One UI 7 erlaubt Galaxy-Smartphones als Webcam fürs Galaxy Book & mehr

Bei Samsung stehen neue OS-Updates an. Im Rahmen von One UI 7 zieht Android 15 auf den Galaxy-Geräten ein. Die Aktualisierung steht zunächst für die Galaxy-S24-Serie zur Verfügung und befindet sich derzeit noch im Beta-Stadium. Veränderungen gibt es bei der Bedienung, auch der App Drawer wurde überarbeitet und es gibt diverse neue Funktionen, wie die Now Bar mit Live-Informationen sowie eine optimierte Einhandbedienung der Kamera-App. Die neuen Geräte sollen zudem mit mehr On-Device-Funktionen für künstliche Intelligenz kommen.

Mit OneUI 7 wird außerdem die Kamerafreigabe verbessert. Diese erlaubt, das Smartphone als Webcam zu verwenden. Konkret geht es da um die Verzahnung eines Galaxy Smartphones mit dem Galaxy Book (Windows) via App Link to Windows. Derzeit gibt es schon die Möglichkeit mittels Multi-Control das Smartphone und Galaxy Book geräteübergreifend mit derselben Bluetooth-Tastatur und -Maus zu steuern.

Die Funktion „Kamerafreigabe“ funktioniert fortan nicht nur mit den Galaxy Tablets, sondern auch den Galaxy Books. Die Funktionalität von One UI 6.1 wird demnach ausgebaut. Es sollte genügen, wenn auf dem Smartphone und dem Galaxy Book Wi-Fi, Bluetooth sowie Camera Share aktiviert sind. Beim Galaxy Book findet sich diese Einstellung in der Einstellungs-App im Bereich der verbundenen Geräte. Auch hier bedarf es eines App-Updates für die Windows-App zur Unterstützung der Funktion. Möglich, dass das derzeit noch nicht auf allen Gerätschaften direkt reibungslos funktioniert.

Außerdem gibt es eine neue Funktion zur Speicherfreigabe („Storage Share“), mit der Nutzer von einem Galaxy Book aus auf die Dateien Ihres Galaxy-Smartphones zugreifen können. Dateien sowie Medien vom Tablet oder Smartphone lassen sich direkt vom PC aus durchsuchen. Eine USB-Verbindung ist nicht notwendig. Auch diese Funktion muss erst im Bereich der verbundenen Geräte aktiviert werden. Und fehlt im derzeitigen Beta-Stadium noch auf diversen Geräten. Möglich, dass man dies erst so richtig mit der S25-Serie einführt. Mit der Phone-Link-App von Microsoft gibt es aber bereits eine solche Funktion, sodass ihr da nicht auf One UI 7 warten müsst.

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O2 Care | Travel soll euch auf Reisen schützen

O2 Telefónica hatte bereits im Sommer eine Partnerschaft mit der Ergo angekündigt. Damals ging es um eine Mobility-Versicherung, die die Unternehmen im Bereich „Embedded Insurance“ vertrieben. Nun erweitert man das Ganze, wie damals angekündigt, um eine Auslandsversicherung. Mit „O2 Care | Travel“ können O2 Privatkunden einfach über ihr Smartphone eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Sobald sich das Mobiltelefon in ein ausländisches Netz einwählt, beginnt der Versicherungsschutz. Er endet automatisch bei der Wiedereinwahl ins deutsche Netz. Vorteil: Es gibt keine Vertragslaufzeiten.

„O2 Care | Travel“ lässt sich demnach bei allen Mobilfunkverträgen der Kernmarke O2 mit einem Klick dazu buchen. Kunden sind dann automatisch im Ausland geschützt und zahlen für die Dauer des tatsächlichen Aufenthalts im Ausland. Für Einzelpersonen sind das 1,29 Euro pro Tag, den Familientarif gibt es für 2,99 Euro pro Tag. Die Auslandskrankenversicherung gilt weltweit ohne Selbstbeteiligung für Reisen bis zu 45 Tagen. Krankenrücktransport inklusive Begleitperson ist ebenfalls enthalten, so das Unternehmen.

