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Netflix kills in-app subscriptions on Apple hardware

New and returning Netflix subscribers with iOS devices will find themselves unable to sign up through the iOS app. The streaming platform has confirmed to VentureBeat that it no longer supports "iTunes as a method of payment for new members." It star…

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Microsoft Store Deal: Surface Pro LTE im Bundle stark vergünstigt

Microsoft verkauft aktuell im eigenen Microsoft Store das Surface Pro LTE ab und bietet es zu hervorragenden Preisen an in Verbindung mit einem schwarzen Type Cover und Surface Pen. Empfehlenswert ist vor allem die höherpreisige Variante mit Intel Core i5-Prozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte SSD, welche im Bundle auf solide 1.416,73 Euro kommt.

> Surface Pro LTE inkl. Type Cover und Pen ab 1.191,73 Euro

Es handelt sich hierbei allerdings um die LTE-Variante des Surface Pro (2017), sodass hier weiterhin Intel Core-Prozessoren der 7. Generation verbaut sind. Es handelt sich um Zweikern-Prozessoren, während das neuere Surface Pro 6 mit Vierkern-CPUs daherkommt. Bislang gibt es beim Surface Pro 6 jedoch keine LTE-Variante und Microsoft hat ein solches Modell auch nicht angekündigt. Wer jedoch ein Surface Pro mit LTE möchte, wird so schnell keinen besseren Preis bekommen. Die Angebote sind nur noch bis Jahresende gültig bzw. solange der Vorrat reicht.


Enthält Partnerlinks.

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Samsung stellt Remote Access für 2019er Smart TVs vor

Nicht nur das Jahr geht so langsam zu Ende und ein neues, spannendes Jahr 2019 steht uns bevor, die ersten Hersteller verkünden auch schon neue Produkte, die man auf der CES in Las Vegas Anfang Januar vorstellen will. 

Darunter ist auch Samsung. Hier will man wohl auf den neuen 2019er Fernsehern neben Samsung Bixby, auch auf den Google Assistant setzen. 

Aber auch ein anderes Feature kommt. Das neue Feature nennt sich Remote Access und wird eine Art Kommandozentrale sein, mit Hilfe derer man beliebiges Zubehör wie zum Beispiel Tastaturen an den TV anschließen  oder über den TV auf den PC zugreifen und Inhalte anzeigen kann. Auch das Gaming soll dadurch ermöglicht werden. 

Office-Dokumente soll man mit Hilfe des Smart TV und Remote Access ebenfalls bearbeiten können. Dafür soll ein Cloud Dienst sorgen. Realisiert wird Remote Access durch 
VMWare Horizon, was auch weltweit verfügbar ist. Für die Sicherheit soll Samsungs eigener Dienst, Samsung Knox dienen. Samsung Knox sorgt auch schon auf Smartphones und Tablets für die nötige Sicherheit. 

via: Caschys Blog
Quelle: Samsung

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Pen & Paper digital: Virtuelle Spieltische für Rollenspieler

Virtual Tabletops bringen Pen&Paper-Rollenspiele ins Internet. Wir stellen drei Lösungen samt passender Fantasy-Rollenspiele vor.

Wenn Orks mit gezückten, schartigen Säbeln auf die Helden zustürmen, dann hilft nur eins: Initiative bestimmen, Waffen und Magie vorbereiten und auf das Würfelglück hoffen. Rollenspiele sind in der Geek-Kultur lebendig. Dank schneller Internetzugänge ist es relativ einfach, eine klassische Pen-&-Paper-Runde vom Spieltisch ins Virtuelle zu verfrachten, ohne dass dabei der Charm oder der Spaß verloren geht. Dafür sorgen Virtual Tabletops (VTTs), spezielle Spieleprogramme, die nicht nur die notwendigen Würfel anbieten, sondern alles zur Verwaltung von Helden, Monstern oder Grundrissen mitbringen.

In diesem Beitrag stellen wir drei der bekanntesten VTTs vor. Dazu werfen wir einen Blick auf vier Fantasy-Rollenspiele und erklären wie gut sie sich für den virtualisierten Einsatz eigenen.

