktuelle Nachrichten

2018: Sharp bringt 8K-Glotze für alle

Vor sechs Jahren hat Sharp dem staunenden IFA-Publikum einen 8K-Fernseher gezeigt, 2015 hat man einen mondpreisigen Testballon (118.000 Euro …) in die Läden gebracht, jetzt soll das Format mit 7680 x 4320 Pixeln im reguläre Angebot landen:…

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Sony NW-ZX300 Walkman vorgestellt: HiRes-Klang garantiert ohne Bandsalat

Sony hat im Rahmen der IFA nicht nur neue Smartphones und einen Smart Speaker mit Google Assistant vorgestellt. Auch Fans mobiler Musik kommen mit dem NW-ZX300 Walkman. voll auf ihre Kosten. Der Walkman von heute hat natürlich nichts mehr mit dem Walkman zu tun, der den Namen „Walkman“ zur Legende gemacht hat. Heute gibt es keinen Bandsalat mehr, Kassetten gehören glücklicherweise der Vergangenheit an.

Heute richtet sich der Walkman an audiophile Musikliebhaber, die die bestmögliche Audioqualität auch unterwegs genießen möchten. Auf Wunsch spielt der Player Musik in 11.2 MHz DSD oder 384kHz/32bit PCM ab. So ist laut Sony garantiert, dass die Musik genauso beim Zuhörer ankommt, wie es der Künstler bei der Aufnahme im Kopf hatte. Die einzelnen Komponenten sind dabei so im Aluminiumgehäuse angeordnet, dass es keine Störungen gibt.

Wer mag, kann seine Musik vom PC auch via USB-DAC Funktion über den Walkman wiedergeben, außerdem kann der Walkman mit MQA-Dateien umgehen. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen und die Bedienelemente an der Seite des Gerätes. Bluetooth Kopfhörer können leicht per NFC mit dem Walkman verbunden werden. Der ZX300 unterstützt hier nicht nur LDAC, sondern unter anderem auch Qualcomm aptX HD Audio.

Trotz seiner kompakten Bauweise bietet der Walkman NW-ZX300 bis zu 30 Stunden Musikwiedergabe. Musik lässt sich auf den 64 GB internen Speicher lagern, diesen kann man allerdings per microSD-Karte erweitern, falls man mehr Platz benötigt. Mit 699 Euro ist der Walkman kein Schnäppchen, im Bereich der HiRes-Player ist das aber auch kein ungewöhnlicher Preis. Ab Oktober ist der Walkman NW-ZX300 dann im Handel verfügbar.

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Nokia 8 ausprobiert: Mit Glanz zurück auf den Smartphone-Markt?

Hört man den Namen Nokia, kommen einem – je nach Alter – unterschiedliche Dinge in den Sinn. Die einen erinnern sich noch an die super robusten Handys mit ewig langer Akkulaufzeit oder auch an Symbian-Smartphones. Die anderen kennen eventuell nur die Phase unter Microsoft mit Windows Phone – ein mobiles Desaster, um es freundlich auszudrücken. Nun meldet sich Nokia aber zurück, zumindest der Name, denn dahinter steckt HMD Global Oy, die den Namen verwenden dürfen und durchaus auch in alter Nokia-Tradition Smartphones auf den Markt bringen möchten.

Mit einem großen Unterschied. Statt auf ein exotisches mobiles Betriebssystem zu setzen, gibt es endlich Android-Smartphones von Nokia, eine Sache, die sich sowohl Android- als auch Nokia-Fans viele Jahre gewünscht haben. Mit Nokia 3, 5 und 6 sind bereits drei günstige Smartphones auf dem Markt, ein richtiges High-End-Modell fehlte aber noch.

Das hat Nokia nun kürzlich mit dem Nokia 8 präsentiert. High-End-Ausstattung, eine Dual-Kamera, die in Zusammenarbeit mit Carl Zeiss entstanden ist und eine sehr gute Verarbeitungsqualität. Auf den ersten Blick ist das Nokia 8 genau das, was wir all die Jahre forderten. Ob das Gerät den Eindruck auch nach einem zweiten Blick noch vermitteln kann, habe ich mir angeschaut.

Ich bin einer dieser Nokia-Fans der alten Schule, vom normalen Handy, über so ziemlich jedes Symbian-Modell – ich hatte sie alle. Ein paar Klassiker habe ich sogar aufgehoben, ein N-Gage, das N93 (für damalige Verhältnisse eine revolutionäre Cam) und ich glaube auch das traurigste Smartphone der Nokia-Geschichte – das Nokia N97 – müsste hier noch irgendwo vergraben sein.