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Huawei nova 13 (Pro): Smartphone erscheint international

Huawei hat mit den beiden Smartphones nova 13 und nova 13 Pro in China bereits Erfolge erzielen können. Die beiden Mittelklasse-Modelle sollen aber auch international auf den Markt kommen. Via X hat man schon entsprechende Teaser veröffentlicht. Die globale Ankündigung soll am 12. Dezember 2024 in Dubai erfolgen. Auf demselben Event dürfte der Hersteller auch das Foldable Mate X6 noch einmal für den internationalen Markt präsentieren.

Das Huawei nova 13 ist ein Smartphone mit einem OLED-Display mit 6,7 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 2.412 x 1.084 Pixeln bei 120 Hz Bildwiederholrate. Auch an Bord ist eine Selfie-Cam mit stolzen 60 Megapixeln. Die Hauptkamera verwendet 50 (Weitwinkel) 8 (Ultra-Weitwinkel) Megapixel. Es gibt das Smartphone mit bis zu 1 TByte Speicherplatz und als SoC dient der Kirin 9030. Für den Akku mit 5.000 mAh soll die Aufladung mit 100 Watt möglich sein.

Curves, texture, and style—discover the perfect harmony with the #HUAWEInova13 Pro, featuring a Flawless Quad-curved Display and a striking Dynamic Plaid Texture Design. #HuaweiLaunch #FashionForward #SuperSelfieSuperPattern pic.twitter.com/oWEfXsRSxD

— Huawei Mobile (@HuaweiMobile) December 4, 2024

Das Huawei nova 13 Pro verwendet stattdessen den Kirin 9200S und setzt auf ein LTPO-OLED-Display mit 6,76 Zoll, 2.775 x 1.224 Pixel und dynamischen 120 Hz als Bildwiederholrate. Die Hauptkamera soll 50 Megapixel (Weitwinkel, OIS) plus 12 (Telephoto, OIS) 8 (Ultra-Weitwinkel) Megapixel mitbringen. Die restlichen Specs beider Smartphones sind wohl sehr ähnlich.

Möglich ist natürlich, dass die internationalen Varianten der Smartphones etwas abgewandelt werden. In welchen Ländern sie genau erscheinen sollen, ist noch offen. Nächste Woche erfahren wir dann ja mehr.

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Bitkom-Umfrage: Die meisten 10-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone

Ab welchem Alter sollte man seinem Kind ein eigenes Smartphone überlassen? Das ist eine Frage, die sich alle Eltern irgendwann stellen müssen. Laut einer Bitkom-Umfrage sieht es zumindest aktuell so aus, dass die meisten der 6- bis 18-jährigen Kinder und Jugendliche bereits ein eigenes Smartphone besitzen (65 Prozent). Je nach Altersbereich gibt es aber erhebliche Unterschiede.

So besitzen nur 17 Prozent der befragten sechs- bis neunjährigen Kinder ein eigenes Smartphone. Von den 10- bis 12-Jährigen sind es dann aber bereits 76 Prozent. Da scheint also der Übergang stattzufinden. Unter den 13- bis 15-Jährigen haben bereits 90 Prozent ein Smartphone, ab 16 Jahren mit 95 Prozent nahezu alle. Auch klassische Handys ohne Touchscreen sind noch nicht ganz ausgestorben, 4 Prozent der befragten 6- bis 18-Jährigen verfügen über ein solches Gerät.

Zu beachten: Verallgemeinern kann man diese Ergebnisse nicht wirklich, da sie eben nicht durch eine wissenschaftliche Studie erhoben worden sind, sondern aus einer Untersuchung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom stammen. Befragt worden sind dafür mehr als 900 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren in Deutschland.

Diese Geräte sind unter Kinder und Jugendlichen ebenfalls verbreitet

Ein eigenes Tablet steht rund der Hälfte (54 Prozent) der befragten Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren zur Verfügung. Unter den 6- bis 9-Jährigen haben nur 42 Prozent ein eigenes Tablet, unter den 16- bis 18-Jährigen dann 68 Prozent. Größer sind die Unterschiede zwischen den Altersklassen bei Computern: Einen eigenen Laptop oder Desktop-PC haben nur 6 Prozent der 6- bis 9-Jährigen, aber 70 Prozent der 16- bis 18-Jährigen – im Durchschnitt aller Altersklassen sind es 36 Prozent.

