Die Taskleiste von Windows 11 hat endlich ein Overflow-Menü für Insider

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Microsoft veröffentlichte vor wenigen Minuten eine neue Windows-Version im Windows Insider Programm. Es handelt sich um Build 25163 für den Dev-Kanal. Zum einen sind die neuen Freigabe-Funktionen enthalten, über die wir heute Morgen bereits berichteten. Tatsächlich hat der Beta-Kanal diese Neuerung ein paar Stunden früher bekommen.

Taskleiste mit Overflow-Menü

Das zweite große Kernelement dieser Build ist das Overflow-Menü für die Taskleiste. Dieses erscheint, wenn so viele Anwendungen geöffnet sind, dass deren App-Icons keinen Platz mehr in der Taskleiste finden.

Unter älteren Windows-Versionen wurde dieses Szenario gelöst, indem die Taskleiste am Rand einen Pfeil hoch- und Pfeil runter-Button einblendete. Mit diesen konnte man zwischen mehreren Seiten blättern und somit tausende an Apps geöffnet haben. Unter Windows 11 ist es zum Status Quo dagegen so, dass bei einer vollen Taskleiste die hinzukommenden Apps einfach nicht erscheinen. Sie sind zwar offen, aber lassen sich nicht aufrufen. Aus diesem Grund ist es sehr erfreulich, dass Microsoft eine Lösung für das Problem vorlegt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Windows-Entwickler das neue Overflow-Menü zu Windows 11 22H2 zurückportieren, noch bevor die große Aktualisierung offiziell erscheint. Von da an blenden sich bei einer vollen Taskleiste drei Punkte ein, die alle weiteren, offenen Apps beherbergen.

Nur noch alle drei Jahre ein großes Windows Update?

Screenshot von Windows Update in den Einstellungen, mit zahlreichen ausstehenden Updates.

Microsoft könnte einen neuen Entwicklungsplan entworfen haben, der große Aktualisierungen für Windows nur noch alle drei Jahre vorsieht. Somit würde man sich vom jährlichen Rhythmus verabschieden.

Eine offizielle Bekanntgabe dieser Änderung gab es nicht. Vielmehr sind es Gerüchte. Publiziert wurden sie allerdings von Zac Bowden, der guten Kontakt zu Mitarbeitern bei Microsoft pflegt und mit seinen Einschätzungen häufig richtig lag. Dementsprechend können wir davon ausgehen, dass die Gerüchte nah an der Wirklichkeit liegen.

Somit sehe der neue Entwicklungsplan die nächste große Aktualisierung für Windows erst 2024 vor. Drei Jahre nach der Veröffentlichung von Windows 11 im Jahre 2021. Allerdings soll 22H2 trotzdem zum Ende des Jahres erscheinen, doch ein richtiges 23H2 dürfte nicht mehr geplant sein.

Kein Schwund bei neuen Funktionen

Neue Funktionen sollen trotzdem regelmäßig in Windows einfließen. Der einzige Unterschied wäre die Art der Verteilung. Statt jährlich riesige und langwierige Funktionsupdates zu verteilen, sollen kumulative Updates die Neuerungen beinhalten. Microsoft baute diese nämlich stark aus und ließ sie zu einer mächtigen Updatemethode mutieren. Sie können jetzt große Teile des Systems ändern, ohne störend aufzufallen oder Einstellungen zurückzusetzen.

Diese Änderung an der Art der Verteilung würde also bedeuten, dass Microsoft nicht mehr ein Jahr warten bräuchte, ehe die neusten Funktionen in Windows Einzug halten. Stattdessen hielten sie Einzug, sobald sie fertiggestellt sind. Zwar in kleineren Mengen, aber dafür auch in kleineren Abständen. Effektiv käme man dadurch auf das gleiche hinaus.

Außerdem hätte der Rhythmus noch den entscheidenden Vorteil, dass der Kern des Systems über mehrere Jahre hinweg ähnlich bleibt. Dies würde die Arbeit an Treibern vereinfachen, die dann nur noch alle drei statt jedes Jahr angepasst werden müssten. Das könnte für eine erhöhte Zuverlässigkeit sorgen.

Wie könnte Windows 2024 aussehen?