Nokia ist nicht unschuldig daran, dass ich heute das mache, was ich mache, insofern war ich natürlich sehr gespannt, was das Nokia 8 zu leisten vermag. Bei der Präsentation merkte man bereits, dass eben nicht mehr viel vom alten Glanz vorhanden ist. Kleiner Rahmen, konzentriert auf das Wesentliche, mit so vielen großen Namen wie möglich. So kamen auch Vertreter von Carl Zeiss und Google zu Wort – und alle klammern sich am „alten Nokia“ fest, möchten die Marke wieder dorthin bringen, wo Nokia einmal war.

Aber genug Vorgeplänkel, kommen wir zu den harten Fakten, wie sich Nokias erstes Android-Flaggschiff-Modell denn im Alltag so schlägt. Die Konkurrenz ist groß, der Markt an einem Punkt, an dem sich die Geräte technisch kaum noch unterscheiden. Einfach ist es also nicht, aber Nokia hat mit einer bereits niedrigen UVP auch ein kleines Ass im Ärmel.

Optik und Haptik

Wie eingangs schon erwähnt, mit Nokia verbindet man entweder robuste Geräte. Unter Microsoft mutierten die Lumias dann irgendwie zu Plastik-Bombern, was zwar sehr praktisch ist und auch eine farbenfrohe Gestaltung zulässt, aber eben doch eher wenig elegant daher kommt. Das Nokia 8 kann durchaus Eleganz aufweisen, nicht zuletzt durch die hochglänzende Rückseite (ich hatte die „Polished Blue“-Version) und die sehr flache Bauweise.

Sehr elegant gelöst ist auch das Problem der Antennenstreifen. Diese sind an der Ober- und Unterkante des Smartphones, also nicht direkt auf der Rückseite. Dazu noch halbwegs in Gehäusefarbe gehalten und schon fallen diese erst bei genauerer Betrachtung auf.

Vielleicht wäre es auch besser gewesen, sie nicht so zu verstecken, sind sie doch ein Hinweis darauf, dass sich unter der dicken Beschichtung ein Alugehäuse verbirgt. Das spürt man nämlich leider so gut wie nicht, das Nokia 8 fühlt sich sehr nach Kunststoff an. Wird kaum einen stören, sobald eine Hülle um das Gerät ist, spürt man das ja sowieso nicht mehr.

Eine Hülle hilft auch gleich gegen Schmierereien auf der Rückseite, diese zieht die glänzende Oberfläche magisch an. Aber nicht nur das, auch kleine Kratzer finden sich schnell in der Oberfläche, vor allem im unteren Bereich, da der obere Bereich durch den leicht hervorstehende Kamera nicht aufliegt. Eine Hülle gehört bei diesem Smartphone quasi dazu, möchte man es nicht nur in einer Vitrine stehen haben.

Die Verarbeitung ist top, anders kann man es nicht sagen. Das Smartphone wirkt wie aus einem Guss, da sind keine Ritzen oder harte Übergänge, es knarzt und knackst nichts, ein sehr hohes Niveau, das hier geliefert wird. Auch die drei Buttons für Lautstärke und Standby sitzen fest und weisen einen deutlichen Druckpunkt auf, ein Detail, das nicht jeder Hersteller hinbekommt.

Im Bereich Aussehen zeigt sich einmal mehr, dass hier nur der Geschmack entscheidet. Auf der Vorstellung habe ich mich ein wenig umgehört und eigentlich nur Positives dazu gehört. Bis auf die Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Aber davon ab, scheint Nokia durchaus einen Nerv getroffen zu haben.

Mich hat das Design sofort an das HTC U11 erinnert, auch dieses Smartphone, das sehr viel Lob für sein Aussehen kassierte, sagt mir optisch nicht zu. Muss man sich aber daran gewöhnen, den Hochglanz-Trend mit polierten Rückseiten oder gar welchen aus Glas kann man seit einer Weile beobachten.

Um den Punkt Optik und Haptik abzuschließen: Note 1 gibt es von mir für die Verarbeitung und beim Aussehen lasse ich die inneren Werte zählen.

Display

Ein 5,3 Zoll IPS-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel verbaut HMD im Nokia 8. Trotz der relativ großzügigen Rahmen ist das Smartphone eine ganze Ecke kompakter als ein 5,5 Zoll-Gerät, gehört aber mit Sicherheit nicht zu den kompaktesten Angeboten. Man hat ordentlich was in der Hand, dennoch lässt sich das Smartphone auch mit einer Hand bedienen, wenn es einmal sein muss.