Der große Vorteil von Roll20 ist, dass es eine reine Web-Applikation ist. Spieler brauchen keine lokalen Clients, ein aktueller Browser und ein Konto bei dem Dienst reichen aus. Der zweite Vorteil ist die Preisgestaltung. Schon mit den kostenlosen Konten kann man als normale Gruppe gut spielen und Abenteuer erleben. Zusätzlich kann man Abos in zwei Preisstufen abschließen, den Plus-Account für knapp 5 Euro / Monat und den Pro Account für 10 Euro/ Monat. Diese bringen deutlich mehr Funktionen, etwa zusätzlichen Speicherplatz, eine Unterstützung für automatische Sichtlinien auf den Karten oder den Zugriff auf den Tablet-Client.

Neben der einfachen Nutzung ist vor allem die breite Unterstützung für Rollenspielsysteme ein großer Vorteil von Roll20. Die Community entwirft zu (fast) jedem System passende Charakterbögen, diese lassen sich in die sehr guten Makro-Funktionen einfach einbinden. So lassen sich beispielsweise Schaltflächen erstellen, die die Initiative automatisch auswürfeln und dem integrierten Tracker hinzufügen. Die Macro-Seite von Roll20 ist enorm ausführlich dokumentiert.

Ein Nachteil des Browser-Systems sind die Beschränkungen beim Bearbeiten und Herrichten der Karte. Als Spielleiter sollte man alle Grafiken vorab fertig haben, die integrierten Werkzeuge zum Anpassen sind minimal. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Verwaltung der Token für Spieler, Gegner und NPCs. Zwar lassen sich Gegner einfach klonen und in Ordner sortieren, als Spieleleiter sollte man sich dennoch vorab Gedanken machen, wie man die Kampagne aufbaut. Beim Wechsel zwischen verschiedenen Karten verliert man etwa die Schnellanzeigen für Lebensenergie, Zauberpunkte und Co und muss diese neu einrichten.

Der Autor hat zahlreiche Kampagnen in unterschiedlichen Systemen (DSA, Pathfinder, Shadowrun, Heroquest oder Starfinder) in Roll20 vorbereitet und durchgeführt. Die Empfehlung für neue Nutzer ist, dass sie die Kampagne vorab so viel wie möglich vorbereiten. Karten sind ebenso wichtig wie das Erstellen und Anlegen der Charakterbögen für Spieler und Gegner. Während des Spiels ist das Erstellen neuer Gegner recht zeitaufwendig, das bremst den Spielfluss.

Neben dem Hochladen eigener Bilder für Karten oder Charaktere bietet Roll20 eine sehr gute Suchfunktion. Diese sucht sowohl nach kostenlosen Bildern im Web wie auch dem integrierten Marktplatz von Roll20. Dort lassen sich nicht nur einzelne Bilder, sondern ganze Quellenbücher kaufen und in die eigenen Kampagnen integrieren. Diese sind aber teilweise deutlich teurer als einfache PDF-Ausgaben. Ein gutes Beispiel ist das Bestiary von Pathfinder. Roll20 nimmt dafür knapp 40 US-Dollar, dafür bekommt man die Werte und die Grafiken als Token. Beim Hersteller Paizo direkt kostet das Handbuch 9,99 US-Dollar, die PDF-Version der Pawns – also der Spielfiguren – liegt bei 24,99 US-Dollar. Dafür hat man die Inhalte auch außerhalb von Roll20, muss sie aber an das System anpassen.

Insgesamt ist Roll20 eine gute Lösung für Einsteiger und Profis. Die Einstiegshürden sind angenehm niedrig, wer möchte, der kann immer mehr Funktionen über die Makros nachrüsten. Roll20 bietet zwar einen integrierten Voice- und Videochat bietet, in der Praxis haben wir damit gemischte Erfahrungen. Die Nutzung eines externen VoIP-Clients wie Mumble, Teamspeak, Skype oder Discord läuft deutlich stabiler.

Anders als Roll20 ist D20pro eine Java-Applikation, die lokal auf einem PC ausgeführt werden muss. Gegenüber Roll20 löst das ein paar Probleme: So ist der Speicherplatz nur durch die Festplatte begrenzt, zudem lassen sich Spiele-Sessions ohne aktiven Internetzugang vorbereiten – etwa bei einer Fahrt im Zug.

