Cherry stellt neue Wireless-Mäuse und ein Office-Set mit Tastatur vor

Cherry hat in dieser Woche neue Wireless-Mäuse und ein Office-Set mit Tastatur auf den deutschen Markt gebracht. Man setzt dabei für die Produkte auf einen USB-Dongle, über den die Peripheriegeräte eine kabellose 2,4-GHz-Verbindung mit AES-128-bit-Verschlüsselung herstellen. Konkret spricht Cherry von der Stream Mouse Comfort, dem Stream Desktop Comfort mit Maus und Tastatur sowie der MW 2200. Alle drei Produkte gibt es in den Farben Schwarz und Weiß.

Die für Rechtshänder entwickelte Stream Mouse Comfort visiert Nutzer mit mittleren bis großen Händen an. Sie verfügt auch über eine gummierte Daumenablage. Das Metall-Mausrad soll besonders langlebig sein. Über den DPI-Schalter könnt ihr die Empfindlichkeit in vier Stufen regeln – auf bis zu 4.000 DPI. Eine Status-LED informiert über die aktuelle DPI-Stufe und warnt bei schwacher Batterie. Die Maus bietet eine Batterielaufzeit von bis zu 16 Monaten bei regelmäßiger Nutzung.

Die fünf programmierbaren Buttons lassen sich mithilfe der Cherry-Keys-Software anpassen. Die Stream Mouse Comfort ist einzeln oder im Stream Desktop Comfort Set erhältlich. Im Set Stream Comfort kommt dann eben noch die Tastatur Stream Keyboard Wireless mit SX-Scissor-Switches dazu. Dadurch soll eine Lebensdauer von bis zu 20 Millionen Anschlägen gegeben sein. Nutzer können die Höhe der Tastatur anpassen. Eine integrierte Metallplatte soll für Stabilität sorgen. Die Akkulaufzeit soll bis zu 36 Monate betragen. Die Tastatur ist mit zehn Multimedia-Funktionen ausgestattet, darunter PC-Sperre, Lautstärkeregelung und One-Click-Zugriff auf wichtige Anwendungen. Zudem informieren Status-LEDs über aktivierte Funktionen sowie den Batteriestand.

Cherry MW 2200: Laptop-Maus für unterwegs

Dann wäre da noch die neue MW 2200, eine kabellose Laptop-Maus. Geliefert wird sie in einer Transporttasche mit passendem USB-Empfänger. Der Empfänger lässt sich bei Nichtgebrauch in der Maus verstauen. Laut Cherry ist die Maus für Links- und Rechtshänder geeignet und arbeitet mit 1.300 DPI. Ein integrierter Energiesparmodus soll eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten mit der im Lieferumfang enthaltenen AA-Batterie ermöglichen.

In Deutschland ist das Stream Desktop Comfort Set, bestehend aus Maus und Tastatur, im Cherry-Onlineshop sowie bei ausgewählten Partnern für 79,99 Euro erhältlich. Die Stream Mouse Comfort ist einzeln für 44,99 Euro verfügbar, während die MW 2200-Maus für 17,99 Euro erscheint.

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Keychron Q5 Max: Mechanische Tastatur für Windows und macOS ausprobiert

Keychron ist vielen Lesern sicherlich ein Begriff. Der Hersteller bietet mechanische Tastaturen an – auch für Apple Macs. Und genau da ist die Auswahl deutlich kleinere als im Windows-Segment. Ich hatte ja schon hier im Blog vor einigen Jahren die Logitech MX Mechanical getestet. Nun habe ich mir für euch einmal als Konkurrenzmodell die Keychron Q5 Max mit QWERTZ-Layout angeschaut.

Grundsätzlich handelt es sich hier um eine mechanische Tastatur im Format 96 %. Die Tastatur ist also ein wenig kleiner als eine Fullsize-Tastatur, mit minimalen Abständen zwischen dem Ziffernblock und den Sondertasten. Geeignet ist die Tastatur sowohl für Windows- als auch macOS-Rechner. Wer auf Windows setzt, muss die entsprechenden Caps aber erst austauschen – sie liegen im Lieferumfang bei. Dank QMK VIA könnt ihr im Übrigen bei dieser Tastatur alle Tasten über den Web-Launcher frei umbelegen.