In den Display-Einstellungen kann man auch den Glance-Screen aktivieren und anpassen. Er zeigt auch bei deaktiviertem Display Informationen an, etwa verpasste Anrufe oder erhaltene Benachrichtigungen. Das ist nicht ganz so flexibel und auch nicht so gut ablesbar wie die Always-On-Displays anderer Hersteller, aber bei Bedarf werden entsprechende Informationen eben auch bei deaktiviertem Display angezeigt.

Die Einstellungen des Displays erlauben unterdessen keine Auswahl einer bevorzugten Darstellung, wie man es ebenfalls bei anderen Herstellern vorfindet. Heiß: Entweder es gefällt einem die Darstellung ab Werk oder man hat Pech gehabt. Allerdings passt die Farbdarstellung meiner Meinung auch sehr gut, sodass man eigentlich gar keine Änderung benötigt.

Insgesamt ein sehr gutes Display, das auch ausreichend hell ist. Lediglich mit der Ablesbarkeit bei ungünstiger Lichteinstrahlung sieht es nicht ganz so gut aus. Starke Reflexionen gibt es hier, so sehr, dass auch die volle Displayhelligkeit nicht mehr viel weiterhilft. Aber das auch nur in extremen Situationen.

Kamera

Nokia und die Smartphone-Kameras, das war schon immer eine besondere Beziehung. Ob besonders viele Pixel oder eine besonders gute Optik von Zeiss, bei Nokia fand man gerne auch einmal beides vor. Entsprechend hoch sind – zumindest bei mir – die Erwartungen an ein Dual-Kamera-Setup von Nokia, das auch noch mit einen Zeiss-Logo versehen ist.

Das Nokia 8 setzt auf 2x 13 Megapixel, einmal werden die Farbinformationen gesammelt, einmal kommt ein Monochrom-Sensor zum Einsatz. Entsprechend sehen auch die Optionen in der Kamera-App aus. Man kann zwischen „Twin“, „Color“ und „Monochrom“ wählen.

Wem der Automatik-Modus nicht ausreicht, der kann in den manuellen Modus wechseln und viele Einstellungen zur Aufnahme selbst vornehmen. Ein weiterer Modus ist „Live Bokeh“, dieser kann für einen guten Bokeh-Effekt sorgen, funktioniert aber nicht so automatisch, wie es diverse „Portrait-Modi“ anderer Hersteller anbieten.

Die Aufnahmen selbst sind sehr gut und bedient man sich dann noch an Optimierungs-Tools wie sie von Google Fotos zum Beispiel automatisiert angeboten werden, kommen da auch beeindruckende Ergebnisse zustande. Auch ohne Optimierungen können sich die Bilder sehen lassen, erfreulicherweise spielen die Lichtverhältnisse dabei eine untergeordnete Rolle.

Denn auch bei Dunkelheit oder in der Dämmerung macht das Nokia 8 tolle Aufnahmen. Vielleicht nicht mehr ganz als Schnappschuss, aber auch locker aus der Hüfte lassen sich vorzeigbare Aufnahmen anfertigen. Wer an dieser Stelle dann noch etwas in den manuellen Modus investiert, wird sicherlich nicht enttäuscht.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Das Fokussieren / Auslösen dauert einen Moment, auch bei idealen Bedingungen. Man gewöhnt sich daran, kommt man aber von einer schnelleren Smartphone-Cam, fällt es eben auf. Sonst gibt es bei Fotos nichts zu bemängeln, allerdings fehlte mir persönlich auch ein bisschen ein Wow-Feature.

Es ist nicht so, dass Nokia nicht an ein Wow-Feature in Sachen Kamera gedacht hat. „Bothie“ heißt das Stichwort. Es bezeichnet die Aufnahme mit Front- und Rückkamera gleichzeitig. Das funktioniert sowohl als Foto als auch als Video- und das sogar in 4K. Und da liegt wohl auch der eigentliche Sinn begraben.

Denn die Bothie-Funktion lässt sich so wunderbar für Livestreams oder andere Videoprojekte nutzen, bei denen man gerne mehr als nur eine Ansicht präsentieren möchte. Oder man ist tatsächlich selbstverliebt genug, um auf jedem Bild auch sich selbst mit drauf zu haben. Soll es ja auch geben und da möchte ich nicht urteilen. Geht es nach Nokia, ist die Bothie-Funktion perfekt für aktuelle „Social Media“-Trends.