Um an einer Runde in D20pro teilzunehmen, startet der Spielleiter eine Session als GM. Anschließend können sich Spieler über ein Verzeichnis anmelden und erhalten nach Eingabe eines (optionalen) Passworts Zugriff auf die Spielerunde. Der Spielleiter legt fest, welche Regeln die Spielesession nutzt. Vor allem Spieler von englischen Systemen haben hier einen Vorteil, die Daten von Spielen wie Dungeons & Dragons, Pathfinder oder Starfinder sind mit ihren Regeln vorab in dem System hinterlegt. Ähnlich wie bei Roll20 kann man aber auch hier die Regeln ignorieren und das Programm für die Visualisierung der Züge sowie zum Würfeln nutzen.

In der Praxis hatten wir beim „Starfinder”-System mit D20Pro gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur lassen sich die Spiele gut vorbereiten, nach etwas Einarbeitung laufen die Spiele angenehm flüssig. Praktisch war das Würfelsystem: Im Kampf etwa reichen die Spieler ihre Attacken zunächst beim Spielleiter ein. Dieser sieht alle Werte und kann selbst noch Änderungen vornehmen. So lassen sich Würfe einfach erschweren oder erleichtern, je nach Vorgaben des Spielleiters. Auch lassen sich Gegenstände als einzelne Datensätze ablegen. So kann man etwa den Inhalt einer gefundenen Truhe vorab definieren, die Spieler können die Ausrüstung dann direkt an ihre Helden hinzufügen.

D20pro bietet enorm viele Funktionen, in die man sich Stück für Stück einlesen muss. Es ist zwar weniger zugänglich als Roll20, wer die Zeit investiert, der erhält ein mächtiges Werkzeug für Rollenspielrunden. Ein Problem im Test ist die Java-Integration auf UHD-Displays. Hier mussten wir die Kompatibilitätseinstellungen des Programms ändern, ansonsten wurden die Inhalte zu klein dargestellt.

Dazu gibt es keinen integrierten VoIP-Chat, Programme wie Skype, Teamspeak, Discord oder Mumble funktionieren aber gut.

D20pro kostet rund 45 Euro für eine Spielleiter-Lizenz und fünf Spielerlizenzen. Jeder Nutzer muss ein Konto bei dem Dienst haben. Vor dem Kauf kann man die Software 30 Tage ausprobieren. Wie bei Roll20 gibt es einen integrierten Marktplatz für Abenteuer, Token oder Spielehilfen. In der Praxis kommt man aber genauso gut mit eigenen Grafiken arbeiten. Das funktioniert nicht nur mit Bildern von Gegnern oder Helden, auch Handouts lassen sich vorbereiten und bei Bedarf den Spielern direkt anzeigen.

Das dritte virtuelle Tabletop ist Fantasy Grounds. Es gilt zu Recht als eine der schönsten Lösungen, die Macher haben gerade für Fantasy-Rollenspiele eine wunderschöne und stimmige Lösung geschaffen. Fantasy Grounds ist eine Desktop-Software und wird unter anderem über Steam vertrieben.

Ähnlich wie D20pro bietet auch Fantasy Grounds enorm viele Werkzeuge für den Spielleiter, so dass sich selbst wenig erfahrene Spieler gut durch das Abenteuer bringen lassen. Neben den offiziellen Rulesets, die man teilweise zusätzlich kaufen muss, hat die Community eine ganze Reihe an eigenen Regelwerken erstellt und liefert umfangreiche Anleitungen für den Aufbau eigener Regeln. Im Spiel enthalten sind die Regelsets für Klassiker wie Dungeons & Dragons, Pathfinder, Fate oder das generische CoreRPG. Die Community liefert die notwendigen Daten für Spiele wie Shadowrun, Gurps oder Traveller. Der Schwerpunkt liegt wie auch bei D20Pro auf englischen Systemen. Wer Material für das Schwarze Auge sucht, der sollte auf der Webseite „Drachenzwinge“ vorbeisehen.