Es handelt sich bei der Keychron Q5 Max um eine kabellose Tastatur – ein entsprechender Dongle für 2,4-GHz-Verbindungen ist im Lieferumfang direkt enthalten. Alternativ sind auch Verbindungen per Bluetooth möglich. Bis zu drei Geräte könnt ihr da parallel koppeln. Preislich liegt die Keychron Q5 Max aktuell beim Hersteller selbst bei 213 Euro in der zusammengebauten Variante mit einem Knob. Alternativ gibt es auch eine Barebone-Version sowie eine mit seitlich beschrifteten Tasten.

Ausstattung und Verarbeitung der Keychron Q5 Max

Die Keychron Q5 Max ist eine sehr wuchtige Tastatur. Das Gewicht beträgt mit allem drum und dran ca. 2,1 kg. Das liegt vorwiegend an dem stabilen Metallgehäuse. Zum Testen hat mit der Hersteller die Variante in der Farbe Carbon Black mit Switches der Sorte Gateron Jupiter Red zur Verfügung gestellt. Im Lieferumfang findet ihr neben der Tastatur an sich und den bereits erwähnten Austausch-Switches für ein Windows-Layout auch einen USB-Dongle für 2,4 GHz – plus einen Adapter für den Dongle von USB-A auf USB-C.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind ein Verlängerungskabel für den Dongle, um ihn näher an der Tastatur zu platzieren oder die Tastatur damit aufzuladen und passende Werkzeuge, um die Tastatur zu öffnen und die Schalter zu tauschen. Im Übrigen kann die Keychron Q5 Max auch per Kabel betrieben werden. An der Rückseite sitzt entsprechend ein Schalter, um zwischen den drei Betriebsmodi (2,4 GHz, Kabel, Bluetooth) umzuschalten. Ein weiterer Regler wechselt zwischen macOS und Windows.

Das 96-%-Layout ist dabei anfangs für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen, gefällt mir aber mittlerweile sehr gut. Im Übrigen gibt es neben der Q5 Max auch weitere Ableger der Q-Serie wie die Q1 Max, Q2 Max oder auch Q6 Max, die primär jeweils unterschiedliche Formate nutzen. Keychron bewirbt die Modelle auch mit einem sogenannten „Gasket Mount“. Das meint im Grunde, dass zwischen der Tastaturplatte und dem Gehäuse kein direkter Kontakt besteht, da eine Art Dämpfung oben und unten dazwischen liegt. Dadurch entsteht beim Tippen ein deutlich sanfteres Gefühl und auch die Lautstärke kann sinken. Dazu verrate ich euch im Praxistest aber noch etwas mehr. Die Keychron Q5 Max verfügt auch über eine einstellbare Hintergrundbeleuchtung

Die Keychron Q5 Max ist schmaler aber deutlich höher als die Logitech MX Keys.

Die Keychron Q5 Max ist schmaler aber deutlich höher als die Logitech MX Keys.

Im Gesamtbild macht die Keychron Q5 Max nicht nur einen sehr wuchtigen, sondern auch optisch und besonders haptisch hochwertigen Eindruck. Es handelt sich hier um eine erstklassig verarbeitete und hoch anpassbare Tastatur, welche darauf ausgelegt ist, euch über viele Jahre zu begleiten. Ein kleiner ergonomischer Nachteil: Die Tastatur ist aufgrund des massiven Aluminiumgehäuses ziemlich hoch und bietet keine Möglichkeit den Winkel zu verstellen. Der Kauf einer Handballenauflage ist daher aus meiner Sicht absolute Pflicht. An der Unterseite der Tastatur sitzen dann vier Gummifüße, die sicherstellen, dass das Eingabegerät nicht verrutscht.