Die Funktion selbst ist gut gelöst, möchte man beispielsweise zwei Personen auf dem Bild haben, also sich selbst und sein Gegenüber, ist ungefähr der gleiche Abstand zwischen Smartphone und den Personen nötig. Mit Tendenz das Nokia 8 etwas näher am Gegenüber zu haben. Aber alles andere als verkrampft, das ist wohl mit das wichtigstem, gerade für länger dauernde Videos.

Damit die Qualität auch passt, ist die Frontkamera ebenfalls mit einem 13 Megapixel-Sensor ausgestattet. Einen Blitz gibt es vorne allerdings nicht. Dafür bietet die Kamera-Software auch einen Beauty-Modus, einen recht intensiven Weichzeichner für Selfies.

Die Hauptkamera unterstützt auch Timelapse- und Slowmotion-Aufnahmen. Hier kommt OIS dann auch voll zum Tragen, die Aufnahmen sind sehr ruhig. Das gefällt sehr gut und dürfte vor allem für Nutzer interessant sein, die eben viel im Bereich Videoaufnahme mit dem Nokia 8 vorhaben.

Ozio Audio ist ebenfalls eine Funktion, die der Kamera zuzuordnen ist. Dahinter verbirgt sich eine 360 Grad Aufnahmefunktion für Audio – das ergibt natürlich vor allem auch wieder für die Bothie-Funktion Sinn. Ob das ein wirklicher Mehrwert ist, müssen diejenigen entscheiden, die das dauerhaft nutzen, für meinen Anwendungsbereich eines Smartphones bringt es keine Vorteile.

Insgesamt ist die Kamera des Nokia 8 schon sehr gut und die Funktionen wirken auch durchdacht. Allerdings hätte man ruhig noch ein paar „Spezialfunktionen“ unterbringen können, geschadet hätte es sicherlich nicht. Letztendlich zählen gute Bilder – und die macht das Nokia 8 trotzdem sehr brav.

Bilder und Videos habe ich Euch wie immer zu Google Fotos gepackt, hier in der Galerie sind sie blogoptimiert, also verkleinert und auch komprimiert.

System und Leistung

Wie bei den anderen Nokia-Smartphones, findet man auch beim Nokia 8 ein wenig angepasstes Android in aktueller Form vor. Heißt in diesem Fall noch Android 7.1.1 Nougat, ein Update auf Android 8 Oreo wird aber zeitnah nach Release folgen. So wie auch die monatlichen Sicherheits-Updates zügig zur Verfügung gestellt werden.

Das ist ein Punkt, der vielen Nutzern völlig zurecht immer wichtiger wird. System-Updates – vor allem die mit einer Relevanz für Sicherheit. Das bekommen selbst große Hersteller nicht so richtig auf die Kette – Nokia möchte es besser machen und bislang hat das auch gut geklappt.

Der Snapdragon 835 verrichtet seine Arbeit auch bei intensiveren Aufgaben zuverlässig und flott, ohne das Smartphone dabei zu warm werden zu lassen. Auch die 4 GB RAM scheinen ausreichend dimensioniert, zumindest kam es während des Test zu keinen auffälligen Verzögerungen oder Stotterern. Hier noch einmal der Überblick über die technischen Spezifikationen des Nokia 8:

Auszug technische Daten Nokia 8
Display: 5,3 Zoll IPS, 2.560 x 1.440, 16:9, Corning Gorilla Glass 5
Abmessungen und Gewicht:  151,5 x 73,7 x 7,9 mm; 160 Gramm
Speicher: 64 GB; 128 GB (nur Gloss Blue), erweiterbar mit microSD um weitere 256 GB
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 835, Octa-core (4 x 2,5 GHz Kryo & 4 x 1,8 GHz Kryo)
Arbeitsspeicher: 4 GB LPDDR4X; 6 GB LPPDDR4X (nur Gloss Blue)
Kamera: Dual-Kamera, 13 MP (RGB mit OIS) + 13 MP (monochrom) f/2,0, PDAF, IR-Bereichssuche, Zweiton-Blitz, kann 4K-Videos aufnehmen
Front-Kamera:  13 MP PDAF, f/2,0, Display-Blitz
Akku:  3.090mAh
Betriebssystem: Android 7.1.1 Nougat
SIM-Karte:  Dual-SIM (Hybrid)
Weiteres:  4G LTE, Wi-Fi 802.11 ac, GPS, NFC, Bluetooth 5.0, 3,5-mm-Audio, USB Typ-C (3.1), Umgebungslichtsensor, Näherungssensor, Beschleunigungsmesser, E-Kompass, Gyroskop, Fingerabdrucksensor, Hall-Sensor, Barometer

Für Freunde synthetischer Zahlen hier noch die Benchmark-Ergebnisse von PCMark und AnTuTu, wie man erkennen kann spielt das Nokia 8 problemlos in der oberen Liga mit, erreicht zwar nicht ganz ein Galaxy S8 oder HTC U11, lässt aber beispielsweise das iPhone 7 hinter sich.