Leider ist Fantasy Grounds etwas kompliziert bei der Preisgestaltung. Wer ein Spiel hosten möchte, der benötigt entweder die Standard-Version (wenn alle anderen Mitspieler ebenfalls die Standard-Version besitzen) für knapp 37 Euro oder die Ultimate-Edition (wenn andere Mitspieler die Demo-Accounts nutzen möchten) für etwa 130 Euro. Alternativ gibt es ein monatliches Abonnent für beide Versionen, allerdings nur für Nicht-Steam-Installationen.

Token für Spieler und Nichtspielerfiguren wie auch Karten der Umgebung sind bei virtuellen Spielrunden deutlich wichtiger als am normalen Tisch. Gerade für Spielleiter ist es daher essenziell, dass sie sich ein kleines Archiv mit Bildern dafür zurechtlegen.

Es gibt ein paar gute Anlaufstellen dafür. So kann man beispielsweise für Pathfinder oder Starfinder sogenannten „Pawn”-Sets kaufen, PDFs mit Illustrationen aus den Regel- oder Abenteuerbüchern. Diese Daten lassen sich mit Programmen wie Photoshop leicht extrahieren und für eigene Kampagnen nutzen. Spieler des schwarzen Auges finden in Foren wie Orkenspalter.de, dem offiziellen Fan- und Kartenpaket oder im Community-Bereich des Ulisses-Spiele-Shops enorm viele Token oder Karten. Letzterer gibt Erstellen auch die Möglichkeit, einen Preis festzusetzen und so für ihre Arbeit belohnt zu werden. Eine weitere gute Anlaufstelle sind die digitalen Ausgaben von Abenteuerbüchern. Das in den Büchern genutzte Kartenmaterial gibt es oftmals in ordentlicher Qualität kostenlos zum Download.

Aus der persönlichen Erfahrung heraus sollten Spieler und Spielleiter zumindest die Grundregelwerke besitzen, gedruckte Ausgaben haben sich eher bewährt als reine PDFs. Spielleiter sollten Spielern vorab klar machen, dass sie alle Aspekte und Regeln ihres Charakters kennen sollten – als Spielleiter muss man immerhin alle anderen Punkte im Blick halten.

Wenn es ein für Deutschland prägendes Pen&Paper-Rollenspiel gibt, dann das schwarze Auge. Im Jahr 1984 von Ulrich Kiesow erdacht, ist es seitdem immer weiter gewachsen, neben den Rollenspielen auch in Büchern und Videospielen wie der Riva-Triologie oder Drakkensang. Einmalig ist der „Aventurische Bote”, eine Abo-Zeitung, die die offizielle Geschichte der Welt Aventurien kontinuierlich weiterschreibt, Hintergrundinformationen für Spieler und ihre Charaktere gibt und jedes Mal auch mindestens ein Abenteuer enthält. Neben seiner guten Hintergrundgeschichte ist das schwarze Auge berühmt-berüchtigt für seinen Regelwildwuchs, das ständige Berechnen von Werten (man denke an den Waffenvergleichswert) und ausschweifende Proben.

Mit dem Wechsel auf DSA Version 4 wurde das Regelwerk kräftig überarbeitet. Das merkt man direkt bei der Heldenerstellung, statt auf Würfelwerte und fertige Vorlagen gibt es ein Punktesystem, mit dem sich jeder Spieler seinen individuellen Helden zusammenstellen kann. 2006 wurde dieses System noch einmal leicht überarbeitet und auf einen einheitlichen Stand über alle Szenarien, sowohl in Aventurien wie dem „Güldland” Myranor gezogen wurde.

2015 folgte das nächste große Update, DSA Version 5. Dabei wurden die Regeln weiter entschlackt, gerade der Kampf wurde durch niedrigere Paradewerte beschleunigt. Zudem steigen Charaktere schneller auf. Mit Version 5 soll die Einstiegshürde für Spieler deutlich gesenkt werden. Ulisses-Spiele, der aktuelle Verlag des schwarzen Auges, bietet eine kostenlose Starter-Box zum Download.