Praxistest

Die Keychron Q5 Max ist auch für Gamer geeignet und bietet euch die Chance, eine RGB-Beleuchtung für alle Tasten zu nutzen und die Beleuchtung anzupassen. Dank der Open-Source-QMK/VIA-Firmware könnt ihr die Tasten nicht nur neu belegen, sondern auch mit Makros versehen. Ich bin übrigens absolut kein Fan von Hintergrundbeleuchtungen bei Peripheriegeräten und habe sie daher deaktiviert. So empfinde ich das Ganze eher als ablenkend und unangenehm für die Augen. Ihr könnt aber auch die Intensität etwas herunterregeln und mit den ab Werk verbauten Keycaps und Schaltern sieht das Ergebnis auf niedrigster Stufe dann schon relativ dezent aus.

Keychron weist der Q5 Max eine Akkulaufzeit von bis zu 180 Stunden ohne und 100 Stunden mit RGB-Beleuchtung zu. Dies scheint aber eine Bluetooth-Verbindung zu meinen, denn mit 2,4 GHz kommt man nach meinem Eindruck nicht so lange hin. Übrigens empfiehlt Keychron da ja für eine stabilere Verbindung, das beiliegende Kabel als Verlängerung des Dongles zu nutzen – ich hatte an meinen Mac mini aber auch so keine Probleme. Dies ist aber natürlich auch ein ideales Szenario, da der Mini-PC direkt auf meinem Schreibtisch stehen kann. An einem Big-Tower, der neben eurem Desk ruht, mag das anders aussehen und das zusätzliche Kabel Gold wert sein, um die Stabilität der drahtlosen Verbindung zu garantieren.

Doch was ich noch gar nicht angesprochen habe: Die Keychron Q5 Max verfügt am rechten, oberen Rand ja über einen kleinen Drehregler (Knob). Wozu dient jener? Nun, dieser kann von euch selbst mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Als Standard regelt er bei der Medienwiedergabe per Drehung die Lautstärke. Er kann auch wie ein großer Button gedrückt werden und schaltet dann die Wiedergabe stumm.

Wo wir bei stumm sind: Mechanische Tastaturen sind üblicherweise ziemlich laut. Und auch die Keychron Q5 Max ist in Sachen Lautstärke nicht mit einer MX Keys vergleichbar. Doch die Dämpfung tut ihren Job und im Vergleich zu anderen, mechanischen Tastaturen ist dieses Exemplar in der Tat ziemlich ruhig im Betrieb. Der sehr leichte und angenehme Tastenschlag ist zudem wirklich ein Traum und gefällt mir unheimlich gut. Wer aber eher das Laptop-artige Tippen einer MX Keys gewohnt ist, wird sich erst einmal ordentlich umstellen müssen.

Die Keychron Q5 Max nutzt eine Polling-Rate von 1.000 Hz, was aber nur ausgenutzt werden kann, wenn ihr per Kabel oder 2,4 Hz verbindet. Was ich als recht coolen Bonus sehe: Wie schon angesprochen, könnt ihr die Keychron Q5 Max über VIA konfigurieren, was direkt über eine webbasierte Variante möglich ist – ihr müsst dann nicht einmal eine App verwenden. Nach der Konfiguration könnt ihr eure Anpassungen auf dem Onboard-Speicher der Tastatur festhalten.

Allerdings bin ich hier auch auf einen Bug gestoßen: Ich konnte zwar die Firmware der Tastatur aktualisieren, was auch bestätigt wurde – anschließend wurde mir aber doch wieder eine veraltete Firmware als installiert angezeigt. Erneute Versuche führten immer wieder zum gleichen Ergebnis, sodass es mir nicht möglich war ein Update aufzuspielen. Das Bluetooth-Modul ließ sich hingegen problemlos auf den neuesten Stand bringen.

Generell empfinde ich das Arbeiten mit der Keychron Q5 Max ansonsten als wirklich angenehm. Wie schon erwähnt: Ohne Handballenauflage wäre mir die Tastatur aber deutlich zu hoch.