Akku

3090 mAh liefert der Akku des Nokia 8. Mir kam es während des Tests so vor als würde das auch gut ausreichen, um über den Tag zu kommen, vermutlich, weil ich gut über den Tag kam. Trotz des hochauflösenden Displays und des starken Prozessors kann man das Smartphone nutzen, ohne gleich wieder nach einer Steckdose gieren zu müssen. Kann man sich nur wünschen, dass das auch auf Dauer so bleibt.

Der Akkubenchmark via PCMark bescheinigt dem Nokia 8 eine Laufzeit von 8 Stunden und 22 Minuten von 100 auf 20 Prozent. Hochgerechnet auf 100 Prozent ergeben sich so 10 Stunden und 28 Minuten Laufzeit. Das entspricht auch in etwa dem, was man während der Nutzung erlebt. Wobei das natürlich immer sehr individuell ist. Wer nun die ganze Zeit Pokémon GO zockt, wird keine 10 Stunden Nutzung erleben. Wer nur ab und an Mails checkt, wird auch zwei Tage hinkommen.

Der Akku ist auf jeden Fall kein negativer Ausreißer und mit heutigen Ladetechniken ist auch durch kurze Ladezeiten wieder für ein ordentliches Nutzungspolster gesorgt. Für mich passt der Akku, klar geht immer mehr, aber so hat man halt auch ein sehr schlankes Gerät.

Sound

Aus dem Nokia 8 kommt nur an einer Position Sound aus dem Gerät. Dieser dafür recht klar und auch recht laut. Allerdings auch ohne viel Bass, wo soll der bei der Größe auch herkommen. Dennoch wirkt das Ganze etwas schwach auf der Brust, zumal bei der Aufnahme mit Ozio Audio durchaus auch eine entsprechende Wiedergabe-Funktion wünschenswert gewesen wäre.

Wenigstens die „Hörmuschel“ hätte man als zweiten Lautsprecher nutzen können, so hinterlässt das einen dich recht dünnen Eindruck. Allerdings sind eben auch eine Bluetooth-Box oder Kopfhörer schnell angeschlossen. Es gibt wenige Smartphones, die bereits ab Werk einen passablen Sound zum „lauten Musik hören“ abliefern.

Fingerabdruckscanner

Einen Fingerabdruckscanner gibt es ebenfalls. Auf der Vorderseite befindet er sich, er kann neben der Entsperrung des Smartphones auch den Google Assistant aktivieren. Während der Fingerabdruckscanner generell schnell funktioniert, funktioniert er irgendwie nicht immer zuverlässig. Ich hatte extra noch einmal neu eingerichtet, aber 10 Prozent der Versuche schlagen bei mir ungefähr fehl. Hatte ich in dieser Form auch schon ein paar Jahre nicht mehr.

Schade ist ein bisschen, dass man mit dem Fingerabdruckscanner nicht gleich noch weitere Funktionen ansprechen kann, die Navigationsbuttons neben dem Scanner wirken fast schon ein wenig altertümlich. On-Screen oder eben per Gesten auf dem Scanner hätten mir besser gefallen.

Fazit

Ich bin geteilter Meinung, was das Nokia 8 angeht. Zweifelsohne ist es das beste Nokia Android-Smartphone. Aber man merkt dem Gerät schon an, dass hier eben nicht mehr das alte Nokia drinsteckt. Es fehlt so ein bisschen ein Alleinstellungsmerkmal, das hatte man selbst unter Microsoft noch – Windows Phone. Würde auf dem Nokia 8 nicht fett Nokia stehen, es könnte eben auch von jedem anderen Hersteller kommen.

Davon ab ist das Nokia 8 aber ein grundsolides Smartphone, das trotz seiner sehr guten Ausstattung mit 599 Euro relativ günstig bepreist ist. Klar, zu diesem Preis gibt es auch Flaggschiff-Modelle anderer Hersteller, diese kamen aber auch einmal teurer auf den Markt und „profitieren“ nun vom üblichen Preisverfall.