Wem dieser neumodische Quatsch zu viel ist, der kann ganz weit zurückgehen. Der Verlag hat die erste Edition von 1984 als „Remaster” neu aufgelegt, samt zahlreicher alter Klassiker. Gebündelt in der Kaiser-Reto-Box kommen zahlreiche Bücher, Sonderhefte und die damals beigelegte Maske für den Spielleiter, die „Maske des Meisters”. Die Serie kam gut an, sodass weitere Spiele folgten, etwa „Tödlicher Wein”.

Wer in das System einsteigen möchte, dem empfehlen wir neben den Grundboxen die Heldenwerk-Abenteuer. Diese sind als schnelle Abenteuer gedacht, die sich in vergleichsweise wenigen Sitzungen durchspielen lassen. Diese eignen sich gut, um ein Gefühl für das System zu bekommen. Alternativ gibt es unzählige Abenteuer (Übersicht), die sich teilweise über mehrere Bücher ziehen. Mit etwas Arbeit lassen sich alle Abenteuer und Helden für die aktuelle Version konvertieren. Ein sehr guter Anlaufpunkt ist das Forum „Orkenspalter”, Neulinge wie auch erfahrene Rückkehrer haben dort eine solide Informationsquelle. Alles in allem eignet sich DSA gut für den Einsatz mit virtuellen Tabletops.

In den USA ist Dungeons & Dragons das Synonym für Fantasy-Rollenspiele. Erdacht wurde es 1977, neben der Erzählung der handelnden Figuren setze es früh schon auf Karten und Spielfiguren. Mit am bekanntesten dürfte die Regelversion 3.5 sein, die unter anderem Rollenspiel-Klassiker wie Neverwinter Nights oder Baldurs Gate antreibt. Die aktuelle Version fünf bewegt sich von den harten Werten etwas weg und setzt einen Schwerpunkt auf Storytelling. Helden in D&D sind deutlich epischer und näher an klassischen Fantasy-Erzählungen als die meisten DSA-Helden. Ein weiterer Unterschied sind die zahlreichen Spielewelten des D&D-Universums. Statt einer festen Welt gibt es zahlreiche Universen, etwa die Forgotten Realms, die Eberron-Erzählungen oder das deutlich härtere und schmutzigere Dark-Suns-Universum. Das bietet sowohl Spielern wie auch Spielleitern unzählige Möglichkeiten, Dungeons & Dragons an die eigenen Vorlieben anzupassen.

Als eins der ältesten Rollenspielsysteme hat Dungeons & Dragons eine große Fangemeinde und auch den Sprung ins Internet gut geschafft. Es wird von allen drei vorgestellten VTTs unterstützt, nicht nur mit Würfeln oder Charakterbögen. Ganze Abenteuer lassen sich direkt in den virtuellen Umgebungen kaufen und spielen.

Mit dem Wechsel hin zu einer Story-getriebenen Spielweise waren nicht alle Fans von D&D einverstanden. Herausgekommen ist Pathfinder, ein klassisches Fantasy-Pen&Paper mit vielen Anleihen aus D&D. Es setzt auf die Open-Game-Lizenz von D&D Version 3.5, bringt diese aber deutlich weiter. Das macht das Spiel so interessant, denn alle relevanten Regeln lassen sich einfach in sogenannten SRDs (System Reference Document) kostenlos nachlesen.

Pathfinder spielt ähnlich wie DSA in einer einzigen Welt namens Golarion. Diese wird kontinuierlich weiter ausgebaut und bringt einige sehr gute Abenteuer mit. Der Hersteller Paizo teilt diese in drei Typen auf: Module sind einzelne, in sich abgeschlossenen Abenteuer. Abenteuer-Pfade teilen eine längere Geschichte in sechs Bände auf – diese abzuschließen kann Gruppen Monate oder gar Jahre in Anspruch nehmen. Die dritte Option sind Abenteuer der Pathfinder Society. Diese Abenteuer wurden für das Spielen auf Messen und anderen Veranstaltungen entwickelt. Sie sind so konzipiert, dass man mit komplett unbekannten Spielern gemeinsam zocken kann. Ein Charakter, der zum Regelwerk der Pathfinder Society kompatibel ist, kann von Veranstaltung zu Veranstaltung mitgenommen werden.