Mein Fazit zur Keychron Q5 Max

Die Keychron Q5 Max kostet satte 213 Euro, bietet dafür aber auch eine ganze Menge: frei anpassbare Tastenbelegung, RGB-Hintergrundbeleuchtung, ein Metallgehäuse, Double-Gasket-Dämpfung, Windows- und macOS-Tasten, austauschbare Switches und Bluetooth- sowie 2,4-GHz-Verbindungen. Durch die Dämpfung ist die mechanische Tastatur im direkten Vergleich mit Konkurrenzmodellen recht leise und der Anschlag extrem sanft.

Dafür ist die Tastatur ziemlich schwer, über 2 kg, recht hoch und kann im Winkel nicht verstellt werden. Eine gute Handballenauflage solltet ihr also direkt dazu kaufen. Sollte euch das Gesamtpaket auf dem Papier bereits ansprechen, dann macht ihr aus meiner Sicht mit der Keychron Q5 Max mit all ihrer Flexibilität jedenfalls alles richtig. Gamer können allerdings bei aller Spieletauglichkeit die Option vermissen, für einzelne Spiele individuelle Konfigurationen zu speichern.

Als Allrounder ist die Keychron Q5 Max jedoch eine exzellente Tastatur, die von mir eine Empfehlung erhält.

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Tablet-Markt erreicht 15 % Wachstum im 2. Quartal 2024

Der internationale Tablet-Markt hat im zweiten Quartal 2024 ein gutes Wachstum hingelegt, wenn man mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr vergleicht. So sind die Auslieferungsmengen um 15 % gestiegen. Profitiert haben davon auch chinesische Hersteller wie Huawei und Xiaomi. Letztere konnten ihre Auslieferungsmengen fast verdoppeln und besonders in Schwellenländern punkten.

Huawei erreichte ebenfalls einen Anstieg der Auslieferungsmengen um 49 % im Jahresvergleich, obgleich das Unternehmen primär in China seine Tablets verkauft. Neue Modelle wie die MatePad 11.5 S und MatePad SE sind da offenbar sehr beliebt gewesen. Man rechnet bei den Analysten von Counterpoint Research allgemein damit, dass im 2. Halbjahr dank neuer Launches von Apple und Samsung weiterhin eine positive Entwicklung zu sehen sein sollte.

Offenbar rechnet Counterpoint also beispielsweise noch damit, dass neue iPad-Modelle im weiteren Jahresverlauf die Auslieferungsmengen nach oben schnellen lassen. Wie sieht es denn bei euch aus: Wann habt ihr das letzte Tablet gekauft bzw. habt ihr ein Upgrade im Auge?

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Überwachung durch Smart-TVs und Streaming-Player: Neuer Bericht macht aufmerksam

Es ist kein Geheimnis, dass Smart-TV-Hersteller und auch Anbieter von Streaming-Playern auch nach dem eigentlichen Verkauf ihrer Geräte noch Geld an euch verdienen wollen. Im Fokus liegen dabei zwei Aspekte. Einerseits erfasst, speichert und wertet man eure Nutzerdaten aus – und verkauft sie gegebenenfalls an Dritte. Andererseits spielt man Werbung an euch aus und erhält dafür Geld von Partnern. Laut einem Bericht des Center for Digital Democracy (CDD) habe sich das Ganze inzwischen zu einem wahren Privatsphäre-Albtraum entwickelt.

So weist man kritisch darauf hin, dass etwa auch Angebote wie die LG Channels, Samsung TV Plus, Amazon Freevee und wie sie alle heißen im Grunde alles andere als „kostenlos“ sind. Diese Dienste spielen nicht nur Werbung an euch aus, sondern sammeln auch fleißig Daten. Am Ende sei aber noch schlimmer, dass die intensive Überwachung der Zuschauer im Grunde fest in aktuellen TV- und Streaming-Player-Betriebssystemen verankert sei. Eine besondere Rolle spielt dabei Automatic Content Recognition (ACR).