Sollten die Gerüchte sich bewahrheiten, könnten wir die nächste große Windows-Aktualisierung erst 2024 erwarten. Vielleicht müssen wir uns sogar bis 2025 gedulden, sollte Microsoft erst ab Windows 11 22H2 anfangen die Jahre zu zählen.

Informationen bezüglich des Inhalts des 2024-Updates sind keine bekannt. Schließlich befindet sich die Entwicklung noch in den Kinderschuhen. Die Gunst der Stunde nutzen einige Nachrichtenportale bereits, um ein Windows 12 zu beschwören. Noch gibt es allerdings keine Indizien dafür, dass Microsoft an einem Nachfolger für Windows 11 arbeitet. Und selbst wenn die Aktualisierung den Marketing-Namen Windows 12 tragen würde, können wir davon ausgehen, dass es keine grundlegenden Änderungen am Design und Konzept beinhaltet wird. Die Taskleiste könnte ähnlich funktionsarm bleiben, genauso wie das Startmenü welches im Kern nur als Aneinanderreihung von Icons dient. Wir dürfen unsere Erwartungen eher auf ein Windows 11.1 zurückschrauben.


Quelle: Windows Central

Microsoft Edge mit moderner Bildlaufleiste im Stile von Windows 11

Microsoft Edge bekommt zukünftig mehr Designeinflüsse von Windows 11 verliehen. Den ersten Schritt machte Microsoft mit der modernen Menüleiste, die das Hintergrundbild dank Mica-Material hindurchschimmern lässt. Zwar ist sie noch nicht generell verfügbar, doch lässt sich im Microsoft Edge-Browser vorab aktivieren. Dazu haben wir einen separaten Artikel verfasst.

Nun entdeckte ein Reddit-Nutzer eine weitere Designanpassung im Edge. Aktiviert man eine Flag, so wird die eingestaubte und breite Bildlaufleiste aus Windows 8-Tagen mit einer moderneren, dünnen ersetzt. Das Ergebnis lässt sich auf dem Titelbild betrachten.

Zwei Modi stehen von der Bildlaufleiste zur Verfügung. Zum einem der normale Modus, der sie kontinuierlich in ihrer vollen Pracht darstellen lässt. Der andere Modus nennt sich Minimal mode. Sein Verhalten ähnelt dem standardmäßigen von Windows 11. Hierbei ist die Bildlaufleiste nur ein schmaler Strich, der sich ausklappt, sobald der Nutzer mit seiner Maus darüberfährt.

Aktuell ist diese Änderung nur in der Canary-Version des Microsoft Edge-Browsers implementiert. Zudem ist eine manuelle Aktivierung per Flag nötig. Navigiert dazu zur edge://flags Seite und sucht nach OverlayScrollbarWinStyleAnimation. Setzt den Wert der Auswahlbox entweder auf Enabled oder auf Enabled Minimal mode. Um die Änderungen sichtbar zu machen, wird anschließend ein Neustart eures Browsers nötig.

Und zum Abschluss möchte ich ein weiteres Mal auf einen Artikel von uns aufmerksam machen, der die zukünftig geplanten Funktionen für Microsoft Edge zusammenfasst: Diese Funktionen für Microsoft Edge sind in Arbeit (Mai 2022) (windowsarea.de).


Quelle: Beitrag von u/Leopeva64-2 auf Reddit in r/MicrosoftEdge

Tipp: Windows Kamera kann QR-Codes scannen unter Windows 11

Windows 11 Kamera App

Die unter Windows 11 vorinstallierte Kamera-App besitzt einige Modi, die sich auf der rechten Seite umschalten lassen. Dazu gehört das Abfotografieren von Whiteboards oder Tafeln, aber auch das Scannen von QR-Codes.

Anleitung: So könnt ihr unter Windows 11 QR Codes scannen

Um einen QR-Code unter Windows 11 zu scannen, öffnet die Kamera-App, die ihr über das Startmenü oder über die Windows Suche erreicht. Schaltet anschließend die Modis so lange um, bis der mit dem QR-Code-Symbol weiß umrahmt ist.

Screenshot der rechten Seite von der Windows Kamera-App, wo alle Modi übereinander aufgelistet sind als runde Kreise. Aktuell aktiviert ist der QR-Code-Modi.