Eine eigene Smartwatch haben unter den 6- bis 9-Jährigen 15 Prozent, unter den 16- bis 18-Jährigen sind es mit 31 Prozent doppelt so viele. Dennoch sieht man, dass die Verbreitung deutlich geringer ist, als in Bezug auf Smartphones und Tablets. Einen eigenen Fernseher besitzen vor allem die Älteren: Unter den 6- bis 9-Jährigen haben 13 Prozent einen TV. Unter den 16- bis 18-Jährigen ist es fast die Hälfte (48 Prozent). Eine eigene Spielekonsole hat zwischen 6 und 9 Jahren bereits ein Drittel (33 Prozent), unter den 10- bis 12-Jährigen (53 Prozent) und den 13- bis 15-Jährigen (52 Prozent) jeweils rund die Hälfte. Ab 16 Jahren nimmt das Interesse an den Konsolen laut der Umfrage wieder ab: In dieser Altersklasse verfügen nur noch 44 Prozent der Befragten über ein solches Gerät. Das überrascht mich persönlich eher.

In Bezug auf weitere Multimedia-Geschichten sieht es so aus: Während 43 Prozent der 6- bis 9-Jährigen einen CD-Player besitzen, sind es zwischen 16 und 18 Jahren nur noch 23 Prozent. Tonie-Boxen oder andere Boxen für Hörspiele und Musik haben 57 Prozent der 6- bis 9-Jährigen, unter den 16- bis 18-Jährigen nur noch 5 Prozent. Einen eigenen MP3-Player beziehungsweise iPod besitzen 9 Prozent der 6- bis 9-Jährigen sowie 15 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren.

Kaum Unterschiede gibt es beim Besitz von Smart Speakern: Unter den 6- bis 9-Jährigen gehört 24 Prozent solch ein Lautsprecher, unter den 16- bis 18-Jährigen 26 Prozent. Und auch Fotoapparate haben unter Kindern und Jugendlichen noch nicht ganz ausgedient: 33 Prozent der 6- bis 9-Jährigen besitzen eine Digitalkamera beziehungsweise einen Fotoapparat sowie 28 Prozent der 16- bis 18-Jährigen. Generell keine Überraschung, denn viele Eltern geben den Kids vielleicht nicht so gerne ein Smartphone mit all seinen Möglichkeiten an die Hand, aber mal eine günstige Digitalkamera zum Herumprobieren.

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RedMagic 9S Pro im Test: Schickes Gaming-Smartphone mit gewohnten Ecken und Kanten

nubias Marke RedMagic hat gerade mit dem RedMagic 10 Pro ein brandneues Gaming-Smartphone vorgestellt. Mich hat jetzt allerdings mit Verzögerung das ebenfalls nicht zu verachtende Vorgängermodell RedMagic 9S Pro erreicht, das im Sommer 2024 auf den Markt gekommen ist. Es beherbergt im Vergleich mit dem RedMagic 9 Pro ein kleines Chip-Upgrade und einige Detailanpassungen. Ich stelle euch das mobile Endgerät daher im Test einmal genauer vor.

Im Übrigen ist das SoC-Upgrade sehr dezent: Man hat den Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 (SM8650-AB) gegen den Snapdragon 8 Gen 3 Leading Version (SM8650-AC) ausgetauscht. Dadurch kann der Prime-Core mit 3,4 statt 3,3 GHz takten. Obendrein steigt der GPU-Takt auf bis zu 1 GHz. In der Praxis werden von diesem minimalen Leistungssprung die meisten wohl nichts bemerken.