Das Nokia 8 ist ein sehr gutes Smartphone, das sich hinter keinem verstecken muss. Besonders hervorzuheben ist die sehr hohe Verarbeitungsqualität. Dennoch sollte man nicht darüber hinwegsehen, dass es eben kein Alleinstellunsgmerkmal gibt, das das Nokia 8 von anderen Smartphones abhebt. Im Gegenteil, das Dual-Kameras-Setup wird sehr mager ausgenutzt und auch auf „2017er“-Features wie ein Display über die komplette Front wird verzichtet.

Aber zum Beispiel als Alternative zum OnePlus 5 oder eben anderen Smartphones dieser Preisklasse, kann sich das Nokia 8 schon sehen lassen. Es gibt zumindest keinen Punkt, mit dem sich das Nokia 8 selbst ins Abseits schießt, da wurde schon gute Arbeit geleistet. Ab dem 8. September wird das Nokia 8 verfügbar sein, kann aber bereits vorbestellt werden.

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Instar IN-8015: schwenkbare IP-Cam mit Full HD im Test

Die Full-HD-Security-Kamera des deutschen Unternehmens Instar speichert Videos wahlweise auf microSD-Karte, auf FTP-Server oder in der Cloud. Sie ist schwenkbar und hat einen Bildsensor von Panasonic, der auch in schwierigen Lichtsituationen für ein gutes Bild sorgen soll. Was die Kamera noch so auf dem Kasten hat und wie sie bei uns im Test abgeschnitten hat, erfahrt Ihr hier im Artikel.

Die IN-8015 steckt in einem gut verarbeiteten und stabil wirkendem Kunststoffgehäuse. Das Objektiv wird umrahmt von 10 Infrarot-LEDs, einem Helligkeitssensor und einem Infrarot-Bewegungsmelder. Hinten befinden sich zwei Lautsprecher, ein Mikrofon sitzt vorne am unteren Rand des Gehäuses. Neben einem Antennenanschluss für den WLAN-Betrieb gibt es auf der Rückseite einen Ethernetanschluss und einen Eingang für externe Alarmsensoren, die sich zusammen mit der IN-8015 nutzen lassen. Außerdem findet sich dort noch ein Audioausgang. Unten sind zwei Aussparungen zur Befestigung mit Schrauben, mittig sitzt ein Gewinde für eine im Lieferumfang befindliche Wandhalterung.

Wie schon erwähnt, gehören 10 Infrarot-LEDs, ein Helligkeitssensor und ein Infrarot-Bewegungsmelder zur Ausstattung der IN-8015. Das 4,3-Millimeter-Weitwinkelobjektiv hat einen Blickwinkel von 90 Grad. Die maximale Auflösung von Bildern und Videos beträgt 1920 × 1080 Pixel. Mit eingebautem Mikrofon und Lautsprecher kann die IN-8015 auch als Gegensprechanlage genutzt werden.

Was das Thema Sicherheit und Datenschutz bei Nutzung der Instar Cloud angeht, verspricht das Unternehmen sichere Verwahrung im eigenen Rechenzentrum und HTTPS- und FTPS-Verschlüsselung bei der Übertragung. Alle genutzten Server (für P2P, DDNS, Email und Cloud) stehen eigenen Aussagen zufolge in Deutschland und gewährleisten laut Instar somit die Datensicherheit.

Die IN-8015 fällt in unserer Testreihe von Cloud-basierten Kameras ein wenig aus dem Rahmen. Die Möglichkeit Videos online abzuspeichern ist nämlich optional, und nicht eines der Kernfeatures, wie bei den bislang von uns getesteten Kameras. Gerade diesbezüglich ist die IN-8015 jedoch recht interessant, weil die damit verbundenen Kosten überschaubar sind und kein monatliches Abo nötig ist. Für knapp 30 Euro bekommt der Kunde für 1 Jahr 10 GByte Cloudspeicher in Form eines Gutscheins.

Was den Funktionsumfang der IN-8015 angeht, gibt es Softwareseitige und Hardwareseitige (passiver Infrarot-Wärmesensor) Bewegungserkennung. Dank Geräuscherkennung kann die IN-8015 auch als Babyphone herhalten. Innerhalb des überwachten Bereichs können Zonen definiert werden, um nur in bestimmten Bereichen die Bewegungserkennung zu aktivieren. Im Falle eines Alarms können Videos auf Wunsch auf SD-Karte, per FTP oder in der Cloud abgespeichert werden. Dazu gibt es Pushmitteilungen auf dem Handy und/oder E-Mails inklusive Bilder des Geschehens. Die aufgenommenen Videos können jederzeit betrachtet und heruntergeladen werden.