ACR erkennt automatisch im Hintergrund, welche Inhalte auf eurem Screen zu sehen sind. ACR funktioniert also auch dann, wenn ihr z. B. nicht die internen Apps eures Fernsehers nutzt. Es kann erkannt werden, ob ihr gerade eine UHD Blu-ray schaut bzw. welche Filme und Serien ihr bevorzugt, was so bei euch bei YouTube abonniert wird und welche Games ihr bevorzugt. Basierend auf derlei Daten werden dann umfassende, digitale Nutzerprofile generiert. Und besonders die Werbeindustrie reibt sich die Hände.

Sensible Nutzerdaten sind in Gefahr

Dabei werden auch Daten über z. B. die ethnische Zugehörigkeit, das Alter, das Geschlecht, politische und religiöse Ansichten und mehr ausgewertet, so das CDD. Am Ende sei das Ergebnis, dass ihr nicht auf den TV schaut – der TV schaut auf euch. Es benötige dringend schärfere gesetzliche Vorgaben. Ganz vorne mit dabei bei der Datensammelwut seien unter anderem Roku, Google / YouTube, Disney, Amazon, LG, Samsung und Vizio. Vielleicht eine kleine Entwarnung für euch: Der Bericht bezieht sich auf die USA, wo die Vorgaben zu Datenschutz und Privatsphäre deutlich lascher sind, als in der EU bzw. in Deutschland.

Es gibt auch noch ein paar Chancen, der Datensammelei zumindest ein wenig zu entkommen. Die beste Möglichkeit ist, euren Smart-TV nur für Updates online zu schicken. Obendrein bietet sich als Streaming-Player aktuell vor allem der Apple TV 4K an, der dann auch im Bericht des CDD gar nicht auftaucht. Dieser Streaming-Player ist zwar etwas teurer als die Konkurrenz, verzichtet aber weitgehend auf Werbung und Datensammelei, wenn man mit den Rivalen vergleicht.

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EcoFlow DELTA Pro 3 – Neue Powerstation ausprobiert

EcoFlow hat mit der Delta Pro 3 eine neue Powerstation auf den Markt gebracht, die in puncto Leistung und Kapazität neue Maßstäbe setzt. Mit einer beeindruckenden Kapazität von 4.096 Wh und einer Dauerausgangsleistung von 4.000 W (Spitzenleistung 8.000 W) zielt sie klar auf Nutzer ab, die mehr als nur ein paar Gadgets mit Strom versorgen wollen. Ich habe mir das Kraftpaket genauer angeschaut.

Die Delta Pro 3 ist mit Abmessungen von 693 x 341 x 410 mm und einem Gewicht von 51,5 kg ein echtes Schwergewicht. Das Gerät kann mit zusätzlichen Batterien, die ebenfalls 4096 Wh mitbringen und 33 kg wiegen, auf eine Gesamtkapazität von 12 kWh erweitert werden. Der Hersteller hat dem Gerät Räder und einen ausziehbaren Trolley-Griff spendiert, was den Transport zumindest auf ebenen Flächen erleichtert. Dennoch sollte man sich keinen Illusionen hingeben: Dies ist kein Gerät, das man mal eben für ein Picknick mitnimmt. Zendure hat mit der Superbase V ein Pendant im Programm, das ähnlich ausgestattet ist, jedoch noch einen Motor zur Bewegung mitbringt. Das hat EcoFlow nicht verbaut. Das Design kommt mit dem üblichen EcoFlow daher – futuristisch, aber nicht aufdringlich. Man hat die Designsprache generell etwas abgeändert und kommt jetzt etwas moderner um die Ecke. Die silberne Farbgebung und die klaren Linien verleihen dem Gerät einen angenehmen Look.