RedMagic 9S Pro – Technische Eckdaten

  • Display: AMOLED, 6,8 Zoll, 2.480 x 1.162 Pixel, 120 Hz dynamische Bildwiederholrate, 960 Hz Touch-Abtastrate, bis zu 1.600 Nits
  • Betriebssystem: Android 14 mit der Oberfläche RedMagic OS 9.5
  • SoC: Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Leading Version
  • RAM: 16 GByte LPDDR5X
  • Speicherplatz: 512 GByte UFS 4.0
  • Hauptkamera: 50 (Weitwinkel, OIS) 50 (Ultra-Weitwinkel) 2 (Tiefensensor) Megapixel
  • Frontkamera: 16 Megapixel (Under-Display)
  • Akku: 6.500 mAh, Schnellladung mit 80 Watt
  • Maße / Gewicht: 163,98 x 76,35 x 9,47 mm / 229 g
  • Schnittstellen: Dual-SIM, 4G / 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.2, GPS, NFC, USB-C (3.2), 3,5-mm-Audio
  • Besonderheit: Aktiver Lüfter mit bis zu 22.000 RPM, kapazitive Schultertasten mit 520 Hz Abtastrate, RGB-Beleuchtung
  • Lieferumfang: Smartphone, Schutzhülle, Netzteil, USB-Kabel, SIM-Nadel, Anleitung
  • Preis: 799 Euro

Spannend bleibt am RedMagic 9S Pro das Preis-Leistungs-Verhältnis, da dieses Modell angesichts des SoCs sowie der RAM- und Speicherausstattung vergleichsweise günstig ist. Allerdings müsst ihr Abstriche bei den Kameras hinnehmen, wenn man mit anderen Smartphones vergleicht. Es handelt sich hier eben um ein Gaming-Phone und kein „normales“ Premium-Modell.

Ausstattung und Verarbeitung

Das RedMagic 9S Pro hat einen anderen Kühler verbaut als das RedMagic 9, denn neben dem bereits erwähnten aktiven Lüfter befindet sich auch eine Vapor-Chamber im Inneren. Der Lüfter aktiviert sich dabei in Benchmark-Apps und Spielen automatisch, kann aber über die Schnelleinstellungen auch jederzeit manuell aktiviert werden. Dabei könnt ihr aus verschiedenen Profilen wählen, die in Lautstärke und Kühlleistung variieren.

Beklatschen muss ich, dass RedMagic 9S Pro sich nicht mit fadenscheinigen Nachhaltigkeit-Argumenten darum drückt, ein Ladegerät beizulegen, um seine Marge zu steigern. Es ist tatsächlich im Karton ein Ladegerät für die Schnellladung mit 80 Watt im Lieferumfang enthalten. Auch die beigefügte, transparente Schutzhülle geht in Ordnung. Ich würde mir persönlich aber dennoch ein stabileres Case anschaffen.

Die Glasrückseite des RedMagic 9S Pro zeigt schnell Fingerabdrücke, das Design ist jedoch visuell extrem ansprechend. So staunt man nicht schlecht, da die Kameralinsen der Rückseite nicht aus dem Gehäuse herausstehen. Das kennt man von aktuellen Smartphones sonst gar nicht mehr. Hinten sitzt auch eine RGB-Beleuchtung, dir ihr aber auch abschalten dürft. Die rückseitigen LEDs laufen dabei synchron mit den kleinen RGB-Leisten im Rahmen, die in den kapazitiven Triggern sitzen. Kann durchaus ganz nett wirken.

Wichtig: Sollte euch das Smartphone mal ins Wasser rauschen, dann war es das. Ich würde das Smartphone auch bei Regen lieber daheim lassen. Denn durch die Lüfteröffnung an der Seite kann schneller als bei anderen Geräten Flüssigkeit eindringen. In Sachen Design ist natürlich sauber, dass es vorne weder ein Punch-Hole noch eine Notch gibt. Denn die Selfie-Cam sitzt ja, genau wie der Fingerabdruckscanner, unter dem Screen. Dass noch ein Port für 3,5-mm-Audio vorhanden ist, weiß ebenfalls zu gefallen.

Aufgrund des recht üppigen Akkus mit 6.500 mAh wiegt das RedMagic satte 229 g und ist mit 9 mm auch relativ dick. Es liegt aber dennoch aus meiner Sicht gut in der Hand – mit einhändiger Bedienung wird es aber schwierig.