Die IN-8015 ist horizontal und vertikal schwenkbar, innerhalb des Livebildes kann der Besitzer also den kompletten Raum abfahren. Praktisch ist in diesem Zusammenhang, dass sich mehrere Positionen abspeichern lassen, die dann auf Knopfdruck automatisch angefahren werden.

Zur Bedienung der WLAN-Kamera gibt es eine App für Android und iOS und eine Weboberfläche. Zur Einrichtung und zur Konfiguration dient Letztere, die Mobile-App ist vor allem für die Überwachung von unterwegs und das ein- und ausschalten der Sicherheitsfeatures zuständig. Während das Setup der IN-8015 mit dem Webinterface schnell erledigt ist, zeigt sich die weitere Bedienung und Konfiguration erst einmal nicht besonders intuitiv. Erst herumprobieren oder einen Blick in die ausführliche Onlineanleitung werfen bringt so nach und nach Licht ins Dunkel.

Beispielsweise sind die Buttons innerhalb der Smartphone-App (z. B. zum Aktivieren von Geräusch- oder Bewegungserkennung) alles andere als selbsterklärend, die Bedeutung liefert aber die Hilfe innerhalb des Programms, wo die Schaltflächen beschrieben sind. Auch das Webinterface mussten wir erst eine Weile erkunden, bis wir uns bei Bedienung und Konfiguration einigermaßen sicher fühlten. Aber auch hier gibt es ausführliche Unterstützung in Form von Hilfetexten innerhalb fast jeden Bereichs.

Was Bildqualität und Performance angeht, hat uns die IN-8015 sehr gut gefallen. Positiv fielen uns dabei vor allem die geringe Latenz beim Livebild und die flüssigen Kamerafahrten auf. Was die Bildqualität angeht, gibt es innerhalb des Webinterface Einstellungsmöglichkeiten für Farbton, Helligkeit, Bildsättigung & Co., aber auch für Auflösung, Kompression und Bitrate der aufgenommenen Videos. Alles in allem lieferte die IN-8015 das bislang beste Bild in unserer Testreihe. Was Bewegungserkennung, Geräuscherkennung und die Nutzung als Gegensprechanlage angeht, machte die IN-8015 in unserem Test einen guten Job.

Prinzipiell liefen auch Smartphone-App und Webinterface im Test flüssig und reibungslos, die Benutzeroberfläche im Browser zeigte sich allerdings in einigen Bereichen etwas buggy. Beispielsweise können dort Kamerapositionen abgespeichert und danach per Knopfdruck angefahren werden, beim nächsten Start des Webinterface bekommt der Nutzer jedoch die Meldung, dass die entsprechende Position noch nicht belegt wäre. In der Smartphone-App ist diese jedoch nach wie vor per Knopfdruck anfahrbar, also im System noch aktiv. Und auch innerhalb mancher Einstellungsmenüs im Browser tauchen vorgenommen Änderungen beim nächsten Start des Webinterface dort nicht mehr auf, sind jedoch ebenfalls innerhalb des Systems noch aktiv.

Die IN-8015 ist keine WLAN-Kamera, die nach 10 Minuten startklar ist und sich dann in Sachen Bedienung innerhalb der zugehörigen Apps von selbst erklärt. Der Käufer muss schon dazu bereit sein, sich etwas mit der Materie auseinanderzusetzen. Dafür bekommt er aber auch ein Gerät mit tiefer gehenden Einstellungsmöglichkeiten, als bei den bislang von uns getesteten Cloud-basierten Kameras. Davon abgesehen konnte uns die IN-8015 mit ihrer Bildqualität, ihrem Funktionsumfang und ihrer Systemperformance überzeugen. Nur die Probleme innerhalb des Webinterface trüben das ansonsten sehr gute Gesamtbild etwas. Hier bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Entwickler diese Fehler noch ausmerzen.

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Hands-on: Sony Xperia XZ1 Compact – klein und stark

Smartphones mit einer starken Hardware in Kombination mit einer handlichen Größe sind selten. Und genau da möchte der japanische Hersteller Sony – wieder einmal – ansetzen. Zur IFA 2017 gibt es das Xperia XZ1 Compact, ein kleines Telefon mit Top-Hardware und Android OS 8.0 Oreo als Betriebssystem. In unserem ersten Hands-on erfahrt Ihr alles Wichtige dazu!