Die Anschlussvielfalt ist beeindruckend: Vier Schuko-Steckdosen und eine CEE-Buchse (alle 230V/16A), zwei USB-C-Ports mit je 100W Leistung, zwei USB-A-Anschlüsse und diverse DC-Ausgänge. Die Anschlüsse sind gut zugänglich und durch Klappen geschützt, die sich praktischerweise ins Gehäuse schieben lassen.

Im Alltag zeigt die Delta Pro 3 ihre Muskeln. Ich konnte problemlos mehrere Haushaltsgeräte gleichzeitig betreiben – von der Kaffeemaschine über den Staubsauger bis hin zu leistungshungrigen Heizlüftern. Mehrere Geräte parallel sind ebenfalls kein Problem. Die X-Boost-Technologie ermöglicht kurzzeitig sogar Lasten bis zu 6.000W, was für so ziemlich alle gewöhnlichen Haushaltsgeräte oder Werkzeuge ausreicht. Den Härtetest bestand die Powerstation beim gleichzeitigen Betrieb von Beamer, Soundanlage, Laufband und Kontaktgrill ohne Probleme.

Auch die Ladegeschwindigkeit ist sehr zufriedenstellend: Mit bis zu 2.900W über die Steckdose ist die Powerstation in etwa zwei Stunden wieder voll – die Zeit verlängert sich logischerweise, wenn man eine Extrabatterie angeschlossen hat. Solar-Enthusiasten freuen sich über eine maximale Solar-Eingangsleistung von 2.600W, aufgeteilt auf zwei Eingänge (1.600W und 1.000W). In der Praxis bedeutet das, dass man mit einem guten Solarpanel-Setup die Station an einem sonnigen Tag komplett aufladen kann. Die Möglichkeit, verschiedene Ladequellen zu kombinieren, ist ein echter Pluspunkt für Flexibilität. Im Test nutzte ich die Powerstation vorwiegend auch am Powerstream, obwohl das mehr oder weniger fast ein Overkill ist. In diesem Setup kann das Gerät problemlos als Zwischenspeicher genutzt werden und den gewonnenen Strom kann man etwa in der Nacht wieder ins Hausnetz einspeisen.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Lautstärke der Lüfter, besonders beim Laden und unter hoher Last. Mit bis zu 30 dB ist die Delta Pro 3 deutlich hörbarer als kleinere Modelle – etwas, das man bei der Platzierung berücksichtigen sollte. In einem Wohnzimmer oder Schlafzimmer könnte das Gerät durchaus störend sein. Dort werden wohl die wenigsten Käufer dieses Monstrum platzieren.

EcoFlow setzt auf LFP-Akkus (LiFePO4), die für ihre Langlebigkeit und Sicherheit bekannt sind. Mit einer versprochenen Lebensdauer von über 4.000 Zyklen bei 80 % Restkapazität ist die Delta Pro 3 auf jahrelangen Einsatz ausgelegt. Das rechtfertigt auch den höheren Preis gegenüber Modellen mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. In der Praxis bedeutet das, dass selbst bei täglicher Nutzung die Powerstation über 10 Jahre lang zuverlässig ihren Dienst tun sollte.

Die bereits erwähnte Möglichkeit, die Kapazität durch Zusatzakkus auf bis zu 12 kWh zu erweitern, macht die Delta Pro 3 zu einer ernst zu nehmenden Option für die Notstromversorgung ganzer Haushalte. Mit dieser Erweiterung könnte man theoretisch tagelang ohne Netzstrom auskommen – vorausgesetzt, man hat eine Möglichkeit zum Nachladen, etwa durch Solarpanels. Problem: Das Smart Home Panel 2, das gebraucht werden würde, um die Powerstation direkt ins Hausnetz einzubinden und eine echte Notstromversorgung zu gewährleisten, ist für die EU nicht vorgesehen.

Die EcoFlow-App bietet umfangreiche Einstellungs- und Überwachungsmöglichkeiten. Von der Steuerung einzelner Ausgänge bis hin zur Anpassung von Ladeparametern lässt sich alles bequem vom Smartphone aus regeln. Die WLAN- und Bluetooth-Konnektivität ermöglicht obendrein eine Fernüberwachung, was besonders für den Einsatz als Heimspeicher interessant ist.