Ähnlich wie D&D setzt Pathfinder stark auf Karten, sogenannten Battlemaps. Diese definieren Vor- und Nachteile wie etwa die Sichtlinie, wer welchen Gegner erreichen kann oder die schnell sich Charaktere bewegen können. Der Kampf ist etwas schneller als in DSA, da Paraden wegfallen – schlägt eine Attacke den Rüstungswert des Gegners, wird sofort der Schaden gewürfelt.

Pathfinder nutzt enorm viele Bonus- und Malus-Werte, fast jede Würfelaktion ist davon betroffen. Dadurch profitieren viele Spieler von virtuellen Tabletops enorm. Was man mit Stift und Papier am Spieltisch oft aufwendig berechnen muss, können Systeme wie D20pro automatisch mit einbeziehen.

Ein Fantasy-Setting mit einem Twist: Hexxen 1733 spielt auf unserer Erde, im Jahr 1733. Während des 30-jährigen Krieges hat eine Gruppe von Söldnern das Tor zur Hölle versehentlich aufgerissen, seitdem wüten Dämonen und ähnliches Gezeugs über Europa und den Rest der Welt. Die Spieler sind als Jäger in diesem Setting auf und wollen die Welt, wenigstens aber ihre eigene Haut, vor diesen Geschöpfen verteidigen. Hexxen setzt auf schnelles Spiel, getrieben eher von Storytelling und „coolen Aktionen” als vom reinen Würfelglück. Laut dem Macher orientiert es sich an Filmen wie „Van Helsing”, „Hansel und Gretel – Hexenjäger” oder „Abraham Lincoln: Vampierjäger”. Das Spiel kombiniert Fantasy-Elemente mit Barock und etwas Steampunk.

Anders als die anderen vorgestellten Systeme wird nicht mit einem W20 gespielt, sondern mit speziellen Würfeln. Die entscheiden über Treffer oder Fehlschüsse, liefern aber auch „Esprit”, eine besondere Ressource, mit der Spieler zusätzliche Aktionen starten können. Die Kämpfe in Hexxen sind schneller als in anderen Systemen, sie orientieren sich an den Filmszenen denn an der Realität. Ein Nachteil ist, dass die Virtual Tabeltops derzeit wenig bis gar nicht auf das System vorbereitet sind, entsprechend müssen Spieler und Spielleiter mehr Zeit mitbringen und können sich weniger auf die Automatisierung verlassen. Ähnlich wie für DSA 5 gibt es auch für Hexxen 1733 ein kostenloses Schnellstartpaket.

Ein Nachteil ist allerdings, dass es für Hexxen nur wenig offizielle Unterstützung in VTTs gibt. Hier liegt es an den Spielern, sich mit etwaigen Beschränkungen zu arrangieren. Da das Spiel aber in erster Linie Story-getrieben ist und lediglich auf sechsseitige Würfel setzt, ist das in der Praxis eher ein kleineres Problem.

Es ist fast unmöglich, die zahlreichen Fantasy-Rollenspiele in einem Artikel aufzulisten. Zu viele gib es dazu, sie decken bekannte Welten wie Mittelerde (Herr der Ringe RPG) ebenso ab, wie düstere Dark Fantasy (Symbaroum). Dazu kommen altgediente Systeme wie Earthdawn oder Vampire: Die Maskerade.

Und gerade diesen Systemen, die in der Nische der Pen&Paper-Rollenspiele weitere Nischen besetzen, kommen die virtuellen Tabletops und das Spielen übers Internet zu Hilfe. Die Zeiten, in denen man feste Gruppen im näheren Umkreis finden musste, sind vorbei. Es reicht, in einem der jeweiligen Fan-Foren vorbeizuschauen, eine Online-Gruppe zu finden und man kann loslegen.

Wer in das Thema allein oder mit seiner Gruppe hineinschnuppern möchte, dem raten wir zunächst zu Roll20. Die Einstiegshürden sind gering, nach kurzer Zeit kann man direkt loslegen. D20Pro oder Fantasy Grounds empfehlen sich für Gruppen, die regelmäßig länger spielen wollen und an die Grenzen von Roll20 stoßen.

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