Dieses Mal kam der Rotstift von Sony seltener zum Einsatz, denn im Vergleich zu dem letzten Compact-Modell ist das Xperia XZ1 Compact wirklich stark ausgestattet. Das beginnt beispielsweise mit einem IP68-zertifizierten Gehäuse, das staub- und wasserdicht ist. Der Mantel des 140 Gramm schweren und mit 9,3 mm doch etwas dickerem Smartphones ist aus Kunststoff. Er wird zusätzlich über die Zugabe von Carbonfaser verstärkt. Ein Aluminiumgehäuse, wie bei seinem neuen großen Bruder, dem Xperia XZ1, kommt hier nicht zum Einsatz.

Technisch bietet es all das, was heutzutage in der Top-Klasse Gang und Gäbe ist: ein starker Snapdragon 835 Prozessor, 4 GByte RAM sowie 32 GByte Speicher mit Erweiterung per microSDXC auf bis zu theoretisch 2 TByte (
Vergleichstest: Die beste microSD-Karte für Android). Der Akku des Xperia XZ1 Compact ist mit 2700 mAh genauso stark wie im großen Xperia XZ1. Das finden wir etwas merkwürdig, da die Geräte unterschiedlich groß sind. Aufladen lässt sich der Energieträger zwar über den beidseitig verwendbaren USB Type C, allerdings setzt der Hersteller noch auf die ältere Spezifikation USB 2.0.

Das Display des Xperia XZ1 Compact hat eine Größe von 4,6 Zoll und löst High-Definition auf, also 1280 × 720 Pixel. Die Auflösung ist für diese Diagonale absolut ausreichend, wie der erste Eindruck zeigt: die Darstellung ist scharf und auch die Farben gefallen uns. Auch löblich: die Helligkeit des Bildschirms war ungewöhnlich hoch.

Das Xperia XZ1 Compact besitzt NFC, Bluetooth 5.0 und sogar Stereo-Lautsprecher. Im Gegensatz zum großen Bruder fehlt hier jedoch das Volumen, vor allem die Bässe leiden – was aber bei dieser Geräteabmessung auch nachvollziehbar ist.

Die Kamera im neuen Compact-Smartphone von Sony hat eine Auflösung von 19 Megapixeln. Sie beherrscht einen vorausschauen Autofokus, der jetzt auch für Serienaufnahme verwendet werden kann. Im Test hat das gut funktioniert. Uns persönlich fehlt der Hardware-Aspekt in den Sony-Smartphones: optischer Bildstabilisator, lichtstarke Blende und ein großer Bildsensor mit großen Einzelpixeln. Aber der ausführliche Test wird es später zeigen, vielleicht kann die Kamera doch mehr, als wir erwarten.

Eine neue Funktion ist der 3D-Scan. Über eine AR-Oberfläche scannt das Smartphone Gesichter, Gegenstände und vieles mehr in einem dreidimensionalen Raum ab und stellt sie digital dar. Was sich im ersten Moment anhört wie ein Spaß-Feature, hat uns auf Anhieb überzeugt. Der Nutzen dieser Funktion ist das Abbilden eines menschlichen Gesichtes oder gar die gesamte Kopfform. Über bereits vorinstallierte Applikationen lässt sich dann ein Output generieren, Zum Beispiel der direkte 3D-Druck über einen Dienstleister, eine Auswahl mit nahtloser Übertragung ist bereits auf dem Telefon installiert. Vor Ort konnten wir uns ein Exemplar anschauen und waren beeindruckt. Eine weitere Möglichkeit ist selbst zu drucken: Das Sony-Smartphone exportiert eine gewöhnliche 3D-Datei, mit der jeder Drucker klarkommt. Lustig fanden wir auch die Möglichkeit, das 3D-Gesicht in bestehenden Memes oder kurzen Videos einzubauen. Das hat viel Potential, finden wir, denn Entwicklern wird hier der Zugang gewährt.

Das Xperia XZ1 Compact kommt in wenigen Wochen in den Handel und wird stolze 599 Euro kosten. Wer Wert auf ein kleines Smartphone legt, hat die Wahl: iPhone SE oder das neueste und technisch beste Sony-Smartphone in dieser Kategorie.

  • Hands-on: Sony Xperia XZ1 mit 3D-Scan und Android Oreo

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