Benchmarks und Leistung des RedMagic 9S Pro

In Benchmarks prescht das RedMagic 9S Pro immer noch ordentlich nach vorne, auch wenn der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Leading Version nicht mehr der Top-Chip des Jahres ist. Zur Seite stehen im Falle meines Testmusters 16 GByte LPDDR5X-RAM und 1 TByte UFS-4.0-Speicherplatz. Ich habe das Gerät dabei durch meinen üblichen Benchmark-Reigen geschickt. Zwar sind Ergebnisse aus synthetischen Benchmarks für euren Nutzungsalltag nur bedingt aussagekräftig, ermöglichen aber immerhin die Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones.

So zeigen die Ergebnisse des RedMagic 9S Pro, dass der Snapdragon 8 Gen 3 in seiner leicht höher getakteten Leading Version in den meisten Tests nahezu identisch mit der regulären Version abschneidet. Lediglich im GPU-Bereich kann man einen Leistungsvorteil für sich reklamieren. Das liegt einerseits an der Takterhöhung auf 1 GHz, aber andererseits sicherlich auch an der mächtigen Kühlung des Gaming-Smartphones. Diese führt aber auch dazu, dass ihr den Lüfter in Benchmarks wie Spielen deutlich heraushören werdet.

Trotz der Kühlung muss das RedMagic 9S Pro als kompaktes, mobiles Endgerät ab einem gewissen Punkt die Leistung drosseln. Je länger ihr zockt, desto deutlicher macht sich das bemerkbar. Seid ihr etwa eine Stunde oder länger mit 3D-Gaming beschäftigt, schwinden aufgrund der Drosselung ca. 40 % der Leistungsreserven dahin. Auch könnt ihr die 120 Hz des OLED-Bildschirms nur in gewissen Games ausreizen, in anderen werdet ihr App-seitig auf 60 Hz begrenzt.

RedMagic wirbt im Übrigen wie viele andere Hersteller auch mit KI-Brimborium, darauf solltet ihr aber nicht zu viel geben. Angenehm ist, dass sich die Benutzeroberfläche umfassend anpassen lässt und aufgeräumter wirkt als noch bei vorherigen Generationen. Es gibt auch sogenannte Super Wallpapers, die im Grunde Retro-Spiele wie „Snake“ darstellen und dann auch mal bei Langeweile gesteuert werden können. Für Spiele gibt es auch ein spezielles Game-Space-Overlay. Dort könnt ihr etwa die Taktraten eurer CPU und GPU und die FPS einsehen und auch die Benachrichtigungen fix deaktivieren, damit ihr in Spielen eure Ruhe habt. Es ist sogar möglich, die Darstellung so anzupassen, dass ihr etwa in dunklen Games erhöhte Kontraste habt und Gegner leichter erkennt.

Der Android-Sicherheitspatch steht noch beim Mai 2024.

Der Android-Sicherheitspatch steht noch beim Mai 2024.

Dann wären da auch noch für Spiele sogenannte Plug-ins. Das sind im Grunde kleine Erweiterungsfunktionen, wie die Chance, ein Fadenkreuz einblenden zu lassen. Darüber könnt ihr gar in das Bild während des Gameplays hereinzoomen. Die Schultertasten sind da natürlich eine weitere, nette Bedienoption, insofern ihr das Ganze für euch eingerichtet habt. Allgemeine Systemanwendungen bringen das RedMagic 9S Pro dabei natürlich ohnehin nicht ins Schwitzen und die Performance ist butterweich.

Dabei möchte ich noch erwähnen, dass der Akku mit 6.500 mAh ebenfalls ein echter Mehrwert ist. So werdet ihr das Smartphone je nach Nutzung nur alle zwei Tage aufladen müssen, wenn ihr mal vom Zocken eine Pause einlegt. Geht dann die Ladung zur Neige, dauert es dank 80-Watt-Schnellladung auch nur ca. eine halbe Stunde, um von 0 wieder auf fast 90 % zu kommen.

Display und Kameras

Das RedMagic 9S Pro nutzt ein OLED-Display von BOE, das bedauerlicherweise abseits von YouTube kein HDR unterstützt. Für Multimedia-Fans ist das ein kleiner Abstrich. Cool ist natürlich, dass es aufgrund der Under-Display-Kamera keinerlei störende Aussparungen gibt. Mit seiner Auflösung von 2.480 x 1.116 Pixeln, 10-bit-Panel und 120 Hz Bildwiederholrate und einer Helligkeit von bis zu 1.600 Nits ergibt sich eine sehr gute Bildqualität, die aus meiner Sicht aber hinter anderen Flaggschiffen etwas zurückstehen muss.