Besonders nützlich ist die Möglichkeit, Ladezeiten zu planen und den Energieverbrauch zu optimieren. So kann man beispielsweise festlegen, dass die Powerstation nur zu Zeiten günstiger Stromtarife lädt – insofern ihr einen dynamischen Tarif nutzt. Die Integration in Smart-Home-Systeme ist ebenfalls möglich, was die Delta Pro 3 zu einem flexiblen Baustein in der häuslichen Energieverwaltung macht.

EcoFlow hat bei der Delta Pro 3 großen Wert auf Sicherheit gelegt. Das Batteriemanagementsystem überwacht ständig Temperatur, Spannung und Strom und greift ein, bevor es zu kritischen Situationen kommen kann. Die IP65-Schutzklasse des Batterieblocks ist gegeben, auch wenn das Gesamtgerät nicht wetterfest ist. Ein konstanter Platz an der Sonne und damit auch im Regen ist also nicht möglich. Hier gibt es also noch Verbesserungspotenzial für zukünftige Modelle. Gerade für Nutzer, die damit den großen Camper betreiben, ist das sicher ein Thema. Diesen Klotz möchte man eventuell nicht permanent im Camper stehen haben.

Die UPS-Funktion (Uninterruptible Power Supply) mit einer Umschaltzeit von weniger als 10 ms ist ein weiteres Feature. Sie ermöglicht es, empfindliche Geräte wie Computer oder kritische Geräte / Ausrüstung ohne Unterbrechung zu betreiben, auch wenn der Netzstrom ausfällt. In puncto Einsatzmöglichkeiten ist die Delta Pro 3 ein Tausendsassa. Als Notstromlösung für Haushalte ist sie dank ihrer hohen Kapazität und Leistung hervorragend geeignet. Für Handwerker oder mobile Arbeiter bietet sie genug Power, um auch anspruchsvolle Werkzeuge zu betreiben. Camper und RV-Enthusiasten werden die Möglichkeit schätzen, autark Strom zu erzeugen und zu speichern.

Mit einem Preis von aktuell knapp 2.900 Euro ist die Delta Pro 3 sicherlich keine Anschaffung, die man leichtfertig tätigt. Allerdings muss man diesen Preis in Relation zu den gebotenen Leistungen und der Langlebigkeit sehen. Verglichen mit kleineren Powerstations oder gar traditionellen Notstromaggregaten bietet die Delta Pro 3 deutlich mehr Flexibilität und Nutzungsmöglichkeiten. Für Nutzer, die regelmäßig viel Leistung benötigen oder eine zuverlässige Backup-Lösung suchen, könnte sich die Investition bezahlt machen. Insbesondere, wenn man die möglichen Einsparungen durch intelligentes Energiemanagement und die lange Lebensdauer berücksichtigt.

Die Delta Pro 3 ist definitiv kein Gerät für gelegentliche Campingausflüge oder als reine Notfalllösung für kurze Stromausfälle. Hier wären kleinere, leichtere Modelle wie die Delta 2 Max vermutlich die bessere Wahl.

Für wen lohnt sich also die Anschaffung? Ich sehe die Delta Pro 3 als ideale Lösung für Menschen, die:

  • eine zuverlässige und leistungsstarke Notstromversorgung für ihr Haus suchen
  • regelmäßig mit leistungshungrigen Geräten abseits des Stromnetzes arbeiten
  • ihr Tiny House oder Wohnmobil mit einer robusten Stromquelle ausstatten wollen
  • nach einer Möglichkeit suchen, überschüssigen Solarstrom oder günstigen Strom (dynamischer Stromtarif) effizient zu speichern

Für diese Zielgruppen ist die EcoFlow Delta Pro 3 ein tolles Stück Technik, das zeigt, was im Bereich mobiler Stromversorgung heute möglich ist.

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