Haltet nun die Windows 11 Kamera über einen QR-Code oder Barcode. Nach einer kurzen Wartezeit sollte die URL auf dem unteren Bildschirmrand erscheinen, die ihr dann zum Öffnen antippt. Sollte der Scanner auch nach einigen Sekunden nichts gefunden haben, dann empfiehlt sich, das QR-Icon einmal anzutippen. Dadurch setzt Windows einen unverzüglichen Scan des Kamera-Inhalts in Gang.

Windows Kamera, mit der auf dem Bild ein QR-Code gescannt wird. Dadurch erscheint am unteren Bildschirmrand die im QR-Code eingebettete URL.

Mit dieser Integration lassen sich sehr einfach Webseiten öffnen. Zwar erkennt die Kamera-App ebenfalls WLAN-Codes, nur lassen die sich nicht öffnen, weil für das Wifi-Protokoll keine App zur Verfügung steht. Für diesen Einsatzzweck müsstet ihr eine Alternative aus dem Microsoft Store herunterladen. Wir empfehlen die kostenlose App „WiFi QR Code Scanner“ von Matthias Duyck, die ihr über diesen Link aufrufen könnt, um unter Windows 11 QR Codes zu scannen und dadurch WLAN-Netzwerke ohne Passworteingabe beizutreten.

Video: Windows 11 optimieren: Beste Einstellungen für mehr Privatsphäre und Performance

Microsoft Store: Bepreisung von kostenloser Software verboten

Screenshot vom Microsoft Store, darin geöffnet ist der Eintrag von Audacity

Viele Suchanfragen im Microsoft Store liefern nicht die gewünschten Ergebnisse. Unter anderem fehlt populäre Open Source-Software, die Millionen an aktiven Nutzern hält.

Rein rechtlich betrachtet, können Dritte die fehlende Software in den Store hochladen und mit einem Preis versehen, dank liberaler Open Source-Lizenzen. Plötzlich zahlen unwissende Anwender für kostenlose Apps Geld, obwohl sie jedem frei zur Verfügung steht. Nur eben an anderer Stelle im Internet. Von den Einnahmen profitieren leider nicht die eigentlichen Entwickler, sondern irgendwelche Dritte, die für sich ein neues, unmoralisches Geschäftsmodell entdeckt haben.

Neue Microsoft Store-Richtline verbietet Gebühren auf kostenloser Software

Microsoft schiebt solchen Praktiken jetzt einen Riegel vor. Seitdem 16. Juni 2022 tritt eine neue Store-Richtline in Kraft, die folgenden Paragrafen enthält:

Update to 10.8.7 to prohibit charging fees in the Store for open-source or other software that is generally available for free and restrict irrationally high pricing.

Zu Deutsch, sinngemäß übersetzt:

Das Auferlegen von Gebühren für Open Source-Software oder anderweitiger, für die Allgemeinheit kostenlos zugänglicher Software, ist verboten.

Microsoft verbietet Dritten weiterhin nicht, fremde Software hochzuladen. Es ist sowieso schwierig zu überprüfen, ob der Einreichende der tatsächliche Entwickler der jeweiligen App ist, oder vielleicht sogar im Auftrag von diesem handelt.

Es ist trotzdem eine große Änderung für den Microsoft Store, dass kostenlose Apps, wie Gimp oder VLC, nicht mehr mit einem Preisschild versehen werden dürfen. Besonders mit Hinblick auf die Flut an Audacity-Uploads, die teilweise unter anderem Namen erscheinen und einige Euros kosten.

Was passiert mit Paint.NET?

Eine Sache bleibt vorerst ungeklärt. Der Paint.NET-Entwickler veröffentlichte seine kostenlose App selbst im Microsoft Store, verlangt dafür jedoch Geld. In der Beschreibung des Store-Eintrags wird darauf hingewiesen, dass die Store-Version als Unterstützung für das Projekt gedacht ist, und der Nutzer als Dankeschön die Vorzüge des Stores erhält.

Ob diese Herangehensweise nun unerwünscht ist, wird sich in Zukunft zeigen. Formell betrachtet bricht Paint.NET damit die Microsoft Store-Richtlinien. Allerdings müsste Microsoft eine manuelle Sperrung in Auftrag geben. In diesem Fall ist unvorhersehbar, wie weit die Kulanz reicht und ob die tatsächlichen Entwickler von der Richtlinie sogar ausgenommen bleiben.


Quelle: Microsoft Docs, via: Dr. Windows

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