So fehlt es dem Bild etwas an Punch und bei Sonnenlicht sind andere Flaggschiff-Smartphones mit ihren etwas helleren Screens doch besser erkennbar. Die Bildwiederholrate könnt ihr dabei manuell auf 60, 90 oder 120 Hz festnageln oder einen Auto-Modus einsetzen. Letzteres ist zu empfehlen, da dann je nach Inhalt die passende Bildrate gewählt wird.

Die Under-Display-Frontkamera des RedMagic 9S Pro ist ein besonderer Fall. So kann diese Technik immer noch nicht mit regulären Selfie-Cams mithalten. Beispielsweise brennen die Highlights stark aus und um Lichter erkennt man stets viel Bloom, was wohl damit zusammenhängt, dass eben am Ende doch ein OLED-Panel über der Kameralinse ruht. Auch wird extrem nachgeschärft und zugleich gefiltert: Die obigen Bilder sind ausdrücklich mit ausgeschalteten Verschönerungen entstanden, dennoch sieht mein Gesicht wie aus dem Wachsfigurenkabinett aus. Im Ergebnis ist das ganze ziemlich mittelprächtig. Bei wenig Licht bricht die Bildqualität dann so enorm ein, dass es keinen Spaß mehr macht.

Für die Weitwinkel-Hauptkamera an der Rückseite mit 50 MP, OIS und dem Sensor Samsung Isocell GN5 kann ich dann Positiveres vermelden. So sind die Farben hier deutlich natürlicher, auch Hauttöne. Die Dynamik ist aber recht eingeschränkt und es zeigt sich oft deutlich sichtbares Bildrauschen. Dafür ist der Porträtmodus ziemlich gut und schneidet meistens ziellsicher aus. Er liefert auch eine angenehme Tiefenunschärfe.

Die Ultra-Weitwinkelkamera basiert auf dem Samsung Isocell JN1 und nutzt abermals 50 Megapixel, allerdings mit kleineren Pixeln. Sie muss ohne Autofokus und Bildstabilisation auskommen. Hier wirkt der Dynamikbereich abermals etwas eingeschränkt, ansonsten sind die Bilder aber im Grunde in Ordnung. Nichts erzeugt einen Wow-Effekt, es gibt aber auch keine Totalausfälle. Wer ein Gaming-Smartphone kauft, wird solche Ergebnisse wohl auch in etwa erwarten.

Auch die Kameras des RedMagic 9S Pro können mit einem Nachtmodus arbeiten, um bei wenig Licht bessere Ergebnisse zu liefern. Dieser kann sich auch automatisch zuschalten. Generell finde ich ganz gut, dass nubia hier nicht die Nacht zum Tag macht, sodass die Bilder durchaus ansehnlich sein können. Allerdings gibt es auch hier das bereits angesprochene Problem mit dem überdurchschnittlichen Bildrauschen.

Mein Fazit zum RedMagic 9S Pro

Das RedMagic 9S Pro ist ein optisch und haptisch sehr attraktives Smartphone. Besonders gefällt mir, dass die Kameras an der Rückseite nicht aus dem Gehäuse hervorstehen. Das ist eine Tugend, die man heute selten sieht. Durch die Under-Display-Cam der Vorderseite wirkt auch dort alles wie aus einem Guß. Das geht allerdings zulasten der Bildqualität bei Selfies. Generell sind die Kameras hier eher auf dem Niveau von Mittelklasse-Smartphones und stechen nicht gerade als Kaufargument hervor.

Letzteres ist eben eher die Performance des Geräts, welche durch den Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 in der höher getakteten Leading Version garantiert wird. Für Spiele ist das RedMagic 9S Pro ein feines Gerät, das allerdings auch schon wieder durch das neuere RedMagic 10 Pro abgelöst wird. Das Ergebnis ist ein ansprechendes Gaming-Smartphone zum sehr fairen Preis, das die typischen Ecken und Kanten aus diesem Marktsegment aufweist.

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